DE1070552B - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B65G65/34—Emptying devices
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Muffle Furnaces And Rotary Kilns (AREA)
Description
DEUTSCHES
Es ist bereits bekannt, Schüttgut oder körniges Gut aus einem Behälter dadurch auszutragen, daß man im
unteren Teil des Behälters einen Rost anordnet mit treppenartig in Abständen übereinander angeordneten
Stufen, von denen jede tiefer liegende so weit nach innen ausragt, daß der natürliche Böchungswinkel
des Gutes ein selbsttätiges Abschütten über die Innenkante der darunterliegenden Stufe nicht zuläßt.
Bei einer solchen bekannten Austragvorrichtung wird das Gut durch Abstreicher von oben nach unten
zu im Fluß gehalten. Die Anwendung von Abstreichern kompliziert die Anlage. Sie müssen gewartet werden,
und die Lebensdauer der Anlage wird vermindert. Man, kann auch die Abstreicher feststehend anordnen
und den Treppen-Ringrost rotieren lassen. Hierbei wird aber wegen der auf den Rostringen ruhenden
Last des Gutes der Kraftbedarf ein höherer und die Austragleistung geringer.
Es sind ferner Austragvorrichtungen für Schüttoder körniges Gut schon vorgeschlagen worden, bei
welchen unter dem Austragende des Behälters ein drehbarer Teller rotiert, auf welchem exzentrisch ein
Verdrängerkegel sitzt, der die aus dem Behälter herausquellende Masse des Gutes so durchrührt, daß sie
von dem rotierenden Teller abfließt.
Mit den zuerstgenannten Abstreifern ist es nicht zu vermeiden, daß beim Austragen des Gutes eine Mahlwirkung
auftritt und das Gut sich dabei entmischt. Bei Anwendung des als Rührvorrichtung wirkenden
Verdrängerkegels bildet sich unter dem Behälter ein Schüttkegel aus, der, wie in jeder Böschung, eine Entmischung
des Gutes zur Folge hat.
Es ist auch bekannt, zum Brennen von Kalk, Dolomit oder ähnlichen Stoffen im Schachtofen konzentrische
Planroste oder Schubroste zu benutzen, die Löcher haben und auf ihrer Oberseite Nocken tragen,
welche gegebenenfalls gesintertes Material abbrechen können. Solche Roste sind aber nicht geeignet für das
Brennen von feinstückigem Gut, z. B. mit einer Korngröße bis 10 mm Durchmesser, weil dieses nicht gesinterte,
sondern nur gebrannte Gut durch die Rostöffnungen hindurchschießt und somit nicht über den
ganzen Ofenquerschnitt gleichmäßig ausgetragen wird. Hierbei ist auch eine gleichmäßige Verteilung der Verbrennungsluft
über den gesamten Ofenquerschnitt nicht erreicht.
Beim Brennen von Zement in Schachtöfen ist das Auftreten der sogenannten Karnickellöcher bekannt,
durch welche ein großer Teil der zugeführten Verbrennungsluft ungenutzt entweicht und wodurch das
aufgegebene Gut ungebrannt durch die Brenn- und Kühlsteine bis zum Rost hindurchschießen kann. Es
ist hier aber eine über den ganzen Ofenquerschnitt
Vorrichtung
zur Entnahme von körnigem Gut
aus einem Behälter
aus einem Behälter
Anmelder:
Rudolf Rohrbach,
Dotternhausen über Balingen (Württ.)
Dotternhausen über Balingen (Württ.)
Rudolf Rohrbach, Dotternhausen über Balingen (Württ.), ist als Erfinder genannt worden
gleichmäßige Zuführung der Verbrennungsluft erforderlich, ohne daß feinkörniges Gut durch diesen Rost
hindurchrieseln kann.
Es sind zwar Rostkonstruktionen bekannt, die den Nachteil des Schießens vermeiden, z.B. für Gasgeneratoren.
Diese auch für gesintertes Gut geeigneten kuppeiförmigen Roste führen eine Drehbewegung mit
leichter Exzentrizität aus. Hierbei wird zwar vom Klinkerstock Material abgebrochen und für die Austragung
am Ofenrand zugerichtet, jedoch ist diese Rostkonstruktion nicht für feinkörniges Gut geeignet.
Denn im Zentrum des Rostes sind nahezu senkrechte Schlitze angebracht, die sich verstopfen können oder
bei größerer Weite doch noch ein Schießen des feinkörnigen Gutes zulassen. Ferner haben diese Roste
den großen Nachteil eines hohen Kraftverbrauchs, weil die Materialsäule von 100 bis 200 t Gewicht in
einem Schachtofen von z. B. 2,5 m Durchmesser in der untersten Zone von z.B. 2m Höhe durch die Exzenterbewegung
ständig mit großer Kraft gegen die Ofenwand gepreßt wird, ohne daß sie genügend nachgeben
kann.
Hier setzt die Erfindung ein, indem an sich bekannte kreisförmige Rostringe um eine zu ihrer Mittelachse
derart exzentrische Achse drehbar angeordnet sind, daß das Schüttgut durch den Zwischenraum
zwischen den Treppenstufen nach der Drehachse hin ausgetragen wird.
Vorteilhaft ist unter der exzentrisch rotierenden Rostanordnung an der Behälterwand ein feststehender
Ring angebracht, dessen Innendurchmesser kleiner ist als der Außendurchmesser der untersten Ringscheibe
des Rostes und daß in geringem Abstand unter diesem feststehenden Ring ein mit der Drehachse der Rostan-
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Ordnung starr verbundener, ebenfalls exzentrisch in bezug auf die Drehachse angeordneter Ring vorgesehen
ist, der an den Stellen, an welchen die darüberliegende Ringfläche der exzentrischen Rostanordnung
die zur Drehachse gerichtete Stirnfläche des feststehenden Ringes infolge der exzentrischen Anordnung
nur wenig überdeckt, eine Fortsetzung des feststehenden Ringes bildet und ein Hindurchschießen des
Schüttgutes verhindert.
Vorzugsweise sind die kreisringförmigen Roststufen an ihrer der Drehachse abgewendeten Vorderkante abgeschrägt.
Das Arbeitsprinzip des neuen Austragrostes ist auch durchführbar, wenn es nicht auf rotierende, sondern
auf pendelnde Rostanordnungen angewendet wird.
In der Zeichnung ist schematisch ein Ausführungsbeispiel der neuen Entnahmevorrichtung dargestellt.
In dem Vorratsbehälter ist ein aus kreisförmigen Ringen 1 bestehender Treppenrost von unten her eingesetzt.
Die Ringe 1 sind mit der angetriebenen Königswelle 2 durch Arme oder gleichwertige
Elemente starr verbunden und treppenartig gegenseitig versetzt. Die Rotationsachse der Welle 2 liegt exzentrisch
zur Mittelachse des Treppenrostes. Die Exzentrizität ist derart gewählt, daß das Gut über den
gesamten Behälterquerschnitt gleichmäßig durch die Spalte 3 zwischen den übereinanderliegenden Ringen 1
nach unten zu ausgetragen wird. Gleichzeitig kann durch die Spalte 3 in entgegengesetzter Richtung
gleichmäßig über den gesamten Behälterquerschnitt Luft öder Gas zugeführt werden. Der Abstand der
Rostringe voneinander und ihre Breite richtet sich nach dem Schüttkegel, den das Gut bildet, und nach
seiner Korngröße. Zweckmäßig soll der Abstand der Rostringe voneinander mindestens das 2- bis 3fache
des größten Korndurchmessers betragen.
Unterhalb des rotierenden Treppenrostes ist an der Behälterinnenwandung ein feststehender Ring 5 angebracht,
dessen Innendurchmesser kleiner ist als der Außendurchmesser der untersten Rostringscheibe 1. In
geringem Abstand unter dem feststehenden Ring 5 sitzt eine Ringscheibe 4, welche mit der Drehachse des
Treppenrostes starr verbunden ist und daher gleichfalls exzentrisch rotiert. Diese Ringscheibe 4 bildet an
den Stellen, an welchen die darüberliegende Ringiläche des exzentrisch rotierenden Rostes die zur
Drehachse gerichtete Stirnfläche des an der Behälterwand festsitzenden Ringes 5 infolge der exzentrischen
Drehung nur wenig überdeckt, eine Fortsetzung des festen Ringes 5 nach innen zu und verhindert ein
Hindurchschießen des Schüttgutes durch den Spalt 6. Schüttgut, das sich auf dem Ring 5 sammelt, wird daher
auch ausgetragen. An ihren Außenrändern sind die Ringe 1 des Treppenrostes abgeschrägt, so daß sie in
die Materialsäule sich einschneiden und diese keinen Preßdruck nach innen zu auf den exzentrisch drehenden
Rost auszuüben vermag. Das Material kann vielmehr ohne nennenswerte Reibung in die Spalte 3 eintreten.
Ein solcher Treppenrost ist aus Blechen handelsüblicher Nutzeisensorten ausgeschnittenen
Ringen ohne viel Abfall billig herzustellen.
Mit solchem Austragrost wird erreicht, daß ein aus verschieden großen Körnern zusammengesetztes Gut
in der gleichen Zusammensetzung, wie es in den Behalter eingebracht wurde, abgesenkt und ausgetragen
wird, ohne daß eine Entmischung auftritt.
Darüber hinaus wird beim Absenken des Gutes infolge des exzentrischen Austrage der Behälterinhalt
dauernd aufgelockert, so daß Strömungen im Gut verhindert werden. Die gleichmäßig über den gesamten
Behälterquerschnitt wirkende Auflockerung ergibt einen gleichmäßigen Luftwiderstand im ganzen Behälterquerschnitt
und damit eine gleichmäßige Durchdringung des Behälterinhalts mit Luft oder Gasen.
Mit diesem Austragrost ist es zum erstenmal möglich, feinkörnige Kalke, z. B. bis 60 mm Korndurchmesser,
durch Zumischung von Koksgrus zu brennen, während man bisher sich darauf beschränken mußte,
grobkörniges Material zu brennen und das feinkörnige auszuscheiden und zum größten Teil auf Halde
zu legen, soweit es nicht als Rohkalk zermahlen und zu untergeordneten Zwecken verwendet werden
konnte.
Besonders geeignet ist die neue Vorrichtung auch für die Behandlung von körnigem Gut. Dieses kann im
Behälter vor oder während der Entleerung mit Gasen behandelt werden, z. B. getrocknet, gekühlt, erwärmt
oder sonstwie chemisch oder physikalisch beeinflußt oder unterhalb der Sintergrenze gebrannt werden, wobei der erforderliche Brennstoff dem körnigen Gilt
beigemischt werden kann.
Claims (4)
1. Vorrichtung zur Entnahme von körnigem Gut aus einem Behälter unter Verwendung eines
am Behälterboden angeordneten Rostes mit treppenförmig in Abständen übereinander angeordneten
Stufen, von denen jede tiefer liegende Stufe so weit nach innen ausragt, daß der natürliche
Böschungswinkel des Schüttgutes ein selbsttätiges Abschütten über die Innenkanten der darunterliegenden
Stufe nicht gestattet, dadurch gekennzeichnet, daß an sich bekannte kreisförmige Rostringe
(1) um eine zu ihrer Mittelachse derart exzentrische Achse drehbar angeordnet sind, daß das
Schüttgut durch den Zwischenraum zwischen den Treppenstufen nach der Drehachse hin ausgetragen
wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß unter der exzentrisch rotierenden
Rostanordnung ein feststehender Ring (5) an der Behälterwandung angeordnet ist, dessen
innerer Durchmesser kleiner als der äußere Durchmesser der untersten Ringscheibe des Rostes ist,
und daß in geringem Abstand unter diesem feststehenden Ring (5) ein mit der Drehachse der Rostanordnung
starr verbundener, ebenfalls exzentrisch in bezug auf die Drehachse angeordneter Ring (4)
vorgesehen ist, der an den Stellen, an welchen die darüberliegende. Ringfläche der exzentrischen
Rostanordnung die zur Drehachse gerichtete Stirnfläche des feststehenden Ringes (5) infolge der exzentrischen
Anordnung nur wenig überdeckt, eine Fortsetzung des feststehenden Ringes (5) bildet
und ein Hindurchschießen des Schüttgutes verhindert.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die kreisringförmigen Roststufen
an ihrer der Drehachse abgewendeten Vorderkante abgeschrägt sind.
4. Vorrichtung zur Entnahme von körnigem Gut aus Behältern unter Verwendung eines am
Behälterboden angeordneten beweglichen Rostes mit treppenförmig in Abständen übereinander angeordneten
Stufen, wobei von einer darüberliegenden Stufe die darunterliegende Stufe so weit überdeckt
wird, daß bei nicht bewegter Rostanordnung
I U / U Οϋ
der natürliche Böschungswinkel des über die Außenkante der oberen Stufe abfallenden Schüttgutes
ein selbsttätiges Abschütten über die Innenkante der darunterliegenden Stufe nicht gestattet,
dadurch gekennzeichnet, daß die aus den treppenförmigen
Stufen gebildete Rostanordnung derart pendelnd bewegt wird, daß das Schüttgut durch
die Zwischenräume zwischen den Treppenstufen geschoben und nach unten ausgetragen wird.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 340 821, 210 005;
deutsche Patentanmeldung B 16072X1/81 η (bekanntgemacht am 12. 2. 1953).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1070552B true DE1070552B (de) | 1959-12-03 |
Family
ID=595426
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1070552D Pending DE1070552B (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1070552B (de) |
-
0
- DE DENDAT1070552D patent/DE1070552B/de active Pending
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