DE102008049554A1 - Elektrischer Schalter - Google Patents

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Abstract

Die Erfindung betrifft einen elektrischen Schalter (1) - mit zumindest zwei Schaltkontakten (2, 3) zur Unterbrechung einer ersten Strombahn (5), von denen zumindest ein erster (3) an einem drehbar gelagerten, starren Kontaktglied (6) ausgebildet ist, - mit zumindest einem durch ein Gehäuse (7) begrenzten ersten Schaltraum (8) zur Aufnahme der Schaltkontakte (2, 3) der ersten Strombahn, - mit einem Antriebsmechanismus (9) zum Öffnen und Schließen der Schaltkontakte, - mit einem im Zuge des Antriebsmechanismus angeordneten Schaltschloss (10) zur Freigabe des Antriebsmechanismus und - mit einem die Stellung des Kontaktgliedes erfassenden Auslöser (11), der ein im Schalter bewegliches Auslöseglied aufweist, - bei dem bei elektrodynamischem Rückstoß des Kontaktgliedes aus einer EIN-Stellung in Richtung einer AUS-Stellung das Auslöseglied des Auslösers bei einer vorgegebenen Offen-Stellung des Kontaktgliedes das Schaltschloss betätigt, um den in Gang zu setzen. Um den elektrischen Schalter energie-/stromselektiv zuverlässiger zu gestalten ist vorgesehen, dass der Auslöser (11) zugleich ein Druckauslöser ist, der auf einen im ersten Schaltraum durch einen bei dem elektrodynamischen Rückstoß des Kontaktgliedes gezogenen Lichtbogen erzeugten Überdruck anspricht.

Description

  • Die Erfindung betrifft Elektrischer Schalter mit zumindest zwei Schaltkontakten zur Unterbrechung einer ersten Strombahn, von denen zumindest ein erster an einem drehbar gelagerten, starren Kontaktglied ausgebildet ist, mit zumindest einem durch ein Gehäuse begrenzten ersten Schaltraum zur Aufnahme der Schaltkontakte der ersten Strombahn, mit einem Antriebsmechanismus zum Öffnen und Schließen der Schaltkontakte, mit einem im Zuge des Antriebsmechanismus angeordneten Schaltschloss zur Freigabe des Antriebsmechanismus und mit einem die Stellung des Kontaktgliedes erfassenden Auslöser, der ein im Schalter bewegliches Auslöseglied aufweist, bei dem bei elektrodynamischem Rückstoß des Kontaktgliedes aus einer EIN-Stellung in Richtung einer AUS-Stellung das Auslöseglied des Auslösers bei einer vorgegebenen Offen-Stellung des Kontaktgliedes das Schaltschloss betätigt, um den Antriebsmechanismus zum Öffnen der Schaltkontakte in Gang zu setzen.
  • Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf elektrische Schalter, insbesondere auf Leistungsschalter im Niederspannungsbereich, das heißt bis zu Spannungen von ca. 1000 Volt. Derartige elektrische Schalter sind insbesondere zur Unterbrechung von Strombahnen in einem Kurzschlussfall oder in einem Überstromfall ausgebildet. Weiterhin können die elektrischen Schalter einpolig oder mehrpolig, insbesondere dreipolig, ausgeführt sein. Sie können je Pol ein oder mehrere Schaltkontaktpaare aufweisen. Insbesondere sind die elektrischen Schalter zum Abschalten von Strömen von mehr als 100 A, insbesondere von mehreren kA, ausgelegt.
  • Aus der europäischen Patentschrift EP 1 208 576 B1 und aus der Druckschrift WO 2006/053619 A1 sind elektrische Schalter mit Isolierstoffgehäuse bekannt, die jeweils pro Pol zumindest einen feststehenden und einen beweglichen Schaltkontakt umfassen, die federnd gegeneinander gedrückt sind. Bei beiden Schaltern bildet jeweils ein drehbares starres Kontaktglied den Träger des beweglichen Kontaktes. Bei dem in der Patentschrift EP 1 208 576 B1 gezeigten Schalter ist das Kontaktglied eine als zweiarmiger Kontakthebel ausgebildete Kontaktbrücke, die an ihren beiden freien Enden jeweils einen beweglichen Kontakt in Form eines Kontaktstückes trägt. Bei dem in der Druckschrift WO 2006/053619 A1 gezeigten Schalter ist das Kontaktglied ein einarmiger Kontakthebel, der an seinem freien Ende den beweglichen Kontakt in Form eines Kontaktstückes trägt. Die Schaltkontakte können unter der Einwirkung elektrodynamischer Rückstoßkräfte getrennt werden. Wenn der die Schaltkontakte durchfließende Strom einen bestimmten Schwellwert überschreitet wird das bewegliche Kontaktglied aus einer EIN-Stellung in eine AUS-Stellung überführt, um so eine Begrenzung des genannten Stroms zu bewirken. Die elektrischen Schalter umfassen jeweils einen Antriebsmechanismus zum Öffnen und Schließen der Schaltkontakte und einen Auslöser, der die Stellung des die beweglichen Schaltkontakte tragenden Kontaktgliedes erfasst. Bei elektrodynamischem Rückstoß des Kontaktgliedes aus seiner EIN-Stellung in Richtung seiner AUS-Stellung betätigt das Auslöseglied des Auslösers bei einer vorgegebenen Offen-Stellung des Kontaktgliedes das Schaltschloss, und setzt damit den Antriebsmechanismus zum Öffnen der Schaltkontakte in Gang. Sobald das Schaltschloss freigegeben ist verlieren Kontaktträger, die in jedem Pol die Kontaktglieder tragen – hier jeweils in Form eines Schaltwellensegmentes – ihre Abstützung im Antriebsmechanismus und werden, die Kontaktglieder zum Öffnen der Kontakte mit sich reißend, aus einer EIN-Position in eine AUS-Position überführt.
  • Die betrachteten elektrischen Schalter sind sogenannte strombegrenzende elektrische Schalter. Bei diesen elektrischen Schaltern, beispielsweise in Form von MCCB's (Molded Case Circuit Breakers) wird der zu unterbrechende Strom unterbrochen, bevor er seinen Maximalwert erreicht, indem die Schalt kontakte durch elektromagnetische Abstoßung benachbarter Leiter auseinander gestoßen werden und so der Strom unterbrochen wird.
  • Alternativ oder zusätzlich können die Schaltkontakte z. B. mittels eines vorzugsweise elektromagnetisch betätigbaren Aktors betätigt werden. Der Aktor kann z. B. durch ein Überlast- und/oder Kurzschluss-Erfassungsglied angesteuert werden.
  • Im Bereich der Schaltkontakte ist typischerweise ein Löschpaket zur Kühlung des heißen Lichtbogenplasmas beim Öffnen der Schaltkontakte vorhanden. Durch die Herabkühlung des Plasmas wird die elektrische Leitfähigkeit derart herabgesetzt, dass die zur Aufrechterhaltung des Lichtbogens benötigte Spannung nicht mehr ausreichend ist. Der Lichtbogen reißt ab und der Strom wird unterbrochen.
  • Die begrenzende Wirkung im Kurzschlussfall wird also durch die schnelle Öffnung der Schaltkontakte hervorgerufen. Tritt ein Kurzschluss z. B. nur in einem der Schaltpole eines mehrpoligen Schalters auf, so wird beispielsweise in der oben beschriebenen Weise dafür Sorge getragen, dass nicht nur der betroffene, sondern nachgeordnet alle Schaltpole des Schalters geöffnet werden.
  • Bei einer gestaffelten Anordnung von mehreren elektrischen Schaltern unterschiedlichen Nennstroms in einem Verteilernetz, bei der üblicherweise der verbrauchernahste Schalter für den kleinsten und der verbraucherfernste Schalter für den höchsten Nennstrom ausgelegt ist, wird ein energie-/stromselektives Verhalten der in unterschiedlichen Hierarchieebenen des Verteilernetzes angeordneten Schalter angestrebt. Das bedeutet, dass beispielsweise bei einem Kurz schluss in einem Verbraucher nur der verbrauchernahste Schalter abschalten soll. Die Schaltkontakte des in der Netzhierarchie nächst höheren Schalters dürfen zwar vorübergehend öffnen, sollen aber nach der Abschaltung des verbrauchernahsten Schalters wieder Strom führen, um ein Abschalten anderer Verbraucher zu verhindern.
  • Schwierig gestaltet sich dabei die Abstimmung der in den verschiedenen Hierarchieebenen abgeordneten Schalter. Das im Zuge des Antriebsmechanismus des verbrauchernahsten Schalters angeordnete Schaltschloss muss sicher ein Ausschaltsignal erhalten. Das Schaltschloss, das im Zuge des Antriebsmechanismus des nächst höheren Schalters angeordnet ist, darf aber kein Ausschaltsignal erhalten, auch wenn sich seine Schaltkontakte vorübergehend geöffnet haben.
  • Bei den eingangs genannten elektrischen Schaltern gemäß der EP 1 208 576 B1 und der WO 2006/053619 A1 bildet eine sich über alle Pole des jeweiligen Schalters erstreckende Auslösewelle das Auslöseglied. Dieses Auslösewelle ist bei den genannten bekannten Schaltern jeweils über mehrere Zwischenglieder vom beweglichen Kontaktglied drehbar. Die Bewegung des beweglichen Kontaktgliedes, das den beweglichen Kontakt trägt, wird also über mehrere weitere Glieder an die Auslösewelle übertragen, die das Schaltschloss zum Öffnen der Schaltkontakte aller Pole freigibt. Diese mehrstufige Übertragungskette führt zu einem entsprechend breiten Toleranzbereich und kann zu Überschneidungen zwischen den Schaltern verschiedener Hierarchieebenen und damit zum ungewollten Abschalten eines dem verbrauchernahen Schalter nachgeordneter Schalter führen.
  • Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es eine Aufgabe der Erfindung, einen alternativen elektrischen Schalter anzugeben.
  • Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, einen energie-/stromselektiv zuverlässiger auslösenden elektrischen Schalter anzugeben.
  • Die Aufgabe der Erfindung wird durch einen elektrischen Schalter mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den abhängigen Ansprüchen 2 bis 6 angegeben.
  • Erfindungsgemäß ist der Auslöser ein Druckauslöser, der auf einen im ersten Schaltraum durch einen bei dem elektrodynamischen Rückstoß des Kontaktgliedes gezogenen Lichtbogen erzeugten Überdruck anspricht.
  • Ein derartiger Druckauslöser zur Selektivauslösung ist an sich aus der Druckschrift DE 691 10 540 T2 bekannt. Dieser Druckauslöser nutzt den kurzzeitigen Überdruck in dem Schaltraum des elektrischen Schalters beim Öffnen unter Last (Lichtbogen). Dabei wird in einer über eine Druckleitung angesteuerten Druckkammer ein gefederter Hebel vom Druck bewegt, sobald das durch die Feder aufgebrachte Drehmoment überwunden ist.
  • Um eine exakte Selektivauslösung zu realisieren ist eine äußerst exakte Abstimmung der Druck auswertenden Komponenten erforderlich. Die im Weiteren beschriebene in der 2 gezeigte Funktion Druck pro Zeit macht diese Zusammenhänge deutlich.
  • Im Unterschied zu den genannten Schaltern, die entweder nur eine durch die Bewegung des beweglichen Kontaktgliedes initiierte Abschaltung des Schalters oder nur durch den Überdruck initiierte Abschaltung des Schalters vorsehen, liegt der Vorteil des erfindungsgemäßen Schalters gerade in der Kombination dieser beiden Wirkungsweisen. Bei dieser Kombination wird die Bewegung des Kontaktgliedes genutzt, um bei einer präzise vorbestimmten Offen-Stellung des Kontaktgliedes den durch den Lichtbogen erzeugten Überdruck auf den Druckauslöser zu leiten.
  • Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Druckauslöser eine Druckleitung aufweist, die über eine erste Öffnung in den ersten Schaltraum mündet.
  • Dabei kann die erste Öffnung in der EIN-Stellung des Kontaktgliedes von dem Kontaktglied verschlossen und erst bei einer vorgegebenen Offen-Stellung des Kontaktgliedes zum Erfassen des Überdruckes freigegeben ist.
  • Der Auslöser kann aber auch ein im Schalter bewegbares, in die Bewegungsbahn des Kontaktgliedes ragendes Zwischenglied aufweist, dass die erste Öffnung unter Vorspannung einer Feder verschließt, wobei das Kontaktglied das Zwischenglied derart bewegt, dass die erste Öffnung bei einer vorgegebenen Offen-Stellung des Kontaktgliedes zum Erfassen des Überdruckes freigegeben ist. Dieses Zwischenglied kann ein im Schalter drehbar gelagerter Hebel oder ein im Schalter verschiebbar geführter Stößel sein.
  • Die Erfindung sowie vorteilhaft Ausführungen der Erfindung werden im Weiteren anhand der nachfolgenden Figuren beschrieben. Es zeigen:
  • 1 eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen elektrischen Schalters
  • 2 die Druck-Zeit-Kennlinien eines mit einem herkömmlichen Druckauslöser ausgestatteten Schalters und die Druck-Zeit-Kennlinie des erfindungsgemäßen Schalters und
  • 3 bis 5 drei Ausführungsformen des erfindungsgemäßen elektrischen Schalters.
  • Die 1 zeigt einen elektrischer Schalter 1 mit einem als Ganzes mit 2 bezeichneten Schaltkontaktsystem, dass zwei Paare von Schaltkontakten 3, 4 zur Unterbrechung einer ersten Strombahn 5 eines ersten Schaltpoles aufweist. Bewegliche erste 3 der Schaltkontakte sind dabei in Form eines Kontaktstückes an einem drehbar gelagerten, starren Kontaktglied 6 ausgebildet. Ihnen zugeordnet sind feststehende zweite 4 der Schaltkontakte. Der elektrische Schalter 1 weist einen durch ein Gehäuse 7 begrenzten ersten Schaltraum 8 zur Aufnahme der Schaltkontakte 3, 4 der ersten Strombahn 5, einen Antriebsmechanismus 9 zum Öffnen und Schließen der Schaltkontakte 3, 4 und ein im Zuge des Antriebsmechanismus 9 angeordnetes Schaltschloss 10 zur Freigabe des Antriebsmechanismus 9 auf. Der Schalter weist parallel zum gezeigten ersten Schaltraum 8 weitere nicht weiter dargestellte Schalträume auf, in denen Schaltkontakte weiterer Schaltpole angeordnet sind.
  • Der elektrische Schalter 1 weist mehrere Auslöser auf, die einen Auslösemechanismus zum Öffnen des Schaltschlosses 10 und damit zur Freigabe des Antriebsmechanismus 9 bilden. Insbesondere ist ein die Stellung des Kontaktgliedes 6 erfassender Auslöser 11 vorgesehen, der zugleich ein Druckauslöser ist, der also auf einen Überdruck anspricht, der im ersten Schaltraum durch einen bei dem elektrodynamischen Rückstoß des Kontaktgliedes gezogenen Lichtbogen erzeugt wird.
  • Weiterhin sind als Überlastauslöser ein thermischer Auslöser 12 und ein elektromagnetischer Auslöser 13 sowie als manueller Auslöser eine Handhabe 14 vorgesehen.
  • Die 2 zeigt die Druck-Zeit-Kennlinien des aus der Druckschrift DE 691 10 540 T2 bekannten, mit einem herkömmlichen Druckauslöser ausgestatteten elektrischen Schalter sowie die Druck-Zeit-Kennlinien 16 des erfindungsgemäßen Schalters, bei dem eine Druckleitung erst bei Erreichen einer definierten Offen-Stellung freigegeben wird, ein Druckanstieg in der Druckleitung also erst dann möglich ist.
  • Die 3 zeigt einen Ausschnitt einer ersten Ausführungsform 101 des erfindungsgemäßen elektrischen Schalters. Hier ist das Kontaktglied 6, das die bewegbaren der Schaltkontakte trägt, in einem Kontaktträger – hier in Form eines Schaltwellensegmentes 17 – um eine Achse 18 drehbar gelagert. Das Schaltwellensegment 17 ist seinerseits mittels eines im Zuge des Antriebsmechanismus angeordneten Antriebsgliedes in Form zweier Schaltwellenstäbe 19 in Richtung eines mit 20 bezeichneten Pfeils um die Achse 18 drehbar und dabei aus einer EIN-Position in eine AUS-Position überführbar. Hierzu ist die Freigabe des Schaltschlosses 10 erforderlich, wobei sowohl der bereits genannte, die Stellung des Kontaktgliedes 6 erfassende Auslöser 11, als auch weitere Auslöser das Öffnen des Schaltschlosses 10 und damit die Freigabe des Antriebsmechanismus bewirken können.
  • Bei elektrodynamischem Rückstoß des Kontaktgliedes 6, bei dem das Schaltwellensegment 17 zunächst in seiner EIN-Position verbleibt, schwenkt das Kontaktglied 6 in dem Schaltwellensegment 17 um die Achse 18 aus einer EIN-Stellung in Richtung einer AUS-Stellung. Dabei betätigt ein Auslöseglied 21 des Auslösers 11 bei einer vorgegebenen Offen-Stellung des Kontaktgliedes 6 das Schaltschloss 10, um den Antriebsmechanismus zum Öffnen der Schaltkontakte in Gang zu setzen.
  • Der Auslöser 11 weist eine Druckleitung 21 auf, die über eine erste Öffnung 22 in den ersten Schaltraum 8 mündet.
  • Diese erste Öffnung 22 ist in der EIN-Stellung des Kontaktgliedes von dem Kontaktglied 6 verschlossen und erst bei einer vorgegebenen Offen-Stellung des Kontaktgliedes 6 zum Erfassen des Überdruckes in dem Schaltraum 8 freigegeben.
  • Gemäß der 4 und 5, die weitere Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Schalters zeigen, weist der Auslöser ein im Schalter bewegbares, in die Bewegungsbahn des Kontaktgliedes ragendes Zwischenglied aufweist, dass die erste Öffnung unter Vorspannung einer Feder verschließt, wobei das Kontaktglied das Zwischenglied derart bewegt, dass die erste Öffnung bei einer vorgegebenen Offen-Stellung des Kontaktgliedes zum Erfassen des Überdruckes freigegeben ist.
  • Gemäß der 4 ist dieses Zwischenglied bei einer zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schalters ein im Schalter drehbar gelagerter Hebel 24.
  • Bei der in der 5 gezeigten dritten Ausführungsform des erfindungsgemäßen elektrischen Schalters ist dieses Zwischenglied ein im Schalter verschiebbar geführter Stößel 25.
  • Im Folgenden werden die vier Zustände der Öffnungssteuerung beschrieben, die bei allen drei gezeigten Ausführungsformen möglich sind:
    Bei einem ersten Zustand, bei dem die Schaltkontakte geschlossen sind, befindet sich das Kontaktglied in seiner EIN-Stellung und die Öffnung zur Druckleitung ist geschlossen.
  • Bei einem zweiten Zustand, bei dem die Schaltkontakte leicht geöffnet sind, bei dem der Öffnungswinkel aber kleiner als ein vorgegebener Auslösewinkel ist, ist die Öffnung der Druckleitung weiterhin geschlossen. Damit gelang der durch den Lichtbogen erzeugte Überdruck in dem ersten Schaltraum nicht zum Auslöseglied des Druckauslösers und eine Auslösung ist nicht möglich.
  • Bei einem dritten Zustand, bei dem der Öffnungswinkel größer als der vorgegebene Auslösewinkel ist, und bei dem der Überdruck im Schaltraum einen vorgegebenen Schwellwert über schreitet, wird die Öffnung zur Druckleitung freigegeben und der Schalter wird ausgelöst.
  • Bei einem vierten Zustand, bei dem zwar der Öffnungswinkel größer als der vorgegebene Auslösewinkel ist, bei dem aber der Überdruck im Schaltraum den vorgegebenen Schwellwert nicht überschreitet, wird die Öffnung zur Druckleitung zwar freigegeben der Schalter wird aber nicht ausgelöst.
  • Vorteilhaft bei dieser Lösung ist die Auslösung als Funktion von Kontakthebel-Öffnungswinkel und der Höhe des Überdruckes im Schaltraum. Bei dieser Lösung weist die Druck-Zeit-Kennlinie eine erhöhte Steilheit auf und ermöglicht so ein präziseres Auslöseverhalten gegenüber dem bekannten Druckauslöser. Dadurch ist ein enger Nennstromabstand in der Selektivitätskette erreichbar.
  • Die Winkelstellung des Kontaktgliedes kann als Energieäquivalenz der Schaltleistung angesehen werden und ist daher als Auslösesignal verwendbar, um verbesserte Ebergieselektivität zu gewährleisten. Ein weiterer Vorteil ist die kostengünstige Realisierung.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - EP 1208576 B1 [0003, 0003, 0010]
    • - WO 2006/053619 A1 [0003, 0003, 0010]
    • - DE 69110540 T2 [0015, 0028]

Claims (6)

  1. Elektrischer Schalter (1) – mit zumindest zwei Schaltkontakten (2, 3) zur Unterbrechung einer ersten Strombahn (5), von denen zumindest ein erster (3) an einem drehbar gelagerten, starren Kontaktglied (6) ausgebildet ist, – mit zumindest einem durch ein Gehäuse (7) begrenzten ersten Schaltraum (8) zur Aufnahme der Schaltkontakte (2, 3) der ersten Strombahn, – mit einem Antriebsmechanismus (9) zum öffnen und Schließen der Schaltkontakte, – mit einem im Zuge des Antriebsmechanismus angeordneten Schaltschloss (10) zur Freigabe des Antriebsmechanismus und – mit einem die Stellung des Kontaktgliedes erfassenden Auslöser (11), der ein im Schalter bewegliches Auslöseglied aufweist, – bei dem bei elektrodynamischem Rückstoß des Kontaktgliedes aus einer EIN-Stellung in Richtung einer AUS-Stellung das Auslöseglied des Auslösers bei einer vorgegebenen Offen-Stellung des Kontaktgliedes das Schaltschloss betätigt, um den Antriebsmechanismus zum öffnen der Schaltkontakte in Gang zu setzen, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslöser (11) zugleich ein Druckauslöser ist, der auf einen im ersten Schaltraum durch einen bei dem elektrodynamischen Rückstoß des Kontaktgliedes gezogenen Lichtbogen erzeugten Überdruck anspricht.
  2. Elektrischer Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslöser (11) eine Druckleitung (21) aufweist, die über eine erste Öffnung (22) in den ersten Schaltraum mündet.
  3. Elektrischer Schalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Öffnung in der EIN-Stellung des Kontaktgliedes von dem Kontaktglied verschlossen und erst bei einer vorgegebenen Offen-Stellung des Kontaktgliedes zum Erfassen des Überdruckes freigegeben ist.
  4. Elektrischer Schalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslöser ein im Schalter bewegbares, in die Bewegungsbahn des Kontaktgliedes ragendes Zwischenglied aufweist, dass die erste Öffnung unter Vorspannung einer Feder verschließt, wobei das Kontaktglied das Zwischenglied derart bewegt, dass die erste Öffnung bei einer vorgegebenen Offen-Stellung des Kontaktgliedes zum Erfassen des Überdruckes freigegeben ist.
  5. Elektrischer Schalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenglied ein im Schalter drehbar gelagerter Hebel ist.
  6. Elektrischer Schalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenglied ein im Schalter verschiebbar geführter Stößel ist.
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