DE1222262B - Feuerfeste Steine und Gewoelbe aus solchen Steinen - Google Patents

Feuerfeste Steine und Gewoelbe aus solchen Steinen

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DE1222262B
DE1222262B DEG37184A DEG0037184A DE1222262B DE 1222262 B DE1222262 B DE 1222262B DE G37184 A DEG37184 A DE G37184A DE G0037184 A DEG0037184 A DE G0037184A DE 1222262 B DE1222262 B DE 1222262B
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J L Stein
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23MCASINGS, LININGS, WALLS OR DOORS SPECIALLY ADAPTED FOR COMBUSTION CHAMBERS, e.g. FIREBRIDGES; DEVICES FOR DEFLECTING AIR, FLAMES OR COMBUSTION PRODUCTS IN COMBUSTION CHAMBERS; SAFETY ARRANGEMENTS SPECIALLY ADAPTED FOR COMBUSTION APPARATUS; DETAILS OF COMBUSTION CHAMBERS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F23M5/00Casings; Linings; Walls
    • F23M5/06Crowns or roofs for combustion chambers

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
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  • Muffle Furnaces And Rotary Kilns (AREA)

Description

  • Feuerfeste Steine und Gewölbe aus solchen Steinen Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf feuerfeste Steine für den Aufbau von Decken, Gewölben und Auskleidungen von rundem Querschnitt, insbesondere Drehofenauskleidungen, sowie auf Gewölbe aus solchen Steinen.
  • Beim Aufbau von Auskleidungen metallurgischer Öfen aus feuerfesten Steinen wird in weitem Umfang das Wölbungsprinzip angewendet. Ein Gewölbe ist ein Konstruktionsgefüge, das normalerweise, aber nicht notwendigerweise, gekrümmt ist und aus einzelnen keilförmigen Steinen bzw. Formlingen aufgebaut ist, deren Berührungsflächen bzw. Fugen unter einem rechten Winkel zur Krümmungslinie des Gewölbes verlaufen. Im Zusammenhang mit der Erfindung sollen unter der Bezeichnung »Gewölbe« bzw. »Decke« nur Gewölbe bzw. Decken mit gekrümmter Fläche verstanden werden. In metallurgischen Öfen od. dgl. soll durch die Gewölbekonstruktion vor allem das Gewicht der das Gewölbe bildenden Steine bzw. Formlinge aufgenommen werden, und es wird durch diese Konstruktion eine raumabschließende feuerfeste Auskleidung gebildet, die eine Arbeitsfläche darstellt. Es können in diesem Zusammenhang beispielsweise Auskleidungen von Drehöfen, die zum Kalzinieren von Rohmaterialien, zum Herstellen von Zementklinkern oder für die Durchführung von ähnlichen Röst- oder Sintervorgängen dienen, erwähnt werden. Bei Öfen dieser Art ist der Krümmungsradius der Auskleidung durch die Ausbildung der Außenmantelplatten bestimmt und kann z. B. etwa 5 m betragen. Die Ofendurchmesser sind in letzter Zeit immer größer bemessen worden, und dabei ist, wie leicht verständlich ist, mit zunehmendem Ofendurchmesser bei den bisher bekannten Steinen der Keilwinkel immer kleiner geworden. Eine solche Verkleinerung des Keilwinkels der Steine hat aber in vielen Fällen eine lockerere gegenseitige Klemmwirkung oder Abstützung der Steine der Auskleidung zur Folge, so daß bei Zunahme des Ofendurchmessers auch häufiger Störungen des Betriebes durch Herausfallen von Steinen aus der Auskleidung auftreten können. Es sind bereits zahlreiche Versuche unternommen worden, die darauf abzielten, diese Nachteile zu vermeiden, doch blieben durchschlagende Erfolge bisher versagt. Eine bekannte Ausmauerung für Drehrohröfen großer Durchmesser besteht z. B. in ihrem Wesen darin, daß die Keilflächen der Keilsteine einerseits keilförmige Ausnehmungen, anderseits dazu passende Vorsprünge haben, mindestens eine der Keilflächen jedes Steines eine mit dem Steinmaterial mitverpreßte oxydierbare Metallauflage aufweist und die Flanken der Vorspränge bzw. Ausnehmungen mit den jeweils zugehörigen übrigen Keilflächen einen Winkel von 30 bis 50° einschließen. Keilsteine dieser Art weisen jeweils einander gegenüberliegende, in Längsrichtung der Steine angeordnete, konvergierende radiale Flächenteile und mindestens zwei einander diametral gegenüberliegende, konvergierende radiale Flächenteile auf. Ferner ist ein feuerfester, gewölbter Ausmauerungsteil von Öfen, insbesondere von Drehrohröfen, bekannt, der aus feuerfesten Keilsteinen aufgebaut ist, von denen jeder auf der einen Seitenfläche eine durchlaufende, trapezförmige Ausnehmung, auf der gegenüberliegenden Seitenfläche einen entsprechenden Vorsprung aufweist.
  • Die Erfindung zielt nun darauf ab, die angeführten Nachteile, die sich bisher ganz allgemein bei Konstruktionen von gekrümmten Arbeitsflächen mit Keilsteinen ergeben, zu beseitigen und einen feuerfesten Stein zu schaffen, der eine stärkere Keilverjüngung und damit eine größere Verriegelungswirkung hat als übliche Standardsteine in Baukonstruktionen gleicher Abmessungen. Ferner zielt die Erfindung darauf ab, die Lebensdauer von Ofensteinen bei ihrer Verwendung in Decken und anderen Auskleidungen von rundem Querschnitt dadurch zu verlängern, daß abgesplitterte Teile der Steine im Gefüge festgehalten werden. Ferner soll die Lebensdauer von Ofenauskleidungen dadurch erhöht werden, daß die Steine im Gefüge so aneinander abgestützt werden, daß sie nicht verschoben werden können. Schließlich bezweckt die Erfindung, durch eine besonders feste gegenseitige Verriegelung der Steine den Aufbau von Gewölben, Decken und runden Auskleidungen von metallurgischen Öfen zu ermöglichen, die eine größere Stabilität und Festigkeit haben als die bisher bekannten Konstruktionen und dabei eine geringere Dicke aufweisen können, als dies bei Verwendung von Steinen mit den bekannten üblichen Formen möglich ist.
  • Es wurde gefunden, däß alle diese Ziele dann erreicht werden können, wenn feuerfeste Steine von besonderer Form verwendet werden. Demnach betrifft die Erfindung einen feuerfesten Stein für den Aufbau von- Decken, Gewölben und Auskleidungen von rundem Querschnitt, insbesondere Drehofenauskleidungen, mit keilförmig ausgebildeten Seitenflächen, der einander gegenüberliegende, in seiner Längsrichtung angeordnete, konvergierende radiale Flächenteile und mindestens zwei einander diametral gegenüberliegende konvergierende radiale Flächenteile aufweist und dadurch gekennzeichnet ist, daß die jeweils auf einer Seitenfläche gelegenen benachbarten radialen Flächenteile gegeneinander von einem gemeinsamen Berührungspunkt ausgehend versetzt bzw. verdreht sind und einander nur in diesem Berührungspunkt schneiden.
  • Es soll.hier festgehalten werden, daß bereits ein Formstein für dünnwandige Innenausmauerungen von Industrieöfen, insbesondere Glühöfen für Eisen und Stahl, bei denen die geringste Steinabmessung mit der Dickenrichtung der Innenausmauerung zusammenfällt, bekannt ist, dessen Kennzeichen darin besteht, daß er an seiner oberen und unteren Begrenzungsfläche mit einer in seiner Dickenrichtung über die ganze Steindicke reichenden Abschrägung versehen ist, die in der Steinlängerichtung mehrfach ihre Lage wechselt, und zwar so, daß auf einem Teil der Steinlänge die Abschrägung nach vorn und auf dem übrigen Teil nach hinten ansteigend verläuft. Dieser Stein ist jedoch nicht keilförmig und daher schon aus diesem Grunde mit dem Stein gemäß der Erfindung nicht vergleichbar. Im übrigen weist er nicht wie der, erfindungsgemäße Stein in seiner Längsrichtung angeordnete, konvergierende radiale Flächenteile und mindestens zwei einander diametral gegenüberliegende konvergierende radiale Flächenteile auf. Sofern dieser bekannte Stein für den Aufbau von runden Auskleidungen verwendet wird, hat er eine gekrümmte Form, doch fällt auch in diesem Fall die geringste Steinabmessung mit der Dickenrichtung der Ausmauerung zusammen, und die in der Steinlängsrichtung verlaufenden Abschrägungen kommen gleichfalls an seiner oberen und unteren Begrenzungsfläche zu liegen. Ein solcher bekannter Stein für runde Auskleidungen unterscheidet sich demnach von einem Stein gemäß der Erfindung durch seine kompliziertere gekrümmte Form, durch das Fehlen von Keilflächen sowie von einander gegenüberliegenden, in seiner Längsrichtung angeordneten, konvergierenden radialen Flächenteilen und mindestens zwei einander diametral gegenüberliegenden konvergierenden radialen Flächenteilen und dadurch, daß er nur in der Weise in eine Auskleidung eingebaut werden kann, daß für den Verschleiß von der Feuerseite her nur das feuerfeste Material seiner geringsten Dimension zur Verfügung steht, wobei diese geringste Dimension vorsätzlich schwach bemessen ist. Für den Aufbau von Gewölben und Decken ist ein solcher Stein offensichtlich in keiner Weise geeignet. Gemäß der Erfindung kann im Fall von gekrümmten Gewölben die Tragfähigkeit des Gewölbes für die vertikale Belastung ohne Verkleinerung des Radius der Gewölbekrümmung erhöht werden, und es wird außerdem ein sehr fester gegenseitiger Verriegelungsverschluß der Steine erzielt. Bei Verwendung von Steinen gemäß der Erfindung z. B. für eine Drehofenauskleidung kann der Krümmungsradius der Auskleidung, der durch den Durchmesser des Ofens bestimmt wird, konstant gehalten werden, indem der Keilwinkel der Steine entsprechend vergrößert wird. Dies ergibt eine fest in sich abgestützte Auskleidung, wie sie für einen störungsfreien Betrieb erwünscht ist. Bei Verwendung der Steine gemäß der Erfindung können Drehöfen mit weit größeren Durchmessern gebaut werden als bei Verwendung der bisher bekannten Keilsteine, weil bei den erfindungsgemäßen Steinen der Keilwinkel bei gleichbleibendem Krümmungsradius der Auskleidung größer sein kann als bei den bisher bekannten Keilsteinen.
  • So kann z. B. ein bestimmter, von einem Gewölbe bekannter Art aufgenommener Vertikaldruck von einem gemäß der Erfindung ausgebildeten Gewölbe aufgenommen werden, dessen Krümmungsradius etwa doppelt so groß ist wie der Krümmungsradius des gleich stark belasteten, aus Keilsteinen bekannter Art aufgeführten Gewölbes. Es ist wünschenswert, den Krümmungsradius eines Gewölbes zu vergrößern und dadurch die Überhöhung des Gewölbes je Meter Spannweite desselben herabzusetzen, um einen metallurgischen Ofen od. dgl. mit weniger Raumbedarf aufbauen und das Gewicht des Gewölbes vermindern zu können.
  • Je mehr in einer Gewölbekonstruktion der Keilwinkel der Steine vergrößert wird, desto größer wird die durch den Druck des Gewölbes in der Normalen auf die Keilfläche hervorgerufene vertikale Komponente. Da diese vertikale Komponente jene Kraft ist, die die Steine nach oben hält, und da die normal zu den Keilflächen gerichtete Kraft jene Kraft ist, die schließlich an den Abstützpunkten oder Widerlagern des Gewölbes ausgeübt wird, ist es wünschenswert, in einer gegebenen Decke die normal zu den Keilflächen gerichteten Kräfte so niedrig wie möglich zu halten, weil die von den Widerlagern aufzunehmende Gesamtkraft um so niedriger ist, je mehr sich die Normale auf die Keilflächen der Steine der Vertikalen nähert. Infolgedessen kann nach der Erfindung ein Gewölbe nicht nur mit schwächerer Krümmung als bisher ausgebildet werden, sondern es kann auch die von den Widerlagern auf die Decke ausgeübte erforderliche Kraft herabgesetzt werden, weil sich, wie ersichtlich, die in der Normalen auf die Keilflächen wirkende Kraft weit stärker der vertikalen Richtung nähert als bei den bisher bekannten Keilsteinen.
  • Im Rahmen der Erfindung wird zum Erzielen der oben angeführten Ergebnisse eine Steinform verwendet, die eine besonders wirksame Verriegelung und Abstützung der Steine aneinander ergibt. Infolge dieser Verriegelung werden auch gegebenenfalls abgesplitterte Teile von Steinen in ihrer Lage in der Auskleidung festgehalten, so daß die Funktion der feuerfesten Auskleidung als Arbeitsfläche erhalten bleibt. Bei der bisher bekannten Bauweise mußte die Dicke einer Decke von vornherein so bemessen werden, daß auch beim Herausfallen von abgesplitterten Teilen von Steinen der Betrieb noch ungestört aufrechterhalten werden konnte. Die Dek= ken mußten daher wesentlich dicker ausgeführt werden, als dies bei einer durchgehenden einteiligen Decke an sich erforderlich wäre. Durch die Erfindung wird es infolge des durch die Verklemmung bewirkten Festhaltens von abgesplitterten Steinteilen in der Decke ermöglicht, die Dicke der Decken kleiner als bisher zu bemessen und dadurch Steinmaterial einzusparen, wodurch natürlich auch das Gewicht der Decke herabgesetzt wird. Dadurch werden ferner auch die Kräfte, die auf die Tragkonstruktion des Ofens oder des Drehofens einwirken, beträchtlich verringert.
  • Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung hervor, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen mehrere Ausführungsbeispiele der Steine gemäß der Erfindung und aus solchen Steinen errichteter Gewölbe näher erläutert sind.
  • F i g. 1 ist ein Querschnitt durch ein Gewölbe bekannter Art; F i g. 2 ist ein Querschnitt durch ein anderes Gewölbe bekannter Art, dessen äußerer Krümmungsradius kleiner ist als der äußere Krümmungsradius des in F i g. 1 gezeigten Gewölbes; F i g. 3 zeigt einen bekannten, bisher bei solchen Gewölben verwendeten Keilstein in Ansicht gegen eine Seitenfläche des Steines, und in F i g. 4 ist dieser Stein in schaubildlicher Ansicht dargestellt; F i g. 5 und 6 zeigen eine erste Ausführungsform des Steines gemäß der Erfindung in einer Stirnansicht bzw. in schaubildlicher Darstellung; F i g. 7 bezieht sich auf eine andere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Steines in Ansicht gegen eine Stirnfläche; F i g. 8 zeigt in perspektivischer Darstellung einen parallelepipedischen vollen Block, in dessen Umriß ein Stein gemäß der Erfindung eingezeichnet ist; in F i g. 9 ist schaubildlich ein Abschnitt eines aus erfindungsgemäßen Steinen errichteten Bogengewölbes veranschaulicht; F i g. 10 zeigt in auseinandergezogener perspektivischer Darstellung einen Teil eines aus Steinen gemäß der Erfindung aufgebauten Bogengewölbes in Ansicht von unten; F i g. 11 veranschaulicht in perspektivischer Ansicht einen gemäß F i g. 6 ausgebildeten Stein, der mit oxydierbaren metallischen Außenplatten versehen ist.
  • Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf die in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt.
  • Zur näheren Erläuterung der Erfindung zeigt zunächst F i g. 1 im Querschnitt ein in bisher bekannter Art aufgebautes Gewölbe 20, bei dem Keilsteine 21 aneinanderstoßend angeordnet sind. Diese Keilsteine haben einen Keilwinkel 22, und das Gewölbe hat einen Krümmungsradius 23 in bezug auf eine Krümmungsachse 24. Auf die Enden des Gewölbes muß eine Normalkraft 25 ausgeübt werden, um an den Endflächen 27 eine vertikale Komponente 28 zu erzeugen, deren Größe gleich dem halben Gewicht des Gewölbes 20 ist.
  • In F i g. 2 ist ein Gewölbe 30 bekannter Art dargestellt, das die gleiche Spannweite wie das in F i g. 1 gezeigte Gewölbe 20 hat, wobei aber der Keilwinkel 32 der Steine größer und der Krümmungsradius 33 des Gewölbes 30 kleiner ist als beim Gewölbe nach F i g. 1.. Dies hat zur Folge, daß die durch die Wider-Lager oder andere abstützend wirkende Bauteile ausgeübte Normalkraft 35 in einer Richtung wirkt, die der vertikalen Richtung näherkommt als die Wirkungsrichtung der Normalkraft 25 in F i g. 1, so daß die Normalkraft 35 gegenüber der Normalkraft 25 in F i g. 1 herabgesetzt sein kann und dennoch immer noch eine vertikale Komponente 38 von der Größe erhalten wird, die zum Tragen des Gewölbes 30 erforderlich ist. Daraus ist ersichtlich, daß bei den zum Stand der Technik gehörenden Gewölbekonstruktionen bei Vergrößerung des Keilwinkels der Steine und Verkleinerung des Krümmungsradius des Gewölbes zwangläufig eine kleinere Kraft an den Widerlagern auftritt.
  • Bei einer Verkleinerung des Krümmungsradius eines Gewölbes wird aber das Gewicht der Decke größer, weil zur überbrückung des längeren Gewölbebogens mehr feuerfestes Material erforderlich ist. Dies ist aus den F i g. 1 und 2 klar erkennbar, in denen die Spannweiten der Decken gleich groß sind. Bei gleicher Spannweite wird also bei den bisher üblichen Deckenkonstruktionen das Gewicht der Decke um so größer, je kleiner der Krümmungsradius gewählt wird.
  • Eine Verkleinerung des Krümmungsradius des Gewölbes hat ferner zur Folge, daß, bei gleichbleibender Höhenlage der Gewölbeenden, der Innenraum des von diesem Gewölbe überdeckten Ofens in der Gewölbemitte höher wird als bei größerem Krümmungsradius, was in vielen Fällen unerwünscht ist und einen großen Raumbedarf für den Ofen ergibt.
  • Wie aus den F i g. 1 und 2 zu erkennen ist, muß bei Verwendung der bisher bekannten Steine bei der erwünschten Vergrößerung des Keilwinkels der Steine notwendigerweise der Krümmungsradius des Gewölbes entsprechend verkleinert werden, und dies ist aber aus den oben angeführten Gründen in den meisten Fällen unerwünscht. Die vorliegende Erfindung ermöglicht es nun, den Keilwinkel der Steine in der erwünschten Weise zu vergrößern, ohne den Krümmungsradius des Gewölbes verkleinern zu müssen.
  • Die F i g. 3 und 4 zeigen einen Keilstein 40 der bisher bekannten Art, der eine äußere bzw. kalte Fläche 42 und eine hierzu parallele innere bzw. heiße Fläche 43 hat und End- oder Stirnflächen 44 und 44' aufweist, die ebenfalls zueinander parallel sind. Der Stein 40 hat ferner zwei konvergierende radiale Flächen 45 und 46, die in Längsrichtung des Steines einander gegenüberliegend angeordnet sind. Der Stein hat einen Keilwinkel 49.
  • Der in den F i g. 5 und 6 dargestellte Stein 50 gemäß der Erfindung hat zwei Längsabschnitte 51 und 51', eine äußere bzw. kalte Fläche 52 und eine hierzu parallele innere bzw. heiße Fläche 53. Die Stirnflächen 54 und 54' sind zueinander parallel und liegen in zu den Flächen 52 und 53 rechtwinklig verlaufenden Ebenen.
  • Im Längsabschnitt 51 des Steines 50 schließt die Fläche 56 vorzugsweise einen Winkel von 90° mit der Fläche 53 ein, und die Fläche 55 bildet mit der Fläche 53 einen stumpfen Winkel. Wenn z. B. die Umfangsbreite der Fläche 52 des Steines 50 gemäß der Erfindung gleich groß ist wie die Breite der Fläche 42 des bekannten Steines 40 und die Umfangsbreite der inneren Fläche 53 im Längsabschnitt 51 gleich groß wäre wie die Breite der inneren Fläche 43 des bekannten Steines 40 und wenn ferner die Höhen der Steine 40 und 50 gleich groß sind, dann wäre der Winkel 58 (F i g. 5) gleich dem Keilwinkel 49 beim bekannten Stein 40 (F i g. 3).
  • Bei dem in Längsrichtung des Steines versetzt angeordneten Teil 51' des erfindungsgemäßen Steines 50 schließt die Fläche 56' zweckmäßig einen Winkel von 90° mit der Fläche 53 ein, und die Fläche 55' ist unter einem stumpfen Winkel gegen die Fläche 53 geneigt. Der Krümmungsradius für diesen Teil 51' des Steines 50 ist eine Funktion der Breite der Fläche 52, der Breite der Fläche 53 im Längsabschnitt 51' und der Höhe des Steines 50. Der Steinlängsabschnitt 51' hat einen Keilwinkel 58'. Der Krümmungsradius und der Keilwinkel sind dem entsprechenden Krümmungsradius und Keilwinkel des in Längsrichtung des Steines versetzt angeordneten Abschnittes 51 des Steines 50 und auch des bekannten Steines 40 gleich. Der Stein 50 hat zwischen den Abschnitten 51 und 51' Querflächen 57.
  • Bei einem Gewölbe 60', von dem in F i g. 9 ein Abschnitt dargestellt ist, sind Steine 60 in gegenseitiger seitlicher Berührung angeordnet. Die Steine 60 sind ähnlich den oben beschriebenen Steinen 50 ausgebildet, jedoch ist bei der längsweisen Versetzung der Abschnitte 61 und 61' die Versetzung der Steinkanten nicht wie beim Stein 50 an der Innenseite des Gewölbes, sondern an dessen Außenseite ausgebildet. Beim Stein 60 sind die Seitenflächeri 65 und 65' die konvergierenden Flächen, wähend die Flächen 66 und 66' parallel sind. Die Flächen 65 und 65' schließen miteinander einen Keilwinkel ein, der dem Winkel 59 dess erfindungsgemäßen Steines 50 entspricht. Die Längsabschnitte 61 und 61' des Steines 60 sind gleich lang, so daß die Steine dicht ineinander eingreifen können. Es ist ersichtlich, daß bei diesem Gewölbe der Krümmungsradius gleich groß sein kann wie bei einem Gewölbe bekannter Art, dessen Steine einen Keilwinkel haben, der gleich dem Keilwinkel 58 oder 58' des Steines 50 ist. Beim erfindungsgemäßen Stein ist jedoch der wirksame Keilwinkel wesentlich größer als der Keilwinkel 49 beim Stein 40 oder der Winkel 58 oder 58' beim Stein 50, weil die bei der Übertragung der Kräfte von Stein zu Stein wirksamen Flächen des Steines die Flächen 65 und 65' sind und diese beiden Flächen einen Keilwinkel einschließen,- der dem Winkel 59 des Steines 50 entspricht: Die Flächen 65 und 65' bilden demnach die tragenden Keilflächen des Steines 60.
  • Der in den F i g. 5 und 6 gezeigte Stein 50 gemäß der Erfindung hat demnach einen Keilwinkel 59, der viel größer ist als der Keilwinkel 49 des bekannten Steines 40 nach F i .g. 3, wobei aber beim Gewölbe der gleiche Krümmungsradius wie bei einem aus Steinen nach F i g. 3 aufgebauten Gewölbe beibehalten werden kann.
  • In F i g. 7 ist eine andere Ausführungsform des Steines gemäß der Erfindung dargestellt. Dieser Stein 70 hat in Längsrichtung versetzte Abschnitte 71 und 71', zwei parallele Außenflächen 72 und 73 und die Stirnfläche 74, und die dieser Fläche gegenüberliegende Stirnfläche sind ebenfalls zueinander parallel und liegen rechtwinklig zu den Flächen 72 und 73. Geneigte Flächen 75 und 76 schneiden die Flächen 72 und 73 im Längsabschnitt 71, und andere geneigte Flächen 76' und 75' schneiden die Flächen 72 und 73 im Längsabschnitt 71'. Querflächen 77 verbinden die geneigten Flächen 75 und 76' bzw. 76 und 75' miteinander. Die Flächen 75 und 76 schließen miteinander einen Keilwinkel 78 und die Flächen 75' und 76' einen Keilwinkel 78' ein. Die Flächen 75' und 75 schließen miteinander einen Keilwinkel 79 ein. Der Stein 70 nach F i g. 7 ist ähnlich dem Stein 50 nach F i g. 5 ausgebildet, mit der Ausnahme, daß der von den Flächen 76 und 73 eingeschlossene Winkel kein rechter, sondern ein spitzer Winkel ist. Es ist jedoch selbstverständlich, daß die konvergierenden Flächen an den längsweise versetzten Abschnitten des Steines unter einem beliebigen Winkel gegen die äußeren Längsflächen des Steines geneigt sein können und die dargestellten Steinformen nur als Ausführungsbeispiele der Erfindung aufzufassen sind.
  • F i g. 8 zeigt einen parallelepipedischen Block 110, in dem ein Stein nach F i g. 5 in strichlierten Linien eingezeichnet ist. Durch Entfernen der strichliert gezeichneten Teile 111 und 112 entsteht aus dem Block 110 der in F i g. 5 dargestellte Stein 50. Bei der parallelepipedischen Ausgangsform des Blockes 110 können die Längen-, Breiten- und Höhenabmessungen in beliebigem Verhältnis gewählt werden.
  • In F i g. 10 ist das Einsetzen der Schlußsteine bei einem Gewölbe veranschaulicht, das von unten her aufgebaut wird, wenn der Zusammenbau von oben her nicht erwünscht oder unmöglich ist. Bei dieser Art des Aufbaues können bis auf zwei Schlußsteine alle Steine 50 von unten her in ihre Lage gebracht werden. An der Schließstelle wird ein in zwei Teile 80' und 80" getrennter Stein eingesetzt. Hierbei wird, wie aus F i g. 10 ersichtlich ist, zuerst der Steinteil 80' von unten her gegen einen Stein 50 angesetzt. Hierauf wird ein erfindungsgemäßer Stein 89, der vollkommen den Steinen 50 gleicht, von der Seite her in horizontaler Richtung zwischen den Steinteil 80' und den gegenüberliegenden Stein 50 eingeschoben, und dann wird der Steinteil 80" ebenfalls von der Seite in horizontaler Richtung eingeschoben und mit den Steinen 80', 89 und 50 in Berührung gebracht, um ihn festzuklemmen und das Gewölbe zu schließen.
  • F i g. 11 veranschaulicht eine weitere Ausführungsform der Erfindung, bei der oxydierbare Außenplatten 100', z. B. aus Stahl, an den Flächen 53 und 53' des Keilsteines 50 angeordnet sind. Der Stein hat ferner passende Abschrägungen 101 und 101'. Die Außenplatten können vorzugsweise mit dem Steinmaterial mitverpreßt sein und weisen in diesem Fall zweckmäßig Zungen 102 auf, die beim gemeinsamen Verpressen der Platten 100' mit dem feuerfesten Steinmaterial in dieses eingebettet werden. Die oxydierbaren metallischen Platten verringern die Gefahr des Absplitterns von Steinteilen und erhöhen die Haltbarkeit der Steine. Bei Verwendung von solchen Platten soll ein basisches, feuerfestes Material, das mit dem Plattenmaterial verträglich ist, verwendet werden.
  • Die obigen Darlegungen beziehen sich auf Steine gemäß der Erfindung im Zusammenhang mit selbsttragenden Gewölben. Es ist jedoch nachdrücklichst festzuhalten, daß die Erfindung in gleicher Weise auch bei nur teilweise selbsttragenden oder vollständig aufgehängten Gewölben mit Hänge- oder anderen Trag- bzw. Abstützeinrichtungen anwendbar ist. Ferner können die Steine gemäß der Erfindung auch zum Aufbau von runden _ Wänden, Böden und anderen Auskleidungen von metallurgischen Öfen, Gefäßen od. dgl. verwendet werden. Beispielsweise können sie überall dort eingesetzt werden, wo feuerfeste runde Auskleidungen als Arbeitsflächen verwendet werden oder erforderlich sind.
  • Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen und dargestellten Ausführungsformen beschränkt und kann hinsichtlich konstruktiver Einzelheiten noch verschiedenartig abgewandelt werden.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Feuerfester Stein für den Aufbau von Dekken, Gewölben und Auskleidungen von rundem Querschnitt, insbesondere Drehofenauskleidungen, mit keilförmig ausgebildeten Seitenflächen, der einander gegenüberliegende, in seiner Längsrichtung angeordnete, konvergierende radiale Flächenteile und mindestens zwei einander diametral gegenüberliegende konvergierende radiale Flächenteile aufweist, d a d u r c h g e k e n n -zeichnet, daß die jeweils auf einer Seitenfläche (56, 57, 55') gelegenen benachbarten radialen Flächenteile (55', 56) gegeneinander von einem gemeinsamen Berührungspunkt ausgehend versetzt bzw. verdreht sind und einander nur in diesem Berührungspunkt schneiden (F i g. 6).
  2. 2. Feuerfester Stein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede seiner in Längsrichtung liegenden größeren Seitenflächen (56, 57, 55') einen Flächenteil (56) aufweist, der zu dem jeweils auf der gegenüberliegenden größeren Seitenfläche (55, 57, 56') diametral gelegenen Flächenteil (56') parallel verläuft (F i g. 6).
  3. 3. Feuerfester Stein, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede seiner in Längsrichtung liegenden größeren Seitenflächen zwei Flächenteile (76; 75') aufweist, die zu den jeweils auf der gegenüberliegenden größeren Seitenfläche diametral gelegenen Flächenteilen (76'; 75) divergierend (76, 76') bzw. konvergierend (75', 75) verlaufen (F i g. 7).
  4. 4.. Feuerfester Stein nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Flächenteil zumindest einer in Längsrichtung liegenden größeren Seitenfläche rechtwinkelig zur heißen und/oder kalten Steinfläche angeordnet ist.
  5. 5. Feuerfester Stein nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf beiden in Längsrichtung liegenden größeren Seitenflächen je ein Flächenteil (56; 56') rechtwinkelig zur heißen (53) und/ oder kalten (52) Steinfläche angeordnet ist (F i g, 6).
  6. 6. Feuerfester Stein nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß er an den konvergierenden Flächeteilen (53, 53') in an sich bekannter Weise oxydierbare metallische Platten (100'), die mit dem Steinmaterial vorzugsweise mitverpreßt sind, aufweist (F i g. 11).
  7. 7. Gewölbe mit vorbestimmtem Krümmungsradius aus feuerfesten Steinen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Steine eine Mehrzahl von einander gegenüberliegenden konvergierenden Flächen, die quer über das Gewölbe verlaufen, und ferner radiale Flächen aufweisen, die in Ebenen liegen, die einander radial außerhalb der Krümmungsachse des Gewölbes schneiden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 644 626; deutsche Auslegeschrift Nr. 1097 886.
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