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Gehäuse für Blockwegeventile Zusatz zum Patent: 1211048 Die
Erfindung betrifft Gehäuse für Blockwegeventile mit mehreren nebeneinander angeordneten
Ventilbuchsen, die über Strömungskanäle miteinander verbunden sind, die aus flachen,
an ihren Enden abgeschlossenen Hohlprofilen mit zwei parallelen ebenen Flächen bestehen,
die mit ihren Flachseiten aufeinanderliegen und senkrecht zu den ebenen Flächen
mit Durchbrüchen versehen sind, in die die Ventilbuchsen eingesetzt sind, die mit
den Hohlprofilen verlötet sind, und stellt eine Verbesserung und weitere Ausbildung
der Gehäuse für Blockwegeventile nach Patent 1211048 dar.
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Bei der Ausführungsform nach dem Hauptpatent sind die Anschlußnippel
jeweils in Aufweitungen an einem Ende der betreffenden Hohlprofile eingelötet. Die
Hohlprofile, welche die Nippel für die Geräteanschlüsse tragen, müssen bei dieser
Ausführungsform daher um 90' gegenüber den angrenzenden unter Druck stehenden
Hohlprofilen gedreht angeordnet werden. Dies führt dazu, daß die flachen Seiten
der angrenzenden Hohlprofile über eine wesentliche Fläche nicht unterstützt sind
und somit bei hohen Drücken infolge ihres kleinen Widerstandsmomentes an den Flachseiten
verformt werden können. Die Anordnung der Anschlußnippel in Aufweitungen an einem
Ende der Hohlprofile bedingt darüber hinaus eine kreisrunde Verformung mit kleinen
Toleranzen, deren Ausführung Schwierigkeiten bereiten kann.
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,abe zugrunde, das Der Erfindung liegt die Aufg Gehäuse nach dem Hauptpatent
so weiterzuentwickeln, daß eine höhere Forinbeständigkeit und Festigkeit erreicht
wird und sich die Anordnung der Anschlußnippel einfach gestaltet.
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Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß alle Hohlprofile
in gleicher Richtung angeordnet und die Anschlußnippel in die gebogene Seitenwand
der Hohlprofile eingesetzt sind.
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Für die Anbringung der Anschlußnippel sind die betreffenden Hohlprofile
vorzugsweise mit einer seitlichen Senkbohrung, die wenigstens bis an den Beginn
des ebenen Teiles der Hohlprofile geführt ist, versehen.
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Ein ausreichender Durchflußquerschnitt am Lötende der Anschlußnippel
wird durch eine Ausführungsforin erreicht, bei der der Anschlußnippel mit einer
zylindrischen Bohrung versehen ist, die am Lötende in einen sich verjüngenden Kegel
übergeht, und bei der der Nippel an dem anzulötenden Ende von einem senkrecht zur
Bohrungsachse liegenden Einschnitt durchdrungen wird, dessen Boden abgerundet ist
und bis in den zylindrischen Teil der Bohrung reicht, wobei die Breite dieses Einschnittes
um ein geringes kleiner ist als die innere Höhe des Hohlprofils.
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Zur Erzielung einer großen Lötfläche wird das Verbindungsende des
Anschlußnippels zweckmäßig seitlich mit zwei bo-enförmiaen Einschnitten versehen,
deren Form der Außenkontur der benachbarten Hohlprofile entspricht. Vorzugsweise
wird das Lötende des Anschlußnippels parallel zu dem mittleren Einschnitt mit zwei
Schultern versehen, deren Breite der Wanddicke des Hohlprofils entspricht.
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Zur Abstützung Druck führender Hohlprofile in den Bereichen, in denen
kein anliegendes Nachbarprofil vorgesehen ist, kann auf ihrer Außenseite ein die
jeweils durchdringende Buchse umschließendes Stützblech vorgesehen sein, daß mit
der betreffenden Buchse verlötet ist.
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In Fällen, in denen zwischen dem zu steuernden Gerät und dem Anschlußnippel
des Steuerventils zusätzliche Ventile einzuschalten sind, ist es bei dem Gehäuse
gemäß der Erfindung möglich, vor der Ebene des Ventilgehäuses buchsenartige Gehäuse
für die in die Geräteanschlußleitungen einzuschaltende Ventilanordnung vorzusehen,
die jeweils mit den Enden der zugeordneten Anschlußstutken des Ventilgehäuses verlötet
sind.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht
und nachstehend im einzelnen an Hand der Zeichnung beschrieben.
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F i g. 1 zeigt im Längsschnitt eine Ausführungsform eines Blockwegeventils
gemäß der Erfindung;
F i g. 2 zeigt das Ventil nach F i
g. 1 in Seitenansicht von links gesehen; F i g. 3 zeigt als Detail
einen vergrößerten Längsschnitt durch eine Steuerbuchse und veranschaulicht die
Anbringung eines Anschlußnippels; F i g. 4 und 5 zeigen in zwei jeweils
um 90' versetzten Ansichten die Ausbildung des Anschlußnippels, wie er in
der Ausführungsforin nach F i g. 3
verwendet wird; F i g. 6 zeigt als
weiteres Detail einen Ausschnitt aus Fig. 1;
F i g. 7 zeigt im Querschnitt
durch eine Ventilbuchse die Anbringung eines Gehäuses für ein Zusatzventil für das
angeschlossene Gerät.
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In der dargestellten Ausführungsform sind wie aus F i g. 1
ersichtlich nebeneinander drei Ventile 60 vorgesehen. Die Anschlußnippel
sind in F i g. 1 als strichpunktierte Kreise angedeutet.
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Die die Anschlußnippel für die Geräte tragenden Hohlprofile
62, 64 sind in gleicher Richtung an-Cleordnet wie die von mehreren Ventilbuchsen
durchdrungenen Hohlprofile66,68,70,72,74,78 und 80.
Durch diese Anordnung
wird eine große Steifigkeit und Druckfestigkeit erzielt, da die Abstützung der benachbarten
Hohlprofile über eine größere Länge erfolgt und die in die Profilenden eingesetzten
Endwände 84 oder Trennwände 85 zusätzlich für eine Versteifung sorgen.
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Die mit den Geräteanschlüssen versehenen Hohlprofile können auch als
ein durchgehendes Hohlprofil 82 ausgeführt sein, wie in der Zeichnung
für die unteren Anschlußnippel dargestellt. Dieses Hohlprofil 82 ist
durch eingesetzte Trennwände 85 in einzelne gegeneinander abgeschlossene
Räume unterteilt. Es könnte selbstverständlich auch für die einzelnen Hohlprofile
62 und 64 ein entsprechend durchgehendes Hohlprofil mit einer Trennwand vorgesehen
werden.
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Als Endwände 84 der Hohlprofile sind ebene Platten vorgesehen, welche
als einfache Stanzteile ausgebildet und in das Hohlprofilende eingedrückt sind.
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Das den Sammelkanal bildende Rohr 86 ist durch die die Rücklaufkanäle
bildenden Hohlprofile 66 und 80 hindurchaeführt und an seinen Enden
durch eingelötete Platten 88 verschlossen.
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Am oberen und unteren Ende der Steuerbuchsen sind jeweils identisch
ausgebildete ringförinige Drehteile 90 aufgesetzt, welche auf der Innenseite
eine Ringnut 92 aufweisen, in welche die Dichtungen einsetzbar sind. Auf
dem Außenumfang sind Ringnuten 94 vorgesehen, über die Handgriffe oder Federtöpfe
96,98 mittels Federringen 100 befestigt werden können. Bei dieser
Art der Befestigung können die Federtöpfe 96,98 aus einem Stück hergestellt,
beispielsweise aus Kunststoff gespritzt sein.
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Das Druckbegrenzungsventil 102 ist in die Eingangsbuchse 104 einschraubbar
und sitzt mit seinem unteren Ende auf einem in die Steuerbuchse eingesetzten a und
mit diesem verlöteten ringförmigen Sitz 106 abdichtend auf. Im unteren Teil
der Eingangsbuchse ist weiter ein übliches doppeltwirkendes Kugelrückschlagventil
108 vorgesehen. Die Ventilsitze werden hier durch einen Ring 110 mit
C-förmigem Querschnitt gebildet, der, als Drehteil hergestellt, in die Buchse eingesetzt
und mit dieser verlötet ist. Um eine saubere Verlötung des Sitzes 106 und
des Ringes 110 zu erzielen, werden diese zweckmäßig auf ihrem äußeren Umfang
mit einer umlaufenden Nut versehen, in die ein Kupferdraht eingelegt wird. Am unteren
Ende der Eingangsbuchse 104 ist ein Gewindering 105 eingelötet, in den der
Verschlußstopfen 107 eingeschraubt ist. Durch das Einlöten der Teile
105, 106, 110 ist es möglich, für die Eingangsbuchsen ein glattes
Rohr zu verwenden und schwierige Innenbearbeitungen zu vermeiden.
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Zur weiteren Abstützung der Druck führenden Hohlprofile in den Abschnitten,
in denen kein Gegenprofil vorhanden ist, können, wie im einzelnen aus F i
g. 6 ersichtlich, mit Bohrung versehene Platten 112 vorgesehen werden, die
sich über einen Zwischenring 114 gegeneinander abstützen oder aber auch gegen einen
mit dem äußeren Umfang der betreffenden Buchse verlöteten Seegerring 116.
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Die Anschlußnippel werden seitlich in die abgerundete Cr Seite der
Hohlprofile eingeführt. Die spe zielle Ausführungsforin eines solchen Anschlußnippels
ist in den F i g. 3 bis 6 gezeigt. Die Hohlprofile sind an den Anschlußstellen
mit einer zylindrischen Bohrung 118 versehen, die bis zu dem ebenen Teil
des Hohlprofils geführt ist, in ihrer Tiefe also mindestens dem äußeren Radius der
seitlichen Krümmung des Profils entspricht.
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Die Anschlußnippel können entweder, wie in der Zeichnung dargestellt,
mit einer Rohrverschraubung 120 versehen sein, beispielsweise einer üblichen Rohrverschraubung
mit Schneidring, oder aber auch einen Flansch tragen oder mit einem sonstigen Anschlußelement
versehen oder verbunden sein.
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Wie im einzelnen in den F i g. 3 bis 5 dargestellt,
weisen die Nippel 122 einen zylindrischen Teil 124 auf, der seitlich mit zwei parallel
zueinander liegenden im Querschnitt bogenförmigen Einschnitten 126
versehen
ist. Der Bogen der Einschnitte entspricht der Außenkontur der Hohlprofile. Der
Nippel ist weiter mit einer zylindrischen Bohrung 128 versehen, die
am Ende in einen sich verjüngenden Kegel 130
übergeht. Das Lötende des Nippels
ist von einem senkrecht zur Bohrungsachse liegenden Einschnitt 132 durchdrungen,
dessen Boden abgerundet ist und bis in den zylindrischen Teil der Bohrung reicht.
Dieser Einschnitt 132 liegt parallel zu den Einschnitten 126. Die
Breite des Einschnittes 132 ist um ein geringes kleiner als die innere Höhe
des Hohlprofils. Auf der Stirnseite des Lötendes sind Schultern 134 und zwei Zun-en
136 vorgesehen. Der Abstand zwischen den Außenflächen dieser Zungen entspricht
der lichten Höhe des Hohlprofils. Zum leichteren Einführen des Nippels 122 sind
die Enden der Zungen 136 zweckmäßig mit einer leichten Anschrägung
138 versehen. Die Lötenden der Nippcl lassen sich in der beschriebenen Formaebuno,
mit einem Formfräser in einem einzigen Arbeitsgang herstellen.
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Wie aus F i g. 3 hervorgeht, stoßen die Schultern 134 stumpf
gegen den Boden der Bohrung 118 im Hohlprofil. Die Zungen 136 greifen
in das Hohlprofil ein. Auf diese Weise stehen als Lötflächen die Flächen der Einschnitte
126, der Schultern 134 und der Außenseiten der Zungen 136 zur Verfügung,
so daß eine große Festigkeit erreicht wird.
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Um unerwünschte Bewegungen der durch ein Blockwegeventil gesteuerten
Hydraulikantriebe zu verhindern, werden häufig in die Anschlußleitungen sogenannte
Schockventile, Rückschlagventile od. dgl. eingeschaltet.
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Gemäß einer weiteren Ausbildung des erfindungsgemäßen Ventils können
derartige Zusatzventile fest
mit dem Gehäuse des Blockwegeventils
verbunden werden, wie in F i g. 7 dargestellt.
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Bei der in F ig.7 dargestellten Ausführungsform wird durch das Steuerventil
60 ein hydraulischer Arbeitszylinder gesteuert. Hierbei liegt in der Leitung
140 zur Kolbenseite 142 des Arbeitszylinders ein sogenanntes Schockventil,
d. h. ein Druckbegrenzungsventil, das bei plötzlichem Druckanstieg anspricht.
Dieses Schockventil ist in einem buchsenförinigen Gehäuse 146 untergebracht, das
mit dem abgesetzten Ende 148 des Anschlußnippels 122 des Ventilgehäuses verlötet
ist und auf einer gegenüberliegenden Seite einen eingelöteten Anschlußnippel
150 aufweist. Der Boden des Gehäuses 146 ist durch einen eingelöteten Deckel
152 verschlossen. Der Einsatz 154 der Buchse ist ein bekanntes Druckbegrenzungsventil.
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Der drucklose Raum 156 des Druckbegrenzungsventils steht über
ein eingelötetes glattes Rohr 158
mit dem Rücköl führenden Hohlprofil
66 in Verbindung. Dieses gerade ausgeführte Rohr kann in eine einfache Bohrung
im Gehäuse 146 und dem Hohlprofil 66 eingelötet werden.
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Es wäre selbstverständlich auch möglich, gleichzeitig in die zur Stangenseite
des Arbeitszylinders führende Leitung 160 eine entsprechende Ventilanordnung
einzuschalten. Das Gehäuse könnte dann entsprechend an den unteren Anschlußnippel
angelötet werden. Für beide Ventile könnte dann eine durchgehende Gehäusebuchse
vorgesehen sein, die durch einen eingelöteten Boden zu unterteilen wäre.