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Verfahren zum Verkleben der Enden eines Streifens aus gefaltetem Filtermaterial
zur Herstellung eines Filterkörpers Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verkleben
der Enden eines Streifens aus gefaltetem Filtermaterial, der zu einem zylindrischen
Körper gewunden ist.
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Bei der Herstellung zylindrischer, gefalteter Filterelemente wird
gewöhnlich ein Streifen aus harzgetränktem Kreppapier oder aus einem anderen so
behandelten faserigem Werkstoff auf eine gewünschte Länge geschnitten und gefaltet
und die Endfalten werden miteinander zur Bildung einer endlosen oder zylindrischen
Einheit verbunden. Dann kann ein Kernteil in das Innere des gefalteten Teiles eingesetzt
werden, und es können auf die Enden der Einheit Endkappen angebracht werden.
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Beispielsweise ist die Herstellung eines Filterelementes bekannt,
bei welchem der Filterbelag auf einer Metallage abgestützt ist. Zur Verbindung der
Enden des Filters werden die Endstreifen übereinandergebogen, wobei die Steifigkeit
und Formbeständigkeit der Metallage die Verbindung herstellt, indem die zusammengebogenen
Enden des Filters in dieser Stellung gehalten werden. Hierbei ist kein Bindemittel
vorgesehen, so daß der Abfluß der Flüssigkeit durch die Verbindungsstelle insbesondere
nach längeren Betriebszeiten möglich ist. Ständige Druckeinwirkungen können dabei
auch zu einem allmählichen Auseinanderdrücken der Verbindungsstelle führen.
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Bei einer anderen bekannten Ausführung ist ein Filter in einem starren
Rahmen angeordnet und in diesem mittels eines Plastikmaterials mit einem quelifähigen
Wirkstoff, der bei der Aushärtung quillt, befestigt.
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Da eine derartige Quellung nicht gleichmäßig ist, hängt diese bekannte
Ausführung von der Anordnung des gefalteten Filterelementes an starren Teilen, wie
beispielsweise einem Rahmen, ab.
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Eine ziemlich allgemein verwendete Methode zur Verbindung der Endfalten
besteht darin, daß zwei Falten einfach überlappt werden, daß zwei Falten zugegeben
werden und daß zwei Raupen eines flüssigen, unter Hitze aushärtenden Klebemittels
zugegeben werden. Dieses Dichtungsverfahren, das für die Herstellung kurzer Elemente,
wie sie etwa gewöhnlich in Kraftfahrzeug-Schmiersystemen verwendet werden, ganz
zufriedenstellend ist, hat sich als dort unter nügend erwiesen, wo die Herstellung
ungewöhnlich langer, gefalteter Elemente, z. B. von 250 mm und mehr, gewünscht wird.
Die Schwierigkeit ist dort aufgetreten, wo es galt, einwandfreie Abdichtungen sowohl
längs der Seiten, an denen die Falten miteinander verbunden sind, als auch an den
Enden, an denen die Endkappen mit den Falten verbunden sind, zu erreichen. Es ist
festgestellt worden, daß diese beiden Fehler in der Abdichtung sowohl auf eine Verkürzung
der Länge der miteinander verbundenen Fal-
ten infolge der Wirkung der Wärme, die
zum Aushärten des Klebt oder Bindemittels aufgewendet wird, als auch auf eine Neigung
der Falten zu ungleichmäßigem Schrumpfen, das eine leichte Aufwerfung oder Verwerfung
der Verbindungsstelle mit einer sich daraus ergebenden Verschiebung des Bindemittels
hervorruft, zurückgeführt werden können. Dieses Schrumpfen und Verwerfen hat oft
einen derart hohen Ausschuß-Prozentsatz zur Folge, daß der Hersteller, der die Probeentnahme
nach den bei der Fertigung üblichen Verfahren vornahm, gezwungen war, jedes gefertigte
Teil zu prüfen. Es ist deshalb eine Aufgabe der Erfindung, eine Dichtung zwischen
den Falten eines zylindrischen Faltenfilterelementes zu schaffen, das nicht der
Verwerfung oder zu großen Schrumpfung unterworfen ist, wenn es während des Aushärtevorganges
der Wärme ausgesetzt wird.
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Erfindungsgemäß wird daher eine Bindemittel auftragung aus einem
unter Hitze aushärtbaren Klebstoff in dem Tal einer Endfalte des Streifens aus gefaltetem
Filtermaterial angeordnet und mit der Endfaltung der anderen Endfalte in Berührung
gebracht, wenn die Endfalten zur Bildung der zylindrischen Einheit ineinandergelegt
werden, wobei ferner ein Streifen eines Verbindungsbandes in dem Tal der anderen
Falte in Berührung mit der Endfaltung der zuerst genannten Endfalte angeordnet wird
und die Endfalten genügend lange Wärme und Druck ausgesetzt werden, um den fließfähigen
und bandförmigen Klebstoff zur Herstellung einer Verbindung auszuhärten.
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Des weiteren gibt die Erfindung eine dichte Verbindung zwischen Schichten
aus harzgetränktem, faserigem Werkstoff an, das einen höheren Prozentsatz flüssigkeitsdichter
Verbindungen sicherstellt, als sie mit den bisherigen Herstellungsverfahren erreicht
wird.
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Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielsweise dargestellt.
Es zeigt Fig. 1 eine flache Schicht aus gefaltetem Filterwerkstoff, bei dem in die
Endfalte längs des Tales der Endfalte eine Raupe des Bindemittels eingebracht ist,
Fig. 2 das gefaltete Teil nach Fig. 1, nachdem die Endfalten an der Bindemittelraupe
miteinander verbunden sind, Fig. 3 das Faltenteil der Fig. 1 und 2 nach Einsetzen
eines Streifens aus bandförmigem Bindemittel unmittelbar neben den Endfalten, Fig.
4 die Art der Aufbringung einer Bindemittelraupe neben das bandförmige Bindemittel
und Fig. 5 eine Teilansicht eines vergrößerten Querschnittes eines fertigen Filterelementes
mit der Darstellung der nach dem Verfahren hergestellten Dichtung.
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In Fig. 1 ist ein Streifen aus gefaltetem, faserigem Werkstoff 10
dargestellt, der aus harzgetränktem Kreppapier bestehen kann und Endfalten 12 und
14 aufweist. In dieser Beschreibung sollen unter »Falte« zwei Faltenteile und das
zwischen diesen Faltenteilen gelegene Tal verstanden werden. In das Tal der Falte
14 wird ein Wulst oder eine Raupe 16 aus flüssigem Bindemittel eingebracht. Wenn
sich die Endfalten, wie in Fig. 2 abgebildet, überlappen, zeigt sich, daß das Endfaltenteil
der Endfalte 12 mit dem Wulst aus Bindemittel 16 in Berührung kommt und dadurch
an dem Tal der Falte 14 befestigt wird. Durch eine solche Verbindung bleibt natürlich
das Ende der Falte 14 frei, und dieses Ende wird an der Falte 12 mittels eines bandförmigen
Bindemittels 18, das in das Tal der Falte 12 in unmittelbarer Nähe des Endfaltenteiles
14 eingelegt wird, abgedichtet (Fig. 3). Eine zweite Raupe 20 aus flüssigem Bindemittel
wird längs der Kante des Klebebandes, wie Fig. 4 zeigt, aufgebracht und die Endfalten
werden dann so großer Hitze und so großem Druck ausgesetzt, daß sowohl das flüssige
Bindemittel als auch das bandförmige Bindemittel aushärtet und so eine sehr feste
und flüssigkeitsdichte Verbindung entsteht. Die Verwen
dung des bandförmigen Bindemittels
verhindert in wirksamer Weise die übergroße Schrumpfung, welche Undichtigkeiten
an der Endfläche zur Folge hat, und sorgt außerdem dafür, daß eine flüssigkeitsdichte
Abdichtung längs der Seiten mit Sicherheit bewirkt wird, selbst wenn dabei die Neigung
besteht, daß das flüssige Bindemittel ungleichmäßig verteilt wird. In Fig. 5 ist
ein Querschnitt eines Filterelementes dargestellt, in dem die Verbindung vollständig
ausgehärtet ist.
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Aus ihr ist zu ersehen, daß die Falte 12 mit beiden Enden des Endfaltenteiles
der Falte 14 dicht verbunden ist.
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PATENTANSPR8C1IE: 1. Verfahren zum Verkleben der Enden eines Streifens
aus gefaltetem Filtermaterial, der zu einer zylindrischen Einheit gewunden ist,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Bindemittelauftragung (16) aus einem unter Hitze
aushärtbaren Klebstoff in dem Tal einer Endfalte (14) des Streifens angeordnet wird
und mit der Endfaltung der anderen Endfalte (12) in Berührung gebracht wird, wenn
die Endfalten (12, 14) zur Bildung der zylindrischen Einheit ineinandergelegt werden,
und daß ein Streifen (18) eines Verbindungsbandes in dem Tal der anderen Endfalte
(12) in Berührung mit der Endfaltung der zuerst genannten Endfalte (14) angeordnet
wird und die Endfalten genügend lange Wärme und Druck ausgesetzt werden, um den
fließfähigen und bandförmigen Klebstoff zur Herstellung einer Verbindung auszuhärten.