DE12804C - Rotirender Motor für Dampf- und Luftbetrieb - Google Patents
Rotirender Motor für Dampf- und LuftbetriebInfo
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- DE12804C DE12804C DENDAT12804D DE12804DA DE12804C DE 12804 C DE12804 C DE 12804C DE NDAT12804 D DENDAT12804 D DE NDAT12804D DE 12804D A DE12804D A DE 12804DA DE 12804 C DE12804 C DE 12804C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01C—ROTARY-PISTON OR OSCILLATING-PISTON MACHINES OR ENGINES
- F01C3/00—Rotary-piston machines or engines with non-parallel axes of movement of co-operating members
- F01C3/06—Rotary-piston machines or engines with non-parallel axes of movement of co-operating members the axes being arranged otherwise than at an angle of 90 degrees
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Description
1880.
1 -Klasse.-8.9.
CARL KRUPP in WIEN. Rotirender Motor für Dampf- und Lu ftbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. Februar 1880 ab.
Der Zweck dieser Erfindung ist, die Theile einer Dampfmaschine so anzuordnen,, dafs dieselbe
leicht zugänglich ist, einen möglichst kleinen Raum einnimmt und so am Stern eines
Schiffes angebracht werden kann, dafs letzteres mittelst der Propellerschraube während des
Ganges gesteuert und aufserdem eine kräftige Transmission direct am Grindel angebracht
werden kann und bauliche Schwierigkeiten vermieden werden, die sich in vielen Fällen der
Anlage einer Kraftübertragung mittelst irgend einer Art Vorgelege bieten.
Der Theorie nach ist die vorliegende Maschine gleich der älteren Discusmaschjne; nur
oscilliren hier zum Unterschied nicht die Axe und Scheibe, sondern die mit einem drek
theiligen Fächer statt Scheibe versehene Haupt
triebaxe dreht sich in horizontaler Lage in festen Lagern und die Kapsel oder Umhüllung
rotirt mit, aber urn eine ideale Axe in einer ihr bestimmten Ebene, die im Raum festgehalten
wird. Der Schnittpunkt der beiden Drehungsaxen bildet den Mittelpunkt der ganzen
Maschine. Der Winkel·■ zwischen beiden Axen,
doppelt genommen, giebt hier den Hub der Maschine an..
Die Dampfräume werden gebildet durch zwei sich gegenüber stehende Kegel, deren Scheitel
in einem gemeinschaftlichen Piinkt liegen, zugleich
dem Schnittpunkt der beiden vorerwähnten Axen. Der Raum zwischen den Kegeln
ist ferner bestimmt durch, einen Theil einer hohlen Kugel oder Sphäre, die durch die
Grundlinien der Kegel begrenzt ist, letztere verbindet und mit ihnen zusammen die geschlossene
Umhüllung oder Kapsel bildet.
Die Scheibe, theoretisch so zu nennen, die sich zwischen den Kegelwänden hin- und herbewegt,
an die Sphäre luftdicht anschliefsend, berührt stets in einer diametralen Linie zwei
gegenständige Seiten der Kegel zugleich und umrollt bei der Bewegung der Maschine
auch diese beiden Kegel zugleich. Sie oscillirt mit den Kegelwänden. Die Kegelwände und
die Scheibe sind jede durch Schnitte in radialer Richtung in drei Theile getheilt.
Diese einzelnen Theile sind sämmtlich in gleichem Sinne parallel zu einander in einem
bestimmten Winkel zur Hauptaxe verstellt, die Enden derselben wieder durch Querwände,«
welche mit der Hauptaxe ziemlich gleiche Richtung haben, mit einander verbunden und so
eine Art Verzahnung mit dreieckigen Zähnen bildend. Die Querwände des Fächers gleiten
zwischen denen der Kapselwände hin und her, in radialen Linien diese berührend, und
schliefsen die so entstandenen Räume dampfbezw. luftdicht jede für sich ab. Diese drei
Dampfräume von Pyramidenform, mit ihren Scheiteln im gemeinschaftlichen Schnittpunkt,
vertreten die Stelle von Cylindern, und je ein Dritttheil (der Scheibe) des Fächers die Stelle
des Kolbens. ,
Die sich gegenüber liegenden Kapselwände erhalten durch einen Flantsch auf der Sphäre
(Kapselrihg) von aufsen her ihre Führung, um den besprochenen Winkel der beiden Rotationsaxen
beizubehalten, so dafs die Endwände (Pyramidenseiten) eines Dampfraumes zusammen
und abwechselnd dem Kolben sich nähern und entfernen.
Die Kolben, Fächertheile, sitzen fest rundum auf einer kleinen Kugel, in der Mitte des Ganzen
situirt, auf welcher die Kapselwände, darauf stumpf anstofsend, gleiten. Um einen beständig
dampfdichten Verschlufs hier und zwischen den Dampfräumen zu erhalten, ist für eine Nachstellvorrichtung
gesorgt mittelst Sicherungsschrauben im Sphärenflanstch, der die ganze
Kapsel, als zwei getrennte Hälften, verbindet;
Die Dampfkanäle münden auf der Kugel zu
beiden Seiten des Fächers, und zwar dicht an
demselben, gehen durch die Kugel nach einer Seite, an der die Kugel senkrecht zur Hauptaxe
zu einem ebenen Spiegel abgeschnitten ist.
Die Kugel mit dem Fächer ist: auf der Hauptaxe
befestigt, auf letzterer sitzt lose, am Kugelspiegel anliegend, der reversible, in diesem
Falle cylindrische Schieberkasten. Der Schieberkasten wird mittelst eines darauf befestigten
Zahnkranzes und Vorgeleges in jede beliebige Lage gebracht bezw. darin festgehalten; die
Dampfvertheilung, d. i. die Ein- und Ausströ-
mung, geschieht während des Ganges durch das "Vorbeigleiten der Kanalmündungen nach
einander an entsprechend angebrachten Ein- und Ausströmungsöffnungen im Schieberkastenspiegel,
während dieser stillsteht. Auf der anderen, der Kugel abgelegenen Seite schliefst
der Schieberkasten mit einem anderen Spiegel an eines der beiden Axenlager, das mit Dampfkanälen
entsprechend versehen ist. Diesem diametral gegenüber, auf dem ringförmigen
Bette der Maschine, ist das zweite, ein gewöhnliches Traglager für die Hauptwelle, befestigt.
Quer der Axe, concentrisch mit der Kugel und dem Kapselflantsch, ist für diesen der Führungsring
mit paarweise angebrachten Rollen, die von beiden Seiten auf dem Flantsch laufen, im
entsprechenden Winkel zur Axe bezw. zur Horizontalen auf dem Bette befestigt.
Die Kraftäufserung dieser Maschine und die Dampfvertheilung geschieht in folgender Weise:
Vor allen Dingen möge die beständige Lage der Kapsel ins Auge gefafst werden. Man
stände z. B. vor dem Lager mit der Dampfvertheilung und der Antrieb der Propeller- oder
sonstigen Welle verlange die Drehung nach links. Der Fächer auf der Kugel berührt nämlich
stets oben die hintere und unten die vordere Kapselwand. Im Spiegel der Kugel sind
die Mündungen der Kanäle in zwei Reihen um die Axe gruppirt, davon bewirkt der äufsere
Kreis von Kanallitzen die Dampf-Zu- und Abfuhr für die vor dem Fächer gelegenen Dampfräume,
der innere Kreis für die dem Beschauer abgelegenen Dampfräume. Soll also die Drehung
der Maschine nach links erfolgen, so mufs Dampf links oben hinter den Fächer geleitet
werden, weil dieser gerade oben an der hinteren Kapselwand dicht anliegt und nach links fortgehend
sich von der Wand entfernen soll, um nach einer halben Umdrehung unten mit der vorderen in Berührung zu kommen und so die
gröfste Oeffnung erreicht oder einen einfachen Hub beendet zu haben. Von unten ausgehend
und nach rechts in der Drehung aufsteigend, hat der Fächer das Bestreben, sich von der
vorderen Kapselwand zu trennen, sobald Dampf dazwischen gelassen wird. Der Beginn der
Einströmung für die inneren Litzen im Kugelspiegel wäre also- links oben, für die äufseren
rechts unten gegeben. Gleichzeitig beginnt die Ausströmung rechts der hinteren Seite und links
der vorderen.
Es stellt sich also für die Dampfvertheilung, d. i. die Ein- und Ausströmung, als nothwendig
heraus, dafs sie rechts im Schieberkasten und links der Triebaxe durch je ein Paar Litzen
zu geschehen hat, breite Bogenstücke, deren Länge die Zeitdauer der Ein- und Ausströmung
bedingt. Es mufs nach obiger Voraussetzung immer die linke von jedem Paar zur Einströmung
und die rechte zum Entweichen des Dampfes eingestellt sein.
Der Schieberkasten besteht im wesentlichen aus drei in einander gesteckten Cylindern. Der
innerste liegt zunächst der Axe. Der mittlere ist etwas nach links verschoben, in zwei Hälften
getrennt, um die linke Litze jedes der genannten Paare mit der correspondirenden Zuströmungsöffnung
in der anderen, dem Lager anliegenden Platte des Schieberkastens für sich abzuschliefsen. Diese letzteren kommen in der
horizontalen Projection auf die Mitte jedes Paares zu liegen. Der äufsere Cylinder ist
concentrisch dem inneren und der Axe und bildet die äufsere Begrenzung. In den beiden
gleich eingetheilten, neben einander liegenden Platten des Schieberkastens und Lagers sind
die Einströmungsöffnungen, rechts und links der Axe gelegen, so schmal gehalten, ebenso
die Metallfläche zwischen je einem der beiden Paare der über und unter der Axe gelegenen
Ausströmungsöffnungen möglichst breit gehalten, dafs eine Einströmungsöffnung beim Reversiren
des Ganges der Maschine zwischen einem Paar der Ausströmungslitzen durchgleiten kann. Es
trifft nämlich bei einer halben Drehung des Kastens die Einströmung für links die inneren
und rechts die äufseren Kanäle des Kugelspiegels, also umgekehrt, als zuerst bemerkt, also
den Rechtsgang der Maschine. Die Zwischenstellung, also eine Vierteldrehung des Schieberkastens,
ist mithin Stillstand der Maschine. Es läfst sich hiernach übersehen, dafs nach Bedarf
Voreilung gegeben werden kann, ebenso eine nach Wunsch verstellbare Expansion.
Die Dampfleitung zum Lager geschieht entweder für stabile Zwecke direct vom Kessel,
oder für Schiffszwecke entlang dem horizontalen, ringförmigen Bette, dann dem unteren .Theile
des quer zur Axe stehenden, auf dem Bett befestigten Führungsringes und durch einen an
diesem unterhalb im Mittel des Bettes angebrachten konischen, hohlen, senkrechten Drehzapfen
(Pivot).
Die hier nach der besonderen Anordnung ihrer Theile beschriebene Maschine wird in
beiliegenden Zeichnungen dargestellt.
Fig. ι zeigt eine Ansicht des Motors, von der Seite des Schieberkastens aus gesehen, jedoch
mit Hinweglassung des letzteren,
Fig. 2 einen verticalen Längenschnitt nach der Linie x-x in Fig. i,
Fig. 3 einen Grundrifs mit durchbrochen gedachtem Kapselring,
Fig. 4 eine Ansicht des dem Lager a' zugekehrten
Spiegels des Schieberkastens,
Fig. 5 Schnitt durch den Schieberkasten nach der Linie x-x in Fig. 2, gesehen in Richtung
des Pfeiles x3
Claims (3)
1. Die durch Zeichnung und Beschreibung erläuterte rotirende Dampfmaschine in ihrer
Gesammtanordnung, insbesondere:
2. Die auf der Welle befestigte Kugel b mit Flügel b'_ und der Kapsel g h für sich und
in Verbindung mit der Führung A' A'.
3. Die eigenthümliche Dampfvertheilung mittelst Kanäle in Kugel b durch reversiblen, der
Triebaxe concentrischen Schieberkasten c c und mittelst des mit Kanälen versehenen
Lagers a'.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE12804C true DE12804C (de) |
Family
ID=289996
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT12804D Active DE12804C (de) | Rotirender Motor für Dampf- und Luftbetrieb |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE12804C (de) |
-
0
- DE DENDAT12804D patent/DE12804C/de active Active
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