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Die Erfindung betrifft eine Reinigungseinheit, insbesondere einen Hochdruckreiniger.
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Aus dem Stand der Technik sind bereits Reinigungseinheiten bekannt, welche dazu dienen, Verschmutzungen von Oberflächen zu entfernen. Die aus dem Stand der Technik bekannten Reinigungseinheiten weisen dabei jedoch die Problematik auf, dass diese insbesondere schwer handhabbar sind und/oder nur eine geringe Standsicherheit aufweisen.
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Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Reinigungseinheit, insbesondere einen Hochdruckreiniger, anzugeben, welcher einen geringen Bauraumbedarf und gleichzeitig ein großes Maß an Standsicherheit aufweist.
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Diese Aufgabe wird mit einer Reinigungseinheit gemäß Anspruch 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Merkmale ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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Erfindungsgemäß umfasst eine Reinigungseinheit, insbesondere ein Hochdruckreiniger, eine Fördereinheit und eine Stützeinheit, wobei die Fördereinheit einen Motor, eine Pumpeinheit und eine Transmissionseinheit aufweist, wobei die Transmissionseinheit drehbar um und/oder verlagerbar entlang einer Achse gelagert ist, wobei die Transmissionseinheit dazu ausgelegt ist, ein Drehmoment um die Achse und/oder eine Kraft in Richtung der Achse vom Motor auf die Pumpeinheit zu übertragen, wobei die Stützeinheit über zumindest eine Abstützfläche verfügt, wobei die zumindest eine Abstützfläche der Stützeinheit in einer Abstützebene liegt und/oder die Abstützebene wird durch zumindest drei Abstützflächen der Reinigungseinheit aufgespannt, wobei die Abstützfläche oder -flächen dazu ausgelegt sind, die Reinigungseinheit gegenüber dem Boden abzustützen, wobei die Achse einen Winkel zu einer Normalen der Abstützebene aufweist, welcher ungleich 0°, ungleich 90° und ungleich 180° ist. Die Reinigungseinheit ist insbesondere ein Hochdruckreiniger und dient dazu, ein Reinigungsfluid in eine Sprüheinrichtung zu fördern, um mittels dieses Reinigungsfluids, insbesondere ein wasserbasierendes Reinigungsfluid, Verunreinigungen von einer Oberfläche zu entfernen. Die Sprüheinheit kann beispielsweise unter anderem durch eine Reinigungspistole, einen Förderschlauch und/oder durch eine Reinigungslanze gebildet sein. Die Fördereinheit der erfindungsgemäßen Reinigungseinheit umfasst zumindest einen Motor, eine Pumpeinheit und eine, insbesondere zwischen dem Motor und der Pumpeinheit liegende, Transmissionseinheit. Wobei die Fördereinheit einen Zufluss und einen Abfluss für das Reinigungsfluid, insbesondere in der Pumpeinheit, aufweisen kann und wobei die Fördereinheit dazu ausgelegt ist, eine Druckdifferenz zwischen dem Druck des Reinigungsfluids im Zufluss und dem Druck im Abfluss von beispielsweise maximal 300 bar, bevorzugt von maximal 250 bar und besonders bevorzugt von maximal 200 bar bereitstellen zu können. Zweckmäßigerweise ist die Fördereinheit dazu ausgelegt, einen maximalen Volumenstrom von 8 bis 15 Litern pro Minute des Reinigungsfluids durch den Abfluss zu fördern. Der Motor der Fördereinheit ist zweckmäßigerweise ein Elektromotor, insbesondere ein Gleichstrom- oder Wechselstrommotor. Bevorzugt weist der Motor eine Aufnahmeleistung von maximal 7,5 kW, insbesondere von maximal 3,5 kW, auf, so dass die Reinigungseinheit auch mit haushaltsüblichen Energiequellen, wie z.B. Steckdosen, betrieben werden kann. Die Pumpeinheit ist das Bauteil oder die Baugruppe der Fördereinheit, welche dazu dient, die eigentliche Förderung des Reinigungsfluids zu erreichen. Die Pumpeinheit kann durch eine hydrostatische Pumpe, wie beispielsweise eine Axialkolbenpumpe, insbesondere eine Schrägscheiben- oder Taumelscheibenpumpe, eine Radialkolbenpumpe oder eine Reihenkolbenpumpe gebildet sein oder die Pumpeinheit kann eine solche Pumpe umfassen. Wichtig ist dabei, dass die Pumpeinheit in der Lage ist, das Reinigungsfluid zu fördern und/oder unter Druck zu setzen. Die Transmissionseinheit der Fördereinheit hingegen dient zur Kraft-, Momenten- und/oder Energieübertragung zwischen der Pumpeinheit und dem Motor. Beispielsweise kann die Transmissionseinheit eine Welle sein, welche mit der Welle des Motors und/oder der Welle der Pumpeinheit einstückig ausgeführt ist, um auch hohe Kräfte und Momente sicher übertragen zu können. Alternativ bevorzugt kann die Transmissionseinheit auch durch ein separates Bauteil wie beispielsweise eine separate Welle, ein Getriebe oder durch eine Kupplung gebildet sein. Durch diesen modularen Aufbau kann - insbesondere durch die auftretende Kontaktdämpfung - Schwingungen entgegengewirkt werden. Bevorzugt ist die Transmissionseinheit zumindest bereichsweise aus Aluminium, Stahl, Edelstahl oder Titan gebildet um auch hohe Kräfte sicher übertragen zu können und/oder um Korrosion vorzubeugen. Die Transmissionseinheit ist zweckmäßigerweise am Motor und/oder an der Pumpeinheit gelagert um eine sichere Abstützung und einen geringen Bauraumbedarf zu gewährleisten. Die Transmissionseinheit ist derart gelagert, dass diese rotierbar um oder verlagerbar entlang der Achse ist. Diese Achse kann insbesondere die Rotationsachse oder die Kraftübertragungsachse des Drehmoments oder der Kraft sein, welche der Motor auf die Transmissionseinheit oder die Transmissionseinheit auf die Pumpeinheit ausübt. In anderen Worten kann diese Achse somit die Energie- bzw. die Kraft- bzw. die Momentenübertragungsrichtung sein. Die Stützeinheit der Reinigungseinheit kann durch die, zweckmäßigerweise zusammenhängenden, Bereiche oder die Bauteile der Reinigungseinheit gebildet sein, welche dazu ausgelegt sind, die Reinigungseinheit gegenüber dem Boden abzustützen. Die Bauteile der Stützeinheit sind bevorzugt nicht verlagerbar und/oder nicht rotierbar zu einander um ein sicheres Abstützen zu erreichen. Alternativ bevorzugt oder zusätzlich bevorzugt können mögliche Stützräder einen Teil der Stützeinheit ausbilden. In einer beispielhaften Ausführungsform kann die Stützeinheit durch einen Stützrahmen gebildet sein. Die Abstützfläche oder die Abstützflächen sind die Flächen oder die Bestandteile von Flächen, welche dazu dienen, in einem Betriebszustand, insbesondere gleichzeitig, mit einem idealisierten Boden abstützend in Kontakt treten zu können bzw. hierzu ausgelegt sind. Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass nicht nur die Stützeinheit über Abstützflächen verfügen kann. Ein idealisierter Boden ist insbesondere durch eine ebene Erstreckung charakterisiert. Die Abstützflächen, welche dazu ausgelegt sind, bevorzugt gleichzeitig, mit dem, insbesondere idealisierten (ebenen), Boden in Kontakt treten zu können, spannen die Abstützebene auf bzw. liegen in der Abstützebene. In anderen Worten kann die Abstützebene diejenige Ebene sein, welche in einem ersten und/oder einzigen Betriebszustand der Ebene entspricht, in welcher sich der, insbesondere idealisierte (ebene), Boden erstreckt. Ein Betriebszustand kann unter anderem dadurch charakterisiert sein, dass die Reinigungseinheit in diesem Zustand, zweckmäßigerweise ohne ein Eingreifen eines Benutzers oder durch sonstige externe Hilfsmittel, eine stabile und gewollte Gleichgewichtsposition bzw. -lage einnimmt, so dass ein sicherer Stand gewährleistet werden kann. In anderem Worten kann dies bedeuten, dass die Lage der Reinigungseinheit in einem Betriebszustand nicht dadurch gekennzeichnet ist, dass die Reinigungseinheit „umgefallen“ ist. Der Winkel, welchen die Achse mit der Normalen der Abstützebene bildet, ist gerade nicht 0°, 90° oder 180°. In anderen Worten kann dies bedeuten, dass die Fördereinheit, insbesondere die Transmissionseinheit, der Motor und/oder die Pumpeinheit schräg gestellt ist. Durch diese winklige Anordnung bzw. durch diese Schrägstellung wird eine besonders geringe Abmessung der Reinigungseinheit in der Abstützebene bzw. der idealisierten Bodenebene erreicht, wobei gleichzeitig der Schwerpunkt der Reinigungseinheit besonders niedrig angeordnet ist, so dass eine besonders bauraumsparende Reinigungseinheit mit einer hohen Standsicherheit erreicht wird.
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Bevorzugt liegt der Winkel in einem Bereich von 5° bis 60°, bevorzugt in einem Bereich von 10° bis 50° und besonders bevorzugt in einem Bereich von 20° bis 30°. Bei einem Winkel im Bereich von 5° bis 60° kann eine besonders bauraumsparende Reinigungseinheit erreicht werden. Bei einem Winkel im Bereich von 10° bis 50° resultiert ein besonders guter Kompromiss zwischen Standsicherheit und Bauraumbedarf der Reinigungseinheit. Bei einem Winkel im Bereich von 20° bis 30° wird erreicht, dass die Gefahr von Lufteinschlüssen im Fördervolumen der Pumpeinheit besonders gering ist. Dies ist insbesondere deshalb erstrebenswert, weil hierdurch die zu leistende Walkarbeit reduziert werden kann, so dass die bereitzustellende Kühlleistung geringer dimensioniert werden kann. Der maßgebliche Winkel zwischen der Normalen der Abstützebene und der Achse ist insbesondere der kleinere Winkel von den beiden möglichen Winkeln. Alternativ oder zusätzlich bevorzugt bemisst sich der Winkel von der positiven Normalen und/oder von der positiven Achse aus. Die positive Normale ist die Richtung der Normalen, welche von der Abstützebene zu der Reinigungseinheit hin zeigt. Die positive Richtung der Achse hingegen ist diejenige Richtung der Achse, welche vom Motor zur Pumpeinheit gerichtet ist.
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Zweckmäßigerweise liegt das Verhältnis des Abstands des Schwerpunkts des Motors in Richtung der Normalen der Abstützebene zum Abstand des Schwerpunkts der Pumpeinheit von der Abstützebene in Richtung der Normalen (der Abstützebene) in einem Bereich von 0,3 bis 1,2, bevorzugt in einem Bereich von 0,4 bis 0,9 und besonders bevorzugt in einem Bereich von 0,6 bis 0,8. Bei einem Verhältnis von 0,3 bis 1,2 kann eine besonders bauraumsparende Reinigungseinheit erreicht werden. Liegt das Verhältnis in einem Bereich von 0,4 bis 0,9, hat die Anmelderin herausgefunden, dass insbesondere bei einer Verlagerung der Reinigungseinheit ein besonders positives Gefühl beim Benutzer bezüglich der Kippsicherheit erreicht wird. Bei einem Verhältnis im Bereich von 0,6 bis 0,8 resultiert eine besonders standsichere Reinigungseinheit. Die maßgebliche Abstützebene ist zweckmäßigerweise die Abstützebene des ersten Betriebszustandes. Für die Bestimmung des Schwerpunkts des Motors bzw. des Schwerpunkts der Pumpeinheit ist die Transmissionseinheit vorteilhafterweise nicht zu berücksichtigen. Dies kann insbesondere dann gelten, wenn die Transmissionseinheit einstückig mit Teilen des Motors und/oder Teilen der Pumpeinheit ausgeführt ist. In anderen Worten kann dies bedeutet, dass Teile für die Bestimmung des Schwerpunkts des Motors bzw. des Schwerpunkts der Pumpeinheit nicht zu berücksichtigen sind, welche einstückig mit der Transmissionseinheit ausgeführt sind.
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Vorteilhafterweise liegt der Schwerpunkt der gesamten Reinigungseinheit in Richtung der Achse und/oder in Richtung der Normalen der Abstützebene zwischen dem Schwerpunkt des Motors und dem Schwerpunkt der Pumpeinheit. Hierdurch kann die Standsicherheit der Pumpeinheit erhöht werden, denn durch diese Anordnung wir ein „hoher“ Schwerpunkt vermieden. Für die Bestimmung des Schwerpunkts der gesamten Reinigungseinheit sind zumindest, insbesondere abschließend, die Fördereinheit und alle Bestandteile zu berücksichtigen, welche Abstützflächen aufweisen. In anderen Worten kann dies bedeuten, dass Bauteile für die Bestimmung des Schwerpunkts nicht maßgeblich sind, welche nur temporär mit der Reinigungseinheit verbunden sind. Dies kann insbesondere für die Bestandteile der Sprüheinheit gelten. Bevorzugt ist der Schwerpunkt der gesamten Reinigungseinheit in Richtung der Achse und/oder in Richtung der Normalen der Abstützebene dem Schwerpunkt des Motors näher als dem Schwerpunkt der Pumpeinheit. Hierdurch kann die Standsicherheit der Reinigungseinheit weiter erhöht werden, insbesondere deshalb, weil hierdurch der Schwerpunkt besonders tief bzw. nahe an den Abstützflächen angeordnet werden kann.
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Bevorzugt weist die Reinigungseinheit zumindest zwei Stützräder auf, wobei die Stützräder jeweils zumindest eine Abstützfläche aufweisen. Durch die Verwendung von Stützrädern kann die Verlagerung der Reinigungseinheit und/oder der Transport der selbigen erleichtert werden. Die Stützräder bilden dabei jeweils zumindest eine Abstützfläche aus, welche dazu ausgelegt ist, dass die Stützräder eine Kraft auf den Boden übertragen können. Diese Abstützfläche ist jedoch insbesondere nur ein Teil der Fläche des Stützrads, welche mit dem Boden in Berührung kommen kann. In anderen Worten kann dies bedeuten, dass die Abstützfläche nur durch einen Teil der Mantelfläche der Stützräder gebildet ist, welche prinzipiell in der Lage ist, mit dem Boden in Berührung kommen zu können. Somit können die Abstützflächen eines Stützrades insbesondere betriebszustandsabhängig sein.
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In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Motor ein Gehäuse auf, und wobei die Stützräder unmittelbar oder mittelbar im und/oder am Gehäuse des Motors gelagert sind. Hierdurch resultiert eine besonders kompakte Reinigungseinheit. Zusätzlich kann durch diese Ausgestaltung der Reinigungseinheit erreicht werden, dass nur wenige Bauteile für die Lagerung bzw. Abstützung der Stützräder verwendet werden müssen, so dass eine kostengünstige Reinigungseinheit resultiert. Es sei hierzu angemerkt, dass der Motor auch ein Gehäuse unabhängig von möglichen Stützrädern und/oder deren Eigenschaften aufweisen kann.
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Zweckmäßig sind die Stützräder mittelbar durch eine Zwischenkonstruktion am Gehäuse des Motors oder am Motor gelagert. Hierdurch resultiert eine besonders sichere Abstützung der Stützräder, insbesondere dann, wenn der Motor 50 kg oder mehr wiegt. Die Zwischenkonstruktion stützt sich dabei vorteilhafterweise lediglich am Motorgehäuse und am Stützrad ab. Beispielsweise ist die Zwischenkonstruktion U-förmig ausgestaltet und/oder besitzt U-förmige Elemente. Diese U-förmige Zwischenkonstruktion oder die U-förmigen Elemente umschließen zweckmäßigerweise das Motorgehäuse bzw. den Motor zumindest teilweise, bevorzugt zum überwiegenden Teil, besonders bevorzugt vollständig, insbesondere um die Achse herum. Die Zwischenkonstruktion kann beispielsweise als eine Unterkonstruktion und/oder als eine Oberkonstruktion ausgestaltet sein.
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Bevorzugt spannen eine Vielzahl von Abstützflächen zwei unterschiedliche Abstützebenen auf, und wobei die Normalen dieser Abstützebenen einen zweiten Winkel ungleich 0° und ungleich 180° miteinander bilden. Die beiden verschiedenen Abstützebenen, welche jeweils durch die jeweiligen Abstützflächen aufgespannt werden, dienen zweckmäßigerweise dazu, in zwei verschiedenen Betriebszuständen die Reinigungseinheit gegenüber den, insbesondere idealisierten, Boden abzustützen. Der erste Betriebszustand kann sich vom zweiten Betriebszustand dadurch unterscheiden, dass der erste Betriebszustand eine kleinere Standfläche aufweist als der zweite Betriebszustand. Die Standfläche eines Betriebszustands ist insbesondere durch die Fläche des kleinstmöglichen Kreises gegeben, welcher die Abstützflächen umschließen kann. Maßgeblich sind dabei die in diesem Betriebszustand dazu ausgelegten Abstützflächen, die mit dem Boden, insbesondere gleichzeitig, in Kontakt treten können bzw. sollen. Der oder die Betriebszustände sind vorteilhafterweise unter anderem durch eine stabile Gleichgewichtslage charakterisiert, so dass in den Betriebszuständen ein Einsatz der Reinigungseinheit sicher möglich ist. Bevorzugt liegt der zweite Winkel in einem Bereich von 60° bis 120°, bevorzugt in einem Bereich von 75° bis 105° und besonders bevorzugt in einem Bereich von 85° bis 95°. Der zweite Winkel bestimmt sich bevorzugt zwischen den beiden positiven Normalen der Abstützebenen. Durch diese winklige Anordnung der beiden Abstützebenen zueinander kann unter anderem erreicht werden, dass der Benutzer verschiedenste Betriebszustände bzw. Anordnungen wählen kann, welche jeweils an eine bestimmte Aufgabe angepasst sind. Beispielsweise kann einer der Betriebszustände durch eine besonders hohe Kippsicherheit und/oder Standfestigkeit - bedingt durch eine große Standfläche - und der andere Betriebszustand durch eine kleine bzw. geringere Standfläche charakterisiert sein, so dass insbesondere die Aufbewahrung der Reinigungseinheit in diesem Betriebszustand durch den nur geringen Stauraumbedarf erleichtert wird. Zweckmäßigerweise weisen die Normalen beider Abstützebenen einen Winkel von ungleich 0°, 90° und 180° mit der Achse auf. Besonders bevorzugt liegen beide Winkel (Normalen der Abstützebenen mit der Achse) in einem Bereich von 5° bis 60°, bevorzugt in einem Bereich von 10° bis 50° und besonders bevorzugt in einem Bereich von 20° bis 60°. Hierdurch können die Vorteile, welche bei dem einen Betriebszustand durch dessen winklige Anordnung erreicht werden, auch bei dem anderen Betriebszustand zumindest teilweise erreicht werden. Der maßgebliche Winkel (für die beiden Winkel) ist insbesondere immer der kleinere Winkel von den beiden möglichen Winkeln. Alternativ oder zusätzlich bevorzugt bemessen sich die Winkel jeweils von der entsprechenden positiven Normalen und/oder von der positiven Achse aus.
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Bevorzugt weist die Stützeinheit an einem distalen Ende einen Handgriff auf. Der Handgriff der Stützeinheit dient insbesondere dazu, die Reinigungseinheit tragen zu können und/oder, insbesondere durch eine Verschiebebewegung, die Reinigungseinheit verlagern und/oder verschieben und/oder transportieren zu können. Hierdurch kann die Handhabung der Reinigungseinheit verbessert werden.
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Zweckmäßigerweise weist die Stützeinheit zwei Tragschenkel auf, und wobei jeder Tragschenkel eine Abstützfläche an einem distalen Ende aufweist. Durch das Vorsehen von Abstützflächen an jedem Tragschenkel kann erreicht werden, dass jeder Tragschenkel zum Abstützen der Reinigungseinheit dient, so dass die Standsicherheit der Reinigungseinheit erhöht wird. Bevorzugt sind die Abstützflächen der Tragschenkel dazu ausgelegt, eine Abstützung im ersten Betriebszustand zu erreichen. Vorteilhafterweise sind die Abstützflächen der Tragschenkel an dem dem Handgriff gegenüberliegenden distalen Ende der Stützeinheit bzw. der Tragschenkel angeordnet.
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Bevorzugt weist der Handgriff eine Abstützfläche auf, welche mit einer weiteren Abstützfläche, insbesondere einer Abstützfläche eines Stützrades, eine Abstützebene aufspannt. Diese Abstützebene kann bevorzugt die Abstützebene des zweiten Betriebszustandes oder des ersten Betriebszustandes sein. Durch die Ausnutzung des Handgriffs dahingehend, dass dieser zumindest eine Abstützfläche ausbildet, kann unter anderem erreicht werden, dass der Handgriff mehrere Funktionen erfüllt, so dass zusätzliche Bauteile gespart werden können und somit eine kostengünstige Reinigungseinheit erreicht werden kann.
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Vorteilhafterweise spannen die Achse und die Normale der Abstützebene eine Teilungsebene auf, und wobei sich bevorzugt je zumindest ein Tragschenkel auf einer Seite der Teilungsebene befindet. Die Abstützebene, welche mit ihrer Normalen und der Achse die Teilungsebene aufspannt, ist insbesondere die Abstützebene des ersten und/oder des zweiten Betriebszustandes. Durch diese bevorzugte Ausgestaltung der Tragschenkel der Reinigungseinheit kann eine besonders hohe Abstützfähigkeit der selbigen erreicht werden, insbesondere gegenüber Drehmomenten um die Achse. Diese Abstützung des Drehmoments um die Achse ist unter anderem aufgrund des Auftretens von Unwucht- und/oder durch Anlaufphänomen bedingte Drehmomentschwankungen besonders wünschenswert.
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In einer bevorzugten Ausführungsform bildet eine Verbindungsgerade einen dritten Winkel mit der Normalen der Abstützebene, welcher ungleich 0°, 90° und 180° ist, wobei die Verbindungsgerade eine Gerade ist, die durch zumindest einen projizierten Lagerpunkt des Motors und durch zumindest einen projizierten Lagerpunkt der Pumpeinheit verläuft, wobei die projizierten Lagerpunkte die Projektion der Lagerpunkte in die Teilungsebene sind. Die maßgebliche Normale für die Bestimmung des dritten Winkels ist die Normale der Abstützebene des ersten und/oder des zweiten Betriebszustandes. Durch die Projektion der Lagerpunkte des Motors und der Pumpeinheit in die Teilungsebene liegt auch die Verbindungsgerade in dieser Teilungsebene. Die maßgebliche Normale für die Bildung der Teilungsebene ist die Normale der Abstützebene, welche ebenfalls für die Bestimmung des dritten Winkels maßgeblich ist. In anderen Worten bedeutet dies, dass sich die Normale der maßgeblichen Abstützebene zwangsweise immer in der Teilungsebene befinden muss. Die Lagerpunkte des Motors und der Pumpeinheit sind dabei die Lagerpunkte der selbigen, mit welchen diese sich, insbesondere an der Stützeinheit und/oder dem Stützrad, abstützen. Die Verbindungsgerade kann sich prinzipiell durch einen beliebigen Lagerpunkt des Motors und durch einen beliebigen Lagerpunkt der Pumpeinheit erstrecken. Bevorzugt verläuft die Verbindungsgerade jedoch zumindest durch die pojizierten Lagerpunkte des Motors und der Pumpeinheit, welche nächstliegend zueinander in der Teilungsebene angeordnet sind. Durch diese Ausgestaltung der Reinigungseinheit kann eine besonders sichere Abstützung erreicht werden, so dass insbesondere Drehmomente in der Teilungsebene sicher abgestützt werden können.
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Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung mit Bezug auf die Figuren. Einzelne Merkmale der dargestellten Ausführungsformen können dabei auch in anderen Ausführungsformen eingesetzt werden, sofern dies nicht ausdrücklich ausgeschlossen wurde.
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Es zeigen
- 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Reinigungseinheit;
- 2 eine Rückansicht einer erfindungsgemäßen Reinigungseinheit;
- 3 eine Schnittansicht durch eine erfindungsgemäße Reinigungseinheit.
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In der 1 ist eine erfindungsgemäße Reinigungseinheit 1 gezeigt. Die Reinigungseinheit 1 verfügt über eine Fördereinheit 10. Diese Fördereinheit 10 umfasst zumindest einen Motor 12, welcher mit Kühlrippen 19 ausgestattet ist, und eine Pumpeinheit 14. Der Schwerpunkt des Motors S12 und der Schwerpunkt der Pumpeinheit S14 sind in der dargestellten Ausführungsform in Richtung der Achse A und in Richtung der Normlaren N voneinander beabstandet, wobei sich der Schwerpunkt der Reinigungseinheit S1 zwischen diesen Schwerpunkten S12 und S14 befindet. Die Pumpeinheit 14 stützt sich über einen Lagerpunkt an dem Tragschenkel 38 ab und der Motor 12 an dem Stützrad 34. Die Verbindungsgerade V geht durch den projizierten Lagerpunkt des Motors P12 und durch den projizierten Lagerpunkt der Pumpeinheit P14 . Die Verbindungsgerade V entspricht in der dargestellten Ausführungsform der prinzipiell dargestellten Achse A der Transmissionseinheit 16, welche in der 1 nicht erkennbar ist. Die Achse A und die Verbindungsgerade V bilden dabei einen Winkel W und einen dritten Winkel W3 mit der Normalen N der Abstützebene B, welche in der dargestellten Ausführungsform gleich groß sind. Die Abstützebene B ist in der dargestellten Ausführungsform die Abstützebene B des ersten Betriebszustandes. Aufgespannt wird die Abstützebene B durch die Abstützflächen 32 des Stützrades 34 und des Tragschenkels 38. An seinem der Abstützfläche 32 des Tragschenkels 38 gegenüberliegenden distalen Ende weist die Stützeinheit 30 einen Handgriff 36 auf, welcher ebenfalls eine Abstützfläche 32 ausbildet. Diese dient dazu, die Reinigungseinheit 1 in einem zweiten Betriebszustand gegenüber einer Abstützebene B2 abstützen zu können. Diese weitere Abstützebene B2 wird zusätzlich zu der Abstützfläche 32 am Handgriff 36 noch durch eine Abstützfläche 32 am Stützrad 34 aufgespannt und weist eine Normale N2 auf.
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Die 2 zeigt eine Rückansicht einer erfindungsgemäßen Reinigungseinheit 1, welche prinzipiell zu der in der 1 dargestellten Ausführungsform passen kann. Wie aus der 2 ersichtlich ist, kann eine Reinigungseinheit 1 eine im Wesentlichen symmetrische Ausgestaltung zu der Teilungsebene T aufweisen. Die erfindungsgemäße Reinigungseinheit 1 weist eine Stützeinheit 30 auf, welche zwei Tragschenkel 38 umfasst, die wiederum über zumindest den Handgriff 36 miteinander verbunden sind. Abstützen tut sich die Reinigungseinheit 1 in dem dargestellten Betriebszustand zumindest über die Abstützflächen 32 der Stützräder 34 gegenüber der Abstützebene B. Wie man aus der 2 ersehen kann, ist der Motor 12 dabei winklig zu der Normalen N der Abstützebene B innerhalb der Reinigungseinheit 1 angeordnet.
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In der 3 eine Schnittansicht durch eine erfindungsgemäße Reinigungseinheit 1 gezeigt. In der dargestellten Ausführungsform ist die Transmissionseinheit 16 einstückig mit der Welle des Motors 12 und der Welle der Pumpeinheit 14 ausgeführt. Gelagert wird die Transmissionseinheit 16 durch Wälzlager im Motorgehäuse und somit im Motor 12. Abstützen tut sich die Reinigungseinheit 1 über die Abstützflächen 32, welche wiederum die Abstützebene B aufspannen. Die (positive) Normale N der Abstützebene B bildet dabei einen Winkel W mit der (positiven) Achse A der Transmissionseinheit 16.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Reinigungseinheit
- 10
- Fördereinheit
- 12
- Motor
- 14
- Pumpeinheit
- 16
- Transmissionseinheit
- 19
- Kühlrippe
- 30
- Stützeinheit
- 32
- Abstützfläche
- 34
- Stützrad
- 36
- Handgriff
- 38
- Tragschenkel
- A
- Achse
- B
- Abstützebene
- B2
- Abstützebene
- N
- Normale der Abstützebene (B)
- N2
- Normale der Abstützebene (B2)
- P12
- Projizierter Lagerpunkt des Motors
- P14
- Projizierter Lagerpunkt der Pumpeinheit
- S1
- Schwerpunkt der gesamten Reinigungseinheit
- S12
- Schwerpunkt des Motors
- S14
- Schwerpunkt der Pumpeinheit
- T
- Teilungsebene
- V
- Verbindungsgerade
- W
- Winkel
- W3
- dritter Winkel