DE1007382B - Elektrischer Signalempfaenger zum Empfang von Spannungen eines aus wenigstens zwei Frequenzen zusammengesetzten Signals - Google Patents
Elektrischer Signalempfaenger zum Empfang von Spannungen eines aus wenigstens zwei Frequenzen zusammengesetzten SignalsInfo
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- H04W88/022—Selective call receivers
- H04W88/025—Selective call decoders
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Description
DEUTSCHES
Für den Selektivruf auf Leitungen oder auch auf Funkwegen, an die mehr als zwei Teilnehmer angeschlossen
sind, werden bekanntlich Spannungen, die Kombinationen aus zwei oder mehreren Frequenzen
verwenden, benutzt. Sie dienen als Kriterien für den Anruf eines bestimmten Teilnehmers. Zum Empfang
solcher Frequenzkombinationen werden neben Resonanzrelais auch Schaltungen, die unter anderem aus
elektrischen Resonanzkreisen bestehen, verwendet. Ein Nachteil von Empfangsschaltungen letzterer Art
ist die geringe Selektivität und die große Sprachempfindlichkeit, wenn man mit möglichst wenig Siebmitteln
auskommen will.
Bekanntlich gibt es Zweifrequenzsignalempfänger mit im Ruhezustand gesperrtem Eingang, der bei Eintreffen
einer Zweifrequenzsignalkombination geöffnet wird. Die Steuerspannung zum öffnen des im Ruhezustand
gesperrten Eingangs, die durch Verschiebung der Gittervorspannung der Röhre vorgenommen wird,
wird aus einem Modulationsprodukt der beiden Signalfrequenzen, deren Spannung anschließend gleichgerichtet
wird, gewonnen. Das Empfangsrelais wird durch Erhöhung des Röhrenstromes zum Ansprechen gebracht.
Außerdem sind Signalempfänger bekannt, bei denen im Eingang ein aus Widerständen, Spulen und
Kondensatoren bestehender Spannungsteiler angeordnet ist. Beim Eintreffen der Signalfrequenz ändert
der Spannungsteiler seine Dämpfung sprungartig. Er wirkt als Selektionsschaltung dadurch, daß die aus
Widerständen, Spulen und Kondensatoren bestehende Kombination für die Signalfrequenzen einen anderen
Widerstand besitzt als für die übrigen Frequenzen.
Der elektrische Signalempfänger gemäß der Erfindung schafft die Möglichkeit, mit geringen Mitteln
eine vergrößerte Selektivität bei geringer Sprachempfindlichkeit zu erzielen. Fernerhin ermöglicht er
je Ruffrequenz nur einen einzigen verhältnismäßig breiten Schwingkreis als Siebmittel zu verwenden
und Selektivempfänger zu bauen, die im Betrieb auf eine größere Anzahl verschiedener Frequenzkombinationen
umgeschaltet werden können, wobei nur ein einziges Empfangsrelais notwendig ist. Er ist darüber
hinaus noch zum Empfang zusätzlicher, zur Selektivrufkombination gesendeter Frequenzen zwecks
Auslösung von Fernsteuersignalen geeignet.
Der elektrische Signal empfänger gemäß der Erfindung
zum Empfang von Spannungen einer oder mehrerer Signalfrequenzen ist dadurch gekennzeichnet,
daß die die Empfindlichkeit einstellende Spannungsteilerkombination vom Anodenkreis der Empfängerröhre
her von nur einer der in der Signalfrequenzkombination enthaltenen Frequenz selektiv gesteuert
wird, während die andere bzw. die anderen Kombi-Elektrischer Signalempfänger
zum Empfang von Spannungen
eines aus wenigstens zwei Frequenzen
zusammengesetzten Signals
ίο Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft
Berlin und München,
München 2, Wittelsbacherplatz 4
München 2, Wittelsbacherplatz 4
Günter Pietrzik, München,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
nationsfrequenzen durch je einen weiteren Resonanzkreis
je eine Empfangsschaltung, ζ. B. ein Empfangsrelais, zum Ansprechen bringen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist eine Begrenzerschaltung vorgesehen, die zusammen mit
den die Empfängerempfindlichkeit einstellenden Mitteln den Selektionsmitteln nur eine zwischen zwei
festen Werten liegende Gleichspannung zuführt. Die untere Ansprechgrenze des Empfängers ist durch eine
im Eingangskreis angeordnete veränderbare Gegenkopplung einstellbar.
Gegenüber dem Bekannten wird bei der Anordnung gemäß der Erfindung nur eine der Signalfrequenzen
zum Durchsteuern der am Eingang befindlichen breitbandigen Schwelle benutzt, während die zweite oder
die weiteren Frequenzen ebenfalls gesondert ausgesiebt und gleichgerichtet werden und je ein ihnen zugeordnetes
Empfangsrelais zum Ansprechen bringen. Der besondere Vorteil der Schaltungsanordnung gemäß
der Erfindung beruht in der Umschaltbarkeit des Empfängers auf unterschiedliche Signal frequenzkombination,
weil alle Frequenzen voneinander unabhängig ausgesiebt werden.
Die bei der Anordnung gemäß der Erfindung eingangsseitig
angeordnete gesteuerte Spannungsteilerkombination ist gegenüber der in einem bekannten
Signalempfänger verwendeten, aus Widerständen, Spulen und Kondensatoren bestehenden Kombination
breitbandig und öffnet den Signalempfänger für das gesamte Empfangsfrequenzband. Sie wird nicht von
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den Signalfrequenzen direkt gesteuert, sondern von nur einer Frequenz mittels Rückwärtsregelung.
Die Erfindung wird an Hand eines in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
.
Die Schaltungsanordnung nach Fig. 1 zeigt ein Prinzipschaltbild eines Empfängers gemäß der Erfindung,
bei dem beispielsweise vier Selektionskreise vorgesehen sind. Die Empfangsspannungen werden
den Klemmen 1, 2 zugeführt und gelangen über den Vorübertrager VÜ an die Verstärkerröhre Rö, in
deren Anodenkreis die Selektionskreise F1, F2, F3, F4
angeordnet sind. Die Röhre erhält aus der Klemme 6 die zu ihrem Betrieb erforderliche Anodenspannung.
Wird nicht gerufen, d. h. gelangen keine Signalfrequenzen an das Eingangsklemmenpaar 1, 2, so ist
das Gleichrichterpaar G2 durch die von der Klemme 7 über den Widerstand W2 gelieferte, an dem Widerstand
W3 liegende Gleichspannung positiv durchgesteuert
und dadurch gegenüber dem Widerstand W5 niederohmig. Diese Niederohmigkeit bewirkt vom
Eingang her gesehen, in Verbindung mit dem Widerstand W1 und dem Vorübertrager VÜ eine Spannungsteilung,
die derart bemessen ist, daß an das Gitter der Röhre Rö die Empfangsspannungen nur
sehr abgeschwächt gelangen können.. Die Rufrelais R1
undi?2, die, über die Gleichrichteranordnung G3und G3
gespeist, an die Resonanzkreise -F1 und F4, die auf die
gewünschte Zweifrequenzkombination abgestimmt sind, angeschlossen sind, erhalten nicht genügend
Leistung, um ansprechen zu können. Das gleiche gilt für alle Signalspannungen, die als Kombinationsfrequenzen
Verwendung finden, ausgenommen diejenige Frequenz, auf die in diesem Beispiel der Resonanzkreis
F.-, abgestimmt ist.
Gelangen nun die die Frequenzkombination enthaltenden Spannungen, auf die der Empfänger mittels
des Stationswählers S eingestellt ist, angenommen es seien die Resonanzfrequenzen der Kreise F1 und F2,
an das Eingangsklemmenpaar I1 2 des Empfängers,
dann erzeugt die die Resonanzfrequenz des Kreises F1,
enthaltende Spannung nach Passieren des Kreises F2
und der Gleichrichteranordnung G4 einen Steuergleichstrom,
der nun am Widerstand Wi einen größeren
Gleichspannungsabfall bewirkt als an dem Widerstand W3. Auf diese Weise wird das Gleichrichterpaar
G2 plötzlich hochohmig, und die durch den Widerstand W1 und den Vorübertrager VÜ hervorgerufene
Eingangsdämpfung wird auf einen durch den Widerstand W5 sich ergebenden niedrigen Wert
fest eingestellt. Die die Resonanzfrequenz des Kreises F1 enthaltende Spannung gelangt nun mit
einem größeren Pegel an das Gitter der Röhre Rö und kann nach Siebung durch den Kreis F1 und Gleichrichtung
in der Gleichrichteranordnung G3 das Relais
R1 erregen. Eine zwischen den Klemmen 3 und 4 liegende Rufeinrichtung wird dann mittels des Kontaktes
T1 betätigt.
Wird eine Dreifrequenzkombination als Ruf benutzt, oder soll mittels einer dritten für alle Teilnehmer
gemeinsamen Frequenz ein Steuerzeichen ausgelöst werden, so kann über einen weiteren Siebkreis,
in diesem Beispiel ist es der Kreis F4, und die zugehörige
Gkichrichteranordnung G3 ein weiteres Relais
R2 erregt werden, mittels dessen Kontaktes r2 eine
zwischen dem Klemmenpaar 3 und 5 eingeschaltete Signal- oder Steuerschaltung betätigt werden kann.
Die untere Ansprechgrenze des Empfängers wird durch einen Gegenkopplungsregler W6 eingestellt, der
die Ansprechpunkte der Relais R1 und R2 entsprechend
verschiebt. Damit Überpegel anderer Fre quenzkombinationen den Empfänger nicht fälschlicherweise
zum Ansprechen bringen, erfolgt für Spannungen, die die am Widerstand W^ liegende Vorspannung
überschreiten, durch die Gleichrichteranordnung G1, die im Ruhezustand über den Widerstand W3
negativ vorgespannt und hochohmig ist, eine Begrenzung.
Die von dem Resonanzkreis F2 gesteuerte selektive
Schwelle bewirkt gemäß der Erfindung eine Verbesserung der Güte des Resonanzkreises F1. Wie aus
dem Diagramm nach Fig. 2 zu ersehen ist, in dem die Spannung JJ1 des Resonanzkreises F1 in Abhängigkeit
von der Frequenz / aufgetragen ist, werden die Flanken Fl der Resonanzkurve beiderseits der Resonanzfrequenz
f1 entsprechend abgeschnitten. Die am Resonanzkreis herrschende Spannung, die dem Kipppunkt
der Ansprechschwelle entspricht, ist mit Us bezeichnet.
Die gemäß der Erfindung vorgenommene Zusammenfassung einer Schwelle und einer Begrenzung
wirkt, wie aus dem Diagramm nach Fig. 3 hervorgeht, in dem die Spannung U1 des Siebkreises F1 in
Abhängigkeit von der Eingangsspannung Ue aufgetragen
ist, als Amplitudensieb. Der Kippunkt der Ansprechschwelle ist hierin als Ues und der Begrenzungseinsatzpunkt
als U^ bezeichnet. Der Verstärkerröhre werden die bestimmten Amplituden von
Sprach- und Rufspannungen zugeführt, unter und über diesem Bereich liegende Spannungen erfahren
eine große Dämpfung.
Entnimmt man die die Schwelle steuernde Spannung nicht einem eigenen Kreis — in diesem Äusführungsbeispiel
ist hierfür der Kreis F2 vorgesehen—,
sondern dem das Relais R1 steuernden Kreise F1,
dann ist der Empfänger auch als Einfrequenzempfänger verwendbar.
Claims (5)
1. Elektrischer Signalempfänger zum Empfang von Spannungen eines aus wenigstens zwei Frequenzen
zusammengesetzten Signals, der im Ruhezustand und beim Empfang von Spannungen anderer
als der Signalfrequenzen durch eine steuerbare Spannungsteilerkombination in seiner Empfangsempfindlichkeit
herabgesetzt ist, während die beim Empfang der gewünschten, eine bestimmte Empfangsspannung überschreitende Signalfrequenzkombination
seine normale Empfangsempfindlichkeit einstellt, dadurch gekennzeichnet, daß die die Empfindlichkeit einstellende Spannungsteilerkombination
vom Anodenkreis der Empfängerröhre her von nur einer der in der Signalfrequenzkombination
enthaltenen Frequenz selektiv gesteuert wird, während die andere bzw. die anderen
Kombinationsfrequenzen durch je einen weiteren Resonanzkreis je eine Empfangsschaltung,
z. B. ein Empfangsrelais, zum Ansprechen bringen.
2. Elektrischer Signalempfänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Wählschalter
(S) vorgesehen ist, mittels dessen auf verschiedene Signalfrequenzkombinationen eingestellt
werden kann.
3. Elektrischer Signalempfänger nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß unabhängig
vom Umschalten auf den Empfang verschiedener Frequenzkombinationen eine oder
mehrere zusätzliche, für alle Kombinationen gleichbleibenden Signalfrequenzen mittels eines
diesen Frequenzen zugeordneten besonderen Relais (R2) bestimmte Schaltvorgänge auszulösen
vermögen.
4. Elektrischer Signalempfänger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Begrenzerschaltung zusammen mit den die Empfängerempfindlichkeit einstellenden
Mitteln, den Selektionsmitteln, nur eine zwischen zwei festen Werten liegende Gleichspannung zuführt.
5. Elektrischer Signalempfänger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die untere Ansprechgrenze des Empfängers durch eine im Eingangskreis angeordnete,
veränderbare Gegenkopplung eingestellt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschriften Nr. 1 951 148, 2 535 104.
USA.-Patentschriften Nr. 1 951 148, 2 535 104.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
©709 507/167 4.57'
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES39690A DE1007382B (de) | 1954-06-22 | 1954-06-22 | Elektrischer Signalempfaenger zum Empfang von Spannungen eines aus wenigstens zwei Frequenzen zusammengesetzten Signals |
Applications Claiming Priority (1)
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| DES39690A DE1007382B (de) | 1954-06-22 | 1954-06-22 | Elektrischer Signalempfaenger zum Empfang von Spannungen eines aus wenigstens zwei Frequenzen zusammengesetzten Signals |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1007382B true DE1007382B (de) | 1957-05-02 |
Family
ID=7483371
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| DES39690A Pending DE1007382B (de) | 1954-06-22 | 1954-06-22 | Elektrischer Signalempfaenger zum Empfang von Spannungen eines aus wenigstens zwei Frequenzen zusammengesetzten Signals |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1007382B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1098550B (de) * | 1958-06-20 | 1961-02-02 | Western Electric Co | UEbertragungssystem fuer bestimmte Signale, wie Teilnehmerrufnummern |
| DE1103400B (de) * | 1959-11-27 | 1961-03-30 | Siemens Ag | Verfahren und Schaltungsanordnung zur Vermeidung von Stoerungen der Tonfrequenzzeichen infolge des durch elektrische Gabeln veranlassten Mitflusses in Signalkreisen von Fernsprech-anlagen mit Mehrfrequenzencodewahl |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1951148A (en) * | 1930-04-28 | 1934-03-13 | Siemens Brothers & Co Ltd | Signaling system |
| US2535104A (en) * | 1944-12-26 | 1950-12-26 | Int Standard Electric Corp | Selective signaling equipment only operative by two-voice frequencies |
-
1954
- 1954-06-22 DE DES39690A patent/DE1007382B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1951148A (en) * | 1930-04-28 | 1934-03-13 | Siemens Brothers & Co Ltd | Signaling system |
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| DE1103400B (de) * | 1959-11-27 | 1961-03-30 | Siemens Ag | Verfahren und Schaltungsanordnung zur Vermeidung von Stoerungen der Tonfrequenzzeichen infolge des durch elektrische Gabeln veranlassten Mitflusses in Signalkreisen von Fernsprech-anlagen mit Mehrfrequenzencodewahl |
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