DE147950C - - Google Patents
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- DE147950C DE147950C DENDAT147950D DE147950DA DE147950C DE 147950 C DE147950 C DE 147950C DE NDAT147950 D DENDAT147950 D DE NDAT147950D DE 147950D A DE147950D A DE 147950DA DE 147950 C DE147950 C DE 147950C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Die ständig zunehmende Verstärkung der Schutzmittel gegen Feuerwaffen hat zur Folge,
daß man andererseits wieder bestrebt ist, die . Durchschlagskraft der Geschosse zu erhöhen.
Ein Geschoß zum Durchschlagen von Zielen aus Material von großem Widerstandsvermögen, wie Stahl und Eisen, bedarf außer
hoher lebendiger Kraft auch einer entsprechenden Festigkeit, sowie zur Erzielung einer
ίο entsprechenden Treffsicherheit einer guten
Führung in den Zügen des Laufes.
Die lebendige Kraft, welche dem Geschosse an irgend einem Punkte seiner Flugbahn innewohnt,
hängt bekanntlich ab von der Fluggeschwindigkeit, welche es in dem betreffenden
Moment hat, und von seiner Masse, seinem Gewicht. Es folgt hieraus, daß das
Geschoß, um Gegenstände von großer Widerstandsfähigkeit durchschlagen zu können, ein
möglichst hohes. Gewicht und eine möglichst große Festigkeit haben muß.
Unter Berücksichtigung dieser Punkte hat man bereits vor längerer Zeit Geschosse hergestellt;
dieselben haben aber aus dem einen oder anderen Grunde die angestrebte Durch-. Schlagskraft sämtlich nicht erreicht.
So hat man beispielsweise ein Geschoß
. hergestellt, bei welchem die lebendige Kraft des relativ dünnen Stahlkernes erhöht werden
sollte durch eine an seinem hinteren Ende angeordnete, lose mit ihm befestigte Stahlplatte
und ein hinter der letzteren liegendes Bleistück, welche Teile von einem dicken Bleimantel umschlossen sind. Dieses Geschoß
hat sich, ganz abgesehen von seiner sehr teueren Herstellung, bezüglich der' Durchschlagskraft
als vollständig unbrauchbar erwiesen und ebenso kann bei ihm infolge des weichen Materials des Bleimantels, welches
ein Verschmieren der Züge hervorruft, von einer guten Führung in den Zügen nicht die
Rede sein.
Bei einer anderen Ausführung versuchte man die nötige Widerstandsfähigkeit des Geschosses
dadurch zu erreichen, daß man bei einem Mantelgeschoß mit Bleifüllung am vorderen
Ende innerhalb des Mantels eine Kappe aus dünnem Stahlblech anordnete.
Auch bei dieser Anordnung wird die Durchschlagskraft nur wenig vermehrt und das
Geschoß eignet sich keineswegs zum Durchschlagen von Gegenständen mit größerer
Widerstandsfähigkeit, wie Stahlplatten usw., da beim Auftreffen auf solche die Stahlkappe
sich deformiert und, wenn gehärtet, zerspringt.
Das den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende neue Mantelgeschoß, welches
unter Berücksichtigung aller oben angeführten, zur Erzielung einer hohen Durchschlagskraft
in Betracht kommenden Momente konstruiert ist, besitzt die den früheren Geschossen
anhaftenden Mängel nicht, ist vielmehr allen früheren Ausführungen an Wirksamkeit
weit überlegen, indem es höchste Durchschlagskraft mit größter Treffsicherheit in sich vereinigt, welche gemeinsamen Eigenschaften
kein Geschoß früherer Konstruktion aufzuweisen hatte.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist der Erfmdungsgegenstand
in mehreren Ausführungsformen dargestellt.
Die Abbildungen Fig. 1, 2 und 3 zeigen Ausführungen des Geschosses mit einem die
Spitze des Geschoßkernes bedeckenden Mantel
(bei der Ausführung nach Fig. 3 reicht der
Mantel nicht bis zum Boden des ganzen Geschosses), während Fig. 4 eine Möglichkeit
der Ausführung mit unbedeckter Kernspitze darstellt, bei welcher der Mantel eine Länge
wie in den ausgezogenen Linien gezeichnet oder auch eine solche wie gestrichelt angedeutet
haben kann.
Die Erfindung besteht darin, daß der aus zwei bekannten Teilen, der gehärteten Stahlspitze
α und der hinteren Auffüllung c aus spezifisch schwerem Metall, gebildete Kern
von einem Mantel b aus geeignetem festen Metall, Metallegierung oder Vereinigung von
Metallen umschlossen wird.
Die gehärtete Stahlspitze a, welche langer oder kurzer als auf der Zeichnung dargestellt
und mit oder ohne Höhlung im Boden ausgeführt sein kann, hat den Zweck, in das Ziel
einzudringen und dasselbe zu durchschlagen, d. h. der Anforderung hoher Festigkeit zu
genügen, während die dahinter liegende Füllung c aus spezifisch schwerem Metall
bezw. einer Metallegierung wie Weichblei, Hartblei, einer Wolframlegierung oder dergl.,
dem Ganzen zur Erreichung hoher lebendiger Kraft ein möglichst hohes Gesamtgewicht bei
gegebenen äußeren Abmessungen, welche von der Konstruktion der Waffe abhängen, geben
soll.
Die Füllung aus nachgiebigem Material hat noch die weitere Aufgabe, die Führung des
Geschosses im Lauf der Waffe zu übernehmen, sie macht also die Anbringung besonderer
Führungen, wie solche z. B. bei Stahl- und Vollgeschossen notwendig sind, überflüssig. Das weiche Material ist dazu insofern
imstande, als es ermöglicht, daß die Züge in den dünnen Mantel eingepreßt werden
können.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 wird dieses Einpressen der Züge durch Zusammenstauchen
der weichen Füllung im hinteren Teile bewirkt, bei der Ausführung nach Fig. 2 dadurch, daß der hintere Teil bereits
etwas stärker als der absolut starre, vordere Teil hergestellt wird. . .
Auch bei den Ausführungen nach Fig. 3 und 4 erzielt man die gleiche Wirkung.
Die äußere Gestalt des Geschosses kann ν verschiedenartig sein; im allgemeinen wird
der hintere Teil zylindrisch gehalten, darauf folgt eine Verjüngung, die in eine mehr oder
weniger scharfe Spitze ausläuft.
Wie aus Fig. 2 der Zeichnung ersichtlich, kann auch der hintere Teil mit der Bleifüllung
etwas stärker gehalten werden als der vordere Teil.
Als Material für den Mantel b dient irgend eins der für diesen Zweck geeigneten festen
Metalle, Metallegierungen oder Vereinigungen von Metallen, wie Stahl, Kupfer, Nickel,
Nickelkupfer, nickelkupferplattiertes Stahlblech usw.
Beim Auf treffen ■ des Geschosses auf das
Ziel kommt, im Gegensatz zu den früheren Konstruktionen, die lebendige Kraft des ganzen
Geschosses, also auch die der sowohl absolut, als auch relativ schweren Bleiauffüllung zur
Wirkung, wodurch die Durchschlagskraft des Geschosses gegenüber früheren, ähnlichen
Ausführungen, wie eingehende Versuche dargetan haben, eine wesentlich größere ist.
Ein Beweis dafür, wie groß die dem Geschosse innewohnende lebendige Kraft ist und
wie dieselbe beim Inwirkungtreten desselben zur Geltung kommt, ist daraus ersichtlich,
daß beim Auftreffen auf Ziele von hartem Material, wie Eisen- und Stahlplatten, nicht
nur die Stahlspitze, sondern auch ein Teil der mit letzterer nicht fest verbundenen Bleifüllung
die Platte mit durchschlägt, während sich der Stahlmantel abschält. Dazu kommt, daß das Geschoß allen anderen bisher bekannten
Ausführungen gegenüber, welche den gleichen Zweck verfolgen, eine erheblich größere Treffsicherheit besitzt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Mantelgeschoß, dessen vorderer Teil aus einer gehärteten Stahlspitze und dessen hinterer Teil aus einer Auffüllung von weichem, spezifisch schwererem Metall gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern nebst Spitze ganz oder teilweise von einem festen Metallmantel umgeben wird, zum Zweck, bei Erzielung eines hohen Gesamtgewichtes und guter Führung in den Zügen die Durchschlagskraft des Geschosses wesentlich zu erhöhen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE147950C true DE147950C (de) |
Family
ID=415083
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT147950D Active DE147950C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE147950C (de) |
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0
- DE DENDAT147950D patent/DE147950C/de active Active
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