DD111663B1 - Lenkeinrichtung für Kraftfahrzeuge, insbesondere für Autokrane - Google Patents
Lenkeinrichtung für Kraftfahrzeuge, insbesondere für AutokraneInfo
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Description
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Lenkeinrichtung für Kraftfahrzeuge, insbesondere für Autokrane
Die Erfindung betrifft eine Lenkeinrichtung für Kraftfahrzeuge, insbesondere Autokrane, bei denen eine Lenkung von einem zweiten Bedienungsstand erforderlich ist. Es sind Lenkeinrichtungen bekannt, welche sich durch Schwenken des Fahrersitzes um 180° bzw. durch Umsteigen auf den um 180° gegenüber der Fahrtrichtung gedrehten Beifahrersitz erreichen lassen. Die "Verbindungen der beiden Lenkeinrichtungen, welche ein sinngemäßes Lenken von beiden Lenkeinrichtungen erlauben, sind als Gestänge, Ketten oder Zahnstangen bisher ausgeführt. Diese Lenkeinrichtungen haben den Nachteil hoher Kosten auf Grund ihres großen mechanischen Aufwandes, sie erfordern einen hohen Kraftbedarf auf Grund des schlechten Wirkungsgrades durch ihre umfangreichen Einrichtungen und schließen eine Behinderung des Fahrers durch den Beifahrer infolge der festen Verbindung der beiden Lenkeinrichtungen nicht aus.
Die Erfindung bezweckt die Schaffung einer einfachen und damit ökonomischen Lenkeinrichtung mit geringem Kraftbedarf, bei der eine Behinderung des Fahrers durch den Beifahrer ausgeschlossen ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Aufwand der Lenkeinrichtungen zu reduzieren, den Y/irkungsgrad zu verbessern und die Lenkeinrichtungen so miteinander zu verbinden, daß Eingriffe an der Zweitlenkung wirkungslos bleiben.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst, indem auf der Beifahrerseite an der inneren Kabinenrückwand eines Autokranes ein Konsol angebracht wird, welches zur Befestigung eines Lenkaggregates und eines abnehmbaren Lenksäulenturmes m±i- Lenkrad dient. Ein hydraulischer Arbeitszylinder
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wird mit der lenkbaren Achse verbunden, wobei der an der Kolbenstange befestigte Kolbenstangenkopf mit dem Lenktrapez verbunden ist. Zur Beweglichkeit des hydraulischen Arbeitszylinders sind in den Lagerstellen Pendelgleitlager eingesetzt. Der für die Zweitlenkung benötigte Pörderstrom wird von einer im Kranbetrieb mechanisch zugeschalteten Zahnradpumpe erzeugt. Der Pörderstrom gelangt dabei über eine durch Druckbegrenzungsventil abgesicherte Rohrleitung zum Lenkaggregat und läuft'drucklos in den Behälter zurück. In einer Umgehungsleitung für das Lenkaggregat sind zwei Stück mechanisch miteinander verbundene Absperrventile sowie kolbenseitig für den Lenkzylinder ein weiteres Druckbegrenzungsventil, welches entsprechend des Kolbenflächenverhältnisses niedriger als das für den Förderstrom eingestellte Druckbegrenzungsventil eingestellt ist, eingebaut. Die Verbindung zwischen Lenkaggregat und Lenkzylinder erfolgt mittels Hochdruckschlauchleitungen. Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die zugehörige Zeichnung zeigt die Symboldarstellung der Lenkeinrichtung. Die Zweitlenkung besteht aus einem Lenkaggregat 1, welches an einem Konsol 2 an der Kabinenrückwand eines Autokranes befestigt ist. Gleichfalls an diesem Копзоі 2 ist abnehmbar der Lenksäulenturm mit Lenkrad 3 befestigt. Der für die Lenkung notwendige Pörderstrom wird von einer im Kranbetrieb mechanisch zugeschalteten Zahnradpumpe 4 erzeugt und durch ein Druckbegrenzungsventil 5 abgesichert. Erfolgt keine Lenkkorrektur, so fließt der Pörderstrom über ein Rohrleitungssystem 6 zum Lenkaggregat 1 und von dort drucklos in den Behälter 7 zurück, In einer Umgehungsleitung 8 für das Lenkaggregat 1 sind zwei Stück mechanisch miteinander verbundene Absperrventile 9» welche für die Betätigung der Zweitlenkung zu schließen sind, sowie ein Druckbegrenzungsventil 10 für den Lenkkraftausgleich, welcher sich durch die unterschiedlichen Kolbenflächen-
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Verhältnisse des Arbeitszylinders 11 ergibt, eingebaut. Der Arbeitszylinder 11 ist an einer lenkbaren Achse 12 gelenkig mittels Pendelgleitlagers 13 befestigt, während der an der Kolbenstange 14 befestigte Kolbenstangenkopf ebenfalls gelenkig mittels Pendelgleitlagers 13 mit dem Lenktrapez 16 verbunden ist.
Bei einer Lenkkorrektur wird der Förderstrom vom Lenkaggregat 1 zur gewünschten Lenkrichtung über die Hochdruckschlauchleitung 17, welche das Lenkaggregat 1 und den Lenkzylinder 11 verbindet, v/eitergeleitet. Me daraus resultierende Bewegung der Kolbenstange 14 wird über das Lenktrapez 16 auf die Räder 18 weitergeleitet. Gleichzeitig wird diese Bewegung über den Lenkhebel 19, Schubstange und Lenkstockhebel 21 auf das Fahrzeuglenkaggregat 22 übertragen.
Der für das Fahrzeuglenkaggregat 22 ständig von der Zahnradpumpe 23 geförderte und über das Druckbegrenzungsventil 24 abgesicherte Förderstrom fließt dabei drucklos durch das Fahrzeuglenkaggregat 22 in den Behälter 25 zurück. Das Fahrzeuglenkrad 26 führt eine Drehbewegung aus. Zum Umschalten auf Fahrzeuglenkung sind die in der Umgehungsleitung 8 befindlichen zwei Stück mechanisch miteinander verbundenen Absperrventile 9 zu öffnen. Damit wird die Zweitlenkung wirkungslos, egal ob die Zahnradpumpe 4 für den Kranbetrieb eingeschaltet bleibt oder abgeschaltet wird. Das heißt, eine Lenkkorrektur mit dem Fahrzeuglenkrad kann nicht durch die Zweitlenkung behindert v/erden. Durch die am Fahrzeuglenkrad 26 ausgelöste und über das Fahrzeuglenkaggregat 22, Lenkstockhebel 21, Schubstange 20, Lenkhebel 19 auf das Lenktrapez 16 übertragene Korrektur wird die Kolbenstange 14 des Arbeitszylinders 11 bewegt. Der dabei verdrängte Förderstrom fließt drucklos durch die Umgehungsleitung 8, wobei der Differenzstrom durch das unterschiedliche Kolbenflächenverhältnis über die Rücklaufleitung 27 nachgeschnüffelt wird.
Claims (3)
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Patentansprüche
1. Lenkeinrichtung für- Kraftfahrzeuge, insbesondere für Autokrane, von einein zweiten Bedienungsstand aus, dadurch gekennzeichnet, daß zur Kranlenkung ein Lenkaggregat (1) in Verbindung mit einem an der lenkbaren Achse (12) befestigten Lenkzylinder (11), welcher kolbenstangenseitig mit dem Lenktrapez (16) verbunden ist, verwendet wird.
2. Lenkeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Umgehungsleitung (8) für das Lenkaggregat (1) zv/ei Stück mechanisch miteinander verbundene Absperrventile (9) eingebaut sind, die eine Behinderung der Fahrzeuglenkung ausschließen.
3. Lenkeinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Lenksäulenturm mit Lenkrad (3) abnehmbar angeordnet ist.
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
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