DE126445C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10G—CRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
- C10G7/00—Distillation of hydrocarbon oils
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- Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Natur der Fabrikation entsprechend war bei der Rohöldestillation seit jeher der Brennmaterialverbrauch
einer der wichtigsten Punkte, und die bis heute construirten Vorwärmer verdanken
ihr Entstehen in erster Linie dem Be- ; streben, an Brennmaterial zu sparen.
Bei den bisher im Gebrauch befindlichen Vorwärmern haben sich für jeden Praktiker
bekannte Uebelstände eingestellt. Die Erwärmung, des Rohöles bei den gebräuchlichen
Vorwärmern ist, da die heifsen Abdämpfe der Destillirblase, wie bei einem Kühlstock, von
oben in dieselbe eingeleitet werden, eine ungleichmäfsige. Neben der mangelhaften Ausnutzung
der in den Oeldämpfen aufgespeicherten Wärme ergab' sich Siedeverzug, der wiederholt
sogen. Stofsen, Schwarzgehen oder Explosionen nach sich zog, weshalb die alten Vorwärmerconstructionen als eine gefährliche
Einrichtuug in einer Petroleumfabrik angesehen werden.
Von einem anderen Gesichtspunkt aus betrachtet hat der Vorwärmer, insbesondere bei
continuirlichem Betrieb, immer die Aufgabe zu erfüllen, aus dem Rohöl so viel als möglich
von den leichten Kohlenwasserstoffen (Benzine) abzudestilliren, bevor es in die Destillirkessel
kommt und dadurch die Leistungsfähigkeit der Destillirapparate quantitativ und qualitativ zu
steigern. Die jetzt in Verwendung stehenden Vorwärmersysteme können den vorstehend geltend
gemachten Zwecken nicht oder nur sehr unvollkommen entsprechen. Während nämlich
die oberen Schichten des Rohöles in solchen Vorwärmern mitunter Temperaturen erreichen,
bei denen bereits die Siedepunkte der Benzine weit überschritten sind, ist der untere
Theil des Vorwärmerinhaltes noch verhältnifsmäfsig
kalt und daher entsprechend benzinhaltig.
Die Wärmeausnutzung kann eben bei derartigen Vorwärmern nur eine unvollkommene
sein, weil gerade die heifsesten Abgase (OeI-dämpfe)
nur mit dem obersten Theile des Vorwärmerinhaltes in Berührung kommen, so dafs nur ein sehr geringfügiger Wärmeaustausch
stattfindet, zumal die Oeldämpfe oder deren Condensate das in solchen Vorwärmern angebrachte
Schlangenrohrsystem sehr rasch passiren.
Der nachfolgend beschriebene Vorwärmer erscheint nun vollkommen geeignet, die erwähnten
Uebelstände nach jeder Richtung zu beheben und folgende positive Vortheile darzubieten.
1. Gröfsere Ersparnifs als bisher an Heizmaterial und Kühlwasser;
2. bei gleichzeitiger Wärmeabgabe fractionsweise Condensation der durch den Vorwärmer
geführten Oeldämpfe.
Die Vermeidung der angeführten Uebelstände und die Erreichung der erwähnten Vortheile
wird hauptsächlich dadurch errzielt, dafs die
heifsen, aus dem Destillirkessel kommenden
Oeldämpfe in die unteren Schichten des Vorwärmerinhaltes eingeleitet werden, wodurch die
Flüssigkeit, analog wie bei einer Blase, vollkommen gleichförmig erwärmt und dadurch
von den leichten Kohlenwasserstoffen gleichmäfsig befreit wird. Plötzliche Entwicklungen
grofser Gasmengen und unregelmäfsiger Strömungen sind ausgeschlossen.
Im Sinne des eben Ausgeführten werden daher in das zum Vorwärmen bestimmte, mit
dem ,vorzuwärmenden Rohöl gefüllte Gefäfs (dessen Dimensionen und Formen je nach den
Betriebserfordernissen gewählt werden können, doch ist im Allgemeinen die liegende, cylindrische
Form vorzuziehen) die heifsen, aus dem direct geheizten Destillirkessel abgehenden
Oeldämpfe in der Art dem Vorwärmer zugeführt, dafs sie erst in einem aufserhalb des Gefä'fses
angebrachten Vertheiler D und von diesem aus in eine den Dimensionen des Gefäfses
angemessenen Anzahl parallel geschalteter Rohre, welche zusammen ein Element bilden,
geleitet werden. In diesem ersten, mit der unteren Schicht des vorzuwärmenden Rohöles
in Contact kommenden Element (Rohrsystem) werden sich naturgemäfs nur die Dämpfe mit
höchstem Siedepunkt und höchstem specifischen Gewicht condensiren, und von ihrer Condensations-
und Flüssigkeitswärme so viel an das Rohöl abgeben, als die Wände der parallel geschalteten Rohre durchlassen können.
Dieses erste (unterste) Element (Rohrsystem) mündet auf der dem Eintritt entgegengesetzten
Seite des Gefäfses abermals in einen vorliegenden Vertheiler E, in welchem die Scheidung
der Dämpfe vom Condensat erfolgt, indem man erstere durch zwei an den beiden Enden
des Vertheilers E excentrisch angebrachte Stutzen und an diese sich ansetzende Rohre
in einem horizontal darüber angebrachten Vertheiler G aufsteigen lä'fst, während man das
heifse Condensat zur weiteren Abgabe der darin noch aufgespeicherten Flüssigkeitswärme
mittelst Syphonrohr M1 durch ein (oder mehrere) Rohre Ai2 Af3 Af4 Ai5 durch den kältesten,
untersten Theil des Vorwärmers führt, um sodann als erste, schwerste Fraction nach dem
Kühlstock geleitet zu werden.
Die Syphons haben den Zweck, nach unten . nur Flüssigkeit und keine uncondensirten
Dämpfe durchzulassen. Die in diesem ersten untersten Rohrelement noch nicht condensirten
Oeldämpfe steigen aus der Vorlage E, wie bereits oben bemerkt, in die nächst höher gelegene
Vertheilungsvorlage G, aus welcher sie in das anschliefsende Rohrelement (abermals
aus einer Anzahl parallel geschalteter, zu einem Rohrsystem vereinigter Rohre bestehend) gelangen.
Während des Durchströmens durch die oben erwähnte Vorlage und das anschliefsende Rohrsystem
erfolgt abermals theilweise Condensation und das Gemisch von Condensaten und uncondensirten Dämpfen tritt in die Vertheilervorlage
/, woselbst die uncondensirten Dämpfe durch die excentrisch an beiden Enden des
Vertheilers angesetzten Rohre KK in den nächst höheren, also in horizontaler Richtung
dritten Vertheiler N aufsteigen, während die Condensate durch den. am unteren Theile der
Vertheilungsvorlage angebrachten Stutzen L auf dem bereits beim ersten Condensat angegebenen
Wege zum Kühler als zweites Destillat von mittlerem und jedenfalls leichterem specifischem
Gewicht als das erste zum Kühlapparat geleitet werden.
In dem dritten Vertheiler und in dem sich an denselben anschliefsenden Rohrsystem (Element)
condensiren sich sodann die Oeldämpfe von noch geringerem Siedepunkt und noch geringerem
specifischem Gewicht u. s. f. In der Regel begnügt man sich mit drei solchen übereinanderliegenden
Rohrsystemen, ohne dafs eine Vermehrung derselben principiell ausgeschlossen ist. .
Die Rohre, welche das als Vorwärmer dienende Gefäfs durchziehen, sind der ganzen
Länge nach aus einem Stück gewalzt und reichen an beiden Enden über die Gefäfswand
(bei liegenden cylindrischen Gefäfsen über die beiden Böden) hinaus, so dafs sich alle Verbindungsstellen
und Verschraubungen aufserhalb des Gefäfses befinden, also leicht zugänglich
sind und Undichtigkeiten der Rohre innerhalb des. das Rohöl enthaltenden Gefäfses praktisch
nicht vorkommen können. Von den beiden Rohrenden ist das eine mit der Gefäfswand
oder dem Boden in der Regel durch .Flantschen fest verbunden, während das andere
Ende durch die Gefäfswand oder den Boden hindurch sich frei bewegen kann, was zweckmäfsig durch Stopfbüchsen P, weiche an
der Gefäfswand bezw. am Boden befestigt sind und durch welche hindurch · den Röhren die
Möglichkeit gegeben ist, sich frei auszudehnen, erreicht wird. Doch kann diese freie Lagerung,
die nothwendig ist, damit durch die bei der Erwärmung der Rohre eintretende Ausdehnung
derselben kein Undichtwerden der Rohrverbindungen hervorgerufen wird, auch auf andere
beliebige Weise bewirkt werden.
Die beiliegende Zeichnung soll von dem Apparat nur eine schematische Darstellung
geben und wurde hierfür die Form eines liegenden Cylinders gewählt, ohne jedoch andere Formen und Dimensionen auszuschliefsen.
Fig. ι bedeutet eine Ansicht der rechten, Fig. ΐ$
eine Ansicht der linken Stirnwand; Fig. 2 ist eine Seitenansicht des Vorwärmers.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :
Rohölvorwärmer, gekennzeichnet durch mehrere über einander angeordnete Rohrreihen, deren einzelne Rohre im · Innern des Vorwärmers keinerlei Verbindungsstellen haben und welche mit ihren Enden in aufserhalb des Vorwärmers angeordnete Vertheiler (D E G JN) münden, die abwechselnd durch excentrisch abzweigende Rohre K derart mit einander verbunden sind, dafs ein Schlangensystem entsteht, an welchem die in unteren Rohrreihen nicht condensirten Oeldämpfe in die höheren Rohrreihen aufsteigen, während gleichzeitig die Condensate durch Rohrstutzen (M1) in die am Boden des Vorwärmers vorgesehenen Rohre (M2 M3) geleitet werden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE126445C true DE126445C (de) |
Family
ID=395099
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT126445D Active DE126445C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE126445C (de) |
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0
- DE DENDAT126445D patent/DE126445C/de active Active
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