DE10104191A1 - Rotordüse - Google Patents

Rotordüse

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    • B05SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05BSPRAYING APPARATUS; ATOMISING APPARATUS; NOZZLES
    • B05B3/00Spraying or sprinkling apparatus with moving outlet elements or moving deflecting elements
    • B05B3/02Spraying or sprinkling apparatus with moving outlet elements or moving deflecting elements with rotating elements
    • B05B3/04Spraying or sprinkling apparatus with moving outlet elements or moving deflecting elements with rotating elements driven by the liquid or other fluent material discharged, e.g. the liquid actuating a motor before passing to the outlet
    • B05B3/0417Spraying or sprinkling apparatus with moving outlet elements or moving deflecting elements with rotating elements driven by the liquid or other fluent material discharged, e.g. the liquid actuating a motor before passing to the outlet comprising a liquid driven rotor, e.g. a turbine
    • B05B3/0429Spraying or sprinkling apparatus with moving outlet elements or moving deflecting elements with rotating elements driven by the liquid or other fluent material discharged, e.g. the liquid actuating a motor before passing to the outlet comprising a liquid driven rotor, e.g. a turbine the rotating outlet elements being directly attached to the rotor or being an integral part thereof
    • B05B3/043Rotor nozzles

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Rotordüse mit einem in einem Düsengehäuse angeordneten Rotor, der an seinem zu einer Auslaßöffnung des Düsengehäuses weisenden vorderen Ende mit einer in einem Napflager abgestützten Düse versehen ist und im Bereich des hinteren Endes eine Zuströmöffnung aufweist, über die im Betrieb ein in das Düsengehäuse eingeleitetes Fluid in einen die Zuströmöffnung mit der Düse verbindenden Kanal des Rotors einströmt, wobei der Rotor zwischen der Zuströmöffnung und der Düse wenigstens eine in den Kanal mündende und drehzahlabhängig zwischen einer geschlosssenen und einer offenen Stellung umsteuerbare Bypassöffnung aufweist.

Description

Die Erfindung betrifft eine Rotordüse mit einem in einem Düsengehäuse angeordneten Rotor, der an seinem zu einer Auslaßöffnung des Düsenge­ häuses weisenden vorderen Ende mit einer in einem Napflager abgestütz­ ten Düse versehen ist und im Bereich des hinteren Endes eine Zuström­ öffnung aufweist, über die im Betrieb ein in das Düsengehäuse eingeleite­ tes Fluid in einen die Zuströmöffnung mit der Düse verbindenden Kanal des Rotors einströmt.
Derartige Rotordüsen sind grundsätzlich bekannt und dienen beispiels­ weise in Hochdruckreinigungsgeräten dazu, Wasser unter hohem Druck in Form eines Kegelstrahls auszustoßen.
Rotordüsen werden auch in Kraftfahrzeug-Waschanlagen eingesetzt. Hier besteht das Problem, daß bei z. B. verschleißbedingten Störungen der Ro­ tor nicht mehr ordnungsgemäß rotiert. Dadurch wird die Energie des aus­ gestoßenen Wasserstrahls auf eine kleinere Fläche als im Normalbetrieb konzentriert, was zu Beschädigungen am Fahrzeug führen kann. Beson­ ders kritisch sind die in der Praxis möglichen Fälle, in denen der Rotor zum Stillstand kommt und die gesamte Strahlenergie in einem Punkt­ strahl konzentriert wird, der Schäden am Fahrzeug bzw. an Fahrzeugtei­ len verursachen kann.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Rotordüse der eingangs genann­ ten Art zu schaffen, bei der Störungen in der Rotation des Rotors zu keinen gefahrträchtigen Situationen führen können sowie schnell und ein­ fach erkennbar sind.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt ausgehend von einer Rotordüse der ein­ gangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch, daß der Rotor zwischen der Zuströmöffnung und der Düse wenigstens eine in den Kanal münden­ de und drehzahlabhängig zwischen einer geschlossenen und einer offenen Stellung umsteuerbare Bypassöffnung aufweist.
Erfindungsgemäß kann bei auftretenden Störungen in der Rotation des Rotors die Bypassöffnung geöffnet werden. Das über die Bypassöffnung zusätzlich in den Kanal des Rotors einströmende Fluid stört die Kanal­ strömung, so daß kein definierter Strahl mehr ausgestoßen wird. Der Strahl wird auf diese Weise derart aufgerissen, daß das ausgestoßene Fluid über eine große Fläche verteilt auf die zu behandelnde Fläche, z. B. eine zu reinigende Kraftfahrzeug-Oberfläche, auftrifft. Ein zu hoher Strahldruck auf der zu behandelnden Oberfläche wird durch die erfin­ dungsgemäße Umsteuerung wirksam vermieden.
Ein Vorteil besteht darin, daß eine Rotordüse mit aufgerissenem Strahl, also eine Rotordüse, bei der die Rotation des Rotors gestört ist, optisch gut erkennbar ist. Ein weiterer Vorteil ist, daß eine mit einer Vielzahl von er­ findungsgemäßen Rotordüsen ausgestattete Waschanlage nicht wegen nur einer in der Funktion gestörten Rotordüse abgeschaltet zu werden braucht. Die leicht durch ihr schlechtes Spritzbild identifizierbare defekte Rotordüse braucht also erst bei der nächsten Betriebspause ausgewech­ selt zu werden.
Die Erfindung ermöglicht es außerdem, die Rotordüse gezielt so zu betrei­ ben, daß bei einer vergleichsweise niedrigen Drehzahl die Bypassöffnung freigegeben ist, um das Fluid, dem beispielsweise chemische Zusätze zu­ gegeben werden, bewußt mit einem "schlechten" Strahl und damit einem geringen Strahldruck auf die jeweilige Oberfläche aufzubringen. Die Erfin­ dung ermöglicht so z. B. Chemiebehandlungen mit einem weichen Strahl vor und/oder nach Reinigungsphasen mit einem harten Kegelstrahl.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Bypassöff­ nung ein auf dem Rotor axial verschiebliches Schaltorgan zugeordnet, das in Abhängigkeit von der drehzahlabhängigen Winkelstellung des Rotors verstellbar ist und die Bypassöffnung entweder freigibt oder verschließt.
Bei Störungen in der Rotation des Rotors, die mit einer Abnahme der Drehzahl des Rotors verbunden sind, verringert sich die auf den Rotor wirkende Zentrifugalkraft, so daß sich der Rotor in Richtung der Mittel­ achse des Düsengehäuses neigt, d. h. der Winkel zwischen der Längsachse des Rotors und der Mittelachse des Düsengehäuses kleiner wird. Diese Änderung in der Winkelstellung des Rotors wird zum Auslösen eines Schaltvorgangs ausgenutzt, indem mit dem relativ zum Rotor beweglichen Schaltorgan die Bypassöffnung in Abhängigkeit von der Drehzahl und so­ mit von der Winkelstellung des Rotors entweder freigegeben oder ver­ schlossen wird. Die Erfindung ermöglicht es also, eine Drehzahlabnahme des Rotors automatisch in eine die Bypassöffnung freigebende Schaltbe­ wegung des Schaltorgans umzusetzen.
Bevorzugt ist es, wenn das Schaltorgan gegen eine bezüglich des Düsen­ gehäuses stationäre Steuerfläche vorgespannt ist. Die Steuerfläche kann zumindest teilweise von der Innenwand des Düsengehäuses gebildet und als eine gegenüber der Mittelachse des Düsengehäuses geneigte Schräg­ fläche ausgebildet sein. Wenn bei abnehmender Drehzahl der Rotor sich in Richtung der Mittelachse neigt, dann folgt das gegen die Steuerfläche vor­ gespannte Schaltorgan dem Verlauf der Steuerfläche. Durch die Form der Steuerfläche kann somit diejenige Winkelstellung und somit Drehzahl des Rotors vorgegeben werden, ab der die Bypassöffnung nicht mehr von dem sich relativ zum Rotor bewegenden Schaltorgan verschlossen ist.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Schaltorgan mittels einer Feder vorgespannt, wobei die Feder zwischen zwei den Rotor paßgenau umgebenden hülsenförmigen Elementen ange­ ordnet ist. Dabei ist durch die Feder ein vorderes hülsenförmiges Element in Richtung der Auslaßöffnung und ein das Schaltorgan bildendes hinte­ res hülsenförmiges Element gegen die Steuerfläche vorgespannt.
Der Rotor befindet sich hierbei innerhalb einer zweigeteilten Hülse, die durch die Feder in dem Düsengehäuse verspannt ist.
Weitere bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Un­ teransprüchen, der Beschreibung sowie der Zeichnung angegeben.
Die Erfindung wird im folgenden beispielhaft unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine geschnittene Seitenansicht einer Rotordüse gemäß einer Ausführungsform der Erfindung mit verschlossener Bypassöffnung des Rotors, und
Fig. 2 eine Ansicht entsprechend Fig. 1 mit freigegebener Bypassöff­ nung des Rotors.
Die in Fig. 1 dargestellte erfindungsgemäße Rotordüse umfaßt ein Düsen­ gehäuse 10, das an seinem vorderen Ende eine Auslaßöffnung 14 aufweist und in dessen hinteres offenes Ende ein Anschlußstopfen 44 einge­ schraubt ist. Über den Anschlußstopfen 44 ist die Rotordüse an eine Fluidzufuhr anschließbar. Hierzu wird eine Zuleitung, die beispielsweise Bestandteil einer Kraftfahrzeug-Waschanlage ist, in den Anschlußstopfen 44 geschraubt, so daß ein Fluid, beispielsweise Wasser, über einen An­ schlußraum 46 und einen Einströmkanal 48 mit einer tangentialen Kom­ ponente in den im folgenden auch als Rotorraum bezeichneten Innenraum des Düsengehäuses 10 einströmen kann.
Der Anschlußstopfen 44 weist eine dem Rotorraum zugewandte, senkrecht zu einer Mittelachse 30 des Düsengehäuses 10 verlaufende Anschlagflä­ che 50 für einen im Rotorraum angeordneten Rotor 18 auf, der durch über den Einströmkanal 48 einströmendes Fluid in Rotation versetzt wird. In Fig. 1 ist der Rotor 18 in einer Normalbetriebsstellung gezeigt, in der er mit einer Nenndrehzahl, die beispielsweise im Bereich von 1000 bis 1500 U/min liegt, umläuft und der Winkel zwischen einer Längsachse 52 des Rotors 18 und der Mittelachse 30 des Düsengehäuses 10 maximal ist.
Der als Hohlzylinder ausgebildete Rotor 18 weist an seinem hinteren Ende eine Zuströmöffnung 24 auf und ist an seinem vorderen Ende mit einer Düse 20 versehen, die sich an einem Napflager 22 abstützt. Das Napflager 22 ist in einem Halteelement 54 zentriert gehalten, das im Bereich der Auslaßöffnung 14 des Düsengehäuses 10 angeordnet ist. Das Innere des Rotors 18 bildet einen Strömungskanal 16, durch den im Betrieb das Fluid von der Zuströmöffnung 24 zur Düse 20 strömt.
Die Abdichtung des Rotorraumes erfolgt im Bereich des Halteelementes 54 und des Anschlußstopfens 44 jeweils über einen O-Dichtring 56.
Der Rotor 18 ist paßgenau von zwei hülsenförmigen Elementen 42, 26 umgeben, wobei das hintere hülsenförmige Element als ein Schaltorgan 26 dient, das im folgenden näher erläutert wird. Zwischen den beiden Elementen 42, 26 ist eine Druckfeder 40 angeordnet, die auf Hülsenab­ schnitten 43, 32 reduzierter Wandstärke sitzt und sich an Schultern 45, 27 der Elemente 42, 26 abstützt.
Durch die Feder 40 werden das hülsenförmige Element 42 und das Schaltorgan 26 auseinandergedrückt, so daß das vordere Element 42 in Richtung der Auslaßöffnung 14 gegen das Halteelement 54 und das Schaltorgan 26 nach hinten gegen die Innenwand des Düsengehäuses 10 vorgespannt wird. Die das Element 42, das Schaltorgan 26 und die Feder 40 umfassende, im Betrieb gemeinsam mit dem Rotor 18 rotierende An­ ordnung ist somit zwischen der Innenwand des Düsengehäuses 10 und dem Halteelement 54 eingespannt.
Das hülsenförmige Element 42 greift mit seinem vorderen Ende in eine zwischen der Innenwand des Düsengehäuses 10 und dem Napflager 22 vorhandene Umfangsnut ein.
Das Schaltorgan 26 wirkt über sein hinteres Ende mit einer zur Mittel­ achse 30 des Düsengehäuses 10 geneigten ringförmigen Schrägfläche der Innenwand des Düsengehäuses 10 zusammen. Diese Schrägfläche wird im folgenden als Steuerfläche 28 bezeichnet. Der hintere Bereich des Schaltorgans 26 ist komplementär zur Innenwand des Düsengehäuses 10 im Bereich der Steuerfläche 28 geformt, so daß das Schaltorgan 26 in der Normalbetriebsstellung gemäß Fig. 1 mit seinen Außenseiten flächig an der Innenwand des Düsengehäuses 10 anliegt. Im Rotationsbetrieb wird das Schaltorgan 26 durch die Feder 40 in axialer Richtung und durch die Zentrifugalkraft in radialer Richtung gegen die schräge Steuerfläche 28 und eine Anschlagfläche 29 der Innenwand gedrückt.
Das Schaltorgan 26 weist an einem sich an den Hülsenabschnitt 32 an­ schließenden und den Rotor 18 nach hinten verlängernden Kappenab­ schnitt 34 eine Einströmöffnung 36 auf, über die im Betrieb das Fluid aus dem Rotorraum in den Kanal 16 des Rotors 18 strömt. Bevor das über die Einströmöffnung 36 einströmende Fluid die Zuströmöffnung 24 des Ro­ tors 18 erreicht, durchläuft es einen im Kappenabschnitt 34 des Schaltor­ gans 26 ausgebildeten Gleichrichterbereich 38. Durch den Gleichrichter­ bereich 38 wird das über die Einströmöffnung 36 einströmende Fluid be­ ruhigt.
In der Seitenwand des Rotors 18 ist eine Bypassöffnung 12 ausgebildet, die in Form einer Bohrung mit kreisförmigem Querschnitt vorgesehen ist. Die Bypassöffnung 12 ist derart ausgeführt, daß durch die Bypassöffnung 12 strömendes Fluid bezüglich des Rotors 18 eine tangentiale Komponente besitzt. Alternativ könnte die Bypassöffnung 12 erfindungsgemäß auch in Form einer Radialbohrung vorgesehen sein, um eine bezogen auf die Längsachse 52 radiale Fluidströmung durch die Bypassöffnung 12 zu er­ möglichen. Des weiteren ist es auch möglich, den Rotor 18 mit mehr als einer Bypassöffnung 12 zu versehen.
In der Normalbetriebsstellung gemäß Fig. 1 ist die Bypassöffnung 12 durch den vorderen Endbereich des Hülsenabschnitts 32 des Schaltor­ gans 26 verschlossen. Die Fluidströmung durch den Kanal 16 ist folglich ungestört, so daß mit dem über die Düse 20 ausgestoßenen Kegelstrahl ein einwandfreies Spritzbild erzielt wird. In dieser Stellung ist das Schal­ torgan 26 gegen die Kraft der Feder 40 so weit auf den Rotor 18 gescho­ ben, daß zwischen dem Kappenabschnitt 34 und dem hinteren Ende des Rotors 18 kein oder allenfalls ein kleiner axialer Zwischenraum vorhanden ist. Das Fluid kann somit ungestört aus dem Gleichrichterbereich 38 des Kappenabschnitts 34 in den Kanal 16 des Rotors 18 einströmen.
Des weiteren ist in diesem Betriebszustand kein oder allenfalls ein kleiner axialer Zwischenraum zwischen den Hülsenabschnitten 43 und 32 vor­ handen, so daß der Rotor 18 praktisch vollständig innerhalb der von dem hülsenförmigen Element 42 und dem Schaltorgan 26 gebildeten zweige­ teilten Hülse angeordnet ist.
Wenn die Drehzahl des Rotors 18 während des Betriebs beispielsweise aufgrund von Verschleißerscheinungen im Bereich der Düse 20 bzw. des Napflagers 22 oder aufgrund eines Abfalls des Systemdrucks abnimmt, wird aufgrund der damit verbundenen Abnahme der auf den Rotor 18 wirkenden Zentrifugalkraft der Winkel zwischen der Längsachse 52 des Rotors 18 und der Mittelachse 30 des Düsengehäuses 10 kleiner. Der langsamer werdende Rotor 18 neigt sich also in Richtung der Mittelachse 30 und das nach hinten vorgespannte Schaltorgan 26 rutscht dabei mit einer Kante 25 an der Steuerfläche 28 entlang, bis es mit seinem hinteren Ende die Anschlagfläche 50 des bezüglich des Düsengehäuses 10 axial fest eingesetzten Anschlußstopfens 44 berührt. Diese Betriebsstellung des Rotors 18 mit minimalem Neigungswinkel ist in Fig. 2 dargestellt. Bei frei­ gegebener Bypassöffnung 12 ist somit zwischen dem hinteren Ende des Rotors 18 und dem Kappenabschnitt 34 des Schaltorgans 26 ein axialer Zwischenraum 58 vorhanden.
Sobald der Rotor 18 die Normalbetriebsstellung gemäß Fig. 1 verläßt, be­ rührt das Schaltorgan 26 die Steuerfläche 28 nur noch über die Kante 25 und somit an einem linienförmigen Kontaktbereich.
Durch die Kippbewegung des Rotors 18 in Richtung der Mittelachse 30 des Düsengehäuses 10 wird das Schaltorgan 26 von der Feder 40 relativ zum nach wie vor mit der Düse 20 im Napflager 22 sitzenden Rotor 18 nach hinten geschoben. Dadurch wird bei einer bestimmten Schaltwinkel­ stellung, der eine bestimmte Schaltdrehzahl entspricht, des Rotors 18 die Bypassöffnung 12 durch den nach hinten geschobenen Hülsenabschnitt 32 des Schaltorgans 26 freigegeben. Das im Rotorraum unter Druck ste­ hende Fluid strömt nun zusätzlich über die Bypassöffnung 12 in den Ka­ nal 16 des Rotors 18 und stört die von der Zuströmöffnung 24 kommende Kanalströmung 16 derart, daß der über die Auslaßöffnung 14 ausgesto­ ßene Strahl aufgerissen wird. Durch die Freigabe der Bypassöffnung 12 wird somit auf ein schlechtes Spritzbild umgeschaltet, das keinen schar­ fen Strahl mehr liefert.
Wenn ausgehend von dem Zustand gemäß Fig. 2 beispielsweise nach ei­ nem vorherigen Druckabfall der normale Systemdruck wiederhergestellt wird, dann ist so lange ein schlechtes Spritzbild, d. h. kein scharfer Strahl, vorhanden, bis aufgrund der zunehmenden Drehzahl des Rotors 18 dieser sich von der Mittelachse 30 des Düsengehäuses 10 weg so weit nach au­ ßen bewegt, daß das an der Steuerfläche 28 entlanggleitende Schaltorgan 26 weiter in Richtung der Düse 20 auf den Rotor 18 und über die Bypass­ öffnung 12 geschoben wird.
Erfindungsgemäß kann die Rotordüse gezielt über längere Zeit in der Be­ triebsstellung gemäß Fig. 2 mit vergleichsweise geringer Drehzahl betrie­ ben werden, um beispielsweise ein mit chemischen Zusätzen versetztes Fluid in Form eines aufgerissenen weichen Strahls über die Auslaßöffnung 14 auszustoßen.
Die erfindungsgemäße Rotordüse kann besonders vorteilhaft in Fahrzeug- Waschanlagen eingesetzt werden, da im Fall von zu einer Abnahme der Drehzahl des Rotors 18 führenden Funktionsstörungen keine hohen, zu Beschädigungen der Fahrzeuge führenden Strahldrücke entstehen. Für diese Anwendung kann die erfindungsgemäße Rotordüse für einen Be­ triebsdruck von etwa 60 bis 80 bar ausgelegt sein, wobei die Drehzahl des Rotors 18 im Normalbetrieb gemäß Fig. 1 über 1000 U/min und insbe­ sondere im Bereich von 1000 bis 1500 U/min liegt und die Freigabe der Bypassöffnung 12 etwa bei einer im Bereich von 900 bis 700 U/min und insbesondere bevorzugt bei etwa 800 U/min liegenden Drehzahl des Ro­ tors 18 erfolgt.
Bezugszeichenliste
10
Düsengehäuse
12
Bypassöffnung
14
Auslaßöffnung
16
Kanal
18
Rotor
20
Düse
22
Napflager
24
Zuströmöffnung
25
Kante
26
Schaltorgan
27
Schulter
28
Steuerfläche
29
Anschlagfläche
30
Mittelachse
32
Hülsenabschnitt
34
Kappenabschnitt
36
Einströmöffnung
38
Gleichrichterbereich
40
Feder
42
hülsenförmiges Element
43
Hülsenabschnitt
44
Anschlußstopfen
45
Schulter
46
Anschlußraum
48
Einströmkanal
50
Anschlagfläche
52
Längsachse
54
Halteelement
56
O-Dichtring

Claims (18)

1. Rotordüse mit einem in einem Düsengehäuse (10) angeordneten Rotor (18), der an seinem zu einer Auslaßöffnung (14) des Düsenge­ häuses (10) weisenden vorderen Ende mit einer in einem Napflager (22) abgestützten Düse (20) versehen ist und im Bereich des hinte­ ren Endes eine Zuströmöffnung (24) aufweist, über die im Betrieb ein in das Düsengehäuse (10) eingeleitetes Fluid in einen die Zu­ strömöffnung (24) mit der Düse (20) verbindenden Kanal (16) des Rotors (18) einströmt, dadurch gekennzeichnet, daß der Rotor (18) zwischen der Zuströmöffnung (24) und der Düse (20) wenigstens eine in den Kanal (16) mündende und drehzahlab­ hängig zwischen einer geschlossenen und einer offenen Stellung umsteuerbare Bypassöffnung (12) aufweist.
2. Rotordüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bypassöffnung (12) ein auf dem Rotor (18) axial verschiebli­ ches Schaltorgan (26) zugeordnet ist, das in Abhängigkeit von der drehzahlabhängigen Winkelstellung des Rotors (18) verstellbar ist und die Bypassöffnung (12) entweder freigibt oder verschließt.
3. Rotordüse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltorgan (26) gegen eine bezüglich des Düsengehäuses (10) stationäre Steuerfläche (28) vorgespannt ist, die bevorzugt zu­ mindest teilweise von der Innenwand des Düsengehäuses (10) gebil­ det ist.
4. Rotordüse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerfläche (28) zumindest teilweise von einer gegenüber einer Mittelachse (30) des Düsengehäuses (10) geneigten Schrägflä­ che gebildet ist.
5. Rotordüse nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schaltorgan (26) mittels einer Feder (40), insbesondere einer Druckfeder, vorgespannt ist.
6. Rotordüse nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Feder (40) zwischen zwei den Rotor (18) bevorzugt paßge­ nau umgebenden hülsenförmigen Elementen (42, 26) angeordnet ist, wobei durch die Feder (40) ein vorderes hülsenförmiges Element (42) in Richtung der Auslaßöffnung (14) und ein ein Schaltorgan (26) bildendes hinteres hülsenförmiges Element gegen eine Steuer­ fläche (28) vorgespannt ist, und wobei bevorzugt ein die Bypassöff­ nung (12) enthaltener Umfangsbereich des Rotors (18) bei freigegebener Bypassöffnung (12) in dem Zwischenraum zwischen den bei­ den hülsenförmigen Elementen (42, 26) gelegen ist.
7. Rotordüse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Rotor (18) bei verschlossener Bypassöffnung (12) im we­ sentlichen vollständig von den beiden hülsenförmigen Elementen (42, 26) umgeben ist.
8. Rotordüse nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß bei freigegebener Bypassöffnung (12) im wesentlichen nur ein die Bypassöffnung (12) enthaltener Umfangsbereich des Rotors (18) außerhalb der beiden hülsenförmigen Elemente (42, 26) gelegen ist.
9. Rotordüse nach zumindest einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (40) zumindest einen Teil eines Hülsenabschnitts (32) des Schaltorgans (26) bevorzugt paßgenau umgibt und sich mit ih­ rem hinteren Ende an einer Schulter (27) des Schaltorgans (26) ab­ stützt.
10. Rotordüse nach zumindest einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Feder (40) mit ihrem vorderen Ende über ein den Rotor (18) bevorzugt paßgenau umgebendes hülsenförmiges Element (42) am Düsengehäuse (10) abstützt, wobei bevorzugt das hülsenförmige Element (42) mit seinem vorderen Ende in eine Umfangsnut zwi­ schen dem Düsengehäuse (10) und dem Napflager (22) eingreift.
11. Rotordüse nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schaltorgan (26) einen den Rotor (18) nach hinten verlän­ gernden Kappenabschnitt (34) umfaßt.
12. Rotordüse nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Kappenabschnitt (34) zumindest eine Einströmöffnung (36) aufweist, über die im Betrieb das Fluid in den Rotor (18) einströmt, wobei bevorzugt der Kappenabschnitt (34) einen der Zuströmöffnung (24) des Rotors (18) in Strömungsrichtung vorgelagerten Gleich­ richterbereich (38) aufweist.
13. Rotordüse nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bypassöffnung (12) in einer Seitenwand des Rotors (18) ausgebildet und insbesondere in Form einer Bohrung mit kreisför­ migem Querschnitt vorgesehen ist.
14. Rotordüse nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Strömungsquerschnitt der Bypassöffnung (12) kleiner, ins­ besondere wesentlich kleiner als der des Kanals (16) des Rotors (18) ist.
15. Rotordüse nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bypassöffnung (12) derart ausgeführt ist, daß im Betrieb bei freigegebener Bypassöffnung (12) das Fluid bezüglich des Rotors (18) in tangentialer Richtung durch die Bypassöffnung (12) strömt.
16. Rotordüse nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie für einen Normalbetrieb mit verschlossener Bypassöffnung (12) ausgelegt ist, in dem die Drehzahl des Rotors (18) mehr als 1000 U/min beträgt und bevorzugt etwa im Bereich von 1000 bis 1500 U/min liegt.
17. Rotordüse nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie für einen Normalbetrieb mit verschlossener Bypassöffnung (12) ausgelegt ist, in dem ein Betriebsdruck von etwa 60 bis 80 bar herrscht.
18. Rotordüse nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bypassöffnung (12) ab einer Drehzahl des Rotors (18) von etwa 900 bis 700 U/min. bevorzugt von etwa 800 U/min. freigege­ ben ist.
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US7235897B2 (en) 2003-02-13 2007-06-26 Hitachi, Ltd. Power supply unit for automobiles, which can provide braking force even when abnormality occurs in the power supply unit of electrically driven brake devices
WO2008004030A1 (en) * 2006-06-30 2008-01-10 Nilfisk-Alto A/S Rotating nozzle
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