DE1175467B - Anordnung zur Feuchtemessung an festen Materialien - Google Patents

Anordnung zur Feuchtemessung an festen Materialien

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DE1175467B
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Charles W E Walker
Edgar J Justus
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Beloit Iron Works Inc
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Beloit Iron Works Inc
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N22/00Investigating or analysing materials by the use of microwaves or radio waves, i.e. electromagnetic waves with a wavelength of one millimetre or more
    • G01N22/04Investigating moisture content

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Description

  • Anordnung zur Feuchtemessung an festen Materialien Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Bestimmen der in einem festen Material enthaltenen oder auf ihm vorhandenen Feuchtigkeit.
  • Ein wichtiges Anwendungsgebiet einer derartigen Anordnung ergibt sich bei der Messung des Feuchtigkeitsgehalts von Papier und Papiererzeugnissen. Man kann die Anordnung z. B. benutzen, um den Feuchtigkeitsgehalt einer Papierbahn in einer Papiermaschine sowohl auf der Eingangsseite als auch auf der Ausgangsseite des Trocknerteils der Maschine zu ermitteln. Während man sich früher bei der Bestimmung des Feuchtigkeitsgehaltes hauptsächlich auf das »Gefühl« der Bedienungsperson verlassen hat, ist man in den letzten Jahren dazu übergegangen, Betastrahlenmeßgeräte zur Messung zu verwenden, bei denen die von radioaktiven Stoffen ausgesandte Betastrahlung ausgenutzt wird. Ferner hat man in Papiermaschinen Geräte eingebaut, die auf der Basis der Änderung des elektrischen Widerstandes infolge der Feuchtigkeit oder der Änderung der elektrischen Kapazität arbeiten. Bei jedem dieser Geräte haben sich jedoch bestimmte Nachteile ergeben, hauptsächlich deshalb, weil bei ihnen in die Messung die Änderungen der Dicke und des Gewichtes oder der Zusammensetzung des Papiers selbst eingehen und nicht die Feuchtigkeitsmenge allein gemessen wird. Die Messung mit dem Betameßgerät umfaßt z. B. auch die Änderung der Strahlung infolge der Änderung der in dem Meßspalt vorhandenen Gesamtmasse. Für die Bestimmung des Feuchtigkeitsgehalts allein ist es daher erforderlich, zwei oder mehr Meßgeräte zu Vergleichszwecken zu benutzen, doch sind beide Meßgeräte den gleichen Fehlern unterworfen, und die Meßergebnisse sind sehr ungenau.
  • Eine genaue Messung des Feuchtigkeitsgehalts von Papier erhält man, wenn man im Laboratorium eine Probe aus der Papiermaschine wiegt, die Probe im Ofen trocknet und sie danach erneut wiegt. Der sich hierbei ergebende Gewichtsunterschied entspricht dem Feuchtigkeitsanteil. Hierbei handelt es sich um ein umständliches und zeitraubendes Verfahren, dessen Ergebnisse oft zu spät zur Verfügung stehen, um für den Betrieb der Papiermaschine von wirklichem Wert zu sein.
  • Es ist weiter bekannt, die Feuchtmessung an festen Materialien mit Hilfe eines Mikrowellensignals zu messen, das in den Raum abgestrahlt wird. Ein Maß für die Feuchte des Materials ist dabei die Größe des Anteils der Mikrowellenenergie, die von dem zu untersuchenden Material absorbiert wird. Bei einer bekannten Anordnung dieser Art wird die Mikro- wellenenergie mittels eines Antennenhorns in einen Raumwinkel frei abgestrahlt, in dem sich das zu untersuchende Material befindet. Ein entsprechendes Antennenhorn befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite des Materials und empfängt die den Raum passierende Wellenenergie. Man hat diese Verfahrensweise auch bereits bei durchlaufenden Bahnen eines faserigen Materials angewendet. Diese bekannte Anordnung vermeidet zwar die Nachteile der bekannten Feuchtemeßmethoden. Sie führt jedoch in der Praxis oft zu recht ungenauen Ergebnissen, da in vielen Fällen nicht genau vorauszusehen ist, durch welche weiteren Faktoren und Umgebungseinflüsse die in den Raum frei abgestrahlte Mikrowellen energie beeinflußt wird.
  • Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Anordnung zur Feuchtemessung an festen Materialien zu schaffen, bei der die Vorteile einer Messung mit Hilfe von Mikrowellen energie voll ausgenutzt werden können, ohne daß eine nicht leicht überschaubare Beeinflussung der Mikrowellenenergie durch andere Größen als die Feuchtigkeit des zu untersuchenden Materials zu befürchten ist.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das MikroweIlensignal bei seinem Einwirken auf das zu untersuchende Material entgegen der bekannten freien Abstrahlung in den Raum ständig mittels einer Oberflächenwellenführung geführt ist und das zu untersuchende Material sich außerhalb der Führung in dem Feld der geführten Oberflächenwelle befindet. Es hat sich nämlich gezeigt, daß man Fremdeinflüsse dann vermeiden kann, wenn man die Mikrowellenenergie in Form von Oberflächenwellen ständig, d. h. vor allem auch während ihres Einwirkens auf das zu untersuchende Material, entlang einer offenen Wellenführung zwangläufig führt. Bei einer derartigen Anordnung, bei der als Wellenführung beispielsweise ein Draht dient, ist die Größe des Raumes, die von der Wellenenergie erfüllt ist, im wesentlichen genau bekannt, so daß man auch eventuelle weitere Einflüsse auf die Energie leicht abschätzen kann. Vor allem aber ist es auch möglich, die Wellenenergie nach allen Seiten weitgehend gegen Einflüsse von außen abzuschirmen und nur auf einer Seite freien Zutritt zu dem zu untersuchenden Material zu geben. Durch die neue Anordnung ergibt sich eine wesentlich genauere und besser zu überschauende Messung der Feuchte an festen Materialien als dies mit der bekannten Anordnung möglich ist.
  • Die Erfindung wird an Hand schematischer Zeichnungen an mehreren Ausführungsbeispielen näher erläutert.
  • Fig. 1 ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anordnung; F i g. 2 ist ein Schnitt, der die Einzelheiten der bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 verwendeten Wellenführung erkennen läßt ; F i g. 3 ist ein Schnitt ähnlich dem in F i g. 2 durch eine abgewandelte Wellenführung zur Verwendung bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1; Fig. 4 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel der neuen Anordnung; Fig. 5 und 6 veranschaulichen weitere Abwandlungen der Erfindung.
  • Unter »Mikrowellen« werden hier elektromagnetische Wellen verstanden, deren Wellenlänge kleiner ist als einige Meter. Insbesondere eignet sich die neue Anordnung für Wellen einer Wellenlänge in der Größenordnung von etwa 2,5 cm oder weniger, z. B. Wellenlängen von 1,35 cm und 0,164 cm, die sehr empfindlich auf das Vorhandensein von Feuchtigkeit in festen Stoffen wie Papierbahnen ansprechen.
  • Gemäß F i g. 1 wird die Mikrowellenenergie durch eine geeignete Quelle, z. B. ein Klystron 10, erzeugt und mittels einer Wellenführung 11 zu einem geeigneten Koppler oder Speiser 13 überführt, um die Energie längs einer offenen Wellenführung 15 weiterzugeben. Die Wellenführung 15 kann einen elektrisch leitenden Draht umfassen, der vollständig in ein geeignetes festes Dielektrikum, z. B. das unter Bezeichnung »Teflon« erhältliche Material od. dgl., eingebettet ist. In jedem Fall jedoch ist die offene Wellenführung so ausgebildet, daß ein erheblicher Teil der Wellenenergie gezwungen wird, längs eines Bereichs fortzuschreiten, der mit dem freien Raum in Verbindung steht, in den man den Körper, dessen Feuchtigkeitsgehalt bestimmt werden soll, einbringen kann. Wie in Fig. 1 gezeigt, kann man das dielektrische Material, das durch die gestrichelte Umrißlinie 16 angedeutet ist, in der bei 17 angedeuteten Weise ausschneiden, so daß an dieser Stelle eine sich bewegende Bahn 18 aus Papier oder einem anderen Material aufgenommen werden kann. Bei einer offenen Wellenführung mit einem Draht umgibt die Mikrowellenenergie die Führung 15 und erstreckt sich annähernd bis auf eine Wellenlänge von der Führungsfläche weg.
  • Um eine elektrische Anzeige des von der Papierbahn 18 absorbierten Energieanteils und damit eine Anzeige des Feuchtigkeitsgehalts der Bahn zu erhalten, kann man geeignete Meßfühler 20 und 21 für Mikrowellenenergie, die mit der Wellenführung 15 gekoppelt sind, auf den entgegengesetzten Seiten des zu untersuchenden Körpers 18 anordnen. Als Fühler können Bolometer, Kristalldetektoren od. dgl. dienen, die mit der sich längs der Wellenführung 15 fortpflanzenden Mikrowellenenergie kapazitiv oder induktiv gekoppelt sind. Die Ausgangssignale der Fühler 20 und 21 können mit Hilfe bekannter elektronischer Einrichtungen verglichen werden, um ein Maß für die Energie zu erhalten, die von der in der Papierbahn 18 enthaltenen Feuchtigkeit absorbiert wird. Beispielsweise kann man die Ausgangssignale der Fühler 20 und 21 einem geeigneten Quotientenmesser oder einer Brücke zuleiten, wie man sie gewöhnlich benutzt, um Verhältnisse zwischen stehenden Mikrowellen zu messen. Jenseits des zweiten Fühlers 21 kann man ein Absorptionsmittel, z. B.
  • Wasser, anordnen, um eine Reflexion der Mikrowellenenergie zu vermeiden. Bei 23 ist ein Meßgerät angedeutet, das mit einer Skala versehen sein kann, um einen Zahlenwert anzuzeigen, der in Beziehung zu der von dem Papier 18 absorbierten Energie steht, z. B. die Differenz oder das Verhältnis zwischen der Ausgangsgröße des Fühlers 20 und der Ausgangsgröße des Fühlers 21. Diese Ausgangsgröße der Brücke kann man mit derjenigen Ausgangsgröße vergleichen, die man erhält, wenn sich keine Bahn 18 oder aber eine völlig trockene Bahn in der Aussparung 17 befindet, so daß man ein Maß für den Feuchtigkeitsgehalt der Bahn erhält.
  • F i g. 2 veranschaulicht eine Möglichkeit, bei der der zylindrische leitende Draht 15, der als Wellenführung dient, vollständig in das dielektrische Material 16 eingebettet ist, das die Aufgabe hat, die Ausbreitung der Mikrowellenenergie im wesentlichen auf einen Bereich in der Größenordnung einer Wellenlänge in der Umgebung der Leitoberfläche zu begrenzen. Die Bahn 18 wird durch Vorschubwalzen 28 und 29 in Richtung des Pfeils 19 bewegt und gleitet an der Unterseite 16a in gekoppelter Beziehung zu der von der Wellenführung 15 fortgeleiteten Mikrowellenenergie entlang. Es können Hilfseinrichtungen (nicht dargestellt) vorgesehen sein, um eine gleichmäßige Berührung zwischen der Bahn 18 und der Fläche 16a während der Bewegung der Bahn zu gewährleisten, so daß stets ein gleichmäßiges Volumen der Bahn 18 in Kopplung mit der Wellenführung 15 gehalten wird. Die Bahn 18 kann sich vollständig innerhalb einer Entfernung von der Oberfläche des Drahtes 15 befinden, die einer Wellenlänge entspricht, oder es kann sich ein vorbestimmter Teil der Dicke der Bahn 18 innerhalb dieses Abstandes von der Wellenführung 15 befinden.
  • Fig. 3 zeigt eine etwas abgewandelte Wellenführung, bei der ein flacher leitender Stab 30 in ein dielektrisches Material 31 eingebettet ist, und bei der sich die Bahn 18 an einer Flachseite des Stabes 30 vorbeibewegt. In diesem Fall kann der Koppler 13 statt der Form eines zylindrischen Horns, wie man es bei dem zylindrischen Draht 15 nach F i g. 2 verwenden würde, die Form eines rechteckigen Horns annehmen. Im übrigen ist das Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 mit demjenigen nach Fig. 1 und 2 gleich, so daß sich eine weitere Erläuterung erübrigen dürfte.
  • Fig. 4 gibt ein Ausführungsbeispiel wieder, das dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 1 oder 3 völlig gleichen kann, mit Ausnahme der Tatsache, daß die Draht- oder Stabwellenführung 35 und das dielektrische Material 36 eine etwas gekrümmte Bahn bilden, so daß die Mikrowellenenergie an einem geeigneten Körper 37 vorbeigeleitet wird, dessen Feuchtigkeitsgehalt ermittelt werden soll. Bei dem Körper 37 kann es sich um eine sich bewegende Bahn oder von einer Fördereinrichtung geführte einzelne Gegenstände handeln. Denjenigen Teilen, die denen in Fig. 1 entsprechen, wurden jeweils gleiche Bezugsziffern beigefügt, so daß sich eine weitere Beschreibung des Ausführungsbeispiels nach F i g. 4 erübrigt.
  • Fig. 5 zeigt ein etwas abgeändertes System, bei dem eine Materialbahn 18 od. dgl. in Energie aufnehmender Beziehung zu der Mikrowellenenergie angeordnet ist, die längs einer Wellenführung40 fortgeleitet wird. Die Wellenführung 40 kann z. B. ein Element aus einem Material mit unvollkommener Leitfähigkeit, z. B. einen Draht, eine Stange oder einen Stab aus nichtrostendem Stahl od. dgl. sein, das dazu dient, die Ausbreitung der Mikrowellenenergie im wesentlichen auf eine Strecke von der Größenordnung einer Wellenlänge von dem Leiter aus zu begrenzen, wie es bereits weiter oben beschrieben wurde. Das Zuführen von Mikrowellenenergie zu der Wellenführung 40 kann mittels einer vollständig geschlossenen Wellenführung 42 erfolgen, die mit einem Zweiwegekoppler 43 verbunden ist, um einen vorbestimmten Teil der von der Quelle 10 gelieferten Energie mit einer Wellenführung 44, einer verstellbaren Dämpfungseinrichtung 45, Mikrowellenenergiefühleinrichtung 47 und einem absorbierenden Abschluß zu koppeln, welch letzterer dazu dient, die Energie zu absorbieren und eine Reflexion zu verhindern. Die Fühleinrichtung 47 für die Mikrowellenenergie kann einen Kristall, einen Thermodetektor oder ein Bolometer umfassen, und sie kann eine Gleichstrom- oder Zwischenfrequenzausgangsgröße mittels eines Leiters 50 an ein Vergleichsgerät 52 abgeben. Ein Teil der von der Quelle 10 gelieferten Energie wird durch den Koppler43 und eine Wellenführung 55 zu einem Koppler 57 übertragen, um die Energie längs der offenen Wellenführung 40 fortzupflanzen. Die von dem Material 18 nicht absorbierte Energie kann durch z. B. einen Kristalldetektor, einen Thermodetektor oder ein Bolometer 60 gefühlt werden, und die Ausgangsgröße dieser Fühler wird durch einen Leiter 61 an die Vergleichsschaltung 52 abgegeben, bei der es sich um eine geeignete Gleichstrom- oder Zwischenfrequenzbrückenschaltung handeln kann, welche eine Ausgangsgröße liefert, die den Unterschied oder das Verhältnis zwischen den über die Leiter 50 und 61 zugeführten Eingangsgrößen wiedergibt. Bei 63 ist ein geeigneter Abschluß zum Absorbieren der Mikrowellenenergie und zum Verhindern einer Reflexion angedeutet. Durch Vergleichen der Ablesungen an dem Meßgerät 52 für eine feuchte Bahn 18 und eine vollständig trockene Bahn, die jeweils mit der Wellenführung 40 gekoppelt ist, erhält man eine Anzeige der Energie, die von der in der Bahn enthaltenen Feuchtigkeit absorbiert wird.
  • Es sei bemerkt, daß man bei der Anordnung nach F i g. 5 den unvollkommenen Leiter 40 frei im Raum anordnen kann, ohne daß er von einem festen Dielektrikum umgeben ist, und daß man geeignete Mittel vorsehen kann, um das Material 18 in stabiler Energieaufnahmebeziehung zu der sich längs des Drahtes 40 fortpflanzenden Energie zu halten.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 6 können der Mikrowellengenerator 10, die Wellenführung 11 und der Koppler 13 den bei der Anordnung nach F i g. 1 verwendeten Elementen ähneln, während die offene Wellenführung 80 z. B. einen Draht oder Stab aus einem Material mit unvollkommener Leitfähigkeit umfassen kann, der frei im Raum angeordnet ist.
  • Wie bei dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel kann man die Bahn 18 in stabiler Energieabsorptionsbeziehung an dem Draht oder Stab vorbeiführen. Mit der Wellenführung 80 ist eine Fühleinrichtung 82 gekoppelt, deren Ausgangsgröße über einen Mittel-oder Niederfrequenzverstärker 83, eine geeichte Mittel- oder Niederfrequenz-Dämpfungseinrichtung 84 einem Pegelanzeiger 85 zugeführt wird. Ferner kann ein absorbierender Abschluß87 für die Wellenführung 80 vorgesehen sein, um Reflexionserscheinungen zu verhindern.
  • Bei diesem System kann man einen Ausgangspegel mittels des Pegelanzeigers 85 wählen, während eine völlig trockene Bahn die Lage der Bahn 18 einnimmt. Danach, wenn sich die Bahn 18 in der aus F i g. 6 ersichtlichen Lage befindet, verstellt man die Dämpfungseinrichtung 84, um an dem Anzeigegerät 85 den vorherigen Pegel wieder einzustellen, woraufhin die Einstellung der Dämpfungseinrichtung 84 eine zahlenmäßige Anzeige der Energie liefert, die von der in der Bahn 18 enthaltenen Feuchtigkeit absorbiert wird.
  • Es sei bemerkt, daß man bei jedem der Ausführungsbeispiele nach Fig. 1 bis 6 die Mikrowellenenergie über die gesamte Breite der wandernden Bahn od. dgl. fortleiten kann, so daß man einen Mittelwert des Feuchtigkeitsgehalts über die Breite der Bahn erhält. Bevorzugt verwendet man Wellenführungsmittel, die ein relativ gleichmäßiges Feld innerhalb eines vorbestimmten Gebietes des zu untersuchenden Körpers erzeugen, und aus diesem Grunde wird die aus F i g. 3 ersichtliche Stabform bei flachen Bahnen, die in einer Ebene liegen, vorgezogen.
  • Unter dem Ausdruck »Oberflächenwelle« wird eine Wellenenergie verstanden, die längs einer Fläche fortgeleitet wird, die zwei Medien mit unterschiedlichen elektrischen Eigenschaften scharf voneinander trennt, so daß auf die elektromagnetische Welle eine Führungswirkung ausgeübt wird. Man kann hierbei diejenige Fläche verwenden, die einen Leiter von einem Isolator trennt, oder eine Fläche, die zwei verschiedene Isolatoren mit sich stark unterscheidenden Dielektrizitätskonstanten voneinander trennt. Der Ausdruck »Feuchtigkeitsgehalt« bezeichnet hierbei Feuchtigkeit, die auf der Oberfläche des Materials oder in dem Material oder sowohl auf der Oberfläche als auch im Inneren des Materials vorhanden ist. Die Anordnung nach der Erfindung ist insbesondere anwendbar, um den Feuchtigkeitsgehalt von Zellulosematerialien zu ermitteln, denn in diesem Fall sind die Resonanzabsorptionsfrequenzen gegenüber dem Vorhandensein des festen Materials relativ unempfindlich, so daß man eine sehr empfindliche Anzeige des Vorhandenseins von Feuchtigkeit in solchen Materialien erhält. Allgemein ist eine Anwendbarkeit der Erfindung bei nichtmetallischen anorganischen Stoffen sowie bei organischen Stoffen gegeben. Ein besonderes Anwendungsgebiet der Erfindung dürfte sich hinsichtlich der Bestimmung des Feuchtigkeitsgehalts von Getreideerzeugnissen, getrockneten Nahrungsmitteln, Mehl, Frühstücksnahrungsmitteln, Gemischen für Backzwecke, entwässerten Proteinen, Kohlehydraten und Zellulosemateralien ergeben.

Claims (6)

  1. Patentansprüche: 1. Anordnung zur Feuchtemessung an festen Materialien, bei der ein von einem Mikrowellengenerator erzeugtes Signal in einen Bereich abgestrahlt wird, in dem sich das zu untersuchende Material befindet, und bei der eine Meßeinrichtung zum Feststellen des von diesem Material absorbierten Anteils der Mikrowellenenergie vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Mikrowellensignal bei seinem Einwirken auf das zu untersuchende Material ständig mittels einer Oberflächenwellenführung geführt ist und das zu untersuchende Material sich außerhalb der Führung in dem Feld der geführten Oberflächenwelle befindet.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Wellenführung ein Draht oder Stab aus elektrisch leitendem Material dient.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wellenführung die Form eines flachen Stabes besitzt, der mit einer flachen Seite in Richtung auf das zu untersuchende Material weist.
  4. 4. Anordnung nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch Abschirmmittel, welche die Wellenführung nach allen Seiten mit Ausnahme derjenigen Seite abschirmen, auf der das zu untersuchende Material angeordnet ist.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wellenführung zur Abschirmung von einem festen Dielektrikum umgeben ist.
  6. 6. Anordnung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Wellenführung in direkter Berührung mit einer Fläche des zu untersuchenden Materials steht.
    In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2659 860; Rev. Scientific Instr., Band 29, 1958, S. 52, Fig. 3.
DEB48093A 1957-03-06 1958-03-06 Anordnung zur Feuchtemessung an festen Materialien Pending DE1175467B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1466725B1 (de) * 1965-08-18 1970-05-21 Inst Plasmaphysik Gmbh Einrichtung zur Messung des komplexen UEbertragungsmasses eines in einem Mikrowellen-Messkanal angeordneten Untersuchungsobjektes

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2659860A (en) * 1949-08-27 1953-11-17 Inst Textile Tech Method and apparatus for measuring moisture content

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