DE1069349B - Verfahren zum Herstellen von Glasfäden oder -fasern aus stranggepreßtem gepulverten glasbildenden Material - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Glasfäden oder -fasern aus stranggepreßtem gepulverten glasbildenden Material

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DE1069349B DENDAT1069349D DE1069349DA DE1069349B DE 1069349 B DE1069349 B DE 1069349B DE NDAT1069349 D DENDAT1069349 D DE NDAT1069349D DE 1069349D A DE1069349D A DE 1069349DA DE 1069349 B DE1069349 B DE 1069349B
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    • C03B37/00Manufacture or treatment of flakes, fibres, or filaments from softened glass, minerals, or slags
    • C03B37/01Manufacture of glass fibres or filaments
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Description

  • Verfahren zum Herstellen von Glasfäden oder Jasern aus stranggepreßtem gepulvertem glasbildendem Material Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von Glasfäden oder -fasern aus stranggepreßtem gepulvertem glasbildendem Material.
  • Es ist ein Verfahren zum Herstellen von Glasgegenständen bekannt, bei dem glasbildende Stoffe, gegebenenfalls mit einem Bindemittel gemischt, zu einem Gegenstand geformt und dieser Gegenstand zu einer zusammenhängenden viskosen Masse geschmolzen und abgekühlt wird, um_ einen festen Gegenstand zu ergeben.
  • Es ist auch ein Verfahren zum Herstellen von Glasfäden bekannt, bei dem aus Gernischen glasbildender Stoffe Glasstäbe vorgeformt und diese Stäbe dann zu Glasfäden ausgezogen werden.
  • Diesen','bekannten Verfahren gegenüber besteht das Verfahren zum Herstgeller# von Glasfäden oder -faser'n nach der Erfindung darin, daß dasMaterial fortlaufend in die Form eines ständig senlr'echt herabwandernden zusammenhängenden* frei hängenden Stabes gepreßt, zwecks Zusammensinterns' der Teilchen fortlaufend senkrecht durch eine-Beheizungszone hindurchgeleitet und fortlaufend senkrecht in eine weitere Beheizungszone ein- und durch diese Zone hindurchgeführt wird, in der der Stab im wesentlichen augenblicklich quer zu seiner Achse auf den Schmelzpunkt des Materials gebracht und ein geschmolzenes Glas homogener Zusammensetzung erzeugt wird, und dann in die Form fadenartiger Glasfasern gebracht wird, wobei der Stab während aller Verfahrensschritte ständig frei aufgehängt ist. Dabei wird der Stab in der Beheizungszone mittels einer Flamme, die eine Temperatur von über 1600' C hat, auf den Schmelzpunkt gebracht.
  • Die Erfindung findet erfolgreiche Anwendung bei der Herstellung von Glasformlingen mit sehr hohem Schmelzpunkt.
  • Bei der Üblichen Glasherstellung, bei der die glasbildenden Stoffe zu einer Schmelze verschmolzen werden, muß der Schmelzpunkt der Glassorte wegen der praktischen Grenzen moderner Glasherstellung verhältnismäßig niedrig sein. Die gewöhnlich in der Tridustrie verwendeten Glassorten, wie Fensterscheibenglas, Flaschenglas tisw. werden bei einer Temperatur zwischen 1315 und 1537' C geschmolzen. Diese Olassorten werden nachstehend als niedrigschmeizende Glassorten bezeichnet.
  • Um geformte Glaserzeugnisse, z. B# Fasern sehr hohen Schmelzpunktes von beispielsweise 16480 . C (.)der höher, zu erhalten, wurden bisher Erzeugnisse von verhältnismäßig niedrigschmelzendem Glas hergestellt' und ..die löslichen Bestandteile mittels einer Lauge, entfernt, so daß die ungelösten Bestandteile zu# r.iick.bleiben., die einen 'sefir viel höhere'n,Schmel,-p.ahlzi als das"ürsprürigliche'Gtas haben.-TT(##stellung ',##hr hoch schmelzender Gläser, die einen Schmelzpunkt von etwa 1648'C oder höher haben, unmittelbar durch Schmelzen der jeweiligen Bestandteile des Glases sowie der Teilchen des Glases selbst.
  • Diese Ergebnisse werden dadurch erhalten, daß die Teilchen der glasbildenden Stoffe fein zerteilt werden. Diese Teilchen werden dann gründlich gemischt und zu dem gewünschten Formteil, aneinandergekittet. Dieser Formteil wird dann auf so hohe Temperatur erwärmt, daß die Teilchen zusammensintern. Werden Gemische verschiedener Zusammensetzung verwendet, so wird, um ein Trennen der ' Bestandteile, z..B. ein teilweises Schmelzen der Bestandteile und eine Zustands- oder Phasentrennung zu v erhüten, eine so starke HeizeinrIchtung verwendet, daß die gesamte Masse schnell Lind gleichförmig auf den Schmelzpunkt der Masse -ebracht wird. Die Miasse' schmilzt dabei zu einer homogenen Flüssigkeit gleichföriiger Zusammensetzung, die frei von abgetrennten festen Phasen ist und die gleiche chem-ische' . Zusammensetzung hat wie" das'erstarrte Glas"e"rze*ug'nis'- aus dieser Mass'.
  • 'Die zusanirrietisetzung des-,jel#Veiligeh Gemisches hängt vori der Art.des gewünichten' Gf a . s'es rab. Besteht das ,Glas, a ti 's hlür einem'B,"'tat#at(#'l es eihe pulverförmige a#s#I Z' Aier 'Kör"n",äröße"' l'"on '005'hi'ff j)u I i# chm e# s er oder öder Wena ei]) z. B. Glas oder ein andere"; S VCI-3N"CII(1('t wird, so wird dieses vernendet. Soll .i(-(locli da> Gla au-; (#incin Gumisch von glasbildenden Stoff(-ii Verschiedener gebildet werden, so werden Su##C züi ciiietii"feinen Pulver gemahlen lind dann griindlIch Uni die ge-1-Tniiingeiiitiit der zu erhalten und züi vermeiden, muß das Gemisch möglichst gleichf#Willig sein.
  • Die 'Stoff(# danti zu der gewünschten Ge- stalt, z. B. eiii##iii #,tab, #-chelbe od. dgl. geformt. Es l#ann ein Blii(Iciiiittcl #-er"vendet Nv(-rden, das bei der TciiiI3(,j##itiii- stabil ist, auf die der Glasformling während seiner Schinelzstufe gebracht wird. So ],-arm eine ,#-erdünnte Natriunisilikatlösung oder Kaliunisilikatlösung verwendet werden, wenn die Silik-ate, sohald sie in den zum Anfeuchten der Teilchen notwendigen verwendet werden, der Glasmasse nicht schäd-]ich sind. je nach der Glasi-nasse und ihrem '\#7erhalteii züi dein Bindemittel werden Ton, Portlandzemünt und andere Zemente als Bindernittel verweridet, wobei so viel Wasser zugegeben "vird, daß eine gut zusammenhängende und im Strang preßbare Masse entsteht. Es kann Wasser oder ein organisches Bindernittel oder es können aus Kunststoff bestehende Klebinittel der wärrneplastischen oder wärmehärtharen Art verwendet werden. Kunststoffmassen dieser Art sind in der Technik- bekannt.
  • Viele der Bindennttel sind unstabil und werden gelöst, wenn sie Feuchtigkeit enthalten, oder brennen ab, wenn sie organische Stoffe enthalten, oder verlieren ihre Bindeeigenschaften bei Temperaturen bei oder unter der Schmelztemperatur der zu bildenden Glassorte. In diesem Falle werden noch Anfangsflußinittel eingelagert, die beim Schnielzen oder beim Umsetzen mit den Oberflächen der TeilchA der glasbildenden Stoffe eine Oherflächenverbindung zwischen den Teilchen der glasbildenden Stoffe in dem geformten Gegenstand herstellen, Diese Flußmittel werden in solchen Nfengen ver--wendet, daß die Oberflächeribindung entweder durch Schmelzen oder durch Sintern der glasbildenden Teilchen eintritt. Soll der Schmelzpunkt des Glases, das aus den glasbildenden Stoffen erhalten wird, durch die Flußrilittel nicht geändert w erden, so werden möglichst kleine Mengen dieser Flußmittel benutzt, um eine unerwünschte Änderung der 'Masse und des Schmelzpunktes des erhaltenen Glases zu verhüten. Beispiele solcher Flußmittel sind: Natriummetaborat, Natriumtetraborat, Borsäure, Borsesquioxyd, NTatriumkarbonat, Kaliumkarbonat, Lithiumkarbonat, l\ atriumnitrat, Kaliumnitrat, Lithiumnitrat, geschmolzene Mischungen der Nitrate, beispielsweise Gemische aus Natrium-und Kallumnitrat, Nlatrium- und Kaliumphosphat, und gleichmolare Gemische aus Kalium- und Lithlumfluorid.
  • Es kann die übliche Strangpreßeinriclitung zum Formen des Gegenstandes verwendet werden. Der geforrnte Gegenstand wird zuerst einer Härteternperatur unterworfen, um die notwendige mechanische Festigkeit des geformten Gegenstandes zu erhalten, die auf den Bindemitteln für niedrige Temperatur beruht. Wenn die oben beschriebenen Flußmittel verwendet werden, können Änderungen im Umriß des Gegenstandes auftreten. Der geformte Gegenstand wird in einer Zone erwärmt, in der das Schmelzen der Flußmittel beginnt. Zu diesem Zweck wird die in dieser Zone herrschende Temperatur geregelt und dadurch ein Verkitten der Teilchen des geformten Gegenstandes bewirkt. Der geformte Gegenstand wird dann in eine Zone eingeführt, in der fast augenblicklich die hohe Temperatur zur Einwirkung gebracht wird. Die Masse wird also schnell auf Schmelztemperatur erwärmt, und es erfolgt eine Verschmelzung zu einem flüssigen Erzeugnis.
  • Wird das erfindungsgernäße Verfahren zur Herstc)-lung von Fäden oder Fasern aus hochschrnelzendern Glas verwendet, so schmilzt das Glas züi einem langgestreckten stabähnlichen Gebilde von hoher Viskosität oder Plastizität. Das Glas fließt dann als viskoser Faden durch eine Zone hoher Temperatur genügend lange Zeit hindurch, so daß sich ein Faden von im wesentlichen gleichförmiger Zusammensetzung bildet. Falls erforderlich, kann die Temperatur des Fadens in einer Zone hoher Temperatur erhöht Nverden, uni die ViskositÄt herabzusetzen, so daß der Faden verdünnt werden kann, wobei die Viskosität jedoch immer noch so hoch ist, daß ein zusammenhängendes und aus einem 'Stück bestehendes fadenähnliches Gebilde besteht. Der Faden tritt darin in eine Zone niedriger Temperatur ein, in der er schnell unter den Schmelzpunkt und Klebpunkt der Faser abkühlt, so daß sich ein festes, glasähnliches, nichtklebendes faserartiges Gebilde ergibt, Der Faden kann dann in der jetzt üblichen Weise zur Behandlung von Glasfäden beliebig aufgefangen, geblasen oder aufgehaspelt werden.
  • Die vorstehenden Ziele sowie andere Ziele der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung an Hand der Zeichnungen. In den Zeichnungen ist Fig. 1 ein Teilschnitt einer schematisch dargestellten Ausführungsforrn der Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens, Fig. 2 ein Schnitt nach Linie 2-2 der Fig. 1, Fig. 3 ein Tellschnitt einer schematisch dargestellten anderen Ausführungsform zur Durchführung des erfindungsgemäßen Fig. 4 ein Teilschnitt '#2'erfalirens durch und eine ' schematisch dargestellte Abänderung einer Vorrichtung zur Durchfübrung eines geänderten erfindungsgemäßen Verfahrens.
  • Die fortlaufend arbeitende Strangpresse 1 üblicher Ausführung besitzt die Düse 2. Über einem Ofen 4 liegt ein Führungsrohr 3 beliebiger Länge. Das im Strang zu pressende Material wird in die Strangpresse 1 eingebracht, durch die Düse 2 gedrückt und läuft dann durch das Führungsrohr3 und die Öffnung4 in den Kopf 5 des Ofens ein. Die Öffnung 12 wird durch einen Flanschring 13 geschlossen, der mit dein Führungsrohr 3 #,erbunden ist. Die verbreiterte Kanirner6 kann gewünschtenfalls durch die aus dein Brenner5 austretenden Verbrennungsgase und auch durch die aus den Brennern9 und 10 austretenden #'-'e,rl)reniiuligsgase geheizt werden. Die Verbrennungs-,-ase strömen durch das Austrittizrohr 14 aus. Ini oberen Abschnitt des Ofens wird der als Strang gepreßte Stab11 getrocknet und gehärtet, um einen Stab von so großer mechanischer Festigkeit herzustellen, daß er lotrecht durch den Ofen hindurch nach unten sich bewegt. Zu diesem Zweck wird die Temperatur entsprechend geregelt.
  • In der oberen Zone des Halses 8 wird der Stab einer so hohen Temperatur unterworfen. daß die Flußmittel schmelzen, jedoch darf die Temperatur nicht so hoch sein, daß ein Schmelzen der Masse zu Glas erfolgt. Die Masse wird auf diese Weise auf ihrer Oberfläche ge- schmolzen, ohne daß eine wesentliche Änderung der Stabforrn erfolgt. Der Stab wird zuerst in den Hals 8 geschoben (Fig. 1) und wird dann durch die unmittelbare Einwirkung der aus den Brennern 9 austretenden Flammen kurzzeitig erhi ' t zt, so daß die Temperatur des Stabes auf den Schmelzpunkt des Glases steigt. Die Flammentemperatur und der kleine Querschnitt des Stabes ermöglichen eine sehr schnelle Erwärmung auf die Schmelztemperatur, so daß ein geschmolzener Stab sich bildet. Der Stab behält seine Form in allen dein Schnielzen vorausgehenden Stufen bei. Das Glas ist in dieser Stufe sehr viskos und seine Viskosität Lann k " -ere-elt t' werden, indem die Temperatur des Stabes mittels der Brenner9 und 10 eingestellt wird, die längs der Achse des Stabes und des Fadens so aufgestellt sind, (laß der Stab und der Faden auf ihrer Gesamtlänge auf der Verdünnungs- und Ziehtemperatur gehalten werden. Das Glas wird geschmolzen, und die '#Tiskosität wird So ein-estellt. daß ein zusammenhängender Faden entsteht, der sich unter der Wirkung der Schwerkraft verdünnt, was gewünschtenfalls durch Aufwickeln auf den Haspel 15 unterstÜtzt wird. Der Faden 16 wird auf die gewünschte Abmessung des Durchmessers verdünnt. Um Wärmeverluste -aus dem Faden während des Ziehens oder Verdünnens zu verhüten, bevor der Faden den gewünschten Durchmesser besitzt, wird der Faden während des Verdünnens auf den betreffenden Durchmesser völlig innerhalb der erwärmten Zone geführt. Der Faden tritt nach Erreichen des gewünschten Durchmessers durch die Öffnung 17 hindurch und verläßt den Ofen, worauf er schnell auf eine Erstarrungstemperatur abkühlt, die unterhalb der Schmelztemperatur oder dem Punkt liegt, an dem der Faden klebri- ist. Der Faden wird dann auf den Haspel 15 aufgewickelt. Die Formgebung des Stabes ' und der Vorschub durch den Ofen hindurch erfolgt in dieser Weise während des ganzen Zeitabschnittes, der erforderlich ist, um den Haspel oder mehrere Haspeln mit Faden zu belegen.
  • Bei der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsform wird die Wärme durch unmittelbare Einwirkung der Flamme auf den Faden erzeugt.
  • Bei dieser unmittelbaren l'-,inwirkung der Flamme auf den Glasfaden besteht die Gefahr, daß der von dem Flammenwind erzeugte Stoß den Faden zerreißt und den Faden in kleine Teilchen unterteilt. Um diesen .Nachteil zu beheben, werden Flammen mit so geringer Geschwindigkeit verwendet, (laß der #Vind den Faden nicht zerstö rt. Es kömien auch axial gerichtete Flamrnen verwendet werden, wobei die Flammen in einer im wesentlichen parallel zum Faden verlaufenden Richtun- brennen. Die Zahl der in einem Abstand axial des Stabes und des Fadens stehenden Flammen wird so gewihlt, (laß die '#\'#rme im Ofen auf der geb ZD wünschten Temperatur gehalten wird.
  • Ermöglicht die vorgeschriebene Temperatur die b Verwendung keramischer 'Muffeln, so kann der Stab oder der Faden durch eine Zone hoher Temperatur hindurchgeführt werden, in der keine Flamme oder keine Verbrennungsgase in Berührung mit dem Stab oder (lern Faden treten. Die Temperatur der __#luffel muß jedoch so hoch sein, (laß die Temperatur des 'Stabes auf den Schmelzpunkt in der gleichen Weise ,f-elioben wird, wie (lies bei der unmittelbaren Einwirkung der Flammen auf den Stab oder den Faden beschrieben worden ist. Der Beginn des Schmeizens des Flußmittels muß vor dem Eintritt des Stabes in die Nftiffel erfolgen.
  • Der stranggepreßte Stab 19 (Fig. 3) tritt aus der Strangpres-;#! 18 durch die erwärmte Nfuffel 21 hindurch, die innerhalb des Ofens 20 liegt und durch die Breriner 22 erwärmt wird. Der Ofen und die NiItiffel müssen natürlich hierbei den notwendigen Temperaturen widerstehen können, so daß infolgedessen die Temperatur, die in der Muffel 21 herrschen kann, begrenzt ist. Der Faden ist aber in einer Zone niederer Luftgeschwindigkeiten eing-e-schloS*sen und ist nicht den schädlichen Wirkungen des Flammenwindes ausgesetzt.
  • Sollen an Stelle eines langen Fadens kurze Stapelfasern gebildet werden, so wird das untere Ende dez in Fig. 1 dargestellten Ofens in der aus Fig, 4 ersichtlichen Weise ausgebildet. Der Ofen ist an Seinenunteren Stirnende ' -eschlossen und besitzt eine Seiten öffnung 26, die in der einen Wand gegenüber derr Brenner 27 liegt. Der Wind der aus dem Brenner 21 auftretenden Flamme trifft auf den Stab 11 und zerbricht den Stab in kleine Teilchen, die durch der Windstrahl 28 gegen das sich bewegende Sieb 29 geblasen werden, das über einen Satigkasteii30 läuft, dei die Fasern gegen das sich bewegende Sieb hält. Dic Flamme kühlt sich auf diesem Wege so ab, daß die Verbrennungsgase bei ihrem Auftreffen auf das Sieh 29 unterhalb des Erstarrungspunktes der Glasfasern liegen. Die Fasern werden in einer Schicht gestapelt. die durch das laufende Sieb nach aufwärts getragen und von dem Sieb am Ablauf 31 abgenommen werden. Der stranggepreßte Stab wird entweder stetig oder nur während gewünschter Zeitabschnitte vorgeschoben.
  • Die folgende Tabelle zeigt bekannte glasbildende Verbindungen, die im erfindungsgemäßen Verfahren zusammen mit einem Bindemittel zur Herstellung sehr hoch schmelzender Glasarten gewünschter Form durch unmittelbare Formung aus dem Strang oder durch Verformen dieser Stoffe verwendet werden können.
    Masse Schmelzpunkt in C
    SrO - A1203 2 Si02 t660
    3 Ba,(P 0,)2 Ba F, 1670
    Fe0 - Cr20, ............... 1670
    M-0 2Ti02 1680
    2 SrO Si 02 1700
    3 CaO 5 A1203 1720
    BaC) - A12 03 " 2 Si 02 1720
    Bal(PO1)2 . ......... ........ t 727
    5CaO - P.,0.5* Sio2 ......... 1760
    CaO 2A120.1 ----- * ---- I I - * * 11-65
    Beo zli 0 . ....... ....... t 75,5
    2 Ca 0 - TI b . . # # ..... - # ....... 1800
    Coo .... ..................... t 800
    3 Al, 0:, - 2 Si 02 ........... 1830
    TIO, - .............. 1830
    A1203 ' T102 1860
    Ba 0 - 6 A12 03 ............... - 1860
    2#vIgo - si02 ............... - t 890
    BeO A1203 1890
    CaO TiO . ..... ....... 19is
    ,\.lz, 0 Cr, 0, .... 2000
    A1203 l- . ............ 2000 bis 2030
    NiO - AI,203 2030
    2CaO S102 ........ .... 2130
    3 CaO Ti 02 2135
    M-0 A1203 .......... ... 2135
    Cao b 2345
    zro2'si02 - ............... 2430
    Cr,03 . # ....................... 2435
    Be0 # .......................... 2 52 0
    CaO ........................... 22 5 7 0
    Zr 0, (Baddeleylt, Brazilit) ..... 2690
    SrO - Zr02 ....... « .... « 2700
    Zi-O, 2715
    NIgo ................. 2800
    . Um die StofTe, insbesondere 'Massen mit einem höheren Schmelzpunkt als 1648' C, zu schmelzen, Nverden Flammen verwendet, deren Temperaturen oberhalb 1648' C liegen und die so hohe Temperatur 1)esitzcii, daß die Stoff(- auf die gewünschtu Viskozität schmelzen.
  • Durch richtiges Mischen der Brennstofiv, der incrten Gase, z. B. Stickstoff, und der Träger der- Verbrennung, Sauerstoff und Luft, können Flammen von solcher Tlöch##ttei-npc-ratur erhalten werden. daß die obenerwähnten glasbildenden Stofie bei Temperaturen oberhalb 1648' C schmelzen-Die glas1»)denden Oxyde sollen jedoch über ihren Schinelzpunkt hinatis eriiitzt werden, um die Teniperatur der Glasschnielze züi steigern und die 'Viskosität der ',chilielze auf einen M'ert zu verringern, bei dem ein Faden gc,\viiii-ccliteii Durchine.r.,ers erreicht wird, Der Temperaturanstieg von der Zone, an der die 13indun- mittels des Flußmittels stattfindet, bis zur Schnielztemperatur soll möglichst schnell sein, damit der <#tah nicht durch die zwischen diesen Zonen lie- genden Umwandlungstempcraturen so langsam hindurchgeht, (laß eine Phasentrennung flüssiger Bestandteile , die durch das Teilschmelzen des Gemisches ent stehen würde, eintritt, und keine Ungleichförrnigkeit der Masse eritsteht. M'ird der Stab schrie]] aus der Zone der Anfangsschmelze in die Zone der Flamme oder hohen Temperatur iibergeführt, so erfolgt ein schnelle5 und vZilliges Schmelzen des Gasgemisches ohne Phasenausscheidung im Gemisch.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRUCHE: 1 . Verfahren zum Herstellen von Glasfäden oder -fasern aus stranggepreßtem gepulvertern glasbildendern Material, dadurch gekennzeichnet, daß da#, Material fortlaufend in die Forrn eines ständig senkrecht herabwandernden zusammenhängenden frei hängenden Stabes (11'# gepreßt, zwecks Züisaitirnensintern- der Teilchen fortlaufend senkrecht durch eine Behei7illigszoiie (8, 9) hindurch-vleitet und fortlaufend senkrecht in eine weitere Bebeizungsznrie (8, 10) ein- und durch diese Zone hindurch-eführt -,vird, in der dei Stal) (11) irn wesentlichen angenhlicklich quer zu seiner Achse auf den Schmelzpunkt des 'Materials gebracht und ein geschmolzenes Glas liniilogcilcr 7-tiramt-nenset-7ung erzeugt wird, und darin in die Form fadenartiger Glasfiden oder -fasern gebracht wird, wobei der Stah wahrend aller Vvi-fahrensschritte ständigfrei aufgeh#IIgt ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, (laß der Stah (ll) in der Behei7ungszone (8, IG') mittels einer Flamme, die eine Temperatur Von Über etwa 1600' C hat, auf den Schmelzpunkt gebracht %vird. 1 Verfahren nach .-,iispi-ucli 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das geschmolzene Glas fortlaufend durch eine weitere Beheizungszone (271 mit einer fiber der Schrnelzternperatur des Glases liegenden Temperatur geführt wird. 4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3. dadurch gekennzeichnet. daß der - erzeugte Glasfaden oder die Jaser züm plötzlichen Frstarren gebracht wird, In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 332071; USA.-Patentschrift Nr. 2 566 252; österreichische Patentschrift Nr. 114 996.
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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE332071C (de) * 1919-03-26 1921-01-21 Carl Muth Verfahren zur Herstellung von Glasfaeden
AT114996B (de) * 1927-11-30 1929-11-11 Philips Nv Verfahren zur Herstellung von Glas mit niedrigem Ausdehnungskoeffizienten.
US2566252A (en) * 1945-09-21 1951-08-28 Owens Corning Fiberglass Corp Apparatus for producing glass to be attenuated to fibers

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