DE1480686C - Fliehkraftkupplung, insbesondere für Kraftfahrzeuge - Google Patents
Fliehkraftkupplung, insbesondere für KraftfahrzeugeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine eine Fliehkraftkupplung, insbesondere für Kraftfahrzeuge, bei der sich
die axial frei beweglichen Reiblamellen zwischen zwei Andrückscheiben befinden, von denen die eine
mittels Fliehgewichten in Abhängigkeit von der Motordrehzahl und die andere durch eine willkürlich
betätigbare Ausrückvorrichtung gegen die Wirkung von Federn axial verstellt werden kann, und
zwischen der durch Fliehgewichte verstellbaren Andrückscheibe und der Abtriebswelle ein Schraubmechanismus
angeordnet ist, bestehend aus zwei Buchsen, von denen die eine Buchse mit der Abtriebswelle
oder der Andrückscheibe fest und die andere Buchse mit dem anderen dieser beiden Teile
reibungsschlüssig verbunden ist, wobei die beiden Buchsen an der gemeinsamen Berührungsfläche so
ausgebildet sind, daß der axiale Abstand der Buchsen bei Kraftübertragung von der Arbeitsseite und bei
normaler Drehrichtung vergrößert wird, nach Patent 1 164 840.
Bei dieser Fliehkraftkupplung nach dem Hauptpatent wird die axiale Verschiebung der mit der Antriebswelle
der Kupplung drehfest verbundenen und durch den Schraubmechanismus betätigten Andrückscheibe
durch einen auf der Abtriebswelle gelagerten Anschlag begrenzt. Der Anschlag dient dazu, um bei
durch Einwirkung des Schraubmechanismus eingekuppelter Kupplung, beim Verlauf des Drehmomentes
vom abtriebsseitigen Teil zum antriebsseitigen Teil der Kupplung, die Kupplung durch eine
willkürlich betätigbare Ausrückvorrichtung durch Trennung der unter Wirkung der Druckfedern und
der Ausrückvorrichtung stehenden Andrückscheibe ausrücken zu können.
Dies erfolgt insbesondere beim Schalten der Getriebestufe oder im Fälle einer Motorpanne, die ein
Abstellen des Motors zur Folge hat, wobei der antriebsseitige Teil der Kupplung von dem abtriebsseitigen
Teil unverzüglich mittels der Ausrückvorrichtung getrennt werden muß.
Beim Ausrücken der Kupplung unter derartigen Betriebsbedingungen drehen sich die Antriebs- und
die Abtriebswellen mit verschiedenen Drehzahlen, wobei die vom Schraubmechanismus her betätigte
und mit der Drehzahl der Antriebswelle sich drehende Andrückscheibe sich an dem Anschlag abstützt, der
sich mit der Drehzahl der Abtriebswelle dreht. Hierbei entwickelt der Schraubmechanismus weiter eine
Axialkraft, die auf die zwischen dem Anschlag und der Andrückscheibe befindlichen Berührungsflächen
einwirkt. Das erfordert entweder die Verwendung von Spezialwerkstoff für die Berührungsflächen oder das
Einsetzen eines Axiallagers zwischen den Anschlag und die Andrückscheibe, um die Berührungsflächen
vor Beschädigung zu schützen und in extremen Fällen deren Festpressen zu vermeiden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, bei Einwirkung des Schraubmechanismus auf die Andrückscheibe
und gleichzeitigem Ausrücken der Kupplung durch eine willkürlich betätigbare Ausrückvorrichtung
die Einwirkung zusätzlicher auf die Berührungsflächen der Andrückscheibe und des Anschlags
einwirkenden axialen Kräften zu vermeiden.
Diese Aufgabe wird bei einer Fliehkraftkupplung der eingangs erläuterten Art dadurch gelöst, daß die
Berührungsflächen der einen Buchse jeweils zwischen zwei in Achsrichtung der Buchsen verlaufenden Ansätzen
und die Berührungsflächen der anderen Buchse an Stirnflächen von ebenfalls axial gerichteten
Ansätzen vorgesehen sind, die zwischen die Ansätze der ersten Buchse eingreifen, und ihre axiale
Länge größer ist als die durch eine Winkelverdrehung der beiden Buchsen gegeneinander erzielbare axiale
Verschiebung.
Hierdurch wird erreicht, daß beim Trennen der Kupplung durch die willkürlich betätigbare Ausrückvorrichtung
eine gegenseitige Verdrehung der
ίο Buchsen des Schraubmechanismus bzw. eine weitere
axiale Verschiebung gegeneinander vermieden wird, wodurch zwischen der vom Schraubmechanismus her
betätigten Andrückscheibe und der mit ihr zusammenwirkenden Buchse keine zusätzliche Axialkraft
entsteht, so daß es sich erübrigt, zwischen den Anschlag und die Andrückscheibe ein Axiallager einzusetzen
und für die Berührungsflächen einen speziellen Werkstoff zu verwenden.
Wenn gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung die an den Stirnseiten der Buchsen angeordneten
Berührungsflächen als ebene Flächen ausgebildet sind, so wird hierdurch auch ohne Verwendung
einer schraubenförmig gekrümmten Fläche eine-Axialverschiebung der Buchsen gegeneinander bei
einer Verdrehung derselben erreicht. Hierbei tritt zwar größtenteils, abgesehen von einer Abnutzung
bzw. Verformung, punktförmige Berührung wegen der gegenseitigen windschiefen Lage der Berührungsflächen
ein, die nur in einer Zwischenlage parallel zueinander liegen, doch wird mit dieser Ausgestaltung
der Vorteil erzielt, daß die ebenen Berührungsflächen in einfacher Weise mittels einfacher Werkzeuge
z. B. durch Ausschneiden oder Fräsen hergestellt werden können, während für schraubenförmig
gewundene Flächen komplizierte Einrichtungen erforderlich sind. ,;,;;;»
Es ist bereits aus der deutschen Patentschrift 664 336 bekannt, bei einer Kupplung für deren Betätigung
zwei Buchsen zu verwenden, die an ihren Stirnseiten eine Keilverzahnung tragen. Diese Keilverzahnung
weist ebene Flächen auf, weshalb dem Anspruch 2 nur in Verbindung mit dem Hauptanspruch
Schutz als echter Unteranspruch zukommen soll.
Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielsweise veranschaulicht; es zeigt
F i g. 1 eine Kupplung im Schnitt,
F i g. 2 zwei zusammenwirkende Buchsen eines Schraubmechanismus in abgewickelter Darstellung, wobei sich der Schraubmechanismus in einer Endstellung befindet, in der das Drehmoment vom Motor zu den Treibrädern verläuft.
F i g. 1 eine Kupplung im Schnitt,
F i g. 2 zwei zusammenwirkende Buchsen eines Schraubmechanismus in abgewickelter Darstellung, wobei sich der Schraubmechanismus in einer Endstellung befindet, in der das Drehmoment vom Motor zu den Treibrädern verläuft.
F i g. 3 den Schraubmechanismus gemäß F i g. 2 in der anderen Endstellung, in der das Drehmoment
von den Treibrädern zum Motor verläuft.
Die Antriebswelle 1 wird vom Motor über ein mit ihr fest verbundenes Zahnrad 2 angetrieben. Mit der
Antriebswelle 1 ist ferner eine äußere Mitnahmetrommel 3 mit Ausnehmungen, in welche Mitnahmeansätze
von Lamellen 4 eingreifen, verbunden. An der äußeren Mitnahmetrommel 3 sind Fliehgewichte 5
vorgesehen, die auf eine Andrückscheibe 6 einwirken, die drehbar auf der Abtriebswelle 7 gelagert und
drehfest mittels der äußeren Mitnahmetrommel 3 mit der Antriebswelle 1 verbunden ist. Mit der Abtriebswelle 7 ist eine innere Mitnahmetrommel 8 verbunden,
die in beschränktem Winkelbereich frei drehbar ist und Ausnehmungen aufweist, in welche Mit-
nahmeansätzc von Lamellen 9 eingreifen. An der äußeren Mitnahmetrommel 3 ist ferner eine Abstützscheibe
10 befestigt, an welche sich Hauptkupplungsfedern 11 abstützen, die eine Andrückscheibe 12 betätigen.
Die Andrückscheibe 12 ist mit einem Axiallager 13 versehen, an dem sich eine Ausrückvorrichtung
14 und 15 abstützt.
Auf der Abtriebswelle 7 befindet sich ein Schraubmechanismus, bestehend aus einer Buchse 16, die
drehbar und axial starr auf der Abtriebswelle 7 befestigt ist, und einer Buchse 17, die gegenüber der
Abtriebswelle 7 drehbar und axial frei verschiebbar gelagert ist. Die Buchse 17 wird durch eine Bremse
18 gebremst, die mittels eines Bolzens 19 mit der Andrückscheibe 6 fest verbunden ist. Die Buchse 16 ist
an ihrer Stirnseite mit axial verlaufenden Ansätzen
20 versehen, die Berührungsflächen 21 aufweisen. Die
Buchse 17 trägt ebenfalls axial verlaufende Ansätze 22. Zwischen den Ansätzen 22 befinden sich Berührungsflächen
23, mit denen die Berührungsflächen
21 zusammenwirken.
Bei steigender Drehzahl der Antriebswelle 1 wird die Andrückscheibe 6 durch die Wirkung der Fliehgewichte
5 gegenüber der Andrückscheibe 12 verstellt, bis die Lamellen 4 und 9 derart gegeneinander
gedruckt werden, daß die äußere Mitnahmetrommel 3 und die innere Mitnahmetrommel 8 fest miteinander
gekuppelt sind. Mit absinkender Drehazhl der Antriebswelle 1 kehren die Fliehgewichte 5 von ihrer
ausgeschwenkten Lage durch Wirkung der Rückstellfedern zurück. Dadurch wird die Andrückscheibe 6
von dem Satz der Lamellen 4 und 9 getrennt und die Kupplung wieder ausgerückt. Soll die mittels der
Fliehgewichte 5 eingekuppelte Kupplung unabhängig hiervon wieder ausgekuppelt werden, so wird die Andrückscheibe
12 durch die Ausrückvorrichtung 14 und 15 gegen die Wirkung der Druckfedern 11 axial
verstellt, wodurch sich die Lamellen 4 und 9 voneinander abheben.
Falls das Drehmoment von der Abtriebswelle 7 auf die Antriebswelle 1 übertragen wird, wobei letztere
die Drehzahl, bei welcher die Fliehgewichte 5 die Andrückscheibe 6 axial verschieben, nicht erreicht hat,
kommt es vorübergehend zu' verschiedenen Winkelgeschwindigkeiten
der Antriebswelle 1 und der Abtriebswelle 7. Die Bremse 18, fest verbunden mit der
Andrückscheibe 6, die eine niedrigere Winkelgeschwindigkeit als die Abtriebswelle 7 aufweist,
bremst hierbei die Buchse 17 ab, die sich durch Einwirkung der Berührungsflächen 21 und 23 axial verschiebt.
Dadurch wird die Andrückscheibe 6 in gleicher Weise axial verschoben, als ob sie unter Wirkung
der Fliehgewichte 5 stünde, und die Kupplung kuppelt sich dadurch ein, daß die Lamellen 4 und 9
zwischen der Andrückscheibe 6 und der Andrückscheibe^ zusammengedrückt werden. Soll die Kupplung
in diesem Falle ausgekuppelt werden, so wird dies gleichfalls über die Ausrückvorrichtung 14 und
15 bewirkt. Die Andrückscheibe 12 entfernt sich dann von der Andrückscheibe 6, die Lamellen 4 und 9
werden dadurch freigegeben, und die Antriebswelle 1 und die Abtriebswclle7 können sich mit verschiedenen
Winkelgeschwindigkeiten drehen. Dabei kommt es nicht mehr zur Entwicklung einer Axialkraft der
Buchse 17 gegen die Andrückscheibe 6 infolge der Wirkung der Stirnflächen der Ansätze 22 und der
Stirnflächen der Ansätze 20, die die gegenseitige Verdrehung der Buchsen 16 und 17 und dadurch auch
ίο die axiale Verschiebung der Andrückscheibe 6 begrenzen.
Die Berührungsflächen 23 bestimmen durch ihre Länge und Steigung die Länge der axialen Verschiebung
der Andrückscheibe 6. Die Berührungsflächen 21 und 23 können als ebene, geneigte Flächen
ausgebildet sein, wodurch sich über den größten Teil der gegenseitigen Verdrehung eine punktförmige und
nur in einem Übergangsbereich eine linienförmige Berührung ergibt. Die Steigung der Berührungsflächen
23 kann in dem gegebenen Bereich willkürlieh festgelegt werden.
Claims (2)
1. Fliehkraftkupplung, insbesondere für Kraftfahrzeuge,
bei der sich die axial frei beweglichen Reiblamellen zwischen zwei Andrückscheiben befinden,
von denen die eine mittels Fliehgewichten in Abhängigkeit von der Motordrehzahl und die
andere durch eine willkürlich betätigbare Ausrückvorrichtung gegen die Wirkung von Federn
axial verstellt werden kann, und zwischen der durch Fliehgewichte verstellbaren Andrückscheibe
und der Abtriebswelle ein Schraubmechanismus angeordnet ist, bestehend aus zwei Buchsen, von denen die eine Buchse mit der Abtriebswelle
oder der Andrückscheibe fest und die andere Buchse mit dem anderen dieser beiden
Teile reibungsschlüssig verbunden ist, wobei die beiden Buchsen an der gemeinsamen Berührungsfläche
so ausgebildet sind, daß der axiale Abstand der Buchsen bei Kraftübertragung von der
Abtriebsseite und bei normaler Drehrichtung vergrößert wird, nach Patent 1 164 840, dadurch
gekennzeichnet, daß die Berührungsflächen (23) der einen Buchse (17) jeweils zwischen
zwei in Achsrichtung der Buchsen verlaufenden Ansätzen (22) und die Berührungsflächen
(21) der anderen Buchse (16) an Stirnflächen von ebenfalls axial gerichteten Ansätzen
(20) vorgesehen sind, die zwischen die Ansätze (22) dei ersten Buchse eingreifen, und ihre axiale
Länge größer ist als die durch eine Winkelverdrehung der beiden Buchsen gegeneinander erzielbare
axiale Verschiebung.
2. Kupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die an den Stirnseiten der
Buchsen (16 bzw. 17) angeordneten Berührungsflächen (21 bzw. 23) als ebene Flächen ausgebildet
sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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