DD109448B1 - Schaltungsanordnung zur Messung der Strömungsgeschwindigkeit, vorzugsweise für langsamfließende Gewässer - Google Patents

Schaltungsanordnung zur Messung der Strömungsgeschwindigkeit, vorzugsweise für langsamfließende Gewässer

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Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Messung der Strömungsgeschwindigkeit, insbesondere für langsam fließende Gewässer.
Es sind Einrichtungen/Schaltungsanordnungen bekannt, die zur Messung der Strömungsgeschwindigkeit den Staudruck, den Differenzdruck oder den Zusammenhang zwischen elektrischem Widerstand und der Temperaturänderung eines in die Strömung gebrachten elektrischen Leiters zur Messung nutzen.
Weiterhin ist bekannt, Teile des strömenden Mediums zu markieren, wobei die Durchgangszeit durch eine Meßstrecke für die Strömungsgeschwindigkeitsmessung genutzt wird.
Andere Einrichtungen nutzen zur Messung der Strömungsgeschwindigkeit die Verzerrung eines Magnetfeldes, welches eine leitende und sich bewegende Flüssigkeit durchdringt ,
Es ist weiter bekannt, einen Propeller in einer strömenden Flüssigkeit anzuordnen, wobei dieser unter Ausnutzung des Flüssigkeitsdruckes in Drehung versetzt wird und die Drehzahl des Propellers von der Geschwindigkeit der fließenden Flüssigkeit abhängig ist . Diese Drehbewegung des Propellers wird entweder auf Tachometerdynamos oder mechanische Kontaktimpulsgeber, wie z. B, sogenannte Kontaktdosen übertragen. Dabei ist die erzeugte Spannung bzw. die Impulszahl je Zeiteinheit ein Maß für die St rörnungsgeschwindigkeit . Bei einer anderen Lösung werden auf induktivem V/ege drehzahlabhängige Impulse erzeugt, indem in einer antimagnetischen Propellerwelle ein lameliierter Weicheisenkern eingebettet ist, der sich zwischen zwei Spulen dreht. Die eine Spule wird als Sendespule mit einer sinusförmigen Wechselspannung gespeist, wodurch die andere Spule als Empfängerspule eine der Drehzahl der Propellerwelle entsprechende amplitudenmodulierte Wechselspannung liefert, welche nach Verstärkung, Demodulation und Formierung zu Impulsen zur Anzeige der Drehzahl genutzt wird.
-Z ~
Bei einer weiteren Lösung wird in Abhängigkeit der Drehzahl des Propellers eine Kapazität gesteuert, indem eine Kondensatorfläche an der Bewegung teilnimmt. Diese drehzahlabhängig veränderliche Kapazität liegt zwischen Gitter und Anode einer Gasentladungsröhre, die dann eine der Drehzahl des Propellers entsprechende Anzahl von Impulsen liefert. Dabei ist der Geber als schmales Segment, welches einem rotierenden Scheibensegment gegenübersteht, ausgebildet. Bei anderen Lösungen weist die Propellerwelle einen unterbrochenen Belag auf, der mit einem diesen gegenüberstehenden und ebenfalls unterbrochenem Belag einen Kondensator bildet, dessen Änderungsfrequenz mit einer feststehenden Frequenz zum Vergleich kommt und anschließend ausgewertet wird. Zur Erfassung kleiner Strömungsgeschwindigkeiten und der daraus resultierenden geringen Propellerdrehzahl ist es bekannt, mittels eines Übersetzungsgetriebes die Drehzahl des Gebers zu erhöhen.
Andere bekannte Einrichtungen zur Messung von Strömungsgeschwindigkeiten verwenden zur Impulsgabe aus einer Lichtquelle, einer Blende und einem Photoelement bestehende optische Geber.
Der Einsatz eines optischen Gebers in einer Einrichtung zur Messung von Strömungsgeschwindigkeiten gewährleistet eine hohe Impulszahl je Umdrehung des Gebers, jedoch treten dabei entscheidende Nachteile auf, wie z. B. keine Wartungsfreiheit wegen der begrenzten Lebensdauer der Glühlampe, relativ hohe Belastung der Stromversorgung, hohe Ansprüche an die Justage und damit hohe Empfindlichkeit gegen mechanische Beanspruchung. Mit ähnlichen Nachteilen sind die anderen genannten Einrichtungen behaftet. So ergibt der Einsatz von Kontakten, auch bei berührungsloser Anordnung, z. B. von Permanentmagneten, eine merkliche Rückwirkung bei kleiner Auflösung .
Der Einsatz bekannter Rückkopplungsindikatoren, bei denen die Einführung eines metallischen Plättchens zur Impulsabgabe führt, ermöglicht keine sofortige stetige Anzeige des Meßwertes und unverzögerte Nachführung bei Meßwertänderung.
Zweck der Erfindung ist es, die genannten Nachteile zu beseitigen.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, durch eine neuartige Schaltungskombination eine neue Einrichtung zur Messung von Strömungsgeschwindigkeiten, insbesondere für langsamfließende Gewässer, zu schaffen, wobei eine möglichst rückwirkungsfreie und hoch aufgelöste Impulsgabe bei weitestgehend temperatur- und spannungsstabilisierter Auswerteschaltung und eine sichere Anzeige in verschiedenen Meßbereichen zu gewährleisten ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die strömungsabhängige Drehbewegung eines Propellers auf оэіпѳп in einem Unterwassergeber angeordneten berührungslosen, rückwirkungsfreien, vielstufigen kapazitiven Geber übertragen wird, der Teil einer von einem Oszillator mit Trägerfrequenz gespeisten, abgeglichenen Brückenschaltung ist. Bei der Drehung des Gebers entsteht durch die periodische Umstimmung der Brückenschaltung eine amplituden- und phasenmodulierte Diagonalspannung. Aus dieser Diagonalspannung ist nach der Abnahme durch eine Impedanzwandler- und Verstärkerstufe und der Demodulation in einer sich anschließenden Diskriminatorstufe und einer Formierungsstufe eine drehzahlproportionale Impulsfolgefrequenz gewinnbar. Diese Impulsfolge wird über eine Anpaßstufe mittels Verbindungskabel einem Anzeigeteil zugeführt. Im Anzeigeteil werden die Impulse nach der Regenerierung in einer Regenerierstufe und der Normierung in einer Normierungsstufe auf konstante Impulsdauer und -höhe auf eirv: Drehspul-Meßinstrument gegeben, das infolge seiner integrierenden Wirkung als Impulsdichtemesser
wirkt und somit einen der Drehzahl des Propellers proportionalen Ausschlag zeigt. Mittels eines Meßbereichsumschalters sind verschiedene Meßbereiche wählbar .·Eine möglichst umgebungstemperatur- und versorgungsspannungsunabhängige Anzeige ist durch eine Spannungsstabilisierungsschaltung erzielbar, welche die von der Versorgungsspannungsquelle gelieferte Spannung in eine von der Umgebungstemperatur bestimmte Speisespannung für die genauigkeitsbestimmende Normicrungsstufe aufbereitet. Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1: ein Blockschaltbild der Schaltungsanordnung,
Fig. 2: ein Schaltbild des Untorvvassergebers der Schaltungsanordnung nach Fig. 1,
Fig. 3: ein Schaltbild des Anzeigeteiles der Schaltungsanordnung nach Fig. 1.
Fig. 1 zeigt das Blockschaltbild der gesamten Anordnung. Die dort gezeigten Baugruppen 2 (Untervvassergeber) und 4 (Anzeigeteil) werden von Fig. 2 und Fig. 3 detailliert beschrieben. Der Propeller 1 wird von der Strömung in Umdrehungen versetzt und treibt den Rotor 17 eines Kapazitivgebers an. Dem Rotor 17 steht im geringen Abstand berührungslos ein fester Stator 18 gegenüber, der Bestandteil einer kapazitiven Brückenschaltung 5 ist. Rotor 17 und Stator 18 bilden einen vielstufigen Differentialkondensator, der bei Drehung des Rotors 17 laufend zwischen Minimalwert und Maximalwert verstimmt wird.
Da der kapazitive Geber nicht mit der Flüssigkeit in Berührung kommen darf, erfolgt die Übertragung der Drehbewegung durch eine nichtmetallische Trennschicht
hindurch mittels des Feidos zweier Permanentmagneten. Der Kapazitivgeber (Rotor 17 und Stator 13) besteht aus zwei Scheiben kupferkaschierten Schichtpreßstoffes, auf denen mittels Fotoätzverfahrens ein zweckentsprechendes Leitungsmuster aufgebracht ist. Dadurch ist es möglich, mit geringem Aufwand ein sehr feines und vielstufiges System anzufertigen, welches vorteilhaft reproduzierbar und in beliebigen Stückzahlen wirtschaftlich herstellbar ist. Die erreichbare Feinheit des Musters erlaubt eine hohe Auflösung des Meßwertes und damit die Gewinnung einer hohen Impulszahl je Umdrehung bei geringem Durchmesser der Geberscheibe. Es sind etwa 15o Impulse je Umdrehung bei 25 mm Scheibendurchrnesser ohne große Schwierigkeiten erzielbar. Ein geringer Scheibendurchmesser ist deshalb notwendig, um nicht durch zu große Abmessungen des Unterwassergebers 2 die Strömungsverhältnisse und damit den Meßwert unzulässig zu beeinflussen. Einerseits ist eine hohe Auflösung unbedingt notwendig, um bei geringen Strömungsgeschwindigkeiten einen ruhigen und ablesbaren Zeigerausschlag zu erhalten, der aber andererseits Meßwertänderungen sofort zu folgen imstande ist, also nicht durch übermäßige Dämpfung erzwungen werden darf.
Dieses Geberprinzip ergibt praktisch völlige Rückwirkungsfreiheit auf den Propeller 1 und schließt damit eine meßbare Empfindlichkeits- und Genauigkeitseinbuße aus.
Die Brücke 5 wird von einem Generator 6 mit einer hochfrequenten Wechselspannung von ca. 3oo kHz gespeist, wobei an Amplituden- und Frequenzkonstanz keine besonderen Forderungen gestellt werden müssen und die Frequenz im weitem Bereich (etwa loo kHz bis 3 MHz) frei wählbar ist.
Bei Drehung des Rotors 17 erfolgt, wie bereite ausgeführt, eine laufende definierte Verstimmung der
Brücke 5, deren Diagonalspannung somit bezüglich der Amplitude und der Phase sich periodisch proportional der Dreh- und damit der Strömungsgeschwindigkeit ändert. In der Impedanzwandler- und Verstärkerstufe 7 wird die Diagonalspannung der Brückenschaltung 5 hochohmig abgenommen und verstärkt. Anschließend wird die Spannung dem Diskriminator 8 zugeführt. Hier wird die Amplitudenänderung nach jedem Abgleichdurchgang der Brückenschaltung 5 in eine Signalspannung umgeformt, die von der Formierungsstufe 9 (Trigger-Schaltung) in einen definierten Impuls gewandelt wird.
Am Ausgang der Formierungsstufe 9 liegt als Signal eine Impulsfolge vor, deren Frequenz den Meßwert repräsentiert. Das Signal wird über eine praktisch beliebige Leitung 3 zum Anzeigeteil der Einrichtung geführt. Die Leitung 3 dient außerdem der Stromversorgung des Unterwassergebers. Zwischen den einzelnen Adern der Leitung 3 ist über die Kontakte der Steckverbindungen infolge Flüssigkeitsbeheizung ein Nebenschluß vorhanden. Um eine unzulässig hohe Signalschwächung zu vermeiden, ist zwischen die Impulsformierungsstufe 9 und die Leitung 3 eine Anpaßstufe (Impedanzwandler) Io eingefügt, die einen niedrigen Quellwiderstand der Signalquelle für die Leitung 3 ergibt.
Das Signal wird im Anzeigeteil der Einrichtung in einer Impulsregenerierstufe 11 (Trigger) unabhängig von Verzerrungen auf der Leitung 3 zu Rechteckimpulsen regeneriert und einer Impulsnormierungsstufe 12 zugeführt. Am Ausgang der Impulsnormierungsstufe 12 erscheint somit eine Impulsfolge, die bezüglich der Impulsamplitude und -dauer konstant ist. Die Impulsmenge je Zeiteinheit stellt also unmittelbar den Meßwert dar. Die zur Anzeige notwendige Mittelwertbildung erfolgt im Impulsdichtemesser 13, bestehend aus einem Drehepulinstrument mit vorgeschaltetem Glüttungsglied und im Zusammenhang mit einem Meßbereichsumschalter 14,
der eine Kalibriermöglichkeit für jeden Meßbereich enthält.
Dem Meßprinzip entsprechend ist die Konstanz von Amplitude und Dauer der von der Normierungsstufe gelieferten Impulse bestimmend für den Anzeigefehler der gesamten Einrichtung.
Einfluß auf die Konstanz haben einmal die Versorgungsspannung der Normierungsstufe 12 und zum anderen die Temperaturschwankungen, aller beteiligten, mit Temperaturgang behafteten Bauelemente der Normierungsstufe 12, des Impulsdichtemessers 13 und des Spannungsstabilisators 15. Aus diesem Grunde wird die Normierungsstufe 12 vom Spannungsstabilisator mit einer aus der Spannungsquelle 16 gewonnenen stabilisierten Betriebsspannung versorgt. Der gesamte, durch die effektiv wirksame Summe aller Temperaturgänge der einzelnen Bauelemente hervorgerufene Temperaturfehler der Anzeige wird durch eine entsprechende Steuerung der absoluten Höhe dieser Vorsorgungsspannung kompensiert. Diese Steuerung erfolgt durch ein mit tomperaturabhängigen Widerständen (Thermistoren) aufgebautes Netzwerk, das bei entsprechend aufwendiger Dimensionierung die Erzielung eines entsprechend kleinen Temperaturganges der Anzeige gestattet. Alle anderen Stufen der Einrichtung werden direkt aus der Spannungsquelle 16 gespeist.
Die weitgehende Stabilisierung erlaubt, dem Verwendungszweck der Einrichtung entsprechend, den Einsatz von anspruchslosen Taschenlampenbatterien bis zur praktisch völligen Entladung. Die gezielte Auslegung ausnahmslos aller Stufen auf geringsten Strombedarf ergibt lange Betriebszeiten bis zur notwendigen Batterieerneuerung, wobei eine ständige Spannungskontrolle unter Ausnutzung des Anzeigeinstrumentes möglich ist (in Fig. 1 nicht dargestellt, Detail Fig. 3). Die Temperaturkompensation ermöglicht den Einsatz der
Einrichtung bei Umgebungstemperaturen zwischen -2o und 5o OC.
Nach weiteren Ausführungsvarianten ist es möglich, die Brückenschaltung 5 statt kapazitiv induktiv auszuführen. Der sich ergebende berührungslose, vielstufige, rückwirkungsfreie induktive, inkrernentale Geber kann u. U. im V/asser betrieben werden, wobei die Übertragung der Drehbewegung von Propeller 1 auf den Rotor 17 direkt, also ohne Magnetfeld - Drehmomentübertragung, erfolgen kann. Der Diskriminator 8 kann phasenauswertend statt amplitüdenauswertend gestaltet werden und ist damit u. U. unempfindlicher gegen Unterschreitung einer bestimmten Mindestspannung der Oszillatorfrequenz. Es besteht die Möglichkeit der alternativen oder zusätzlichen Abnahme des analogen Meßwertes im Impulsdichtemesser 13 zwecks weiterer Verarbeitung. Die Bildung des Meßwertes Impulsdichte kann durch Mittelwertbildung unter alleiniger Verwendung von RC-Gliedern erfolgen.
Es besteht weiterhin die Möglichkeit der Abnahme der Impulsfolge zur alternativen oder zusatzlichen digitalen Meßwertverarbeitung. Eine Schaltungsanordnung, die mit einem 2-adrigem statt 3-adrigem Kabel auskommt, ist realisierbar.
Die Schaltungsausführung des oben näher erläuterten Ausführungsbeispiels nach Fig. 1 wird in Fig. 2 (Unterwassergeber 2) und Fig. 3 (Anzeigeteil 4) gezeigt. Der vom Propeller 1 getriebene Rotor 17 bildet mit dem Stator 13 den einen Brückenzweig, der proportional der Drehbewegung periodisch verstimmt wird und die Kondensatoren 19 und 2o mit den parallel liegenden Widerständen 21 und 22 den anderen Brückenzweig, wobei der Brückenabgleich nach Betrag und Phase mittels der veränderbaren Bauelemente 2o und 22 erfolgt.
Die Speisung der Brücke erfolgt durch einen Meißner-Oszillator, bestehend aus einem Transistor 26 und Spulen 24, wobei ein Emitterwiderstand 25 der Stabilisierung und der Spannungsteiler 27, 28 der Arbeitspunkteinstellung dient. Ein Kondensator 29 dient der wechselspannungsmäßigen Erdung und ein Kondensator 23 legt in Verbindung mit den Kapazitäten 18, 19, 2o und den Schaltkapazitäten die Schwingfrequenz von etwa 3oo kHz fest. Der Kondensator 3o dient der Siebung der Betriebsspannung. Die bei der Verstimmung der Brücke auftretende Diagonalspannung liegt an der Basis des in Kollektorschaltung als Impedanzwandler arbeitenden Transistors 32. Ein Widerstand 31 dient der Arbeitspunkteinstellung, ein Widerstand 33 als Arbeitswiderstand. Ein Kondensator 34 führt das Signal an die Basis eines als Spannungsverstärker arbeitenden Transistors 36, dessen Arbeitspunkt von dem Widerstand 35 festgelegt ist. Ein Widerstand 37 bewirkt eine Gegenkopplung. An einem Arbeitswiderstand 38 liegt die verstärkte Brückenausgangsspannung. Diese wird über einen Kondensator 39 auf einem in Verbindung mit einer Diode 4o als Amplitudendiskriminator arbeitenden Transistor 41 geführt. Die Knickspannungen der Diode 4o und des Transistors 41 sorgen gleichzeitig für die Unterdrükkung von Störspannungen, die sich aus nicht vollständigem Nullabgleich, von Oberwellen des Oszillators und Abgleichfehlern durch Temperaturänderungen herrührend, ergeben. Die Widerstände 42, 43 und ein Kondensator 44 dienen als Arbeitswiderstände, Spannungsteiler und zur Aussiebung der sich noch im Signal befindlichen Oszillatorfrequenz. Die jetzt gewonnene, mit der Propellerdrehung kontinuierlich veränderliche Signalspannung gelangt über einen Schutzwiderstand 45 auf einen Schmitt-Trigger 46 bis 52 und wird bei Über- bzw. Unterschreiten dessen Kippspannungen in zwei diskrete
Spannungswerte "Ein" (= H) oder "Aus" (= L)1 dynamisch also in Rechteck-Impulse, umgeformt. Über einen Koppelkondensator 53 gelangen die Impulse auf einen Irnpedanzwandler-Transistor 55 in Kollektorschaltung mit einer Clipper-Diode 54 zur Arbeitspunktfestlegung.
Durch eine entsprechende Dimensionierung wirken der Koppelkondcnsator 53 und die Diode 54 als Differenzierglied, der Transistor 55· wird also von Nadelimpulsen angesteuert. Dies dient einem möglichst kurzzeitigen Stromfluß der einen relativ hohen Strom aufnehmenden Stufe 55 im Interesse eines möglichst geringen Energieverbrauchs. Die Impulsform ist hier belanglos, da die Information in den Ir.ipulsabständen liegt! Die Widerstände 56, 57 dienen als Arbeitsund Schutzwideretände. Über einen Kondensator 53, zwecks Vermeidung galvanischer Rücksponnungen von außen, gelangen die Signalimpulse zur Steckverbindung 59, über die auch die Stromversorgung der gesamten Unterwassergeberschaltung erfolgt. Über ein Verbindungskabcl 6o mit Steckverbindern gelangen die Signalir.ipulse zur Steckverbindung 61 (Fig. 3). Über einen Trennkondensator 81 und einen Schutzwiderstand 82 wird das ankönnende, u. U. durch Nebenschluß infolge Feuchtigkeit im Steckverbinder 59 und Leitungseinfluß (Kabel 6o) geschwächte und verzerrte, Signal der Triggerschaltung C4 bis 9o zugeführt. Die Clipperdiode 83 legt den Arbeitspunkt des Triggers fest. An seinem Arbeitswiderstand 9o erscheinen Rechteckimpulse mit definiert steilen Flanken, die nach Differenzierung mit Kondensator 91 und Diode 92 stets gleiche und von den Getriebsumständen unabhängige Nadelimpulse liefern. Nach der Diode 93 erscheinen zur Auslösung des nachfolgenden Univibrators' geeignete positive Nadelimpulse.
Der Univibrator dient zur Erzeugung stets nach Amplitude und Dauer gleicher Impulse (Impulsnormierung)
zum Zwecke der Mittelwertbildung in der folgenden Impulsdichte-Meßstufe.
Der Univibrator besteht aus den Transistoren 96, mit den Arbeitswiderständen 97,loo, den arbeitspunktbestimmenden Widerständen 94, 95, 98 sowie den Kondensatoren Io5, Io6, Io7, welche wahlweise über den Umschalter Io8 einschaltbar sind und durch entsprechende Festlegung der Impulsbreite den Meßbereich bestimmen. Parallel гит Arbeitswiderstand 97 liegt das Drehspul-Meßinstrument Io3, dessen Ausschlag je nach mittels Schalter Io8 gewähltem Meßbereich über die Vorwiderstände Io9, Ho bzw. 111, 112 bzw. 113, 114 kalibriert wird. Das Meßinstrument Io3 zeigt demzufolge d.en Mittelwert der über den Arbeitswiderstand 97 liegenden Impulsspannung, welche infolge der konstanten Impulsamplitude und -dauer dieser Impulse proportional der Impulszahl je Zeiteinheit, also der Impulsdichte und damit der Strömungsgeschwindigkeit am Unterwassergeber ist. Ein Kondensator 116 dient der für Anzeige und Transport günstigen Mindestdämpfung des Meßinstrumentes Io3, ein Kondensator 115 der zweckentsprechenden zusätzlichen Dämpfung des untersten Meßbereiches an der Anzeigegrenze. Infolge der Gegenspannung auf den Kondensatoren 115, 116 während der Messung entsteht ein Anzeigefehler, der mittels entsprechender Dimensionierung der betreffenden Schaltelemente unbedeutend klein gehalten wird. Das Meßinstrument Io3 läßt sich mittels Schalter Io4 zur Spannungsmessung an die Batterie 64 schalten, wobei die Vorwiderstände lol, Io2 der entsprechenden Kalibrierung des Instrumentes Io3 auf den gewünschten Ausschlag dienen. Die Möglichkait dieser Betriebsspannungsmessung auch bei ausgeschaltetem Gerät (Schalter 62) läßt die Messung bei Leerlauf und unter Betriebslast zu und gestattet dadurch aussagekräftige Schlüsse auf den Alterungszustand der Batterie.
-Al-
Die Genauigkeit der Anzeige hängt außer von der Impulsbreite von der Impulshöhe und damit unmittelbar von der Betriebsspannung des Univibrators 96, 99 ab. Zur Stabilisierung dieser Betriebsspannung dient ein Serientransistor 68, welcher vom Verstärker-Traneistor 69 mit Arbeitswiderstand 66 gesteuert wird. Ein Kondensator 67 dient der Störspannungsunterdrückung und wirkt infolge der Grenzfrequenzerniedrigung der Schwingneigung der Regelschaltung entgegen. Gesteuert wird der Verstärker-Transistor 69 aus der Sollwert-Istwert-Differenzspannung, die mittels einer Diode 74, welche zur Referenzspannungsgewinnung dient, gewonnen wird und am Dioden-Lastwiderstand 72 abfällt. Die Widerstände 7o, dienen zur gleichzeitigen Einkopplung eines dosierten Spannungsanteiles der ungeregelten Spannung zum Zwecke der günstigen Beeinflussung der Regelkennlinie.
Wie erwähnt, sind die Kondensatoren Io5, Io6, Io7 impulsdauerbestimmend. Es müssen deshalb hier hochwertige Kondensatoren mit geringem, definiertem Temperaturgang eingesetzt werden. Die Auswirkung deren Temperaturganges in Verbindung mit den temperaturabhängigen Werteänderungen aller anderen beteiligten Bauelemente insgesamt wird durch eine entsprechende temperaturgesteuerte Beeinflussung der stabilisierten Betriebsspannung des Univibrators kompensiert. Zu diesem Zwecke liegt in Reihe zur Referenzdiode 74 die C-E-Strecke des Transistors Sie wirkt durch ihren steuerbaren Innenwiderstand als steuerbarer Teil der gesamten wirksamen Referenzspannung über die Diode 74 und den Transistor 75. Ein Kondensator 73 dient der Störunterdrückung. Die Steuerung des Transistors 75 erfolgt durch einen Spannungsteilerwiderstand 76 und Netzwerk 77, 78, Dieses Netzwerk enthält einen Thermistor 78 und ist entsprechend der notwendigen Kompensationskennlinie
dimensioniert. Die Stromversorgung wird von der Trockenbatterie 64 bestritten, die durch eine Feinsicherung 63 vor grober Überlastung geschützt ist. Der Schalter 62 schaltet das Gerät ein bzw. aus. Die Kondensatoren 65, 8o dienen der Siebung der Stromversorgung.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Schaltungsanordnung zur Messung der Strömungsgeschwindigkeit , vorzugsweise langsam fließender Gewässer, bestehend aus einem Unterwassergeber mit Propeller, einem Verbindungskabel und einem Anzeigeteil,
    dadurch gekennzeichnet, daß an eine im Unterwassergeber (2) angeordnete Brückenschaltung (5) mit einem berührungslosen, rückwirkungsfreien, vielstufigen Dreh-Inkrementalgeber, der mit einem Trägerfrequenzoszillator (6) verknüpft ist, eine Impedanzwandler- und Verstärkerstufe (7) mit nachfolgender Diskriminatorstufe (8) angeschlossen ist, welche über eine Formierstufe (9) und eine Anpaßstufe (lo) mit einer Impulsregenerierstufe (11) im Anzeigeteil (4) verbunden ist, der eine Impulsdauer- und Impulsamplituden-Normierstufe (12) und darauf folgend ein Impulsdichtemesser (13) mit Meßbereichsumschalter (14) nachgeschaltet ist, wobei alle elektrischen Bauetufen mit einer an einer Versorgungsspannungsquelle (16) angeschlossenen Spannungsstabilisierungs- und -Steuerungsschaltung (15) verbunden sind.
    Hierzu <3 ..„Seilen Zeichnungen

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