DE1069652B - - Google Patents

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DE1069652B
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iron
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D1/00General methods or devices for heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering
    • C21D1/82Descaling by thermal stresses

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Thermal Sciences (AREA)
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  • Materials Engineering (AREA)
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Description

  • Verfahren zum Entzundern von warmverformtem Eisen durch Reduzieren des Zunders Alle Walzwerkserzeugnisse, die nachträglich einer spanlosen Kaltverformung oder einer Veredelung der Oberfläche unterzogen werden sollen, müssen vorerst entzundert werden.
  • Dies erfolgt hauptsächlich durch Beizen in Salz-oder Schwefelsäure, teilweise auch durch mehrfaches Biegen, was ein Abbröckeln des Zunders zur Folge hat. Hieran schließt sich dann entweder ein leichtes Beizen oder eine mechanische Entfernung der verbliebenen feineren Zunderteile durch Bürsten oder Strahlen an. Vielfach wird auch das Strahlen allein angewendet, wobei Sand oder scharfkantige Guß- oder Stahlteilchen gegen die Oberfläche des zu entzundernden metallischen Werkstoffes geschleudert werden.
  • Es ist auch schon vorgeschlagen worden, den Zunder durch Glühen in einer reduzierenden Atmosphäre in Eisenschwamm umzuwandeln-, hierbei bildet dieser Schwamm eine saugfähige und festhaftende Schmiermittelträgerschicht, die die Kaltverformung in etwa gleicher Weise wie das bekannte Phosphatieren unterstÜtzt.
  • Bei diesem Verfahren fällt zwar das Beizen fort; an seine Stelle tritt jedoch das Glühen in reduzierender Atmosphäre. Hinzukommt, daß beim nachträglichen Glühen des bereits erkalteten Werkstoffes seine Handhabung vielfach zum 2#bsprengen eines großen Teiles des Zunders führt, während der restliche Teil auf dem Werkstoff verbleibt. Beim anschließenden Reduzieren ergibt sich dann eine Oberfläche, die teilweise eine entzunderte Schicht und teilweise ungleichmäßig entkohlte Flächen aufweist.
  • Diese Nachteile treten aber nicht auf, wenn erfindungsgemäß das Reduzieren des bis zur Beendigung des Walzens gebildeten Zunders unter Ausnutzung der nach dem Walzen im Walzgut noch verbliebenen Hitze erfolgt. Denn, weil der Zunder zunächst noch verhältnismäßig fest mit dem warmen Walzgut verbunden ist und auch bei der Bewegung des Walzgutes nicht abspringt, erhält man beim Glühen in diesem Zustande eine praktisch gleichmäßige Oberflächenentzunderung und dadurch eine homogene, für die Weiter-#erarbeitung günstige Oberfläche.
  • Es ist bekannt. Walzgut au#, der Walzhitze züi härten. Einem derartigen H#rteverfahren liegen aber völlig andere inetallurgische Überlegungen als dem Reduzieren von in Form von Zunder vorliegenden Eisenoxyden zugrunde.
  • Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das Walzgut unmittelbar nach der Warmformgebung rasch einer geschlossenen, mit einer reduzierenden Atmosphäre angefüllten Kühlkaminer zugeführt, die es kontinuierlich durchläuft und mit einer Temperatur verläßt, welche eine Zunderbildung nicht mehr zuläßt. Sofern die im Walzgut verbliebene Hitze nicht mehr ausreicht, um den schon vor dem Einführen in die Kühlkammer gebildeten Zunder zu reduzieren, kann ein Teil der Kammer als Aufheizkammer ausgebildet -,verden, die dann ebenfalls mit reduzierenden Gasen angefüllt sein soll.
  • Durch eine ohne weiteres mögliche regelbare Ab- kühlungsgeschwindigkeit kann auch auf die Gefügeausb#ildung des Werkstoffes eingewirkt werden, was durch die Möglichkeit, an der Eintrittsseite der Kühlkammer ein Aufheizen vorzunehmen, unterstützt wird. Infolgedessen kann das Arbeiten unter den für jeden U'erkstoff -ünstigsten Bedin-un-en erfol-en.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren liefert ohne be- sonderen Aufwand und im Fluß der Warrnformgebung ein Walzerzeugnis, das eine besonders gute Kaltverforrnbarkeit durch Ziehen besitzt. Walzwerkserzeugnisse, die eine veredelte Oberfläche erhalten oder durch Kaltwalzen weitenerformt werden sollen, können nach der Warmverformung unmittelbar der breiteren Bearbeitung zugeführt werden.

Claims (1)

  1. P #TENTANSPRUCH: Verfahren zum Ent7undern von warmverfc-rntem Eisen durch Reduzieren des Zunders, dadurch gekennzeichnet daß das Reduzieren des Zunders unter Ausnutzung der Walzhitze erfolgt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift NTr. 732 668; USA.-Patentschrift Nr. 1476 333.
DENDAT1069652D Pending DE1069652B (de)

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DE1069652B true DE1069652B (de) 1959-11-26

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1476333A (en) * 1920-02-24 1923-12-04 Morgan Construction Co Manufacture of wire rods
DE732668C (de) * 1939-12-08 1943-03-09 Matthias Ludwig Verfahren zum entkohlungsfreien Gluehen von mit Oxydhaut versehenem Stahl in einem Schutzgas

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1476333A (en) * 1920-02-24 1923-12-04 Morgan Construction Co Manufacture of wire rods
DE732668C (de) * 1939-12-08 1943-03-09 Matthias Ludwig Verfahren zum entkohlungsfreien Gluehen von mit Oxydhaut versehenem Stahl in einem Schutzgas

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