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Stetig arbeitende Strangvors chub einrichtung mit zwei endlosen Gleisketten
Die Erfindung bezieht sich auf Materialvorschubeinrichtungen und insbesondere auf
eine Vorschubeinrichtung mit Gleisketten für strangförmiges Gut, beispielsweise
für isolierte Drähte oder Kabel.
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Die Erfindung ist darauf gerichtet, nicht nur eine Schwenkbarkeit
der Kettenschienen zur Anpassung an isolierte Kabel verschiedener Dicke zwischen
den fördernden Kettentrumen und für andere Zwecke zu schaffen, sondern auch eine
zwangläufig gleich große Ausweichbewegung beider Schienen zu schaffen, wenn eine
Schiene zum Nachgeben gezwungen ist, um dadurch ständig die Höhenlage der Kabelmittellinie
gleichzuhalten.
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Die Erfindung ist auch darauf gerichtet, eine zusätzliche Nachgiebigkeit
jeder einzelnen Kettenschiene um eine Querachse zu schaffen, damit die verschiebenden
Kettentrume ein isoliertes Kabel selbst dann durch die Einrichtung ziehen können,
wenn das Kabel einmal stellenweise an einer Seite Verdickungen haben sollte.
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Die Erfindung ist außerdem darauf gerichtet, nicht nur eine jeweils
zwangläufig gleich große Nachgiebigkeit beider Schienen gegenüber der gleichzuhaltenden
Förderhöhenlinie bzw. Kabelmittenlage zu schaffen, wenn eine Schiene zum Ausweichen
gezwungen ist, sondern auch eine Lenkvorrichtung zu schaffen für gleich große, aber
entgegengesetzt gerichtete Bewegung beider Schienen, wenn eine Schiene gezwungen
ist, um eine Querachse zu kippen, so daß auf diese Weise beide Schienen stets symmetrisch
zu dieser Förderhöhenlinie gehalten werden.
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Die Erfindung ist ferner darauf gerichtet, je durch Zwischenglieder
verbundene Glieder an beiden Gleisketten mit Kabelgreifpolstern zu schaffen, die
beim Vorschub miteinander in der Querrichtung fluchten, und Wälzlager als Rollen
an diesen Gliedern anzuordnen, deren Laufachse in der Längsmitte der zugeordneten
Greifpolster liegt und dafür zu sorgen, daß die Kugellager auf seitlichen Führungsschienen
in dem Zuführteil der endlosen Ketten laufen.
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Schließlich ist die Erfindung darauf gerichtet, die erwähnten Greifpolster
der Kettenglieder aus irgendeinem geeigneten nachgiebigen und biegsamen Material
mit hohem Reibungskoeffizienten herzustellen und diese Polster an der Rückseite
mit einem Längsausschnitt zu versehen und mit dieser Rückseite auf ebenen Flächen
der Kettenglieder anzubringen, damit sich die Polster durchbiegen können unter dem
Druck, der von dem isolierten Kabel zwischen den Polstern auf sie ausgeübt wird.
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Die stetig arbeitende Strangvorschubeinrichtung, auf die sich die
Erfindung bezieht, hat zwei angetriebene endlose Gleisketten, die in einer gemeinsamen
lotrechten Ebene umlaufen und deren sich gegenüberliegende gleichlaufende Trume
den Strang oder das Kabel zwischen sich erfassen und vorschieben, wobei obere und
untere Längsschienen, auf denen die benachbarten Trume der beiden Ketten laufen,
ober-bzw. unterhalb der waagerechten Berührungsebene dieser Kettentrume zusammen
mit Vorrichtungen vorgesehen sind, die diese Schienen gegeneinanderdrücken.
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Die Erfindung besteht hauptsächlich darin, daß die Schienen an gleichen
miteinander verbundenen Gelenksystemen auf den beiden Seiten der waagerechten Berührungsebene
der Kettentrume gelagert und durch diese Gelenksysteme so synchron miteinander beweglich
sind, daß sie durch einen Antrieb oder unter dem Einfluß von Dickenänderungen des
Stranges oder Kabels um gleiche Beträge entgegengesetzt nachgebend auseinander-
und ebenso durch einen Antrieb aufeinander zu drückbar sind, wobei ihre Bewegungen
durch Parallelverschieben und/oder durch Schwenken um eine Querachse erfolgen Bekannt
ist eine Kabelvorschubeinrichtung mit zwei Gleisketten, bei der die Führungsschienen
so voneinander fort und aufeinander zu einstellbar sind, daß verschieden dicke Kabel
unter Einhaltung gleicher Höhenlage ihrer Längsmittellinie vorbewegt werden können,
wobei die obere Führungsschiene über Win-
kelhebel so an zwei Querachsen
aufgehängt ist, daß sie nachgebend um eine von diesen Querachsen zu kippen vermag.
Auch kennt man mit Gummi oder ähnlichem Werkstoff gepolsterte Greifglieder für Kabel.
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Bei der bekannten Kabelvorschubeinrichtung werden zwei lange starre
Führungsschienen benutzt, von denen eine in senkrechter Richtung zu kippen vermag.
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Demgegenüber werden bei der Vorschubeinrichtung nach der Erfindung
verhältnismäßig sehr kurze Führungsbacken verwendet, so daß die Biegsamkeit und
Nachgiebigkeit der Einrichtung bedeutend erhöht wird und eine bessere und größere
Anpassung an Unebenheiten des Stranges erfolgt, was wiederum einen vollkommen gleichmäßigen
Vorschub gewährleistet.
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Außerdem wird bei der neuen Vorschubeinrichtung durch Verwendung
von Druckmitteln, insbesondere von Preßluft, für die Einstellung der Führungseinrichtungen
die Fernbedienung der Anlage ermöglicht, die im Zuge der fortschreitenden Fabrikationsautoinatisierung
liegt.
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In den Zeichnungen sind zum Zwecke der Erläuterung gewisse Ausführungsbeispiele
der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht der Fördereinrichtung
mit Gleisketten nach der Erfindung, Fig. 1 a eine Teilschnittansicht bestimmter
Teile der Vorrichtung, Fig. 2, 3 und 4 Querschnittsansichten durch die Vorrichtung
nach der Linie 2-2 bzw. 3-3 bzw. 4-4 der Fig. 1, Fig. 5 eine vergrößerte Teilschnittansicht
durch die Fördereinrichtung mit Gleisketten nach der Linie 5-5 der Fig. 1 bei der
Förderung eines isolierten Kabels, Fig. 5 a eine Teilschnittansicht durch einen
Teil der Vorrichtung ohne Vorschubgut und Fig. 6, 7 und 8 je eine Teilschnittansicht
nach der Linie 6-6 bzw. 7-7 bzw. 8-8 der Fig. 5.
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Wie aus den Zeichnungen hervorgeht, und zwar insbesondere aus Fig.
1 bis 4, kennzeichnet das Bezugszeichen 10 eine raupenkettenförmige Vorschub einrichtung,
deren hauptsächliche wirksame Einrichtungen Gegengleisketten 12, Schienen 14 für
die Gleisketten 12, Gelenksysteme 16 zur nachgiebigen Abstützung der Schienen 14
und Schienenbetätigungsvorrichtungen 18 sind. Diese und andere Betätigungsvorrichtungen
der Gleiskettenvorschubanlage sind in einem senkrechten Rahmen 28 auf einem Sockel
30 angeordnet.
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Gleisketten Die Gleisketten 12, die vorzugsweise Rollenketten sind
und hier als Ober- und Unterketten 12 a und 12 b angeordnet sind, sind einander
gleich und in gleicher Weise angebracht, weshalb nur die obere Kette 12 a und ihre
Anbringung näher beschrieben wird. Die Kette 12 a ruht auf den Kettenrädern 20 und
22 auf in Abstand voneinander liegenden Wellen 24 und 26, die in geeigneter Weise
in dem Rahmen 28 gelagert sind, und zwar ist die Kettenradwelle 26 unter Zwischenschaltung
eines Wälzlagers 32 (Fig. 2) in dem Rahmen 28 gelagert. Die andere Kettenradwelle
24 kann in gleicher Weise in dem Rahmen gelagert sein. Die Kette 12o besteht aus
Gliedern 34, die je in Abstand voneinander angeordnete Seitenstege 36 (Fig. 5, 7
und 8) aufweisen, deren Enden mit den nächsten Enden der Seitenstege 36 des nächsten
Gliedes durch Bolzen 38 verbunden sind, die die Rollen 40 zwischen den miteinander
verbundenen Gliederstegen durchragen. Die Glieder 34 a der Kette 12 a haben Einrichtungen,
die teils für eine Bewegung
der Kette mit geringer Reibung auf der Schiene 14 und
teils für einen festen Griff der Kette an dem Strang s, z. B. einem Kabel, sorgen.
Die Stege 36 der Glieder 34a sind mit einem Außenflansch (Fig. 5) versehen, woran
vorzugsweise durch Bolzen 46 ein Wagen 48 mit einem Achsschenkel 50 an jeder Seite
befestigt ist, auf dem der Innenring 52 eines Kugellagers 54 mit dem Außenring 56
sitzt. An den Flanschen 44 der Stege 36 der einzelnen Glieder 34a ist außerdem,
und zwar hier durch die gleichen Bolzen 46, eine Montageplatte58 montiert (Fig.
5), die in dem Beispiel hier eben ist und sich in der Längsrichtung der Kette zwischen
den Kettenbolzen 38 der einzelnen Glieder (Fig. 8) erstreckt. Auf der Montageplatte
58 der Glieder 34 a der Kette 12 a ist in geeigneter Weise eine Stranggreifvorrichtung
oder ein Polster 60 angebracht, das später näher beschrieben wird.
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Wie bereits erwähnt, ist die untere Kette 12 b in jeder Hinsicht
gleich und in gleicher Weise montiert wie die obere Kette 12a. Wichtige Teile der
unteren Kette 12 b und ihre Anbringung sind in den Zeichnungen, wo es zweckmäßig
und notwendig ist, mit den gleichen Bezugszeichen wie die entsprechenden Teile der
oberen Teile der oberen Kette 12e und deren Anbringung gekennzeichnet, nur daß der
Zusatz »b« an das Bezugszeichen angefügt ist.
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Der Teil 62 bzw. 64 der Gleisketten 12a bzw. 12 b, die über die Schienen
14 laufen, können einen Strang zwischen sich erfassen und vorschieben. Sie werden
daher zweckmäßig die vorschiebenden Trume der Ketten genannt. Damit diese vorschiebenden
Kettentrume 62 und 64 ihre Funktion des Ergreifens und Vorschiebens des Stranges
ausführen können, werden die zugehörigen Schienen 14 aufeinander zu gedrückt, wie
später noch näher beschrieben wird. Beide Gleisketten 12 a und 12 b werden normalerweise
durch Spannvorrichtungen 66 bzw. 66 b stramm gehalten, die in diesem Falle hier
gleich sind, weshalb nur eine Vorrichtung, nämlich die Vorrichtung 66, im einzelnen
beschrieben wird. Die Kettenspannvorrichtung 66 weist ein loses Kettenrad 68 (Fig.
1) auf, über das die Kette 12 a läuft und das mit Hilfe eines Kugellagers 70 (Fig.
4) auf einem Zapfen 72 eines Armes 74 eines Winkelhebels 76 gelagert ist, der an
der Stelle 77 drehbar an dem Rahmen 28 befestigt ist. Der andere Arm 78 des Winkelhebels
76 ist an der Stelle 80 mit der Stange 82 eines Kolbens in einem Zylinder 84 gelenkig
verbunden, der an der Stelle 86 drehbar in einem Winkelstück 88 an dem Rahmen 28
gelagert ist.
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Der Zylinder 84 ist vorzugsweise ein doppeltwirkender Zylinder, der
an den Enden 90 und 92 mit in den Zeichnungen nicht dargestellten Öffnungen versehen
ist, durch die diese Zylinderenden abwechselnd entlüftet und mit einer geeigneten
Druckleitung eines Druckmediums verbunden werden können, das durch ein geeignetes
Zwischenventil gesteuert wird. Wenn dieses Ventil zur Belüftung des Zylinderendes
90 betätigt wird und ein Druckmittel in das andere Zylinderende 92 eingelassen wird,
so nimmt das Kettenrad 68 jeglichen Durchhang in der Kette 12a auf und hält die
Kette gespannt. Umgekehrt hängt die Kette 12 a durch, wenn das Ventil zur Entlüftung
des Zylinderendes 92 und zum Einlassen eines Druckmittels in das andere Zylinderende
90 betätigt wird. Wie bereits erwähnt, ist die andere Kettenspannvorrichtung 66b
in jeder Hinsicht der beschriebenen Vorrichtung 66 gleich, wobei die Hauptteile
der Vorrichtung 66 b in den Zeichnungen mit denselben Bezugszeichen bezeichnet sind,
wie die entsprechenden Teile der Vorrichtung
66 mit der Ausnahme.
daß der Zusatz »b« hinzugefügt ist.
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Die vorschiebenden Trume 62 und 64 der Gleisketten 12 a und 12 b
können in dem vorliegenden Beispiel einen Strang von links nach rechts gemäß Fig.
1 vorschieben. Die Kettenräder 22 und 22 b werden gegen den Uhrzeiger bzw. mit dem
Uhrzeiger angel trieben (Fig. 1), während die entgegengesetzten Kette tenräder 20
und 20b frei drehbar sind. Zum Antrieb der Kettenräder22 und 22b haben ihre Wellen
26 bzw. 26 b gleiche Zahnräder 100 bzw. 102, die miteinander kämmen (Fig. 1 und
2). Die Welle 26 b ist mit einem geeigneten in den Zeichnungen nicht dargestellten
Antrieb verbunden.
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Schienen Die mit Gleisketten arbeitende Vorschubanlage 10 weist in
dem vorliegenden Beispiel zwei hintereinander angeordnete Schienenpaare 14a und
14b auf, die in jeder Hinsicht gleich sind, weshalb nur ein Paar, nämlich das vordere
Paar 14a, näher beschrieben wird. In diesem Beispiel hier sind also die Schienen
des vorderen Paares 14a gleich, mit der Ausnahme, daß sie umgekehrt zueinander angeordnet
sind. Die obere Schiene des Schienenpaares 14a erstreckt sich längs des vorschiebenden
Trums 62 der oberen Gleiskette 12 a und ist an der Unterseite über ihre gesamte
Länge an jeder Seite mit Laufbahnen 104 und 106 versehen, auf denen die Außenringe
56 der Kugellager 54 der Glieder 34 des vorschiebenden Kettentrums 62 abrollen (Fig.
5 und 7). Diese obere Schiene ist außerdem an der Unterseite zwischen den einander
gegenüberliegenden Laufbahnen 104 und 106 in geeigneter Weise bei 108 ausgespart,
so daß die Glieder 34 des Kettentrums 62 die Schiene nicht berühren. Außerdem ist
das vordere Ende 110 dieser oberen Schiene und die Laufbahnen 104 und 106 an der
Schiene in geeigneter Weise gekrümmt (Fig. 1), so daß die Kette 12a beim Ubergang
von dem Kettenrad 20 auf diese Schiene tangential auf die Laufbahnen 104 und 106
auftrifft und dadurch sehr weich hinübergleitet.
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Die untere Schiene des Schienenpaares 14a hat an der Oberseite gleiche
Laufbahnen 104' und 106', auf denen die Außenringe 56 b der Kugellager 54 b der
Glieder 34 b des vorschiebenden Kettentrums 64 der unteren Kette 12 b abrollen (Fig.
5 und 6). Diese untere Schiene ist an der Oberseite ebenfalls mit einer geeigneten
Aussparung 108' zwischen den Laufbahnen 104' und 106' versehen, so daß die Glieder
34 b in dem unteren Kettentrum 64 die Schiene nicht berühren (Fig. 5). Außerdem
ist das vordere Ende 110' dieser unteren Schiene und die Laufbahnen 104' und 106'
darauf in geeigneter Weise gekrümmt (Fig. 1), so daß die untere Kette 12 b beim
Übergang von dem Kettenrad 20b auf diese Schiene tangential auf die Laufbahnen 104'
und 106' auftrifft.
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Da das andere hintere Paar 14 b der Zwillingsschienen in jeder Hinsicht
gleich dem beschriebenen vorderen Paar 14a der Zwillingsschienen ist, sind die wichtigsten
Teile der Zwillingsschienen 14 b in Fig. 1, 3 und 4 mit den gleichen Bezugszeichen
wie die entsprechenden Teile der Schienen 14a bezeichnet, nur daß der Zusatz »b«
hinzugefügt ist. Die Zwillingsschienen 14b sind jedoch in bezug auf die Zwillingsschienen
14 a (Fig. 1) umgekehrt, denn die gekrümmten Enden 110b und 110b' der Schiene 14b
und die gekrümmten Laufbahnen darauf befinden sich am hinteren Ende, um einen weichen
tangentialen Ablauf der Ober- und Unterkette von der oberen und unteren
Schiene des
Schienenpaares 14 b beim Übergang auf die Ketten räder 22 und 22 b zu bekommen.
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Gelenksysteme Die Gelenksysteme 16 für die nachgiebige Lagerung der
Zwillingsschienenpaare 14 a und 14 b an dem Rahmen 28 sind in dem Beispiel hier
in jeder Hinsicht gleich, weshalb nur ein Gelenksystem, nämlich das System 16a für
die vorderen Zwillingsschienen 14a näher beschrieben wird. Das System 16a lenkt
die Ober- und Unterschiene des Schienenpaares 14a an den Rahmen 28 so an, daß jede
Schiene auf die andere Schiene zu beweglich und von dieser fort beweglich ist und
außerdem um eine Querachse schwenkbar ist.
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Zu diesem Zweck ist ein senkrechter Ansatz 116 der oberen Schiene
nahe an dem vorderen Ende 110 drehbar an der Stelle 118 mit einem Glied oder Arm
120 (Fig. 1) verbunden, der auf einer Querachse 124 verkeilt ist, die in geeigneter
Weise in dem Rahmen 28 gelagert ist. Ein Ende eines Lenkers 130 ist drehbar an der
Stelle 128 mit der oberen Schiene nahe an dem hinteren Ende 126 verbunden, während
das andere Lenkerende an der Stelle 132 drehbar mit einem Arm 136 verbunden ist,
der an einer Drehachse 140 verkeilt ist, die in geeigneter Weise in dem Rahmen 28
drehbar gelagert ist. Die obere Schiene ist auf diese Weise durch die Lenker 120,
130 und 136 an dem Rahmen 28 aufgehängt, so daß sie die erwähnte Bewegungsfreiheit
von der Zwillingsbodenschiene fort und zu ihr hin ebenso wie zur Schwenkung um jede
Querachse hat.
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Die Bodenschiene des Schienenpaares 14a ist durch eine Lenkeranordnung
an dem Rahmen 28 aufgehängt, die der für die obere Zwillingsschiene gleicht, weshalb
die Hauptteile der Lenkeranordnung für die Bodenschiene in den Zeichnungen mit den
gleichen Bezugszeichen wie die entsprechenden Teile der Lenkeranordnung für die
obere Schiene versehen sind, nur daß der Zusatz »'« hinzugesetzt ist, z. B. 118'.
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Das Gelenksystem 16 a für die nachgiebige Aufhängung der beiden Schienen
14a ist außerdem zwangläufig so miteinander verbunden, daß die letzteren immer in
eine zu einer festen Strangförderlinie oder gemeinsamen Ebene x-x symmetrische Lage
gedrückt werden, in der die den Strang erfassenden Polster 60 und 60 b auf den vorschiebenden
Kettentrumen 62 und 64 sich berühren, wenn sich kein Strang zwischen ihnen befindet
(Fig. 1). Daher haben die Achsen 124 und 124', deren Mittelachsen in einer zu der
waagerechten oder gemeinsamen Ebene x-x parallelen Ebene liegen und sich im rechten
Winkel zu der senkrechten oder festen Ebene erstrecken, in der die Gleisketten 12
a und 12 b liegen, hinter dem Rahmen 28 befindliche Steuerarme 142 und 144, die
frei gleitend und schwenkbar miteinander verbunden sind. So hat der Steuerarm 144
an seinem Ende 146 eine drehbare Rolle 148, die sich in dem Gabelende 150 des anderen
Steuerarmes 142 verschieben läßt (Fig. 1 a). Die Achsen 140 und 140', deren Mittelachse
im gleichen Sinn in einer zu der waagerechten oder gemeinsamen Ebene x-x und im
rechten Winkel zu der hier senkrechten oder festen Ebene sich erstrecken, in der
die Gleisketten 12 a und 12 b liegen, haben hinter dem Rahmen 28 weitere Steuerarme
152 und 154, die ebenso wie die St.euerarmel42 und 144 gleitend und schwenkbar miteinander
verbunden sind. Die Achsen 124, 124' und 140, 140' sind vorzugsweise gleich weit
von der gemeinsamen Ebenex-x entfernt, wie aus Fig. 1 hervorgeht, und die Berührungsstellen
zwischen den Steuerarmen 142, 144 und zwischen den Steuerarmen
152
und 154 liegen vorzugsweise in der Ebene ;-x, wenn die verschiebenden Kettentrume
62 und 64 praktisch oder fast aneinanderliegen.
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Da das Gelenksystem 16 durch die Steuerarme in der beschriebenen
Weise miteinander verbunden ist, wird jede Bewegung einer jeden Zwillingsschiene,
sei es als Ganzes oder als Kippbewegung oder beides, der anderen Schiene erteilt.
so daß beide Schienen immer symmetrisch zu der Ebene x-x liegen.
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Wie bereits erwähnt, ist das andere Gelenksysteni 161' für das hintere
Paar der Zwillingsschienen 14b in jeder Hinsicht dem beschriebenen Gelenksystem
16a gleich, nur daß das Gelenksystem 16b infolge der l>eschriel>enen umgekehrten
Anordnung der Zwillingsschienen 14b umgekehrt ist. Die Hauptteile des Gelenksystemes
161) sind in den Zeichnungen mit den gleichen Bezugszeichen wie die entsprechenden
Teile des Geleiiksystemes 16 a mit der Ausnahme bezeichnet, daß der Zusatz »b« hinzugefügt
ist.
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Schienenbetätigungsvorrichtung Die Betätigungsvorrichtungen 18 für
die Schienenpaare der Zwillingsschienen 14a und 14b sind in diesem Beispiel in jeder
Hinsicht gleich, weshalb nur die Betätigungsvorrichtung 18a für die vordere Zwillingsschiene
14a näher beschrieben wird. Diese Betätigungsvorrichtung 18a weist eine Zylinder-
und Kolbeneinheit auf, die in dem vorliegenden Beispiel mit dem Gelenksystem 16
« so zusammenwirkt, daß die Zwillingsschienen 14a nachgiebig aufeinander zu gedrückt
werden, um auf die vorschiebenden Kettentrume 62 und 64 die Kraft auszuüben, die
für einen festen Griff an dem dazwischen sich befindenden Strang erforderlich ist.
Diese Zylinder- und Kolbeneinheiten 18a sind gleich und weisen je einen Zylinder
160 und einen Kolben 162 darin mit einer Rolbenstange 164 auf. Die oberen Zylinder
160 sind an Lagerungen 168 oben an der Rückseite des Rahmens 28 schwenkbar gelagert,
während die unteren Zylinder 160 an der Stelle 170 an Lagerungen 172 auf einer Platte
174 an dem Sockel 30 angelenkt sind. Der Rahmen 28 ist mit einer geeigneten Aussparung
175 für die Bewegung der Zylinder 160 versehen (Fig. 1 und 3). Die Kolbenstangen
164 der oberen Zylinder sind an der Stelle 176 drehbar mit Armen 178 und 180 verl)unden,
die aus einem Stück mit den beschriebeinen Steuerarmen 142 und 152 bestehen und
sich daher mit der oberen Achse 124 bzw. 140 drehen. Die Kolbenstangen 164 der unteren
Zylinder sind an der Stelle 182 mit Armen 184 bzw. 186 verbunden, die elltsprecllend
aus einem Stück mit den erwähnten Steuelarmenil 144 bzw. 154 bestehen und sich daher
mit den unteren Achsen 124' und 140 bzw. 140' drehen.
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Da die Betätigungsvorrichtungen 181' für die und die Betätigungsve4>indung
mit den Zwillingsschienen 14b gleich den Betätigungsvorrichtungen 18a und ihrer
Betätigungsverbindung mit den Zwillingsschienen 14u sind. sind die Hauptteile der
Betätigungsvorrichtungen 18 b und ihrer Verbindungen mit den Z-illingsschienen 14b
in den Zeichnungen mit den gleichen Bezugszeichen wie die entsprechenden Teile der
Betätigungsvorrichtungen 18a und ihrer Verbindungen mit den Schienen 14a mit der
Ausnahme versehen, daß der Zusatz »b« hinzugefügt ist.
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Die Zvlinder 160 und 160b sind an den Enden mit Öffnungen 188 bzw.
190 versehen, durch die diese Zylinderenden abwechselnd entlüftet und mit einer
geeigneten Druckmittelleitung, wie z. B. einer Preßluftleitung, verbunden werden
können, die durch ein
geeignetes Ventil gesteuert wird. Wird das Ventil so betätigt,
daß gleichzeitig die Zylinder 160 und 160zu durch die Öffnungen 190 entlüftet werden
und gleichzeitig ein Druckmittel durch die Öffnungen 188 eingelassen wird, so nähern
sich beide Paare der Zwillingsschienen 14a und 14b gleichzeitig den vorschiebenden
Kettentrumen 62 und 64 und bewirken, daß diese den zwischen ihnen befindlichen Strang
erfassen.
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Umgekehrt, wenn das Ventil so betätigt wird, daß gleichzeitig die
Zylinder durch die Öffnungen 188 entlüftet und gleichzeitig ein Druckmittel durch
die Öffnungen 190 eingelassen wird, so öffnen sich beide Paare der Zwillingsschienen
14a und 14b gleichzeitig und die vorschiebenden Kettentrume 62 und 64 öffnen sich
mit ihren Schienen, solange wie die Kettenspaunvorrichtungen 66 und 66b wirksam
sind. Die Öffzungen 188 der Zylinder 160 und 160h können aber auch durch ein übliches
in den Zeichnungen nicht dargestelltes Mischregulierventil mit einer Druckmittelleitung
verbunden werden, so daß der Druckmitteldruck in den entsprechenden Zylinderenden
gleichbleibt, selbst wenn etwas von dem Druckmittel herausgedrückt worden ist, wenn
eine Klumpenbildung oder Verdickung an einem durch die Vorschubanlage laufenden
Kabel die Schienen kurzzeitig zum Ausschwingen veranlaßt. Daher ist es zum Einführen
eines neuen Stranges in die vorschiebenden Kettentrume 62 und 64 und zum Vorschieben
des Stranges lediglich notwendig, beide Paare der Zwillingsschienen 14a und 14b
in der soeben beschriebenen Weise zu öffnen, ohne die Kettenspannvorrichtungen 66
und 66b auszuschalten. Andererseits können die Gleisketten 12a und 12 b von den
Kettenrädern und -schienen zur Prüfung, Ausbesserung und Erneuerung zon Teilen abgenommen
werden, wenn die Schienen geöffnet und die Kettenspannvorrichtungen ausgeschaltet
werden.
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Wie aus Fig. 1, 7 und 8 hervorgeht, sind die Gleisketten 12 « und
12b so geführt, daß die den Strang ergreifenden Polster 60 an den Kettengliedern
miteinander an den vorschiebenden Trumen 62 und 64 fluchten, damit der vorzuschiebende
Strang so gut wie möglich erfaßt wird. Wenn der Strang zwischen die vorschiebenden
Kettentrume 62 und 64 der Gleisketten 12 « und 12b eingeführt ist und die Schienen
14a und 14b an die vorschiebenden Kettentrume gebracht worden sind und auf diese
einen Druck ausüben, kann die Strangvorschubanlage in Tätigkeit gesetzt werden,
indem der Antrieb der Kettenradwelle 261' eingeschaltet wird (Fig. 1 und 2).
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Diese mit Gleisketten arbeitende Vorschubanlage ist insbesondere,
wenn auch keineswegs ausschließlich, zum Vorschub von Kabelsträngen s mit einem
aus einem Leitungsdraht bestehenden Kern c und einem Isolierüberzug i geeignet (Fig.
5). Um eine unerwunschte Beeinträchtigung bzw. Beschädigung der Isolierung des Kabeistranges
s beim Durchlaufen der Anlage zu -vermeiden, können die den Strang erfassenden Polster
60 und 60 b an den Gliedern der Gleisketten aus irgendeinem geeigneten nachgiebigen,
biegsamen, doch verschleißfesten Material mit hohem Reibungskoeffizienten hergestellt
werden. Daher könneu diese Polster aus irgendeinem bekannten Kunststoff oder gummiartigen
Material bestehen. Sie könneu in irgendeiner geeigneten Weise mit der Rückseite
der Platten 58 und 58b an den entsprechenden Gliedern der Ketten 12a bzw. 12b befestigt
werden.
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Außerdem sind die Polster 60 und 60b an der Rückseite vorzugsweise
mit einer Aussparung 200 versehen, die sich zwischen Seitenrändern über die gesamte
Länge
der Polster erstreckt (Fig. 5 und zea), so daß sie unter dem von dem Strang s ausgeübten
Druck nachgeben können, und zwar mindestens so weit, wie die Aussparung 200 tief
ist. so daß sie infolgedessen sich eng und fest an den Strang s anschmiegen, und
zwar über einen wesentlichen Teil seines Umfanges (Fig. 5a). Obgleich der spezifische
Druck der zahlreichen Polster in den vorschiebenden Kettentrumen 62 und 64 auf den
dazwischen liegenden Strang infolge der Eigenart der Gleiskettenförderanlage verhältnismäßig
niedrig ist, wird dieser spezifische Druck auf den Strang sogar noch sehr beträchtlich
durch das weite Ausmaß, in dem die Polster an diesem Strang anliegen, vermindert,
so daß die Isolierung des Kabelstranges kaum in Mitleidenschaft gezog.en wird, und
zwar selbst dann nicht, wenn die Vorschubanlage einen ausnahmsweise großen Zug zum
Vorschieben des Stranges auf den Strang ausüben müßte.
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Die Kugellager auf den Gliedern der Gleisketten für das Abrollen
auf den Schienen und für die Übertragung der Andruckkräfte von diesen Schienen über
die Polster der vorschiebenden Kettentrume an den Strang sind sehr vorteilhaft.
Auf diese Weise wird die Reibung der vorschiebenden Kettentrume mit ihren Kugellagern
auf den Schienen auf ein Minimum beschränkt, so daß die Vorschubanlage mit größter
Gleichförmigkeit und einem Minimum an Arbeitskraft arbeitet. Außerdem zeigen die
Kugellager auf den den Strang erfassenden Gliedern der Gleisketten wenig Abnutzung
selbst nach sehr langer Betriebsdauer der Anlage und trotz ihrer Funktion der Übertragung
der Strangandrückkräfte von den Schienen auf die Polster der vorschiebenden Kettentrume.
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Die Anordnung der Kugellager und der den Strang erfassenden Polster
an den entsprechenden Gliedern an beiden Gleisketten und die Anordnung der Kugellager
mit der Achse in der Mitte der Längsausdehnung der Polster zwischen den Kettenbolzen
(Fig. 7 und 8) ist ferner vorteilhaft, weil die Kugellager, wenn sie über die Schienen
laufen, die Gelenkbewegungen der Glieder, die die gespannten Gleisketten zulassen,
nicht behindern, und weil sie als Stützpunkt dienen, so daß die den Strang erfassenden
Polster so viel Bewegungsfreiheit haben, daß sie selbsttätig auf jeden erhöhten
Widerstand des Stranges gegen den Vorschub in der Weise reagieren, daß sie sich
mit so großer Kraft in eine Winkelstellung zum Strang drehen, daß der Strangvorschub
mit Sicherheit im selben gleichförmigen Maße gewahrt bleibt.
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Außerdem ermöglicht diese begrenzte Freiheit der gegenseitigen Schwenkbewegung
der Glieder der gespannten Gleisketten auf der Laufbahn ihrer Kugellager auf den
vorderen Schienen 14a iiber deren vorderen gekrümmten Enden (Fig. 1), daß die den
Strang erfassenden Polster in einem mehr oder weniger gleichmäßigen Eingriff mit
dem Strang schwenken können, wenn sie sich dem Strang nähern, bevor sie ihren vollen
Anpreßdruck auf ihn ausüben.
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Die beschriebene Nachgiebigkeit der Schienen eines jeden Schienenpaares,
ob im ganzen oder im Schwenken oder beides, und ihre zwangläufige ständige Lage
symmetrisch zu der erwähnten Ebene x-x ist besonders vorteilhaft, nicht nur weil
die Förderanlage sich sofort und ohne jegliche Einstellung an jeden vorzuschiebenden
Strang jeden Durchmessers unter Beibehalten der mittleren Förderhöhe anpaßt, sondern
weil dadurch auch ein leichter Durchgang von Strängen mit gelegentlichen Verdickungen
ohne bemerkenswerten Verlust an Zugkraft an dem Strang ermöglicht wird.
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Obgleich die als Beispiel dargestellte, mit Gleisketten arbeitende
Vorschubanlage hintereinander angeordnete Schienenpaare gleicher Ausführung auf
aufeinanderfolgenden Strecken der vorschiebenden Trume der Gleisketten hat, liegt
es im Bereich der Erfindung, die Vorschubanlage mit nur einem Schienenpaar für die
vorschiebenden Kettentrume auszurüsten.
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P.ITENTA"SPROCHE: 1. Stetig arbeitende Strangvorschubeinrichtung
mit zwei angetriebenen endlosen Gleisketten, die in einer gemeinsamen lotrechten
Ebene umlaufen und deren sich gegenüberliegende gleichlaufende Trume den Strang
oder das Kabel zwischen sich erfassen und vorschieben, wobei obere und untere Längsschienen,
auf denen die benachbarten Trume der beiden Ketten laufen, ober- bzw. unterhalb
der waagerechten Berührungsebene dieser Kettentrume zusammen mit Vorrichtungen vorgesehen
sind, die diese Schienen gegeneinanderdrücken, dadurch gekennzeichnet, daß die Schienen
(14a, 14 b) an gleichen miteinander verbundenen Gelenksystemen (16) auf den beiden
Seiten der waagerechten Berührungsebene (x-x) der Kettentrume gelagert und durch
diese Gelenksysteme so synchron miteinander beweglich sind, daß sie durch einen
Antrieb oder unter dem Einfluß von Dickenänderungen des Stranges oder Kabels (s)
um gleiche Beträge entgegengesetzt nachgebend auseinander- und ebenso durch einen
Antrieb aufeinander zu drückbar sind, wobei ihre Bewegungen durch Parallelverschieben
undfoder durch Schwenken um eine Querachse erfolgen.