DE10104191A1 - Rotordüse - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Rotordüse mit einem in einem Düsengehäuse angeordneten Rotor, der an seinem zu einer Auslaßöffnung des Düsengehäuses weisenden vorderen Ende mit einer in einem Napflager abgestützten Düse versehen ist und im Bereich des hinteren Endes eine Zuströmöffnung aufweist, über die im Betrieb ein in das Düsengehäuse eingeleitetes Fluid in einen die Zuströmöffnung mit der Düse verbindenden Kanal des Rotors einströmt, wobei der Rotor zwischen der Zuströmöffnung und der Düse wenigstens eine in den Kanal mündende und drehzahlabhängig zwischen einer geschlosssenen und einer offenen Stellung umsteuerbare Bypassöffnung aufweist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Rotordüse mit einem in einem Düsengehäuse
angeordneten Rotor, der an seinem zu einer Auslaßöffnung des Düsenge
häuses weisenden vorderen Ende mit einer in einem Napflager abgestütz
ten Düse versehen ist und im Bereich des hinteren Endes eine Zuström
öffnung aufweist, über die im Betrieb ein in das Düsengehäuse eingeleite
tes Fluid in einen die Zuströmöffnung mit der Düse verbindenden Kanal
des Rotors einströmt.
Derartige Rotordüsen sind grundsätzlich bekannt und dienen beispiels
weise in Hochdruckreinigungsgeräten dazu, Wasser unter hohem Druck
in Form eines Kegelstrahls auszustoßen.
Rotordüsen werden auch in Kraftfahrzeug-Waschanlagen eingesetzt. Hier
besteht das Problem, daß bei z. B. verschleißbedingten Störungen der Ro
tor nicht mehr ordnungsgemäß rotiert. Dadurch wird die Energie des aus
gestoßenen Wasserstrahls auf eine kleinere Fläche als im Normalbetrieb
konzentriert, was zu Beschädigungen am Fahrzeug führen kann. Beson
ders kritisch sind die in der Praxis möglichen Fälle, in denen der Rotor
zum Stillstand kommt und die gesamte Strahlenergie in einem Punkt
strahl konzentriert wird, der Schäden am Fahrzeug bzw. an Fahrzeugtei
len verursachen kann.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Rotordüse der eingangs genann
ten Art zu schaffen, bei der Störungen in der Rotation des Rotors zu keinen
gefahrträchtigen Situationen führen können sowie schnell und ein
fach erkennbar sind.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt ausgehend von einer Rotordüse der ein
gangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch, daß der Rotor zwischen
der Zuströmöffnung und der Düse wenigstens eine in den Kanal münden
de und drehzahlabhängig zwischen einer geschlossenen und einer offenen
Stellung umsteuerbare Bypassöffnung aufweist.
Erfindungsgemäß kann bei auftretenden Störungen in der Rotation des
Rotors die Bypassöffnung geöffnet werden. Das über die Bypassöffnung
zusätzlich in den Kanal des Rotors einströmende Fluid stört die Kanal
strömung, so daß kein definierter Strahl mehr ausgestoßen wird. Der
Strahl wird auf diese Weise derart aufgerissen, daß das ausgestoßene
Fluid über eine große Fläche verteilt auf die zu behandelnde Fläche, z. B.
eine zu reinigende Kraftfahrzeug-Oberfläche, auftrifft. Ein zu hoher
Strahldruck auf der zu behandelnden Oberfläche wird durch die erfin
dungsgemäße Umsteuerung wirksam vermieden.
Ein Vorteil besteht darin, daß eine Rotordüse mit aufgerissenem Strahl,
also eine Rotordüse, bei der die Rotation des Rotors gestört ist, optisch gut
erkennbar ist. Ein weiterer Vorteil ist, daß eine mit einer Vielzahl von er
findungsgemäßen Rotordüsen ausgestattete Waschanlage nicht wegen nur
einer in der Funktion gestörten Rotordüse abgeschaltet zu werden
braucht. Die leicht durch ihr schlechtes Spritzbild identifizierbare defekte
Rotordüse braucht also erst bei der nächsten Betriebspause ausgewech
selt zu werden.
Die Erfindung ermöglicht es außerdem, die Rotordüse gezielt so zu betrei
ben, daß bei einer vergleichsweise niedrigen Drehzahl die Bypassöffnung
freigegeben ist, um das Fluid, dem beispielsweise chemische Zusätze zu
gegeben werden, bewußt mit einem "schlechten" Strahl und damit einem
geringen Strahldruck auf die jeweilige Oberfläche aufzubringen. Die Erfin
dung ermöglicht so z. B. Chemiebehandlungen mit einem weichen Strahl
vor und/oder nach Reinigungsphasen mit einem harten Kegelstrahl.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Bypassöff
nung ein auf dem Rotor axial verschiebliches Schaltorgan zugeordnet, das
in Abhängigkeit von der drehzahlabhängigen Winkelstellung des Rotors
verstellbar ist und die Bypassöffnung entweder freigibt oder verschließt.
Bei Störungen in der Rotation des Rotors, die mit einer Abnahme der
Drehzahl des Rotors verbunden sind, verringert sich die auf den Rotor
wirkende Zentrifugalkraft, so daß sich der Rotor in Richtung der Mittel
achse des Düsengehäuses neigt, d. h. der Winkel zwischen der Längsachse
des Rotors und der Mittelachse des Düsengehäuses kleiner wird. Diese
Änderung in der Winkelstellung des Rotors wird zum Auslösen eines
Schaltvorgangs ausgenutzt, indem mit dem relativ zum Rotor beweglichen
Schaltorgan die Bypassöffnung in Abhängigkeit von der Drehzahl und so
mit von der Winkelstellung des Rotors entweder freigegeben oder ver
schlossen wird. Die Erfindung ermöglicht es also, eine Drehzahlabnahme
des Rotors automatisch in eine die Bypassöffnung freigebende Schaltbe
wegung des Schaltorgans umzusetzen.
Bevorzugt ist es, wenn das Schaltorgan gegen eine bezüglich des Düsen
gehäuses stationäre Steuerfläche vorgespannt ist. Die Steuerfläche kann
zumindest teilweise von der Innenwand des Düsengehäuses gebildet und
als eine gegenüber der Mittelachse des Düsengehäuses geneigte Schräg
fläche ausgebildet sein. Wenn bei abnehmender Drehzahl der Rotor sich in
Richtung der Mittelachse neigt, dann folgt das gegen die Steuerfläche vor
gespannte Schaltorgan dem Verlauf der Steuerfläche. Durch die Form der
Steuerfläche kann somit diejenige Winkelstellung und somit Drehzahl des
Rotors vorgegeben werden, ab der die Bypassöffnung nicht mehr von dem
sich relativ zum Rotor bewegenden Schaltorgan verschlossen ist.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das
Schaltorgan mittels einer Feder vorgespannt, wobei die Feder zwischen
zwei den Rotor paßgenau umgebenden hülsenförmigen Elementen ange
ordnet ist. Dabei ist durch die Feder ein vorderes hülsenförmiges Element
in Richtung der Auslaßöffnung und ein das Schaltorgan bildendes hinte
res hülsenförmiges Element gegen die Steuerfläche vorgespannt.
Der Rotor befindet sich hierbei innerhalb einer zweigeteilten Hülse, die
durch die Feder in dem Düsengehäuse verspannt ist.
Weitere bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Un
teransprüchen, der Beschreibung sowie der Zeichnung angegeben.
Die Erfindung wird im folgenden beispielhaft unter Bezugnahme auf die
Zeichnung beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine geschnittene Seitenansicht einer Rotordüse gemäß einer
Ausführungsform der Erfindung mit verschlossener
Bypassöffnung des Rotors, und
Fig. 2 eine Ansicht entsprechend Fig. 1 mit freigegebener Bypassöff
nung des Rotors.
Die in Fig. 1 dargestellte erfindungsgemäße Rotordüse umfaßt ein Düsen
gehäuse 10, das an seinem vorderen Ende eine Auslaßöffnung 14 aufweist
und in dessen hinteres offenes Ende ein Anschlußstopfen 44 einge
schraubt ist. Über den Anschlußstopfen 44 ist die Rotordüse an eine
Fluidzufuhr anschließbar. Hierzu wird eine Zuleitung, die beispielsweise
Bestandteil einer Kraftfahrzeug-Waschanlage ist, in den Anschlußstopfen
44 geschraubt, so daß ein Fluid, beispielsweise Wasser, über einen An
schlußraum 46 und einen Einströmkanal 48 mit einer tangentialen Kom
ponente in den im folgenden auch als Rotorraum bezeichneten Innenraum
des Düsengehäuses 10 einströmen kann.
Der Anschlußstopfen 44 weist eine dem Rotorraum zugewandte, senkrecht
zu einer Mittelachse 30 des Düsengehäuses 10 verlaufende Anschlagflä
che 50 für einen im Rotorraum angeordneten Rotor 18 auf, der durch
über den Einströmkanal 48 einströmendes Fluid in Rotation versetzt wird.
In Fig. 1 ist der Rotor 18 in einer Normalbetriebsstellung gezeigt, in der er
mit einer Nenndrehzahl, die beispielsweise im Bereich von 1000 bis 1500 U/min
liegt, umläuft und der Winkel zwischen einer Längsachse 52 des
Rotors 18 und der Mittelachse 30 des Düsengehäuses 10 maximal ist.
Der als Hohlzylinder ausgebildete Rotor 18 weist an seinem hinteren Ende
eine Zuströmöffnung 24 auf und ist an seinem vorderen Ende mit einer
Düse 20 versehen, die sich an einem Napflager 22 abstützt. Das Napflager
22 ist in einem Halteelement 54 zentriert gehalten, das im Bereich der
Auslaßöffnung 14 des Düsengehäuses 10 angeordnet ist. Das Innere des
Rotors 18 bildet einen Strömungskanal 16, durch den im Betrieb das
Fluid von der Zuströmöffnung 24 zur Düse 20 strömt.
Die Abdichtung des Rotorraumes erfolgt im Bereich des Halteelementes 54
und des Anschlußstopfens 44 jeweils über einen O-Dichtring 56.
Der Rotor 18 ist paßgenau von zwei hülsenförmigen Elementen 42, 26
umgeben, wobei das hintere hülsenförmige Element als ein Schaltorgan
26 dient, das im folgenden näher erläutert wird. Zwischen den beiden
Elementen 42, 26 ist eine Druckfeder 40 angeordnet, die auf Hülsenab
schnitten 43, 32 reduzierter Wandstärke sitzt und sich an Schultern 45,
27 der Elemente 42, 26 abstützt.
Durch die Feder 40 werden das hülsenförmige Element 42 und das
Schaltorgan 26 auseinandergedrückt, so daß das vordere Element 42 in
Richtung der Auslaßöffnung 14 gegen das Halteelement 54 und das
Schaltorgan 26 nach hinten gegen die Innenwand des Düsengehäuses 10
vorgespannt wird. Die das Element 42, das Schaltorgan 26 und die Feder
40 umfassende, im Betrieb gemeinsam mit dem Rotor 18 rotierende An
ordnung ist somit zwischen der Innenwand des Düsengehäuses 10 und
dem Halteelement 54 eingespannt.
Das hülsenförmige Element 42 greift mit seinem vorderen Ende in eine
zwischen der Innenwand des Düsengehäuses 10 und dem Napflager 22
vorhandene Umfangsnut ein.
Das Schaltorgan 26 wirkt über sein hinteres Ende mit einer zur Mittel
achse 30 des Düsengehäuses 10 geneigten ringförmigen Schrägfläche der
Innenwand des Düsengehäuses 10 zusammen. Diese Schrägfläche wird
im folgenden als Steuerfläche 28 bezeichnet. Der hintere Bereich des
Schaltorgans 26 ist komplementär zur Innenwand des Düsengehäuses 10
im Bereich der Steuerfläche 28 geformt, so daß das Schaltorgan 26 in der
Normalbetriebsstellung gemäß Fig. 1 mit seinen Außenseiten flächig an
der Innenwand des Düsengehäuses 10 anliegt. Im Rotationsbetrieb wird
das Schaltorgan 26 durch die Feder 40 in axialer Richtung und durch die
Zentrifugalkraft in radialer Richtung gegen die schräge Steuerfläche 28
und eine Anschlagfläche 29 der Innenwand gedrückt.
Das Schaltorgan 26 weist an einem sich an den Hülsenabschnitt 32 an
schließenden und den Rotor 18 nach hinten verlängernden Kappenab
schnitt 34 eine Einströmöffnung 36 auf, über die im Betrieb das Fluid aus
dem Rotorraum in den Kanal 16 des Rotors 18 strömt. Bevor das über die
Einströmöffnung 36 einströmende Fluid die Zuströmöffnung 24 des Ro
tors 18 erreicht, durchläuft es einen im Kappenabschnitt 34 des Schaltor
gans 26 ausgebildeten Gleichrichterbereich 38. Durch den Gleichrichter
bereich 38 wird das über die Einströmöffnung 36 einströmende Fluid be
ruhigt.
In der Seitenwand des Rotors 18 ist eine Bypassöffnung 12 ausgebildet,
die in Form einer Bohrung mit kreisförmigem Querschnitt vorgesehen ist.
Die Bypassöffnung 12 ist derart ausgeführt, daß durch die Bypassöffnung
12 strömendes Fluid bezüglich des Rotors 18 eine tangentiale Komponente
besitzt. Alternativ könnte die Bypassöffnung 12 erfindungsgemäß auch in
Form einer Radialbohrung vorgesehen sein, um eine bezogen auf die
Längsachse 52 radiale Fluidströmung durch die Bypassöffnung 12 zu er
möglichen. Des weiteren ist es auch möglich, den Rotor 18 mit mehr als
einer Bypassöffnung 12 zu versehen.
In der Normalbetriebsstellung gemäß Fig. 1 ist die Bypassöffnung 12
durch den vorderen Endbereich des Hülsenabschnitts 32 des Schaltor
gans 26 verschlossen. Die Fluidströmung durch den Kanal 16 ist folglich
ungestört, so daß mit dem über die Düse 20 ausgestoßenen Kegelstrahl
ein einwandfreies Spritzbild erzielt wird. In dieser Stellung ist das Schal
torgan 26 gegen die Kraft der Feder 40 so weit auf den Rotor 18 gescho
ben, daß zwischen dem Kappenabschnitt 34 und dem hinteren Ende des
Rotors 18 kein oder allenfalls ein kleiner axialer Zwischenraum vorhanden
ist. Das Fluid kann somit ungestört aus dem Gleichrichterbereich 38 des
Kappenabschnitts 34 in den Kanal 16 des Rotors 18 einströmen.
Des weiteren ist in diesem Betriebszustand kein oder allenfalls ein kleiner
axialer Zwischenraum zwischen den Hülsenabschnitten 43 und 32 vor
handen, so daß der Rotor 18 praktisch vollständig innerhalb der von dem
hülsenförmigen Element 42 und dem Schaltorgan 26 gebildeten zweige
teilten Hülse angeordnet ist.
Wenn die Drehzahl des Rotors 18 während des Betriebs beispielsweise
aufgrund von Verschleißerscheinungen im Bereich der Düse 20 bzw. des
Napflagers 22 oder aufgrund eines Abfalls des Systemdrucks abnimmt,
wird aufgrund der damit verbundenen Abnahme der auf den Rotor 18
wirkenden Zentrifugalkraft der Winkel zwischen der Längsachse 52 des
Rotors 18 und der Mittelachse 30 des Düsengehäuses 10 kleiner. Der
langsamer werdende Rotor 18 neigt sich also in Richtung der Mittelachse
30 und das nach hinten vorgespannte Schaltorgan 26 rutscht dabei mit
einer Kante 25 an der Steuerfläche 28 entlang, bis es mit seinem hinteren
Ende die Anschlagfläche 50 des bezüglich des Düsengehäuses 10 axial
fest eingesetzten Anschlußstopfens 44 berührt. Diese Betriebsstellung des
Rotors 18 mit minimalem Neigungswinkel ist in Fig. 2 dargestellt. Bei frei
gegebener Bypassöffnung 12 ist somit zwischen dem hinteren Ende des
Rotors 18 und dem Kappenabschnitt 34 des Schaltorgans 26 ein axialer
Zwischenraum 58 vorhanden.
Sobald der Rotor 18 die Normalbetriebsstellung gemäß Fig. 1 verläßt, be
rührt das Schaltorgan 26 die Steuerfläche 28 nur noch über die Kante 25
und somit an einem linienförmigen Kontaktbereich.
Durch die Kippbewegung des Rotors 18 in Richtung der Mittelachse 30
des Düsengehäuses 10 wird das Schaltorgan 26 von der Feder 40 relativ
zum nach wie vor mit der Düse 20 im Napflager 22 sitzenden Rotor 18
nach hinten geschoben. Dadurch wird bei einer bestimmten Schaltwinkel
stellung, der eine bestimmte Schaltdrehzahl entspricht, des Rotors 18 die
Bypassöffnung 12 durch den nach hinten geschobenen Hülsenabschnitt
32 des Schaltorgans 26 freigegeben. Das im Rotorraum unter Druck ste
hende Fluid strömt nun zusätzlich über die Bypassöffnung 12 in den Ka
nal 16 des Rotors 18 und stört die von der Zuströmöffnung 24 kommende
Kanalströmung 16 derart, daß der über die Auslaßöffnung 14 ausgesto
ßene Strahl aufgerissen wird. Durch die Freigabe der Bypassöffnung 12
wird somit auf ein schlechtes Spritzbild umgeschaltet, das keinen schar
fen Strahl mehr liefert.
Wenn ausgehend von dem Zustand gemäß Fig. 2 beispielsweise nach ei
nem vorherigen Druckabfall der normale Systemdruck wiederhergestellt
wird, dann ist so lange ein schlechtes Spritzbild, d. h. kein scharfer Strahl,
vorhanden, bis aufgrund der zunehmenden Drehzahl des Rotors 18 dieser
sich von der Mittelachse 30 des Düsengehäuses 10 weg so weit nach au
ßen bewegt, daß das an der Steuerfläche 28 entlanggleitende Schaltorgan
26 weiter in Richtung der Düse 20 auf den Rotor 18 und über die Bypass
öffnung 12 geschoben wird.
Erfindungsgemäß kann die Rotordüse gezielt über längere Zeit in der Be
triebsstellung gemäß Fig. 2 mit vergleichsweise geringer Drehzahl betrie
ben werden, um beispielsweise ein mit chemischen Zusätzen versetztes
Fluid in Form eines aufgerissenen weichen Strahls über die Auslaßöffnung
14 auszustoßen.
Die erfindungsgemäße Rotordüse kann besonders vorteilhaft in Fahrzeug-
Waschanlagen eingesetzt werden, da im Fall von zu einer Abnahme der
Drehzahl des Rotors 18 führenden Funktionsstörungen keine hohen, zu
Beschädigungen der Fahrzeuge führenden Strahldrücke entstehen. Für
diese Anwendung kann die erfindungsgemäße Rotordüse für einen Be
triebsdruck von etwa 60 bis 80 bar ausgelegt sein, wobei die Drehzahl des
Rotors 18 im Normalbetrieb gemäß Fig. 1 über 1000 U/min und insbe
sondere im Bereich von 1000 bis 1500 U/min liegt und die Freigabe der
Bypassöffnung 12 etwa bei einer im Bereich von 900 bis 700 U/min und
insbesondere bevorzugt bei etwa 800 U/min liegenden Drehzahl des Ro
tors 18 erfolgt.
10
Düsengehäuse
12
Bypassöffnung
14
Auslaßöffnung
16
Kanal
18
Rotor
20
Düse
22
Napflager
24
Zuströmöffnung
25
Kante
26
Schaltorgan
27
Schulter
28
Steuerfläche
29
Anschlagfläche
30
Mittelachse
32
Hülsenabschnitt
34
Kappenabschnitt
36
Einströmöffnung
38
Gleichrichterbereich
40
Feder
42
hülsenförmiges Element
43
Hülsenabschnitt
44
Anschlußstopfen
45
Schulter
46
Anschlußraum
48
Einströmkanal
50
Anschlagfläche
52
Längsachse
54
Halteelement
56
O-Dichtring
Claims (18)
1. Rotordüse mit einem in einem Düsengehäuse (10) angeordneten
Rotor (18), der an seinem zu einer Auslaßöffnung (14) des Düsenge
häuses (10) weisenden vorderen Ende mit einer in einem Napflager
(22) abgestützten Düse (20) versehen ist und im Bereich des hinte
ren Endes eine Zuströmöffnung (24) aufweist, über die im Betrieb
ein in das Düsengehäuse (10) eingeleitetes Fluid in einen die Zu
strömöffnung (24) mit der Düse (20) verbindenden Kanal (16) des
Rotors (18) einströmt,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Rotor (18) zwischen der Zuströmöffnung (24) und der Düse
(20) wenigstens eine in den Kanal (16) mündende und drehzahlab
hängig zwischen einer geschlossenen und einer offenen Stellung
umsteuerbare Bypassöffnung (12) aufweist.
2. Rotordüse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Bypassöffnung (12) ein auf dem Rotor (18) axial verschiebli
ches Schaltorgan (26) zugeordnet ist, das in Abhängigkeit von der
drehzahlabhängigen Winkelstellung des Rotors (18) verstellbar ist
und die Bypassöffnung (12) entweder freigibt oder verschließt.
3. Rotordüse nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Schaltorgan (26) gegen eine bezüglich des Düsengehäuses
(10) stationäre Steuerfläche (28) vorgespannt ist, die bevorzugt zu
mindest teilweise von der Innenwand des Düsengehäuses (10) gebil
det ist.
4. Rotordüse nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerfläche (28) zumindest teilweise von einer gegenüber
einer Mittelachse (30) des Düsengehäuses (10) geneigten Schrägflä
che gebildet ist.
5. Rotordüse nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Schaltorgan (26) mittels einer Feder (40), insbesondere einer
Druckfeder, vorgespannt ist.
6. Rotordüse nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Feder (40) zwischen zwei den Rotor (18) bevorzugt paßge
nau umgebenden hülsenförmigen Elementen (42, 26) angeordnet
ist, wobei durch die Feder (40) ein vorderes hülsenförmiges Element
(42) in Richtung der Auslaßöffnung (14) und ein ein Schaltorgan
(26) bildendes hinteres hülsenförmiges Element gegen eine Steuer
fläche (28) vorgespannt ist, und wobei bevorzugt ein die Bypassöff
nung (12) enthaltener Umfangsbereich des Rotors (18) bei freigegebener
Bypassöffnung (12) in dem Zwischenraum zwischen den bei
den hülsenförmigen Elementen (42, 26) gelegen ist.
7. Rotordüse nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Rotor (18) bei verschlossener Bypassöffnung (12) im we
sentlichen vollständig von den beiden hülsenförmigen Elementen
(42, 26) umgeben ist.
8. Rotordüse nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei freigegebener Bypassöffnung (12) im wesentlichen nur ein
die Bypassöffnung (12) enthaltener Umfangsbereich des Rotors (18)
außerhalb der beiden hülsenförmigen Elemente (42, 26) gelegen ist.
9. Rotordüse nach zumindest einem der Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Feder (40) zumindest einen Teil eines Hülsenabschnitts (32)
des Schaltorgans (26) bevorzugt paßgenau umgibt und sich mit ih
rem hinteren Ende an einer Schulter (27) des Schaltorgans (26) ab
stützt.
10. Rotordüse nach zumindest einem der Ansprüche 5 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Feder (40) mit ihrem vorderen Ende über ein den Rotor
(18) bevorzugt paßgenau umgebendes hülsenförmiges Element (42)
am Düsengehäuse (10) abstützt, wobei bevorzugt das hülsenförmige
Element (42) mit seinem vorderen Ende in eine Umfangsnut zwi
schen dem Düsengehäuse (10) und dem Napflager (22) eingreift.
11. Rotordüse nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Schaltorgan (26) einen den Rotor (18) nach hinten verlän
gernden Kappenabschnitt (34) umfaßt.
12. Rotordüse nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kappenabschnitt (34) zumindest eine Einströmöffnung (36)
aufweist, über die im Betrieb das Fluid in den Rotor (18) einströmt,
wobei bevorzugt der Kappenabschnitt (34) einen der Zuströmöffnung
(24) des Rotors (18) in Strömungsrichtung vorgelagerten Gleich
richterbereich (38) aufweist.
13. Rotordüse nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bypassöffnung (12) in einer Seitenwand des Rotors (18)
ausgebildet und insbesondere in Form einer Bohrung mit kreisför
migem Querschnitt vorgesehen ist.
14. Rotordüse nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Strömungsquerschnitt der Bypassöffnung (12) kleiner, ins
besondere wesentlich kleiner als der des Kanals (16) des Rotors (18)
ist.
15. Rotordüse nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bypassöffnung (12) derart ausgeführt ist, daß im Betrieb bei
freigegebener Bypassöffnung (12) das Fluid bezüglich des Rotors
(18) in tangentialer Richtung durch die Bypassöffnung (12) strömt.
16. Rotordüse nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie für einen Normalbetrieb mit verschlossener Bypassöffnung
(12) ausgelegt ist, in dem die Drehzahl des Rotors (18) mehr als
1000 U/min beträgt und bevorzugt etwa im Bereich von 1000 bis
1500 U/min liegt.
17. Rotordüse nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie für einen Normalbetrieb mit verschlossener Bypassöffnung
(12) ausgelegt ist, in dem ein Betriebsdruck von etwa 60 bis 80 bar
herrscht.
18. Rotordüse nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bypassöffnung (12) ab einer Drehzahl des Rotors (18) von
etwa 900 bis 700 U/min. bevorzugt von etwa 800 U/min. freigege
ben ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001104191 DE10104191A1 (de) | 2001-01-31 | 2001-01-31 | Rotordüse |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001104191 DE10104191A1 (de) | 2001-01-31 | 2001-01-31 | Rotordüse |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10104191A1 true DE10104191A1 (de) | 2002-08-01 |
Family
ID=7672265
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2001104191 Withdrawn DE10104191A1 (de) | 2001-01-31 | 2001-01-31 | Rotordüse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10104191A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US7235897B2 (en) | 2003-02-13 | 2007-06-26 | Hitachi, Ltd. | Power supply unit for automobiles, which can provide braking force even when abnormality occurs in the power supply unit of electrically driven brake devices |
| WO2008004030A1 (en) * | 2006-06-30 | 2008-01-10 | Nilfisk-Alto A/S | Rotating nozzle |
| DE102007051810A1 (de) * | 2007-10-30 | 2009-05-07 | Jäger, Anton | Rotordüse |
-
2001
- 2001-01-31 DE DE2001104191 patent/DE10104191A1/de not_active Withdrawn
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