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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Kreuzgelenk mit einer ersten
und einer zweiten Schwenkachse und einem die Schwenkachsen verbindenden Achsenkreuz.
Ein solches Kreuzgelenk ermöglicht Verkippungen
um die beiden Schwenkachsen.
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Aus
der
DE 25 26 769 B1 ist
ein Kreuzgelenk zur Lagerung einer Gelenkwelle bekannt, bei welchem
die beiden Schwenkachsen über
ein Zapfenkreuz verbunden sind. Ebenso ist aus der
DE 27 21 706 A1 ein Kardangelenk
mit einem Gelenkkreuz bekannt, welches auf vergleichbare Weise aufgebaut ist.
Die bisher vorbekannten Kreuzgelenke besitzen alle den Nachteil,
dass die Reibkräfte
an den Schwenkachsen relativ hoch sind und dadurch hochwertige mechanische
Lager und eine dauerhafte Schmierung erfordern. Es müssen daher
technologisch aufwändige
Zusatzvorrichtungen vorgesehen werden, die eine Zuführung von
Schmiermitteln über einen
längeren
Zeitraum gewährleisten.
Durch die hohen Reibungskräfte
in Kreuzgelenken eignen sich derartige Gelenke normalerweise nicht
für den
Einsatz in Präzisionsgeräten, bei
welchen mit geringen Antriebskräften
hohe Wiederholgenauigkeiten angestrebt werden.
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Aus
der Gerätetechnik
sind auch Luftlager bekannt, die vorzugsweise in Linearführungen
zum Einsatz kommen. Auf Grund der üblicherweise bei Luftlagern
bestehenden Freiheitsgrade und weiterer prinzipbedingter Besonderheiten,
die den Einsatzbereich von Luftlagern begrenzen, ist bisher keine
Verwendung von Luftlagern beim Aufbau von Kreuzgelenken in Erwägung gezogen
worden.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, ein verbessertes
Kreuzgelenk bereitzustellen, bei welchem die Lagerkräfte drastisch reduziert
werden, um Kreuzgelenke beispielsweise auch für Präzisionsanwendungen nutzbar
zu machen.
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Diese
Aufgabe wird durch das erfindungsgemäße Kreuzgelenk erfüllt, bei
welchem die beiden Schwenkachsen drehbar in Luftlagern gelagert
sind, wobei eine nicht drehbare Verbindung zwischen mit der ersten
Schwenkachse gekoppelten ersten Luftlagern oder der ersten Schwenkachse
selbst und eine nicht drehbare Verbindung zwischen der zweiten Schwenkachse
oder mit der zweiten Schwenkachse gekoppelten zweiten Luftlagern
besteht.
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Dieses
Kreuzgelenk bietet den Vorteil, dass die Reibungskräfte zwischen
den hülsenförmigen Luftlagern
und den Schwenkachsen im wesentlichen Null sind, da die Lagerkopplung
nur über
die aufgebauten Druckluftschichten erfolgt. Trotzdem können sich
die zentralen Achsenlinien der beiden Schwenkachsen, die üblicherweise
senkrecht zueinander verlaufen, in einer Ebene schneiden, was sich
bei der Vermessung der eingenommenen Positionen und der Erzeugung
entsprechender Steueralgorithmen als vorteilhaft erweist.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
trägt die
erste Schwenkachse mehrere erste hülsenförmige Luftlager, die in einer
Lageraufnahme des Achsenkreuzes befestigt sind. Seitlich zu dieser
Lageraufnahme befinden sich im Achsenkreuz zwei gegenüberliegende
Zapfenbohrungen, die jeweils die achsenkreuzseitigen Enden eines
ersten bzw. eines zweiten Abschnitts der zweiten Schwenkachse aufnehmen,
wobei auf jedem Abschnitt der zweiten Schwenkachse mindestens ein
zweites hülsenförmiges Luftlager
aufgesetzt ist.
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Üblicherweise
wird das Kreuzgelenk symmetrisch aufgebaut sein, so dass zwei Abschnitte
der zweiten Schwenkachse vom Achsenkreuz ausgehen. Es sind aber
auch Ausführungsformen
denkbar, die nur ein T-förmiges
Kreuzgelenk nutzen, so dass die zweite Schwenkachse nur in einer
Richtung vom Achsenkreuz ausgeht. Diese Ausführungsform ermöglicht einen
einfachen und wartungsfreundlichen Aufbau des Kreuzgelenks und gestattet
insbesondere die leichte Zuführung
der für
den Betrieb der einzelnen Luftlager erforderlichen Druckluft.
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Es
ist besonders vorteilhaft, wenn der in den Luftlagern aufgebaute Überdruck
eingestellt werden kann, indem die Öffnungsbreite eines Strömungsspalts
einstellbar ist, welcher zwischen den außen liegenden Stirnseiten der
Luftlager und auf den Schwenkachsen aufgesetzten Lagerböcken ausgebildet
ist.
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Das
Kreuzgelenk lässt
sich besonders vorteilhaft für
den Aufbau eines Positionierungstisches einsetzen, welcher beispielsweise
für Montage-
oder Messaufgaben benötigt
wird. Dazu ist eine Trägerplatte über entsprechende
Verbindungselemente an den zweiten Luftlagern befestigt, die auf
die zweite Schwenkachse aufgesetzt sind. Gleichzeitig ist die erste
Schwenkachse gestellfest gelagert, während das Achsenkreuz eine
feste Verbindung zwischen den ersten Luftlagern und der zweiten
Schwenkachse herstellt. Die Trägerplatte
ist dadurch in zwei Ebenen verkippbar, wobei eine Verdrehung um
die jeweiligen Schwenkachsen erfolgt.
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Weitere
Vorteile, Einzelheiten und Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Kreuzgelenks
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einer bevorzugten
Ausführungsform,
unter Bezugnahme auf die Zeichnung. Es zeigen:
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1 einen Positionierungstisch
mit einem erfindungsgemäßen Kreuzgelenk
in einer vereinfachten geschnittenen Ansicht von oben;
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2 den Positionierungstisch
aus 1 in einer vereinfachten
geschnittenen Seitenansicht entlang einer Schnittlinie A-A;
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3 den Positionierungstisch
in einer vereinfachten geschnittenen Seitenansicht entlang einer Schnittlinie
B-B, mit verkippter Trägerplatte.
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In 1 ist ein Positionierungstisch
in einer geschnittenen Ansicht von oben dargestellt, der als wesentliches
Bauelement ein Kreuzgelenk umfasst. Es ist darauf hinzuweisen, dass
dieses Kreuzgelenk auch in anderen Anwendungsfällen zum Einsatz kommen kann
und prinzipiell wie an sich bekannte Kreuzgelenke mit unterschiedlichen
Baugruppen zusammenwirken kann. Die nachfolgende Beschreibung des
Kreuzgelenkes im Zusammenhang mit dem Positionierungstisch ist daher
als vorteilhafte Ausführungsform
anzusehen und nicht in schutzbereichsbeschränkender Weise zu verstehen.
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Das
Kreuzgelenk umfasst eine erste Schwenkachse 1 und eine
zweite Schwenkachse 2, die im dargestellten Beispiel aus
den beiden Abschnitten 2a, 2b besteht. Durch die
Aufteilung der zweiten Schwenkachse 2 in diese Abschnitte
ist es möglich, dass
beide Schwenkachsen 1, 2 in ein und derselben
Ebene liegen, so dass sich ihre zentralen Längsachsen in der Mitte des
Kreuzgelenks schneiden. Bei anderen Ausführungsformen könnten die Schwenkachsen
aber auch in parallelen Ebenen angeordnet sein, so dass auch die
zweite Schwenkachse einstückig
ausgebildet werden kann. Ebenfalls ist es möglich, die zweite Schwenkachse
nur auf einer Seite der ersten Schwenkachse zu positionieren, so dass
das Kreuzgelenk die Form eines T-Stücks erhält.
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Sofern
man in die von den Schwenkachsen definierte Ebene ein Koordinatensystem
legt, verläuft bei
rechtwinklig zueinander stehenden Schwenkachsen die erste Schwenkachse 1 beispielsweise
parallel zur X-Achse und die zweite Schwenkachse 2 parallel
zur Y-Achse, wie dies durch die eingezeichneten Koordinatenpfeile
deutlich gemacht ist. Wie aus der weiteren Beschreibung ersichtlich
wird, ist das Kreuzgelenk so aufgebaut, dass Drehbewegungen um diese
X-Achse und um diese Y-Achse
ermöglicht werden.
Bei abgewandelten Ausführungsformen wäre es aber
auch denkbar, dass die Schwenkachsen einen anderen Winkel (ungleich
90°) einschließen.
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Auf
der ersten Schwenkachse 1 sind bei der dargestellten Ausführungsform
drei hülsenförmige erste
Luftlager 3 angeordnet. Es kann sich dabei um handelsübliche zylindrische
Luftlager handeln, beispielsweise mit einem Innendurchmesser von
25 mm (z.B. zu beziehen über
www.newwaybearings.com). Jedes Luftlager wird über einen Druckluftanschluss 4 mit
der benötigten
Druckluft versorgt. Die Anzahl und die Größe der Luftlager ist an den
jeweiligen Einsatzzweck und die auftretenden Lagerkräfte angepasst. Die
erste Schwenkachse 1 ist an ihren Enden in zwei Lagerböcken 5 fest
gelagert, die ihrerseits mit dem Gestell des Positionierungstisches
(oder der sonstigen Einheiten) verbunden sind. Sobald die Druckluft über die
Druckluftanschlüsse 4 zu
den ersten Luftlagern 3 zugeführt wird, baut sich das Luftlager
zwischen den hülsenförmigen Luftlagern
und der ersten Schwenkachse auf, so dass die ersten Luftlager leicht
um die erste Schwenkachse 1 verdrehbar sind.
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Das
Kreuzgelenk umfasst weiterhin ein Achsenkreuz 6, das in
einer zentralen Lageraufnahme die drei ersten Luftlager 3 aufnimmt.
Dabei wird eine feste Verbindung zwischen den ersten Luftlagern
und dem Achsenkreuz geschaffen, wobei das Achsenkreuz 6 um
die erste Schwenkachse 1 verdrehbar bleibt. Bei abgewandelten
Ausführungsformen
ist es aber auch möglich,
dass das Achsenkreuz mit der ersten Schwenkachse fest verbunden
ist und die ersten Luftlager gestellfest angeordnet werden, so dass wiederum
eine Verdrehung des Achsenkreuzes um die X-Achse möglich bleibt.
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An
den Längsseiten
der Lageraufnahme des Achsenkreuzes 6 sind bei der in 1 dargestellten Ausführungsform
zwei sich gegenüberliegende
Zapfenbohrungen 7 vorgesehen, deren Bohrungsachse senkrecht
zur ersten Schwenkachse 1 verläuft. Bei abgewandelten Ausführungsformen
ist auch ein anderer Winkel zwischen den Schwenkachsen möglich, wenn
dies für
die entsprechende Anwendung nützlich
ist. In den Zapfenbohrungen 7 sind die achsenkreuzseitigen
Enden des jeweiligen Abschnitts 2a, 2b der zweiten
Schwenkachse befestigt.
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Bei
abgewandelten Ausführungsformen wäre es wiederum
denkbar, dass die zweiten Luftlager 8 fest mit dem Achsenkreuz 6 verbunden
sind, während
die Abschnitte 2a, 2b der zweiten Schwenkachse
drehbar in den Zapfenbohrungen 7 des Achsenkreuzes gelagert
sind oder auf andere Weise gelagert sind, um eine Drehung des Achsenkreuzes 6 um
die Y-Achse zu ermöglichen.
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In 2 ist der Positionierungstisch
in einer geschnittenen Seitenansicht gezeigt, wobei diese Ansicht
entlang einer Schnittlinie A-A (in 1)
dargestellt wurde. Die erste Schwenkachse 1 ist somit im
Längsschnitt
dargestellt, während
die zweite Schwenkachse 2 im Querschnitt zu sehen ist.
Aus dieser Darstellung ist erkennbar, dass die ersten Luftlager 3 im
wesentlichen unmittelbar hintereinander auf der ersten Schwenkachse 1 aufgereiht
sind. Um zwischen den ersten Luftlagern 3 das Ausströmen von
Druckluft zu ermöglichen,
können
jedoch Distanzscheiben oder ähnliche
Abstandselemente zwischengefügt
sein. Für
diesen Zweck sind beispielsweise auch Luftaustrittsbohrungen 9 im
Achsenkreuz 6 vorhanden, die in 1 erkennbar sind.
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Die
die erste Schwenkachse 1 tragenden Lagerböcke 5 sind
vorzugsweise abstandsveränderlich gestaltet,
um einen zwischen den Lagerböcken 5 und den
außen
liegenden Stirnseiten der äußeren ersten Luftlager 3 verbleibenden
Strömungsspalt 10 einstellen
zu können. Über die
Veränderung
der Breite des Strömungsspalts 10 wird
der Strömungswiderstand geändert, welcher
der Druckluft der Luftlager beim Ausströmen entgegen gesetzt wird.
Auf diese Weise kann der im Luftlager herrschende Überdruck
und damit die aufnehmbare Lagerkraft eingestellt werden.
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Aus 2 ist weiterhin ersichtlich,
dass die Lagerböcke 5,
welche die erste Schwenkachse 1 tragen, an einem Tischgestell 11 befestigt
sind. Oberhalb des Achsenkreuzes 6 befindet sich eine Trägerplatte 12,
die um die beiden Schwenkachsen 1, 2 verkippbar
ist.
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Eine
Möglichkeit
der Befestigung der Trägerplatte 12 ist
aus der in 3 dargestellten
Seitenansicht des Positionierungstisches entlang einer Schnittlinie
B-B (in 1) ersichtlich.
Das Achsenkreuz 6 und die Trägerplatte 12 sind
hier in einer um etwa 5 Grad verkippten Lage gezeigt, wobei dazu eine
Drehung um die erste Schwenkachse 1 erfolgte. Um die Trägerplatte 12 am
Kreuzgelenk zu befestigen, sind Verbindungselemente 13 vorgesehen,
welche eine Verbindung zu den zweiten Luftlagern 8 herstellen.
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Zur
Einstellung des Strömungsspalts 10 an den
außen
liegenden Stirnseiten der zweiten Luftlager 8 können Einstellschrauben 14 genutzt
werden, welche in die nach außen
gerichteten Stirnseiten der Abschnitte 2a, 2b der
zweiten Schwenkachse 2 eingeschraubt sind.
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Auf
der Trägerplatte 12 des
Positionierungstisches können
beispielsweise Werkstücke
angeordnet werden, die für
eine Bearbeitung oder eine Vermessung horizontal ausgerichtet werden
sollen. Die exakte horizontale Ausrichtung der Trägerplatte
lässt sich
z.B. durch die Einstellung der Strömungsspalte 10 justieren.
Das beschriebene Kreuzgelenk kann aber auch für andere Einsatzfälle genutzt
werden, wenn Drehungen um zwei zueinander winklig stehende Schwenkachsen
erforderlich sind. Die Reibungskraft in den Luftlagern geht gegen
Null, so dass hohe Einstellgenauigkeiten erzielt werden können.
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- 1
- erste
Schwenkachse
- 2
- zweite
Schwenkachse
- 2a,
2b
- Abschnitte
der zweiten Schwenkachse
- 3
- erste
Luftlager
- 4
- Druckluftanschlüsse
- 5
- Lagerböcke
- 6
- Achsenkreuz
- 7
- Zapfenbohrungen
- 8
- zweite
Luftlager
- 9
- Luftaustrittsbohrungen
- 10
- Strömungsspalte
- 11
- Tischgestell
- 12
- Trägerplatte
- 13
- Verbindungselemente
- 14
- Einstellschrauben