DE107366C - - Google Patents

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DE107366C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F3/00Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed
    • B41F3/46Details
    • B41F3/58Driving, synchronising, or control gear
    • B41F3/80Driving, synchronising, or control gear for impression cylinders

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Printing Plates And Materials Therefor (AREA)

Description

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KLASSE
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Vorliegende Erfindung betrifft eine elastische Unterlage für den Bezug von Druckcylindern und -Platten der durch Patent Nr. 90094 geschützten Art, sofern ein bürstenartiger Besatz von auf einer Hinterlegungsschicht aufsitzenden Drähten als die Unterlage für den Aufzug eines Druckcylinders oder eines platten Tiegels dienen, soll. Im Gegensatz zu solchen federnden Elementen, welche — nach dem Patent Nr. 103847 — aus schraubenförmig gewundenen und zu einer Art Drahtmatte vereinigten Drähten bestehen, wobei eine gegenseitige Versteifung der Drahtwindungen durch eine elastische Einbettungsschicht zweckmäfsig, aber nicht wesentlich ist, zeigen die borstenartigen Drähte bei der Anordnung gemäfs Patent Nr. 90094 den Nachtheil, dafs die einzelnen, frei endigenden Drähte keiner ausgleichenden Vertheilung des Beanspruchungsdruckes fähig sind und daher leicht knicken oder brechen, weshalb eine derartige Unterlage nicht für längere Zeit tauglich erhalten werden kann. Dieser Mangel wird gemäfs vorliegender Erfindung dadurch beseitigt, dafs die federnden Drähte, wenigstens bis auf eine gewisse Länge an ihren äufseren Enden oder Köpfen, gegenseitig durch eine elastische Substanz gehalten werden. Hiermit erzielt man den Erfolg, dafs sich stärkere, auf eine Stelle gerichtete Beanspruchungen mit nachgiebigem Ausgleich nach allen Seiten hin übertragen können, indem so eine Oberflächenwirkung ähnlich derjenigen der menschlichen Haut erhalten wird; unter solchen Umständen ist das Abbrechen oder Verbiegen der Drähte ausgeschlossen und bleiben die mit einem derartigen Widerlagsbezuge versehenen Druckcylin-. der oder Gegendruckplatten (Tiegel u. s. w.) für lange Zeit in einem derart vollkommen brauchbaren Zustande, dafs die übliche Arbeit des »Zurichtens« der Gegendruckflächen entbehrlich ist.
Auf beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι eine schaubildliche Ansicht einer Druckpresse von sonst bekannter Bauart mit einem Druckcylinder, dessen Bezugoberfläche theilweise ausgebrochen dargestellt ist, um die innere Ausbildung zu zeigen, wobei ferner auch eine mitgezeichnete Ueberzugsschicht an der betreffenden Stelle weggelassen ist.
Fig. 2 eine vergröfserte Schnittdarstellung des die Gegendruckfläche bildenden Bezuges, wie er in Fig. 1 angewendet ist.
Fig. 3 und 4 sind ähnliche Darstellungen für abgeänderte Ausführungsarten.
Fig. 5 zeigt verschiedene Formen der federnden Drähte, welche zur praktischen Durchführung der Erfindung geeignet sind.
Der in Fig. 1 ersichtliche Druckcylinder A unterliegt dem Antriebe in gewöhnlicher Weise und wirkt mit dem (nicht mitgezeichneten) Formbett zusammen, welches die druckenden Bestandmeile trägt; der Anlegetisch B ist ebenfalls von bekannter Ausführung.
Der in neuer Art gemäfs der Erfindung hergerichtete Bezug ist auf dem Cylinder A in geeigneter Weise festgelegt und kann für sich allein die der Satzform oder druckenden Fläche gegenüberliegende eigentliche Gegendruckfläche bilden; man kann aber erforderlichenfalls einen äufseren Ueberzugy, bestehend aus einer oder mehreren Schichten Gummi oder starkem Papier, anwenden.
Das Gegendruckwiderlager bildet man bei dem Bezüge gemä'fs der Erfindung durch die freien Enden einer Vielzahl von elastischen, unabhängig nachgiebigen, befestigten Drähten oder Borsten bezw. gleichwerthigen Elementen, die sehr nahe an einander stehen und, was als wesentlich bei vorliegender Erfindung gilt, durch eine elastische Substanz, die sich einwärts von den Aufsenenden her erstreckt, in gegenseitiger Versteifungsverbindung sind.
Die Drähte io sind fest in einer Unterlage m eingefügt (Fig. 2, 3 und 4), die aus Leder oder anderem geeigneten Material bestehen kann. Hinsichtlich der Form der Drähte sind je nach den Umständen verschiedene Ausführungen anwendbar. Eine Anzahl verschiedener Formen, D bis /, zeigt Fig. 5. Die freien Enden der Drähte müssen abgeschliffen sein, damit sie eine ebenmäfsige Fläche bilden.
Die elastische Zusammenhaltschicht zwischen den Drähten kann aus Gummi oder anderem nachgiebigen Stoff bestehen, sofern derselbe nur dem Zweck einer gewissen gegenseitigen Versteifung und Sicherung der normalen Stellung der Drähte an ihren Aufsenenden dient.
Für jdie Art der Anbringung der Zusammenhaltschicht ergeben sich verschiedene Methoden, z. B. können gemäfs Fig. 2 die Drähte ι ο von der Unterlage an bis zu ihren Spitzen in eine Schicht t von Gummi oder gleichwertigem Material eingebettet werden. Falls Gummi, rein oder in Mischung mit Kork oder dergl., angewendet wird, läfst sich die Einbettungsschicht t durch Vulkanisiren festigen.
Eine andere Anbringungsart ergiebt sich, wenn man dünnere Gummischichten auf die einzelnen Drähte aufprefst, indem z. B., wie Fig. 4 zeigt, eine Schicht t1 eine andere t2 überdecken kann. Fig. 3 veranschaulicht, wie nöthigenfalls auch die freien Enden der Drähte in eine Schicht t3 aus nachgiebigem Material bis auf eine gröfsere oder geringere Entfernung hineingedrückt werden können, wodurch sich ein unausgefüllter Raum zwischen der Zusammenhaltschicht t3 und der Unterlage m ergiebt.
In jedem Falle soll dafür gesorgt sein, dafs die Enden der Drähte wesentlich bündig mit der Aufsenfläche der Zusammenhaltschicht liegen; auf diese Weise bietet die Gegendruckfläche eine Vielzahl von einander nahen, elastisch nachgiebigen Drahtköpfen dar, die für gegenseitige Versteifung und in normaler Stellung mittelst der durchgehenden Zusammenhaltschicht gehalten werden.
Wenn eine derartig hergerichtete Gegendruckfläche in Benutzung genommen wird, so passen sich beim Drucken die vielen unabhängig nachgiebigen und doch gehörig gegen einander versteiften Druckaufnahmespitzen von selbst gemä'fs den Unregelmäfsigkeiten der Form oder den Aenderungen in der Dicke des zu bedruckenden Materials an; man erhält unmittelbar einen Druck von gleichmäfsiger Beschaffenheit.
Die elastische Zusammenhaltschicht dient nicht nur als Versteifungs- und Stützhülfsmittel für die einzelnen Drähte, wodurch deren Haltbarkeitsdauer erheblich verlängert wird, sondern hat auch die Wirkung, dafs sie die den einzelnen Gegendruckpunkten eigenthümliche Härte mildert bezw. dämpft und eine günstige Vertheilurig der Beanspruchung herbeiführt.
Man hat gefunden, dafs die besten Erfolge hinsichtlich der Haltbarkeit und andauernden Elasticität der Gegendruckelemente erzielt werden, wenn die Form derselben so gewählt wird, dafs die Spitze und das Fufsende für Befestigung des Drahtes an der Unterlage nahezu in eine Ebene normal zu der Unterlage zu stehen kommt; dies ist unabhängig von der Gestaltung des Zwischenstückes des Gegendruckelementes, welches mit einer oder mehreren Einbiegungen versehen sein kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Elastische Unterlage der durch Patent 90094 geschützten Art für den Bezug von Druckcylindern und -Platten, dadurch gekennzeichnet, dafs die freien Enden bezw. die äufseren Köpfe der Drähte durch Einbettung in eine \ Schicht aus elastischer Masse gegenseitig versteift werden, um die Elasticität im Sinne gleichmäfsiger Vertheilung der Druckbeanspruchungen zu erhöhen und unter Verhütung des Drahtbruchs wirksam zu erhalten.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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