DE114805C - - Google Patents

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DE114805C
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  • Heat Treatments In General, Especially Conveying And Cooling (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE ^ζ sff '£
Verfahren zum Härten von Stahl.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. Februar 1899 ab.
Das vorliegende Härteverfahren unterscheidet sich von dem bisherigen, unter der Bezeichnung »gebrochene Härtung« bekannten Verfahren dadurch, dafs das Werkstück langsam auf eine Temperatur abgekühlt wird, welche tiefer als die Härtetemperatur ist, und nachdem dies erreicht ist, rasch abgelöscht und dadurch gehärtet wird.
Das Verfahren ist folgendes:
Die Werkstücke werden im Bleibade bis zur Härtetemperatur, Kirschrothhitze, erhitzt, hierauf wird das das Bleibad erhitzende Feuer durch Anwendung eines Wasserstrahles fast ganz gelöscht, ohne dafs die Werkstücke aus dem. Bleibade herausgenommen werden.
Durch das Ablöschen des Feuers geht natürlich die Temperatur des Bleibades allmälig um 30 bis ioo° zurück und entzieht hierbei den in ihm befindlichen Werkstücken einen Theil der bisherigen Wärme. Die Wärmeentziehung wird so lange fortgesetzt, bis die Temperatur des Werkstückes von der Kirschrothhitze auf die Braunrothhitze herabgegangen ist. Nunmehr werden die Werkstücke aus dem Bleibade herausgenommen und durch Eintauchen in Wasser oder eine äquivalente Härteflüssigkeit abgelöscht. Durch dieses Ablöschen wird dem Werkstück die volle Glashärte gegeben.
Durch das vorstehend gekennzeichnete Verfahren, das Härten des Stahles in der Braunrothhitze, auf welche derselbe allmälig heruntergebracht ist, plötzlich und in einer sehr gut wärmeleitenden Flüssigkeit vorzunehmen, wird volle Glashärte erreicht, welche zugleich so zähe, dicht und gleichmäfsig als denkbar ist.
Bei dem oben beschriebenen Verfahren kann insofern eine Aenderung vorgenommen werden, indem anstatt des Auslöschens des Feuers unter dem Bleibad ein zweites Metallbad zur Verwendung gelangt, dessen Temperatur um 30 bis ioo° geringer als die Härtetemperatur des Stahles ist und in welchem die bis zur Kirschrothhitze erhitzten Werkstücke, behufs langsamer Entziehung der Temperatur, so lange eingebracht werden, bis sie die Braunrothhitze angenommen haben und ihre Temperatur damit unter die Härtetemperatur gelangt ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Härten von Stahl, dadurch gekennzeichnet, dafs die in einem Metallbad bis zur Härtungstemperatur erhitzten Werkstücke in demselben oder in einem besonderen Metallbad , auf eine niedrige Temperatur allmälig zurückgeführt werden und hierauf durch Ablöschen in Wasser oder einer äquivalenten Flüssigkeit gehärtet werden, zum Zweck, mit Erzielung voller Glashärte die gröfstmöglichste Zähigkeit, Dichtigkeit und Gleichmäfsigkeit der Härtung zu erzielen.
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