DE1161111B - Verfahren zum Regeln von Trommelmuehlen zwecks Aufrechterhaltung eines von der Muehle erzeugten Feinheitsgrades des Mahlgutes - Google Patents

Verfahren zum Regeln von Trommelmuehlen zwecks Aufrechterhaltung eines von der Muehle erzeugten Feinheitsgrades des Mahlgutes

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DE1161111B
DE1161111B DEB49725A DEB0049725A DE1161111B DE 1161111 B DE1161111 B DE 1161111B DE B49725 A DEB49725 A DE B49725A DE B0049725 A DEB0049725 A DE B0049725A DE 1161111 B DE1161111 B DE 1161111B
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DE
Germany
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mill
speed
grinding
ore
grist
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DEB49725A
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Anders Bertil Noren
Jonas Columbus Burstroem
Per Anders Herman H Fahlstroem
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Bolidens Gruvaktiebolag
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Bolidens Gruvaktiebolag
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02CCRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C17/00Disintegrating by tumbling mills, i.e. mills having a container charged with the material to be disintegrated with or without special disintegrating members such as pebbles or balls

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Crushing And Grinding (AREA)

Description

  • Verfahren zum Regeln von Trommelmühlen zwecks Aufrechterhaltung eines von der Mühle erzeugten Feinheitsgrades des Mahlgutes Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Regeln von Trommelmühlen zwecks Aufrechterhaltung eines von der Mühle erzeugten Feinheitsgrades des Mahlgutes in Abhängigkeit von physikalischen Eigenschaften des Mahlgutes.
  • Das Verfah~en bezieht sich auf Trommelmühlen für die sogenannte autogene Vermahlung, insbesondere das Mahlen von Erzen und Bergen, und dient zur Regelung der Korngröße des Mahlgutes. Die Erfindung hat den Zweck, ein Verfahren zu schaffen, nach dem der Feinheitsgrad des Mahlgutes mit einem vorherbestimmten Wert aufrechterhalten werden kann.
  • Die autogene Vermahlung ist ein Verfahren zum Brechen und Mahlen von festem Mahlgut, wobei das feste Mahlgut selbst als Mahlkörper verwendet wird. Ausgesiebte Stücke bestimmter Größe des ungemahlenen Mahlgutes können folglich die Mahlkörper ersetzen, die gewöhnlich in rotierenden Trommelmühlen verwendet werden, z. B. Kugeln, Stangen, Flintsteine u. a. Von besonderem Interesse ist die Art von autogener Vermahlung, bei der das Mahlgut nach einem kürzeren oder längeren Brechen einer Mahl_tromrrel zugeführt wird, in der es auf die gewünschte Korngröße gemahlen wird, und zwar auf Grund der gegenseitigen Bewegung der Stücke des Mahlgutes und der Abnutzwirkung auf sich selbst. Die autogene Vermahlung wird in der Regel in Mühlen mit kurzer Trommellänge und großem Durchmesser vorgenommen und kann sowohl als Naßmahlen als auch als Trockenmahlen vollzogen werden. Das Mahlverfahren ist von großer Bedeutung, vor allem zum Zerkleinern von Erzen zur Aufbereitung, von Bergen, von Produkten in der Zementherstellung usw. Bei Verwendung der autogenen Vermahlung wird ein großer Teil der Ausrüstung erspart, die andernfalls zum Brechen und Mahlen des Materials erforderlich ist. Weiter werden die Kosten für Mahlkörper aus fremdem Material erspart, die gewöhnlich bedeutende Beträge erreichen.
  • Das Regeln des Feinheitsgrades des Mahlproduktes ist bisher durch Anpassung der Größeneinteilung und Verteilung des zuzuführenden Mahlgutes durchgeführt worden. Dies kann mannigfach erfolgen, z. B. durch bestimmtes Brechen, wodurch das Material eine gewisse maximale Stückgröße und eine bestimmte Kornvaerteilung erhält. Es ist ebenfalls bekannt, aus dem zugeführten Material gewisse Stückgrößen auszusieben und dieselben zusammen mit dem Siebdurchgang in ein konstantes Verhältnis zu bringen, wodurch ständig eine bestimmte Verteilung des Materials erhalten werden soll. Es ist ebenfalls bekannt, einen Teil des Materials auszusieben, und zwar gröbere Mahlsteine, und den anderen Teil des Materials einen Brechvorgang durchmachen zu lassen und dann zum Mahlen die beiden Teile in einem konstanten Mengenverhältnis wieder zusammenzuführen. Ferner ist auch bereits versucht worden, die Materialzufuhr pro Zeiteinheit zu einer Mühle zu steuern, indem meßbare Eigenschaften des erzeugten Mahlproduktes zur Steuerung der Zuführeinrichtungen benutzt werden. Dabei wird das Mahlprodukt in einem Ausscheider getrennt und entsprechend einer Erhöhung oder Verminderung der Menge des aus dem Ausscheider in die Mühle zurückgeführten Mahlgutes eine entsprechend geringere oder größere Menge von ungemahlenem Mahlgut in die Mühle eingebracht. Dazu sind umfangreiche Meß- und Steuereinrichtungen erforderlich, um eine annähernd gleichbleibende Zuführmenge für die Mühle zu erhalten. Außerdem kann ein Zwischenbehälter für zurückzuführendes Mahlgut notwendig werden, um ein angemessenes Verhältnis zwischen frischem und zurückzuführendem Mahlgut einhalten zu können. Der Zweck aller dieser verschiedenen Verfahren, die Größe und Verteilung des einzubringenden Materials zu steuern, liegt darin, daß diese auf die Korngröße des Mahlproduktes große Einwirkung haben. Damit eine gewünschte Korngröße des Mahlproduktes erreicht wird, ist es nämlich erforderlich, daß das zuzuführende Material eine gewisse Zusammensetzung haben muß. Falls dies der Fall ist, wird eine zweckmäßig abgewogene Menge von Mahlkörpern in der Mühle ausgeformt, welche die Voraussetzung dafür ist, daß ein bestimmtes Mahlprodukt erhalten wird. Falls das zuzuführende Material Schwankungen in bezug auf seine Stückgröße erfährt wird auch die Mahlcharge beeinflußt, und es ergeben sich davon abhängige Änderungen bezüglich der Größe des Mahlproduktes. Infolgedessen ist beim Mahlen gemäß der bekannten Methoden eine sehr strenge Kontrolle der Zusammensetzung des einzubringenden Materials erforderlich, was im gewissen Maße dessen Verwendbarkeit begrenzt.
  • Nach der Erfindung werden unter anderem diese Nachteile beseitigt und eine bequeme Methode zum Aufrechterhalten der Korngröße des Mahlproduktes auf einen gewünschten Wert erhalten. Die Erfindung ist hauptsächlich dadurch gekennzeichnet, daß bei Trommelmühlen mit autogener Vermahlung, die also ohne Mahlkörperfüllung arbeiten und denen das Mahlgut mit im wesentlichen gleichbleibender Menge und Stückgröße zugeführt wird, die Mühlendrehzahl in dem Sinne gesteuert wird, daß bei gröber werdendem Mahlprodukt die Drehzahl verringert und bei feiner werdendem Mahlprodukt erhöht wird. Dabei wird so vorgegangen, daß die Feinheit des Mahlproduktes aus der Belastung des Antriebsmotors eines der Mühle nachgeschalteten Klassierers bestimmt wird.
  • Auf diese Weise ist es möglich, in einer Mühle mit autogener Vermahluna lediglich durch Drehzahlsteuerung der Mühle ein Mahlprodukt mit vorherbestimmtem, gleichmäßigem Feinheitsarad herzustellen. Vorzugsweise wird dabei nicht eine so große Menge an Mahlgut in die Mühle eingeführt, daß damit dauernd deren maximale Kapazität erreicht ist. Durch diese Maßnahme kann auch die Zuführung des Mahlgutes in ständig etwa gleichbleibender Menge beibehalten werden, wenn der Füllungsgrad der Mühle bei verringerter Drehzahl derselben etwas ansteigt.
  • Die autogene Vermahlung unterscheidet sich von der Vermahlung mit fremden Mahlkörpern hinsichtlich ihres Verhaltens bei Drehzahländerungen. Während beim autogenen Verfahren eine Drehzahländerung eine Anpassung an den gewünschten Feinheitsgrad des Mahlproduktes hervorruft. tritt beim Mahlen mit fremden Mahlkörpern keine solche Anpassung, sondern eine Änderung der Leistung ein. Eine Anpassung an einen gewünschten Feinheitsgrad des Mahlproduktes könnte in letzterem Falle nur durch Verwendung von anderen Mahlkörpern mit anderen Abmessungen erreicht werden, was in der Praxis wegen des Zwanges zum Austausch dieser Mahlkörper kaum durchführbar ist.
  • Das Intervall der Drehzahlregelung wird dabei zweckmäßig zwischen 50 und 100% der kritischen Drehzahl der Mühle gewählt. Unter der kritischen Drehzahl versteht man die Umfangsgeschwindigkeit des Mantels, in Umdrehungen je Minute, bei der ein am Mantel gelegenes Teilchen dazu gebracht wird, mit demselben bis an den höchsten Punkt des Mantels zu folgen. Die kritische Drehzahl wird durch die Formel ausgedrückt, worin D der Innendurchmesser der Mühle in Meter ist.
  • Die Erfindung wird nachstehend unter Hinweis auf o einige in der Zeichnung schematisch gezeigte Ausführungsbeispiele derselben näher erläutert, und in diesem Zusammenhang werden weitere für die Erfindung kennzeichnende Eigenschaften angegeben.
  • F i g. 1 ist ein schematisches Diagramm, das den 5 graphischen Zusammenhang zwischen der Drehzahl der Mühle und der Korngröße des Mahlproduktes, bestimmt durch die Maschenweite eines Siebes, durch das 8011/o des Mahlproduktes passiert, zeigt; F i g. 2 ist eine schematische Ansicht einer Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung; F i g. 3 ist eine schematische Ansicht einer Anlage in einer abgeänderten Ausführungsform, die für das Naßmahlen von Erzen bestimmt ist: F i g. 4 ist ein Schema einer Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung in einer bevorzugten Ausführungsform.
  • Die Erfindung gründet sich auf die Beobachtung, daß eine autogene Mühle bei niedriger Drehzahl ein feineres Mahlprodukt als bei hoher Drehzahl ergibt. Die Wirkung der Änderung der Drehzahl beim Zerkleinern bleihaltigen Sandsteinerzes geht aus F i g. 1 hervor. Als unabhängige Variable ist nach der X-Achse die Drehzahl der Mühle, ausgedrückt in Prozent der kritischen Drehzahl, und als abhängige Variable ist nach der Y-Achse die Korngröße des Mahlproduktes, bestimmt durch die Maschenweite eines Siebes, durch das 800/0 des Mahlproduktes passieren, aufgezeichnet worden. Das Resultat ist beim Mahlen in einer Mühle mit 3 m Innendurchmesser und 0,9m Mantellänge bei einem Füllungsgrad von etwa 35% erreicht worden. Die durch die Erfindung erreichte Wirkung auf den Mahlvorgang dürfte damit zusammenhängen, daß bei verschiedenen Drehzahlen Mahlchargen verschiedener Zusammensetzung ausgeformt werden. Bei niedriger Drehzahl wird folglich eine Charge ausgeformt, die aus einer größeren Anzahl von Mahlkörpern mit verhältnismäßig großer Oberfläche besteht. Bei höherer Drehzahl erfolgt ein rascheres Brechen und Abnutzen der Mahlsteine, was in erster Linie die kleinsten Steine betrifft, weshalb bei demselben Gesamtchargengewicht die Anzahl von Mahlkörpern und somit auch die Oberfläche der Mahlkörper kleiner werden. Die Erfindung ist insbesondere zum autogenen Vermahlen von Erzen mit einer maximalen Stückgröße von 100 bis 700 mm geeignet. Die Erfindung kann dazu ausgenutzt werden, unter anderem entweder das Mahlen auf einen gewissen gewünschten Wert in solchen Fällen zu regeln, wo die Zusammensetzung des einzubringenden Materials konstant ist, oder ein Material variierender Zusammensetzung auf eine bestimmte Korngröße zu mahlen.
  • In F i g. 2 ist ein Behälter 1 für zuzuführendes Material und eine Zuführvorrichtung 2 bekannten Typs dargestellt, die über eine Rinne 3 das Material zu der Mühle 4 transportiert. Die Mühle 4 besteht aus einer rotierenden Trommel, deren konische Stirnwände mit hohlen Zapfen 5 und 6 zur kontinuierlichen Zuführung bzw. Abführung des Materials versehen sind. Die Lagerzapfen 5 und 6 der Trommel sind in den Lagern 7 gelagert. Die Mühle 4 ist auf der Austrittsseite mit einer Siebwand 8 versehen; es können aber auch Mühlen, die direkte Durchströmung des Materials erlauben, verwendet werden. Die Mühlentrommel ist mit einem Zahnkranz 9 versehen, der von einem Ritzel10 getrieben wird. Das Ritzel 10 ist an einer Welle 11 befestigt, die in Lagern 12 gelagert ist. Die Welle 11 wird von einem Antriebsmotor 13 mit veränderlicher Drehzahl getrieben. Dieser kann ein 3-Phasen-Schlupfmotor oder ein Gleichstrommotor mit veränderlicher Drehzahl sein. Er kann aber auch aus bekannten elektromechanischen Antriebsaggregaten mit kontinuierlich veränderlicher Drehzahl bestehen, z. B. aus einem Elektromotor mit konstanter Drehzahl, der an einen hydraulischen Getriebekasten oder einen Keilriemenvariator geschaltet ist, dessen ausgehende Welle mit der Welle 11 mechanisch verbunden ist. Auch Geschwindigkeitsvariatoren mit Stufenschaltung können verwendet werden. Die Mühle 4 ist mit einer Ausrüstung zur Abscheidung fertiggemahlenen Gutes und Rückführung nicht fertiggemahlenen Gutes kombiniert. In dem Beispiel ist eine Vorrichtung dargestellt, die bei Naßmahlen aus einer Pumpe 14 und einem Zyklonscheider 15 und bei Trockenmahlen aus einem Gebläse 14 und einem Zyklonscheider 15 besteht. Auch andere Scheidevorrichtungen können beim Naßmahlen verwendet werden, z. B. ein Spiral-oder Kratzscheider, ein Hydroseparator u. dgl. Der gezeigte Zyklon 15 ist mit einer Eintrittsöffnung 16 für das zu scheidende Gut sowie einer Austrittsöffnung 17 zur Ableitung fertiggemahlenen Gutes und einer Ablaßöffnung 18 zur Ableitung nicht fertiggemahlenen Gutes versehen. Dieses wird mit bekannten Vorrichtungen zu der Zuführungsrinne 3 zurückgeführt. Durch entsprechendes Ändern der Mühlendrehzahl kann der Feinheitsgrad des Mahlproduktes auf einen gewünschten Wert eingeregelt werden, und zwar ergibt eine Drehzahlverringerung ein feineres und eine Drehzahlerhöhung ein gröberes Mahlprodukt.
  • Nun ist festgestellt worden, daß außer der Drehzahl auch die Stückgröße des zugeführten Materials auf die Korngröße des Mahlproduktes große Einwirkung hat. Eine Erhöhung der Stückgröße des zugeführten Materials hat ein gröberes Mahlprodukt zur Folge, während eine Abnahme der Stückgröße des zugeführten Materials ein feineres Mahlprodukt mit sich bringt. Nachstehend werden zwei Ausführungsformen nach der Erfindung in dieser Hinsicht schematisch näher beschrieben.
  • In den Fällen, wo man die Änderungen der Zusammensetzung des einzubringenden Materials nicht vorausbestimmen kann und diese durch Anpassung der Drehzahl der Mühle selbsttätig auszugleichen wünscht, kann dies dadurch gemacht werden, daß die Korngröße des von der Mühle ausgebrachten Produktes zur Abgabe von Impulsen zur Steuerung der Drehzahl in Anspruch genommen wird. In F i g. 3 wird eine Ausführungsform beim autogenen Mahlen eines festen Materials in Wasser, z. B. Erz, gezeigt, bei der .die Drehzahl der Mühle durch Impulse aus der Korngrößenbestimmung des Mahlproduktes automatisch gesteuert wird.
  • In F i g. 3 beziehen sich die Bezugszeichen 1 bis 13 auf dieselben Einzelteile, die im Beispiel gemäß F i g. 2 beschrieben worden sind.
  • Der Schlupfmotor 13 ist mit einem Stellglied 21 versehen, das eine Verschiebung der Bürstenbrücke des Schlupfmotors 13 herbeiführt. Ein Spiralscheider 22 ist vorgesehen, aber .auch andere bekannte Scheider können verwendet werden, in denen der zur Entfernung des groben Gutes erforderliche Effekt gemessen werden kann. Der Spiralscheider 22 ist mit einem Auslaß 23 für fertiggemahlenes Erz und einem Auslaß 24 für nicht fertiggemahlenes Erz versehen. In dem Spiralscheider 22 rotiert eine Spirale 25, die von einem Motor 26, z. B. einem 3-Phasen-Asynchronmotor, über eine mechanische Transmission 27 getrieben wird. Der Motor 26 ist mit einem Meßfühler 28 für die Motorbelastung versehen, der dem Stellglied 21 des Schlupfmotors 13 einen elektrischen Impuls erteilt, wenn die Belastung des Antriebsmotors 26 des Spiralscheiders 22 einen gewissen einstellbaren Wert überschreitet oder unterschreitet. Der Meßfühler 28 ist auf in der Regelungstechnik bekannte Weise über einem Regler 29 an das Stellglied 21 geschaltet.
  • Die Wirkungsweise der Anlage ist wie folgt: Wenn die Mühle 4 im Gleichgewichtszustand arbeitet, wobei das Zerkleinern auf die gewünschte Korngröße stattfindet, lagert ein gewisser Teil des Gutes in dem Spiralscheider 22 ab, wobei dessen Antriebsmotor 26 mit gewisser Belastung arbeitet. Wenn die Stückgröße des einzubringenden Erzes gröber wird, hat dies zur Folge, daß eine größere Menge urgemahlenen Gutes die Mühle 4 per Zeiteinheit verläßt und sich in dem Spiralscheider 22 ablagert. Die Belastung auf dessen Antriebsmotor 26 wird dabei größer. Diese Änderung wird von dem Meßfühler 28 gemessen, das dem Stellglied 21 des Schlupfmotors 13 über den Regler 29 einen Impuls erteilt. Das Stellglied 21 verschiebt die Bürstenbrücke des Schlupfmotors 13, so daß die Drehzahl des die Mühle antreibenden Motors 13 geringer wird. Dies veranlaßt seinerseits, daß die Mühle 4 ein feineres Mahlprodukt liefert, und dies hat zur Folge, daß die Belastung auf den Antriebsmotor 26 des Spiralscheiders 22 nach ihrem normalen Wert hin zurückgeführt wird. Die Drehzahlabnahme hört dabei erst dann auf, wenn die Normalbelastung des Antriebsmotors 26 des Spiralsoheidlers 22 wiedereingetreten ist. Eine Änderung der Zufuhr von gröberem Erz in feineres Erz hat die umgekehrte Wirkung, indem die Belastung des Spiralscheiders 22 geringer wird, was davon abhängig ist, daß das Mahlprodukt von der Mühle 4 feiner geworden ist.
  • Die obige Beschreibung gibt lediglich ein prinzipielles Bild des Regelverfahrens beim Naßmahlen von z. B. Erz mit variierender Zusammensetzung. Zur Regelung werden selbstverständlich auch solche bekannten Servosteuerungen nicht beschriebener Art verwendet, die auf den jeweiligen Fall Anwendung finden können. Das oben gewählte Beispiel ist natürlich auch nicht das einzige, das zur Regelung des Mahlens bzw. Konistanthalroems desselben in Frage kommen kann. Andere von der Korngröße des Mahlproduktes direkt oder indirekt abhängige Eigenschaften desselben können selbstverständlich der Regelung zugrunde gelegt werden, wie Verdünnung, Porosität, spezifische Oberfläche, Fluidität usw. des Mahlproduktes.
  • Das oben beschriebene Beispiel betrifft Naßmahlen festen Materials, z. B. Erz. Das Verfahren ist aber auch beim Trockenmahlen prinzipiell anwendbar. Bei derartigem Trockenmahlen wird jedoch der gezeigte Spiralscheider 22 durch einen Trockengutscheider von beispielsweise dem Typ, der in F i g. 2 dargestellt ist, ersetzt. Eine der Mühle pro Zeiteinheit zugeführte Menge nicht fertiggemahlenen Materials kann dabei kontinuierlich gemessen werden, wobei Abweichungen von einem Normalwert eine Impulsabgabe zur Änderung der Drehzahl der Mühle auf eine Weise, die der oben für Naßmahlen beschriebenen analog ist, bewirken können.
  • In den Fällen, wo man Änderungen der Zusammensetzung des einzubringenden Materials planmäßig vornimmt und/oder voraussetzen kann, kann eine gewünschte Anpassung der Drehzahl der Mühle auf Grund von planmäßigen und/oder vorausgesetzten Änderungen vorgenommen werden. Ein derartiges Verfahren beim Mahlen von beispielsweise Erz wird schematisch in F i g. 4 dargestellt. In dieser ist ein Behälter 31 für zuzuführendes Erz und ein Zuführer 32 bekannten Typs dargestellt. Ferner ist ein Verteiler 33 vorgesehen, der es erlaubt, daß das Erz entweder einem Brecher 34, in dem gezeigten Beispiel einem Kreiselbrecher, zugeführt oder an demselben vorbeigeführt wird. Das Erz wird anschließend auf einemSieb35 bekanntenTyps ineineAnzahlvonKorngrößen, gewöhnlich mindestens drei, ausgesiebt. Das Erz wird je nach Stückgröße in den Behältern 36, 37 und 38 aufgesammelt. Von diesen wird das Erz mit Hilfe von je einem untereinander separat einstellbaren Zuführer 39 bekannten Typs einem Sammeltrichter 40 zugeführt, der in eine Waage 41 mündet.
  • Eine Zuführrinne 3 mündet in eine Trommelmühle 4 der bereits beschriebenen Art, deren Drehzahl in bekannter Weise durch ein Steuerorgan 43 ; gesteuert werden kann. Ferner ist ein Spiralscheider 44 vorgesehen, aber auch Kratzscheider, Zyklone od. dgl. können vorhanden sein. Der Spiralscheider 44 ist mit einem Auslaß 45 zur Ableitung fertiggemahlenen Gutes und einer Öffnung 46 zur Ableitung nicht fertiggemahlenen Gutes versehen, wovon letzteres zu der Mühle 4 in bekannter Weise zurückgeführt wird. Der Antriebsmotor 47 dient zum Antrieb des Spiralscheiders 44.
  • Die Wirkungsweise des Systems ist wie folgt: Das Erz wird aus dem Behälter 31 herausgeführt und passiert den Brecher 34 zum größeren oder kleineren Teil. Bei jeder Einstellung des Kreiselbrechers und Verteilung des Erzes durch den Brecher hindurch und an demselben vorbei erhält man ein Brechprodukt, das von der Zusammensetzung des aufgebrachten Erzes abhängig ist.
  • Nach dem Brechen wird das Erz auf dem Sieb 35 gesiebt. Dieser Vorgang hat zur Aufgabe, das Erz in eine Anzahl bestimmter Größen, gewöhnlich wenigstens drei, aufzuteilen. Dabei erhält man teils feinkörniges Erz, gewöhnlich mit einer Größe von 0 bis 75 mm, teils großstöckiges Erz, gewöhnlich mit einer Größe von > 100 mm, teils Erz mit intermediären Stückgrößen, gewöhnlich mit einer Größe von 50 bis 150 mm. Falls das aufgebrachte Erz in seiner Zusammensetzung nicht variiert, wird es zu konstanter Zusammensetzung gebrochen und in konstanten Proportionen zu den drei Behältern 36, 37 und 38 verteilt und in denselben Proportionen mit Hilfe von den einstellbaren Zuführern 39 zu der Waage 41 gefördert.
  • Die Aufteilung des Erzes in verschiedene Stückgrößen auf dem Sieb 35 und Lagerung derselben in den Behältern 36, 37 und 38 hat zum Zwecke, eine Entmischung des groben und des feinen Gutes zu hindern. Durch die beschriebene Aussiebung können außerdem Änderungen der Zusammensetzung des aus dem Behälter 31 ausgetragenen Erzes dadurch leicht beobachtet werden, daß die Behälter 36, 37 und 38 sich im anderen Takte als bei normalem Betrieb füllen. Diese Beobachtung kann ausgenutzt werden, um die Verteilung von Erz zu den einzelnen Behältern in den Proportionen, die vor der Änderung vorhanden waren, durch Anpassung der Menge an Erz, das gebrochen wird, und,'oder durch Anpassung der Öffnung des Brechers wiederherzustellen.
  • Es ist jedoch nach der Erfindung nicht immer erforderlich, daß eine Anpassung zum konstanten Verhältnis der Zusammensetzun- der in den verschiedenen Behältern ausgesiebten Fraktionen vorgenommen wird. Die Einwirkung auf die Größe des Mahlproduktes, die eine Ausführung desselben in geänderten Proportionen mit sich bringt, kann nämlich durch Anpassung der Drehzahl der Mühle kompensiert werden. Dies erfolgt in solcher Weise, daß, wenn bei konstantem Gesamtaustrag der Austrag aus dem Behälter für grobes Erz erhöht werden muß, die Einwirkung auf die Korngröße des Mahlproduktes durch Drehzahlabnahme kompensiert wird; wenn hingegen der Austrag aus dem Behälter mit feinem Erz erhöht wird, wird die Einwirkung auf die Korngröße des Mahlproduktes durch Drehzahlerhöhung kompensiert. Eine Änderung der Ausführung der intermediären Stückgröße erfordert normalerweise keine Drehzahländerung.
  • Änderung der Proportionen der von den Behältern 36 bis 38 ausgetragenen Fraktionen wird gewöhnlich manuell vorgenommen, kann jedoch auch automatisiert werden. Das Wesentliche in der Erfindung in dieser Hinsicht liegt darin, daß eine Änderung der Zuführungsproportionen, entweder manuell oder automatisch, mit einer Drehzahländerung verbunden ist, die auf den für jedes Material bestimmbaren Zusammenhang zwischen einerseits der Stückgröße des Materials und der Drehzahl der Mühle und andererseits auf der Korngröße des Mahlproduktes basiert. Hierfür können keine allgültigen Regelhinweise gegeben werden, da dies die Kenntnis des betreffenden Materials voraussetzt. Beim Mahlen von Erzen kann man jedoch nach der Erfindung gewöhnlich die Einwirkung auf die Korngröße des Mahlproduktes auf Grund von Änderungen der Zusammensetzung des Erzes mit einer größten Stückgröße, variierend zwischen 100 bis 700 mm, durch Anpassung der Drehzahl zwischen 50 und 10001o der kritischen Drehzahl der Mühle kompensieren.
  • In dem gezeigten Beispiel ist die Wirkungsweise der Erfindung beim Naßmahlen von z. B. Erz beschrieben worden. Die Wirkungsweise ist selbstverständlich bei sowohl Naß- als auch Trockenmahlen von auch anderem Material als Erz im Prinzip gleichartig.
  • Das beschriebene Verfahren nach F i g. 4 kann auch in zutreffenden Teilen mit dem in F i g. 3 beschriebenen Verfahren kombiniert werden.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Regeln von Trommelmühlen zwecks Aufrechterhaltung eines von der Mühle erzeugten Feinheitsgrades des Mahlgutes in Abhängigkeit von physikalischen Eigenschaften des Mahlgutes, dadurchgekennzeichnet,daß bei Trommelmühlen mit autogener Vermahlung, die also ohne Mahlkörperfüllung arbeiten und denen das Mahlgut mit im wesentlichen gleichbleibender Menge und Stückgröße zugeführt wird, die Mühlendrehzahl in dem Sinne gesteuert wird, daß bei gröber werdendem Mahlprodukt die Drehzahl verringert und bei feiner werdendem Mahlprodukt erhöht wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Feinheit des Mahlproduktes aus der Belastung des Antriebsmotors eines der Mühle nachgeschalteten Klassierers bestimmt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2 766 941, 1413 934; schweizerische Patentschrift Nr. 241478; Zeitschrift Erzmetall«, 1949, S. 6 bis 1.4.
DEB49725A 1957-07-26 1958-07-23 Verfahren zum Regeln von Trommelmuehlen zwecks Aufrechterhaltung eines von der Muehle erzeugten Feinheitsgrades des Mahlgutes Pending DE1161111B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1266618B (de) * 1965-05-12 1968-04-18 Rheinische Kalksteinwerke Verfahren zur Regelung fuer das Feinmahlen von Mahlgut unterschiedlicher Mahlbarkeit bei konstanter Aufgabenmenge

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