DE1237709B - Optischer Verstaerker oder Sender (Gaslaser) - Google Patents

Optischer Verstaerker oder Sender (Gaslaser)

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DE1237709B
DE1237709B DE1964S0093462 DES0093462A DE1237709B DE 1237709 B DE1237709 B DE 1237709B DE 1964S0093462 DE1964S0093462 DE 1964S0093462 DE S0093462 A DES0093462 A DE S0093462A DE 1237709 B DE1237709 B DE 1237709B
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Dipl-Phys Hans Dietric Bartels
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Siemens Corp
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Siemens Corp
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01SDEVICES USING THE PROCESS OF LIGHT AMPLIFICATION BY STIMULATED EMISSION OF RADIATION [LASER] TO AMPLIFY OR GENERATE LIGHT; DEVICES USING STIMULATED EMISSION OF ELECTROMAGNETIC RADIATION IN WAVE RANGES OTHER THAN OPTICAL
    • H01S3/00Lasers, i.e. devices using stimulated emission of electromagnetic radiation in the infrared, visible or ultraviolet wave range
    • H01S3/14Lasers, i.e. devices using stimulated emission of electromagnetic radiation in the infrared, visible or ultraviolet wave range characterised by the material used as the active medium
    • H01S3/22Gases
    • H01S3/223Gases the active gas being polyatomic, i.e. containing two or more atoms

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  • Electromagnetism (AREA)
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  • Lasers (AREA)

Description

  • Optischer Verstärker oder Sender (Gaslaser) Zusatz zum Patent: 1195 408 Die Erfindung bezieht sich auf einen optischen Sender oder Verstärker mit gasförmigem stimulierbarem Medium (Gaslaser), bei dem die Umkehrung der Besetzungsverteilung durch Stoß der Atome oder Moleküle des zu stimulierenden Mediums mit weitgehend auf einheitliche Geschwindigkeit gebrachten Elektronen bewirkt wird, insbesondere nach dem Hauptpatent 1195 408.
  • Eine selektive Anregung, d. h. die Anregung eines stimulierbaren Gases durch Zusammenstoß der Gasatome mit Elektronen einheitlicher Geschwindigkeit, ist bereits beschrieben worden. Bei dieser Anordnung werden in einem Feld zwischen einer Elektrode und einem Gitter Elektronen auf weit-ehend einheitliche, kinetische Energie gebracht.
  • Unter einem »stimulierbaren Medium« bzw. einem »zu stimulierenden Medium« ist im Sinne der Erfindung ein solches Medium zu verstehen, in dem eine Strahlungsverstärkung nach dem Prinzip der sogenannten stimulierten Emission möglich ist bzw. vorzunehmen vorgesehen ist.
  • Eine weitere. Anordnung zur selektiven Anregung eines stimulierbaren Gases durch Elektronenstoß wurde in dem Patent 1195 408 vorgeschlagen. Bei der dort beschriebenen Art der selektiven Anregung werden die Gasatome oder -moleküle durch Stöße mit Elektronen, die im elektromagnetischen Feld einer Wellenleitung nach Art einer Verzögerungsleitung auf zumindest weitgehend einheitliche Geschwindigkeit beschleunigt worden sind, angeregt. Die Wellenleitung besitzt eine Wellenfortpflanzungsgeschwindigkeit, die etwa gleich der Geschwindigkeit der Elektronen ist, die die zur selektiven Anregung des stimulierbaren Gases nötige kinetische Energie haben.
  • Zur selektiven Anregung ist es erforderlich daß die stoßenden Elektronen eine ganz bestimmte Energie haben, in der m die Masse und v die Geschwindigkeit der Elektronen bezeichnet. Diese kinetische Energie muß gerade mit der Energie übereinstimmen, die erforderlich ist, um die Gasatome oder -moleküle aus dem Grundzustand in den Ausgangstern des Laserüberganges anzuheben. Statt dieser unmittelbaren Anregung aus dem Grundzustand in den Ausgangstern des zu stimulierenden übergangs kann auch in besonders gelagerten Fällen eine selektive Anregung der Gasatome aus z. B. einem bereits mit großer Wahrscheinlichkeit besetzten Zustand und/oder eine selektive Anregung in einen energetisch oberhalb des zu stimulierenden Ausgangszustandes liegenden Anregungszustand erwünscht sein. Durch geeignete Ausbildung der Wellenleitung ist es möglich, den in dem Gas befindlichen, insbesondere aus einer zusätzlichen Elektronenquelle stammenden Elektronen in an sich bekannter Weise eine bestimmte Geschwindi.-. keit zu geben. Parallel zur Laufrichtung der auf der Wellenleitung laufenden Welle bilden sich Vergrößerungen und Verkleinerungen der Dichte der Elektronen aus, wie sie z. B. von Wanderfeldröhren her bekannt sind. Die in dem Gas enthaltenen Elektronen haben daher in der Mehrzahl nahezu die gleiche Geschwindigkeit in Richtung der Wellenleitung wie sie die Welle auf der Wellenleitung hat. Elektronen, die durch Stöße mit Gasatomen, insbesondere durch Stöße, bei denen sie Energie, z. B. ihre gesamte kinetische Energie, an das Gas abgegeben haben und damit Geschwindigkeit in Richtung der Wellenleitung verloren haben, holen diesen Geschwindigkeitsverlust sehr schnell wieder auf. Allgemein braucht -aber neben der Geschwindigkeitskomponente der Elektronen in Richtung der Wellenleitung keine weitere Komponente der Geschwindigkeit der Elektronen berücksichtigt zu werden. Wird die Gasdichte so gewählt, daß die mittlere Zeit zwischen zwei Stößen eines Elektrons mit einem Gasatom größer als die Zeit ist, die die Elektronen benötigen, um ihren Geschwindigkeitsverlust aufzuholen, so werden vorwiegend nur Elektronen mit der Energie vorhanden sein, worin v die Geschwindigkeit der auf der Wellenleitung laufenden Welle ist. Die Zeit, die die Elektronen zum Aufholen eines Geschwindigkeitsverlustes benötigen, hängt von der im Gasvolumen herrschenden elektrischen reldstärke der auf der Wellenleitung laufenden Welle ab. Je größer die Feldstärke gemacht wird, um so schneller holen die Elektronen ihre Geschwindigkeit wieder auf. Die zu wählende Gasdichte ist auch von der Intensität der Welle abhängig. Untersuchungen haben ergeben, daß zu Gasdrücken von 1/1,), bis 1 Torr passende Feldstärken der auf der Wellenleitung laufenden Welle im Gas ohne Schwierigkeiten erreicht werden können.
  • Da bekanntlich die Wahrscheinlichkeit der übertragung kinetischer Energie von Elektronen bei ihrem Zusammenstoß mit Gasmolekülen oder -atomen zur Anregung derselben dann sehr groß ist, wenn die kinetische Energie mit der Anregungsenergie übereinstimmt, wird vorzugsweise nur ein ganz bestimmter Terin des stimulierbaren Gases angeregt. Man erkennt. daß auf diese Weise die selektive Anregung schon bei einem einzigen Gas, insbesondere bei einem beliebigen Gas, durchgeführt werden kann, wenn der untere der beiden zu dem anzuregenden Übergang gehörenden Terme besetzt ist.
  • Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, bei einem optischen Sender oder Verstärker, bei dem Atome oder Moleküle des Gases durch Stoß mit auf weitgehend einheitliche Geschwindigkeit gebrachten Elektronen angeregt werden, beispielsweise bei einer Anordnung mit Kathodenstrahlanregung oder bei einer solchen nach dem Hauptpatent eine Erhöhung der Verstärkung zu erzielen.
  • Eine andere Aufgabe ist die folgende: In einem Gas sollen strahlende Übergänge von einem höheren Niveau auf ein tiefergelegenes, sogenanntes metastabiles Niveau für die Durchführung eines Prozesses der Strahlungsverstärkung durch stimulierte Emission in diesem Gas nutzbar gemacht werden.
  • Diese Aufgaben werden durch eine Anordnung zur Erzeugung und/oder Verstärkung elektromagnetischer, insbesondere optischer Strahlung gelöst, bei der die Strahlung durch stimulierte Emission angeregter Gasatome oder -moleküle verstärkt wird, die auch als optischer Sender oder Verstärker (Gaslas#r) bezeichnet wird, und in der die Umkehrung der Besetzungsverteilung durch Stoß der Atome oder Moleküle des stimulierbaren Gases mit weitgehend auf einheitliche Geschwindigkeit gebrachten Elektronen, insbesondere nach dem Hauptpatent 1195 408 auf einheitliche Geschwindigkeit gebrachten Elektronen bewirkt wird, und die gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet ist, daß dem zu stimulierenden Medium mindestens ein weiteres gasförmiges Medium hinzugemischt ist, das einen möglichen Termübergang aufweist, dessen Energie kleiner ist als die kinetische Energie der auf einheitliche Geschwindigkeit gebrachten Elektronen, und der Energieresonanz aufweist mit einem Übergang des zu stimulierenden Mediums aus der unteren Stufe, d. h. dem Endterm des zu stimulierenden Energieüberganges, oder aus einer der energetisch unter dieser Stufe gelegenen unteren Energiestufen, die im Betriebsfalle infolge der ausgelösten, stimulierten Übergänge besetzt werden, in eine energetisch noch tiefer liegende Stufe, so daß eine wirksame Verringerung der Besetzung dieser unteren Anregungsstufe bewirkt werden kann.
  • Unter Energieresonanz ist im Sinne der Erfindung zu verstehen, daß die übertragbare Energie des Euer-(Y e abgebenden Teilchens gerade mit einem möci C lichen Energiesprung im Termschema des beim Zu-C sammenstoß Energie aufnehmenden Teilchens weitgehend übereinstimmt. Der Energiesprung muß jedoch bei dem anzuregenden, Energie aufnehmenden Teilchen stets von einem normalerweise mit einer Wahrscheinlichkeit von wenigstens mehr als 0,5 besetzten unteren Energieniveau ausgehen können, bezogen auf das obere Niveau des Energiesprunges.
  • Die Erfindunggeht von folgender Überlegung aus. Für den Prozeß der Strahlungsverstärkung durch stimulierte Emission, d. h. für das überwiegen der stimulierten Emission gegenüber der Absorption, ist es notwendig, daß die Zahl der im energetisch höheren Niveau des zu stimulierenden Übergangs angeregten Atome oder Moleküle größer ist als die Zahl der Atome oder Moleküle, die in dem zu dem zu stimulierenden Übergang zugehörigen energetisch tiefer liegenden Niveau angeregt sind, d. h., daß zwischen den beiden Termen des Übergangs eine sogenannte Umkehrung der Besetzungsverteilung herrscht. Das Maß dieser Umkehrung der Besetzungsverteilung wird aber bei Betrieb des optischen Senders oder Verstärkers durch die zu stimulierenden Übergänge stark herabgedrückt, wenn die im Endtenn des Laserübergangs angeregten Atome oder Moleküle nicht genügend schnell in einen anderen Anregungszustand, z. B. in den Grundzustand übergehen. Dies tritt vorzugsweise dann ein, wenn dieser Endterm ein sogenannter metastabiler Zustand ist.
  • In'dem vorliegenden optischen Sender oder Verstärker ist nun erfindungsgemäß eine zusätzliche Gaskomponente vorgesehen, die dafür sorgt, daß die in diesen Termen angeregten Atome oder Moleküle des zu stimulierenden Gases schneller in einen energetisch tiefer liegenden Anregungszustand oder in den Grundzustand übergehen. Die Gaskomponente ist durch die Forderung nach Energieresonanz gemäß der Erfindung so ausgewählt, daß die Anregungsenergie dieser im Endterm oder im darunterliegenden Term angeregten Teilchen des zu stimulierenden Gases mit großer Wahrscheinlichkeit auf die Teilchen der zusätzlichen erfindungsgemäßen Gaskomponente übergeht.
  • Es sind bereits optische Sender oder Verstärker mit mehreren Gaskomponenten bekanntgeworden. Ein Beispiel für eine derartige Anordnung ist der sogenannte Helium-Neon-Laser. Bei diesem optischen Sender oder Verstärker wird das zu stimulierende Gas durch sogenannte Stöße zweiter Art mit einer Gasentladung angeregten Heliumatomen selektiv angeregt.
  • Es sind bereits Versuche gemacht worden, bei diesen letztgenannten optischen Sendern oder Verstärkein eine Steigerung der Verstärkung dadurch zu erzielen, daß man ihnen eine weitere Gaskomponente hinzugab, zu dem Zweck, daß die Endterme beschleunigt geleert werden, d. h. die Atome oder Moleküle nach Strahlungsabgabe schneller in den Grundzustand gebracht werden. So ist z. B. versuchsweise bei einem sogenannten Helium-Neon-Laser Argon zur Löschung der in dem metastabilen Zustand angeregten Neonatome als dritte Gaskomponente, sozusagen als Löschgas, dem Gemisch hinzugefügt worden. Entgegen den Erwartungen hat sich aber gezeigt, daß auf diese Weise keine Steigerung der Verstärkun- erreicht werden konnte, sondern eher ein Ab- sinken der Verstärkung eintrat.
  • Entgegen diesem Stand der Technik haben jedoch Untersuchungen ergeben, daß bei den optischen Sendem oder Verstärkern mit gasförmigem stimulierbarem Medium, bei denen die Anregung des zu stimulierenden Gases durch Stoß mit weit-ehend auf einheitliche Geschwindigkeit gebrachten Elektronen, insbesondere durch eine auf einer Verzögerungsleitung laufende Welle beschleunigte Elektronen bewirkt wird, doch eine Steigerung der Verstärkung durch Zugabe einer weiteren zusätzlichen Gaskomponente erreicht werden kann.
  • Zum besseren Verständnis sollen die für die Erfindung wesentlichen physikalischen Zusammenhänge an speziellen Beispielen der erfindungsgemäßen Anordnung erläutert werden.
  • Das zu stimulierende Gas sei Neon, das durch selektive Anregung, nach dem Hauptpatent, in einem der 2p54S-Terine angeregt wird, die in der Fig. 1 in ihrer Gesamtheit mit 1 bezeichnet sind. Durch stimulierte Emission gemäß dem Übergang 2 geht ein Neonatom aus dem Tenn 1 in einen 2 p5 3 p-Term, bezeichnet mit 3, über. Durch einen weiteren übergang 4 gelangt das Neonatom in die Anregungsstufe 2 p5 3 S, mit 5 bezeichnet. Diese Stufe ist bekanntlich metastabil. 6 ist der Grundzustand des Neonatoms.
  • Die in der Stufe 5 angeregten Neonatome haben bekanntlich eine hohe Lebensdauer, so daß stets eine große Anzahl derartig angeregter Neonatome im Gas der im Betrieb befindlichen Anordnung vorhanden sind. Wie Untersuchungen ergaben, geht ein für die Strahlungsverstärkung durch stimulierte Emission beträchtlich großer Anteil dieser angeregten Atome durch Elektronenstoß oder durch Reabsorption aus 5 wieder in den Zustand 3 über, wodurch die für die Höhe der Verstärkun- der Anordnung wesentliche Umbesetzung unerwünschterweise verringert wird. Im Fall der erfindungsgemäßen Zugabe von Wasserstoff zum Neongas kann jedoch ein in diesem Zustand angeregtes Neonatom seine Anregungsenergie durch einen Stoß zweiter Art an ein Wasserstoffmolekül abgeben. Die Dissoziationsenergie eines Wasserstoffmoleküls, zusammengenommen mit der lonisationsenergie eines der beiden dabei auftretenden Atome, ist ziemlich genau gleich der Anregungsenergie des metastabilen Neonatoms. Dieser Energiesprung ist in der Figur mit dem Terinübergang 8 angedeutet. Die gute übereinstimmung dieser Energien ist wesentlich für die erfindungsgemäße Erzielung einer Erhöhung der Verstärkung der Anordnung. Die hier erwähnten, zu stimulierenden Übergänge 2 des Neons sind im übrigen die gleichen, die auch in einem sogenannten Helium-Neon-Laser erzeugt werden können.
  • An Stelle von Wasserstoff kann dem Neon, entsprechend einem weiteren speziellen Ausführungsbeispiel, bei Verwendung der Einrichtung des Hauptpatents, auch Argon zugegeben werden. Beim Argongas stimmt die Ionisationsenergie mit der Energie des metastabilen Neonzustandes 5 nahezu überein. In diesem Falle würde die Ionisationsenergie dem übergang entsprechen. Es sei hervorgehoben, daß bei Benutzung der Einrichtung des Hauptpatents bei diesen Beispielen keine Verminderung der Stärke des Prozesses der Umkehrung der Besetzungsverteilung auftritt, da die Wasserstoffmolekille bzw. die Argonatome wegen der fehlenden Energieresonanz mit den im periodischen Feld der Wendel beschleunigten Elektronen nicht in störendem Maße angeregt werden.
  • Die Erfindung ist aber in keiner Weise auf die beiden angeführten Beispiele beschränkt. Man erreicht sogar eine noch wesentlich größere Steigerung der Verstärkung durch die erfindungsgemäße Zugabe einer weiteren Gaskomponenten zu dem zu stimulierenden Gas in den Fällen, in denen der Endterm des zu stimulierenden übergangs ein metastabiler Term oder ein sonstiger unmittelbar über dem Grundzustand liegender Term ist. In den Fällen, in denen dieser Endterin des zu stimulierenden übergangs metastabil ist, wird sogar die, für den Betrieb des optischen Senders oder Verstärkers notwendig einzuhaltende Bedingung der Umbesetzung Überhaupt erst durch dieses erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht. Hierdurch wird es möglich, derartige übergänge für neue optische Sender oder Verstärker nutzbar zu machen.
  • Die gemäß der Erfindung zusätzlich vorzusehende Gaskomponente wird in einer Menge hinzugegeben, daß ihre Konzentration einige Prozent beträgt. Die günstigste Konzentration hängt unter anderem vom Gesamtdruck des der Entladung ausgesetzten Gases und von den geometrischen Abmessungen des jeweiligen Entladungsgefäßes ab. Im übrigen ist der Fachmann ohne weiteres in der Lage, durch einfache Versuche, bei Kenntnis der Erfindung, das günstigste Mischungsverhältnis des jeweiligen zu stimulierenden Gases und jeweiliger dazugehöriger zusätzlicher Komponenten zu ermitteln.
  • Im Prinzip kann nach der Lehre des Hauptpatents jeder Strahlung liefernde übergang im Termschema eines Gases zur stimulierten Emission herangezogen werden, sofern das Produkt aus der übergangswahrscheinlichkeit und der Umbesetzung A N des gewünschten übergangs auch während der Durchführung der Strahlungsverstärkung genügend groß ist gegenüber den jeweiligen Produkten aus den Übergangswahrscheinlichkeiten und den Umbesetzungen der jeweiligen übrigen übergänge, die von dem gleichen, durch Anregung besetzten Ausgangsterm des zu stimulierenden übergangs ausgehen. Die Umbesetzung AN ist die Differenz der Besetzungszahlen glichen zwischen oberem und unterem Term des frag Übergangs, und zwar unter Betriebsbedingungen. Besondere Bedeutung hat das erfindungsgemäße Verfahren des Zusatzes eines der Erfindung gemäßen Gases dann, wenn dieses Produkt für den gewünschten zu stimulierenden übergang im Fall des Fehlens des erfindungsgemäß zusätzlich vorzusehenden Gases, etwa in der gleichen Größenordnung ist oder nur wenige Größenordnungen größer ist als die anderen Produkte, die zu übergängen vom oberen Term aus gehören. In diesem Fall nämlich erhöht die Zugabe des erfindungsgemäßen Gases durch die Vergrößerung der Umbesetzung AN die Verstärkung besonders stark. Dies wird erreicht durch die Vergrößerung des Produkts aus übergangswahrscheinlichkeit und Umbesetzung des gewilnschten überganges im Verhältnis zu den übrigen konkurrierenden Produkten.
  • Weitere Einzelheiten der Erfindung sollen an den im folgenden näher beschriebenen, bevorzugten Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.
  • In der F i g. 2 ist 11 ein Rohr aus elektrisch isolierendem Material, insbesondere ein Glasrohr, in dem sich das stimulierbare Gas, angenommen Neon, befindet. In dem Neongas wird der Term 2 p5 4 s, der eine Anregungsenergie von etwa 19,8 eV hat, selektiv angeregt. Um diese selektive Anregung durchzuführen, müssen die in 1 befindlichen freien Elektronen auf eine Geschwindigkeit von etwa 1/loo der Lichtgeschwindigkeit gebracht werden. Dies wird durch eine auf gleiche Geschwindigkeit verzögerte, auf dem Wellenleiter, der Wendel 12, laufende elektromagnetische Welle bewirkt. Die Welle wird mit den Wendeln 13 bzw. 14 ein- bzw. ausgekoppelt. 12 und 13 sowie 12 und 14 stellen dabei sogenannte gekoppelte Wendeln dar, die in bekannter Weise so ausgebildet sind, daß zwischen ihnen die Energie der Welle über-Ereht C . 13 ist mit dem Koaxialkabel 15 an den Hochfrequenzgenerator 17, 14 ist mit 16 an den Abschlußwiderstand 18 angeschlossen. Die Frequenz des Generators 17 und die Wendel 12 sind aufeinander so abgestimmt, daß im Innern der Wendel noch kein übermäßig großer Abfall der Feldstärke in radialer Richtung auftritt. Beispielsweise fällt bei 30 MHz und einem Durchmesser der Wendel von etwa 1 cm die axiale Feldstärke in der Achse der Wendel nur auf etwa 0,7 des Wertes der Feldstärke am Rande der Wendel ab. 19 und 20 sind Platten, mit denen das Rohr 11 verschlossen ist und die die verstärkte Strahlung möglichst vollständig durchlassen; sie werden zweckmäßigerweise in einem Winkel zur Achse des Rohres 11 angeordnet, der gleich dem Brewster-Winkel ist. 21 und 22 sind Spiegel, zwischen denen sich eine hin- und herlaufende Strahlung 23 verstärkt durch stimulierte Emission ausbildet. Der Spiegel 22 ist teildurchlässig, so daß ein Teil der zwischen 21 und 22 hin- und herlaufenden Strahlung als kohärente Strahlung 24 ausgekoppelt wird.
  • Die als Folge des stimulierten übergangs in dem Term. 2 p5 3 S angeregten Neonatome können bei Stößen zweiter Art mit Wasserstoffmolekülen in den Grundzustand übergehen. Die dabei entstehenden Wasserstoffatome rekombinieren vorzugsweise an der Gefäßwand, z. B. 11. Es empfiehlt sich zur Steigerung der Rekombinationsrate, diese Wände zu kühlen, z. B. mit Luft oder Wasser. An Stelle von Wasserstoff kann dem optischen Sender oder Verstärker mit Neon zur Erzielung der gleichen Wirkung, auch Argon hinzugegeben werden. Bei Stößen zweiter Art mit den metastabilen Neonatomen werden die Argonatome ionisiert.
  • Bei einem anderen, gemäß dem Hauptpatent auf-Crebauten, optischen Sender oder Verstärker, der an Stelle des zu stimulierenden Gases Neon Argon als zu stimulierendes Gas enthält, wird zur Leerung der metastabilen 4S-Niveaus des Argons erfindungsgemäß beispielsweise Sauerstoff hinzugefügt. Wie der Wasserstoff im optischen Sender oder Verstärker mit Neon, wird der Sauerstoff bei diesem optischen Sender oder Verstärker mit Argon durch die Stöße zweiter Art mit den metastabilen Argonatomen dissoziiert und eines der beiden Sauergtoffatome in den Tennen 2 pl S, oder 2 pl D2 angeregt. Die hierfür erforderliche Quantenenergie ist wieder etwa so groß wie die des metastabilen Argonatoms, wodurch auch bei diesem Ausführungsbeispiel eines optischen Senders oder Verstärkers mit der erfindungsgemäßen zusätzlichen Gaskomponente eine wirksame Verringerung der Besetzungsdichte des metastabil angeregten Argons sichergestellt ist.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Optischer Sender oder Verstärker mit gasförinigem, stimulierbarem Medium (Gaslaser), bei dem die Umkehruna der Besetzungsverteilung durch Stoß der Atome oder Moleküle des zu stimulierenden Mediums mit weitgehend auf einheitliche Geschwindigkeit gebrachten Elektronen bewirkt wird, insbesondere nach dem Hauptpatent 1195 408, dadurch gekennzei chn et, daß zu dem zu stimulierenden Medium mindestens ein weiteres gasförmiges Medium hinzugemischt ist, das einen möglichen Termübergang aufweist, dessen Energie kleiner ist als die kinetische Energie der auf einheitliche Geschwindigkeit gebrachten Elektronen, und der Energieresonanz aufweist mit einem übergang des zu stimulierenden Mediums aus der unteren Stufe, d. h. dem Endterm des zu stimulierenden Ener ieüberganges, oder aus einer 9 C der energetisch unter dieser Stufe gelegenen unteren Energiestufen, die im Betriebsfall infolge der ausgelösten, stimulierten übergänge besetzt werden, in eine energetisch noch tiefer liegende Stufe, so daß eine wirksame Verringerung der Besetzung dieser unteren Anregungsstufe bewirkt werden kann.
  2. 2. Optischer Sender oder Verstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zu stimulierende Gas Neon ist und daß als weiteres gasfönni--,es Medium Wasserstoff hinzugemischt ist. 3. Optischer Sender oder Verstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zu stimulierende Gas Neon ist, dem als weiteres gasförmiges Medium Argon hinzugemischt ist. 4. Optischer Sender oder Verstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zu stimulierende Gas Neon ist und daß als weiteres gasförinigges Medium Sauerstoff hinzugemischt ist. 5. Optischer Sender oder Verstärker nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel zur Kühlung der Gefüßwand des Entladungsrohres (11) vorgesehen sind.
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