DE1433859C - Vorrichtung zum Transport des Stein materials beim Ausbrechen oder Erneuern der Auskleidung von Drehrohrofen - Google Patents
Vorrichtung zum Transport des Stein materials beim Ausbrechen oder Erneuern der Auskleidung von DrehrohrofenInfo
- Publication number
- DE1433859C DE1433859C DE1433859C DE 1433859 C DE1433859 C DE 1433859C DE 1433859 C DE1433859 C DE 1433859C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- furnace
- transport
- support
- lining
- rail
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 239000000463 material Substances 0.000 title claims description 17
- 239000004575 stone Substances 0.000 title claims description 13
- 238000004873 anchoring Methods 0.000 claims description 6
- 238000003780 insertion Methods 0.000 description 4
- 230000037431 insertion Effects 0.000 description 4
- 238000009412 basement excavation Methods 0.000 description 3
- 239000011449 brick Substances 0.000 description 3
- 238000000034 method Methods 0.000 description 3
- 239000000725 suspension Substances 0.000 description 2
- 235000008733 Citrus aurantifolia Nutrition 0.000 description 1
- 235000011941 Tilia x europaea Nutrition 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 239000004568 cement Substances 0.000 description 1
- 239000010459 dolomite Substances 0.000 description 1
- 229910000514 dolomite Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000009434 installation Methods 0.000 description 1
- 239000004571 lime Substances 0.000 description 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 238000005096 rolling process Methods 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Transport des Steinmaterials beim Ausbrechen oder Erneuern
der Auskleidung von Drehrohröfen, insbesondere Drehrohröfen großer Abmessungen, bestehend
aus einem in den Ofen einzusetzenden Gerüst aus einer Mehrzahl von hintereinander angeordneten,
diametral in den Ofen eingesetzten, teleskopartig ausziehbaren Stützstempeln.
Die Leistung moderner Drehrohröfen verschiedener Industriezweige, insbesondere der Zement-,
Kalk-, Dolomit- und chemischen Industrie, beträgt heute bis zu 1000 tato und mehr. Dementsprechend
sind auch die Abmessungen der Drehrohre, deren lichter Durchmesser 3,5 bis 5,5 m beträgt. Öfen dieser
Größenordnung erfordern sowohl beim Ausbruch beschädigter Ausmauerungen als auch bei der Neuzustellung
einen erheblichen Aufwand an Material, Arbeit und Zeit. Auch ist die. Unfallgefahr bei Ausbrucharbeiten
an Drehrohröfen dieser Abmessungen besonders groß, da die Stabilität des ringförmigen
Mauerwerks nicht sonderlich groß ist und daher dauernde Einsturzgefahr ganzer Mauerwerksteile besteht,
WLMin die Ausbrucharbeiten wie bisher in der
uiilcren Hälfte des Drehrohres begonnen werden.
Für das Verbringen des Steinmaterials zur Neuzustellung in den Drehrohrofen bzw. für das Entfernen
des Ausbruchmaterials aus dem Ofen bedient man sich einfachster Transportmittel, wie Schubkarren
oder auf Schienen laufender Loren, die von Hand beladen werden.
Zum Transport der zur Herstellung eines neuen Ofenfutters erforderlichen Steine in den Ofen ist es
auch bekannt, eine axial in das Ofeninnere reichende und an dem Ofen sich abstützende Laufschiene mit
einem an dieser verfahrbaren Hebezeug vorzusehen, wobei die Stützen der Laufschiene Tragräder haben,
die ein Drehen des Ofens während der Zustellarbeit zulassen.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu schaffen, die insbesondere an verschiedene Durchmesser
angepaßt werden kann, ein zumindest begrenztes Drehen des Ofens zuläßt und die es mit
Hilfe des Drehens ermöglicht, einen Teil des ausgebrochenen Materials in das Transportmittel zu füllen.
Bei der Ausmauerung von Drehrohröfen wird bekanntlich
die noch nicht fertige Auskleidung durch ein Gerüst von teleskopartig ausziehbaren Stützstempeln
abgestützt, damit diese beim Drehen des Drehrohres beim Ausmauern eines weiteren Teiles des
Drehrohrumfanges nicht wieder einfällt.
Dem Bekannten gegenüber besteht die Erfindung darin, daß die Stützstcmpel jeweils gekreuzt aufgebaut sind und an den in Normalstellung etwa horizontal
angeordneten Stützstempeln Laufschienen für die Transportmittel quer zur Ofenlängsachsc pendelnd
aufgehängt sind, wobei die Transportmittel mit einer Oberkante an einer im Ofeninncrn längs am
Ofenmantel verlaufenden und an den horizontalen Slützstcmpeln befestigten Verankerungsschiene feststellbar
sind.
Durch diese erfinderische Maßnahme ist es möglich, die Transportmittel nicht nur bei einer Drehung
des Ofens aus seiner Ausgangsstellung zu verfahren, sondern auch hierdurch die Beladung der.Transportmittel,
z.B. der Transportkübel,' vorzunehmen, die hierzu mit einer Oberkante an der im Ofeninuern
längs am Ofenmantel verlaufenden VerankOningsschiene
festgemacht werden, so daß beim entsprechenden Drehen des Drehrohres der Ausbruch in die
Transportkübel fällt.
Um die Aufhängung der Transportmittel dem jeweiligen
Durchmesser des Ofens anpassen zu können, ist es von Vorteil, daß auf die horizontalen Stützstempel mittels Stützblöcken je ein zu den Stützstempeln
paralleler, mit einer Lochreihe versehener Träger aufgesetzt ist, an dem durch Steckbolzen eine ebenfalls
mit einer Lochreihe versehene Halteschiene befestigt ist, an deren unterem Ende mittels eines Gelenkstückes
die Laufschiene aufgehängt ist.
Eine andersartige Ausbildung der Vorrichtung zum Transport des Steinmaterials beim Ausbrechen oder
Erneuern von Drehrohröfen, bei der auf den in Normalstellung etwa horizontalen Stützstempeln Laufschienen
für die Transportmittel angeordnet sind; besteht darin, daß eine weitere seitliche Laufschiene an
den senkrechten Stützstempeln befestigt ist und die Laufschienen Profile haben, in denen die in bekannter
Weise an senkrecht zueinander stehenden Achsen gehaltenen Rollenpaare des Transportmittels laufen.
Um bei dieser Ausbildung einer dreiecksförmigen Anordnung der Laufschienen ein Herausfallen der
Transportmittel beim Drehen des Drehrohres zu verhindern und ein Verfahren der Transportmittel in
jeder beliebigen Stellung des Drehrohres zu ermöglichen, haben die in der Nähe des Ofenmantels angeordneten
Laufschienen ein U-förmiges Profil und sind so angeordnet, daß das Joch des U-Profils dem Ofenmantel
zugewandt ist.
Um die Größe der Transportmittel, insbesondere die Größe der Transportwagen den möglichen Drehrohrabmessungen
anpassen zu können, ist es von Vorteil, daß das Transportmittel aus einem Rahmen
aus an ihren Enden senkrecht aufeinanderstehenden Querträgern und diese verbindenden Längsträgern
besteht und die Quer- und Längsträger aus je zwei ineinander verschiebbar und gegeneinander feststellbaren
Profilen zusammengesetzt sind. ;
Um das Transportmittel bei dieser Ausführung der Vorrichtung durch Drehen des Drehrohres selbsttätig
mit ausgebrochenem Material zu füllen, sind diese vorteilhaft so ausgebildet, daß die Längsseiten
des Transportmittels mit gelenkig angebrachten Mitnehmerklappen und Halteklappen versehen sind.
Die Vorrichtung und deren Anwendung wird nachstehend
an Hand der Zeichnung an zwei Beispielen näher erläutert.
F i g. 1 ist ein Querschnitt,
F i g. 2 ein vertikaler Längsschnitt und
F i g. 3 ein horizontaler Längsschnitt durch einen Drehrohrofen mit der eingebauten Vorrichtung;
F i g. 4 ist eine Teilansicht von vorn und
F i g. 5 eine Teilansicht von der Seite in vergrößertem Maßstab;
F i g. 6 zeigt das Verfahren zum Ausbrechen der Auskleidung in Querschnitten zu verschiedenen Zeitpunkten,
mit Hilfe der in Fig. 1 bis 5 dargestellten Vorrichtung;
F i g. 7 und 8 sind Teilansichten von vorn und von der Seite einer Variante der Vorrichtung;
Fi g. 9 zeigt das Ausbrechen und
Fig. K) das Ausmauern der Auskleidung mit Hilfe
der Vorrichtung nach Fig. 7 und 8.
Die wesentlichen Teile der in den Drehrohrofen I cin/uhiiuciulcn .Vorrichtung sind die Sliitzstempe!
2 und la und die an diesen befestigten Laufschienen 3. Fig. 1 bis 6 zeigen eine Ausfiihrungs-
form mit aufgehängten Schienen. Es kann eine Schiene auf der einen Längsseite des Ofens oder je
eine Schiene zu beiden Seiten der Mittellinie des Ofens eingebaut sein, wobei im letzteren Fall die beiden
Schienen an ihren Enden durch Schienenbogen miteinander verbunden sein können, so daß die
Transporteinrichtungen im Kreisverkehr fahren können. ■ . . . .
Die Aufhängung der Laufschiene erfolgt vorzugsweise mit Hilfe von Trägern 4 (Fig. 4 und 5), die
Hohlträger oder U-Träger sein können und die über Stützbiöcke 5 auf den horizontal in den Drehrohrofen
eingesetzten Stützstempel 2, parallel zu diesen, befestigt sind. Der Träger 4 ist gelocht. Eine ebenfalls
gelochte Halteschiene 6 ist mittels Steckbolzen am Träger 4 aufgehängt. Die Laufschiene 3 ist über ein
Gelenkstück 7 pendelnd am unteren Ende der Halteschiene angebracht.
Die gelochten Träger 4 gestatten eine einfache Aufhängung der Laufschiene in jeder gewünschten Position,
die vom Durchmesser des Ofens abhängig ist, und verteilen die Last auf eine größere Länge des
Stützstempels.
In vertikaler Richtung sind Stützstempel la eingesetzt, die über Rohrschellen mit den horizontalen
Stempeln 2 verbunden sind. Ein Tragrohr 8 ist ebenfalls mit Rohrschellen an den vertikalen und horizontalen
Stützstempeln möglichst in deren Kreuzungspunkt und in der Mittelinie des Ofens befestigt. Es
dient zur Quer- und Längsverspannung der gesamten Vorrichtung und als Träger der Schienenbogen 9, die
im Falle einer Doppelschienenanlage die beiden Laufschienen miteinander verbinden. Es erleichtert auch
das Versetzen der Stützstempel nebst der anderen Teile im Verlauf der fortschreitenden Arbeit. Es
brauchen nur die Schellen gelöst zu werden, worauf die Stempel, am Tragrohr hängend, verschoben werden
können.
Im Bereich des erfolgten Ausbruchs sind an den Stempelfüßen der die Laufschiene tragenden Stütz-Stempel
2 Verankerungsschienen 10 in Längsrichtung am Ofenmantel befestigt. Sie dienen zum Halten der
Transportkübel 11, beim Füllen derselben durch Drehen des Drehrohres.
Zum Ausmauern eines neuen Drehrohrofens werden zunächst Stützstempel 2 in regelmäßigen Abständen von etwa 2 bis 3 m in horizontaler Richtung eingesetzt
und an ihnen die Laufschienen 3 aufgehängt, an der die Transporteinrichtungen die Steine für die
Ausmauerung in den Ofen hineinbringen. Der Transport erfolgt entweder auf einer Schiene oder auf
zwei Schienen links oder rechts der Ofenachse im Pendel- oder Kreisverkehr. Dabei können die Steine
gleichzeitig auf beiden Seiten zum Einbau gelangen bei sehr kurzen Arbeitswegen. Nach dem Einsetzen
der Steine im unteren Teil des Ofens werden zwischen
den die Laufschiene tragenden Stützstempeln 2 zusätzliche, schräg und/oder vertikal stehende Stempel
zur Abstützung der Auskleidung eingesetzt, das Tragrohr 8 eingefügt und die horizontalen Stützstempel
auf die Auskleidung abgestellt. Dann wird der Ofen gedreht und ein weiterer Teil des Umfanges ausgemauert.
Da die Laufschiene pendelnd aufgehängt ist, kann sie auch nach der Drehung zum Einfahren
der weiterhin für die Ausmauerung benötigten Steine verwendet werden. Auf diese Weise wird der Ofen
abschnittweise in Längen von etwa 5 m von innen nach außen ausgemauert.
Zum Ausbrechen und Erneuern einer beschädigten Auskleidung werden auf gleiche Weise Stützstempel
in horizontaler Richtung in den Drehrohrofen eingesetzt und eine Laufschiene daran aufgehängt. Die
Stützstempel dienen aber auch zum Auflegen einer Arbeitsbühne, von der aus der Ausbruch der Auskleidung
oder der Ansatzringe im oberen Scheitel des Ofens beginnt (Fig. 6a). Dadurch wird die Unfallgefahr
herabgesetzt. Beginnt man nämlich mit dem Ausbrechen an der Sohle unten, so besteht immer
die Gefahr, daß sich der obere Teil der Auskleidung zu früh löst und herunterfällt.
' Es wird beispielsweise hinter der zu reparierenden
Zone, Richtung Einlauf, ein Stützstempel 12 eingesetzt und ein Seil, das zu einer Seilwinde 13 außerhalb
des Ofens führt, daran befestigt. An diesem Seil wird ein Preßlufthammer aufgehängt, mit welchem
die Ausbrucharbeiten am Scheitel oben begonnen werden. Es dient auch zum Transport und Einsetzen
der übrigen Stützstempel. Der Einbau der horizontalen Stützstempel erfolgt vom Auslauf her z. B. alle
2,5 m. Nach dem Ausbruch eines Stückes der oberen Hälfte des Drehrohrofens von der auf die Stützstempel
aufgelegten Arbeitsbühne aus, erfolgt das weitere Einsetzen von horizontalen Stützstempeln, die dann
direkt auf die Mantelwandung des Ofens aufgesetzt werden. Die Ausmauerung im unteren Teil des Ofens
wird durch Drehen desselben gelöst, was leicht möglich ist, da die Verspannung fehlt. „ ■
Liegt der Ausbruch in der Ofensohle, so werden vertikale oder schräge Stempel 2a, das Tragrohr 8
und die Laufschienen 3 eingebaut und mehrere Transportkübel 11 eingefahren (F i g. 6 b). Letztere
werden an der Verankerungsschiene 10 festgemacht. Durch eine Umdrehung des Ofens werden die Kübel
gefüllt (Fig. 6c), indem das lose Ausbruchsgut in sie hineinrollt, und können nach Lösen von der Verankerungsschiene
hinausgefahren werden. Dieser Vorgang wiederholt sich, bis alles Ausbruchmaterial entfernt
ist.
Auf diese Weise erfolgt der Ausbruch schrittweise unter Einsetzen weiterer Stützstempel und Verlängern der Laufschiene. Die Erneuerung der Auskleidung
erfolgt wie beim Einsetzen einer neuen Auskleidung in einen Drehrohrofen.
Die F i g. 7 und 8 zeigen eine besonders vorteilhafte Vorrichtung, in der die Laufschienen direkt an
den Stützstempeln 2 und la befestigt sind. Dabei sind die Stützstempel paarweise senkrecht aufeinander
stehend eingesetzt, und der Transportwagen 13 fährt in einem durch die Stempelkreuze gebildeten Quadranten,
wobei an jedem Kreuzarm eine Schiene 14 und am horizontalen Kreuzarm, nahe dem Kreuzungspunkt,
eine Schiene 15 befestigt ist. Die Schienen 14 haben einen U-förmigen und die Schienen 15
einen L-förmigen Querschnitt. In diesen Schienen laufen Laufrollenpaarc 16 des Transportwagens, wobei
die Achsen der Rollen eines Paares senkrecht aufeinander stehen. Diese Ausbildung ermöglicht, daß der
Transportwagen in jeder Stellung, die durch die Drehung des Drehrohres bedingt ist, fahren kann. Ein
Herausfallen des Wagens wird durch die dreieckförmige
Anordnung der Laufschienen und die U-Form der Schienen 14 verhindert. ·
Die zwei senkrecht aufeinanderstellenden Stützstempel sind jeweils in ihrem Kreuzungspimkt durch
drehbare Rohrschellen 19 miteinander verbunden. Die Schienen 14 sind etwa 40 bis 50 cm vom Stempel-
fuß entfernt mittels Rohrschellen und Klemmschuhen an den Stützstempeln befestigt.
Der Transportwagen 13 ist vorzugsweise aus auswechselbaren Einzelteilen demontierbar zusammengesetzt
und im Querschnitt dem rechtwinkligen Kreissektor angepaßt. So sind die Stirnseiten des Wagens
, durch zwei an ihren Enden senkrecht aufeinander stehenden Querträgern 17 und einem auf sie aufgelegten
Stirnblech gebildet. Sie sind durch Längsträger 18, auf welche die Seitenbleche aufgelegt sind,
miteinander verbunden. An den Querträgern 17 sind die Rollenpaare 16 befestigt. Längs- und Querträger
bestehen vorzugsweise aus zwei längs gegeneinander verschiebbaren und auf bekannte Weise, z. B. durch
Steckbolzen, fixierbaren Trägerprofilen, so daß die Größe des Wagens dem Drehrohrdurchmesser und
dem Abstand der Laufschienen 14 und 15 angepaßt werden kann. — *
Zur Montage der Transportwagen werden die senkrecht aufeinander stehenden Querträger mit den
Laufrollen eingesetzt und der Laufrollenabstand auf die Spurweite der Laufschienen eingestellt, was durch
Verschieben der Trägerprofile der Querträger 17 erfolgt. Dann werden die Querträger durch die Längsträger
miteinander verbunden und die Stirn- und Seitenbleche eingesetzt.
Dieser Transportwagen läßt sich ebenfalls durch Drehen des Drehrohres mit dem ausgebrochenen
Material füllen (Fig. 9). Zu diesem Zweck ist die Größe des Wagens so bemessen, daß die Träger 17
und die Seitenbleche nicht bis zum Ofenmanteil reichen. Dafür ist an der Längsseite der horizontalen
Wagenseite eine Mitnehmerklappe 20 gelenkig angebracht. Wenn nun beim Drehen des Drehrohres der
Wagen 13 sich in der unteren Hälfte des Drehrohres bewegt (Fig. 9b), rollt das Ausbruchmaterial in ihn
hinein und wird durch die Mitnehmerklappe, die sich an den Ofenmantel anlehnt, mitgenommen. Bei großen
Mengen Ausbruchmaterial wird der Eintritt in den Wagen erleichtert, wenn die Blechplatte der
senkrechten Seitenwand nur bis etwa zur Hälfte des Querträgers 17 reicht und dort kn Wageninnern dafür
eine Halteklappe 21 gelenkig angebracht ist, die beim. Drehen des Drehrohres zuerst dem in den Wagen rollenden
Material nachgibt und dann als zusätzliche Seitenwand dient (F i g. 9 c). Damit in dieser Stellung
des Wagens die Halteklappe 19 nicht herunterfällt, wird sie z. B. an den beiden Stirnseiten durch je eine
Kette 22 zurückgehalten. .
Zum Leeren des Transportwagens wird dieser auf den aus dem Ofen hinausragenden Laufschienen hinausgefahren
und durch Drehen des ,Drehrohres gekippt. . ; , .
Der Transportwagen kann auch als Arbeitsbühne
für den Ausbruch der, Auskleidung, der, wie weiter oben beschrieben, vorzugsweise am Scheitel beginnt,
verwendet werden. Zu diesem Zweck kann unterhalb des Förderwagenbodens eine ausziehbare Plattform
angeordnet sein, um einen größeren Arbeitsbereich von einem Standort des Transportwagens aus zu erhalten.
Derselbe Transportwagen dient auch zum Einfahren des Materials für eine neue Auskleidung.
Der Standort des Transportwagens im oberen Halbkreis des Drehrohres ermöglicht es, daß die einzelnen
Steine auf mitlaufenden Rutschen auf einfache und bequeme Weise bis zur Einmauerungsstelle im unteren
Halbkreis transportiert weiden können. Hierdurch werden die Arbeitswege beim Vermauern
wesentlich verkürzt. Die Ausmauerung erfolgt dabei auf ähnliche Weise wie weiter oben beschrieben. Der
Transportwagen kann dabei in jeder Stellung des Drehrohrofens zum Einfahren der Steine verwendet
werden (F i g. 10).
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Transport des Steinmaterials beim Ausbrechen oder Erneuern der
Auskleidung von Drehrohrofen, insbesondere Drehrohrofen großer Abmessungen, bestehend
aus einem in den Ofen einzusetzenden Gerüst aus einer Mehrzahl von hintereinander angeordneten,
diametral in den Ofen eingesetzten, teleskopartig ausziehbaren Stützstempeln, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützstempel (2, 2 ä) jeweils gekreuzt aufgebaut sind und an den in
Normalstellung etwa horizontal angeordneten Stützstempeln (2) Laufschienen (3) für die Transportmittel
(11) quer zur Ofenlängsachse pendelnd aufgehängt sind, wobei die Transportmittel mit
einer Oberkante an einer im Ofeninnern längs am Ofenmantel verlaufenden und an den horizontalen
Stützstempeln (2) befestigten Verankerungs-
;. schiene (10) feststellbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf die horizontalen Stützstempel
(2) mittels Stützblöcken (5) je ein zu den Stützstempeln (2) paralleler, mit einer Lochreihe
versehener Träger (4) aufgesetzt ist, an dem durch
Steckbolzen eine ebenfalls mit einer Lochreihe versehene Halteschiene (6) befestigt ist, an deren
unterem Ende mittels eines Gelenkstückes (7) die Laufschiene (3) aufgehängt ist.
3. Vorrichtung zum Transport des Steinmaterials beim Ausbrechen oder Erneuern der
Auskleidung von Drehrohrofen, insbesondere Drehrohrofen großer Abmessungen, bestehend
aus einem in den Ofen einzusetzenden Gerüst aus einer Mehrzahl von hintereinander angeordneten,
diametral in den Ofen eingesetzten, teleskopartig ausziehbaren Stützstempeln, die jeweils gekreuzt
aufgebaut und mit Laufschienen für die Transportmittel auf den in Normalstellung etwa horizontalen
Stützstempeln versehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß eine weitere seitliche Laufschiene
(14) an den senkrechten Stützstempeln (2 ä) befestigt ist und die Laufschienen (14,15)
Profile haben, in denen die in bekannter Weise an senkrecht zueinander stehenden Achsen gehaltenen
Rollenpaare (16) des Transportmittels (11) laufen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die in der Nähe des Ofenmantels (1) angeordneten Laufschienen (14) von
U-förmigem Profil und so angeordnet sind, daß das Joch des U-Profils dem Ofenmantel (1) zugewandt
ist.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Transportmittel
(11) aus einem Rahmen aus an ihren Enden senkrecht aufeinanderstehenden Querträgern (17) und
diese verbindenden Längsträgern (18) besteht und die Quer- und Längsträger (17,18) aus je zwei
ineinander verschiebbaren und gegeneinander feststellbaren Profilen zusammengesetzt sind.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsseiten des
Transportmittels (11) mit gelenkig angebrachten Mitnehmerklappen (20) und Halteklappen (21)
versehen sind.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1658641C3 (de) | Einrichtung zur Herstellung und Montage eines senkrechte Stutzen überbrückenden Trägers o.dgl | |
| DE2542778B1 (de) | Verfahren zum mechanisierten einbringen von streckenausbau und einrichtung zur durchfuehrung des verfahrens | |
| DE2361968B2 (de) | Vorrichtung zum spritzen der waende von im bergmaennischen vortrieb aufgefahrenen strecken, tunneln, stollen o.dgl. mit beton oder kunststoff | |
| DE1433859C (de) | Vorrichtung zum Transport des Stein materials beim Ausbrechen oder Erneuern der Auskleidung von Drehrohrofen | |
| DE1433859B1 (de) | Vorrichtung zum Transport des Steinmaterials beim Ausbrechen oder Erneuern der Auskleidung von Drehrohroefen | |
| AT504480A4 (de) | Verfahrbare förderbandspeicheranlage, bandspeicher sowie übernahmewagen für eine derartige verfahrbare förderbandspeicheranlage | |
| DE3115239A1 (de) | Vorrichtung als geruest zum abschnittsweisen fahren unter betonbruecken | |
| DE3445062A1 (de) | Streckenausbaumaschine mit schiebebuehne | |
| DE2510628B2 (de) | Reparaturverfahren fuer hochoefen | |
| DE2453281C3 (de) | Ortsveränderbares Schalungsgerüst | |
| DE2535823A1 (de) | Hilfsvorrichtung fuer den einsatz in untertaegigen strecken, stollen, tunneln usw. | |
| DE908383C (de) | Einrichtung zur Herstellung von Stollen und Tunnels, insbesondere von U-Bahn-Tunnels und Luftschutzraeumen, in Schuerfboden | |
| AT298553B (de) | Einrichtung zum abschnittsweisen Herstellen eines auf Pfeilern gelagerten Bauwerkes, insbesondere einer mehrfeldrigen Brücke aus Stahlbeton oder Spannbeton | |
| AT220656B (de) | Einrichtung zum Betonieren von langen Bauteilen | |
| DE2461251B2 (de) | Vorrichtung fuer die vormontage, den transport und den einbau eines strecken- bzw. tunnelausbaus | |
| DE3915090A1 (de) | Portalkranartiger montagekran zur montage und demontage von platten- und grossflaechenschalungen fuer runde stahlbetonbehaelter | |
| DE2119201C3 (de) | Erektorwagen zum Einbringen eines Tübbingausbaus in Tunnelbauwerken | |
| DE2850770A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum erneuern oder ausbessern der inneren auskleidung von eine rotationsachse aufweisenden behaeltern, wie konvertern, oefen, pfannen, insbesondere torpedopfannen | |
| DE1137539B (de) | Wende- und Transporteinrichtung zur Handhabung langer Werkstuecke, insbesondere bei der Bearbeitung auf Richt- und Biegepressen | |
| DE1010437B (de) | Verfahren und Anlage zum Herstellen von laenglichen Erzeugnissen aus Beton oder von Reihen solcher Erzeugnisse mit einer Armierung | |
| AT201541B (de) | Auf Schienen verfahrbare Arbeitsbühne für Vortriebs- und Ausbauarbeiten im Gruben- oder Tunnelbau | |
| DE1483051C (de) | Vorrichtung zum Einsetzen bzw als Schutz beim Ausbrechen der feuerfesten Auskleidung von Drehrohrofen großer Abmessungen | |
| DE1759328C (de) | Vorbauwagen mit einer Einrichtung zum Versetzen der Schalungen | |
| DE1943049A1 (de) | Montagevorrichtung fuer Drehrohroefen | |
| DE2061386C3 (de) | Wagenumsetzvorrichtung für Tunneloder Stollenvortriebe |