CH94089A - Kraftmaschinenanlage, die eine Gleichdruck-Verbrennungsmaschine und eine Dampfmaschine und eine Dampfmaschine enthält. - Google Patents

Kraftmaschinenanlage, die eine Gleichdruck-Verbrennungsmaschine und eine Dampfmaschine und eine Dampfmaschine enthält.

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CH94089A
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      Kraftmaschinenanlage,        die        eine     und eine     Dampfmaschine    enthält.    Es sind     Kraftinaschinenanlagen        bekannt,     welche aus einer     Gleichdruck-Verbrennungs-          niaschine    üblicher Bauart und aus einer  Dampfmaschine bestehen, bei welchen mit  der Verlustwärme der Verbrennungsmaschine  (Mantel- und     Abgas\värme)    Dampf von nie  driger Spannung erzeugt     wird.    der zum Betrieb  der Dampfmaschine verwendet     wird.    Die da  mit erreichbaren Vorteile sind jedoch recht  mässige,

   denn der Anteil der entstehenden  Dampfarbeit an der Gesamtarbeit ist im Ver  hältnis zur Arbeit der Verbrennungsmaschine  nur klein und die bei den bekannten Verbren  nungsmaschinen ohne Verwertung der Ver  lustwärme, namentlich bei den     Zweitaktma-          schinen    grösserer Ausführung, schon beste  henden und in der schnellen Zerstörung der       Zylinderwandung    und im schlechten Lauf       der        Kolben    und Kolbenringe beruhenden be  trieblichen Schwierigkeiten werden nur noch  erhöht.

   Bei einer     Kraftmaschinenanlage    der  bekannten Bauart hat man demnach eine be  triebsunsicher arbeitende     Verbrennungsma-          schine    und eine unwirtschaftlich arbeitende       Niederdruckdampfinaschine.    Die Verbren-         nungsmaschine    verursacht ausserdem noch  bauliche     Schwierigkeiten,    da bei ihr die  Verbesserung des Wirkungsgrades bis  jetzt hauptsächlich auf dem Wege der  Erhöhung des     Expansionsgrades        bezw.     des Verbrennungsdruckes angestrebt wurde,  wodurch der     Gestängedruck    im Ver  hältnis zur Leistung zu gross,

   der mechanische  Wirkungsgrad schlecht und die Herstellungs  kosten hoch geworden sind. Die Zerstörung  der     Zylinderwandung    der Verbrennungsma  schine von gewisser Leistung und der  schlechte Lauf der Kolben und Kolbenringe  treten schon bei Kühlung mit Wasser von  <B>60'</B> bis 80   ein, da die     Zylinder    zu     heiss     werden.  



  Die Wärmeübertragung an die Zylinder  wände erreicht nämlich. auf die     FläcIienein-          lieit    und Stunde bezogen, ungeheure     @ÄTerte,     die weder im     Dampfkesselbetriebe,    noch auf  andern     technischen    Gebieten bei Heizung mit  Feuergasen auch nur annähernd üblich sind,  wobei noch zu berücksichtigen ist, dass für  die     Wärmeleitung    durch die     Zylinderwände     das wegen seiner schlechten Wärmeleitzahl      für solche Zwecke am     wenigsten    geeignete  Gusseisen aus betriebstechnischen Gründen  meistens Verwendung finden muss.

   Nach an  gestellten Versuchen (siehe Jahrbuch der       Schiffbautechnisohen    Gesellschaft 1912, Vor  trag von     Junkers)    gehen beispielsweise bei  einer     Zweitakt-Gleichdruck-Verbrennungsma-          schine    unter normalen     Betriebsverhältnissen     etwa     260,000    WE auf 1     dm        '@Tandfläclie    de\       Verbrennungsraumes    der am höchsten     bean-          pruchten    Zylinderstelle in der     Stunde    über.

    Zur Ableitung dieser grossen     Wärmemenge     ist an dieser Stelle der     Zylinderwand    ein     er-          heblielies    Temperaturgefälle erforderlich; es  beträgt etwa.<B>50'</B> für 1 cm     @@Tandstä.rke    bei  Gusseisen.  



  Ein Zylinder von 500 mm Durchmesser  einer     Gleichdruck-Verbrennungsmaschine    er  fordert beispielsweise bei<B>36</B>     Atm.        Verbren-          eine        Wandstärke    von 4 cm, so  dass zur Wärmeleitung ein Temperaturgefälle  von 4 X 50     =    200   zwischen innerer Lauf  fläche und der     Wärme    ableitenden Aussen  fläche des Zylinders vorhanden sein muss.  Eine derartige hohe Temperaturdifferenz in  der Zylinderwand übt aber auf ihre Haltbar  keit einen recht ungünstigen     Einfluss    aus,  welcher :ich mit der Zeit in     Rissbildungen    be  merkbar macht.  



  Werden die Wände der Verbrennungs  zylinder, wie es jetzt meistens der Fall ist,  mit Wasser von 60 bis<B>80'</B>     Endtemperatur          gekühlt,    so muss die Temperatur der Zylin  der Lauffläche bei dem gewählten Beispiel  ?00       -._    (60 bis<B>80')</B> - 260       bis    280       werden.     Eine derartige hohe Temperatur der Lauf  fläche bildet beinahe die Grenze für die       Schmierfähigkeit    des an der Lauffläche haf  tenden Schmieröls und damit für die Halt  barkeit der     Kolbenringe    bei den     holten        übli-          chen    Verbrennungsdrücken.  



  Steigert man die Temperatur des Kühl  mittels, wie es erforderlich ist, wenn man  die darin aufgespeicherte     Wärmemenge    vor  teilhaft ausnutzen will, oder geht man gar  dazu über, das Kühlmittel zu verdampfen, so  treten diese     Nachteile    in erhöhtem Masse auf.    Eine erhebliche Steigerung der Temperatur  des Kühlmittels über 100   hinaus ist ohne  Gefahr überhaupt nicht zulässig.  



  Die hohe Temperaturdifferenz in der Zy  linderwand, sowie die hohe Temperatur der       Zylinderlauffläche    sind somit die Hauptur  sachen, dass es bis heute noch nicht möglich  gewesen ist, das Kühlwasser im Kühlmantel       unter    hohem Druck (10     Atm.    und mehr) zu  verdampfen und den     auf    diese Weise erzeug  ten hochgespannten Dampf in einer wirt  schaftlich arbeitenden     Dampfkraftmaschine          neben    dem durch die     Abgase    in     bekannter     Weise erzeugten zu verwenden.

   Ja. die vor  erwähnten Ursachen gestatten nicht einmal  bei Wasserkühlung die betriebssichere Her  stellung von Verbrennungszylindern grosser  Leistungen.  



  Man hat zwar schon versucht, die Tempe  raturdifferenz in der Zylinderwand herab  zusetzen, indem man das Kühlwasser durch  Schwächung der Zylinderwand möglichst  nahe an die     Zvlinderlauffläehe    heranbrachte.       Aber    ganz abgesehen davon, dass zur Aus  gleichung dieser     Schwächung    der Zylinder  wand notwendigerweise angegossene oder auf  geschrumpfte     Verstärkungen    angebracht wer  den mussten, blieb trotzdem die Differenz von  <B>50'</B> für 1. ein Wandstärke bestehen.     Rissbil-          dungen    sind auch hierbei in der     Praxis    noch  die Folge gewesen.  



  Die Verwertung der     Abgaswärme    in Ab  gasverdampfern ist bekannt und bietet keiner  lei Schwierigkeiten; sie ist aber auch bei den       Verbrennungsmaschinen    mit den üblichen     Ex-          pansionsgraden    nicht so erstrebenswert, wie  die der     Mantelwärme,    weil ihre     Temperafn-,     insbesondere bei     Zweitaktmaschinen,    mit       Spülluftüberschuss    nicht mehr besonders hoch  ist und daher grosse Heizflächen erfordert.  



  Erfindungsgemäss wird nun bei einer der  artigen     Kraftmaschinenanlage    der Verbren  nungsdruck im Verbrennungszylinder gegen  über dem üblichen erheblich     lierabbesetzt    und  der Dampfdruck     mindestens    auf den Verbren  nungsdruck gesteigert.  



  Die Steigerung des     Dampfdruckes    und die  mit der Herabsetzung des Verbrennungs-           druckes    der     Gleichdruck-Verbrennungsma-          schine    verbundene Vermehrung der Dampf  erzeugung bedeutet eine vergrösserte Dampf  arbeit im Vergleich zu bekannten Anlagen  dieser Art, welche ermöglicht, die Verluste  der     Gleichdruck-Verbrennungsmaschine    teil  weise wieder auszugleichen, so dass der Ge  samtwirkungsgrad der ganzen Anlage nicht  wesentlich sinkt. Ferner     wird    die Betriebs  sicherheit der     Kraftmaschinenanlage    erhöht.  Diese Punkte sollen in nachstehenden Aus  führungen erörtert werden.  



  Der indizierte<B>Wirkungsgrad</B> einer     Ver-          brennungskraftmaschine    und der Gestänge  drück hängen vom     Verbrennungsdruck    der       arbeitenden    Gasmenge ab, und zwar derart,  dass ein grosser     Verbrennuugsdruch.    einen gu  ten indizierten Wirkungsgrad, aber einen un  günstig grossen     Gestängedruck    ergibt. Vom       Gestängedruck    werden jedoch der mechani  sche Wirkungsgrad, der effektive Wirkungs  grad und die Herstellungskosten der Ver  brennungsmaschine erheblich beeinflusst.  



  Setzt man nach der Erfindung den Ver  brennungsdruck im Verbrennungszylinder  herab, dann ist     damit    eine Herabsetzung des  indizierten Wirkungsgrades der     Gleichdruclz-          Verbrennungsmaschine,    jedoch gleichzeitig  eine gesteigerte Betriebssicherheit, sowie eine  Erhöhung der Temperatur der Abgase ver  bunden. Die Herabsetzung des indizierten       Wirkungsgrades    der     Gleichdruck-Verbren-          nungsmaschine    bringt eine Vermehrung der       Verlustwärme    der Verbrennungsmaschine  hervor, so dass     daraus    eine grössere Dampf  menge als bei den bisher bekannten Gleich  druck-Verbrennungsmaschinen erzeugt wer  den kann.

   Die Vergrösserung der Dampf  menge und die Steigerung des Dampfdruckes  vermehren die Dampfarbeit im Verhältnis  zur Arbeit der     Gleiclidrizck-Verbrennungsma-          schine-erheblich.    Dampfmaschinen, besonders  Dampfturbinen, sind aber noch immer die ein  fachsten und     betriebsichersten        KraftDiaschi-          nen.    Vermehrte Dampfarbeit im Verhältnis  zur Gesamtleistung bedeutet also neben der  Verbesserung der Verbrennungsmaschine im    vorliegenden Falle gleichzeitig erhöhte Be  triebssicherheit.

   Ferner kann eine erhebliche  Steigerung des Dampfdruckes über die bisher  als zulässig erachtete Höhe eintreten, der  Dampfdruck kann sogar bis weit über 20       Atm.    hinaus gesteigert werden, ohne dass da  durch irgend welche Betriebsschwierigkeiten  der Verbrennungszylinder zu befürchten sind,  wie später nachgewiesen     wird.     



  Anhand eines Beispiels sei vorstehende       Behauptung        bewiesen.    Es werden zu diesem  Zwecke eine     Zweitakt-Gleichdruck-Verbren-          nungsmaschine    mit<B>36</B>     Atm.    Verbrennungs  druck und einem Wärmeverbrauch von 2000  Wärmeeinheiten für eine     PS/Std.    gewählt.

    Der effektive Wirkungsgrad dieser Verbren  nungsmaschine beträgt dabei<B>31,6</B> % und bei  75 % mechanischem     'NVirkungsgracl    wird der  indizierte Wirkungsgrad 42,2     '/ä.    In der Ver  lustwärme sind demnach noch 57,8     %    der  durch den Brennstoff dem Verbrennungs  zylinder     zugeführten    Wärmemenge enthalten.  Könnte man 90 % der Verlustwärme aus  nutzen. dann ständen 52 % der zugeführten  Wärme zur Dampferzeugung zur Verfügung.

    Da der Dampfdruck in diesem Falle wegen  der     .entstehenden        Betriebsschwierigkeiten    2       Atm.    kaum übersteigen darf, und eine Dampf  turbine bei hoher Luftleere und überhitztem  Dampf von 2     Atm.    die im Dampf enthaltene  Wärme mit höchstens<B>16</B> % ausnutzt, so wer  den durch die Ausnutzung der Verlustwärme  52 X<B>0,16</B> = 8,3 % der durch den Brennstoff  aufgewendeten Wärme gewonnen.

   Der Ge  samtwirkungsgrad einer aus einer gewöhn  lichen     Zweitakt-Gleichdruck-Verbrennungs-          mascliine    mit     Verlustwärmeausnutzung    be  stehenden     Kraftmaschinenanlage    steigt von  <B>31,6</B>      /o    auf 39,9 %. Die Arbeit der Dampf  maschine     beträgt-    dabei etwa 26 % der der       Verbrennungsmaschine    oder nur etwa<B>20</B> der Gesamtleistung.  



  Im Gegensatz hierzu sei eine nach der Er  findung arbeitende     Kraftmaschinenanlage    be  trachtet. Der Verbrennungsdruck im-     Zwei-          takt-Gleichdruckölmotor    sei     liier    beispiels  weise auf 10     Atm.    herabgesetzt.

   Der effek  tive     Wirkungsgrad    des Verbrennungsmotors           beträgt    nur noch etwa. 25 %, während der  mechanische Wirkungsgrad sich auf zum  Beispiel 87,6      iä    erhöht, und der indizierte       -#Ä'irliungsgräd    sich zu 28,5      iö        ergibt.    In der  Verlustwärme sind daher noch     71,5         ö    der  durch den Brennstoff des Verbrennungszylin  der zugeführten Wärme enthalten.

   Werden  diese ebenfalls mit 90 % ausgenutzt, was hier  viel leichter ist, da auch die     Abgastemperatur     bei gleicher     Verbrennungstemperatur    eine  höhere ist und die Heizfläche des Abgasver  dampfers erheblich kleiner ausfällt, so stehen  zur     Dampferzeugung    64 % der aufgewendeten  Wärme zur Verfügung. Der     Dampfdruck          kann    hierbei hoch gehalten werden. Nimmt  man zum Beispiel 20     Atm.        Dampfdruck    an,  so steigt der effektive Wirkungsgrad der  Dampfmaschine von 16 auf 24 %.

   Der     Ge-          a.mtwirkungsgrad    einer     Iiraftmaschinenan-          lage    nach der     Erfindung    mit herabgesetztem       Verbrennung        sdruck    und erhöhtem Dame f     clruclc     ist daher 25     -i-        64X0,24=40,4    %, wobei der  Anteil der     Dampfarbeit    61,5 % der     Verbren-          nungsmascllinenarbeit    und 38      ,)    der Gesamt  arbeit ausmacht.  



  In diesem Beispiel ist die     Dampfarbeit     im Verhältnis zur Arbeit der     CT'leichdruelc-          Verbrennungsmascliine    von 26 % auf 61.:i      ,@     gestiegen. Während also im ersten Fall die  Dampfmaschine etwa ein Viertel der     Gleich-          druclk-Verbrennungsma.schine    leistet, leistet  sie im zweiten erheblich über die Hälfte. Die  Vergrösserung der Dampfmenge und der hö  here     Dampfdruck.    vermehren hier die Dampf  arbeit derart, dass die Verluste der reinen       C:#leiclidruck-Verbrenu        nugsmasclliile    mehr als  ausgeglichen     werden.     



  Man braucht bei der im Beispiel     auigege-          benen    Herabsetzung des     Verbrennungsdruckes     nicht stehen zu     bleiben,    sondern kann noch er  lieblich weitergehen. Ausserdem kann man zu  diesem Zwecke auch die     Temperatur    am     Ende     der     Verbrennung    tiefer halten, wodurch eine  weitere     Erhöhung    der     Betriebssicherheit    ge  währleistet wird.

   Ist der effektive     Wirkungs-          grad    der Gleich     druclL-Verbreniluligsni < ischine     auf 21     %        herabgesetzt,    so wächst beispiels-    weise die     Dampfarbeit        atif    etwa. 80     %    der  jenigen der     Verbrennungsmaschine.     



  Der     Gestängeclruck    einer     Zweitakt-Gleich-          druck-Verbrennungsmaschine    mit 10     Atm.          Verbrennungsdruck.    beträgt, auf gleiche Lei  stung bezogen. nur einen Teil von dem einer  gewöhnlichen     Gleichdruck-Verbrennungsma-          schine    mit 36     Atm.    Die Herstellungskosten  einer derartigen     Gleiclidrucl-Verbrennungs-          inaschine    sind, wie leicht einzusehen ist, be  deutend niedriger als bei einer     gewöhnlichen          Verbrennungsmaschine.     



  Die in den     Verbrennungszylindern        voit          Gleichdruck-Verbrennungsmaschinen    mit     lio-          liem        Verbrennungsdruck    sich     ergebenden.     eingangs erwähnten Nachteile der zu heissen  Zylinderwände     werden    durch die Herabset  zung des     Verbrennungsdruckes    erheblich ver  mindert.  



  Durch neuere Versuche von     Nusselt    ist       bekannt        geworden,        dass    der     Wärmeübergang     auf die Zylinderwand     annähernd        proportional     der Dichte des     Heizmittels    ist.

   Setzt man bei  spielsweise     den        @'erlireniningsdruck    auf die  Hälfte     Herab,    so     wird    bei gleicher Tempera  turdifferenz     zwischen        Heizmittel    und MAI  mittel auch der     Wärmeübergang    auf etwa die  Hälfte     Herabgehen    und die Temperaturdiffe  renz in der Zylinderwand wird sich dann nur  zu etwa 25   für I     ein        Wanclstärhe    ergeben.

    Da. für den halben     Verbrennungsdruck    auch  nur die halbe     Wandstärke        erforderlich    ist, so  sinkt die     Temperaturdifferenz    in der     Z-vIiii-          derwand    von 200' bei dem schon früher     be-          trachteten        Z3-linder    von 500 min     Durchmesser     auf     \?    X 25 = 50. Die dann     auftretenden     Wärmespannungen in der     Z@-linderwand    sind  nicht mehr gefährlich.

   Bei gleicher     Tempe-          ratur    der Lauffläche     Minn        man        deshalb    bei  der     neuen        I%raftniaschinenanlage    mit der       Temperatur        des        I%iililniittels        erheblich    höher  gellen, und zwar auf 280<I>50</I> = 230  .

    Einer     hühlteinperatur    von 230       entspricht     ein     Dampfdruck    von     etwas    28     Atin.        Nioiint          inan    nur 20     @tul.        I)ainilifdrucl;    an. so      -iris          die        Temperiitur    der Lauffläche 211  <B>=-</B> 261   werden, also so hoch, wie bei Iiüh-      lang einer     Verbrennungsmaschine    mit hohem       Verbrennungsdruck    mit Wasser von 60   sein.  



  Wählt man den Dampfdruck gleich oder  etwas grösser als den Verbrennungsdruck, so  kann die Wandstärke des Zylindermantels  verhältnismässig gering sein, wodurch die  Temperatur der     Zylinderlauffläche    noch klei  ner ausfällt. Beim Überwiegen des Dampf  druckes über den Verbrennungsdruck treten  im Zylindermantel, abgesehen von den kleinen  noch vorhandenen Wärmespannungen nur  noch     Druckspannungen    auf, gegen welche be  kanntlich Gusseisen erheblich widerstands  fähiger ist als gegen     Zuspannungen.    Es ist  also möglich, betriebssichere     Verbrennungs-          zylinder    auch von grösster Leistung herzu  stellen.

   Das hier für eine     Zweitakt-Gleich-          druck-Verbrennungsmaschine    Gesagte findet       sinngemäss    Anwendung für alle Arten  von     Cleichdruck    -     Verbrennungskraftmasehi-          nen,        auch    auf solche mit     Vorkompression    der  Verbrennungsluft. Es ist natürlich nicht not  wendig, den Dampf im Kühlmantel zu er  zeugen, man kann vielmehr auch das zur       Dampferzeugung    erforderliche Speisewasser  im Kühlmantel nur bis auf die     Verdamp-          fiuigstemperatur    erwärmen und durch die  Abgaswärme in Dampf verwandeln.  



  Die Zündung und gute Verbrennung des  Brennstoffes bei einer     Gleichdruck-Verbren-          nungsmaschine    mit     herabgesetztem    Verbren  nungsdruck bietet keine Schwierigkeiten. Der  Brennstoff kann beispielsweise     vorvergast     oder die Brennluft vorgewärmt werden, um  die erforderliche Entzündungstemperatur       durch    Kompression zu erhalten.  



  Die vorliegenden Verhältnisse lassen sich  am besten anhand von Diagrammen über  sehen.  



       Fig.    1 stellt     beispielsweise    ein     tlieoreti-          sches        Druckvolumendiagramm    einer Zwei  takt-Gleichdruck-Verbrennungsmaschine mit  36     Atm.    Verbrennungsdruck dar, während       Fig.    3 ein solches einer Maschine mit auf  18     Atm.    herabgesetzten Verbrennungsdrucke  anzeigt.

   Beide Diagramme besitzen bei<B>1800'</B>  Verbrennungstemperatur zwar nicht die glei  chen indizierten mittleren Drucke (7,5     kg/en?       in     Fig.    1     bezw.   <B>6,7</B>     kg/em2    in     Fig.    3), aber  die effektiven Leistungen zweier Zylinder  von gleichen Abmessungen sind infolge des  günstigen     Gestängedruckes    bei der Maschine  mit herabgesetztem     Verbrennungsdruck-unge-          fä.hr    gleich gross.

   Hieraus folgt, dass die zu  kühlenden Zylinderoberflächen auch in bei  den Fällen angenähert gleiche Grösse aufwei  sen; ebenso sei die an das Kühlwasser über  gehende Wärme annähernd gleich angenom  men, nur ihre Verteilung über die einzelnen  Teile der Oberfläche ist eine andere, bei der       Kraftmascliinenanlage    mit nach der Erfin  dung im     Verbrennungszylinder    herabgesetz  tem     Verbrennungsdrucke        günstigere.    Die Ver  hältnisse sind beispielsweise aus den     Fig.    2  und 4 zu ersehen.

   Die Heizflächen sind als       Abszissen,    die in der Stunde auf dem     m-    in  jedem Teil der Heizfläche übergehende Wär  me als Ordinate aufgetragen, während die  schraffierten Flächen die gesamte über  gehende Wärmemenge darstellen.  



       Fig.        \_?    gehört zu einer Verbrennungsma  schine der üblichen Bauweise mit dem Druck  volumendiagrammnach     Fig.    1. Die Strecke       A-B    stellt die Oberfläche des zylindrischen  Teils des Kühlmantels einer grossen Maschine  in m" dar.     A-C    ist der vom Kolben nicht  überfahrene zylindrische Teil des Kompres  sionsraumes,     C-B    der vom Kolben freige  gebene Teil des Kühlmantels. Im Punkt D  ist die Verbrennung beendet. Im Kompres  sionsraum ist die Wärmeübertragung am  höchsten und, wie früher erwähnt, etwa  260000 WE für 1     m     Zylinderfläche. Mit ab  nehmendem Druck und abnehmender Tempe  ratur geht sie zurück.

   Für die Zylinderwände  gefährlich ist nur die im Kompressionsraum  auftretende.  



       Fig.    4 zeigt approximativ die zu erwar  tenden bedeutend günstigeren Verhältnisse  für eine     Zweitakt-Gleichdruck-Verbrennungs-          maschine,    welche in einer     Kraftmaschinen-          anla.ge    nach der     Erfindung    mit dem Druck  volumendiagramiu nach     Fig.    3 arbeitet.

   Die  Wärmeübertragung hat hier infolge der ge  ringen Dichte     einen    Höchstwert von nur     etwa,         105000     WE    für 1     ni-',Std.,    sie bleibt infolge  der langsameren Druck- und Temperaturab  nahme zwar höher wie in     Fig.    1, die Vertei  lung ist jedoch gleichmässiger über den ganzen  Hub und erreicht keinesfalls eine gefährliche  Höhe.

   Da. der Wärmeübergang annähernd  proportional der Dichte des Heizmittels ist,  so stellt sich im Beispiel nach     Fig.    2 der  Wärmeübergang während der Verbrennung  höher, als im Beispiel nach     Fig.        .t,    er verteilt  sich auf eine verhältnismässig kurze Strecke  und dann erfolgt ein sehr schneller und star  ker     Spannungs-    und     Temperaturabfall.    Im  zweiten Beispiel verteilt sich die Verbren  nung auf eine grössere Strecke und im An  schluss daran findet ein langsames Abfallen  des Druckes und der Temperatur statt, so dass  also die Verteilung des Wärmeüberganges  gleichmässiger über den ganzen Hub erfolgt.

    Dabei ist noch zu berücksichtigen, dass, wie       schon    erwähnt, die     Zylinderwandstärli:e    für  den halben     Verbrennungsdruck    nur     halb    so  gross sein muss wie früher, und die hohe Tem  peraturdifferenz in der Wand, die die Ursa  che der Zerstörung durch     R.issbildung    ist,       cranz    bedeutend herabgesetzt wird.  



  Wie schon hervorgehoben, liegt ein Haupt  vorteil der vorliegenden Erfindung darin, dass  die betriebstechnisch günstige Dampfarbeit  im Verhältnis zur     Gesamtarbeit    vergrössert  wird. Man kann diesen Vorteil vergrössern,  wenn man in einer     Kraftmaschinenanlage        ge-          inäss    der Erfindung die Dampfmaschine ausser  mit dem aus der Verlustwarme der Gleich  druck - Verbrennungsmaschine gewonnenen  Dampf noch mit Dampf     aus    einem     besondern     Dampferzeuger speist; wenn man also eine       Kraftmasehinenanlage    gemäss der Erfindung  mit einer gewöhnlichen Dampfkraftanlage  mit einem besonders beheizten Kessel ver  sieht.

   Man kann hierbei im Kühlmantel der       Verbrennungskraftmaschine    das Kühlwasser       nur    bis auf die     Verdampfungstemperatur    er  wärmen und es dann in der Kesselanlage zu  sammen mit dein übrigen benötigten     Speise-          ivasser    verdampfen. Der     Gesanit-Wirkiings-          grad    einer solchen aus einer Verbrennungs  maschine und ausser einer mit einer     besondern       Feuerung     versehenen        Dampfkraftanlage    be  stehenden     Kraftmaschinenanlage    ist bei je  dem Verhältnis von Verbrennungsmaschinen-.

    und Dampfarbeit in weiten Grenzen von der  Höhe des Verbrennungsdruckes fast gänzlich  unabhängig, was aus dein     Vorhergehende:.     ohne weiteres erfolgt. Ausserdem ergibt sieh  gegenüber einer reinen Dampfkraftanlage für  eine bestimmte Dampfarbeit eine     kleinere     Kesselanlage.

   Soll zum Beispiel die Dampf  arbeit so gross sein, wie die     Verbrennungs-          maschinenarbeit,    und hat man den effektiven  Wirkungsgrad der     Verbrennungsmaschine    so  vermindert, dass die aus der Verlustwärme  entstehende Dampfarbeit etwa 80     %    derjeni  gen der Verbrennungsmaschine ausmacht,  dann ist die besondere Kesselanlage nur für  eine restliche     Dampferzeugung    von 20     %    zu  bemessen. Gegenüber einer reinen Dampf  kraftanlage von der gleichen Leistung wie  die der Verbrennungsmaschine werden 80     \%ö     an Kesseln erspart.

   Zieht man zum Vergleich  eine     Dampfkraftanlage    heran, welche die ge  samte     Leistung    durch Dampf allein hervor  bringt, dann beträgt die Kesselersparnis  90 Hat man beispielsweise eine     Kraft-          inaschinenanlage    von 20000 PS mit reinem  Dampfbetrieb, so sind dazu zum Beispiel 20  Kessel erforderlich.

   Bei einer     Kraftniasclii-          nena.nlage,    welche zur Hälfte aus ein     ,#r    ge  wöhnlichen     Verbrennungsmaschine    ohne Aus  nutzung der     Verlustwä.rnie.    und zur     Hälfta     aus einer gewöhnlichen Dampfkraftanlage be  steht, sind für die gleiche Leistung noch 7-0  Kessel erforderlich.

   Bei Ausnutzung der Ver  lustwärme erzielt     inan    nach den     friiiieren     Ausführungen aus der Verlustwärme     etwa     25     %    der     Verbrennungsinascllinenarbeit,    und  für die gleiche Dampfarbeit wie im vorste  henden Beispiel sind noch 75      ö    des Dampfes  in einer besonderen     Kesselanlage    zu erzeugen:  die Kesselanlage muss also immer noch mit  7 bis 8 Kesseln     ausgeführt    werden.  



  Eine     Kraftmaschinenanlage    nach der Er  findung, bei welcher die aus der     Verlust-          wärme    der Verbrennungsmaschine entste  hende Dampfarbeit 80      ,ö    derjenigen der     Ver-          brennungSmaschine    ausmacht.

       braucht    für      ,las bleiche Verhältnis von Dampfarbeit und  Arbeit der Gleichdruck - Verbrennungsma  schine nur noch zwei     besonders    beheizte     Kes-          el.Eine    nur aus Verbrennungsmaschinen     be-          tehende    Kraftanlage würde zwar überhaupt  keine Kessel erfordern, die Kosten an Brenn  toff würden aber bei einem Ölpreis von     Fr.          "r.        50    für 100 kg sich zu 1,5 Rappen für eine       PSe""Std.    ergeben,

   während bei einer mit Öl  und Kohle betriebenen     Kraftmaschinenanlage          nach    der Erfindung die Brennstoffkosten für       die        PSe,\Std.,    bei einem     Kohlenpreis    von Fr.  <B>16.25</B> per Tonne, unter einem Rappen bleiben       werden.     



  Es könnte nun der     Einwand        erhoben    wer  den,     da.ss    die zur Ausnutzung der V     erlust-          wärnie    erforderlichen Einrichtungen die     Er-          =parnisse    an Kesseln aufwiegen. Das ist aber  nicht der Fall, denn diese     Einrichtungen    sind  nicht viel kostspieliger als die sonst üblichen  Einrichtungen zum Kühlen und zur Ausnut  zung der Abgase.  



       Für    den Antrieb von Schiffen ist eine  K     raftmaschinenanlage    nach der Erfindung  besonders zweckmässig, denn bei . diesen       braucht    man schon für andere Zwecke eine  Kesselanlage.  



  In vielen Fällen wird es     souar        zweck-          e     n.<B>-</B> sein, die     Dampfkraffanlage    im     Ver-          i    ässij--1<B>21</B>       liä.ltnis    zur     Gesamtleistung    erheblich grösser,  als die der Gleichdruck -     Verbrennungsma-          schine    zu machen. Trotzdem wird der     Ge-          sanit-Wirkungsgrad        ungünstig    sein und die  Ersparnis an der Kesselanlage dem absoluten  Betrage nach     bestehen    bleiben.

   Ist zum Bei  spiel das Verhältnis der     Dampfarbeit    zur Ar  beit der     Verbrennungsmaschine    wie<B>2:1,</B> und  gibt die Verlustwärme der     Verbrennungs-          inaschine    so viel Dampf wie im vorigen Bei  spiel her, so ist der Gesamtwirkungsgrad im  mer noch über 2 7 % und die Ersparnis an  Kesselanlage beläuft sich gegenüber einer       gewöhnlichen    Dampfkraftanlage noch auf  60      ,ö.    Bei dieser Leistungsverteilung wird bei  einer Anlage von 20000 PS     clie    Verbren-         nungsmaschine    6660 PS hervorbringen, die  Dampfkraftanlage dagegen 13340 PS bewäl  tigen, und zwar mit 8 Kesseln.  



  Die Möglichkeit, zwei verschiedene Brenn  stoffe verwenden zu können, bietet den Vor  teil, dass man mit der Dampfkraftanlage  allein weiter arbeiten kann, wenn der Brenn  stoff für die Verbrennungsmaschine einmal  ausgehen sollte. Weiter kommt hinzu, dass  eine     Kraftmaschinenanlage    nach der Erfin  dung     überlastbar    ist, da die Kesselanlage for  ciert werden kann, während eine     Kraftma-          schinenanlage    ohne besonders beheizte Kes  selanlage sich in diesem Punkte genau wie  eine gewöhnliche     Gleichdruck-Verbrennungs-          maschine    verhält.  



  Die     vorstehenden    Ausführungen zeigen,  dass die Verbrennungsmaschine, insbesondere  auch die     Zweitaktmaschine,    durch die vor  liegende Erfindung selbst für grösste Leistun  gen     lebensfähig    ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Kraftmaschinenanlage, die eine Gleich druck-Verbrennungsmaschineund eineDampf- maschine enthält, welch letztere mit dem aus der Verlustwärme der Gleichdruck-Verbren- nungsmaschine erzeugten Dampf gespeist wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Ver- brennungsclrucl@ gegenüber dem üblichen er lieblich Herabgesetzt und der Dampfdruck. mindestens auf den Verbrennungsdruck, ge steigert wird. UNTERANSPRUCH:
    Kraftmaschinenanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Dampfmaschine ausser mit dem aus der Ver lustwärme der Gleichdruck-Verbrennungs- maschine gewonnenen Dampf noch mit Dampf aus einem besonderen Dampferzeuger gespeist wird.
CH94089D 1914-12-12 1920-04-10 Kraftmaschinenanlage, die eine Gleichdruck-Verbrennungsmaschine und eine Dampfmaschine und eine Dampfmaschine enthält. CH94089A (de)

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