DE1197635B - Vorrichtung zur nordbezogenen Justierung eines Kurskreisels mit einer Magnetfeldsonde - Google Patents

Vorrichtung zur nordbezogenen Justierung eines Kurskreisels mit einer Magnetfeldsonde

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DE1197635B
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DE
Germany
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magnetic field
vehicle
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rope
directional
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DEE24379A
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Inventor
Kurt Eichweber
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FABRIKATION TECHN SONDERGERAET
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FABRIKATION TECHN SONDERGERAET
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C19/00Gyroscopes; Turn-sensitive devices using vibrating masses; Turn-sensitive devices without moving masses; Measuring angular rate using gyroscopic effects
    • G01C19/02Rotary gyroscopes
    • G01C19/34Rotary gyroscopes for indicating a direction in the horizontal plane, e.g. directional gyroscopes
    • G01C19/36Rotary gyroscopes for indicating a direction in the horizontal plane, e.g. directional gyroscopes with north-seeking action by magnetic means, e.g. gyromagnetic compasses

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Measuring Magnetic Variables (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur nordbezogenen Justierung eines Kurskreisels mit einer Magnetfeldsonde Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur nordbezogenen Justierung eines Kurskreisels mit einer die magnetische Nordrichtung liefernden Magnetfeldsonde, wobei der Kurskreisel in einem ein starkes magnetisches Störfeld aufweisenden Geländefahrzeug angeordnet ist.
  • Bei einem auf die moderne Waffentechnik abgestimmten Einsatz von Geländefahrzeugen ist die Besatzung häufig darauf angewiesen, eine gestellte Aufgabe in einem für die Orientierung und Navigation ungeeigneten Gelände und unter ungünstigen Navigationsbedingungen, beispielsweise Nebel, Zerstörung wichtiger Kartenpunkte u. dgl., selbständig zu lösen. Dazu muß das Fahrzeug hinsichtlich der Navigation autonom sein, was voraussetzt, daß eine feste Bezugsrichtung (regelmäßig also die Nordrichtung) festgestellt werden kann.
  • Die Verwendung von Magnetkompassen ist in Geländefahrzeugen wegen der Störung des Erdfeldes durch die Panzerung des Fahrzeuges und sonstige im Fahrzeug vorhandene Einrichtungen meist unmöglich. Eine Funknavigation ist wegen der Abhängigkeit von äußeren Hilfsmitteln gleichfalls unbrauchbar. Selbständig nordsuchende Kreiselkompasse erfordern einen unverhältnismäßig großen Platzbedarf, sind sehr teuer sowie erschütterungsempfindlich und benötigen eine lange Einlaufzeit.
  • Es ist jedoch ohne weiteres möglich, als Richtungsbezugseinriehtung einen Kurskreisel einzusetzen. Bei einem Kurskreisel besteht allerdings das Problem der Justierung, die üblicherweise in Nordrichtung erfolgt. Es ist bekannt, einen Kurskreisel mit einer die magnetische Nordrichtung liefernden Magnetfeldsonde an die Nordrichtung zu fesseln.
  • Der Verwendung eines derart gefesselten Kurskreisels in einem gepanzerten Fahrzeug steht allerdings unverändert das Vorhandensein des magnetischen Störfeldes entgegen.
  • Die Erfindung geht von der Voraussetzung aus, daß die Genauigkeitsforderungen bei der Navigation eines Geländefahrzeugs nicht extrem hoch sind, so daß an Stelle einer ständigen Nordfesselung des Kurskreisels eine in Abständen vorzunehmende Nordjustierung ausreicht. Ferner wird unterstellt, daß es für eine Bedienungsperson möglich ist, während der Justierung einen außerhalb des Fahrzeugs liegenden Standort aufzusuchen, in dem das Störfeld des Fahrzeugs vernachlässigbar ist.
  • Ziel der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu schaffen, mit der die Bedienungsperson zum Zwecke der Justierung des Kurskreisels die Magnetfeldsonde schnell an einen störfeldfreien Ort außerhalb des Fahrzeugs bringen kann, von dem aus die Justierung des Kurskreisels erfolgen kann.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Magnetfeldsonde an dem äußeren Ende eines mit seinem anderen Ende am Fahrzeug befestigten, die elektrische Verbindungsleitung zwischen Magnetfeldsonde und Kurskreisel enthaltenden, ausziehbaren Richtseiles angeordnet ist und durch Ausziehen des Richtseiles an einen Ort außerhalb des Störfeldes bewegbar ist, dessen Winkellage gegenüber dem Fahrzeug durch eine am Fahrzeug angeordnete Visiereinrichtung definiert ist.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung veranschaulicht. Es zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht eines Panzerfahrzeuges mit einer ausgezogenen Magnetfeldsonde, Fig. 2 eine Aufsicht auf das Fahrzeug gemäß Fig. 1, Fig.3 ein Schema der Zusammenschaltung der Magnetfeldsonde mit dem Kurskreisel.
  • Bei dem in F i g. 1 und 2 dargestellten Panzerfahrzeug 1 ist im hinteren Teil eine durch eine Trommel 2 gebildete Aufwickelvorrichtung vorgesehen, die von einem Motor 3 angetrieben wird. Von der Aufwickelvorrichtung aus läuft über eine Umlenkrolle 4 ein Richtseil 5 zum Gehäuse 6' einer Magnetfeldsonde 6. Dieses Gehäuse hängt in Ringen 7 frei beweglich einerseits an dem Richtsell 5 und andererseits an einem Handgriff 8. Die im Gehäuse 6' untergebrachte Magnetfeldsonde 6 steht über das Richtseil 5 und eine im Innern des Panzerfahrzeuges 1 verlegte Leitung 9 mit einem Kurskreisel 10 in elekfrischer Verbindung. Zur Einstellung der Magnetfeldsonde 6 in eine definierte Lage relativ zu dem im Panzerfahrzeug fest eingebauten Kurskreisel 10 ist am Panzerfahrzeug 1 eine Visiereinrichtung mit den Marken 11, 12 angebracht. Diese beispielsweise als Kanten ausgebildeten Marken sind an der Seite des Fahrzeuges in einem möglichst großen Abstand voneinander angeordnet.
  • An der Trommel2 der Aufwickelvorrichtung ist das fahrzeugseitige Ende des Richtseiles 5 gegen Zugbeanspruchung fest verankert. Die Trommel wird über den Motor 3 angetrieben, der entweder über ein Getriebe oder direkt mit der Trommel gekuppelt ist. Das Abwickeln des Richtseiles 5 von der Trommel 2 wird entweder durch den gegen seinen Drehsinn durchgezogenen Elektromotor 3 oder durch eine im Getriebe angeordnete Feder gebremst, so daß das Richtseil 5 im ausgezogenen Zustand immer straff gespannt ist.
  • Das Richtseil 5 wird beim Abwickeln um die Umlenkrolle4 geführt, die dafür sorgt, daß das Richtseil auf die durch die Visiermarken 11, 12 bestimmte Richtung ausgerichtet werden kann. Das Ausziehen erfolgt von Hand mittels des am Gehäuse 6' der Magnetfeldsonde 6 angebrachten Handgriffes 8. Infolge der Aufhängung dieses Gehäuses 6' in Ringen 7 wird die Magnetfeldsonde6 beim Ausziehen des Richtseiles 5 und beim Ausrichten dieses Seiles auf die durch die Visiermarken 11, 12 gegebene Richtung in eine definierte Lage gegenüber dem Panzerfahrzeug 1 eingestellt.
  • Mit einem am Handgriff 8 angebrachten, nicht dargestellten Signalgeber wird von der Bedienungsperson ein Signal gegeben, sobald die Magnetfeldsonde ausgerichtet ist. Mit diesem Signal kann entweder der auf Eichung geschaltete Kurskreisel 10 unmittelbar auf seine Betriebsstellung zurückgeschaltet werden oder es kann damit einer zweiten Bedienungsperson im Panzerfahrzeug ein Zeichen zur Umschaltung des Kurskreisels nach beendeter Justierung gegeben werden.
  • Nach dieser verhältnismäßig rasch durchzuführenden Nordeingabe von der Magnetfeldsonde 6 in den Kurskreisel 10, die man zweckmäßigerweise vor Antritt der Fahrt oder auch im Bereitstellungsraum der Fahrzeuge vor deren Einsatz abseits von anderen magnetischen Störfeldern durchführt, wird die ganze Vorrichtung in das Fahrzeug eingezogen, indem das Riehtseil 5 durch den Motor 3 auf die Trommel 2 aufgewickelt wird. Die eingezogene Magnetfeldsonde 6 wird in einem im Fahrzeug vorzugsweise im Bereich der Trommel 2 angeordneten Gehäuse untergebracht, das zum Schutz der verhältnismäßig empfindlichen Magnetfeldsonde 6 nach außen verschlossen werden kann.
  • In F i g. 3 ist die an sich bekannte elektrische Zusammenschaltung der richtunggebenden Magnetfeldsonde 6 mit dem Kurskreisel 10 prinzipiell dargestellt. Der KurskreisellO besteht aus einem kardanisch aufgehängten Kreisel 13, der mit einem Stellmotor 14 um eine Achse 14 a senkrecht zur Kreiselachse verdreht werden kann. Durch diese Verdrehung wird eine Kraft wirksam, die bei laufendem Kreiselrotor die gesamte Kreiselanlage um die Achse 15 verdreht. Diese Drehung wird von der mit der Achse 15 fest verbundenen Zahnscheibe 16 auf eine weitere Zahnscheibe 17 übertragen, die ihrerseits mit einer Welle 18 verbunden ist, auf der der Kurzschlußläufer 19 eines weiteren Stellmotors 20 und der Anker 21 eines Drehfeldgebers22 befestigt sind. Am Ende der Welle 18 befindet sich ein Zeiger23, der gegenüber einer Winkelteilscheibe24 frei beweglich angeordnet ist.
  • Der Drehfeldgeber22 steht über eine dreiadrige Leitung25, die durch die Aufwickeltrommel2 verläuft und in dem RichtseilS verlegt ist, mit einer Ringspule 26 der Magnetfeldsonde 6 in Verbindung.
  • Dadurch wird in der Ringspule 26 eine dem Drehfeld im Stator des Drehfeldgebers 22 nach Größe und Phase entsprechende Vergleichsspannung hervorgerufen.
  • Eine Magnetnadel 27 ist mit einem Schleiferpaar 28 fest verbunden, dessen Abgriffe an zwei genau gegenüberliegenden Punkten der Ringspule anliegen.
  • Die Schleifer stehen außerdem mit einem zugleich als Richtungsgeber wirkenden Verstärker 29 in Verbindung. Dieser Verstärker liefert ein Steuersignal, das nach Richtung und Größe der Winkeldifferenz zwischen der Stellung des Ankers 21 des Drehfeldgebers 22 und der vom Erdfeld abhängigen Stellung des Schleiferpaares 28 entspricht. Hierdurch wird entweder der Stellmotor 14 oder bei noch nicht laufendem Kreiselrotor der Stellmotor20 eingeschaltet und damit der Kurskreisel 13 bei einer Abweichung von der Nordrichtung auf diese zurückgestellt.
  • An Stelle der beschriebenen Magnetfeldsonde kann z. B. auch ein sogenannter Erdfeldinduktor Verwendung finden.
  • Die Magnetfeldsonde kann auch mit einer einstellbaren Korrekturvorriehtung zum Ausgleich der ortsbedingten Abweichung zwischen der geographischen und magnetischen Nordrichtung versehen sein.
  • Diese Vorrichtung wird bei einem Ortswechsel über größere Entfernungen neu eingestellt.
  • Als Visiereinrichtung kann an Stelle einfacher Marken auch ein gabelförmiger Träger zweier Kontakte vorgesehen sein, von denen bei einer Abweichung des Richtseils aus der Visierrichtung jeweils der eine Kontakt durch das Richtseil geschlossen wird. Auf diese Weise erhält die Bedienungsperson ein optisches oder akustisches Signal bezüglich der gerade vorliegenden Fehlausrichtung und kann dadurch die Einstellung der Magnetfeldsonde in die definierte Richtung ohne dritte Hilfe selbständig ausführen.
  • Eine weitere zweckmäßige Ausführungsform der Visiereinrichtung besteht darin, daß an der Magnetfeldsonde eine Photozelle angebracht ist, auf die nach Einstellung der Sonde in die Visierrichtung ein vom Fahrzeug ausgesandter Lichtstrahl fällt.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist nicht nur bei Geländefahrzeugen anwendbar, sondern kann auch bei anderen Fahrzeugen eingesetzt werden, bei denen es die Umstände zulassen, daß eine Bedienungsperson in gewissen Zeitabständen außerhalb des Fahrzeugs einen festen, störfeldfreien Standort aufsuchen kann, z. B. bei Luftfahrzeugen und Schiffen, die sich im Kurzstreckeneinsatz befinden und häufiger festes Land aufsuchen.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Vorrichtung zur nordbezogenen Justierung eines Kurskreisels mit einer die magnetische Nordrichtung liefernden Magnetfeldsonde, wobei der Kurskreisel in einem ein starkes magnetisches Störfeld aufweisenden Geländefahrzeug angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetfeldsonde (6) an dem äußeren Ende eines mit seinem anderen Ende am Fahrzeug (1) befestigten, die elektrische Verbindungsleitung zwischen Magnetfeldsonde und Kurskreisel (10) enthaltenden, ausziehbaren Richtseiles (5) angeordnet ist und durch Ausziehen des Richtseiles an einen Ort außerhalb des Störfeldes bewegbar ist, dessen Winkellage gegenüber dem Fahrzeug durch eine am Fahrzeug angeordnete Visiereinrichtung (11, 12) definiert ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetfeldsonde(6) zwischen dem äußeren Ende des Richtseils (5) und einem zum Ausziehen des Richtseils dienenden Handgriff (8) mittels zweier Gelenke (7) befestigt ist, die ein Ausrichten der Sonde in die Strecklage des Richtseils ermöglichen.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Fahrzeug (1) zum Aufwickeln des Richtseiles (5) eine Trommel (2) vorgesehen ist, an der das fahrzeugseitige Ende des Richtseiles gegen Zugbeanspruchung fest verankert ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Visiereinrichtung durch am Fahrzeug (1) angebrachte Marken (11, 12) gebildet wird.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Visiereinrichtung einen gabelförmigen Träger zweier Kontakte enthält, von denen bei einer Abweichung des Richtseils (5) aus der Visierrichtung jeweils der eine Kontakt durch das Richtseil geschlossen wird.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Visiereinrichtung eine an der Magnetfeldsonde (6) angebrachte Fotozelle vorgesehen ist, auf die nach Einstellung der Sonde in die Visierrichtung ein vom Fahrzeug (1) ausgesandter Lichtstrahl fällt.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetfeldsonde (6) mit einer einstellbaren Korrekturvorrichtung zum Ausgleich der ortsbedingten Abweichung zwischen der geographischen und magnetischen Nordrichtung versehen ist.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Grammel, »Der Kreisel«, Bd. 2, 2. Auflage, Berlin 1950, S. 193 und 194.
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