DE118697C - - Google Patents

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DE118697C
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Germany
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room
dark
illusion
luminous bodies
ceiling
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63JDEVICES FOR THEATRES, CIRCUSES, OR THE LIKE; CONJURING APPLIANCES OR THE LIKE
    • A63J1/00Stage arrangements
    • A63J1/02Scenery; Curtains; Other decorations; Means for moving same
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F21LIGHTING
    • F21SNON-PORTABLE LIGHTING DEVICES; SYSTEMS THEREOF; VEHICLE LIGHTING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR VEHICLE EXTERIORS
    • F21S2/00Systems of lighting devices, not provided for in main groups F21S4/00 - F21S10/00 or F21S19/00, e.g. of modular construction

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Optical Elements Other Than Lenses (AREA)
  • Non-Portable Lighting Devices Or Systems Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Um der Decke eines für Theaterzwecke, Konzerte oder dergl. dienenden Raumes das Aussehen eines Sternenhimmels zu geben, hat man bisher in den meisten Fällen den Weg eingeschlagen, dafs man die Decke mit einem Ueberzuge aus Gewebe oder Gaze von dunkler Farbe versah und die einzelnen, die Sterne darstellenden Lampen in dem Ueberzuge befestigte. Einerseits lassen sich aber die zum Tragen eines derartigen Ueberzuges nomwendigen Constructionen nicht immer anwenden, andererseits müssen dabei gegebenenfalls theuere Deckendecorationen zerstört werden und endlich stellt ein derartiger Nachthimmel eine sehr schlechte Illusion dar, SO1 dafs man ohne Weiteres die Nachahmung erkennt.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung hat den Zweck, in Theater-, Konzert- und ähnlichen Räumen durch Anordnung von Blendlichtern einen Nachthimmel dergestalt nachzuahmen, dafs die eigentliche Deckenconstruction nachträglich nicht zu sehen ist, ohne dafs sie abgeändert zu werden brauchte. Endlich hat die Erfindung auch noch den Zweck, in höheren Räumen, in welchen lediglich der untere Theil von Personen benutzt wird, den für andere Zwecke bestimmten höheren Raum ohne Einschaltung einer Zwischendecke den Augen des Beschauers dadurch zu entziehen, dafs man einen Nachthimmel im Sinne der vorliegenden Erfindung in dem Räume anordnet. Man ist dadurch im Stande, jederzeit ohne Entfernung irgend welcher Theile von dem unteren Räume nach dem oberen Räume zu gelangen, um oben irgend welche Arbeiten zu verrichten.
Die Erfindung kennzeichnet sich dadurch, dafs in dem mit der Einrichtung zu versehenden Räume an der Decke, die die Gestirne darstellenden Glühlampen frei aufgehängt werden, und zwar so, dafs die sämmtlichen Leuchtkörper je nach Beschaffenheit des Raumes eine mehr oder weniger gewölbte Fläche darstellen. Die sämmtlichen Leuchtkörper tragen Reflectoren, die das Licht nur nach unten werfen. Endlich können die Leuchtkörper der wirklichen Stellung von Sternbildern entsprechend angeordnet werden.
Dadurch, dafs die Leuchtkörper ihre Strahlen von der Ebene ab, in welcher sie sich befinden, nur nach unten werfen, wird das Auge des Beschauers geblendet und die Umgebung der Leuchtkörper und der hinter ihnen befindliche Raum erscheint dem Beschauer dunkel, genau so wie dem Beschauer das Firmament in tiefer Nacht erscheint. Die Illusion kann noch durch Färbung der Glühlampen oder der Reflectoren erhöht werden. Verwendet man nämlich gelb gefärbte Lampen, so erscheint das Firmament infolge der Contrastwirkung in tiefblauer Farbe.
Der Mond kann hierbei aus einer entsprechenden, mit nach unten gebogenem Rande versehenen Platte bestehen, in welchem Rande ringsherum kleine Glühkörper eingesetzt sind, so, dafs wohl die dem Beschauer gegenüberstehende Fläche grell beleuchtet wird, nicht aber eine Lichtstrahlung rückwärts erfolgen kann.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Bildung eines derartigen Sternenhimmels in einem Theaterraum, welcher

Claims (2)

keine besondere Decke hat, sondern nur mit einem Glasdach versehen ist. Die einzelnen Beleuchtungskörper α hängen an den Drähten b, welch' letztere an der Glasdachconstruction oder an darunter gezogenen Drähten befestigt sind. Da aber unter einem Glasdache, welches einen von Personen zu benutzenden Raum überdeckt, ein Sicherheitsnetz schon aus baupolizeilichen Gründen ohnehin gespannt sein mufs, so können die Drähte gleich an diesem befestigt werden. Weil aber die Leuchtkörper die Seitenwandung des Raumes auch beleuchten, so würde in dem auf der Zeichnung dargestellten Raum der Dachtheil von c bis d mit der Illusion nicht mehr versehen werden können. Um aber die Illusion zu erhöhen, kann man in einem solchen Falle, sei es die Ueberdeckung von c bis d selbst, oder aber eine besonders für diesen Zweck aufgestellte dünne Wandung e mit irgend welchen sich an die Achitektur des unteren Raumes anschliefsenden Verzierungen f architektonischer oder allegorischer Art versehen und den Zwischenraum g dunkel, aber matt anstreichen. Dazwischen kann man einige Sterne h aus blankem Metall oder Spiegelglas oder auch Leuchtkörper einschalten. Die dunkle Fläche g erscheint dem Beschauer zufolge der Blendung durch die Leuchtkörper a als Fortsetzung der dunklen Fläche z, und die Illusion wird dadurch erhöht, denn die ganze Decke stellt einen Nachthimmel dar, welcher die Täuschung hervorruft, als sei der Raum überhaupt nicht überdeckt. Soll in einem hohen Saale der obere Raum, in welchem sich Gegenstände befinden, die nicht gesehen werden sollen, dem Auge der Besucher des unteren Raumes entzogen werden, dann bildet man den Sternenhimmel, wie bereits erwähnt, ebenfalls dadurch, dafs man in einer gewissen Höhe Leuchtkörper α an Drähten b gemäfs der vorliegenden Erfindung aufhängt. Zur Erhöhung der Illusion kann man event, den oberen Raum dunkel streichen, so dafs die Besucher des unteren Raumes den Eindruck gewinnen, als' wäre der Raum überhaupt nicht überdeckt und als sähen sie den wirklichen Nachthimmel. Unbedingt nothwendig ist indefs der dunkle Anstrich für die Decke des Raumes nicht, namentlich dann nicht, wenn die Leuchtkörper in reichlicher Anzahl angeordnet sind. Durch die beschriebene Anordnung der Leuchtkörper erreicht man nicht allein eine vorzügliche Nachthimmelillusion, sondern es wird auch das Licht der Leuchtkörper gleichzeitig zur Beleuchtung des Raumes vollständig ausgenutzt. Paten τ-Ansprüche:
1. Nachthimmel fürTheaterundsonstigeRä'ume, dadurch gekennzeichnet, dafs die die Gestirne darstellenden, mit Reflectoren ver-. sehenen Leuchtkörper an der Decke oder einem unter der Decke-befindlichen dunklen Gitterwerk freihängend so angeordnet sind, dafs die Lichtstrahlen der Beleuchtungskörper nur nach unten reflectirt werden, zu dem Zwecke, dem Beschauer den zwischen und hinter den Beleuchtungkörpern befindlichen Raum dunkel erscheinen zu lassen.
2. Nachthimmel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs die die Sterne darstellenden Lampen oder ihre Reflectoren gelb gefärbt sind, um den Nachthimmel tiefblau erscheinen zu lassen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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