DE10031372A1 - Kotflügelanordnung für ein Kraftfahrzeug - Google Patents
Kotflügelanordnung für ein KraftfahrzeugInfo
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Abstract
Eine Kotflügelanordnung für ein Kraftfahrzeug umfaßt einen Kotflügel (1) und ein Stützblech (4) zur Abstützung der Oberkante des Kotflügels (1) auf einem im wesentlichen horizontalen Wandabschnitt (5) eines Fahrzeugaufbaus, insbesondere eines Längsträgers (2). Das Stützblech (4) ist über einen ersten Randabschnitt (8) mit dem Kotflügel (1) und über einen weiteren Randabschnitt (9) mit dem Wandabschnitt (5) des Fahrzeugaufbaus verbunden. Weiterhin weist das Stützblech (4) einen sich nach oben erstreckenden und dabei zu dem Kotflügel (1) nach außen hin geneigten ersten Wandabschnitt (10) auf, an den in Richtung des Kotflügels (1) über eine Sicke (12) ein stärker nach außen geneigter, zweiter Wandabschnitt (13) einstückig anschließt. Damit wird bei einem Personenaufprall eines Kraftfahrzeuges die Verletzungsgefahr bzw. die Schwere der Verletzungen für die verunfallte Person vermindert. Insbesondere wird hierbei den unterschiedlichen Stoßparametern und wahrscheinlichsten Auftrefforten beim Zusammenprall mit einer kleineren, leichteren Person und einer größeren, schwereren Person Rechnung getragen.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kotflügelanordnung für ein Kraftfahrzeug und deren
sicherheitstechnische Ausgestaltung im Hinblick auf einen Zusammenprall des
Kraftfahrzeuges mit einer Person, um die Verletzungsgefahr für die Person zu vermindern.
Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf eine Kotflügelanordnung für ein Kraftfahrzeug,
umfassend einen Kotflügel und ein Stützblech zur Abstützung der Oberkante des Kotflügels
auf einem im wesentlichen horizontalen Wandabschnitt eines Fahrzeugaufbaus,
insbesondere eines Längsträgers, wobei das Stützblech über einen ersten Randabschnitt
mit dem Kotflügels und über einen weiteren Randabschnitt mit dem Wandabschnitt des
Fahrzeugaufbaus verbunden ist.
Bei einem Zusammenprall des Kraftfahrzeuges mit einem Fußgänger wird dieser in einer
ersten Phase in der Regel durch die Stoßstange des Fahrzeuges erfaßt und in einer zweiten
Phase auf die Fronthaube des Fahrzeuges geschleudert, wobei der Aufprall dann zuerst mit
dem Kopf oder dem Oberkörper erfolgt. Der Aufprall auf zentrale Bereiche der breitflächigen
Fronthaube ist hierbei weniger kritisch. Die größten Risiken für die Verletzungsgefahr
resultieren vielmehr aus den verhältnismäßig starren Seitenkanten der Fronthaube sowie
insbesondere den Oberkanten der Kotflügel im Bereich der Trennfuge zu der Fronthaube.
Gerade die Oberkanten der Kotflügel weisen eine besonders hohe Steifigkeit auf, da der
Kotflügel im Bereich der Oberkante nach innen umgebogen ist, um sich mit einem
Befestigungsabschnitt gegen die Fahrzeugkarosserie abzustützen. Schon aus der
umgebogenen Oberkante ergibt sich eine deutliche Steifigkeitszunahme, die durch einen
zumeist im wesentlichen vertikal ausgebildeten Stützabschnitt zwischen der Oberkante und
dem Fahrzeugaufbau weiter verstärkt wird. Tritt der Aufprall im Bereich um die Oberkante
auf, so ist die Verletzungsgefahr bzw. die Schwere der Verletzungen besonders hoch.
Aus diesem Grunde wird versucht, die Steifigkeit der Oberkante des Kotflügels zu
vermindern. Dabei ist jedoch zu beachten, daß an dem Kotflügel eine die Integrität des
Fahrzeugaufbaus nicht gefährdende Festigkeit der Verbindung zu der Karosserie erhalten
bleiben muß, die zudem eine vibrationsfreie Anbindung sicherstellt. Da die Anbindung des
Kotflügels an dem Fahrzeugaufbau über die Oberkante führt, kann die Steifigkeit dieses
Bereiches nicht beliebig verringert werden.
Zur Verminderung der Steifigkeit des Bereiches der Oberkante eines Kotflügels sind aus
dem Stand der Technik bereits eine Vielzahl von Lösungen bekannt.
So ist es beispielsweise aus der DE 29 22 893 A1 bekannt, Fahrzeugpartien zur
Verminderung der Verletzungsgefahr bei Personenunfällen energieabsorbierend
auszubilden. In diesem Zusammenhang wird dort vorgeschlagen, eine Oberkante eines
Kotflügels über ein Deformationselement in Form eines liegenden U-Profils gegen einen
Fahrzeugaufbau abzustützen, wobei ein Schenkel mit der Oberkante, der andere Schenkel
hingegen mit dem Fahrzeugaufbau verbunden ist. Dabei läuft der andere Schenkel in
Fahrzeugquerrichtung aus und liegt auf einem Rahmenabschnitt des Fahrzeugaufbaus auf.
Bei einer weiteren, aus der DE 29 34 060 A1 bekannten Kotflügelanordnung, die ebenfalls
ein liegendes U-Profil zur Abstützung der Oberkante gegen einen Fahrzeugaufbau
verwendet, erfolgt die aufbauseitige Anbindung über einen sich im wesentlichen in
Vertikalrichtung erstreckenden Abschnitt.
Weiterhin ist auch aus der DE 30 47 969 A1 bekannt, zwischen der Oberkante eines
Kotflügels und dem Fahrzeugaufbau ein Deformationselement vorzusehen. Das
Deformationselement ist hierbei als ein sich von der Oberkante zunächst im wesentlichen
senkrecht nach unten, d. h. in bezug auf die Fahrzeugkarosserie zum Fahrzeugboden
erstreckender Wandabschnitt des Kotflügels ausgebildet. An das Deformationselement
schließen mehrere, voneinander beabstandete, profilierte Befestigungslappen an, über die
die Anbindung an einen vertikalen Abschnitt des Fahrzeugaufbaus erfolgt.
Alternativ hierzu wird in der DE 44 01 023 C1 vorgeschlagen, anstelle von
Deformationselementen eine Kipp- und Abrollmöglichkeit für den Kotflügel an dem
Fahrzeugaufbau vorzusehen, wobei das Kippen bzw. Abrollen jedoch auch durch
Deformationselemente gedämpft werden kann.
Schließlich ist aus der JP 11180350 eine Kotflügelanordnung bekannt, bei der die
Abstützung gegen einen Fahrzeuglängsträger über ein Deformationselement mit einem
kastenartigen Profil erfolgt. Das Deformationselement überragt hierbei den Längsträger
nach außen, so daß bei einem Personenaufprall auf die Oberkante des Kotflügels der
aufbauseitige Schenkel des Profils einknicken kann.
Diese bekannten Kotflügelanordnungen weisen jedoch immer noch eine verhältnismäßig
hohe Flächensteifigkeit um die Oberkante des Kotflügels auf.
Vor diesem Hintergrund besteht aus Gründen der Unfallsicherheit ein hohes Interesse
daran, eine Kotflügelanordnung derart fortzuentwickeln, um bei Personenunfällen die
Verletzungsgefahr weiter zu vermindern. Ein wesentlicher Parameter zur Abschätzung der
Risiken von Kopfverletzungen ist das bekannte Head-Injury-Criterion (HIC), mit Hilfe dessen
das Crashverhalten unterschiedlicher Fahrzeugstrukturen bei Kopfaufprallsimulationen und
Testversuchen untersucht werden kann. Der HIC-Wert für einen Aufprall wird auf der
Grundlage der auftretenden Beschleunigungen und deren Einwirkzeit nach einer an sich
bekannten Beziehung gewonnen und stellt den Wert desjenigen Zeitintervalles des Aufpralls
mit dem größten Betrag dar. Er sollte möglichst gering sein, d. h. unter 1000 und
vorzugsweise unter 850 liegen. Bei einer steifen Struktur steigt die
Beschleunigungskomponente stark an. Hingegen fällt bei einer verhältnismäßig weichen
Struktur die Einwirkzeit mehr ins Gewicht. Allerdings dominiert die
Beschleunigungskomponente, so daß die Bestrebung besteht, die Kotflügelanordnung
möglichst weich auszubilden.
Bei der Ausgestaltung einer Kotflügelanordnung ist insbesondere auch zu beachten, daß
bei einem Frontalzusammenstoß mit einem Fußgänger die Gebiete mit der höchsten
Auftreffwahrscheinlichkeit für den Kopf der verunfallten Person von deren Größe abhängen.
So trifft in der Regel der leichtere Kopf eines Kindes weiter vorne auf das Fahrzeug auf als
der schwerere Kopf eines Erwachsenen. Allerdings überlappen diese Gebiete einander. In
beiden Fällen muß jedoch zur Vermeidung von schwersten Verletzungen auch in dem
Überlappungsbereich ein Durchschlagen des Kopfes auf starre Strukturen innerhalb des
Fahrzeuges, beispielsweise auf einen Fahrzeuglängsträger, vermieden werden ohne daß
dabei die Struktur für den leichteren Kopf zu hart ausgebildet wird. Dazu sind für den
schwereren Kopf eines Erwachsenen prinzipiell größere Verformungswege erforderlich als
für des Kopf eines Kindes. Jedoch resultiert aus einem großen Verformungsweg ein
entsprechender Höhenzuwachs im Bereich der Fronthaube an der Fahrzeugaußenhaut, der
in der Regel aus Gründen der Gestaltung oder der Aerodynamik unerwünscht ist.
Weiterhin muß der Kotflügel eine ausreichende strukturelle Steifigkeit besitzen, um die
Integrität der Fahrzeugaußenhaut im Betrieb zu wahren. Überdies dienen die Kotflügel auch
der Aufnahme von Crashenergie bei einem Zusammenstoß mit einem schweren Hindernis,
so daß deren Schwächung tendenziell eine Verschlechterung der Insassensicherheit
bedeuten würde.
Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, bei einem Personenaufprall
eines Kraftfahrzeuges die Verletzungsgefahr bzw. die Schwere der Verletzungen für die
verunfallte Person zu vermindern.
Diese Aufgabe wird durch eine Kotflügelanordnung der eingangs genannten Art gelöst, bei
der das Stützblech einen sich nach oben und dabei zu dem Kotflügel nach außen hin
geneigten ersten Wandabschnitt aufweist, an den in Richtung des Kotflügels über eine Sicke
ein stärker nach außen geneigter, zweiter Wandabschnitt einstückig anschließt.
Das Stützblech gewährleistet die Integrität der Außenhaut des Kotflügels, so daß der
Bereich zu der Oberkante hin mit einer höheren Nachgiebigkeit als bisher ausgebildet
werden kann. Aus der hohen Nachgiebigkeit dieses Bereiches ergeben sich bei einem
Personenaufprall gegenüber herkömmlichen Kotflügelanordnungen geringere HIC-Werte,
womit das Verletzungsrisiko verringert wird. Die Kotflügelanordnung ist somit im Bereich der
Oberkante sehr weich.
Durch die Ausbildung des Stützbleches mit zwei unterschiedlich geneigten
Wandabschnitten, die über eine definierte Knickstelle aneinander anschließen, kann
insbesondere für das Auftreffgebiet des schwereren Kopfes eines Erwachsenen die
Höhenzunahme begrenzt werden, wobei sich ausreichende HIC-Werte erreichen lassen und
ein Durchschlagen auf harte Strukturen im Fahrzeuginneren vermieden wird. Auch im
Übergangsbereich zu dem Hauptauftreffgebiet des leichteren Kopfes eines Kindes werden
trotz der geringeren Stoßmasse ausreichende HIC-Werte erzielt, da die Abstützung zu
Anfang der Verformung sehr weich ist und nach weitestgehender Aufnahme der Stoßenergie
des Kinderkopfes ein weiteres Energieaufnahmepotential zur Verfügung steht. Diese wird
bei einem Aufprall eines Erwachsenenkopfes wirksam, wobei hier aufgrund der größeren
Masse des Erwachsenenkopfes die bei größeren Verformungswegen geringere
Nachgiebigkeit des Stützbleches zur Einhaltung der gewünschten HIC-Werte ausreichend
ist.
Vorzugsweise schließt der erste Wandabschnitt des Stützbleches mit der Vertikalen einen
Winkel im Bereich von 10° bis 55° ein. Der zweite Wandabschnitt des Stützbleches schließt
mit der Vertikalen hingegen einen größeren Winkel im Bereich von 45° bis 90° ein.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird die Sicke des Stützteils zwischen
dem ersten Wandabschnitt und dem zweiten Wandabschnitt mit einem Winkel von 110° bis
150° ausgebildet, wodurch sich bei geringer Bauhöhe besonders günstige HIC-Werte
sowohl für den Aufprall des Kopfes eines Erwachsenen als auch eines Kindes erzielen
lassen.
Bevorzugt erfolgt die Befestigung des Stützbleches an dem Kotflügel, indem der Kotflügel
mit einem Randabschnitt wenigstens um einen Teil des kotflügelseitigen Randabschnittes
des Stützbleches gefalzt wird. Damit kann das Stützblech unabhängig von dem Material des
Kotflügels gewählt und verhältnismäßig frei geformt werden. Überdies werden hierdurch
Schweißstellen an der Fahrzeugaußenhaut, welche zu einem Verzug der Bauteile führen
könnten, vermieden.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung läuft der zweite Wandabschnitt
bogenförmig in den kotflügelseitigen Randabschnitt aus. Der weiche, knickfreie Übergang
bewirkt eine weiche Federkennlinie beim anfänglichen Verformen des Stützbleches
unabhängig davon, ob dieses durch einen impulsartigen Aufprall einer Person bei einem
Unfall oder durch eine quasistatische Belastung erfolgt, indem sich beispielsweise eine
Person auf den Kotflügel setzt. Insbesondere im letzteren Fall verhindert die weiche Biegung
des Stützbleches zwischen dem kotflügelseitigen Randabschnitt und dem anschließenden
zweiten Wandabschnitt ein Abprägen des Stützbleches an dem Kotflügel.
In ersten Versuchen hat es sich für die Verminderung der HIC-Werte als günstig erwiesen,
wenn der erste Wandabschnitt des Stützbleches mit der Vertikalen einen Winkel von 10° ± 5°
und der zweite Wandabschnitt des Stützbleches mit der Vertikalen einen Winkel von 45°
± 5° Grad einschließt.
In einer alternativen Ausgestaltung, die sich insbesondere für Stützbleche eignet, deren
zweiter Wandabschnitt sich im wesentlichen horizontal erstreckt, schließt der zweite
Wandabschnitt über eine Knickstelle an den kotflügelseitigen Randabschnitt an. Damit läßt
sich bei einem großen Abstand von der fahrzeugaufbauseitigen Abstützstelle eine
ausreichend stabile Ankopplung des Kotflügels verwirklichen.
Hierbei kann in die Knickstelle zwischen dem zweiten Wandabschnitt und dem
kotflügelseitigen Randabschnitt zusätzlich ein Winkelstück eingesetzt werden, das mit einer
Spitzenkante in die Knickstelle zeigt und an einem Schenkel mit dem Stützblech verbunden
ist. Dadurch läßt sich bei Bedarf die Steifigkeit der Kotflügelordnung in
Fahrzeugquerrichtung erhöhen, um beispielsweise der Andruckkraft von Waschbürsten in
einer Waschanlage sicher Stand zu halten. Die Nachgiebigkeit in Vertikalrichtung wird
dadurch hingegen kaum beeinflußt, da diese im wesentlichen auf dem großen Hebelarm des
Stützbleches in Fahrzeugquerrichtung beruht.
Bevorzugt ragt das Winkelstück mit seinem weiteren Schenkel in Richtung der Fronthaube
des Fahrzeugs über die Oberkante des Kotflügels hinaus, wobei der hinausragende
Abschnitt von dem Seitenrand der Fronthaube überlappt wird. Damit wird sichergestellt, daß
insbesondere bei einer weit in die Seitenflanke herabgezogenen Trennfuge zwischen der
Fronthaube und dem Kotflügel und einem Aufschlag auf einen fugenahen Bereich der
Fronthaube die energieabsorbierende Wirkung des Stützbleches ausgenutzt wird.
In einer alternativen Ausführungsform ist der kotflügelseitige Randabschnitt des
Stützbleches an der Oberkante des Kotflügels im wesentlichen senkrecht zu der Außenwand
des Kotflügels ausgebildet. Das Stützblech trägt ein Winkelstück, das mit einem ersten
Schenkel an dem Stützblech befestigt ist und mit einem weiteren Schenkel in Richtung einer
Fronthaube des Fahrzeugs ragt. Dabei wird der weitere Schenkel von dem Seitenrand der
Fronthaube überlappt.
Ein Stützblech mit zwei Wandabschnitten und zwei Randabschnitten läßt sich
verhältnismäßig einfach als Blechbiegeteil fertigen. Es ist jedoch auch möglich, den ersten
Wandabschnitt und den zweiten Wandabschnitt in jeweils zwei Teilabschnitte aufzuteilen
und abwechselnd anzuordnen. Dadurch ergibt sich dann ein Stützblech mit zwei Paaren von
Wandabschnitten jeweils bestehend aus einem ersten Wandabschnitt und einem zweiten
Wandabschnitt, die in Richtung auf den Kotflügel hin aneinander anschließen.
In einer weiteren, vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die zwischen der Oberkante
des Kotflügels und einer Fronthaube verlaufende Fuge in einem gegenüber der Horizontalen
geneigten Bereich einer Fahrzeugaußenhaut angeordnet. Dieser Bereich liegt außerhalb des
Hauptauftreffgebietes des Kopfes eines Kindes oder eines Erwachsenen, so daß das
Verletzungsrisiko bei einem Personenunfall weiter vermindert wird. Die unvermeidliche
Versteifungswirkung der Kotflügeloberkante liegt damit außerhalb des größten
Gefährdungsbereiches.
Bevorzugt ist die Trennfuge derart angeordnet, daß eine quer zur Fahrzeuglängsrichtung an
die Fuge angelegte Tangente mit der Vertikalen einen spitzen Winkel kleiner als 55 Grad
einschließt, das heißt die Trennfuge befindet sich in einem bereits stark geneigten Abschnitt
einer Seitenflanke des Fahrzeuges, wo ein vertikaler Kopfaufprall nicht mehr zu erwarten ist
bzw. der Kopf an dem Fahrzeug abgeleitet, so daß dann nicht mehr die gesamte
Stoßenergie innerhalb eines kurzen Verformungsweges absorbiert werden muß.
Zur Vermeidung von Vibrationen kann der Kotflügel weiterhin unterhalb seiner Oberkante
über ein zusätzliches Abstützteil im wesentlichen in Fahrzeugquerrichtung gegen den
Fahrzeugaufbau, insbesondere einen Fahrzeuglängsträger abgestützt werden. Das
Abstützteil stellt sicher, daß der Kotflügel trotz seiner sehr weichen Anbindung an den
Fahrzeugaufbau über das Stützblech im Fahrbetrieb nicht zu unerwünschten Schwingungen
oder Vibrationen neigt. Die Anbindung des Kotflügels über das zusätzliche Abstützteil
gewährleistet überdies die weitgehende Ausnutzung des Kotflügels zur Aufnahme von
Crashenergie im Hinblick auf die Insassensicherheit.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert. Die Zeichnung zeigt in
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Kotflügelanordnung in einer Schnittdarstellung
quer zu einer Längsachse eines Kraftfahrzeuges,
Fig. 2 eine räumliche Darstellung eines Abschnittes der Kotflügelanordnung aus Fig. 1 in
Blickrichtung von schräg vorne des Fahrzeuges aus gesehenen,
Fig. 3 ein zweites Ausführungsbeispiel einer Kotflügelanordnung in einer
Schnittdarstellung quer zu einer Längsachse eines Kraftfahrzeuges,
Fig. 4 ein drittes Ausführungsbeispiel einer Kotflügelanordnung in einer Schnittdarstellung
quer zu einer Längsachse eines Kraftfahrzeuges, und in
Fig. 5 ein viertes Ausführungsbeispiel einer Kotflügelanordnung in einer Schnittdarstellung
quer zu einer Längsachse eines Kraftfahrzeuges.
Die Ausführungsbeispiele in den Fig. 1 bis 5 zeigen jeweils eine Kotflügelanordnung für
ein Kraftfahrzeug mit einem Kotflügel 1, einem Fahrzeuglängsträger 2 und einer Fronthaube
3. Dabei ist der Kotflügel 1 über ein Stützblech 4 an einem sich im wesentlichen horizontal
erstreckenden Wandabschnitt 5 des Fahrzeuglängsträger 2 abgestützt und befestigt.
Weiterhin ist in den Fig. 1 sowie 3 bis 5 ein Impaktor I dargestellt. Dieser repräsentiert
als Versuchskörper den Kopf eines Fußgängers bei einem Frontalzusammenstoß mit dem
Kraftfahrzeug. In den Figuren ist jeweils der Zeitpunkt des Auftreffens auf die Außenhaut
des Kraftfahrzeuges dargestellt, in dem der Impaktor I im wesentlichen von oben im freien
Fall mit einer Geschwindigkeit von 40 km/h auf das Fahrzeug prallt. Der Impaktor I ist als
Kugel mit einem vorgegebenen Durchmesser und vorgegebenen Gewicht ausgebildet. Zur
Simulation des Aufpralls des Kopfes eines Kindes wird ein Impaktor I mit einem .
Durchmesser von 130 mm und einem Gewicht von 2,5 kg verwendet, zur Simulation des
Aufpralls des Kopfes eines Erwachsenen hingegen ein Impaktor I mit einem Durchmesser
von 165 mm und einem Gewicht von 4,8 kg. Der Auftreffort des Impaktors I an der
Fahrzeugaußenhaut bestimmt sich aus einer Vertikalen V, die durch den Berührpunkt einer
in Fahrzeugquerrichtung unter einem Winkel von 45 Grad an die Außenhaut angelegten
Tangente T verläuft. Der Außendurchmesser des Impaktors I berührt die Vertikale V sowie
die Fahrzeugaußenhaut in dem Punkt P, der unter den Versuchsbedingungen den ersten
Auftreffort darstellt und einem Ort mit großer Auftreffwahrscheinlichkeit entspricht.
Je nach Größe der zu simulierenden Person trifft der Impaktor I weiter vorn oder weiter
hinten auf den Frontbereich des Fahrzeuges auf, wobei davon ausgegangen wird, daß die
Person zunächst im Beinbereich von dem Frontbereich des Fahrzeugs erfaßt wird. In den
Figuren ist hier stets der Bereich dargestellt, der im Übergang des Bereiches der größten
Auftreffwahrscheinlichkeit des Kopfes eines Kindes und des Bereiches der größten
Auftreffwahrscheinlichkeit des Kopfes eines Erwachsenen liegt. Zur Erzielung ausreichender
HIC-Werte unter der Schwelle von 1000 reichen bei vorgegebenen Versuchsparametern für
den Kopf eines Kindes kleinere Verformungswege in Vertikalrichtung Z aus als für den Kopf
eines Erwachsenen. Das Wegverhältnis beträgt hier etwa 4 : 5.
Über den Verformungsweg a weist die Kotflügelanordnung eine hohe Nachgiebigkeit auf.
Diese ist in Abhängigkeit des Verformungsweges a progressiv ausgestaltet, um zunächst für
den leichtgewichtigen Impaktor I keinen zu hohen Widerstand darzustellen, welcher zu
überhöhten HIC-Werten führen würde. Für den schwereren Impaktor I würde eine solche
Nachgiebigkeit jedoch aufgrund der höheren Stoßenergie zu einem Durchschlagen auf den
im wesentlichen horizontalen Wandabschnitt 5 führen. Die Flächennachgiebigkeit der
Kotflügelanordnung in dem Übergangsbereich ist daher derart dimensioniert, daß bei
weitestgehender Absorption der Stoßenergie des leichtgewichtigen Impaktors I, das heißt
nach dem entsprechenden Verformungsweg die Flächennachgiebigkeit kleiner wird, um die
verbleibende Stoßenergie des schwereren Impaktors I aufzunehmen. Da dessen
Stoßenergie bei der anfänglich sehr weichen Energieaufnahme bereits etwas verringert
wurde, bleiben die danach auftretenden Beschleunigungswerte trotz der Steifigkeitszunahme
hinreichend gering, um vertretbare HIC-Werte unter der oben genannten Schwelle von 1000
zu gewährleisten.
In allen Ausführungsbeispielen bildet die Fronthaube 3, die an ihrer Innenseite durch ein
weiteres, profiliertes Blech 6 verstärkt ist, zusammen mit dem Kotflügel 1 einen Teil der
Außenhaut des Kraftfahrzeugs. Zwischen einem Seitenrand der Fronthaube 3 und einer
Oberkante des Kotflügels 1 ist eine schmale Trennfuge 7 gebildet, die sich im wesentlichen
in Fahrzeuglängsrichtung erstreckt. Zur Verminderung der Verletzungsgefahr liegt der
Auftreffort P mit größter Auftreffwahrscheinlichkeit außerhalb der Trennfuge 7, die hierzu in
einem bereits stark geneigten Bereich der Fahrzeugaußenhaut angeordnet wird.
Bei dem ersten Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2, das im folgenden näher
beschrieben werden soll, liegt die Trennfuge 7 im bereits gekrümmten Übergang zu der
Seitenflanke des Fahrzeuges, wobei eine quer zur Fahrzeuglängsrichtung an die Fuge 7
angelegte Tangente, die in Fig. 1 nicht dargestellt ist, mit der Vertikalen einen spitzen
Winkel von etwa 55 Grad einschließt.
Die Abstützung der entlang der Trennfuge 7 verlaufenden Oberkante des Kotflügels 1 erfolgt
über das einstückig ausgebildete Stützblech 4. Dazu weist das Stützblech 4 einen ersten
Randabschnitt 8 auf, der mit dem Rand des Kotflügels 1 entlang der Oberkante verfalzt ist.
Hierbei umgreift der Kotflügelrand zumindest teilweise den Randabschnitt 8. Weiterhin
umfaßt das Stützblech 4 einen zweiten Randabschnitt 9, der auf dem im wesentlichen
horizontalen Wandabschnitt 5 des Fahrzeuglängsträgers 2 aufliegt und mit diesem fest
verbunden ist.
Zwischen den beiden Randabschnitten 8 und 9 sind zwei jeweils zur Vertikalrichtung Z
geneigte Wandabschnitte vorgesehen. Ein erster Wandabschnitt 10 schließt an den
fahrzeugaufbauseitigen Randabschnitt 9 über eine Knickstelle bzw. Sicke 11 an und weist zu
der Vertikalen einen Winkel von 10° ± 5° auf. Dabei ist der sich im wesentlichen nach oben
erstreckende erste Wandabschnitt 10 zu dem Kotflügel 1 hin geneigt. An den ersten
Wandabschnitt 10 schließt über eine weitere Knickstelle bzw. Sicke 12 ein stärker geneigter
zweiter Wandabschnitt 13 an, der hier zu der Vertikalrichtung Z einen Winkel von 45° ± 5°
aufweist. Der zweite Wandabschnitt 13 geht in einer knickfreien, weich gekrümmten Biegung
14 in den kotflügelseitigen Randabschnitt 8 über, welcher parallel zu der Wand des
Kotflügels 1 verläuft. Jedoch kann an dieser Stelle auch eine weitere Sicke vorgesehen
werden, sofern eine geringfügige zusätzliche Aussteifung erforderlich ist. Durch die Sicken
wird zudem die Torsionssteifigkeit der Anbindung des Kotflügels deutlich verbessert, wobei
die Steifigkeit bei einem Aufprall von oben oder von vorne schräg oben weiterhin
verhältnismäßig frei über Sicken oder weiche Krümmungen dimensioniert werden kann. Das
Stützblech 4 verläuft, wie Fig. 2 zu entnehmen ist, mit seinem Profil in
Fahrzeuglängsrichtung X und kann sich dabei im wesentlichen entlang der ganzen Länge
des Kotflügels 1 durchgehend erstrecken. Es können jedoch auch mehrere separate
Stützbleche 4 in Längsrichtung X hintereinanderliegend vorgesehen werden.
Bei einem starken Aufschlagen des Impaktors I auf die Fronthaube 3 im Bereich der
Trennfuge 7 wird diese in Richtung des Längsträgers 2 verformt, wobei der Seitenrand der
Fronthaube 3 gegen die Oberkante des Kotflügels 1 oder das unmittelbar darunterliegende
Stützblech 4 im Bereich des zweiten Wandabschnittes 13 stößt. Die Ausbildung
insbesondere der Sicke 12 zwischen dem ersten Wandabschnitt 10 und dem zweiten
Randabschnitt 13 ermöglicht das oben erläuterte Verformungsverhalten je nach der Masse
des verwendeten Impaktors I.
Ein zweites Ausführungsbeispiel ist in Fig. 3 dargestellt. Dieses zeigt eine deutlich weiter in
die Seitenflanke heruntergezogene Trennfuge 7, die unterhalb des Berührpunktes der
Tangente T liegt. Der Auftreffort P ist damit erheblich weiter von der Trennfuge 7 entfernt,
als bei dem ersten Ausführungsbeispiel.
Da die Oberkante des Kotflügels 1 hier deutlich niedriger liegt, muß sich das Stützblech 4
bei unveränderter Lage der Fahrzeugaußenhaut wie auch des Längsträgers 2 im
wesentlichen in Horizontalrichtung Y erstrecken.
Das Stützblech 4 umfaßt hier wiederum einen ersten Randabschnitt 8, um den die
Oberkante des Kotflügels 1 herum gefalzt ist. Über einen zweiten Randabschnitt 9 erfolgt die
Abstützung und Befestigung auf dem im wesentlichen horizontalen Wandabschnitt 5 des
Längsträgers 2. Für einen möglichst langen Hebelarm des Stützbleches 4 ist der zweite
Randabschnitt 9 möglichst weit zur Innenseite des Längsträgers 2 hin positioniert.
An den Randabschnitt 9 schließt über eine Knickstelle bzw. Sicke 11 wiederum erster
Wandabschnitt 10 an, der mit der Vertikalen Z einen Winkel von 40° ± 5° einschließt. Der an
den ersten Wandabschnitt 10 angrenzende zweite Wandabschnitt 13 verläuft hier horizontal
zu dem Kotflügel 1 hin und bildet mit dem ersten Wandabschnitt 10 im Bereich der
entsprechenden Knickstelle bzw. Sicke 12 einen Winkel von 135° bis 145°. Im Unterschied
zu dem ersten Ausführungsbeispiel ist zwischen dem zweiten Wandabschnitt 13 und dem
kotflügelseitigen Randabschnitt 8 eine weitere Knickstelle bzw. Sicke 15 vorgesehen, die
unmittelbar unterhalb des Kotflügelfalzes ansetzt. In diese Knickstelle ist ein zweischenkliges
Winkelstück 16 eingesetzt, das mit einem ersten Schenkel 17 an dem zweiten
Wandabschnitt 13 befestigt ist. Der weitere Schenkel 18 verläuft hingegen im wesentlichen
parallel zu dem Kotflügel 1, so daß die zwischen den Schenkeln 17 und 18 gebildete
Spitzkante in Richtung der Sicke 15 zeigt.
Der weitere Schenkel 18 des Winkelstücks 16 überragt die Oberkante des Kotflügels 1 und
wird bei geschlossener Fronthaube 3 von deren Seitenrand überlappt, so daß bei einer
Betrachtung von außen die Trennfuge 7 durch den Schenkel 18 hinterfüttert ist. Bei einer
Belastung der Fronthaube 3 durch den Impaktor I stützt sich die Fronthaube 3 über das
Winkelstück 16 gegen den Kotflügel 1 bzw. das Stützblech 4 ab.
Ein drittes Ausführungsbeispiel ist in Fig. 4 dargestellt. Dieses ist eine Variante des im
Zusammenhang mit Fig. 3 erläuterten Ausführungsbeispiels. Allerdings liegt in Fig. 4 die
Trennfuge 7 zwischen dem Kotflügel 1 und der Fronthaube 3 etwas weiter oben, jedoch
noch unterhalb des Berührpunktes der Tangente T. Dazu ist das Stützblech 4 stufenförmig
ausgebildet, so daß ein größerer Versatz in Vertikalrichtung Z erreicht wird. Dieses
Stützblech 4 umfaßt neben den Randabschnitten 8 und 9, die entsprechend dem zweiten
Ausführungsbeispiel geformt sind, zwei Paare von Wandabschnitten. Jedes dieser Paare
umfaßt einen ersten Wandabschnitt 10a bzw. 10b mit geringerer Neigung zur
Vertikalrichtung Z und einen zweiten Wandabschnitt 13a bzw. 13b mit stärkerer Neigung zur
Vertikalrichtung Z. Diese sind in Richtung auf den Kotflügel 1 hin abwechselnd angeordnet.
Wie aus Fig. 1 zu entnehmen ist, sind die ersten Wandabschnitte 10a bzw. 10b mit einem
Winkel von etwa 25° bis 35° zu der Vertikalen angestellt, die zweiten Wandabschnitte 13a
bzw. 13b verlaufen hingegen wiederum im wesentlichen in Horizontalrichtung Y.
Zwischen dem kotflügelseitigen Randabschnitt 8 und dem angrenzenden Wandabschnitt
13b ist wie bei dem zweiten Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 wieder ein Winkelstück 16
eingesetzt.
Weiterhin zeigt das dritte Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 ein zusätzliches Abstützteil 20,
das sich von dem Längsträger 2 im wesentlichen horizontal nach außen zu dem Kotflügel 1
hin erstreckt, um eine zusätzliche Abstützung des Kotflügels 1 in Fahrzeugquerrichtung zu
bewirken. Dieses Abstützteil 20 kann als streifenförmiges Blechelement ausgebildet werden,
das an seinem kotflügelseitigen Ende zu einem Anlageabschnitt 21 umgebogen ist. Der
Anlageabschnitt 21 verläuft im wesentlichen parallel zu der Innenwand des Kotflügels 1. Er
weist eine Aufnahme 22 für einen in der Fig. 4 nicht dargestellten Klebeverbinder auf, über
den die Festlegung an dem Kotflügel 1 erfolgt. Obwohl derartige Abstützteile 20 in den
weiteren Ausführungsbeispielen nach den Fig. 1, 3 und 5 nicht dargestellt sind, lassen
sich solche Klebeverbinder dort bei Bedarf ohne weiteres anbringen, um ein Vibrieren des
Kotflügels 1 zu verhindern oder dessen Abstützung in Fahrzeugquerrichtung auszusteifen.
Ein viertes Ausführungsbeispiel ist in Fig. 5 dargestellt. Dort liegt die Trennfuge 7 in etwa
auf der Höhe des Berührpunktes der Tangente T. Das Stützblech 4 ist wiederum
stufenförmig in etwa entsprechend dem dritten Ausführungsbeispiel ausgebildet.
Insbesondere umfaßt das Stützblech 4 einen ersten kotflügelseitigen Randabschnitt 8, der
hier jedoch im wesentlichen senkrecht zu der Fahrzeugaußenhaut orientiert ist. Zur
Befestigung an dem Randabschnitt 8 weist der Kotflügel 1 entlang seiner Oberkante einen
einwärts gebogenen Streifen auf, der außenseitig an dem ersten Randabschnitt 8
angeheftet ist. Zur Befestigung an dem Fahrzeugaufbau ist wiederum ein weiterer
Randabschnitt 9 vorgesehen, der auf dem im wesentlichen horizontalen Wandabschnitt 5
des Längsträgers 2 aufliegt und mit diesem verbunden ist.
An den aufbauseitigen Randabschnitt 9 schließt über eine Knickstelle bzw. Sicke 11 ein
erster Wandabschnitt 10a an, der sich verhältnismäßig kurz nach oben und zu dem Kotflügel
1 hin erstreckt. Er ist gegenüber der Vertikalrichtung Z unter einem Winkel von 20° bis 30°
angestellt. An den Wandabschnitt 10a schließt ein im wesentlichen horizontal verlaufender,
zweiter Wandabschnitt 13a an, an den wiederum ein in etwa unter einem Winkel von 20° bis
30° zur Vertikalrichtung Z angestellter Wandabschnitt 10b grenzt. Letzterer ist deutlich
länger als der unmittelbar an den Randabschnitt 9 anschließende Wandabschnitt 10a. An
den Wandabschnitt 10b schließt wiederum ein sehr kurzer, stark geneigter zweiter
Wandabschnitt 13b an, der über eine Sicke 15 in den kotflügelseitigen Randabschnitt 8
übergeht.
Wie Fig. 5 weiter entnommen werden kann, ist an das Stützblech 4 bzw. an den
Randabschnitt 8 desselben ein zweischenkeliges Winkelstück 16 angesetzt und über einen
seiner Schenkel 17 mit dem Stützblech 4 verbunden. Der weitere Schenkel 18 des
Winkelstückes 16 setzt in etwa die Außenkontur des Kotflügels 1 in Richtung der
Fronthaube 3 fort. Er wird wie bei den Winkelstücken 16 des zweiten und dritten
Ausführungsbeispiels von dem Seitenrand der Fronthaube 3 überlappt.
In sämtlichen Ausführungsbeispielen wird eine Kotflügelanordnung geschaffen, die
gegenüber herkömmlichen Kotflügelanordnungen eine deutliche Verminderung der
Flächensteifigkeit erlaubt, ohne daß dies zu einer deutlichen Zunahme des
Verformungsweges führt. Durch die Anordnung des Kotflügels 1 weitestgehend außerhalb
des Hauptauftreffgebietes des Kopfes eines Fußgängers sowie durch die definierte
Weichheit des Kotflügels 1 und der Fronthaube 3 wird der Fußgängerschutz verbessert.
Insbesondere wird hierbei den unterschiedlichen Stoßparametern und wahrscheinlichsten
Auftrefforten beim Zusammenprall mit einer leichteren oder schwereren Person Rechnung
getragen.
1
Kotflügel
2
Längsträger
3
Fronthaube
4
Stützblech
5
im wesentlichen horizontaler Wandabschnitt
6
Blechteil
7
Trennfuge
8
kotflügelseitiger (erster) Randabschnitt
9
aufbauseitiger (zweiter) Randabschnitt
10
erster Wandabschnitt des Stützbleches
10
a, b erster Wandabschnitt des Stützbleches
11
Sicke
12
Sicke
13
stärker geneigter, zweiter Wandabschnitt des Stützbleches
13
a, b stärker geneigter, zweiter Wandabschnitt des Stützbleches
14
Biegung
15
Sicke
16
Winkelstück
17
erster Schenkel des Winkelstücks
18
zweiter Schenkel des Winkelstücks
20
zusätzliches Abstützteil
21
Anlageabschnitt
22
Aufnahme
Claims (15)
1. Kotflügelanordnung für ein Kraftfahrzeug, umfassend einen Kotflügel (1) und ein Stützblech
(4) zur Abstützung der Oberkante des Kotflügels (1) auf einem im wesentlichen horizontalen
Wandabschnitt (5) eines Fahrzeugaufbaus, insbesondere eines Längsträgers (2), wobei das
Stützblech (4) über einen ersten Randabschnitt (8) mit dem Kotflügel (1) und über einen
weiteren Randabschnitt (9) mit dem Wandabschnitt (5) des Fahrzeugaufbaus verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, daß das Stützblech (4) einen sich nach oben erstreckenden und
dabei zu dem Kotflügel (1) nach außen hin geneigten ersten Wandabschnitt (10) aufweist,
an den in Richtung des Kotflügels (1) über eine Sicke (12) ein stärker nach außen geneigter,
zweiter Wandabschnitt (13) einstückig anschließt.
2. Kotflügelanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste
Wandabschnitt (10) des Stützbleches (4) mit der Vertikalen einen Winkel im Bereich von 10°
bis 55° einschließt.
3. Kotflügelanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite
Wandabschnitt (13) des Stützbleches (4) mit der Vertikalen einen Winkel im Bereich von 45°
bis 90° einschließt.
4. Kotflügelanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an
der Sicke (12) der erste Wandabschnitt (10) mit dem zweiten Wandabschnitt (13) einen
Winkel von 110° bis 150° einschließt.
5. Kotflügelanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kotflügel (1) mit einem Randabschnitt wenigstens um einen Teil des kotflügelseitigen
Randabschnittes (8) des Stützbleches (4) gefalzt ist.
6. Kotflügelanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
zweite Wandabschnitt (13) bogenförmig in den kotflügelseitigen Randabschnitt (8) ausläuft.
7. Kotflügelanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der erste
Wandabschnitt (10) des Stützbleches (4) mit der Vertikalen einen Winkel von 10° ± 5° und
der zweite Wandabschnitt (13) des Stützbleches (4) mit der Vertikalen einen Winkel von 45°
± 5° einschließt.
8. Kotflügelanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
zweite Wandabschnitt (13) über eine Knickstelle (15) an den kotflügelseitigen Randabschnitt
(8) anschließt.
9. Kotflügelanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß in die Knickstelle (15)
zwischen dem zweiten Wandabschnitt (13, 13b) und dem kotflügelseitigen Randabschnitt (8)
ein zweischenkliges Winkelstück (16) eingesetzt ist, das mit seiner Spitzkante in die
Knickstelle (15) zeigt und an einem Schenkel (17) mit dem Stützblech (4) verbunden ist.
10. Kotflügelanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Winkelstück (16)
mit seinem weiteren Schenkel (18) in Richtung einer Fronthaube (3) über die Oberkante des
Kotflügels (1) hinausragt und der hinausragende Abschnitt von dem Seitenrand der
Fronthaube (3) überlappt wird.
11. Kotflügelanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
kotflügelseitige Randabschnitt (8) an der Oberkante des Kotflügels (1) im wesentlichen
senkrecht zu der Außenwand des Kotflügels (1) ausgebildet ist und das Stützblech (4) ein
Winkelstück (16) trägt, das mit einem ersten Schenkel (17) an dem Stützblech (4) befestigt
ist und mit einem weiteren Schenkel (18) in Richtung einer Fronthaube (3) des Fahrzeugs
ragt, wobei der weitere Schenkel (18) von dem Seitenrand der Fronthaube (3) überlappt
wird.
12. Kotflügelanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß an
dem Stützblech (4) zwei Paare jeweils bestehend aus einem ersten Wandabschnitt (10a,
10b) und einem zweiten Wandabschnitt (13a, 13b) in Richtung des Kotflügels (1) aneinander
anschließend vorgesehen sind.
13. Kotflügelanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß
eine zwischen der Oberkante des Kotflügels (1) und der Fronthaube (3) verlaufende
Trennfuge (7) in einem gegenüber der Horizontalen geneigten Bereich einer Außenhaut des
Fahrzeugs angeordnet ist.
14. Kotflügelanordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß eine quer zu der
Längsrichtung des Fahrzeuges an die Trennfuge (7) angelegte Tangente (T) mit der
Vertikalen einen spitzen Winkel kleiner als 55° einschließt.
15. Kotflügelanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kotflügel (1) unterhalb seiner Oberkante über ein zusätzliches Abstützteil (20) im
wesentlichen in Fahrzeugquerrichtung gegen den Fahrzeugaufbau, insbesondere einen
Fahrzeuglängsträger (2), abgestützt ist.
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