DE1069295B - - Google Patents

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DE1069295B
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01GCAPACITORS; CAPACITORS, RECTIFIERS, DETECTORS, SWITCHING DEVICES, LIGHT-SENSITIVE OR TEMPERATURE-SENSITIVE DEVICES OF THE ELECTROLYTIC TYPE
    • H01G9/00Electrolytic capacitors, rectifiers, detectors, switching devices, light-sensitive or temperature-sensitive devices; Processes of their manufacture
    • H01G9/0003Protection against electric or thermal overload; cooling arrangements; means for avoiding the formation of cathode films

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Microelectronics & Electronic Packaging (AREA)
  • Fixed Capacitors And Capacitor Manufacturing Machines (AREA)

Description

  • Elektrolytkondensator mit guter Wärmeabfuhr Gegenstand der Erfindung sind mehrpolige Elektrolytkondensatoren, die sich durch eine gute Wärmeal)fuhr auszeichnen und insbesondere auch für Wechselstrombelastungen langer Betriebsdauer geeignet sind.
  • Die bisherigen Wechselstromelektrolytkondensatoren bestehen in der Regel aus zwei formierten Metallfolien, beispielsweise Aluminiumfolien, die unter Zwischenschaltung von saugfähigen Elektrolytträgern zu einem Wickel aufgerollt sind. Da die beiden mit Stromanschlußelementen ausgerüsteten Metallelektroden parallel verlaufend aufzuwickeln sind, ist die Wickelherstellung verhältnismäßig schwierig. Zudem lassen sich beide Folien nie so genau aufrollen, daß sie sich genau gegenüberstehen; Anfang und Ende der Elektroden werden nämlich stets mehr oder weniger gegeneinander versetzt aufgerollt sein. Es ist festgestellt worden, daß bei derartig versetzten Elektroden im Anfangs- und Endbereich völlig unbestimmte Verhältnisse hinsichtlich Elektrolvtkonzentration, Ionenleitfähigkeit und Strom- und Feldverteilung vorherrschen. Der Verlustwinkel ist daher nicht eindeutig vorherbestimmbar und im allgemeinen dadurch verschlechtert. Weiterhin sind auch die Verhältnisse hinsichtlich Reststrom und Kapazität nicht eindeutig, da die Endformierung des Wickels wechselseitig erfolgen muß. Elektrolytkondensatoren, besiehend aus zwei formierten Anodenfolien A und B und einer gemeinsamen dritten Elektrodenfolie C, sind ebenfalls bekannt. Zwischen je einer Anodenfolie und der gemeinsamen, metallischen Elektrodenfolie ist eine Einzelkapazität wirksam, indem je eine formierte Folie und die gemeinsame metallische Zusatzfolie einen polarisierten Kondensator darstellen. Die metallische Zusatzfolie C überdeckt die gesamte Fläche der neben- oder hineinander angeordneten formierten Anodenfolien A und B. Diese aus zwei formierten und einer nichtformierten Folie bestehende Baueinheit kann entweder als Doppelkondensator (polarisierte Kondensatoren für Gleichstrom) verwendet werden, indem neben den beiden Anodenfolien auch die gemeinsame metallische Zusatzfolie eine oder zwei Stromanschlußfahnen erhält, oder sie wird als Einfachkondensator mit nur zwei aktiven Belegungen. nämlich den formierten Folien, und einer schwimrnend, d. h. ohne Anschlußfahne, im Wickelzug angeordneten zusätzlichen metallischen Folie, die elektrisch als Äquipotentialfläche wirksam wird, eingesetzt (nichtpolarisierter Kondensator für Gleich-und Wechselstrom).
  • Ein nichtpolarisierter Kondensator der gerade genannten Art ist also elektrisch gleichbedeutend der gleichfalls bekannten Zusammenschaltung zweier polarisierter Einzelkondensatoren, deren beide Kathodenanschlüsse miteinander verbunden sind. Es sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt, daß es neben dieser Hintereinanderschaltung zweier polarisierter Einzelkondensatoren in entgegengesetzter Richtung unter Bildung eines nichtpolarisierten Kondensators auch lange bekannt ist, dieselben zwei polarisierten Einzelkondensatoren additiv hintereinanderzuschalten, um die Spannungsbelastbarkeit des Gesamtkondensators zu erhöhen.
  • Bei den meisten Kondensatoren und deren Anwendung spielt die Frage einer genügenden Wärmeabfuhr aus dem Kondensator bei dessen Betrieb eine bedeutende Rolle. Ganz entscheidend aber wird die Wärmeabfuhr bei der Verwendung der dafür hergestellten (Kondensatoren mit zwei mit einer dielektrischen Schicht versehenen Belegungen) bzw. verwendbaren Kondensatoren (zwei mit ihren Kathodenanschlüssen zusammengeschaltete polarisierte Kondensatoren). Dieses Problem ist bisher nicht oder nur ganz unzureichend gelöst worden.
  • Nach den bisherigen Erkenntnissen kommt es mit dem Ziel der Herstellung guter und weitgehend alterungsbeständiger Kondensatoren für Gleich- und Wechselstrom, ganz besonders aber für Wechselstrom, darauf an, folgendes zu beachten, wobei der Einfachheit halber ein Aluminium-Elektrolytkondensator betrachtet sei: Damit eine geschlossene, störstellenfreie Al203-Schicht auf der Aluminiumfolie erzeugt werden kann, welche Leckströme ausschließt bzw. weitgehend herabsetzt und damit einen guten Verlustwinkel ermöglicht, muß für die Aluminiumfolien solches Material verwendet werden, welches den größtmöglichen Reinheitsgrad besitzt und für die Formierung dieser Aluminiumfolien ein Elektrolyt angewandt werden, der alle technisch möglichen Voraussetzungen an Reinheit erfüllt. Das gleiche gilt für den Betriebselektrolyten. Ebenso ist größte Sorgfalt auf eine saubere Herstellung der Kondensatoren zu verwenden. Verunreinigungen und Unsauberkeit sind die größten Feinde eines Elektrolytkondensators. Es hat sich bei der Erzeugung der dielektrischen Schicht auf Aluminiumfolien, d. h. beim Formieren, erfahrungsgemäß ergeben, daß die besten und stabilsten Oxvdschichten dann entstehen, wenn das Formierbad höchstmögliche Temperatur aufweist und die Formierung mit einer maximalen Stromdichte erfolgt, welche die Folie und die Formieranlage gerade noch nicht gefährden. Die Formierspannungen liegen wenigstens 10 bis 20% über der maximalen Betriebsspannung des fertigen Kondensators, wobei im Falle von Wechselstrom unter maximaler Betriebsspannung der Scheitelwert zu verstehen ist. Bei der Nachformierung der Folien im Zustand des mit dem Betriebselektrolyten imprägnierten Kondensatorwickels sind die gleichen Punkte hinsichtlich Sauberkeit und Reinheit zu beachten. Die Nachformierspannung wird ebenso bemessen wie die Spannung zur eigentlichen Folienformierung. Die Temperaturen sind jedoch beim Nachformieren wesentlich niedriger; die Stromdichte ist abhängig von den noch vorhandenen Leckstellen der Folien.
  • Wie erwähnt, ist es also wesentlich, beim ersten Formieren der Folien höchste Temperaturen und größte Stromdichte anzuwenden, so daß der Foriniervorgang stoßartig, in möglichst kurzer Zeit vollzogen werden kann.
  • Nach den bisherigen Feststellungen scheint der Formiervorgang beim Umpolen innerhalb gewisser, sticht genau definierbarer Grenzen rückläufig zu sein, Wenn dabei die gleichen Zustandsgrößen angewandt werden wie beim Formieren, z. B. eine sehr hohe Temperatur. Während eine Rückbildung der Al" 03 Schicht bei Gleichstromkondensatoren nicht aus den genannten Gründen zu befürchten ist, weil keine 1Jmpolung stattfindet, ist der Wechselstromkondensator ja gerade dadurch charakterisiert, daß eine ständige Umpolung und eine sehr große Wärmeentwicklung stattfindet. Die dabei entstehenden Temperaturen liegen oder können, je nach der Belastung, der Frequenz und dem Aufbau des Kondensators, im gleicheben Bereich liegen, der für die Formierung selbst maßgebend ist.
  • Die ersichtlich wesentliche Forderung einer genügenden Wärmeabfuhr während des Betriebes voll Elektrolytkondensatoren ist bei den bekannten Ausführungen für Wechselstrom nicht oder nur ganz unzureichend erfüllt, weil keine Mittel bekannt bzw. vorgesehen werden, die im Wickelinneren entstehende Wärme schnell und auf kürzestem Wege nach außen zu bringen.
  • Aus diesem Grunde konnten die oben als bekannt beschriebenen Elektrolytkondensatoren nur als nichtpolarisierte Kondensatoren für Gleichstrom oder in speziellen Fällen in der Wechselstromtechnik bei intermittierender Belastung Anwendung finden, beispielsweise als Motorkondensatoren, die nur kurszeitig an Wechselspannung liegen. Der generelle Einsatz in der Wechselstromtechnik blieb ihnen jedoch ersagt.
  • Demgegenüber schlägt die Erfindung einen Kondensator vor, der sowohl für Gleichstrom- als auch für Wechselstrombelastungen langer Betriebsdauer geeignet ist.
  • Der erfindungsgemäße Kondensator, insbesondere elektrolytische Wickelkondensator für Wechselstrom, aufgebaut aus mindestens zwei mit einer dielektrischen Schicht überzogenen Elektroden. Beispielweise oxydierten Aluminiumelektroden, und mindestens einer zusätzlichen metallischen Folie, welche die gesamte Fläche der neben- oder hintereinander angeordneten, mit einer dielektrischen Schicht überzogenen Elektroden überdeckt, ist dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Folie 6 aus einem gilt wärmeleitfähigen Metall hergestellt ist, die als Äquipotentialfläche elektrisch anschließbar oder eine Blindfolie ist, im Betriebszustand vorzugsweise als Blindfolie verwendet wird, und so bemessen ist, daß sich aus dem rein elektrischen Kondensatorelement, z. B. bei der Ausbildung des Elektrolytkondensators als Wickelkondensator aus dem fertigen Wickel stirnseitig, vorsteht bzw. herausgeführt ist und mit dein metallischen Kondensatorgehäuse in gutem Wärmekontakt steht.
  • Eine vorteilhafte Weiterbildung und Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß die zusätzliche Folie aus einem nicht nennenswert formierten oder nicht nennenswert formierbaren Metall hergestellt ist.
  • Dies hat den folgenden Zweck: Legt man in Atllehnung an die bisherige Auffassung an die Elektroden A und B eines als vorbekannt erörterten Elektrolytkondensators eine Wechselspannung mit einem der Formierspannung entsprechenden oder etwas darunterliegenden Scheitelwert, so wird sich bald ein merklicher Kapazitätsabfall bei steigender Erwärmung einstellen, da zwischen den einzelnen formierten Folien A und B einerseits und der als Äquipotentialfläche wirkenden zusätzlichen Metallfolie C andererseits ein wechselseitiger Formierungsprozeß stattfindet. Als Äquipotentialfläche ist die Zusatzfolie bei den bekannten Anwendungen auch all der Stromleitung von der einen formierten Belegung zur anderen beteiligt. Dieser Strom formiert, auch wenn er im steten Wechsel erfolgt, bis zu einem gewissen Grad die metallische Folie C, die mehr und mehr als echte Belegung mit einer dielektrischen Schicht zu wirken beginnt, jedoch invöllig unvorherseliharer und unkontrollierbarer Weise. Weil die sich formierende Folie C aber keinen Stromanschluß nach außen hat (Blindfolie), sondern eine Stromabnahme lediglich an den Folien A und B erfolgt, wird der Kondensator bekannter Bauart nach langer Betriebsdauer schließlich unbrauchbar. Um deshalb eine Formierung der Folie C zu verhindern, muß dafür gesorgt werden, daß die Folie entweder nicht formierbar oder nicht nennenswert formiert bzw. daß die Stromdichte auf der Oberfläche der Zusatzfolie bei Betrieb des Kondensators so gering ist, daß diese nicht zur Formierung ausreicht oder nur zu einer nicht nennenswerten Formierung beiträgt.
  • Weitere Einzelheiten der Erfindung sind nachfolgend an Hand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert. Die Fig. 1 und 2 zeigen schematisch die einzelnen Wickelbahnen im abgerollten Zustand bei hintereinander- und nebeneinanderliegenden Elektroden am Beispiel eines nichtpolarisierten Kondensators.
  • Mit 1 und 2 sind die Kondensatorelektroden bezeichnet, die mit Stromanschlußelementen 3 und 4 bereits vor dem Wickelprozeß ausgerüstet werden. Sie bestellen in der Regel aus oberflächenvergrößerten Aluminiumbändern mit aufoxydierten Schichten als Dielektrikum. 5 stellt den saugfähigen Träger für den Betriebselektrolyten dar. Mit 6 ist eine metallische Folie bezeichnet, die aus einem Metall guter Wärmeleitung besteht und zusammen mit den übrigen Lagen in an sich bekannter Weise zum Kondensatorwickel aufgerollt wird. Derartige Wickel lassen sich ohne die eingangs erörterten Schwierigkeiten herstellen. Die Folie 6 ist insbesondere im Hinblick auf die Wickelformierung mit einem nicht eingezeichneten Anschlußelement ausgerüstet; sie ist aus thermischen Gründen so breit ausgelegt, daß sie den Wickel mindestens an einer Stirnseite beträchtlich überragt. Zwischen Wickel und Metallgehäuse läßt sich somit beim Zusammenbau, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme eines Kontaktierungsmittels, ein sehr guter @Z'ärmekontakt herstellen. Bei einem solchen Elektrolytkondensator wird daher die Wärme auch aus dem Wickelinneren hinreichend gut abgeführt, da diese Abfuhr aus dem Wickelinneren nicht mehr radial durch den Wickel, sondern in axialer Richtung in den Lagen der Folie 6 erfolgt.
  • Zwischen den vorbekannten und den an Hand der Zeichnung erläuterten Kondensatoren gernäß der Erfindung besteht trotz der äußerlich gleichen Elektrodenanordnung ein grundsätzlicher Unterschied: Die besonders günstige Ausbildung der dritten Metallfolie aus thermischen Gründen, wie es die vorliegende Erfindung vorschreibt, ist weder erkannt noch ausgeführt worden.
  • Der erfindungsgemäße Kondensator wird einem solchen Formierungsprozeß unterworfen, daß sich auf den Elektroden 1 und 2 je eine dielektrische Schicht 7 und 8 (Fig. 3) ausbildet, die je für sich allein mit dem vollen Betriebspotential belastet werden kann. An die Anschlüsse 9 und 10 kann entweder eine Gleichspannung 2 P oder eine Wechselspannung mit dem der Gleichspannung entsprechenden Scheitelwert angelegt werden. Zwischen jeder der beiden Elektroden 1 oder 2 einerseits und der Folie 6 andererseits darf ebenfalls eine Gleichspannung 2P, dagegen überhaupt keine Wechselspannung herrschen. Diese elektrischen Verhältnisse machen eine besondere Endformierung erforderlich, die erfindungsgemäß vorgenommen wird, derart, daß an den während der Formierung kurzgeschlossenen, als Anode geschalteten Elektroden 1 und 2 und der Folie 6 eine Gleichspannung, entsprechend der Betriebsspannung bzw. etwas größer. als Formierspannung angelegt wird. Auf diese Weise ist ein eindeutiger und gleichzeitiger Formierungsprozeß an beiden Elektroden 1 und 2 bis zur Ausformierung gewährleistet. Ein derartig formierter Kondensator stellt einen echten Wechselstromelektrolytkondensator dar, der bis zum Scheitelwert belastbar ist. Nach vollzogener Endformierung gemäß der Erfindung ist die schwebend oder nicht schwebend angeordnete Folie 6 mit keinerlei Oxvdschicht überzogen. Damit die Kapazität auch bei Wechselstrombetrieb stabil bleibt, die Folie 6 während des Betriebes also keine nennenswerte Formierung erfährt, ist diese erfindungsgemäß aus einem solchen Metall, beispielsweise Zink, verzinnter Al-oder Kupferfolie od. dgl. gefertigt, das mit dem Betriebselektrolyten nicht nennenswert reagiert. Gegebenenfalls enthält diese nur solche nicht formierbare Partikeln einverleibt. In der Regel bestehen die aufoxydierten Elektroden 1 und 2 aus aufgerauhten Aluminiumfolien; aus Korrosionsgründen besteht dieserhalb auch die Elektrode 6 aus einer aufgerauhten Aluminiumfolie, deren Oberfläche so weit vergrößert ist, daß die reduzierte Stromdichte zur nennenswerten Formierung nicht ausreicht.
  • Es sei erwähnt, daß es bereits bekannt ist, bei polarisierten Elektrolytkondensatoren, die wiederholt über niederohinige Kreise entladen werden, die Kathode aus einem im Betriebselektrolyten schwer o#;vdierbaren oder oberflächenvergrößerten Material zu fertigen. Diese als Erhöhung der sogenannten Schaltfestigkeit bekannte Maßnahme hat mit vorliegender Erfindung nichts zu tun, da kein Wechselstromelektrolytlcondensator vorliegt.
  • Aus der Fig. 3 ist ersichtlich, wie der erfindungsgemäße Elektrolytkondensator an ein Wechselstromnetz anzuschließen ist. Demnach liegen die beiden Anoden 1 und 2 direkt an der Wechselspannung. Wie ersichtlich, sind die beiden Elektroden 1 und 2 mit den dielektrischen Schichten 7 bzw. 8 überzogen, während die schwebend angeordnete dritte Folie 6 nicht formiert ist. Beide Oxydschichten 7 und 8 tragen also zur betriebsmäßig vorgeschriebenen Spannungsfestigkeit des Kondensators, jedoch abwechselnd je nach augenblicklicher Polarität, bei. Die vorstehend beschriebenen Elektrolytkondensatoren in der zweipoligen Ausführung sind besonders für Wechselstr ombelastungen, und zwar auch für solche von längerer Betriebsdauer, geeignet. In diesem Fall ist die Folie 6 im eingebauten Zustand schwebend angeordnet und mit dem Kondensatorgehäuse leitend verbunden. Gegebenenfalls Kann die Folie 6 aber auch mit einer Stromanschlußarmatur ausgerüstet sein. Zumindest ist eine solche für die oben beschriebene Wickelformierung erforderlich. Die bisher so kritische Frage der Wärmeabfuhr wird durch die Anordnung und geeignete Bemessung der dritten Folie 6 befriedigend gelöst. Die Wickelformierung ist nunmehr eindeutig insbesondere können die Elektroden bis zur geforderten Spannungsfestigkeit ausformiert werden. Ein Kapazitätsverlust während des Betriebes tritt nunmehr nicht mehr ein.
  • Unter Zugrundelegung der vorstehenden überlegungen ist es in sinnvoller Erweiterung der Erfindung erstmals möglich, einen für Drehstrombetrieb geeigneten Elektrolytkondensator zu fertigen. Auf die Vorteile und Anwendungsgebiete eines solchen Elektrolytkondensators braucht nicht besonders eingegangen zu werden. Bei der Wickelformierung sind die drei Elektroden 11, 12, 13 kurzzuschließen und im übrigen genauso zu formieren wie oben erläutert. Diese drei Elektroden bilden eine kapazitive Sternschaltung, dessen Sternpunkt von der gemeinsamen Folie 6 gebildet wird, die mit herausgeführten Stromanschlußarmaturen ausgerüstet und/oder am Gehäusepotential liegen kann.
  • Die Stromanschlüsse können entweder auf beiden Stirnseiten oder nur auf einer Stirnseite angeordnet sein. Der Wickeleinbau erfolgt in einem ein-oder zweiteiligen metallischen Gehäuse, derart, daß zwischen überstehender Elektrode 6 und dem metallischen Gehäuse ein guter Wärmekontakt besteht. Gegebenenfalls ist die Zuhilfenahme eines metallischen Kontaktierungsmittels zwischen den Stirnpartien des Wickels und dem Gehäuse zweckmäßig. Es lassen sich auch nach Anordnung entsprechender Einschnitte in die Stirnpartien der Folie 6 Teile dieser abwinkeln, derart, daß diese nach dem Einbau in inniger Berührung mit der metallischen Wandung des Gehäuses stehen.
  • Es ist gegebenenfalls zweckmäßig, die Folie 6 über die sonstigen Wickellagen hinaus zu wickeln und aus einer oder mehreren Decklagen gewissermaßen ein rohrförmiges Gehäuse für den aktiven Kondensatorkörper zu bilden. Durch sinnvolle, an sich bekannte Metallisierungsverfahren können dann gegebenenfalls die Stirnflächen nach erfolgter Imprägnierung und Wickelformierung Luft- und feuchtigkeitsdicht ver- >chlossen werden. Selbstverständlich ist auf eine einwandfrei isolierte Durchführung der Stromanschlüsse zu achten. Es entsteht auf diese Weise ein selbsttragender, gehäuseloser Elektrolytkondensator, der außen noch mit einer Isolierschicht, beispielsweise mit einem Schrumpfschlauch, umgeben sein kann.

Claims (10)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Elektrolytkondensator, insbesondere elektrolytischer Wickelkondensator für Wechselstrom, aufgebaut aus mindestens zwei mit einer dielektrischen Schicht überzogenen Elektroden, beispielsweise oxydierten Aluminiumelektroden, und mindestens einer zusätzlichen metallischen Folie, welche die gesamte Fläche der neben- oder hintereinander angeordneten, mit einer dielektrischen Schicht überzogenen Elektroden überdeckt, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Folie (6) aus einem gut wärmeleitfähigen Metall hergestellt ist, die als Äquipotentialfläche elektrisch anschließbar oder eine Blindfolie ist, im Betriebszustand vorzugsweise als Blindfolie verwendet und so bemessen ist, daß sie aus dem rein elektrischen Kondensatorelement, z. B. bei der Ausbildung des Elektrolytkondensators als Wickelkondensator aus dem fertigen Wickel stirnseitig vorsteht bzw. herausgeführt ist und mit dem metallischen Kondensatorgehäuse in gutem Wärmekontakt steht.
  2. 2. Elektrolytkondensator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Folie (6) aus einem nicht nennenswert formierten oder nicht nennenswert formierbaren Metall hergestellt ist.
  3. 3. Elektrolytkondensator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche metallische Folie (6) beim Nachformieren des Kondensators, insbesondere Wickels, als Kathode und die mit einer dielektrischen Schicht (7, 8) versehenen, untereinander kurzgeschlossenen Elektroden (9, 10) als Anode verwendet werden.
  4. 4. Elektrolytkondensator nach Anspruch 1 oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die an einer Stirnseite herausragende zusätzliche Metallfolie (6) mit dem metallischen Kondensatorgehäuse unter Zuhilfenahme eines Kontaktierungsmittels in gutem Wärmekontakt steht.
  5. 5. Elektrolytkondensator nach Anspruch 1 oder den folgenden, gekennzeichnet durch oberflächenvergrößerte Aluminiumfolien als zusätzliche Metallfolien (6) und filmüberzogene Aluminiumfolien als Kondensatorbelegungen (1, 2, 11, 12,13).
  6. 6. Elektrolytkondensator für Drehstrombetrieb nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch drei filmüberzogene, insbesondere oxydierte Aluminiumelektroden (11, 12, 13) und eine zusätzliche Metallfolie (6), die als Sternpunkt verwendbar ist.
  7. 7. Gehäuseloser Elektrolytkondensator nach Anspruch 1 oder folgenden, gekennzeichnet durch mindestens eine, vorzugsweise mehrere Deckwindungen aus der nicht formierten zusätzlichen Metallfolie. B.
  8. Elektrolytkondensator nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch gegebenenfalls luft- und feuchtigkeitsdichte Metallisierungen an mindestens einer Stirnfläche des Wickels.
  9. 9. Elektrolytkondensator nach Anspruch 7 oder 8, gekennzeichnet durch eine äußere Isolierschicht, beispielsweise einen thermisch aufgeschrumpften Isolierschlauch.
  10. 10. Elektrolytkondensator nach Anspruch 1 oder den folgenden, gekennzeichnet durch ein zusätzliches metallisches oder nichtmetallisches ein- oder zweiteiliges Gehäuse. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 631691, 767 689, 907 806; französische Patentschriften Nr. 699 309, 743 313; britische Patentschrift Nr. 671809; USA.-Patentschrift Nr. 1906 691; Buch von Georgier, The Electrolytic Capacitor, S. 82, 83, 132, 140, 141.
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