DE1266067B - Gegen Verdrehen gesicherte, jedoch axial verschiebbare Bremsscheibe einer Mehrscheibenbremse - Google Patents

Gegen Verdrehen gesicherte, jedoch axial verschiebbare Bremsscheibe einer Mehrscheibenbremse

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DE1266067B
DE1266067B DE1963B0071003 DEB0071003A DE1266067B DE 1266067 B DE1266067 B DE 1266067B DE 1963B0071003 DE1963B0071003 DE 1963B0071003 DE B0071003 A DEB0071003 A DE B0071003A DE 1266067 B DE1266067 B DE 1266067B
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Robert A Price
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Description

  • Gegen Verdrehen gesicherte, jedoch axial verschiebbare Bremsscheibe einer Mehrscheibenbremse Die Erfindung betrifft eine gegen Verdrehen gesicherte, jedoch axial verschiebbare Bremsscheibe einer Mehrscheibenbremse, die aus einem Trägerring sowie aus zwei Blechringen zusammengesetzt ist, die zusammen eine ringförmige Kammer bilden, in der ein einen Kühlflüssigkeitsdurchlauf von einer Kammereinlaßöffnung zu einer Kammerauslaßöffnung gestattender, die beiden Blechringe axial abstützender Ring aus porösem Sintermetall angeordnet ist.
  • Bei bekannten Mehrscheibenbremsen dieser Art hat der Sintermetallring einen rechteckigen Querschnitt und ist in seiner Mitte mit einem Kanal versehen, welchem die Kühlflüssigkeit durch eine Zuführungsleitung zugeführt wird. Die Kühlflüssigkeit soll nach Berührung mit dem heißen Sintermetall verdampfen und in die Atmosphäre entweichen. Infolgedessen bestreicht sie die Bremsflächenseite dieses Rings sowohl in radialer als auch in axialer Richtung nur ungenügend, so daß die Wärmeableitung sehr unregelmäßig und unzureichend ist.
  • Es sind ferner Mehrscheibenbremsen bekannt, bei welchen sich gegen die Bremsfläche der Bremsscheibe ein Sintermetallring abstützt, welcher auf beiden radialen Seiten mit Ausnahme kleiner Abschnitte am oberen und unteren Ende undurchlässig gemacht sind und gegen welchen sich von der anderen, der Bremsseite abgekehrten Seite nur in dem oberen und unteren Teil Zu- und Abführungskanäle für die Kühlflüssigkeit abstützen. Bei diesen Mehrscheibenbremsen sind die Bremsflächen der Bremsscheiben nur teilweise von der Rückseite abgestützt, so daß sie auf ihrer ganzen radialen Länge entsprechend den auftretenden Beanspruchungen ausgebildet werden muß. Dadurch, daß der Sintermetallring auf beiden Außenflächen, also auch auf der Fläche, welche mit der Bremsfläche im Eingriff steht, undurchlässig gemacht sind, ist die Wärmeabfuhr sehr unzureichend. Dadurch ferner, daß Zu- und Abführungskanäle für die Kühlflüssigkeit auf einer Seite der Bremsscheibe angeordnet werden müssen, beansprucht sie viel Raum und ist verwickelt im Aufbau.
  • Der Zweck der vorliegenden Erfindung besteht darin, bei einfacher und raumsparender Ausführung die Wärmeableitung durch das Kühlmittel über die ganze Ausdehnung der Bremsscheibe gleichmäßig und intensiv zu gestalten. Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß die radiale Erstreckung des Sintermetallrings kleiner ist als die radiale Erstreckung der Ringkammer und der Sintermetallring mit den Blechringen einerseits einen radial äußeren Ringkanal sowie mit den Blechringen und dem Trägerring, andererseits einen radial inneren Ringkanal bildet. Dadurch liegen die beiden die Kühlflüssigkeit führenden Ringkanäle außerhalb und innerhalb des Sintermetallrings, so daß sie mit dem Sintermetallring auf seiner ganzen axialen Breite in unmittelbarer Verbindung stehen, wenig zusätzlichen Raum beanspruchen und durch ihre Lage innerhalb und außerhalb des Sintermetallrings sich einfach durch die Blechringe herstellen lassen.
  • Gemäß weiterer Ausgestaltung der Erfindung soll der äußere Ringkanal als Einlaßkanal und der innere Ringkanal als Auslaßkanal dienen, so daß also die Kühlflüssigkeit von dem äußeren Ringkanal mit der größeren Sintermetallringfläche zu dem inneren Ringkanal mit der kleineren Sintermetallringfläche gedrückt wird und der Druck in dem Kühlmittel dadurch nicht absinkt, sondern erhöht und dadurch die Kühlung weiterhin verbessert wird.
  • Dadurch ferner, daß gemäß weiterer Ausgestaltung der Erfindung der Sintermetallring an die Seitenwände der Blechringe angeschmolzen ist, wird im Gegensatz zu den bekannten Sintermetallringen, welche sich nur gegen den Blechring abstützen, die Wärmeübertragung durch unmittelbare Verbindung wesentlich gesteigert und damit verbessert, so daß die Hitze durch das Kühlmittel besser und schneller abgeführt werden kann.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. F i g. 1 zeigt ein Viertel der Mehrscheibenbremse im Querschnitt; F i g. 2 zeigt eine Bremsscheibe in Seitenansicht mit einem weggebrochenen Teil; F i g. 3 ist ein Schnitt durch die Bremsscheibe nach der Linie III-III der 1 i g. 2.
  • Eine Radhälfte 10 enthält um ihren inneren Umfang herum eine Mehrzahl von Rotorantriebskeilen 12, die durch einen Schlitz 14 und Bolzen 16 festgehalten werden. An einem von einer feststehenden Radachse 20 vorstehenden Flansch 18 ist ein Bremsscheibenträger 22 mittels durch Löcher 23 geführte Bolzen oder Stifte befestigt. Der Bremsscheibenträger 22 enthält eine röhrenförmige Erweiterung 24 mit Keilverbindungen 26, welche in axialer Richtung des Rades auf seiner äußeren Umfangsfläche vorgesehen sind. Eine Mehrzahl von Bremsscheiben 28 ist axial verschiebbar auf den Keilverbindungen 26 der röhrenförmigen Verlängerung 24 mittels entsprechender Zahnvorsprünge 30 angeordnet. Ein Paar ringförmiger Rotorbremsscheiben 32 ist durch eine Keilverbindung mit den Rotorantriebskeilen 12 fest verbunden und liegt radial zwischen benachbarten Bremsscheiben 28. Die Rotorbremsscheiben 32 sind mit ringförmigen Bremsbelägen 34 auf beiden Seiten zum Eingriff mit den Bremsscheiben 28 versehen. Eine Abstützplatte 36 ist mittels Bolzen 38 an dem Ende der röhrenförmigen Verlängerung 24 befestigt, erstreckt sich radial nach oben und bildet eine Abstützung zur Begrenzung der äußersten nach rechts gerichteten Bewegung der axial beweglichen Bremsscheiben 28 und 32.
  • Ein druckmittelbetätigter Kolben 40 ist verschiebbar in einer Bohrung 42 angeordnet, die in dem Gehäuse des Bremsscheibenträgers 22 in Ausrichtung mit den Bremsscheiben 28 und 32 vorgesehen ist. Der Kolben 40 hat Becherform und ist mit einer Bohrung 44 versehen, welche zusammen mit der Kammer 42 eine Kammer zur Aufnahme des Druckmittels bei einer Bremsbetätigung bildet. Ein Druckmittel von hohem Strömungsdruck wird durch eine nicht dargestellte Vorrichtung der Kammer 44 zugeführt, wodurch der Kolben 40 nach rechts gedrückt wird, die Scheiben 28 und 32 über die Bremsbeläge 34 zum Einleiten des Bremsvorgangs in Eingriff gebracht werden. Es können mehrere Kolben ringförmig angeordnet werden, um eine gleichmäßige Kraft auf die Bremsscheiben auszuüben. In dem äußeren Umfang des Kolbens 40 ist zur Abdichtung gegenüber der Bohrung 42 eine Dichtung 46 vorgesehen. Zwischen einem an dem Kolben 40 befestigten Sprengring 50 und einer auf einer Stange 54 befestigten Federabstützung 52 ist eine Druckfeder 48 angeordnet. Die Stange 54 ist mittels einer Schulter 56 und Schraube 58 befestigt. Der Bremsscheibenträger 22 enthält ferner einen Kühlflüssigkeitsbehälter zum Aufnehmen oder Zuführen des flüssigen Kühlmittels, welches durch die Bremsscheiben 28 in Umlauf gesetzt wird. Es ist nur ein Kühlflüssigkeitsbehälter 60 dargestellt, jedoch können auch zwei, einer zum Zuführen und i einer zum Aufnehmen des flüssigen Kühlmittels vorgesehen sein. Ferner kann eine Druckmittelvorrichtung für die Flüssigkeit, wie beispielsweise eine Pumpe, um das Kühlmittel in Umlauf zu setzen, vorgesehen sein.
  • Die oben beschriebene Scheibenbremse hat eine kompakte Bremsausführung von hoher Leistungsfähigkeit, da sie ein großes Maß von gleitender Reibkontaktfläche für eine gegebene Gesämtbremsvolumenverschiebung vorsieht. Wenn der Bremsdruck in der Kammer 44 anwächst und sich der Kolben' 40 nach rechts bewegt und die Bremsscheiben zusammendrückt, tritt eine Leistungsvernichtung auf Grund der gleitenden Berührung zwischen dem Bremsbelag 34 und der anliegenden Fläche der Bremsscheibe 28 ein. Diese Energie wird in Form von Hitze verbraucht, die entweder von der Bremse und den Radteilen absorbiert oder von einem Kühlmedium abgeleitet werden muß. Die Verwendung eines flüssigen Kühlmittels zum Verzehren der Bremswärme hat hinsichtlich einer einfacheren und raumsparenderen Ausführungsform als auch hinsichtlich einer besseren Wärmeableitung und schnelleren Kühlung wesentliche Vorteile.
  • Die Bremsscheibe nach der Erfindung ist nach den F i g. 2 und 3 mit einer hohlen, ringförmigen Umwälzkammer für das Druckmittel versehen, welche ein geschmolzenes Füllmaterial aus einem Kugelgefüge enthält, welches nicht nur die Seitenwände der Bremsscheibe verstärkt, sondern auch die Wirksamkeit der Wärmeübertragung ganz erheblich dadurch erhöht, daß eine vergrößerte Berührungsoberfläche zwischen dem erwärmten Metall und dem flüssigen Kühlmittel vorgesehen wird.
  • Bei den F i g. 2 und 3 enthält die Bremsscheibe einen Trägerring 61, bei welchem die Zahnvorsprünge 30 an dem inneren Durchmesser vorgesehen sind. Zwei Blechringe 64 sind am Innenumfang an den beiden Seitenflächen des Trägerrings 62 befestigt und radial außen umgefalzt und aneinander bei 66 unter Bildung einer hohlen Ringkammer 68 innerhalb der Bremsscheibe befestigt. Die Blechringe 64 bestehen vorzugsweise aus hohen wärmeleitfähigen Materialien, wie beispielsweise Kupfer, Aluminium oder Silber, oder Legierungen davon.
  • Durchlöcherte innere und äußere Stützbänder 70 und 72 sind innerhalb der Ringkammer 68 angeordnet und begrenzen zusammen mit den Blechringen 64 einen Sintermetallring 74, der aus aneinandergeschmolzenen und an die inneren Seitenwände der Blechringe 64 angeschmolzenen Metallkügelchen zusammengesetzt ist.
  • Der Sintermetallring 74 füllt die Ringkammer 68 nicht vollkommen aus, sondern hat von dem Trägerring 62 und dem äußeren Rand 66 der Blechringe einen Abstand und bildet dadurch innere und äußere Ringkanäle 76 und 78 für das flüssige Kühlmittel. Zwei radial nach außen divergierende Endplatten 80 sind innerhalb der Kammer 68 mit gegenseitigem Abstand angeordnet und reichen von dem äußeren Umfang des Trägerrings 62 bis zu dem Stützring 72 am Ende des Sintermetallrings 74 und bilden einen Durchtrittskanal82 von dem Trägerring zu dem äußeren Ringkanal 78 für das flüssige Kühlmittel. Das flüssige Kühlmittel wird dem Durchtrittskanal 82 durch eine Einlaßleitung 84 und einen in den Träger 82 vorgesehenen Kanal 86 zugeführt. Das Kühlmittel wird durch einen Kanal 88 und eine Auslaßleitung 90 abgeführt.
  • Von der Leitung 84 zugeführtes flüssiges Kühlmittel fließt durch den Kanal 86 und den Durchtrittskanal 82 in den äußeren Ringkanal 78 für das Kühlmittel, wo es um den Umfang des Sintermetallrings 74 zirkuliert. Das Kühlmittel fließt dann durch das poröse Gefüge radial nach innen, führt die Hitze daraus ab und wird in dem inneren Ringkanal 76 gesammelt und durch den Kanal 88 und die Leitung 90 abgeführt. Strömungsdruckverlust wird dadurch auf ein Minimum herabgesetzt, daß das Druckmittel durch die verhältnismäßig große Umfangsvorderfläche des Sintermetallrings 74 gerichtet wird und entsprechend den Eigenschaften einer Kühlmittelpumpe durch Auswahl der Kügelchengröße gesteuert werden kann. Durch andere geeignete Leitmittel kann das Kühlmittel so gerichtet werden, daß es durch jeden gewünschten Strömungsweg in dem Sintermetallring 74 fließt. Löcher 92 sind in dem Trägerring 62 gebildet und ermöglichen einen Durchgang von Einlaß- und Auslaßleitungen von anderen Bremsscheiben, wenn sie in Paketform wie in F i g. 1 angeordnet sind.
  • Bei der dargestellten Ausführungsform ist der Sintermetallring 74 exzentrisch zur Ringkammer 68 angeordnet, so daß die Querschnittsfläche von dem äußeren Ringkanal 78, dem Zuführungskanal in Richtung der Strömung fortschreitend abnimmt, während der innere Ringkanal 76 fortschreitend in der Strömungsrichtung zunimmt, um eine gleichförmige Strömungsverteilung und Druckverlust durch alle Teile der Bremsscheibe vorzusehen. Zusätzlich können die Durchbrechungen in den Stützbändern 70 und 72 so verteilt werden, daß irgendwelche Ungleichförmigkeiten in der Strömungsverteilung korrigiert werden.

Claims (1)

  1. Patentansprüche: 1. Gegen Verdrehen gesicherte, jedoch axial verschiebbare Bremsscheibe einer Mehrscheibenbremse, die aus einem Trägerring sowie aus zwei Blechringen zusammengesetzt ist, die zusammen eine ringförmige Kammer bilden, in der ein einen Kühlflüssigkeitsdurchlauf von einer Kammereinlaßöffnung zu einer Kammerauslaßöffnung gestattender, die beiden Blechringe axial abstützender Ring aus porösem Sintermetall angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß dieradiale Erstreckung des Sintermetallrings (74) kleiner ist als die radiale Erstreckung der Ringkammer (68) und der Sintermetallring mit den Blechringen (64) einerseits einen radial äußeren Ringkanal (78) sowie mit den Blechringen und dem Trägerring (62), andererseits einen radial inneren Ringkanal (76) bildet. z. Bremsscheibe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Ringkanal (78) als Einlaßkanal und der innere Ringkanal (76) als Auslaßkanal dient. 3. Bremsscheibe nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Sintermetallring (74) an die Seitenwände der Blechringe (64) angeschmolzen ist. 4. Bremsscheibe nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Sintermetallring (74) an der radial inneren und äußeren Mantelfläche von einem durchlochten Stützband (70, 72) eingefaßt ist. 5. Bremsscheibe nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der durch zwei radial nach außen divergierende Endplatten (80) geschlitzte Sintermetallring (74) exzentrisch in der Ringkammer (68) angeordnet ist und die Einlaß-und Auslaßleitungen (84, 86; 88, 90) zu dem Einlaß- und von dem Auslaßringkanal (78, 76) jeweils an deren größtem Querschnitt angeschlossen sind. 6. Bremsscheibe nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslaßleitung (88, 90) in einen Kühlflüssigkeitsbehälter (60) im Bremsscheibenträger (22) mündet. In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 1240 454; britische Patentschriften Nr. 701725, 775 052.
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