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Stand der Technik
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Es sind bereits Schleifblöcke, insbesondere Handschleifblöcke, mit einer Schleiffläche mit einer anpassbaren Schleifflächengeometrie bekannt.
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Offenbarung der Erfindung
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Die Erfindung geht aus von einem Schleifblock, insbesondere einem Handschleifblock, mit einer Schleiffläche mit einer anpassbaren Schleifflächengeometrie.
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Es wird vorgeschlagen, dass der Schleifblock eine flexible Fluiddruckpolstereinheit umfasst, die zur Anpassung der Schleifflächengeometrie vorgesehen ist. Unter einem „Schleifblock“ soll in diesem Zusammenhang insbesondere ein Körper verstanden werden, der dazu vorgesehen ist, bei einem Schleifen eines Werkstücks ein flexibles Schleifmittel, insbesondere ein Schleifpapier, über ein Werkstück zu führen. Der Schleifblock kann insbesondere dazu vorgesehen sein, auf das Schleifmittel einen Anpressdruck auszuüben, um eine Bearbeitung des Werkstücks durch das Schleifmittel zu erleichtern. Unter einem „Handschleifblock“ soll in diesem Zusammenhang insbesondere ein von einem Benutzer zu einer Bearbeitung des Werkstücks handgeführter Schleifblock verstanden werden. Unter einer „Schleiffläche“ soll in diesem Zusammenhang insbesondere eine Fläche des Schleifblocks verstanden werden, die dazu vorgesehen ist, das Schleifmittel zu führen. Insbesondere kann die Schleiffläche bei der Bearbeitung des Werkstücks einen Anpressdruck zur Bearbeitung des Werkstücks auf das Schleifmittel übertragen. Unter einer „Schleifflächengeometrie“ soll in diesem Zusammenhang insbesondere eine Form der Schleiffläche verstanden sein. Insbesondere kann die Schleiffläche zumindest im Wesentlichen eben, konkav oder konvex sein. Unter einer flexiblen „Fluiddruckpolstereinheit“ soll in diesem Zusammenhang insbesondere ein flexibler Druckbehälter verstanden werden, der seine Gestalt abhängig von einem Differenzdruck zwischen einem Innendruck und einem Außendruck verändern kann. Zumindest eine Seite der Fluiddruckpolstereinheit kann an einem die Schleiffläche bildenden Element angeordnet sein oder bevorzugt als Schleiffläche ausgebildet sein. Eine veränderte Gestalt der Fluiddruckpolstereinheit kann die Schleifflächengeometrie verändern. Die Schleifflächengeometrie kann durch eine Veränderung des Innendrucks der Fluiddruckpolstereinheit vorteilhaft angepasst werden.
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Es wird vorgeschlagen, dass die Schleifflächengeometrie durch eine Anpassung des Innendrucks der Fluiddruckpolstereinheit stufenlos von einer konkaven über eine ebene bis zu einer konvexen Schleifflächengeometrie einstellbar ist. Es kann eine besonders flexible Anpassung der Schleifflächengeometrie an das zu bearbeitende Werkstück erfolgen.
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Es wird vorgeschlagen, dass die Fluiddruckpolstereinheit dazu vorgesehen ist, ein gasförmiges Druckmedium aufzunehmen. Das gasförmige Druckmedium kann insbesondere Luft sein. Das Druckmedium kann besonders leicht verfügbar sein. Der Benutzer kann das Druckmedium zum Beispiel mit einer Handpumpe oder mit Hilfe einer Druckluftanlage unter Druck in die Fluiddruckpolstereinheit einbringen, bis ein gewünschter Innendruck und/oder eine gewünschte Schleifflächengeometrie erreicht ist. Ist für eine gewünschte Schleifflächengeometrie eine Reduktion des Innendrucks erforderlich, kann der Benutzer das Druckmedium einfach in eine Umgebung ablassen. In einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Fluiddruckpolstereinheit dazu vorgesehen ist, eine Flüssigkeit als Druckmedium aufzunehmen. Eine Flüssigkeit kann eine besonders geringe Kompressibilität aufweisen, insbesondere gegenüber einem Gas. Ein sich ändernder Anpressdruck auf das Werkstück kann eine besonders geringe Änderung der Schleifflächengeometrie bewirken.
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Weiter werden zumindest zwei zur Schleiffläche seitliche Schenkel, die zu einer Befestigung eines Schleifmittels vorgesehen sind, vorgeschlagen. Bevorzugt sind die Schenkel gegenüberliegend neben der Schleiffläche angeordnet. Bevorzugt weisen die Schenkel eine zumindest im Wesentlichen ebene Fläche auf. Bevorzugt ist an den Schenkeln ein Klettband befestigt, das zur Befestigung eines Schleifmittels dient. Das Klettband kann an den Schenkeln bevorzugt angeklebt sein. Ein Schleifmittel weist bevorzugt eine geeignete Rückseite auf, die dazu vorgesehen ist, am Klettband befestigt zu werden. Klettbänder sind dem Fachmann bekannt. Es sind auch andere Befestigungsmittel denkbar, wie insbesondere Klebeverbindungen und/oder Klemmverbindungen. Das Schleifmittel kann besonders einfach und zweckmäßig befestigt werden.
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Weiter wird eine an einer der Schleiffläche abgewandten Seite des Schleifblocks angeordnete Griffeinheit vorgeschlagen. Die Griffeinheit kann insbesondere ein pilzförmiges Griffstück aufweisen, das vom Benutzer mit einem Handballen geführt werden kann. Bevorzugt ist die Griffeinheit symmetrisch zu einer Griffachse ausgebildet, die senkrecht zu einem Mittelpunkt der Schleiffläche ausgerichtet ist. Der Schleifblock kann zum Schleifen des Werkstücks besonders komfortabel geführt werden.
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Es wird ein Grundkörper vorgeschlagen, mit dem die seitlichen Schenkel und die Griffeinheit direkt verbunden sind. Besonders bevorzugt sind die Schenkel und/oder die Griffeinheit mit dem Grundkörper einstückig ausgeführt. Bevorzugt wird der Grundkörper zumindest teilweise von einem Kunststoffmaterial, insbesondere einem Thermoplast, gebildet. Kräfte, die dazu erforderlich sind, das Schleifmittel am Schleifblock zu fixieren, können direkt an den Handgriff weitergegeben werden. Die Fluiddruckpolstereinheit übt zumindest im Wesentlichen den Anpressdruck auf das Schleifmittel aus. Die Fluiddruckpolstereinheit kann entlastet werden. Der Schleifblock kann besonders langlebig sein.
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Weiter wird vorgeschlagen, dass die Fluiddruckpolstereinheit zwischen den Schenkeln und dem Grundkörper angeordnet ist. Bevorzugt sind die Schenkel am Grundkörper an einer der Schleiffläche abgewandten Kante elastisch gelagert. Bevorzugt weisen die Schenkel bei befestigtem Schleifmittel eine Vorspannung auf, die das Schleifmittel spannt. Die Fluiddruckpolstereinheit kann wirksam die Schleifflächengeometrie der zwischen den Schenkeln angeordneten Schleiffläche anpassen.
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Weiter wird vorgeschlagen, dass die Fluiddruckpolstereinheit den Grundkörper zumindest teilweise umgibt. Insbesondere kann zwischen Schenkeln und Grundkörper jeweils ein parallel zu den Schenkeln angeordneter Spalt angeordnet sein, in dem die Fluiddruckpolstereinheit teilweise angeordnet ist. Die Fluiddruckpolstereinheit kann besonders sicher am Grundkörper befestigt sein. Die Fluiddruckpolstereinheit kann einen seitlichen Druck auf die Schenkel ausüben. Die Spannung des Klettbands kann erhöht werden. Das Schleifmittel kann besonders sicher geführt werden.
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Weiter wird eine Ventileinheit vorgeschlagen, die zu einer Druckbeaufschlagung und/oder Druckentlastung der Fluiddruckpolstereinheit vorgesehen ist. Bevorzugt ist die Ventileinheit an einer der Schleiffläche abgewandten Seite des Grundkörpers angeordnet und mit der Fluiddruckpolstereinheit verbunden. Der Innendruck in der Fluiddruckpolstereinheit kann besonders komfortabel eingestellt werden.
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Zeichnung
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Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Zeichnungen, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.
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Es zeigt:
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1 eine schematische Darstellung eines Schleifblocks mit einer Fluiddruckpolstereinheit zur Anpassung einer Schleifflächengeometrie,
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2 eine schematische Darstellung des Schleifblocks mit einer ersten Schleifflächengeometrie,
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3 eine schematische Darstellung des Schleifblocks mit einer zweiten Schleifflächengeometrie und
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4 eine schematische Darstellung des Schleifblocks mit einer dritten Schleifflächengeometrie.
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Beschreibung des Ausführungsbeispiels
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1 zeigt einen Schleifblock 10, der als Handschleifblock ausgebildet ist. Der Schleifblock 10 weist eine Schleiffläche 12 mit einer anpassbaren Schleifflächengeometrie 14 auf. An einer der Schleiffläche 12 abgewandten Seite des Schleifblocks 10 ist eine Griffeinheit 24 angeordnet. Die Griffeinheit 24 weist einen Schaft 44 und ein pilzförmiges Griffstück 46 auf. Die Schleiffläche 12 wird von einer der Griffeinheit 24 abgewandten Außenseite einer Fluiddruckpolstereinheit 16 des Schleifblocks 10 gebildet. Die Griffeinheit 24 ist mit einem Grundkörper 26 verbunden. Die Fluiddruckpolstereinheit 16 ist dazu vorgesehen, die Schleifflächengeometrie 14 anzupassen. Die Schleifflächengeometrie 14 kann durch eine Anpassung eines Innendrucks der Fluiddruckpolstereinheit 16 stufenlos von einer konkaven (4) über eine ebene (3) bis zu einer konvexen (2) Schleifflächengeometrie 14 eingestellt werden. Die 3 zeigt dabei eine Schleifflächengeometrie 14, die sich einstellt, wenn die Schleiffläche 12 gegen ein Werkstück gedrückt wird und der Innendruck in der Fluiddruckpolstereinheit 16 geringer ist als ein Anpressdruck gegen das Werkstück.
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In einer in 3 gezeigten Grundstellung ist die Schleiffläche 12 eben. Wird der Innendruck in der Fluiddruckpolstereinheit 16 erhöht, wölbt sich die Schleiffläche 12 nach außen (2). Wird er abgesenkt, wölbt sich die Schleiffläche 12 nach innen. Die Fluiddruckpolstereinheit 16 besteht aus einem elastischen Material, im gezeigten Beispiel aus einem thermoplastischen Elastomer. Die Fluiddruckpolstereinheit 16 ist dazu vorgesehen, ein gasförmiges Druckmedium 18 aufzunehmen. Eine Ventileinheit 28 ist zu einer Druckbeaufschlagung und Druckentlastung der Fluiddruckpolstereinheit 16 vorgesehen. Die Ventileinheit 28 ist an der der Griffeinheit 24 zugewandten Seite des Grundkörpers 26 angeordnet und über einen hier nicht näher dargestellten Strömungskanal mit der Fluiddruckpolstereinheit 16 verbunden. Mit Hilfe einer ebenfalls nicht dargestellten Handpumpe kann ein Benutzer den Druck in der Fluiddruckpolstereinheit 16 über die Ventileinheit 28 erhöhen oder absenken, um eine gewünschte Schleifflächengeometrie 14 einzustellen, in dem Luft als gasförmiges Medium in die Fluiddruckpolstereinheit 16 gepumpt oder abgelassen wird.
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Zwei zur Schleiffläche 12 seitliche Schenkel 20 sind zur Befestigung eines Schleifmittels 22 vorgesehen. Die seitlichen Schenkel 20 sind mit dem Grundkörper 26 verbunden und weisen jeweils an ihren von der Griffeinheit 24 abgewandten Enden zueinander parallele Abschlusskanten 30 auf. Der Grundkörper 26 ist mit der Griffeinheit 24 und den Schenkeln 20 einstückig aus einem Kunststoff, in diesem Beispiel einem Thermoplast, ausgebildet. Der Grundkörper 26 ist mit den Schenkeln 20 aus einem elastischen Material gebildet. Die Schenkel 20 sind in einer kraftlosen Grundstellung ausgehend um einen Winkel 32 nach außen gespreizt. An den beiden Schenkeln 20 ist jeweils ein Klettband 34 angebracht, das an mit der Fluiddruckpolstereinheit 16 abgewandten Außenflächen 36 der Schenkel 20 fest verbunden ist. Im gezeigten Beispiel ist das Klettband 34 an die Außenflächen 36 angeklebt. Am Klettband 34 kann vom Benutzer ein geeignetes Schleifmittel 22 befestigt werden. Das Schleifmittel 22 wird mit zwei gegenüberliegenden Enden an den Klettbändern 34 befestigt und zwischen den Schenkeln 20 über die Schleiffläche 12 gespannt, in dem die Schenkel 20 beim Anbringen des Schleifmittels 22 an den Abschlusskanten 30 etwas aufeinander zu gedrückt werden, so dass sich ein Abstand zwischen den Abschlusskanten 30 der Schenkel 20 verringert. Ist das Schleifmittel 22 angebracht, federn die Schenkel 20 wieder in Richtung ihrer kraftlosen Grundstellung zurück und spannen das Schleifmittel 22.
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Die Fluiddruckpolstereinheit 16 ist zwischen den Schenkeln 20 und dem Grundkörper 26 angeordnet. Dabei umgibt die Fluiddruckpolstereinheit 16 den Grundkörper 26 teilweise. Der Grundkörper 26 weist zwischen den beiden Schenkeln 20 in Richtung der Schleiffläche 12 einen quaderförmigen Vorsprung 38 auf. Zwischen dem Vorsprung 38 und den Schenkeln 20 befindet sich jeweils ein Spalt 40. Die Fluiddruckpolstereinheit 16 umgibt den Vorsprung 38 des Grundkörpers 26 und füllt die Spalte 40 teilweise aus. Ein erhöhter Innendruck in der Fluiddruckpolstereinheit 16 bewirkt in den Spalten 40 eine Kraft gegen Innenflächen 42 der Schenkel 20 und gegen den Vorsprung 38 des Grundkörpers 26, die die Schenkel 20 spreizt und die Spannung im Schleifmittel 22 vorteilhaft erhöht.