DE1287332B - Verfahren und Vorrichtungen zur Messung hoher Temperaturen fluessiger oder gasfoermiger Medien - Google Patents

Verfahren und Vorrichtungen zur Messung hoher Temperaturen fluessiger oder gasfoermiger Medien

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DE1287332B
DE1287332B DED41210A DED0041210A DE1287332B DE 1287332 B DE1287332 B DE 1287332B DE D41210 A DED41210 A DE D41210A DE D0041210 A DED0041210 A DE D0041210A DE 1287332 B DE1287332 B DE 1287332B
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01KMEASURING TEMPERATURE; MEASURING QUANTITY OF HEAT; THERMALLY-SENSITIVE ELEMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01K13/00Thermometers specially adapted for specific purposes
    • G01K13/02Thermometers specially adapted for specific purposes for measuring temperature of moving fluids or granular materials capable of flow

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Materials Using Thermal Means (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft Verfahren und Vorrichtungen zur Messung hoher Temperaturen flüssiger oder gasförmiger Medien.
  • Die ständige Uberwachung von Temperaturen über 10000 C, insbesondere über 1500"C, in flüssigen oder gasformigen Medien, insbesondere auch strömenden Medien, durch in das zu messende Medium eingeführte Meßfühler stößt auf große Schwierigkeiten, da mit zunehmender Temperatur die zum Einsatz kommenden Werkstoffe der Meßfühler thermisch versagen, weil deren Schmelzpunkte erreicht werden.
  • Für Temperaturmessungen an Eisen- und Stahlschmelzen sind Meßvorrichtungen bekannt, bei denen an der Spitze eines Meßfühlers die Warmlötstelle eines Thermoelementes, insbesondere eines W-Mo-Thermoelements, angeordnet ist. Das Thermoelement ist -dabei in einem Schutzrohr eingeschlossen. Um eine Aufheizung des Trägers für den Meßfühler zu verhindern, wird dieser mit Wasser gekühlt. Um eine exakte Messung zu erhalten, muß bei diesen bekannten Geräten die Warmlötstelle die Temperatur des zu messenden Mediums annehmen. Die Standzeit des - Meßfühlers ist dabei gering. Derartige Meßfühler eignen sich daher nicht für eine kontinuierliche Temperaturüberwachung über längere Zeiträume.
  • Zur kontinuierlichen Messung von hohen Temperaturen sind optische Temperaturmeßvorrichtungen bekannt. Derartige optische Temperaturmeßvorrichtungen sind jedoch nur an leicht zugänglichen Meßstellen verwendbar.
  • Es sind weiter Meßfühler bekannt, welche bei niedrigeren Temperaturen als der zu messenden Temperatur arbeiten. Bei diesem Meßverfahren können bei entsprechender Anordnung Rückschlüsse auf die tatsächliche Temperatur gezogen werden. Diese Verfahren beruhen z. B. darauf, daß durch kurzzeitiges Eintauchen des Meßfühlers in das zu messende Medium aus seinem Temperaturanstieg während der Eintauchzeit auf die wirkliche Temperatur geschlossen wird.
  • Bei einem anderen Verfahren wird die Temperatur eines gasförmigen Mediums dadurch ermittelt, daß eine Probe des Mediums abgesaugt und anschließend abgekühlt wird. Aus der Abkühlungstemperatur wird dann die Temperatur des zu messenden Mediums bestimmt.
  • Es ist weiter ein kalorimetrisches Verfahren bekannt, bei dem eine Flüssigkeit, z. B. Wasser, durch ein Röhrchen fließt, welches den zu messenden Temperaturen ausgesetzt ist. Hierbei läßt der beim Durchfließen durch das Röhrchen entstehende Temperaturanstieg des Wassers Rückschlüsse auf die zu messende Temperatur zu.
  • Die Nachteile dieser Verfahren bestehen darin, daß der technische Einsatz infolge der sehr speziellen laboratoriumsmäßigen Handhabung aufgroße Schwierigkeiten stößt. Hinzu kommt, daß die Wärmeleitzahl und die Wärmeübergangszahl variieren und meistens einen Temperaturgang besitzen, der durch Umwandlungspunkte der Werkstoffe der Meßfühler zusätzlich kompliziert wird.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, Verfahren und Vorrichtungen zu schaffen, welche mit einfachen Mitteln die kontinuierliche Messung hoher Temperaturen ermöglichen.
  • Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurchgelöst, daß zwei metallische Meßkörper mit unterschiedlicher Wärmeleitung, die eine einfache geometrische Form, insbesondere kreisförmigen Quer- schnitt, und eine endliche Dicke haben, mit einem Ende dem zu messenden Medium ausgesetzt und an ihrem anderen Ende gekühlt werden und daß die Temperaturen an den dem Medium ausgesetzten Enden und den gekühlten Enden der Meßkörper gemessen werden und die Temperatur des Mediums entsprechend der allgemeinen Formel Tu'li ~ T1 - T3 1 Trr - T2 - T2 - T4 lt Tu = Temperatur des zu messenden Mediums, T = Außentemperatur des ersten Meßkörpers, T2 = Außentemperatur des zweiten Meßkörpers, T3 = Innentemperatur des ersten Meßkörpers, T4 = Innentemperatur des zweiten Meßkörpers, = = Längendifferenz, lt zur Anzeige gebracht wird.
  • Der Unterschied der Wärmeleitung der beiden Meßkörper kann dadurch bewirkt werden, daß die gekühlten Enden des Meßkörpers auf unterschiedliche Temperaturen eingestellt werden. Es können auch bei zwei Meßkörpern unterschiedlicher Wärmeleitfähigkeit die gekühlten Enden auf gleiche Temperaturen eingestellt werden.
  • Weiter können mit einem einzigen Meßkörper nacheinander die Temperaturen des dem Medium ausgesetzten Endes des Meßkörpers bei unterschiedlichen Temperaturen des gekühlten Endes des Meßkörpers gemessen werden.
  • Weiter können- zwei Meßkörper unterschiedlicher Länge aus gleichem Material mit ihren gekühlten Enden auf die gleiche Temperatur eingestellt werden.
  • Ferner können zwei rohrförmige, an dem dem zu messenden Medium ausgesetzten Ende geschlossene Meßkörper gleicher Länge und aus gleichem Material, aber mit unterschiedlicher Wanddicke auf ihrer gekühlten Innenseite auf gleiche Temperatur eingestellt und die Temperaturen auf der äußeren und der inneren Mantelfläche gemessen werden.
  • Eine Ausführungsform einer Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß am Ende eines von einer Kühlflüssigkeit durchflossenen Rohres ein Meßkörper abgedichtet befestigt ist, der mit einer Bohrung zur Durchführung eines Thermoelements versehen ist, dessen Meßstelle mit der Außenseite des Meßkörpers in wärmeleitender Verbindung steht, und daß ein zweites Thermoelement mit seiner Meßstelle mit dem dem Kühlmedium ausgesetzten Ende des Meßkörpers wärmeleitend verbunden ist.
  • In einer anderen Ausführungsform sind am Ende eines von einer Kühlflüssigkeit durchflossenen Rohres zwei nebeneinander angeordnete, gegeneinander isolierte Meßkörper aus gleichem Material, aber unterschiedlicher Länge angeordnet und jeweils das dem Medium ausgesetzte Ende sowie das gekühlte Ende wenigstens eines der Meßkörper mit den Meßstellen je eines Thermoelementes wärmeleitend verbunden.
  • Eine weitere Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß an dem Ende eines von einer Kühlflüssigkeit durchflossenen Rohres zwei Meßköpfe aus Material in unterschiedlicher Wärmeleitfähigkeit angeordnet sind und daß jeweils das dem Medium ausgesetzte Ende sowie wenigstens das gekühlte Ende eines der Meßkörper mit den Meßstellen je eines Thermoelements wärmeleitend verbunden sind.
  • Die Meßköpfe können aus einer das Rohrende abdeckenden Platte vorstehen, mit der sie wärmeleitend verbunden sind, wobei die Meßstelle je eines Thermoelements mit den dem Medium ausgesetzten Enden der Meßkörper wärmeleitend verbunden ist und ein weiteres Thermoelement mit der Außenseite der das Rohr abdeckenden Platte in wärmeleitender Verbindung steht.
  • Verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung in vergrößertem Maßstab dargestellt und im nachstehenden im einzelnen an Hand der Zeichnung beschrieben.
  • Die Fig. 1 bis 4 zeigen vier verschiedene Ausführungsformen von Vorrichtungen zur Durchffihrung der Meßverfahren gemäß der Erfindung.
  • In der Ausführungsform nach F i g. 1 ist auf einem Rohr b ein Meßkörper a abdichtend befestigt der eine endliche Dicke besitzt und beispielsweise einen Durchmesser von 8 mm und eine Höhe von 6 mm haben kann. Der Meßkörper a ist in der Mitte mit einer Bohrung versehen, durch die die Zuleitung eines Thermoelements e hindurchgeführt ist, dessen Meßstelle c mit der Oberseite des Meßkörpers a abdichtend und wärmeleitend verbunden ist. Mit der Unterseite des Meßkörpers a ist die Meßstelle d eines weiteren Thermoelements f wärmeleitend verbunden.
  • Innerhalb des Rohres ist ein kleineres Rohr g angeordnet, das unterhalb des Meßkörpers a endet und zur Zuleitung einer Kühlflüssigkeit dient. Durch die Kühlflüssigkeit wird dem Meßkörper ständig Wärme entzogen und gleichzeitig wird das Rohr h gekiihlt. Der Meßkörper a und die Meßstelle c nehmen also nie die wahre Umgebungstemperatur an.
  • Auf Grund des Temperaturgefälles über die Höhe des Meßkörpers a kann jedoch die wahre Umgebungstemperatur ermittelt werden, und zwar auf Grund folgender Überlegungen: Die vom Gas dem Meßkörper zugeführte Wärmemenge beträgt: Q'1 = a1F'(Tu-T1)ct.
  • Hierin bedeutet tr, die Wärmeübergangszahl, F' die Querschnittsfläche für die durch Konvektion zugeführte Wärme.
  • Tu die Temperatur der Umgebung.
  • T1 die Außentemperatur des Meßkörpers, c eine Rechnungskonstante, t die Zeit.
  • Zur Erhaltung des Temperaturgleichgewichtes ist es notwendig, daß diese Wärmemenge auch abgeführt wird. Das kann durch Wärmeleitung und Strahlung erfolgen, Da bei den vorliegenden Temperaturen die Strahlung zu vernachlässigen ist, darf man für die abgeleitete Wärmemenge schreiben: F Q1 = #1 (T1-T3) ct. l Hierin bedeutet #1 die Wärmeleitzahl, Fedie Querschnittsfläche für die Wärmeleitung, 7; die Innentemperatur des Meßkörpers, I die Länge des Wärmeleitweges (= des Meßkörpers).
  • Nach dem oben Gesagten muß Q'1=Q1 sein.
  • Andert man in einem zweiten Meßvorgang die Temperatur am inneren Ende des Meßkörpers von T3 auf T4. so wird sich die Temperatur am äußeren Ende von T1 auf T2 verändern. die entsprechenden Wärmemengen seien mit Q2, und Q2 bezeichnet.
  • Auch hier muß Q2, = Q2 sein.
  • Man kann daher auch die Quotienten gleichsetzen Q; = Ql Q2 Q2 Auf Grund der obigen Formeln erhält man dann #1 F/l(T1 - T3)ct a1 F'(Tu-T1) ct = α2F'(Tu-T2) ct 012 F' (Tu - B2) ct 4 F #2 F/l (T2 - T4) ct bzw. a1(Tu-T1) #1(T1-T3) = . a2(Tu-T2) #2(T2-T4) Unter Voraussetzung, daß a1 = a2 und #1 = #2 ist, ergibt sich daraus die Bestimmungsformel für Tu - fiT3 Tu - T2 T2 - T4 Die Bestimmung der Umgebungstemperatur ist somit eindeutig durch vier am Meßkörper abgegriffene Temperaturen bestimmbar; da die Temperaturwerte in den Thermoelementen bereits als elektrische Spannungswerte anfallen, ist es leicht, die Umgebungstemperatur instrumentell ablesbar zu machen. Die Daten der Meßkörper können beispielsweise in elektriscien Rechenanlagen unmittelbar weiterverarbeitet werden. Als Ergebnis der elektrischen Verarbeitung kann die gemessene Temperatur dabei unmittelbar abgelasen werden. Bei diskontinuierlichem Betrieb mit einem Meßkörper können die gemessenen Temperaturdifferenzen leicht aufgespeichert und nach Vorliegen beider Temperaturdifferenzen auf einem Anzeigegerät sichtbar gemacht werden. Bei Verwendung von zwei Meßkörpern nebeneinander, wie in F i g. 4 dargestellt, ist eine kontinuierliche Ablesung der Umgebungstemperatur möglich, da hier beide Temperaturgefälle gleichzeitig gemessen werden. Die vorstehenden theoretischen Erörterungen gelten für die Anordnung nach F i g. 4 sinngemäß.
  • In der Ausführungsform nach F i g. 2 sind am Ende des Rohres b innerhalb des Rohres nebeneinander zwei Meßkörper a1 und a2 angebracht, die durch eine Isolierschicht ii gegeneinander und gegen das Rohr isoliert sind. Die beiden Meßkörper a1 und a2 sind aus gleichem Material, haben aber eine unterschiedliche Länge, so daß bei gleicher Temperatur des unteren Endes unterschiedliche Temperaturgefälle auftreten. Mit den dem Medium ausgesetzten Enden der beiden Meßkörper al und a2 sind jeweils die Meßstellen c1 und c2 zweier Thermoelemente e1 und e2 wärmeleitend verbunden. Ein weiteres Thermoelement f ist in der dargestellten Ausführungsform mit dem inneren Ende des Meßkörpers a2 mit seiner Meßstellen wärmeleitend verbunden. Da angenommen werden kann, daß auf Grund der Kühlung die unteren Enden beider Meßkörper die gleiche Temperatur haben, genügt eine Meßstelle zum Abgriff der Temperatur des inneren Endes der Meßkörper.
  • Es ist aber selbstverständlich möglich, ein weiteres Thermoelement auch noch am unteren Ende des Meßkörpers al zu befestigen. Auf diese Weise lassen sich Temperaturdifferenzen feststellen, die dann bei der Messung kompensiert werden können.
  • Statt zweier Meßkörper aus gleichem Material, aber mit unterschiedlicher Länge könnten bei der Anordnung nach F i g. 2 auch zwei Meßkörpergleicher Länge, aber aus Material unterschiedlicher Wärmeleitfähigkeit verwendet werden.
  • Die Herstellung von Meßkörpern unterschiedlicher Länge, aber aus gleichem Material könnte schließlich dadurch erfolgen, daß in einem das Rohr b abschließenden Stopfen mittels eines Hohlbohrers Körper unterschiedlicher Länge freigebohrt werden, wobei der Ringspalt dann zweckmäßig mit einem Isoliermaterial gefüllt wird.
  • Die Temperaturbestimmung bei der Vorrichtung nach F i g. 2 ergibt sich nach folgendem Rechnungsgang: Wenn die beiden Meßköpfe das Längenverhältnis n haben, dann erhält man unter Beibehaltung der obigen Bezeichnungen folgende Formeln für die Wärmemengen: Q'1 = = a1 F (Tu-T1) ct, Q2 = a2 F(Tu-T2) ct, Q1 = #1/@@ F (T1-T3) ct, Q2.= F(T2-T3)ct.
  • Hier wird die Temperatur am inneren Ende der Meßköpfe konstant auf T3 gehalten.
  • Bildet man wie oben das Verhältnis der Wärmemengen, so erhält man: oder a1 (Tu-T1) #1 (T1-T3) = a2 (Tu-T2) n#2(T2-T3) Unter der Voraussetzung, daß al = a2 und A1 = ist, ergibt sich die Bestimmungsgleichung für Tu zu: Tu-T1 = T1-T3 . 1 Tu-T2 T2-T3 n Für die meisten Fälle der Hochtemperaturmessung wird die hier gemachte Vernachlässigung von Änderungen der thermischen Stofikonstanten zulässig sein, d. h., die Messung wird trotzdem mit der verlangten Genauigkeit durchführbar sein.
  • Falls diese Vernachlässigung nicht zulässig ist, kann man im zweiten Falle die Innentemperatur auf einen anderen Wert einstellen. Bezeichnet man die hierbei geänderten Größen mit +, so erhält man die Formeln für die Wärmemengen Q;+= a1+ F (Tu-T1+) ct Q;+= a2+ F (Tu-T2+) ct #1+ Q1+ = F(T1+-T3+) ct nl #2+ Q2+ = F (T2+ - T3+) ct l und aus der Gleichsetzung der Verhältnisse a1+ (Tu - T1+) ~ Ä1+(T1+-T3+) a2+(Tu-T2+) - n#2+(T2+-T3+).
  • Um nunmehr zu einer Bestimmungsgleichung für die Umgebungstemperatur zu kommen, müssen die thermischen Konstanten nicht mehr als konstant angenommen werden, sondern es muß nur a1 a1+ = a2 a2+ und #1 = #1+ = #2 #2+ sein.
  • Man erhält dann durch Division die Bestimmungsgleichung Tu-T1 Tu-T2+ T1-T3 T2+-T3+ . = .
  • Tu-T2 Tu-T1+ T2 T3 T1+- T3+ Bei der Ausführungsform nach F i g. 3 ist das Rohr b durch eine Platte h abgeschlossen, in die zwei Meßköpfe al und a2 eingesetzt sind. Die Meßköpfe bestehen aus Materialien verschiedener Wärmeleitfähigkeit. Sie sind wiederum in Achsrichtung durchbohrt zur Durchführung der Thermoelemente el und e2, die mit ihrer Meßstelle cl und c2 wärmeleitend mit dem dem Medium ausgesetzten Ende der Meßköpfe al und a2 verbunden sind.
  • Ein drittes Thermoelement f ist durch eine Bohrung in der Platte Ii geführt und mit seiner Meßstelle d mit der Oberseite der Platteh wärmeleitend verbunden. Für die Platte h wird ein Material guter Wärmeleitfähigkeit verwendet, damit die Meßstelle d etwa die Temperatur an der Unterseite der Platte h annimmt. Die Anbringung der Meßstelle d auf der Oberseite der Platten ist notwendig, damit eindeutige Meßergebnisse erreicht werden, die anderenfalls durch den Durchgang der Wärme durch die Platte h verfälscht werden könnten.
  • Es wäre selbstverständlich auch möglich, die Meßköpfe al und a2 2 isoliert durch die Platte h zu führen und die Meßstellen des zweiten Thermoelements an der Unterseite der Meßköpfe al 1 und a2 2 anzubringen.
  • Der Rechnungsgang für diese Ausführungsform entspricht im wesentlichen dem vorstehend angegebenen Rechnungsgang für die Ausführungsform nach F i g. 2. Auch mit diesem Meßkopf ist eine kontinuierliche Temperaturmessung möglich.
  • Bei den Ausführungsformen nach den F i g. 3 und 4 können durch eine Änderung der Femperaturen der unteren Enden der Meßköpfe zwischen zwei Werten noch Fehler zweiter Ordnung. z. B.
  • Tc:mp rraturabhängigkei t des Verhältnisses der Wärmeübergangszahl u. dgl., erkannt und beriicksichtigt werden.
  • Bei der Ausführungsform nach F i g. 3 könnten statt der geometrisch gleichen Hohlzylinder verschiedenen Materials auch am äußeren Ende geschlossenc Hohlzylinder gleichen Materials und gleieher äußerer Abmessungen verwendet werden, deren Wandstärken jedoch verschieden sind. Das Kühlmittel kann dann in geeigneter Weise in die Hohlzylinder eingeleitet werden. Es wird dann nicht der Temperaturgradient in Zylinderachsrichtung, sondern in radialer Richtung ausgenutzt.
  • Statt der beschriebenen Zylinder könnten als Meßköpfe auch naers geformte Körper eingesetzt werden.
  • Es empfiehlt sich dabei solche geometrischen Formen zu verwenden, die der Rechnung bezüglich der Wärmevorgänge noch zugänglich sind. In Frage kommen hie insbesondere Vollzylinder, Hohlzyloinder, Kugeln bzw. Kugelabschnitte, Kegel u. dgl.
  • Die Kühlung des inneren Endes des Meßkopfes kann statt durch eine Flüssigkeit selbstverständlich auch durch ein Gas durchgeführt werden, beispielsweise Luft. Darüber hinaus ist auch eine elektrische Kühlung unter Verwendung des Peltier-Effektes möglich.
  • Weller kann die Messung des Temperaturgefalles nicht nur durch Thermoelemente erfolgen, sondern auch nut Meßanordnungen, welche auf einer Länge Volumen- oder Widerstandsänderung beruhen die zu einer Temperaturmessung ausgenutzt werden können.
  • Um die Oberfläche der Meßkörper zu sehtitzen, können diese an ihrer Oberfläche veredelt werden Patentansprücl1e : Verfahren zur Messung Hoher Temperaturen flüssiger oder gasförmiger Medien, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß zwei metallische Meßkörper mit unterschiedlicher Wärmeleitung, die eine einfache geometrische Form, isnbesondere kreisförmigen Querschnitt und eine endliche Dicke haben, mit einem Ende dem zu messenden Medium ausgesetzt und an ihrem anderen Ende gekühlt werden und daß die Temperaturen an den dem Medium ausgesetzten Enden und den gekühlten Enden der Meßkörper gemessen werden und die Temperatur des Mediums entsprechend der allgemeinen Formel Tu-T1 = T1-T3.1 Tu - T2 T2 - T4 n Tu = Temperatur des zu messenden Mediums, T1 = Außentemperatur des ersten Meßkörpers, T2 = Außentemperatur des zweiten Meßkörpers, T3 = Innentemperatur des ersten Meßkörpers, T4 = Innentemperatur des zweiten Meßkörpers, = = Längendifferenz, tur Anzeige gebracht wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterschied der Wärmeleitung zu zwei identischen Meßkörpern dadurch bewirkt wird, daß die gekühlten Enden des Meßkörpers auf unterschiedliche Tempearaturen eingestellt werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß bei zwei Meßkörpern unterschiedlicher Wärmeleitfähigkeit die gekühlten Enden auf gleiche Temperaturen eingestellt werden.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit einem einzigen Meßkörper nacheinander die Temperaturen des dem Medium ausgesetzten Endes des Meßkörpers bei unterschiedlichen Temperaturen des gekühlten Endes des Meßkörpers gemessen werden.
    5. Verfahren nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß zwei Meßkörper unterschiedlicher Länge aus gleichem Material mit ihren gekühlten Enden auf die gleiche Temperatur eingestellt werden.
    6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet. daß zwei rohrförmige, an dem dem zu messenden Medium ausgesetzten Ende geschlossene Meßkörper gleicher Länge und aus gleichem Material, aber mit unterschiedlicher Wanddicke auf ihrer gekiihlten Tnnenseite auf gleiche Temperatur eingestellt und die Temperaturen auf der äußeren und der inneren Mantelfläche gemessen werden.
    7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1, 2, 4 oder 6 addurch gekennzeichnet, daß am Ende eines von einer Kühlflüssigkeit durchflossenen rohres ein Meßkörper abgedichtet befestigt ist. der mit einer Behrung zur Durchführung eines Thermoelements versehen ist, dessen Meßstelle mit der Außenseite des Meßkörpers in wänneleitender Verbindung steht, und daß ein zweites Thelrnoelemez mit seiner Meßstelle mit dein dem Kühltnediu.'n ausgesetzten Ende des Meßkörpers wärmeleitend verbunden ist.
    8. Vorrichtung zur Dürchführung des Verfahrens nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß am Ende eines von einer Kühlflüssigkeit durchflossenen Rohres zwei nebeneinander angeordnete, gegeneinander isolierte Meßkörper aus gleichem Material, aber unterschiedlicher Länge angeordnet sind und daß jeweils das dem Medium ausgesetzte Ende sowie wenigstens das gekühlte Ende eines der Meßkörper mit den Meßstellen je eines Thermoelements wärmeleitend verbunden sind.
    9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Ende eines von einer Kühlflüssigkeii durchflossenen Rohres zwei Meßkörper aus Material von unterschiedlicher Wärmeleitfähigkeit angeordnet sind und daß jeweils das dem Medium ausgesetzte Ende sowie wenigstens das gekühlte Ende eines der Meßkörper mit den Meßstellen je eines Thermoelements wärmeleitend verbunden sind.
    10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßkörper aus einer das Rohrende abdeckenden Platte vorstehen, mit der sie wärmeleitend verbunden sind, und daß die Meßstelle je eines Thermoelements mit den dem Medium ausgesetzten Enden der Meßkörper wärmeleitend verbunden ist und daß ein weiteres Thermoelement mit der Außenseite der das Rohr abdeckenden Platte in wärmeleitender Verbindung steht.
    Il. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Rohr eine Zuführleitung für die Kühlflüssigkeit untergebracht ist, die unterhalb des Meßkörpers bzw. der die Meßkörper tragenden Abdeckplatte endet.
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