DD239727A1 - Vorrichtung zur korrosionsverminderung in nassabscheidern - Google Patents

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DD239727A1
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pulp
naßabscheiders
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DD27920185A
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Inventor
Juergen Schenk
Manfred List
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Ilka Luft & Kaeltetechnik
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  • Treating Waste Gases (AREA)
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Abstract

Die Vorrichtung zur Korrosionsverminderung in Nassabscheidern findet Anwendung auf dem Gebiet der Entstaubungstechnik. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch einfache technische Mittel den Aufwand fuer die p H-Wert-Messung und die geregelte Dosierung der Neutralisationsmittel in Trueben von Nassabscheidern zu verringern sowie wertvolle Importmaterialien einzusparen. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe durch die Anordnung eines Behaelters aus perforiertem Material mit einer Fuellung aus geeigneten chemischen Substanzen im Truebekreislauf des Abscheiders geloest.

Description

Hierzu 1 Seite Zeichnung
Anwendungsgebiet der Erfindung ~
Die Vorrichtung zur Korrosionsverminderung in Naßabscheidern findet Anwendung auf dem Gebiet der Entstaubungstechnik, wobei mit ihrer Hilfe die durch saure Abluftbestandteile induzierte Korrosion der wasserbeaufschlagten Teile von Naßabscheidern vermindert wird. Dabei handelt es sich vorzugsweise um Naßabscheider zur Abscheidung von Stäuben und Aerosolen, wobei die Abluftströme geringe Mengen an sauren Schadstoffen enthalten. Einsatzgebiete der Erfindung liegen z. B. in der galvanischen Industrie und in der Akkumulatorenfertigung.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bei der Abscheidung von Stäuben mit Naßabscheidern werden auch hydrophile gasförmige Schadstoffe oder Flüssigaerosole mit abgeschieden. Die Schadstoffe gelangen dadurch in die Absorptionsflüssigkeit und beeinflussen diese entsprechend. Im Falle saurer Schadstoffe wie HF, HCI, SO2 und H2SO4 wird der pH-Wert abgesenkt, die Korrosivität der Trübe nimmt stark zu.
Durch die erodierende Wirkung der Stäube ist im Zusammenhang mit der Korrosivität der Trübe speziell an Stellen höherer Gasgeschwindigkeit ein schneller Materialabtrag gegeben.
Üblicherweise versucht man, durch Einsatz von Sonderwerkstoffen wie Cr-Ni-Stahl oder Titan der Korrosion vorzubeugen, um längere Standzeiten der Anlagen zu erreichen.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die beanspruchten Teile des Naßabscheiders mit hohen Blechdicken auszuführen, um trotz der hohen Abtragsgeschwindigkeit akzeptable Standzeiten der Gesamtanlage zu gewährleisten.
Es wurden auch Schutzschichten aus anorganischen Material wie Emaille und organischen Materialien wie Epoxidharze, Polyesterharze und auch Gummi verwendet.
Die vorgenannten Lösungen haben schwerwiegende Nachteile, Sonderwerkstoffe sind vielfach teurer und bereiten teilweise technologische Schwierigkeiten bei der Verarbeitung. Verarbeitungsschwierigkeiten gibt es auch bei der Anwendung größerer Wandstärken, außerdem ist diese ,Lösung" aus materialökonomischen Gründen wenig sinnvoll.
Schutzschichten aus anorganischen bzw. organischen Material bringen nur kurzzeitig den gewünschten Effekt, weil sie durch die starke Erosion durch Staub und ggf. durch Schlammaustragsorgane schnell abgetragen werden.
Eine Schadwirkung der abgeschiedenen sauren Bestandteile der Abluft läßt sich auch durch weitgehenden Frischwasserbetrieb vermeiden, was aber aus wasserwirtschaftlichen und ökonomischen Gründen nicht praktikabel ist.
Daher muß die umlaufende Trübe mit entsprechenden Chemikalien neutralisiert werden. Dies erfordert Einrichtungen zur kontinuierlichen Messung des pH-Wertes. Die Regelung des p-Wertes erfolgt dann über die Dosierung von Neutralisationsmitteln. Die apparative Gestaltung solcher Einrichtungen zur Messung, Regelung und Dosierung ist aufwendig und teuer. Zudem sind bei stark verschmutzten Trüben für die kontinuierliche Messung des pH-Wertes spezielle Meßzellen erforderlich, wie sie im DD-WP 224791 vorgeschlagen wurden.
Bei geringen Anteilen an sauren Schadstoffen ist der o. g. Aufwand unverhältnismäßig hoch.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, für Abluftströme mit geringer Säurebelastung den zeitlichen und materiell-technischen Aufwand zur pH-Wert-Messung und zur geregelten Dosierung von Neutralisationsmitteln in Trüben von Naßabscheidern zu verringern und gleichzeitig wertvolle Importmaterialien für aufwendige Gehäusekonstruktionen einzusparen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu schaffen, welche es ermöglicht, die durch hydrophile gasförmige Schadstoffe oder Flüssigaerosole hervorgerufene Korrosion in Naßabscheidern zu vermindern, ohne hochwertige Importmaterialien oder Veredlungsverfahren für den Bau des Abscheidergehäuses und die zugehörigen Leitungen/Kanäle zu verwenden.
Durch die Erfindung soll die Standzeit der Apparaturen herkömmlicher Bauart erheblich gesteigert werden. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe mit Hilfe einer im Trübekreislauf angeordneten Vorrichtung gelöst. Diese Vorrichtung ist ein Behälter mit perforierten Boden und/oder Wänden, in dem sich eine Schüttschicht befindet. Der Behälter ist so angeordnet, daß er von der Trübe intensiv durchströmt wird. Eine vorzugsweise Ausführung der Erfindung ist die Anordnung des Behälters im Austrittsstahl des Benetzungselements eines Naßabscheiders. Eine weitere Ausführung ist die Anordnung außerhalb des eigentlichen Naßabscheiders, wobei der Behälter im Trübekreistauf direkt oder im Bypaß angeordnet und notwendigerweise mit einer Ummantelung versehen ist.
Die Schüttschicht besteht aus wasserunlöslichem Material, welches leicht mit sauren Bestandteilen der Trübe unter Neutralisation derselben reagiert. Eine vorzugsweise Ausführung ist eine Schüttschicht aus Calciumcarbonat und/oder Magnesiumcarbonat, wobei die Korngröße der Schüttung zwischen 3 mm und 15 mm liegt.
Die erfindungsgemäße Lösung bringt eine Reihe wesentlicher Vorteile. Zuerst sind Einfachheit, Wartungsfreiheit und Zuverlässigkeit zu nennen, wobei der hohe apparative Aufwand herkömmlicher Neutralisationseinrichtungen entfällt. Obgleich das Neutralisationsmittel im Überschuß vorliegt, bleibt der pH-Wert im Neutralbereich. Es wird kein Neutralisationsmittel mit dem Schlamm ausgetragen. Durch Verwendung des billigen Kalksteins ergeben sich minimale Betriebskosten. ' ; Überraschenderweise wurde gefunden, daß durch die nur als Korrosionsschutzvorrichtung gedachte Erfindung auch eine signifikante Erhöhung des Absorptionsgrades der sauren Schadgase im Naßabscheider eintritt.
Ausführungsbeispiel
Anhand nachstehender Figur 1 wird eine mögliche Variante der Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Lösung dargestellt. In einem herkömmlichen Gehäuse eines Naßabscheiders (Wirbelnaßabscheiders) wird im Reingasraum 1 ein Behälter 4 angeordnet, dessen Seitenwände und dessen Boden aus perforiertem Material bestehen. Die zweckmäßigste Anordnung erfolgt im unmittelbaren Abstrahlbereich 3 des Wirbelelementes 2, weil dort die strömende, mit Trübe angereicherte Luft direkte Spülwirkung erzeugt und die im Behälter 4 befindliche Schüttschicht 5 aktiviert. Diese Schuttschicht 5 sollte aus Magnesiumcarbonat und/oder Calciumcarbonat bestehen und entsprechend der Größe der Perforation gekörnt sein, um ein Mitreißen aus dem Behälter 4 zu verhindern. Bewährt haben sich Korngrößen von 3-15mm. Nach Durchströmen der Schüttschicht 5 tritt die entsäuerte Trübe in den Trübebunker 6 des Naßabscheiders ein und steht zur Weiterleitung und Weiterverwendung zur Verfugung.

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch:
    1. Vorrichtung zur Korrosionsminderung in Naßabscheidern, die durch saure, aggressive Bestandteile im zu reinigenden Abgasstrom hervorgerufen wird, gekennzeichnet dadurch, daß im Reingasraum (1) eines Naßabscheiders, beispielsweise eines Wirbelnaßabscheiders, ein Behälter (4) so angeordnet ist, daß er direkt im Trübekreislauf, vorzugsweise im Austrittsstrahl (3) des Benetzungselementes (2) oder in einem Bypaß des Trübekreislaufes liegt, und daß der Behälter (4) aus perforiertem Material besteht, wobei die Perforation so gewählt ist, daß ein Mitreißen der im Innenraum des Behälters befindlichen Bestandteile einer Schüttschicht (5) aus wasserunlöslicher Stubstanz, wie es beispielsweise Calciumcarbonat und/oder Magnesiumcarbonat der Körnung 3-15mm darstellen und welche leicht mit sauren Bestandteilen der Trübe unter Neutralisation derselben reagieren, vermieden wird.
DD27920185A 1985-08-01 1985-08-01 Vorrichtung zur korrosionsverminderung in nassabscheidern DD239727A1 (de)

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