DE1290191B - Kennwortadressierter Speicher - Google Patents

Kennwortadressierter Speicher

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DE1290191B
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DE1960B0059137
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Minnick Robert Charles
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    • G11C15/00Digital stores in which information comprising one or more characteristic parts is written into the store and in which information is read-out by searching for one or more of these characteristic parts, i.e. associative or content-addressed stores
    • G11C15/02Digital stores in which information comprising one or more characteristic parts is written into the store and in which information is read-out by searching for one or more of these characteristic parts, i.e. associative or content-addressed stores using magnetic elements

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Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf einen kennwortadressierten Speicher und betrifft eine Schaltungsanordnung zur Ermittlung eines gesuchten Kennwortes aus einer Anzahl von je mehrere Binärstellen aufweisenden Kennwörtern, die in gruppenweise angeordneten, nicht löschenden Speicherzellen einer Speicherzellenmatrix gespeichert sind, wobei eine Verkettung jeweils aller Speicherzellen der gleichen Binärstelle mit der entsprechenden Binärstelle eines Vergleichsregisters dazu dient, ein die Binärstellen des gesuchten Kennwortes besitzendes Abfragewort aller Speicherzellengruppen gleichzeitig zu führen, und wobei die Speicherzellen jeder Gruppe zur Erzeugung eines Gruppenausgangssignals durch eine Leseleitung verbunden sind.
  • Assoziative Speicher, die einen Kennwortteil der vorstehend geschilderten Art und einen daran angeschlossenen Datenwortteil haben, sind bekannt. Im Gegensatz zu dem bei herkömmlichen magnetischen Speichern geübten Verfahren, jeder Speicherzelle bzw. jedem Datenwort einen physikalischen Ort zuzuteilen, der durch eine Zahl oder eine Adresse bestimmt ist, welche beim Einschreiben oder Auslesen jeweils angegeben werden muß, wird beim assoziativen Speicher jedem Datenwort eine andere Kennzeichnung als die Adresse des physikalischen Ortes erteilt. Beispielsweise kann das Datenwort die einem bestimmten Einzelteil in einem Lager zugeordnete Information und die Kennzeichnung des Datenwortes die Nummer jenes Teiles sein.
  • Um zu verhindern, daß man beim Aufsuchen eines Datenwortes mit einem bestimmten Kennzeichen eine Obersetzungstabelle für Kennzeichen und Adressen anwenden oder andere, komplizierte und zeitraubende Suchverfahren durchführen muß, wodurch die Zugriffszeit der Speichervorrichtung vergrößert und die mögliche Operationsgeschwindigkeit des zugehörigen Rechners entsprechend verringert werden würde, ist bereits die eingangs geschilderte. bekannte Speicheranordnung entwickelt worden, die einen direkten Zugang vom gewünschten Kennzeichen (Kennwort) zur zugeordneten Speicherzelle bzw. zum zugeordneten Datenwort ermöglicht. Beim Betrieb jener Anordnung - deren konstruktiver Aufbau später zu erörtern ist - wird so vorgegangen, daß die Adreßkennworte, die jeweils einem im Speicher gespeicherten Datenwort zugeordnet und vom Programmierer bestimmt worden sind, im Kennwortteil des Speichers gespeichert werden. Der Programmierer braucht dann nicht mehr notwendigerweise Kenntnis vom physikalischen Ort des Datenwortes im Datenwortteil des Speichers zu haben, sondern es ist lediglich das Kennwort des gewünschten Datenwortes erforderlich, auf Grund dessen der Kennwortteil des Speichers automatisch das zugehörige Datenwort bestimmt. Dabei ist wesentlich, daß der Vergleich des abgefragten Kennwortes mit allen im Kennwortteil des Speichers gespeicherten Adressenkennworten gleichzeitig erfolgt, wobei lediglich das übereinstimmende Kennzeichen ein Ortssignal liefert und den Zugang zum entsprechenden Datenwort im Datenwortteil des Speichers öffnet.
  • Der Kennwortteil der bekannten Speichervorrichtung verwendet Kryotron-Flip-Flops als Speicherelemente. Kryotrons bestehen aus einer Torleitung aus einem supraleitenden Material mit darumgewickelter Steuerspule. Die Steuerspule besteht vorzugsweise aus einem spupraleitenden Material, das ein stärkeres magnetisches Feld benötigt, um in einen normalen oder mit Widerstand behafteten Zustand bei der Arbeitstemperatur der Schaltung getrieben zu werden, als für die Umschaltung des supraleitfähigen Materials der Torleitung erforderlich ist. Durch eine Kühleinrichtung werden -das Tor und die Spule unter den Temperaturen gehalten, bei denen die supraleitenden Stoffe, aus denen sie bestehen, Übergänge zwischen dem normalen und dem supraleitenden Zustand ohne Vorhandensein eines magnetischen Feldes durchmachen. Die Torsteuerung wird erreicht durch Erregung der Steuerspule mit einem Strom, der ausreicht, um sie zu veranlassen, an die Torleitung ein magnetisches Feld anzulegen, das stark genug ist, um die Torleitung in den normalen Zustand gehen zu lassen.
  • Diese bekannte Kennwortteil-Schaltung bedingt einen erheblichen apparativen Aufwand, weil jedem als Speicherzelle für ein Kennwortbit wirkenden Kryotron-Flip-Flop eine Kryotron-Vergleichszelle zum Vergleich der in der Speicherzelle gespeicherten binären Information mit der Abfrageinformation zugeordnet sein muß und weil für den Betrieb der Schaltung umfangreiche Tiefstkühlaggregate benötigt werden.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den apparativen Aufwand für den Kennwortteil eines assoziativen Speichers zu verringern, ohne auf den direkten und infolge gleichzeitiger Abfragung aller Kennworte raschen Zugang zu dem dem gesuchten Kennwort zugeordneten Datenwort zu verzichten.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß bei der eingangs geschilderten Schaltungsanordnung die Speicherzellen Elemente mit mehr als zwei stabilen Zuständen (z. B. Transfluxoren) sind, die durch eine Leitung mit der zugehörigen Binärstelle des Vergleichsregisters verbunden sind, und daß an allen Leseleitungen ein gemeinsamer Generator liegt, der zu allen Gruppenausgangssignalen ein Interpretierungssignal addiert, welches ein Maß für die Anzahl einander gleichwertiger Binärstellen (z. B. Binärstellen vom Wert »1«) im Abfragewort ist und welches die Gruppenausgangssignale aller mit dem Abfragewort identischen Kennwörter zu einem ausgezeichneten Wert (z. B. »0«) ergänzt.
  • In dieser Anordnung arbeiten die Speicherelemente zugleich als Speicher- und Vergleichszellen, und es ist ferner nicht wie bei den bekannten Schaltungsanordnungen erforderlich, die Einzelelemente jeder Bitstelle getrennt nach »0« und »1« mittels besonderer Leitungen abzufragen. Vielmehr kann jedes Bit des Abfragewortes unabhängig von seiner Wertigkeit den entsprechenden Bits der einzelnen Speicherzellengruppen unmittelbar (über eine einzige Leitung) zugeführt werden und gegebenenfalls einen Beitrag zum Gruppenausgangssignal leisten, weil die »Entschlüsselung« des auf diese Weise entstehenden und für sich allein keinen vernünftigen Sinn ergebenden Gruppenausgangssignals durch die Addition des Interpretierungssignals, welches aus dem Abfragewort ebenso wie die Gruppenausgangssignale durch Quersummenbildung gebildet ist, zu den Gruppenausgangssignalen erfolgt. Für die Addition des vom Generator gelieferten Interpretierungssignals ist lediglich eine Verbindung des Generators mit sämtlichen Leseleitungen erforderlich.
  • Sofern ein aus Gruppenausgangssignal und Interpretierungssignal kombiniertes Ausgangssignal auf der Leseleitung den ausgezeichneten Wert annimmt und somit Übereinstimmung zwischen dem in der Speicherzellengruppe gespeicherten Kennwort und dem Abfragewort besteht, kann es unmittelbar verwendet werden, den zugehörigen Treiber des assoziierten Datenwortes zu aktivieren, so daß jenes Datenwort aus dem Datenwortteil des Speichers entnommen wird.
  • Im folgenden sei die Erfindung an Hand der Zeichnungen, welche Ausführungsbeispiele darstellen, näher erläutert. Es zeigt F i g. 1. eine Speicherzelle, wie sie im Adressenkennwortteil des Speichers verwendet wird, F i g. 2 eine Speicherzelle, wie sie im Datenwortteil des Speichers verwendet wird, F i g. 3 eine Schemaskizze des Adressenkennwortteiles und des Datenwortteiles des Speichers, F i g. 4 eine Schemaskizze des gesamten Speichers gemäß der Erfindung, F i g. 5 und 6 Darstellungen von Wellenformen, die in den verschiedenen Teilen des Speichers auftreten können, F i g. 7 eine Aufstellung der normierten Spannungen elektrischer Signale im Adressenkennwortteil, F i g. 8 eine weitere Ausführungsform einer Speicherzelle, F i g. 9 eine Hystereseschleife einer Speicherzelle und F i g. 10 ein Ausführungsbeispiel eines dreidimensionalen Speichers.
  • In F i g. 1 ist eine Speicherzelle 10 dargestellt, und es soll die Wirkungsweise der Speicherzelle 10 beim Vergleich einer in ihr eingeschriebenen binären Information mit einer abfragenden binären Information erklärt werden. Damit wird gleichzeitig der Adressenkennwortteil des Speichers erläutert. Die Speicherzelle 10 weist ein magnetisches Element 12 auf, welches zwei Öffnungen 14 und 16 besitzt. Das magnetische Element 12 hat eine im wesentlichen quadratische oder rechteckige Hystereseschleife. Diese ist in F i g. 10 dargestellt. Die Öffnungen 14 und 16 sind derart angeordnet und derart in ihrer Größe bemessen, daß drei magnetische Joche, und zwar die Joche 1, 2 und 3, im Kern gebildet werden. Die größere Öffnung 14 ist in der Nähe des linken Randes angeordnet, so daß zwischen ihr und dem Rand das Joch 1 gebildet wird. Die kleinere Öffnung 16 ist in der Nähe des rechten Bandes des magnetischen Elements 12 angeordnet, so daß zu beiden Seiten desselben die Joche 2 und 3 gebildet werden. Die kleinere Öffnung ist derart angeordnet und in ihrer Größe bemessen, daß die Joche 2 und 3 im wesentlichen einen gleichen Querschnitt haben. Die Öffnung 1.6 ist derart angeordnet, daß der Querschnitt des Joches 1 gleich der Summe der Querschnitte der Joche 2 und 3 oder größer als diese Summe ist. Für den magnetischen Fluß entsteht eine Anzahl Wege um die Öffnungen 14 und 16. Ein Flußweg erstreckt sich durch die Joche 1 und 3 um die Öffnungen 14 und 1.6 herum. Ein anderer Flußweg erstreckt sich durch die Joche 1 und 2 und um die Öffnung 14 herum. Ein dritter Flußweg führt um die Öffnung 16 und durch die Joche 2 und 3. Die vorbezeichneten Flußwege sind in F i g. 1 im magnetischen Element 12 als gestrichelte Linien angedeutet.
  • Zur Steuerung des magnetischen Elements 12 ist eine Y-Treiberwicklung 18 vorgesehen, die durch die 0 roße Öffnung 14 führt und den magnetischen Fluß im Joch 1 steuert. Die Y-Treiberwicklung 18 ist mit einem Y-Treiber 20 verbunden. Der Treiber 20 ist schematisch dargestellt. Eine Vergleichswicklung 22 ist mit einem Vergleichswertgeber 24' verbunden und führt durch beide Öffnungen, und zwar durch die Öffnungen 16 und 14. Sie bildet dabei eine achtförmige Schleife. Die Vergleichswicklung 22 ist prinzipiell zur Steuerung des Flusses im Joch 3 vorgesehen. Der Teil der Achtwindung, der das Joch 2 umschließt, dient zur Verbesserung der Charakteristik des Kernes, Ein Schreibgenerator 26 ist mit der Vergleichswicklung, 22 verbunden und liegt parallel zum Vergleichswertgeber 24'. Eine Abfühlwicklung 28 führt durch die kleine Öffnung 16 und ist mit einem Ausgangsregister 30 verbunden. Die Abfühlwicklung 28 ist derart angeordnet, daß sie lediglich auf Flußänderungen im Joch 3 anspricht, wodurch ein Abfühlsignal für das Register 30 gebildet wird.
  • Es sei angenommen, daß das magnetische Element 10 magnetisch nicht vorbelastet ist. Wenn nun ein Impuls vom Y-Treiber 20 durch die Wicklung 18 geschickt wird, so entsteht ein Fluß durch die Joche 1, 2 und 3, der z. B. entgegen dem Uhrzeigersinn verläuft. Die Joche 2 und 3 werden gesättigt. Dies ist möglich, da das Joch 1 größer ist und den erforderlichen Rückflußweg für die Joche 2 und 3 bildet. Die Joche 2 und 3 bleiben nach Beendigung des Impulses im gesättigten Zustand, da die remanente Sättigungsinduktion für das magnetische Element überall gleich ist. Befindet sich das Element 10 in dem beschriebenen magnetischen Zustand, so wird, wenn ein Signal vom Vergleichswertgeber 24' der Windung 22 zugeleitet wird, eine magnetische Kraft um die kleinere Öffnung 16 herum wirksam. Diese Kraft reicht jedoch nicht aus, um eine wesentliche Flußveränderung um die Öffnung 14 hervorzurufen. Ist diese Kraft z. B. entgegen dem Uhrzeigersinn gerichtet, so tendiert sie zu einer Erhöhung des Flusses im Joch 3 und zu einer Verminderung des Flusses im Joch 2. Es ist zu erkennen, daß kein Ansteigen des Flusses im Joch 3 möglich ist, da dieses gesättigt ist. Bei der Betrachtung ist zu berücksichtigen, daß der magnetische Fluß immer einen geschlossenen Weg durchläuft. Bei einem mit entgegengesetzter Polarität zugeführten Vergleichssignal ist die magnetische Kraft im Uhrzeigersinn gerichtet und tendiert zu einer Erhöhung des Flusses im Joch 2, welche ebenfalls unmöglich ist, da dieses Joch gesättigt ist. Bei diesen Bedingungen spricht man von einem »blockierten« Fluß, der sich aus der Richtung der Sättigung der Joche 2 oder 3 ergibt. Das magnetische Element 12 befindet sich im »blockierten« Zustand, und es wird keine Flußänderung erzeugt, und in der Wicklung 28 wird deshalb keine Spannung induziert.
  • Wenn nun ein Impuls vom Y-Treiber 20 in die Wicklung 18 gelangt, und zwar in einer Richtung, die eine magnetische Kraft im Uhrzeigersinn erzeugt, so daß die magnetisierende Kraft im Joch 2 groß genug ist, den Fluß im Joch 2 umzuschalten, jedoch nicht die genügende Intensität hat, um den magnetischen Zustand des Joches 3 zu ändern, wird das Joch 2 durch diesen Impuls gesättigt und in einer Richtung im Uhrzeigersinn eingestellt, während das Joch 3 im entgegengesetzten Sinn gesättigt bleibt. Befindet sich das magnetische Element 12 in diesem magnetischen Zustand und wird eine magnetische Kraft um die Öffnung 16 herumgelegt, die vom Vergleichswertgeber 24' über die Wicklung 22 zugeführt wird, so entsteht um die Öffnung 16 ein entsprechender Fluß. Die erste Phase einer Wechselstromperiode, die einen Fluß im Uhrzeigersinn bewirkt, kehrt den Fluß um. Die nächste, entgegengesetzte Phase will diesen wieder umkehren usf. Dieser Wechselfluß induziert eine Abfühlspannung in der Wicklung 28. Dieser magnetische Zustand des Elements 12 wird als »entriegelt« bezeichnet. Das beschriebene Magnetelement ist unter der Bezeichnung »Transfluxor« bekanntgeworden.
  • Der blockierte und entriegelte Zustand des magnetischen Elements 12 werden in bekannter Weise dazu verwendet, um die einer binären Information entsprechenden beiden Zustände darzustellen, und zwar in der Weise, daß der blockierte Zustand -einer binären Null entspricht und der entriegelte Zustand einer binären Eins. Demgemäß wird, wenn das magnetische Element 12 auf eine binäre Null eingestellt ist, kein Ausgangssignal in der Wicklung 28 erzeugt, während, wenn das Element 12 sich im Zustand der binären Eins befindet, ein passendes Vergleichssignal aus dem Vergleichswertgeber ein Signal in der Wicklung 28 erzeugen wird, als auswertbares Zeichen dafür, daß eine Eins gespeichert ist. Der binäre Zustand Eins des magnetischen Elements 12 kann durch das Anlegen eines Stromes aus dem Y-Treiber 20 an die Wicklung 18 geändert oder gelöscht werden, so daß sich die magnetische Sättigung der Joche 2 oder 3 umkehrt, um das Element in den blockierten Zustand (Null) zurückzubringen. Das magnetische Element 12 wird getrieben, und alle Flußwege werden in eine Richtung entgegengesetzt zum Uhrzeigersinn eingestellt, und zwar unabhängig davon, welche Flußkonfiguration vorher eingestellt war.
  • Es ist nämlich darauf hinzuweisen, daß der entriegelte Zustand (Eins) des magnetischen Elements 12 zwei mögliche magnetische Konfigurationen aufweisen kann, die von der Flußrichtung um die öffnung 16 abhängen. Bei der vorliegenden Erfindung werden die beiden entriegelten Zustände verwendet, um zu ermitteln, ob das Element 12 ein Signal speichert, das mit einem vom Vergleichswertgeber 24' abgegebenen Signal entweder übereinstimmt oder nicht übereinstimmt. Um sicherzustellen, daß das magnetsiche Element 12 zu jeder Zeit sich im richtigen entriegelten Zustand befindet, welcher wahlweise einen Ausgang schafft, der eine übereinstimmung oder eine Nichtübereinstimmung mit einer gespeicherten Eins anzeigt, ist der Vergleichswertgeber 24' derart ausgebildet, daß vor der eigentlichen Abtastung des Elements 12 ein Vorimpuls geliefert wird. Der Vorimpuls erzeugt eine magnetische Kraft im Joch 3 derart, daß das magnetische Element 12 in denjenigen von den beiden entriegelten Zuständen gebracht wird, der entsprechend der vom Vergleichswertgeber abgegebenen Information (Ein oder Null) einer Übereinstimmung oder Nichtübereinstimmung entspricht. Die Verhältnisse können im Detail aus F i g. 7 ersehen werden, aus der hervorgeht, daß die Flußkonfiguration der Speicherzelle10, die eine binäre Eins speichert, nach der Zufügung des Vorimpulses unterschiedlich ist, und zwar abhängig davon, ob der Vergleichswertgeber24'als Vergleichswert eine binäre Eins oder eine binäre Null geliefert hat. Dementsprechend kann das magnetische Element 12 auf den folgenden Abtastimpuls hin ein erstes Signal abgeben oder ein zweites Signal entgegengesetzter Polarität liefern. Lediglich das von diesem Abtastimpuls, nicht aber von dem Vorimpuls erzeugte Ausgangssignal in der Wicklung 28 wird durch weiter unten noch beschriebene Schaltmaßnahmen zur Betätigung des Registers 30 benutzt. Es ist zu erkennen, daß dieses Verfahren zur Entnahme aus dem Element 12 die gespeicherte Information nicht zerstört, da der entriegelte Zustand erhalten bleibt, so daß das Abfragen beliebig wiederholt werden kann. Demzufolge kann das Element 12, wie bekannt, als eine nichtzerstörbare Speicherzelle bezeichnet werden.
  • Das Löschen, das Entriegeln (Eingeben), die Abtastung des magnetischen Elements 12 sollen nun zusammengefaßt werden. Das Löschen des Elements 12 besteht in der Einstellung desselben in den blockierten Zustand (Zustand der binären Null). Dies wird durch Anlegen einer Spannung vom Y-Treiber 20 an die Wicklung18 durchgeführt. Der durch diese Spannung bewirkte Löschstrom ist von einer derartigen Polarität und Intensität, daß die Joche 2 und 3 in einer Richtung, und zwar entgegengesetzt zum Uhrzeigersinn, gesättigt werden. Dieses Löschen geht dem Eingeben voraus, so daß das Eingeben darin besteht, daß der Zustand des Elements 12 aus dem der binären Null in den der binären Eins geändert wird. Das Eingeben (Schreiben) der binären Eins erfolgt durch das koinzidierende Anlegen eines Signals von der Y-Quelle 20 und eines Signals vom Generator 26. Keines dieser Signale ist für sich allein in der Lage, das Element 12 einzustellen. Die Signale für sich stellen einen Halbauswahlstrom dar. Der Halbauswahlstrom des Y-Treibers 20 ist von entgegengesetzter Polarität wie der Strom, der zum Löschen verwendet wird. Die Koinzidenz der Erregung in den Leitungen 18 und 22 bewirkt eine Addition der magnetischen Kräfte im Joch 2, wodurch der Zustand desselben umgeschaltet wird und eine einander entgegengesetzte Wirkung im Joch 3, wodurch dieses nicht umgeschaltet wird bzw. in seinem ursprünglichen Zustand verbleibt. Die Erregung der Vergleichswindung 22 beim Eingeben (Schreiben) stammt vom Generator 26. Die nichtzerstörende Abtastung ergibt sich aus der alleinigen Erregung der Vergleichswicklung 22 durch den Vergleichswertgeber 24'. Der Vergleichswertgeber 24' erzeugt ein Impulspaar. Die einzelnen Impulse werden im weiteren Verlauf der Beschreibung als Vorimpuls und Abtastimpuls bezeichnet. Wenn im Vergleichswertgeber 24' eine binäre Eins gespeichert ist, ist der Vorimpuls positiv und der folgende Abtastimpuls negativ. In entsprechender Weise ist, wenn im Vergleichswertgeber 24' eine binäre Null gespeichert ist, der Vorimpuls negativ und der Abtastimpuls positiv. Wenn sich nun das Speicherelement im Zustand Null befindet, wird durch die Abtast- oder Abfrageoperation keine Ausgangsspannung erzeugt, unbeachtet der Tatsache, ob der Vergleichswertgeber 24' eine Eins. oder eine Null gespeichert hat. Wenn der Vergleichswertgeber 24' eine Null gespeichert hat und das Element 12 sich im Zustand der Eins befindet, so wird eine positive Spannung erzeugt, während, wenn im Vergleichswertgeber 24' eine Eins gespeichert ist und das Element 12 sich im Zustand der Eins befindet, sich eine negative Ausgangsspannung ergibt. Diese Verhältnisse können der F i g. 7 entnommen werden.
  • In F i g. 2 ist eine andersartige Speicherzelle 10' aus einem magnetischen Ringkern 33 gezeigt. Dieser Ringkern besitzt einen einheitlichen Flußweg und ein bistabiles Speichervermögen, welches durch die besondere Form der Hystereseschleife, nämlich rechteckig, hervorgerufen wird. Ein Y-Treiber 34 ist mit einer Wicklung 35 verbunden, die ihrerseits mit dem magnetischen Ringkern 33 gekoppelt ist. Diese Ringkerne entsprechen denTransfluxoren12desAdressenkennwortteiles der Speichervorrichtung. Der Y-Treiber 34 und die Y-Wicklung 35 werden verwendet, um der Information »1« entsprechende Signale in den Ringkern 33 einzugeben und »1«- oder »0«-Signale dem Kern zu entnehmen. Die Eingabe (das Schreiben) und die Entnahme (Abfrage) wird dabei durch Ströme entgegengesetzter Polarität in der Wicklung 35 bewirkt.
  • Es sei bemerkt, daß der Ringkern 33 keine nichtzerstörbare Entnahmeeigenschaft aufweist. Demgemäß löscht eine Abfrageoperation die gespeicherte Information, und es ist deshalb erforderlich, daß jede aus einem Speicherkern entnommene Information wieder aufgezeichnet wird, falls es erwünscht ist, diese im Speicher zu belassen. Die Aufzeichnung (das Schreiben) besteht in der Umschaltung des Kernes 33 in einen Zustand, der der Eins entspricht, und zwar ausgehend von dem Zustand der Nullspeicherung. Wenn eine Null in einen Kern 33 eingegeben wird, ist eine magnetische Kraft erforderlich, die der magnetischen Kraft entgegengesetzt ist, die durch die Erregung der Wicklung 35 erzeugt wird. Dies ist notwendig, da die Y-Windung 35 mit allen in einer Reihe liegenden magnetischen Kernen 33 gekoppelt ist. Die entgegengesetzte oder Inhibitkraft wird durch eine besondere Wicklung 36 hervorgerufen, die mit dem Kern 33 gekoppelt ist und die von einer Inhibitquelle 37 erregt wird. Die gleichzeitige Erregung der Windungen 35 und 36 verhindert ein Umschalten des Kerns 33 und zeichnet deshalb eine Null in demselben auf. Beim Abfragevorgang schaltet jeder Kern 33 von der Eins in die Null um und induziert dadurch eine Spannung in der Abfühlwindung 38, die mit dem Kern 33 gekoppelt ist. Auf diese Weise wird ein Ausgangsregister 40, welches mit der Abfühlwindung 38 verbunden ist, in Übereinstimmung mit dem Lesen einer Eins aus dem Kern 33 umgeschaltet. Der Aufbau und die Anordnung des Ringkerns 33 ist an sich bekannt. War eine Null gespeichert, so ergibt sich kein Abfühlsignal.
  • Die Anordnung der vorbeschriebenen Speicherzellen 1.0 und 10' in der erfindungsgemäßen Speichervorrichtung soll nun an Hand der F i g. 3 beschrieben werden. Der Adressenkennwortteil der Speichervorrichtung soll zuerst für eine zweidimensionale Anordnung von Speicherzellen beschrieben werden. Die Speicherzellen 10 des Adressenkennwortteiles bestehen aus magnetischen Elementen 12, die in einer Speicherebene, und zwar in drei horizontalen (Zeilen) und vier vertikalen Reihen (Spalten) angeordnet sind. Adressenkennworte werden in dieser Anordnung entlang den horizontalen Reihen (Zeilen) gespeichert. Jedes Wort besteht z. B. aus vier binären Bits.
  • Die Wicklungen für die magnetischen Elemente 12 sind die gleichen wie die in Verbindung mit F i g. 1 beschriebenen. Die Windungen gehen durch jedes der magnetischen Elemente 12 in der betreffenden Zeile oder Spalte, wie es erforderlich ist, hindurch. Insbesondere können die Y-Treibwindungen 18 durch die großen Öffnungen 14 eines jeden Elements in der betreffenden Zeile hindurchgehen. Die Zeilen sind mit Y l, Y 2 und Y 3 von oben nach unten bezeichnet. In der gleichen Weise gehen die Abfühlwindungen 28 durch die kleinen Öffnungen 16 eines jeden magnetischen Elements 12 hindurch, welches in den Zeilen Y1, Y2 und Y3 angeordnet ist. Die individuellen Vergleichswindungen 22 gehen durch die magnetischen Elemente einer jeden Spalte und sind einzeln jeweils mit einer Registerstufe eines Kennwortregisters 24 in der betreffenden Spalte gekoppelt. Die einzelnen Registerstufen speichern die binären Zahlen, welche das Adressenkennwort darstellen. Die einzelnen binären Speicherstellen (Stufen des Registers) sind mit Z l, Z2, Z 3 und Z 4 bezeichnet. Das Kennwortregister 24 kann eine Anzahl von bistabilen Speicherelementen mit Elektronenröhren oder Transistoren aufweisen, die allgemein als Kippkreise bezeichnet werden. Ein Vorspannungsgenerator 42 ist vorgesehen und ist auf jede der Abfühlwindungen 28 geschaltet, wodurch dessen Ausgangssignal mit jeder Summe von Signalen, die in diesen Windungen auftritt, addiert wird. Der Vorspannungsgenerator 42 liefert ein Ausgangssignal, welches einer ausgewählten binären Zahl entspricht, die im Kennwortregister gespeichert ist. Es sei dies beispielsweise die Anzahl von Signalen, die der binären Eins entspricht. Der Vorspannungsgenerator 42 kann aus einer Reihe von Transfluxoren bestehen. Wenn ein derartiger Vorspannungsgenerator 42 verwendet wird, ist es erforderlich, die binäre kodierte Information, die die Wortadresse (das Adressenkennwort) darstellt, diesem Generator 42 zuzuführen. Der Vorspannungsgenerator 42 kann eine Bezugsspannungsquelle enthalten. Die Bezugsspannungsquelle ist in Serie mit dem Ausgang des Vorspannungsgenerators 42 geschaltet und wird mit der Spannung der Abfühlwindungen 28 vereinigt. Der Schreibgenerator 26 ist mit den Vergleichswindungen 22 verbunden und dem Kennwortregister 24 parallel geschaltet. Es sei darauf hingewiesen, daß das Kennwortregister 24 derart ausgebildet sein kann, daß dieses gleichzeitig die Funktion des Schreibgenerators 26 übernimmt. Der Schreibgenerator 26 kann in der Weise ausgebildet sein, daß er dem Inhibittreiber entspricht.
  • Es sei angenommen, daß der Adressenkennwortteil der Speichervorrichtung derart eingestellt ist, daß das Adressenkennwort, das in der Zeile Y1 der Elemente 12 gespeichert ist, den Charakter 1001. hat, und daß die in der Zeile Y2 gespeicherten binären Informationen dem Adressenkennwort 1010 entsprechen. Das Verfahren und die Betriebsweise zur Entnahme einer Adresse aus dem Adressenkennwortteil des Speichers soll nun untersucht werden. Es sei angenommen, daß das Kennwortregister 24 derart betätigt wurde, daß das Abfragekennwort 1001 gespeichert wurde, und zwar in den Kennwortregisterteilen Z 1 bis Z 4 von links nach rechts. Die Entnahme besteht im wesentlichen aus einem gleichzeitigen Abfragen, welches durch das Anlegen eines Vorimpulses aus dem Kennwortregister 24 an jede der Vergleichswindungen 22 ausgelöst und einem folgenden Vergleichsimpuls vollzogen wird. Die Vorimpulse werden den entriegelten magnetischen Elementen 12 zugeführt. Nach den Vorimpulsen werden abtastende Vergleichsimpulse einer jeden der Vergleichswindungen 22 zugeführt. Diese Impulse kommen ebenfalls aus dem Kennwortregister 24. Die Polaritäten der Vergleichsimpulse sind für binäre Einsen negativ und für binäre Nullen positiv und denen der Vorimpulse entgegengesetzt. Die Spannungen, die sich in den Abfühlwindungen 28 durch die auf jedes magnetische Element 12 gegebenen Vergleichsimpulse einstellen, können der Darstellung in F i g. 7 entnommen werden. Für die zunächst betrachtete Zeile Y 1 stimmt der binäre Zustand eines jeden magnetischen Elements 12 mit dem binären Wert der Information überein, die im Kennwortregister 24 gespeichert sind. Das magnetische Element 12 mit den Koordinaten Y1, Z1 speichert annahmegemäß eine binäre Eins. Gemäß F i g. 7 erzeugt es bei der annahmegemäßen Abfrage mit einer binären Eins eine Ausgangsspannung von -1 Volt. Es sei bemerkt, daß hier mit normierten Spannungseinheiten gearbeitet wird. Die nächsten beiden magnetischen Elemente, nämlich die mit den Koordinaten Y1, Z2 und Y1, Z3 speichern eine binäre Null und liefern eine Ausgangsspannung von 0 Volt. Das letzte magnetische Element 12 dieser Adressenkennwortzeile speichert eine binäre Eins im Koordinatenpunkt Y1, Z4 und liefert eine Ausgangsspannung von -1 Volt. Durch die Summation der Ausgangssignale wird in der Ausgangsleitung 28 eine Spannung von -2 Volt erzeugt. Da das Ausgangssignal des Vorspannungsgenerators 42 ebenfalls mit jeder der Ausgangsleitungen 28 gekoppelt ist, müssen die Spannungen kombiniert werden. Da das Kennwortregister 24 die Kennzeichnung 1001 speichert, liefert der Vorspannungsgenerator eine Ausgangsspannung, die den beiden binären Einsen im Kennwortregister 24 entspricht. Diese charakteristische Ausgangsspannung kann aus der F i g. 7 bestimmt werden. Dort ist mit einer Ausgangsspannung von +1 Volt diejenige für jede binäre Eins, die im Kennwortregister 24 gespeichert ist, bezeichnet. Im vorliegenden Beispiel würde nun ein Signal von -i-2 Volt entstehen. Die Kombination des Ausgangs des Vorspannungsgenerators 42 von -f-2 Volt mit den -2 Volt, die aus der Entnahme aus den magnetischen Elementen 12 in der Y1-Zeile stammen, liefert in der Leitung 28 ein Signal von 0 Volt. Dieser Ausgleich der beiden Signale zeigt eine übereinstimmung zwischen dem Abfragekennwort im Kennwortregister 24 und dem Adressenkennwort in der Zeile Y1 an und schafft gleichzeitig damit eine Ortsbestimmung.
  • Es soll nun gezeigt werden, daß das in der Zeile Y2 gespeicherte Adressenkennwort eine Nichtübereinstimmung anzeigt, d. h. kein Adressiersignal hervorruft, obwohl in dem Wort 1010, das in dieser Zeile gespeichert ist, die gleiche Anzahl von binären Einsen vorhanden ist, wie in dem Abfragewort, das im Kennwortregister 24 gespeichert ist. Der Ausgangsspannungswert der magnetischen Elemente 12 für die Zeile Y 2 kann wiederum aus der F i g. 7 bestimmt werden. Es kann festgestellt werden, daß die Ausgangsspannungen an den magnetischen Elementen 12 der Zeile Y 2 -1 Volt, 0 Volt, -f-1 Volt und 0 Volt sind, und es ergibt sich eine Gesamtspannung von 0 Volt. Kombiniert man diese 0 Volt mit den -1--2 Volt vom Vorspannungsgenerator 42, so ergibt sich eine Gesamtausgangsspannung von 2 Volt. Diese Ausgangsspannung der Zeile Y2 zeigt eine Nichtübereinstimmung an, da ein 1Tbereinstimmungssignal durch die Gesamtspannung 0 gekennzeichnet ist.
  • In der gleichen Weise können andere Kombinationen binärer Informationen, die im Kennwortregister 24 und im Adressenkennwortteil des Speichers gespeichert sind, überprüft werden. Es kann durch eine Analyse nach F i g. 7 gezeigt werden, daß es nur im Fall einer übereinstimmung aller miteinander verglichenen Speicherstellen ein Ortssignal für diese übereinstimmende Kombination gibt.
  • Wie bei der Beschreibung des Vorspannungsgenerators 42 ausgeführt wurde, kann dieser Generator eine Bezugsspannung liefern, die mit der auf der Ausgangsleitung 28 entstehenden charakteristischen Spannung in Serie geschaltet wird. Diese Bezugsspannung erscheint als ein Teil des gesamten Ausgangssignals in jeder Leitung 28. Die Leitung, in der insgesamt ein 0-Signal entsteht, führt dann statt einer Spannung von 0 Volt eine der Bezugsspannung gleiche Spannung. Das in dieser Weise erzeugte Signal, welches den Ort der gesuchten Information anzeigt, wird dem Y-Treiber 34 zugeleitet, der auf den Datenwortteil arbeitet. Der Y1-Treiber erregt, wie in Fig.3 dargestellt, die Windung 35, die ihrerseits mit den Ringkernen 33 in einer Zeile verbunden ist. Die Erregung der Wicklung 35 wird dafür verwendet, um aus jedem Kern 33, die darin gespeicherte Information abzufragen und in das Register 40 zu überführen.
  • In der F i g. 4 ist eine der F i g. 3 ähnliche zweidimensionale Speichervorrichtung dargestellt, die einen Adressenkennwort- und einen Datenwortteil in einer Ebene aufweist. Die Funktion dieser Vorrichtung wird nun auf Grund von Wellenformen beschrieben, die in den F i g. 5 und 6 dargestellt sind.
  • Die Speicherzellen 10 bzw. 10' für den Adressenkennwortteil und Datenwortteil des Speichers sind beide in gestrichelten Linien in ihren entsprechenden Speicherebenen dargestellt. Zur Vereinfachung der Darstellung sind die Verbindungsleitungen ebenfalls schematisch gezeichnet. Die zweiteilige Speichervorrichtung wird in zwei verschiedenen Betriebszyklen betrieben. Es existieren zwei Zyklen, die als Betriebszyklus A und als Betriebszyklus B bezeichnet werden. Der Betriebszyklus A bewirkt die Löschung eines alten Wortes im Speicher, und zwar im Datenwortteil und im zugehörigen Adressenkennwortteil, und schreibt ein neues Datenwort und das zugehörige Adressenkennwort in der speziellen Adressenkennwort- und Datenwortzeile im Speicher auf. Beim Betriebszyklus B wird, nachdem der Speicher die Adresse eines aus dem Speicher zu entnehmenden Datenwortes erhalten hat, der Ort des Datenwortes bestimmt und das Wort aus dem Datenwortteil des Speichers entnommen und in die gleiche Stelle wieder eingegeben. Die Auswahl, ob der Betriebsablauf nach Betriebszyklus A oder nach Betriebszyklus B verlaufen soll, wird durch eine bistabile Steuerung 50 durchgeführt. Die Steuerung 50 erhält Eingangssignale von einem Rechner, und diese Signale stellen die Steuerung 50 auf einen der beiden möglichen Betriebszyklen ein. Der linksseitige Teil der Steuerung 50 legt den Zustand fest, bei welchem der Betriebszyklus A durchgeführt wird, der rechtsseitige Teil denjenigen, bei welchem der Betriebszyklus B abläuft. Die Vorgänge innerhalb des Speichers unterliegen noch einer Steuerung durch einen Taktgeber 52, welcher Taktimpulse liefert, die die verschiedenen Schritte für die Betriebszyklen des Speichers auslösen. Der Taktgeber 52 kann eine Verzögerungsleitung aufweisen, bei welcher die Ausgangssignale jeweils zwischen den Enden abgegriffen werden. Eine magnetostriktive Verzögerungsleitung oder eine elektromagnetische Verzögerungsleitung mit Anzapfungen oder irgendeine andere bekannte Verzögerungsleitung kann zu diesem Zweck verwendet werden. Es sei bemerkt, daß auch andere Taktgeber verwendet werden können. Der Taktgeber 52, der als Verzögerungsleitung dargestellt ist, erhält an einem Ende ein Signal vom Rechner. Dieses Signal wandert längs der Verzögerungsleitung zum anderen Ende. Während dieser Wanderung wird an vorbestimmten Punkten der Verzögerungsleitung das Taktsignal abgegriffen. Bei der dargestellten Ausführungsform ist nur ein einziger Taktimpuls erforderlich.
  • Der Adressenkennwortteil des Speichers ist mit einem Vorspannungsgenerator 42, Kennwortregister 24 und Schreibgenerator 26 ausgerüstet. Jeder dieser Teile ist derart geschaltet, daß er die binärkodierten Bits aufnehmen kann, die das Adressenkennwort darstellen, welches jeweils in einer oder mehreren dieser Einheiten gespeichert werden soll.
  • Wie in der F i g. 4 dargestellt, werden diese binären Bits, Z 1 bis Z 4, von einer nicht dargestellten Kodiervorrichtung im Rechner abgeleitet. Es sei angenommen, daß das Abfragekennwort, das dem Kennwortregister 24 zugeleitet wird, das Wort 1001 sei. Der Betriebsablauf im Speicher wird durch einen Impuls vom Taktgeber 52 ausgelöst. Dieser Impuls gelangt über eine Leitung 54, die den Taktgeber und das Kennwortregister 24 verbindet, zu diesem. Dieser Startimpuls ist der erste Taktimpuls, der dem Taktgeber 52 entnommen wird. Der Impuls kann auch von einem übertrager, der nahe dem linksseitigen Ende der Verzögerungsleitung angeordnet ist, abgeleitet werden. Der Schreibgenerator 26 wird von einem UND-Glied 55 gesteuert, welches zwei Eingangskreise aufweist. Einer der Eingangskreise des UND-Gliedes 55 ist über eine Leitung 56 mit dem Teil der Steuerung 50 verbunden, die den Betriebszyklus A festlegt. Der andere Eingangskreis des UND-Gliedes 55 ist über eine Leitung 57 mit dem Ausgang des Taktgebers 52 verbunden. Auf diese Weise werden die Schreibkreistaktimpulse abgeleitet. Diese Taktimpulse sind die letzten Taktsignale, die vom Taktgeber 52 abgeleitet werden. Derartige UND-Glieder sind an sich bekannt. Sie wirken beim gleichzeitigen Auftreten von Signalen in beiden Eingangsleitungen 56 und 57. Dann wird in der Ausgangsleitung 58 ein Signal erzeugt. Diese Leitung 58 verbindet das UND-Glied 55 mit dem Schreibgenerator 26. Das Signal in der Leitung 58 bewirkt, daß die Adressenkennwörter, die in den Adressenkennwortteil eingegeben werden sollen, dem Schreibgenerator 26 entnommen werden.
  • Der Y-Treiber 20 des Kennwortteiles ist in gestrichelten Linien dargestellt und enthält die einzelnen Y-Treiber der Y-Zeilen Y I, Y 2 und Y3. Jeder dieser einzelnen Y-Treiber ist mit einem besonderen UND-Glied zur Steuerung ausgerüstet. Diese UND-Glieder sind mit 60, 61 und 62 bezeichnet, sind alle von der gleichen Art und weisen drei Eingangskreise auf. Die Ausgangskreise der UND-Glieder 60, 61 und 62 sind mit den entsprechenden Treibern Y 1, Y 2 und Y 3 des Kennwortteiles verbunden. Ein Eingangskreis eines jeden der UND-Glieder 60, 61 und 62 ist über die Leitung 63 mit dem Taktgeber 52 verbunden. Über diese Leitung gelangt ein Impuls, der einen Schreibimpuls auslöst. Dieser ist der gleiche Taktimpuls, der dem UND-Glied 55 zugeleitet wird. Die zweiten Eingangskreise der UND-Glieder 60 bis 62 sind gemeinsam über eine Leitung 64 mit dem Teil der Steuerung 50 verbunden, der den Betriebszyklus A festlegt. Die übrigen Signale für die UND-Glieder 60 bis 62 werden von den entsprechenden Y1-, Y2- und Y3-Einstellkreisen abgeleitet. So ist beispielsweise der Ausgang des Y 1-Einstellkreises über die Leitung 65 mit dem verbleibenden Eingang des UND-Gliedes 60 verbunden. Die Y2- und Y3-Einstellkreise sind über die Leitungen 66 und 67 mit dem jeweiligen Eingangskreis der UND-Glieder 61 und 62 verbunden. Die Y1- bis Y3-Einstellkreise, welche durch UND-Glieder dargestellt sind, weisen zwei Eingangskreise auf, welche die Ausgangssignale aufnehmen, die in jeder Ausgangsleitung 28 der entsprechenden Adressenkennwortzeile entwickelt werden. Diese UND-Glieder sprechen auf das übereinstimmungssignal (Spannung 0) an. Außerdem sprechen sie auf ein Taktsignal an, welches ihnen gleichzeitig über die Leitung 68, die mit dem Taktgeber 52 verbunden ist, zugeleitet wird. Diese Taktimpulse bewirken die Entnahme eines Ausgangssignals für den entsprechenden Y-Treiber 34 des Datenwortteiles des Speichers. Der Y-Treiber 34 enthält alle Y-Lese- und Y-Schreibtreiber für den Datenwortteil des Speichers. Jede Y-Zeile des Datenwortteiles ist mit einem zugeordneten Treiber ausgestattet, welcher mit dem entsprechenden Y-Einstellkreis verbunden ist. Zusätzlich zum Einstellsignal, welches den Y-Treibern 34 zugeleitet wird, tritt in der Leitung 57 ein Schreibtaktimpuls auf, der gleichzeitig den einzelnen Y-Treibern über eine Leitung 70 zugeführt wird, die mit der Leitung 57 verbunden ist. Diese Taktimpulse zwingen die Y-Treiber nach einer Leseoperation, die durch ein Einstellsignal ausgelöst wurde, zu einer Schreiboperation. Im Datenwortteil des Speichers sind die üblichen Inhibittreiber 37 vorgesehen. Die Inhibittreiber werden von einer schematisch dargestellten Steuerung 72 gesteuert. Die Steuerung 72 erhält die Signale, die dem entnommenen Wort entsprechen, vom Ausgangsregister 40 über Leitungen 73. Dieses Wort kann wieder in den Datenwortteil aufgenommen werden. Die Steuerung 72 ist über Leitungen 74 und 76 mit dem Steuerelement 50 verbunden. Eine Worthauptleitung zur Eingabe neuer Wörter in den Datenwortteil mittels der Steuerung 72 ist ebenfalls vorgesehen. Der Zustand der Steuerung 50 bestimmt, ob ein neues Wort von der Worthauptleitung, oder ob das alte Wort aus dem Ausgangsregister 40 in den Speicher eingegeben wird. Wenn sich die Steuerung 50 im Zustand, der den Betriebszyklus A festlegt, befindet, wird die Worthauptleitung ausgewählt. Im anderen Zustand wird das Wort aus dem Register 40 in den Speicher eingegeben.
  • Der Betriebsablauf des Speichers soll nun erläutert werden: Es sei bemerkt, daß der Anfangsteil des Betriebsablaufs für beide Betriebszyklen, d. h. für den Betriebszyklus A und für den Betriebszyklus B der gleiche ist. Es sei nochmals angenommen, daß das Kennwort 1001. im Kennwortregister 24, Schreibgenerator 26, Vorspannungsgenerator 42 und der Zeile Y 1 des Adressenkennwortteiles gespeichert ist. Es sei ferner angenommen, daß die Steuerung 50 auf den Betriebszyklus A eingestellt ist. Nachdem ein Taktimpuls vom Rechner am Eingang des Taktgebers 52 angekommen ist, wird die Leitung 54 erregt und das Kennwortregister 24 dadurch angestoßen, Dadurch werden einer jeden Spalte magnetischer Elemente 12 die Vorimpulse zugeführt. Den Vorimpulsen folgen zeitlich Taktimpulse der Leitung 75, die den Vorspannungsgenerator 42 anstoßen (s. F i g. 5). Der Vorspannungsgenerator 42 erzeugt seine Vergleichsspannung (z. B. + 2 Volt) und die Bezugsspannung. Nach dem Anstoßen des Vorspannungsgenerators 42 erzeugt das Kennwortregister 24 die abfragenden Vergleichsimpulse für jede Spalte magnetischer Elemente, um über die Ausgangsleitungen 28 das charakteristische Spannungssignal zu bilden. Da die Y 1-Zeile der Elemente 12 das Kennzeichen 1001 gespeichert hat, entsteht in der Ausgangsleitung 28 das übereinstimmungssignal als Einstellungssignal für den Treiber Y 1 des Datenwortteiles. Dieses Einstellsignal entsteht nur in einer der Y-Leitungen 28 und wird dem entsprechenden Y-Datenworttreiber zugeführt. Der Taktimpuls in der Leitung 68 wird dann jedem der Einstellkreise Y 1 bis Y 3 während der Betätigung des Vorspannungsgenerators 42 zugeführt (s. F i g, 5). Die Einstellkreise erzeugen eine Ausgangsspannung lediglich am Ausgang des Y 1-Einstellkreises. Der Y 1-Abfrage-Schreib-Treiber des Treiberkreises 34 wird durch dieses Ausgangssignal dann erregt. Dieser Teil des Betriebsablaufes ist der gemeinsame Teil für beide Betriebszyklen A und B.
  • Der weitere Teil des Ablaufes des Betriebszyklus A soll nun untersucht werden. Es wurde bisher die Zeile von Speicherzellen 10' festgestellt, die abgefragt werden soll und in die wieder eingeschrieben werden soll. Während dieses Intervalls ist der Vorspannungsgenerator 42 nicht erregt. Es sei daran erinnert, daß das Auslösen einer Schreiboperation die Schritte des Abfragens und des darauffolgenden Einschreibens aufweist. Die Reihenfolge der Abfrage- und Schreibimpulse ist in F i g. 5 dargestellt. Diese Schreiboperation wird ein vorbestimmtes Zeitintervall nach den Impulsen in der Leitung 68 dadurch ausgelöst, daß die gleichen Schreibtaktimpulse in den Leitungen 57 und 63 auftreten. Diese Schreibtaktimpulse erscheinen an den UND-Gliedern 60, 61 und 62 und erzeugen mit dem Impuls in der Leitung 64 aus dem Steuerelement 50 und dem Ausgangssignal des Y 1-Einstelikreises in der Leitung 65 einen Ausgangsimpuls am UND-Glied 60, der den Y1-Treiber des Adressenkennwortteiles erregt. Während des gleichen Zeitabschnittes ist der Y 1-Treiber des Datenwortteiles ebenfalls erregt. Demzufolge werden die Speicherzellen in den beiden Teilen des Speichers in den Zustand der binären Null gebracht. Der Abfrage-Schreib-Treiber 34 des Datenwortteiles des Speichers wird zu dieser Zeit durch Signale über die Leitung 70 in die Schreibstellung eingestellt.
  • Es sei angenommen, daß ein neues Kennwort dem Schreibgenerator 26 zugeführt wurde und daß das zugehörige Datenwort aus der Worthauptleitung dem Inhibittreiber 37 zugeführt wurde. Danach werden der Schreibgenerator 26 und die Inhibittreiber 37 angestoßen. Die Inhibittreiber 37 werden durch die Steuerung 72 gesteuert, welche ihre Informationen von der Worthauptleitung erhält. Der Schreibgenerator 26 wird durch ein Signal in der Leitung 58 gestartet. Das Signal in der Leitung 58 entsteht durch ein gleichzeitiges Auftreten eines Signals in der Leitung 56, welches aus der Steuerung 50 kommt und eines Schreibtaktpulses in der Leitung 57, Das Starten des Schreibgenerators 26 findet nach einem vorbestimmten Zeitintervall nach dem Löschpuls statt. Dadurch werden die Vergleichswicklungen 22 der magnetischen Elemente 12 erregt. Diese Erregung erfolgt gleichzeitig mit der Erregung der Y 1-Treibers des Adressenkennwortteiles. Die Y1-Treiber des Adressenkennwortteiles und der Schreibgenerator 26 liefern beide einen halben Schreibpuls zu jedem magnetischen Element 12, um eine binäre Eins zu speichern. Die magnetischen Elemente 12, die eine binäre Null speichern sollen, werden nicht geschaltet, da sie nur einen halben Schreibpuls vom Y 1-Treiber des Adressenkennwortteiles erhalten. Während dieses Intervalls wird, wie in F i g. 5 dargestellt ist, der Schreibpuls vom Yl-Treiber des Datenwortteiles in Koinzidenz mit den Inhibitpulsen ebenfalls zugeführt. Dem Inhibitpuls folgt ein Nachschreibpuls, nach welchem der Betriebszyklus A beendet ist. Das neue Wort ist im Adreßkennwortteil und im Datenwortteil gespeichert.
  • Der Betriebsablauf gemäß Zyklus B ist mit dem des Zuklus A bis zu dem Punkt identisch, bei welchem das Einstellsignal den gewählten Y-Treiber erregt. Zur Durchführung des Betriebszyklus B wird die Steuerung 50 auf den Zustand eingestellt, der dem Betriebszyklus B entspricht, so daß jeder der Treiber 34 des Datenwortteiles auf eine Abfrage des ausgewählten Wortes im Datenwortteil eingestellt ist. Es sei angenommen, daß das Einstellsignal am Yl-Einstellkreis erscheint. Der Y 1-Treiber des Datenwortteiles wird erregt und fragt das Wort ab, das in der Y1-Zeile der Speicherzeilen 10' im Datenwortteil des Speichers gespeichert ist. Das in dieser Weise entnommene Wort wird im Ausgangsregister 40 gespeichert und in die Inhibittreiber 37 über die Steuerung 72 eingegeben. Durch diese Steuerung werden die Inhibittreiber 37 erregt. Gleichzeitig geben die Y1-Treiber des Datenwortteiles einen Schreibpuls, und in den Zellen 10', die keinen Inhibitpuls erhalten, wird eine binäre Eins gespeichert (vgl. F i g. 6).
  • Das entnommene Wort wird dabei wieder in den gleichen Ort im Datenwortteil eingegeben, und die Inhibitpulse und Nachschreibpulse werden beendet, womit der Betriebszyklus B abgeschlossen ist.
  • In F i g. 8 ist ein abgeändertes magnetisches Element 12 dargestellt, welches im Adressenkennwort des Speichers verwendet werden kann. Das magnetische Element 12 der F i g. 8 ist das gleiche, wie das in F i g. 1 dargestellte Element. Es ist jedoch zusätzlich eine Vorspannungswicklung 77 vorhanden, die durch die große öffnung 14 geführt ist, um das Joch 1 des Elements 12 zu steuern. Die Vorspannungswicklung 77 ist vorgesehen, um das Verhältnis zwischen dem Abfühlsignal in der Wicklung 28 und dem Störpegel zu verbessern. Die Vorspannungswicklung 77 ist über einen Schalter 79 mit einer Vorspannungsquelle 78 verbunden. Diese Vorspannungsqueile liefert einen Strom, welcher das magnetische Element 12 auf einen Punkt der BH-Kurve der F i g. 9 bringt, bei weichem FI nicht gleich Null ist. Es sei angenommen, das, wenn sich das magnetische Element 12 im Zustand der positiven Remanenz befindet, eine binäre Eins gespeichert ist und daß die negative Remanenz einer binären Null entspricht. Es sei ferner angenommen, daß ohne Anlegen einer Vorspannung an die Wicklung 77 das magnetische Element 12 sich im Zustand des Punktes »a« befindet, wenn eine Null gespeichert ist. Durch das Schließen des Schalters 79 wird das magnetische Element 12 beispielsweise zum Punkt -H verschoben. Aus diesem Grund kann bei der Betätigung des magnetischen Elements durch koinzidierende Ströme ein größerer Halbstrom verwendet werden, um das magnetische Element 12 vom Punkt -H zu einem Punkt nahe des Knies der BH-Kurve zu treiben, ohne daß der magnetische Zustand des Elements umgeschaltet wird. Die Anwendung des ganzen Auswahlstromes am magnetischen Element 12 treibt das Element 12 beispielsweise zum Sättigungspunkt b, wenn der Kern von der binären Null zur binären Eins umgeschaltet wird.
  • Es ist jedoch nicht erforderlich, den Kern zu einem derartigen Punkt magnetischer Sättigung zu treiben, jedoch notwendig, einen genügend starken Auswahlstrom zur Umschaltung des Kernes zu schaffen. Durch die Verwendung einer Vorspannung für das magnetische Element 12 kann der verwendete Auswahlstrom herabgesetzt werden, um ein besseres Verhältnis zwischen Signal und Geräuschpegel für das Element 12 zu schaffen.
  • Es sei bemerkt, daß die Amplitude der Vorspannung, wenn das magnetische Element in einer beschriebenen Vorrichtung verwendet wird, dadurch begrenzt wird, daß einige der magnetischen Elemente 12 sich im Zustand der binären Eins und andere im Zustand der binären Null befinden, und daß die Vorspannung unterhalb des Stromes liegen muß, der erforderlich ist, um das Element umzuschalten. Ein magnetisches Element 12, das nicht geschaltet werden soll, gelangt nach der Begrenzung des Vorspannungsstromes in seinen Remanenzpunkt zurück.
  • Die Vorspannungsquelle kann in den vorher beschriebenen Systemen verwendet werden, um während des Löschens und des Schreibens eine Vorspannung zu erzeugen. Zu diesem Zweck kann während des Löschens ein positiver Puls der Vorspannungswicklung 77 zugeführt werden, welchem während des Einschreibens ein negativer Pol folgt. In der in F i g. 3 dargestellten zweidimensionalen Anordnung kann die Vorspannungswindung 77 durch jedes der magnetitischen Elemente 12 in Serie geführt sein. Die Schaltung der Vorspannungsquelle 78 bei der Vorrichtung nach F i g. 3 kann durch einen Undkreis gesteuert werden, der mit der Quelle 78 verbunden ist.
  • In F i g. 10 ist ein Teil eines in mehreren Ebenen aufgebauten Speichers dargestellt. Die Darstellung in F i g. 10 wurde vereinfacht, um die zusätzliche Schaltung darzustellen, die erforderlich ist, um vom System mit jeweils einer Ebene zum Mehrebenensystem zu gelangen. Eine einzelne Datenwortebene und eine einzelne Adressenkennwortebene sind aus der Vielzahl der Ebenen dargestellt. Eines der magnetischen Elemente 12 und einer der Ringspeicherkerne 13 sind in ihren entsprechenden Ebenen dargestellt, während der Rest der Speicherzellen in gestrichelten Linien angedeutet ist. Lediglich die zusätzliche Schaltung, die für das magnetische Element 12 und den magnetischen Kern 33 erforderlich ist, ist dargestellt. Wenn eine Vielzahl von Speicherebenen der in F i g.10 dargestellten Art angeordnet ist, umschlingen die Y-Treibwicklungen 18 einer bestimmten (horizontalen) Zeile oder Y-Koordinate die Speicherzellen 10 der gleichen Zeile in jeder Adressenwortebene. Die Y-Treiberwicklungen 35 für die Kerne 33 sind in gleicher Weise angeordnet, so daß sie jeden der Kerne 33 in den verschiedenen Ebenen umschlingen, der die gleiche Y-Koordinate aufweist. Dies schließt notwendigerweise ein, daß die in den Adressenkennwort- und Datenwortebenen gespeicherten Worte entlang der horizontalen Zeilen einer einzelnen Ebene, wie bereits beschrieben, gespeichert sind.
  • Bei der Mehrebenenanordnung müssen deshalb Mittel vorgesehen sein, welche die spezielle Ebene identifizieren, in welcher eine bestimmte Zeile ausgewählt werden soll. Diese Mittel sind als X 1-Adressenkennwortteil-Treiber bezeichnet. Dieser ist mittels einer Leitung 80 über die großen Öffnungen 14 mit jedem der magnetischen Elemente 12 gekoppelt. Die Kopplung erfolgt in Serienschaltung und umfaßt alle Kerne einer einzelnen Ebene. In gleicher Weise ist ein X1-Datenwortteil-Treiber für die Datenwortebene vorgesehen, und die XI-Wicklungen durchsetzen jeden der Speicherkerne 33 der Datenwortebene. Es ist zu erkennen, daß es erforderlich ist, den X- und Y-Wicklungen eines jeden Speicherelements 10 in einer Zeile koinzidierend einen Strom zuzuführen, um eine Zeile von Speicherzellen 10 auszuwählen.
  • Um ein Ortssignal in irgendeiner der Abfühlleitungen 28 zu erregen, ist es erforderlich, die X-und Y-Koordinatensignale abzuleiten, um die Speicherkerne 33 abfragen zu können. Diese Signale ergeben sich dadurch, daß man Dioden, beispielsweise die Dioden 81 und 82 vorsieht, die in die Ausgangsleitung 28 der Y 1-Zeile parallel geschaltet sind. Diese Dioden sind in jeder Leitung 28 vorgesehen. Lediglich ein Diodenpaar gibt ein Ausgangssignal entsprechend dem Ortssignal in einer der Leitungen 28 ab. Die Diode 81 gibt ein Signal für den Y 1-Ortskreis, wenn das entsprechende Ortssignal in der zugehörigen Leitung 28 auftritt, während die Diode 82 ein Signal für den X 1-Ortskreis abgibt. Der X 1-Ortskreis ist ein UND-Glied, der bereits für die Y-Ortskreise beschriebenen Art. Die X- und Y-Ortskreise können durch den gleichen Taktpuls erregt werden, beispielsweise durch den, der in bereits beschriebener Weise durch die Leitung 68 geleitet wird. Nach der Erregung der X- und Y-Ortskreise werden die Ausgangssignale den X- und Y-Treibern des Datenwortteiles zugeführt. Im vorliegenden Beispiel dem X1-und Y 1-Treiber. Die koinzidierende Anlegung von Strömen dieser Treiber tastet die Speicherwortzellen 10' in der Zeile Y 1 der X 1-Datenwortebene ab. Die Y 1-Zeilen der anderen Ebenen erhalten lediglich Halbströme. In gleicher Weise kann das Einschreiben im Adressenkennwortteil und Datenwortteil durchgeführt werden.
  • Es sei bemerkt, daß andere Speichervorrichtungen für den Datenwortteil verwendet werden können, z. B. an sich bekannte Speichervorrichtungen, wie sie in von R. K. R i c h a r d s in »Digital Computer Components und Circuits«, D. van Nostrand Co. Inc., S. 354ff., beschrieben und erläutert sind.
  • Der erfindungsgemäße Speicher ist für eine nicht beschränkte Bezifferung eingerichtet, wobei Leerstellen für eine fernere Verwendung frei bleiben, da ein Abfragen in der bekannten Weise nicht erforderlich ist. Eine nicht beschränkte Bezifferungsanordnung kann durch das System in eine beschränkte Bezifferungsanordnung übertragen werden. Die Erfindung wurde in Verbindung mit einem Digitalcomputer beschrieben. Die Anwendung der Erfindung ist vielseitig. So kann beispielsweise die Erfindung in Schnelldruckvorrichtungen verwendet werden, bei welchen gleiche Charakteristiken auf einmal gedruckt werden. Eines dieser Drucksysteme ist als »fliegender Schreiber« bekannt. Die Erfindung kann auch mit einer Vorrichtung gekoppelt werden, in welcher das Adressenwortregister einen Zähler aufweisen kann. Der Zähler wird schrittweise über seinen Bereich geschaltet und jeder Schritt löst dann einen Vergleichszyklus aus. Die Vorrichtung sucht dabei die gespeicherten Informationen aus, wo immer sie gespeichert sind. Es sei bemerkt, daß es möglich ist, sogenannte Vergleichskreise mit der Vorrichtung zu verbinden. Weiterhin ist es möglich, Kennzeichnungen automatisch vom Speicher durch eine kleine Abänderung des beschriebenen Programms abzuleiten. Die Länge der Worte, die in der Vorrichtung gespeichert werden können, kann auf einfache Weise durch eine Vervielfachung der Anordnung erhöht werden. Im an sich bekannten Wortteil des Speichers können Speicherzellen mit einer nicht zerstörbaren Entnahmecharakteristik ebenfalls verwendet werden.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Schaltungsanordnung zur Ermittlung eines gesuchten Kennwortes aus einer Anzahl von je mehrere Binärstellen aufweisenden Kennwörtern, die in gruppenweise angeordneten, nicht löschenden Speicherzellen einer Speicherzellenmatrix gespeichert sind, wobei eine Verkettung jeweils aller Speicherzellen der gleichen Binärstelle mit der entsprechenden Binärstelle eines Vergleichsregisters dazu dient, ein die Binärstellen des gesuchten Kennwortes besitzendes Abfragewort aller Speicherzellengruppen gleichzeitig zu führen, und wobei die Speicherzellen jeder Gruppe zur Erzeugung eines Gruppenausgangssignals durch eine Leseleitung verbunden sind, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß die Speicherzellen Elemente mit mehr als zwei stabilen Zuständen (z. B. Transfiuxoren 12) sind, die durch eine Leitung (22) mit der zugehörigen Binärstelle des Vergleichsregisters (24) verbunden sind, und daß an allen Leseleitungen (28) ein gemeinsamer Generator (42) liegt, der zu allen Gruppenausgangssignalen ein Interpretierungssignal addiert, welches ein Maß für die Anzahl einander gleichwertiger Binärstellen (z. B. Binärstellen vom Wert »1«) im Abfragewort ist, und welches die Gruppenausgangssignale aller mit dem Abfragewort identischen Kennwörter zu einem ausgezeichneten Wert (z. B. 0) ergänzt.
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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2803812A (en) * 1955-05-31 1957-08-20 Electric control systems
DE1049914B (de) * 1954-11-01 1959-07-16 Radio Corporation of Amierica, New York, N. Y. (V. St. A.) Magnetische Einrichtung mit einem mehrere Öffnungen aufweisenden Körper aus magnetisierbarem Material mit annähernd rechtieckförmiiger Hysteresiskeninlimie
FR1235597A (fr) * 1958-06-24 1960-07-08 Ibm Systèmes cryogéniques de mémoire
DE1108953B (de) * 1958-11-19 1961-06-15 Ibm Anordnung zum Vergleich von Datenworten mit einem Pruefwort

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