DE1290220B - Wechselstrom-Leistungsschalter - Google Patents

Wechselstrom-Leistungsschalter

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DE1290220B
DE1290220B DE1967S0109572 DES0109572A DE1290220B DE 1290220 B DE1290220 B DE 1290220B DE 1967S0109572 DE1967S0109572 DE 1967S0109572 DE S0109572 A DES0109572 A DE S0109572A DE 1290220 B DE1290220 B DE 1290220B
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DE
Germany
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switch
current
switching
valve
bypass
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Withdrawn
Application number
DE1967S0109572
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English (en)
Inventor
Dr Rer Nat Johannes
Wegener
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Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
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Publication of DE1290220B publication Critical patent/DE1290220B/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H9/00Details of switching devices, not covered by groups H01H1/00 - H01H7/00
    • H01H9/54Circuit arrangements not adapted to a particular application of the switching device and for which no provision exists elsewhere
    • H01H9/541Contacts shunted by semiconductor devices

Landscapes

  • Driving Mechanisms And Operating Circuits Of Arc-Extinguishing High-Tension Switches (AREA)

Description

  • Gegenstand des Hauptpatents 1227 537 ist ein Wechselstrom-Leistungsschalter mit zwei in Reihe liegenden Schaltstrecken, die gleichzeitig oder annähernd gleichzeitig geschaltet werden, wobei mindestens zu einer Schaltstrecke ein Nebenweg mit einem Ventil liegt und in dem Nebenweg mit Hilfe beispielsweise eines gescherten Wandlers kurz vor dem Nulldurchgang des Stromes im Schalter eine Spannnung induziert wird, die mindestens bis zum Nulldurchgang dieses Stromes besteht und die durch das Ventil einen Strom treibt, der die gleiche Richtung besitzt wie der abnehmende Strom im Schalter. Wie im Hauptpatent beschrieben, wird durch Einfügung dieser Zusatzspannung die Wirksamkeit des Ventils im Nebenweg verbessert. Die Zusatzspannung im Nebenweg kann man auch bei Schaltern anwenden, bei denen die Lichtbogenspannung des Schalters so klein ist, daß sie allein praktisch keinen Strom über den Nebenweg treiben kann. Das Ventil wird also bei einem Ausschaltvorgang erst dann belastet, wenn die Zusatzspannung in :den Nebenweg induziert wird. Man kommt daher mit verhältnismäßig kleinen Ventilen aus. Auch die Schalter werden sehr einfach, weil durch die Zusatzspannung die Kommutierung in dem Nebenweg im Bereich des Stromnulldurchganges verbessert wird, so daß man z. B. mit einfachen Lastschaltern auskommen und trotzdem große Leistungen schalten kann.
  • Die Erfindung hat die Aufgabe, bei einem Wechselstrom-Leistungsschalter .der eingangs beschriebenen Art mit Sicherheit eine Überlastung des Ventils im Nebenweg des Schalters zu vermeiden.
  • Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß im Nebenweg ein Schalter liegt, der erst geschlossen wird, wenn die zugehörige Schaltstrecke mindestens die sichere Löschdistanz erreicht hat. Dieser im Nebenweg liegende Schalter wird zweckmäßig spätestens im Augenblick :des Schließens der Schaltstrecken geöffnet. Das bringt einerseits den Vorteil, daß die Ventile bei geschlossenen Schaltstrecken durch die Zusatzspannung nicht in jedem Stromnulldurchgang belastet werden. Andererseits wird dadurch verhindert, daß, wenn die Schaltstrecken nicht gleichzeitig, sondern um eine gewisse kurze Zeitdifferenz nacheinander ihre Schließstellung erreichen, über das Ventil ein Strom fließt, was insbesondere dann besonders wertvoll ist, wenn auf einen Kurzschluß geschaltet wird.
  • In der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
  • In F i g. 1 ist mit 1 eine Schaltstrecke bezeichnet, zu der in Reihe eine zweite gleichartige Schaltstrecke 6 liegt, die beide gleichzeitig oder annähernd gleichzeitig geöffnet bzw. geschlossen werden. In Reihe in der Leitung liegt die Primärwicklung 3 eines gescherten Wandlers. Im Nebenweg zur Schaltstrecke 1 liegt die Sekundärwicklung 4 dieses Wandlers in Reihe mit einem Ventil s. Dabei ist unter einem gescherten Wandler ein Wandler zu verstehen, der einen kleinen Luftspalt besitzt und bereits bei geringer Amperewindungszahl gesättigt ist. In :der Wicklung 4 wird also erst kurz vor dem Nulldurchgang des Stromes eine Spannung induziert. Damit erst von diesem Zeitpunkt an ein Strom über den Nebenweg fließt, wird vorausgesetzt, daß die Lichtbogenspannung des Schalters 1 so klein ist, daß sie praktisch keinen Strom über den Nebenweg treiben kann. Wenn dies von selbst nicht :der Fall ist, so kann man es k B. dadurch erzwingen, daß man noch einen spannungsabhängigen. Widerstand in Reihe mit dem Ventil schaltet.
  • Gemäß der Erfindung liegt im Nebenweg ein Schalter 7, der erst dann geschlossen wird, wenn beim Ausschaltvorgang die zugehörige Schaltstrecke 1 mindestens die Löschdistanz erreicht hat. Dadurch wird ein Wiederzünden des gelöschten Schalterbogens verhindert. Versuche haben gezeigt, :daß eine Wiederzündung zu einer starken Überlastung des Ventils führen kann.
  • Es sei angenommen, daß der Strom von oben nach unten fließt. Ein solcher Strom wird als Strom positiver Richtung bezeichnet. Nach dem Nulldurchgang des Stromes liegt an den beiden Schaltstrecken 1 und 6 die wiederkehrende Spannung. Da aber die Schaltstrecke 1, wie im Hauptpatent beschrieben, bei geschlossenem Schalter 7 wegen des Nebenweges eine gewisse Zeit zum Entionisieren hatte, wird sie nicht wieder zünden, wenn sie die Löschdistanz erreicht hatte. Da der Gleichrichter 5 Rückstrom nicht zuläßt, hat die Schaltstrecke 6 nunmehr Zeit zu entionisieren, so daß, wenn wieder ein positiver Strom fließen möchte, keine Neuzündung eintritt und der Ausschaltvorgang beendet ist.
  • Wenn aber der Schalter 1 im Nulldurchgang des positiven Stromes die Löschdistanz noch nicht erreicht hat, so kann der Fall eintreten, daß der Schalter 1 und dann auch der Schalter 6 wieder zünden. Dies würde in der folgenden negativen Stromhalbwelle für den Nebenweg nicht schädlich sein. In der folgenden positiven Stromhalbwelle aber besteht die Gefahr, daß :der Schalter 1 nicht wieder zündet, weil wegen des Nebenweges am Schalter 1 eine so geringe Spannung liegt, .daß sie zum Zünden des Lichtbogens nicht reicht, während der Schalter 2, der keinen Nebenweg besitzt, erneut zündet. Dadurch würde das Ventil eine volle Halbwelle mit .dem Strom, z. B. dem Kurzschlußstrom, belastet.
  • Schließt man dagegen beim Ausschaltvorgang den Schalter 7 erst dann, wenn der Schalter 1 die sichere Löschdistanz mindestens erreicht hat, so sind diese Schwierigkeiten vermieden, und der Vorgang spielt sich so ab, wie zuerst beschrieben.
  • Es ist zweckmäßig, beim Schließen der Schaltstrecken 1 und 6 den Schalter 7 im Augenblick des Schließens zu öffnen. Da bedeutet, daß nach dem Schließen zwar durch den Wandler 3 in dem Nebenweg eine Spannung erzeugt wird, daß diese aber keinen Strom zur Folge hat, wodurch das Ventil entlastet wird. Zweckmäßig wird man jedoch den Schalter 7 noch vor Beendigung des Schließvorganges öffnen, was den weiteren Vorteil bringt, daß bei dem unvermeidlichen, nicht genau gleichzeitigen Schließen der beiden Schaltstrecken eine Belastung des Ventils verhindert werden kann, denn würde der Schalter 6 seine Schließstellung früher erreichen als der Schalter 1, so könnte bei entsprechender Stromrichtung ein Strom über das Ventil so lange fließen, bis auch der Schalter 1 geschlossen ist. Beim Einschalten auf einen Kurzschluß führt das zu einer erheblichen Belastung des Ventils.
  • Das Ausführungsbeispiel der F i g. 1 arbeitet nur in einer Stromrichtung. Will man in beiden Stromrichtungen arbeiten, so kann man, wie im Hauptpatent beschrieben, zwei in Reihe geschaltete Schaltstrecken vorsehen und zu jeder einen derartigen Nebenweg parallel legen, und zwar so, daß der eine in der einen und der andere in der anderen Stromrichtung wirksam wird. Eine solche Schaltung ist beispielsweise in F i g. 2 dargestellt. Soweit die Teile mit denen der F i g. 1 übereinstimmen, sind die gleichen Bezugszeichen gewählt. Der gescherte Wandler 2 besitzt hier zwei Sekundärwicklungen 4 und 4', und es ist noch eine weitere Schaltstelle 1' vorgesehen, zu der die Sekundärwicklung 4' des Wandlers in Reihe mit dem Ventil s' parallel liegt. In jedem der Nebenwege liegt ein Schalter 7 bzw. 7'.
  • Es sei zunächst angenommen, daß die Schaltstrecken 1 und 1' geschlossen sind und ein Strom von oben nach unten fließt und daß seine Richtung als positiv bezeichnet wird. Sobald sich der Strom seinem Nullwert nähert, wird in der Sekundärwicklung 4 eine Spannung induziert, die über das Ventil 5 einen Strom treibt und die Kommutierung des Stromes vom Schalter 1 auf den Nebenweg bewirkt. Wenn im Nulldurchgang des Stromes der Schalter 1 seine Löschdistanz erreicht hat, dann wird er nicht wieder zünden, da er Zeit zum Entionisieren hatte. Es kann aber auch der Schalter 1', dessen Nebenweg in diesem Nulldurchgang nicht wirksam war, dann nicht wieder zünden, weil das Ventil s eine negative Stromhalbwelle sperrt.
  • Es kann jedoch vorkommen, daß der Schalter 1 bei ungenügendem Öffnungsweg nach dem Nulldurchgang der positiven Stromhalbwelle wieder zündet, da an ihm praktisch die volle wiederkehrende Spannung liegt. Wenn dann der Schalter 1' auch wieder zündet, ist der Löschvorgang bloß um eine Halbwelle verschoben. Es kann aber sein, daß der Schalter 1' nicht wieder zündet, weil z. B. seine Löschspitze niedriger ist als die Schwellspannung des Ventils. Das würde zur Folge haben, daß der Gleichrichter 5' in der negativen Halbwelle voll belastet wird.
  • Legt man jedoch in jeden der beiden Nebenwege einen Schalter 7 bzw. 7', die erst geschlossen werden, wenn die jeweils zugehörige Schaltstrecke die sichere Löschdistanz erreicht hat, so kann dies nicht auftreten, und es vollzieht sich der Ausschaltvorgang, wie zuerst beschrieben. Auch hier ist es wie bei der Anordnung nach F i g. 1 zweckmäßig, die Schalter 7 und 7' im Augenblick des Schließens der Schaltstrecken oder noch besser vorher zu öffnen. Es ist darüber hinaus zweckmäßig, sie sofort nach dem Ausschaltvorgang zu öffnen, damit nicht die volle Wechselspannung an der Reihenschaltung der Ventile liegt.
  • In F i g. 3 ist eine Schaltung dargestellt, bei der die beiden Nebenwege einen gemeinsamen Strompfad mit einem Schalter 7 besitzen. Soweit die Teile mit denen der vorhergehenden Figuren übereinstimmen, sind die gleichen Bezugszeichen gewählt. Wie man aus F i g. 3 sieht, liegt in dem gemeinsamen Strompfad die Sekundärwicklung 4 des gescherten Wandlers 2, dessen Primärwicklung 3 im Zuge der Hauptleitung liegt. In Reihe mit der Sekundärwicklung 4 liegt der Schalter 7, der also in beiden Nebenwegen liegt.
  • Die Wirkungsweise der Schaltung ist die gleiche wie die der F i g. 2, nur mit dem Unterschied, daß, um die Ventile bei geöffneten Schaltstrecken 1 und 1' vor der Netzspannung zu schützen, ein weiterer Schalter, der ein Trennschalter sein kann, vorzusehen ist.
  • Wie im Hauptpatent beschrieben, sind auch andere Schaltungsanordnungen möglich. Auch kann die Zusatzspannung, die im Nebenweg induziert wird, in anderer Weise erzeugt werden, was auch in einem Beispiel im Hauptpatent beschrieben ist.
  • Als Ventil wird vorzugsweise ein Halbleitergleichrichter, beispielsweise ein Siliziumgleichrichter, verwendet.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Wechselstrom-Leistungsschalter mit zwei in Reihe liegenden Schaltstrecken, die gleichzeitig oder annähernd gleichzeitig geschaltet werden, wobei mindestens zu einer Schaltstrecke ein Nebenweg mit einem Ventil liegt und in dem Nebenweg kurz vor dem Nulldurchgang des Stromes im Schalter eine Spannung induziert wird, die mindestens bis zum Nulldurchgang dieses Stromes besteht und die durch das Ventil einen Strom treibt, der die gleiche Richtung besitzt wie der abnehmende Strom im Schalter, und wobei die Lichtbogenspannung der Schaltstrecke allein praktisch keinen Strom über den Nebenweg treiben kann, nach Patent 1227 537, dadurch gekennzeichnet, daß im Nebenweg ein Schalter (7) liegt, der erst geschlossen wird, wenn die zugehörige Schaltstrecke mindestens die sichere Löschdistanz erreicht hat.
  2. 2. Wechselstrom-Leistungsschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter (7) spätestens im Augenblick des Schließens der Schaltstrecken geöffnet wird.
  3. 3. Wechselstrom-Leistungsschalter nach Anspruch 1, wobei zu jeder Schaltstrecke ein Ventil parallel liegt, von denen je eines bei den verschiedenen Stromrichtungen wirksam wird und die Nebenwege einen gemeinsamen Strompfad besitzen, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter (7) in dem gemeinsamen Strompfad liegt.
  4. 4. Wechselstrom-Leistungsschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter (7) nach vollendetem Ausschalten geöffnet wird.
DE1967S0109572 1967-04-27 1967-04-27 Wechselstrom-Leistungsschalter Withdrawn DE1290220B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4204101A (en) * 1977-06-22 1980-05-20 Gould Inc. Hybrid circuit breaker with varistor in parallel with vacuum interrupter

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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None *

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US4204101A (en) * 1977-06-22 1980-05-20 Gould Inc. Hybrid circuit breaker with varistor in parallel with vacuum interrupter

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