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Die Erfindung betrifft eine Reibungskupplungseinrichtung, insbesondere für einen Antriebsstrang eines brennkraftmaschinengetriebenen Kraftfahrzeugs, die Reibungskupplungseinrichtung aufweisend eine Drehachse, ein Deckelteil, wenigstens eine zu einer Betätigung zwischen einer eingerückten Betätigungsstellung und einer ausgerückten Betätigungsstellung relativ zu dem Deckelteil in Erstreckungsrichtung der Drehachse verlagerbare Anpressplatte, eine Tellerfeder zur Beaufschlagung der wenigstens einen Anpressplatte und Haltebolzen zum Halten der Tellerfeder.
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Aus der
deutschen Patentanmeldung mit dem Aktenzeichen 10 2013 214 702.3 ist eine Reibungskupplung für einen Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs bekannt, mit einer Anpressplatte, die drehfest, jedoch axial begrenzt verlagerbar mit einem Gehäusedeckel, verbunden ist, einer vorzugsweise als Tellerfeder ausgebildeten Hebelfeder zur Kraftbeaufschlagung der Anpressplatte in axialer Richtung, um eine Kupplungsscheibe zwischen der Anpressplatte und einer Gegenplatte einzuklemmen und mindestens einer Hebelfederzentrierung zum Zentrieren der Hebelfeder bei Axialschwingungen der Anpressplatte und/oder der Hebelfeder gegenüber dem Gehäuse, bei der die Hebelfederzentrierung zweiteilig ausgebildet ist, wobei die zweiteilige Hebelfederzentrierung einen Hebelfederbolzen und eine zumindest teilweise um den Hebelfederbolzen herum angeordnete Hülse aufweist.
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Aus der
DE 10 2012 215 273 A1 ist eine Reibungskupplung für einen Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs bekannt, mit einer Anpressplatte, die drehfest, jedoch axial begrenzt verlagerbar mit einem Gehäusedeckel, verbunden ist, einer vorzugsweise als Tellerfeder ausgebildeten Hebelfeder zur Kraftbeaufschlagung der Anpressplatte in axialer Richtung, um eine Kupplungsscheibe zwischen der Anpressplatte und einer Gegenplatte einzuklemmen und mindestens einer Hebelfederzentrierung zum Zentrieren der Hebelfeder bei Axialschwingungen der Anpressplatte und/oder der Hebelfeder gegenüber dem Gehäuse, wobei die Hebelfederzentrierung zweiteilig ausgebildet ist, wobei die zweiteilige Hebelfederzentrierung einen Hebelfederbolzen und eine zumindest teilweise um den Hebelfederbolzen herum angeordnete Hülse aufweist, bei der die Hülse mindestens eine Lasche aufweist, wobei die Lasche zumindest teilweise aus einer Mantelfläche der Hülse herausragt.
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Aus der
deutschen Patentanmeldung mit dem Aktenzeichen 10 2013 218 118.3 ist eine Reibungskupplung für einen Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs bekannt, mit einer Anpressplatte, die drehfest, jedoch axial begrenzt verlagerbar mit einem Gehäusedeckel, verbunden ist, einer vorzugsweise als Tellerfeder ausgebildeten Hebelfeder zur Kraftbeaufschlagung der Anpressplatte in axialer Richtung, wobei die Hebelfeder mit mindestens einem Tellerfederzentrierbolzen an dem Gehäusedeckel gelagert ist, wobei der Tellerfederzentrierbolzen an einem ersten Ende einen Stirnfläche mit einem aus der Stirnfläche herausragenden Bolzenschaft aufweist, wobei der Bolzenschaft in einem montierten Zustand in einer entsprechenden Aufnahmeöffnung des Gehäusedeckels gelagert ist und die Stirnfläche des Tellerfederzentrierbolzen und eine Innenfläche des Gehäusedeckels einen Überlappungsbereich ausbilden, bei der der Überlappungsbereich einen Kontaktbereich und einen kontaktfreien Bereich aufweist, wobei der Kontaktbereich radial außenseitig des Bolzenschaftes angeordnet ist und der kontaktfreie Bereich radial innenseitig benachbart zu dem Bolzenschaft des Tellerfederzentrierbolzens angeordnet ist.
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Aus der
deutschen Patentanmeldung mit dem Aktenzeichen 10 2013 208 668.7 ist ein Zentrierbolzen bekannt für eine Tellerfeder einer Reibkupplung mit einer Rotationsachse, aufweisend einen Bund zum Führen der axial beweglich gelagerten Tellerfeder, wobei der Bund einen ersten Abschnitt und einen zweiten Abschnitt aufweist, wobei der erste Abschnitt eine erste Außenfläche umfasst, die dazu eingerichtet ist, im Einbau in der Reibkupplung mit der Tellerfeder, wenn die Tellerfeder im ausgerückten Zustand ist, bezogen auf die Rotationsachse radial Kontakt zu bilden, und der zweite Abschnitt eine zweite Außenfläche umfasst, die dazu eingerichtet ist, im Einbau in der Reibkupplung zu der Tellerfeder, wenn die Tellerfeder sich in anderen Zuständen befindet, bezogen auf die Rotationsachse radial kraftlosen Kontakt zu bilden oder zu der Tellerfeder zumindest hin zum Rotationszentrum der Reibkupplung beabstandet zu sein.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine eingangs genannte Reibungskupplungseinrichtung baulich und/oder funktional zu verbessern. Insbesondere sollen die Haltebolzen zum Abstützen von zur Drehachse senkrechten Kräften optimiert sein. Insbesondere sollen die Haltebolzen eine Fixierung mit erhöhter Belastbarkeit aufweisen. Insbesondere sollen Reibkräfte bzw. Bewegungswiderstände an den Haltebolzen reduziert oder vermieden sein.
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Die Lösung der Aufgabe erfolgt mit einer Reibungskupplungseinrichtung, insbesondere für einen Antriebsstrang eines brennkraftmaschinengetriebenen Kraftfahrzeugs, die Reibungskupplungseinrichtung aufweisend eine Drehachse, ein Deckelteil, wenigstens eine zu einer Betätigung zwischen einer eingerückten Betätigungsstellung und einer ausgerückten Betätigungsstellung relativ zu dem Deckelteil in Erstreckungsrichtung der Drehachse verlagerbare Anpressplatte, eine Tellerfeder zur Beaufschlagung der wenigstens einen Anpressplatte und Haltebolzen zum Halten der Tellerfeder, bei der die Haltebolzen jeweils wenigstens einen ersten Abschnitt mit einem ersten Außendurchmesser und wenigstens einen zweiten Abschnitt mit einem gegenüber dem ersten Außendurchmesser verringerten zweiten Außendurchmesser aufweisen und die wenigstens einen ersten Abschnitte dem Deckelteil zugewandt angeordnet sind.
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Der Antriebsstrang kann eine Brennkraftmaschine aufweisen. Der Antriebsstrang kann einen Drehschwingungsdämpfer aufweisen. Der Antriebsstrang kann ein Getriebe aufweisen. Der Antriebsstrang kann wenigstens ein antreibbares Rad aufweisen. Die Reibungskupplungseinrichtung kann in dem Antriebsstrang anordenbar sein. Die Reibungskupplungseinrichtung kann zwischen der Brennkraftmaschine und dem Getriebe anordenbar sein. Die Reibungskupplungseinrichtung kann zwischen dem Drehschwingungsdämpfer und dem Getriebe anordenbar sein.
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Die Reibungskupplungseinrichtung kann ein Eingangsteil aufweisen. Die Reibungskupplungseinrichtung kann wenigstens ein Ausgangsteil aufweisen. Das Deckelteil kann ein Gehäuse der Reibungskupplungseinrichtung bilden. Das Eingangsteil kann mithilfe der Brennkraftmaschine antreibbar sein. Mithilfe des wenigstens einen Ausgangsteils kann das Getriebe antreibbar sein. Die Reibungskupplungseinrichtung kann ein Anfahren sowie einen Wechsel einer Getriebeübersetzung ermöglichen. Die Reibungskupplungseinrichtung kann einen zugkraftunterbrechungsreduzierten oder zugkraftunterbrechungsfreien Wechsel einer Getriebeübersetzung ermöglichen.
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Die Reibungskupplungseinrichtung kann wenigstens eine Reibungskupplung aufweisen. Die Reibungskupplungseinrichtung kann eine Einfachkupplung aufweisen. Die Reibungskupplungseinrichtung kann eine Doppelkupplung aufweisen. Die Reibungskupplungseinrichtung kann wenigstens eine trockene Reibungskupplung aufweisen. Die Reibungskupplungseinrichtung kann wenigstens eine nasse Reibungskupplung aufweisen. Die Reibungskupplungseinrichtung kann wenigstens eine Einscheibenkupplung aufweisen. Die Reibungskupplungseinrichtung kann wenigstens eine Mehrscheibenkupplung aufweisen. Die Reibungskupplungseinrichtung kann wenigstens eine selbsttätig öffnende Reibungskupplung aufweisen. Die Reibungskupplungseinrichtung kann wenigstens eine selbsttätig schließende Reibungskupplung aufweisen. Die Reibungskupplungseinrichtung kann wenigstens eine gedrückte Reibungskupplung aufweisen. Die Reibungskupplungseinrichtung kann wenigstens eine gezogene Reibungskupplung aufweisen. Die Reibungskupplungseinrichtung kann mithilfe eines Kupplungspedals betätigbar sein. Die Reibungskupplungseinrichtung kann automatisiert betätigbar sein.
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Die Reibungskupplungseinrichtung kann ausgehend von einer vollständig ausgerückten Betätigungsstellung, in der zwischen dem Eingangsteil und dem wenigstens einen Ausgangsteil im Wesentlichen keine Leistungsübertragung erfolgt, bis hin zu einer vollständig eingerückten Betätigungsstellung, in der zwischen dem Eingangsteil und dem wenigstens einen Ausgangsteil im Wesentlichen eine vollständige Leistungsübertragung erfolgt, betätigungsabhängig eine zunehmende mechanische Leistungsübertragung ermöglichen, wobei eine Leistungsübertragung zwischen dem Eingangsteil und dem wenigstens einen Ausgangsteil reibschlüssig erfolgt. Umgekehrt kann ausgehend von einer vollständig eingerückten Betätigungsstellung, in der zwischen dem Eingangsteil und dem wenigstens einen Ausgangsteil im Wesentlichen eine vollständige Leistungsübertragung erfolgt, bis hin zu einer vollständig ausgerückten Betätigungsstellung, in der zwischen dem Eingangsteil und dem wenigstens einen Ausgangsteil im Wesentlichen keine Leistungsübertragung erfolgt, betätigungsabhängig eine abnehmende mechanische Leistungsübertragung ermöglicht sein. Eine vollständig eingerückte Betätigungsstellung kann eine geschlossene Betätigungsstellung sein. Eine vollständig ausgerückte Betätigungsstellung kann eine offene Betätigungsstellung sein.
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Die wenigstens eine Anpressplatte und das Deckelteil können miteinander drehfest verbunden sein. Die Reibungskupplungseinrichtung kann wenigstens eine Druckplatte aufweisen. Die wenigstens eine Druckplatte und das Deckelteil können miteinander fest verbunden sein. Die Reibungskupplungseinrichtung kann wenigstens eine Kupplungsscheibe aufweisen. Die wenigstens eine Kupplungsscheibe kann Reibbeläge aufweisen. Die Reibbeläge können bei einem Betrieb der Reibungskupplungseinrichtung einem Verschleiß unterliegen. Die wenigstens eine Kupplungsscheibe kann zur reibschlüssigen Leistungsübertragung zwischen der wenigstens einen Druckplatte und der wenigstens einen Anpressplatte einklemmbar sein. Das Eingangsteil der Reibungskupplungseinrichtung kann das Deckelteil, die wenigstens eine Druckplatte und die wenigstens eine Anpressplatte aufweisen. Das wenigstens eine Ausgangsteil der Reibungskupplungseinrichtung kann die wenigstens eine Kupplungsscheibe aufweisen.
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Die Tellerfeder kann einen Ringabschnitt aufweisen. Der Ringabschnitt kann ein Kraftrand sein. Die Tellerfeder kann Federzungen aufweisen. Die Federzungen können sich ausgehend von dem Ringabschnitt nach radial innen erstrecken. Die Federzungen können in Umfangsrichtung voneinander beabstandet sein. Die Tellerfeder kann zwischen den Federzungen Schlitze aufweisen. Die Tellerfeder kann in einem Übergangsbereich zwischen dem Ringabschnitt und den Federzungen lochartige Ausnehmungen aufweisen. Die lochartige Ausnehmungen Federfenster können auch als Federfenster bezeichnet werden.
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Die Haltebolzen können in den Federfenstern angeordnet sein. Die Tellerfeder kann mit ihren Federfenstern an den Haltebolzen angeordnet sein. Die Tellerfeder kann mit ihren Federfenstern an den Haltebolzen radial anliegend gehalten sein. Die Tellerfeder kann mit ihren Federfenstern an den wenigstens einen ersten Abschnitten der Haltebolzen angeordnet sein. Die wenigstens einen zweiten Abschnitte der Haltebolzen können dazu dienen, ein ungehindertes Verschwenken der Tellerfeder zu ermöglichen.
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Die Haltebolzen können an dem Deckelteil befestigt sein. Die Haltebolzen können mit ihren wenigstens einen ersten Abschnitten an dem Deckelteil befestigt sein. Die Haltebolzen können an der wenigstens einen Anpressplatte befestigt sein. Die wenigstens einen ersten Abschnitte der Haltebolzen können freie Enden der Haltebolzen bilden. Die Haltebolzen können durch Nieten befestigt sein.
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Die wenigstens einen zweiten Abschnitte der Haltebolzen können jeweils eine kegelartige Form oder wenigstens einen kegelartigen Abschnitt aufweisen. Die wenigstens einen zweiten Abschnitte der Haltebolzen können jeweils in einem Umformverfahren hergestellt sein. Die wenigstens einen zweiten Abschnitte der Haltebolzen können jeweils in einem Fließpressverfahren, in einem Rollverfahren oder in einem Verpressverfahren hergestellt sein. Die wenigstens einen zweiten Abschnitte der Haltebolzen können jeweils in einem zerspanenden Fertigungsverfahren, die Drehen, hergestellt sein.
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Die Reibungskupplungseinrichtung kann eine Nachstelleinrichtung aufweisen. Die Nachstelleinrichtung kann dazu dienen, einen Betätigungsbereich der Tellerfeder nachzustellen. Die Nachstelleinrichtung kann wenigsten einen Verstellring aufweisen. Der wenigstens eine Verstellring kann an dem Deckelteil angeordnet sein. Der wenigstens eine Verstellring kann an der wenigstens einen Anpressplatte angeordnet sein.
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Zusammenfassend und mit anderen Worten dargestellt ergibt sich somit durch die Erfindung unter anderem ein Tellerfederbolzen für Kupplungsdruckplatten mit verbessertem Kontakt zu Tellerfederfenstern. Die Tellerfederbolzen können so ausgeformt sein, dass eine große Auflagefläche zur Fixierung vorhanden ist. Gleichzeitig kann durch eine Durchmesserstufung erreicht werden, dass auch bei seitlichem Materialabtrag kein Absatz entsteht, an dem durch Einhaken ein Wiederstand für die Tellerfederbewegung besteht. Entsprechend verschiedener Kupplungstypen (gedrückte/gezogene/zugedrückt Betätigung) und verschiedener
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Anordnungsvarianten der Verschleißnachstellung können sich verschiedene Ausführungsbeispiele ergeben. Die Kupplung kann gezogen oder zugedrückt sein und einen Verstellring an der Anpressplatte aufweisen. Die Kupplung kann gedrückt sein und einen Verstellring an der Anpressplatte aufweisen. Die Kupplung kann gedrückt sein und einen Verstellring an dem Gehäuse aufweisen.
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Die erfindungsgemäße Reibungskupplungseinrichtung ermöglicht mit ihren Haltebolzen ein optimiertes Insbesondere von zur Drehachse senkrechten Kräften. Die Haltebolzen weisen eine Fixierung mit erhöhter Belastbarkeit auf. Reibkräfte bzw. Bewegungswiderstände an den Haltebolzen sind reduziert oder vermieden.
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Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf Figuren näher beschrieben. Aus dieser Beschreibung ergeben sich weitere Merkmale und Vorteile. Konkrete Merkmale dieser Ausführungsbeispiele können allgemeine Merkmale der Erfindung darstellen. Mit anderen Merkmalen verbundene Merkmale dieser Ausführungsbeispiele können auch einzelne Merkmale der Erfindung darstellen.
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Es zeigen schematisch und beispielhaft:
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1 einen im Deckel vernieteten Bolzen, mit stabiler Abstützung durch eine großer Auflagefläche (Blickrichtung radial orientiert),
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2 eine gezogene oder zugedrückte Kupplung, mit Verstellring zwischen Tellerfeder und Anpressplatte und Lagerbolzen am Deckel, Neuzustand der Kupplung (Verschleißbereichsanfang),
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3 eine gezogene oder zugedrückte Kupplung, mit Verstellring zwischen Tellerfeder und Anpressplatte und Lagerbolzen am Deckel (Verschleißbereichsende),
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4 einen im Deckel vernieteten Bolzen, mit großer Auflagefläche (Blickrichtung radial orientiert),
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5 einen Bolzen nur mit Zentrierfunktion,
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6 einen Bolzen mit Zentrierfunktion und zusätzlich axialer Abstützung (axiale Tellerfederlagerung),
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7 eine Alternative für gezogene oder zugedrückte Kupplung, mit Verstellring zwischen Deckel und Tellerfeder und Lagerbolzen an der Anpressplatte, (Verschleißbereichsanfang),
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8 eine Alternative für gezogene oder zugedrückte Kupplung, mit Verstellring zwischen Deckel und Tellerfeder und Lagerbolzen an der Anpressplatte, (Verschleißbereichsende) und
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9 einen Querschnitt einer gedrückten Kupplung mit abgesetzten Bolzendurchmesser.
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1–3 zeigen Varianten für eine gezogene oder zugedrückte Kupplung 100 mit Verstellring 102 an der Anpressplatte 104. Für diese Varianten wird vorgeschlagen, die Tellerfederlagerung (Verdrehsicherung) am Deckel 106 zu fixieren. Die Tellerfeder 108 verändert bei Verschleiß ihren axialen Bewegungsbereich gegenüber diesen Lagerbolzen 110 nicht. Die Bolzen 110 können so geformt sein, dass auch bei seitlichem Materialabtrag keine Stufe die Einrückbewegung der Tellerfeder 108 behindern kann. Gleichzeitig ist der Bolzen 110 so geformt, dass die Kontaktfläche zum Deckel 106 (u.U. relativ weiches Blechteil) eine große Fläche ausbildet. Beim Vernieten ist damit eine ausreichend große (optimal) Abstützfläche 112 gegeben. Weiterhin bietet die große Auflagefläche eine vorteilhafte Abstützung im Betrieb der Kupplung 100 (Abstützung des Momentes gegen die Tellerfederverdrehung). Die Herstellung dieser Bolzenform ist relativ unproblematisch z.B. durch Fließpressen herstellbar.
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4–6 zeigen Varianten für eine gedrückte Kupplung 200, mit Verstellring 202 an der Anpressplatte 204. Für gedrückte Kupplungen 200 wird eine entsprechend große Kontaktfläche 206 zum Deckel 208 vorgeschlagen. Die Bolzen 210 müssen hierzu eine entsprechende Durchmesserstufung aufweisen. Durch diese neu vorgeschlagene Bolzenform ist eine vorteilhaft große Kontaktfläche 206 für die Vernietung und für die Seitenkraftabstützung im Betrieb gegeben. Der Rand des Tellerfederfensters 212 kann aber nicht an einem Absatz der Bolzenseite einhaken. Der Durchmesserabsatz 214 kann relativ einfach auch durch Rollen oder seitliches Verpressen gefertigt werden (prinzipiell z.B. auch durch Drehen zu fertigen). Prinzipiell ist diese Lösung auch für konventionelle Kupplungen (ohne Nachstellung) geeignet. Alternativ kann auch ein Bolzen, bei dem der wenigstens eine zweite Abschnitt an dem Deckel angeordnet ist, mit einer harten Zwischenscheibe kombiniert am Deckel vernietet werden. Es kann so eine relativ stabile Verbindung hergestellt werden. Die Teile selbst sind einfacher herstellbar.
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7–8 zeigen Varianten für eine gezogene oder zugedrückte Kupplung 300, mit Verstellring 302 am Deckel 304. Bei diesen Varianten verändert die Tellerfeder 306 bei Verschleiß ihren axialen Bewegungsbereich gegenüber der Anpressplatte 308 nicht. Deshalb wird vorgeschlagen, die Tellerfederlagerung (Verdrehsicherung) an der Anpressplatte 308 zu fixieren. Die Bolzen 310 müssen hier nicht in der Anpressplatte 308 vernietet werden. Es ist deshalb unproblematisch möglich, die Form der Bolzen 310 so zu gestalten, dass ein Wiederstand durch Einhaken der Tellerfeder 306 vermieden wird. Die Herstellung dieser Bolzenform ist relativ unproblematisch z.B. durch Fließpressen herstellbar. Prinzipiell ist diese Lösung auch für konventionelle Kupplungen (ohne Nachstellung) geeignet.
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9 zeigt einen Querschnitt einer gedrückten Kupplung 400 mit abgesetzten Bolzendurchmesser.
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Bezugszeichenliste
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- 100
- Kupplung
- 102
- Verstellring
- 104
- Anpressplatte
- 106
- Deckel
- 108
- Tellerfeder
- 110
- Lagerbolzen
- 112
- Abstützfläche
- 200
- Kupplung
- 202
- Verstellring
- 204
- Anpressplatte
- 206
- Kontaktfläche
- 208
- Deckel
- 210
- Bolzen
- 212
- Tellerfederfenster
- 214
- Durchmesserabsatz
- 300
- Kupplung
- 302
- Verstellring
- 304
- Deckel
- 306
- Tellerfeder
- 308
- Anpressplatte
- 310
- Bolzen
- 400
- Kupplung
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 102013214702 [0002]
- DE 102012215273 A1 [0003]
- DE 102013218118 [0004]
- DE 102013208668 [0005]