DE1079879B - Anlage und Verfahren zum Trocknen und Belueften von Heu od. dgl. - Google Patents
Anlage und Verfahren zum Trocknen und Belueften von Heu od. dgl.Info
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01F—PROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
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- A01F25/04—Stacks, ricks or the like
- A01F25/08—Ventilating means
Landscapes
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- Drying Of Solid Materials (AREA)
Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anlage zum Trocknen und Belüften von Heu od. dgl., bei der mittels
eines Ventilators, der in einem am Boden des Heustockes durch diesen sich erstreckenden Kanal angeordnet
ist, Frischluft unter das auf einer luftdurchlässigen Lagerfläche aufgestapelte Heu geblasen wird.
Ein Nachteil der bekannten Anordnungen dieser Art besteht darin, daß die von dem in einer Außenwand
des Heustockes angeordneten Ventilator, erzeugten Luftgeräusche und mechanischen Schwingungen unmittelbar
ins Freie abstrahlen und dadurch eine erhebliche Lärmbelästigung für die in der Nähe Wohnenden
darstellen. Besonders in Fremdenverkehrsorten und während der Nachtzeit ist daher der Betrieb von derartigen
Heubelüftungsanlagen sehr unerwünscht.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, die auftretenden Geräusche durch Absorptionsschalldämpfer herabzusetzen,
doch erfordern derartige Einrichtungen je nach der Stärke der zu dämpfenden Geräusche einen
entsprechenden Platz- und Kostenaufwand, was insbesondere für kleinere Betriebe nicht tragbar ist:
Ferner ist es bekannt, die Geräusche dadurch zu verringern, daß der Ventilator elastisch befestigt wird.
Außerdem hat man schon vorgeschlagen, ihn nicht gerade mitten in einer schallwerfenden Wand anzuordnen,
sondern gegenüber dieser in Richtung auf das das Heu aufnehmende Gebäude versetzt.
Die vorbekannten Belüftungsanlagen haben außerdem den Nachteil, daß die Luftströmung im Heustock
nicht gesteuert werden kann; die Belüftung nur eines Teiles des Heustockes ist somit hierbei nicht möglich.
Bei großen Heustöcken kommt es aber öfters vor, daß — etwa infolge schlechten Wetters — nicht am selben
Tag die ganze Lagerfläche gleichmäßig mit Heu bedeckt wird. In diesem Fall sucht sich dann die unter die
Lagerfläche geblasene Luft den Weg des geringsten Widerstandes und strömt nicht durch das feuchte Gut,
sondern durch die nicht oder nur zum Teil bedeckten Teile der Lagerfläche ab. Es geht also ein Teil der aufgewandten
Belüftungsleistung verloren.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorgenannten Nachteile der bekannten Trocknungsanlagen
zu vermeiden. Dabei wird von einer Anlage zum Trocknen und Belüften von Heu od. dgl. ausgegangen, bei
der das Heu auf einer luftdurchlässigen Lagerfläche aufgestapelt wird und sich am Boden des Heustockes
ein durch diesen sich erstreckender Kanal befindet, der durch Öffnungen an einen unter der Lagerfläche angeordneten,
im übrigen gegen Außenluft abgeschlossenen Druckraum angeschlossen ist. In diesem Kanal
soll ein Ventilator angeordnet sein. Gemäß der Erfindung wird vorgeschlagen, daß der Ventilator etwa in
der Mitte zwischen den Kanalendöffnungen angeordnet wird und in seiner Förderrichtung umsteuerbar ist, und
Anlage und Verfahren zum Trocknen
und Belüften von Heu od. dgl.
und Belüften von Heu od. dgl.
Anmelder:
J.M. Voith G.m.b.H.,
Heidenheim/Brenz, Ulmer Str. 43
Heidenheim/Brenz, Ulmer Str. 43
Heinz Seizinger, Weilheim (Obb.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
daß ferner die Endöfrnungen des Kanals sowie die Öffnungen, die den Kanal mit dem Druckraum verbinden,
verschließbar ausgebildet werden, und daß schließlich der Druckraum in wenigstens zwei Abteilungen
unterteilt wird.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist es zweckmäßig, daß der Kanal derart am Boden des Heustockes
angeordnet wird, daß er zugleich als Schottwand zur Unterteilung des Druckraumes dient. Ferner
wird vorgeschlagen, den Druckraum unter dem Lattenrost senkrecht zum Kanal mindestens etwa in Höhe
des Ventilatorlaufrades durch weitere luftundurchlässige Schottwände zu unterteilen.
Die Belüftung des Heustockes erfolgt in der Art, daß
jeweils in dem als Ansaugleitung wirkenden Teil des Kanals die ihn mit dem Druckraum verbindenden Öffnungen
geschlossen und die entsprechenden öffnungen in dem anderen Teil des Kanals geöffnet sind, so daß
die beiderseits dieses Kanalteils sich erstreckende Abteilung des Druckraumes unter Druck gesetzt werden
kann. Auf Grund der Unterteilung des Druckraumes durch Schottwände od. dgl. in mehrere Abteilungen ist
es möglich, die einzelnen Abteilungen des Heustockes unabhängig voneinander mit Heu zu füllen sowie nacheinander
zu trocknen und zu belüften. Dies ist für eine wirtschaftliche Trocknung besonders günstig, denn der
Ventilator der Anlage braucht nurmehr für eine kleine Förderleistung, nämlich lediglich einer Abteilung entsprechend,
ausgelegt zu werden. Außerdem besteht bei der erfindungsgemäßen Ausführung noch die Möglichkeit,
einzelne Stellen des Heuhaufens, an denen besonders feuchtes Gut gelagert ist, den Erfordernissen
entsprechend länger zu belüften.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Ausführung besteht noch darin, daß die durch den Venti-
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lator erzeugten Schallwellen zum größten Teil auf dem
Wege nach außen von dem umgebenden Heu geschluckt werden. Das Heu wirkt somit als Schalldämpfer, so
daß, wie Versuche gezeigt haben, schon in geringer Entfernung von den Endöffnungen des Kanals die
Geräusche nicht mehr störend wirken.
Zur weiteren Verminderung der Ventilatorgeräusche können zusätzlich in den Kanal teilen zwischen den
Endöffnungen und dem Ventilator ein oder mehrere schalldämpfende Einbauten angeordnet werden. Diese
Einbauten sollen vorzugsweise aus schallschluckendem Material bestehen, mit dem die Kanalteile ganz oder
teilweise ausgekleidet sind. , ■
Zur Umkehrung der Förderrichtung des Ventilators gibt es verschiedene Möglichkeiten. Besonders günstig
ist es, den .Ventilator um 180° zu schwenken. Ferner kann die Antriebsmaschine des Ventilators reversierbar
sein oder es werden die Schaufeln des Ventilators um etwa 180° verdrehbar ausgebildet. Die Umkehrung
der Förderrichtung wird im allgemeinen von Hand ausgeführt; es ist aber auch möglich, dies mittels einer
selbsttätigen Steuerung durchzuführen.
Die Jalousieklappen, mit denen die Endöffnungen des Kanals verschließbar sind, sind zweckmäßigerweise
derart auszubilden, daß sie durch den vom Ventilator erzeugten Über- bzw. Unterdruck selbsttätig
geschlössen bzw. geöffnet werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch einen Heustock gemäß Linie I-I in Fig. 2,
Fig. 2 einen Schnitt gemäß Linie H-II in Fig. 1 und Fig. 3 einen Schnitt gemäß Linie IH-III in Fig. 2.
In dem Heustock 1 ist am Boden ein Kanal 2 angeordnet, der sich in gerader Richtung quer durch den
Heustock 1 erstreckt. Entsprechend der Lage des Heustockes kann es auch zweckmäßig sein, den Kanal in
Diagonalrichtung oder schräg durch den Heustock verlaufend anzuordnen. Auch die Ausbildung des
Kanals mit Endöffnungen auf der gleichen Heustockseite oder auf unter einem Winkel aneinanderstoßenden
Seiten ist denkbar. In der Mitte des Kanals 2, die etwa der Mitte des Heustockes entspricht, ist ein
Ventilator 3 eingebaut. Der Ventilator 3 ist um Zapfen 4 schwenkbar ausgebildet. Auf beiden Seiten des
Ventilators 3 ist ein Teil des Kanals 2 zwischen Endöffnungen und Ventilator zur besseren Luftführung
mit einem Diffusor 5 versehen. Der Kanal 2 ist lattenrostartig ausgebildet und weist in der Nähe der Endöffnungen
6, 6a schalldämpfende Einbauten 7 auf. Die Endöffnungen 6, 6 α sind mittels Jalousieklappen 8 verschließbar.
Am Kanal 2 sind, wie aus Fig. 1 ersichtlich, Öffnungen 10 angeordnet, die mittels nicht dargestellter
Klappen verschließbar sind. Über diese Öffnungen 10 wird die Frischluft aus dem Kanal 2 in den
Druckraum 11 unterhalb des Lattenrostes 12 geblasen, .;-,
der auf Stützen 13,'14 gelagert ist. In Höhe des Ventilatorlaufrades
3 ist eine luftundurchlässige Schottwand 15 eingebaut, die den Drückraum 11 unterteilt,
- -
Claims (8)
1. Anlage zum Trocknen und Belüften von Heu od. dgl., das auf einer luftdurchlässigen Lagerfläche
aufgestapelt ist, mit einem am Boden des Heustockes durch diesen sich erstreckenden Kanal,
der durch Öffnungen an einen unter der Lagerfläche angeordneten, im übrigen gegen Außenluft
abgeschlossenen Druckraum angeschlossen ist und mit einem in dem Kanal angeordneten Ventilator,
dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilator (3) in der Mitte zwischen den Kanalendöffnungen (6, 6 a)
angeordnet und in seiner Förderrichtung umsteuerbar ist und die Endöffnungen (6, 6 a) des Kanals
(2) sowie die Öffnungen (10), die den Kanal (2) mit dem Druckraum (11) verbinden, verschließbar
ausgebildet sind und daß der Druckraum (11) in wenigstens zwei Abteilungen unterteilt ist.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal (2) derart am Boden des
Heustockes (1) angeordnet ist, daß er als Schottwand zur Unterteilung des Druckraumes (11)
dient.
3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckraum (11) unter dem
Lattenrost (12) senkrecht zum Kanal (2) mindestens etwa in Höhe des Ventilatörlaufrades (3)
durch weitere luftundurchlässige Schottwände (15) unterteilt ist.
4. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da-. durch- gekennzeichnet, daß der Ventilator (3) um
180° schwenkbar ausgebildet ist.
5. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilator (3) von
einer in; ihrer Drehrichtung umkehrbaren Antriebsmaschine angetrieben wird.
6. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da-■ durch gekennzeichnet, daß die Schaufein des Ventilators
(3) um etwa 180° verdrehbar ausgebildet ■sind.
7. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappen (8) an den
Endöffnungen (6, 6 a) des Kanals (2) derart ausgebildetsind,
daß sie durch den vom Ventilator
(3) erzeugten Über- bzw. Unterdruck selbsttätig schließen bzw. "öffnen.,
8. Verfahren zum Betrieb der Einrichtung nach
den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Heustock entsprechend der Unterteilung
des Druckraumes. (11) durch Schottwände (2, 15) und entsprechend der Verteilung der steuerbaren
Klappen (10) zwischen Luftförderkanal (2) und Druckraum (11) absatzweise aufgestockt und der
Ventilator (3) in seiner Förderrichtung jeweils derart eingestellt und die (in'bezug auf die Förderrichtung)
vor dem Ventilator liegenden Klappen (10) geschlossen und wenigstens eine der hinter
dem Ventilator liegenden Klappen geöffnet werden, daß jeweils nur die Abteilung mit dem frisch
aufgestockten Trockengut belüftet wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Patentschrift Nr. 1 035 027;
" Druckschrift: »Die Belüftungstrocknung von Rauhfutter« von Prof. Dr.-Ing. Georg Segler, Braunschweig. Aus den Arbeiten des Instituts für Landmaschinen der Technischen Hochschule Braunschweig, 1956.
Französische Patentschrift Nr. 1 035 027;
" Druckschrift: »Die Belüftungstrocknung von Rauhfutter« von Prof. Dr.-Ing. Georg Segler, Braunschweig. Aus den Arbeiten des Instituts für Landmaschinen der Technischen Hochschule Braunschweig, 1956.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909 770/132 Ψ.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV14637A DE1079879B (de) | 1958-07-03 | 1958-07-03 | Anlage und Verfahren zum Trocknen und Belueften von Heu od. dgl. |
| CH7460359A CH373916A (de) | 1958-07-03 | 1959-06-18 | Einrichtung zur Trocknung und Belüftung von Heu und Verfahren zum Betrieb der Einrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV14637A DE1079879B (de) | 1958-07-03 | 1958-07-03 | Anlage und Verfahren zum Trocknen und Belueften von Heu od. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1079879B true DE1079879B (de) | 1960-04-14 |
Family
ID=7574658
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV14637A Pending DE1079879B (de) | 1958-07-03 | 1958-07-03 | Anlage und Verfahren zum Trocknen und Belueften von Heu od. dgl. |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH373916A (de) |
| DE (1) | DE1079879B (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1900105C3 (de) * | 1969-01-02 | 1971-07-01 | Dr Konrad Buck | Trocknungsanlage fuer landwirtschaftliche Erzeugnisse oder andere Stoffe |
| WO1989000185A1 (en) * | 1987-07-07 | 1989-01-12 | Heikki Kalervo Oinas | A method and apparatus for mechanical drying of an organic fibre based material as straw materials, peat, wooden chips and the like |
| DE102005029531B3 (de) * | 2005-06-25 | 2007-01-04 | Ambros Schmelzer & Sohn Gmbh & Co. Kg | Belüftungsboden |
| DE202014105870U1 (de) | 2014-12-04 | 2015-02-27 | Ambros Schmelzer & Sohn Gmbh & Co. Kg | Bodenelement für einen Siloboden und Siloboden |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR1035027A (fr) * | 1951-04-03 | 1953-08-12 | Dispositif d'aération pour produits agricoles |
-
1958
- 1958-07-03 DE DEV14637A patent/DE1079879B/de active Pending
-
1959
- 1959-06-18 CH CH7460359A patent/CH373916A/de unknown
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR1035027A (fr) * | 1951-04-03 | 1953-08-12 | Dispositif d'aération pour produits agricoles |
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| DE1900105C3 (de) * | 1969-01-02 | 1971-07-01 | Dr Konrad Buck | Trocknungsanlage fuer landwirtschaftliche Erzeugnisse oder andere Stoffe |
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| DE102005029531B3 (de) * | 2005-06-25 | 2007-01-04 | Ambros Schmelzer & Sohn Gmbh & Co. Kg | Belüftungsboden |
| DE202014105870U1 (de) | 2014-12-04 | 2015-02-27 | Ambros Schmelzer & Sohn Gmbh & Co. Kg | Bodenelement für einen Siloboden und Siloboden |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH373916A (de) | 1963-12-15 |
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