CH89787A - Verfahren zur Herstellung der Decken von Strassen, Wegen, Plätzen und sonstigen zum Verkehr dienenden Orten. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung der Decken von Strassen, Wegen, Plätzen und sonstigen zum Verkehr dienenden Orten.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung der Decken von Strassen, Wegen, Plätzen und sonstigen zurrt Verkehr dienenden Orten. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung der Decke von Strassen, Wegen, Plätzen und sonstigen zum Verkehr dienenden Orten.
Gemäss dem Verfahren wird zerkleinertes mineralisches Material mit einer dünnen Schicht eines bituminösen Bindemittels von solchem Er weichungspunkt und solcher Penetration überzogen, dass nach dem Erkalten kein merkliches Zusammenbacken der über zogenen Materialteilchen stattfindet, worauf man derart vörbehändeltes Material auf der Baustelle vor oder nach dem Ausbreiten auf der mit der Decke zu versehenden Fläche mit einem geschmolzenen, bituminösen Bindemittel von relativ hoher Penetration übergiesst.
Als mineralisches Material kann man da bei z. B. zerkleinerte Steine, Kies, Sand, Ton, Marmorstaub, gemahlene Schlacke, gewisse Mergelsorten, z. B. gemeinen Mergel oder Steinmergel, ferner Asche und andere Mi neralien in zerkleinertem Zustand anwen den. Als bituminöses Bindemittel können mineralische, vegetabilische oder anima lische Bitumina, vorzugsweise natürliche Asphalte, Kohlenteerpech und Rückstände der Destillation von Rohpetroleum, haupt sächlich von asphaltischem Rohpetroleum, zur Verwendung kommen.
Der Penetrations- grad des zum Überziehen der mineralischen Teilchen bestimmten bituminösen Binde mittels wird im allgemeinen nach den kli- matisclien Verhältnissen des Landes, in dem das Verfahren ausgeführt wird, zu richten sein.
Für die Schweiz beträgt die Penetra- tionszalil zweckmässig 30-50, bestimmt nach der Skala des bekannten Dowschen Penetro- meters. Der Penetrationsgrad des zum Über giessen der als Decke ausgebreiteten, über zogenen Masse verwendeten Bindemittels kann wesentlich höher sein und. z. B. bis 110 betragen. Der Erweichungspunkt des als Überzug dienenden Bindemittels liegt zweck mässig bei 40---50 C.
Die Menge des zur Herstellung des Überzuges dienenden Binde mittels richtet sich nach der Natur des mine ralischen Materials; sie kann 11/m 11 ö des Geivichtes des letzteren betragen. So kann zum Beispiel ein mineralisches Material, das zu l@.z /. aus zerkleinerten Steinen besteht, vollständig überzogen werden, wenn man ihm 2 % Bindemittel zusetzt.
Für Sand be- trägt die erforderliche Menge an Bindemit tel etwa 4 "3 und für Steinstaub 10-11%. Das Überziehen des zerkleinerten minera lischen Materials kann in der Weise erfol gen, dass man es zuerst zwecks Trocknung erhitzt und dann noch in heissem Zustand mit dem zweckmässig geschmolzenen und auf Temperaturen bis maximal 2001 C, zweckmässig 15n-=175 , erhitzten bitumi nösen Bindemittel innig mischt.
Um einen Überzug von möglichst geringer Dicke zu er zielen, kann man das geschmolzene Binde mittel in schaumige Form überführen, was durch Zusatz einer geringen Menge Wasser zu demselben. beispielsweise 0,5 Liter Was ser auf ca. 40 Liter Bindemittel, oder durch Einleiten von Dampf geschehen kann. Ist das mineralische Material mit dem Überzug versehen, so ]asst man es erkalten, und kann es in diesem Zustand beliebig lange auf bewahren, bis es zur Herstellung zum Bei spiel einer Strassendecke gebraucht wird. ohne dass durch die Lagerung bei normalen Temperaturen ein Zusammenbacken der überzogenen 1Zaterialteilchen erfolgt.
Die Verwendung dieses so erhaltenen Maferials zur Herstellung zum Beispiel einer Strassendecke l@ann dann in der Weise er- folven. dass man das überzogene Material auf der lierzutellenden Strasse ausbreitet.
es festwalzt oder -stampft und es sodann mit (-lern Bindemittel von höherem Penetra- tions'-rad überliesst, worauf man die Decke mit feinem Sand oder Mineralstaub absan- det. Man kann aber auch das überzogene Material in einer Mischvorrichtung mit dem verflüssigten Bindemittel von höherem Pe- netrationsgracl übergiessen und mischen und dieses Gemenve als Strassendecke ausbreiten.
In beiden Fällen ist es zweckmässig, das Pindemittel auf 1-50-17151 C zu erhitzen und in der oben angegebenen Weise in schaumige Form überzuführen. Hat man beispielsweise zerkleinerte Steine durch Zu gabe von 2 % asphaltischem Bindemittel vom Penetrationsgrad 40 mit dem Überzug versehen und behandelt nun diese Masse nochmals mit 5 % asphaltischem Bindemittel vom Penetrationsgrad 710, so erhält man ein Endprodukt,
das ungefähr 7 ' Binde mittel vom Penetrationsgrad 90 enthält. Eine solche Masse eignet sich für mittlere klima tische Verhältnisse, d. h. für alle Länder in mittleren Breiten. Unter gewissen Umstä._z- den, z. B. bei kaltem Wetter, kann man dem heissen, flüssigen Bindemittel - von höherem Penetrationsgrad noch ein flüchtiges Lö sungsmittel, das fähig ist, das Bitumen des Überzuges zu lösen oder zu emulsionieren. zusetzen.
Besonders vorteilhaft haben sich hierfür die leichten Fraktionen des Petro-' leums, des Steinkohlen- und des Wasser gasteers erwiesen; die leichten Destillations- produkte von asphaltischen Erdölen sind ge eigneter als die von paraffinischen Erdölen. Diese Lösungsmittel haben den Zweck. das Flüssigmachen des Bindemittels von höhe rem Penetrationsgrad zu erleichtern und seine Ausbreitung auf dem überzogenen Ma terial zu befördern.
Um die Dichte und Dauerhaftigkeit der Strassendecke noch zu erhöhen, kann man nach dem Behandeln der überzogenen Masse mit dem Bindemittel von höherer Penetra tion, der Masse noch ganz fein zerkleinertes mineralisches Material, z. B. Steinstaub. zu setzen.
Das Material soll so weit zerkleinert sein, dass es durch ein Sieb von 10n-200 Maschen geht pro cm2. Es ist. vorteilhaft. die ses Material vor dem Zusammenbrinmen mit der Masse mit einem flüchtigen Lösungs mittel anzufeuchten, und zwar können hier zu die oben erwähnten leichten Destilla- tionsprodukte des Rohpetroleums etc. ver- wendet werden.
Das Menzenverhältnis. in crem dieses fein zerkleinerte Material der Masse zugesetzt wird, kann ztvischen 10 und 20 % variieren; der Zusatz dieses feinkörni gen Materials erfolgt zweckmässig nur bei Strassendecken, die für schweren Verkehr bestimmt sind.. Man kann derartig ange- feuchtetes, fein zerkleinertes Material aber auch zum Absanden der Strassendecke ver wenden, nachdem man das mit dem Über zug versehene Material auf der abzudecken den Fläche ausgebreitet und mit dem Binde mittel von relativ hoher Penetration über gossen hat.
Nach dem Verfahren hergestellte Strassen decken sind nichtleitend sowohl in bezug auf Schall, wie auf Wärme. Infolge des ausserordentlich dünnen Häutchens, mit dem die Teile des mineralischen Materials über zogen sind, ist die allen bituminierten Schotten innewohnende Beweglichkeit und Verschiebbarkeit der Teile gegeneinander auf ein Minimum herabgesetzt, so dass die gemäss dem Verfahren erhaltene Decke eine hohe Stabilität besitzt. Ein wesentlicher Vor teil des Verfahrens liegt ferner darin, dass das mineralische Material in grössten Qyian- titäten behandelt werden kann, und zwar in einer zentralen Anlage, wo das Rohmaterial direkt zur Verfügung steht, z.
B. in einem Steinbruch, und wo genügend Transport mittel, vorzugsweise Schiffe, vorhanden sind. In einer solchen Anlage kann bei einem Minimalaufwand von Handarbeit das ganze Jahr hindurch im Tag- und Nachtbetrieb kontinuierlich gearbeitet werden. Das über zogene Material kann in grossen Vorrats haufen aufgestapelt und dann auch in gro ssen Mengen, z. B. ganzen Schiffsladungen, an die Baustellen transportiert werden. Da bei hat dieser Betrieb einer zentralen An lage noch den Vorteil, dass das Produkt wesentlich einheitlicher ausfällt, als wenn es an den einzelnen Baustellen selbst von den verschiedensten Arbeitern und in relativ kleinen Quentitäten hergestellt werden muss.
Ausserdem erspart die zentrale Anlage den grössten Teil (Iag Kosten für Maschinen und Arbeit, die für die Herstellung an den Bau stellen selbst notwendig sind.
Im 'Folgenden wird anhand der beilie genden Zeichnung schematisch ein Ausfiih- rungsbeispiel einer Anlage zur Herstellung des Überzuges auf dem mineralischen Mate- rial veranschaulicht, (las Verfahren bei spielsweise beschrieben.
Das zerkleinerte mineralische 1@Iaterial wird durch den Einfülltrichter in den Trockenapparat A eingeleert, in dem es mit- telst einer Transportschnecke e, die durch die Riemenscheibe rl angetrieben wird, zu einem Austrittskanal h befördert wird. Auf dem Wege durch den Apparat.
A. ist das Ma terial der trocknenden Wirkung von Luft ausgesetzt, die auf 150=250 " C erhitzt bei P in den Apparat eintritt. Die mit. der aufLe- nommenen Feuchtigkeit beladene Luft ver lässt den Apparat bei f. Durch den Austritts kanal i) gelangt das getrocknete, heisse Ma terial in einen Voi i atsbehälter <B>13,</B> der mit einem Entleerungsschacht fi versehen ist.
In letzteren ist eine Klappe h drehbar ein gebaut, die das Abfiillen des Materials aus dem Behälter 13 in ein unter letzterem schwingbar gelagertes Messgefäss C reguliert. Durch Offnen der Klappe h. lässt man jeweils so viel Material in das Messgefäss C laufen. bis dieses gefüllt ist, worauf sein Inhalt in einen Mischbehälter D entleert wird.
Das flüssige, erhitzte, bituminöse Bindemittel zum Cberziehen des trockenen Materials be findet. sich in einem Behälter r, der mit einem Ablaufkanal i versehen ist., unterhalb welchem sich ein schwingbar gelagertes Messgefiiss h' befindet.. Durch Öffnen einer 1ila.ppe ,j im Kanal i lässt man eine be stimmte,
der Beschaffenheit des minera lischen Materials entsprechende Menge des flüssigen Pindeinittels in dasessgefäss F laufen, das dann ebenfalls in den Misch behälter I) entleert wird.
In letzterem sind R.ü hrer k angeordnet, durch deren Betäti gung das mineralische Material innig mit. dem Bindemittel .gemischt und jedes Teil- (,])en (los ersteren mit einem dünnen Häut chen des Bindemittels %iberzogen wird.
Nach beendeter Mischung lässt man das so behan delte Material auf ein endloses Förderband , < ,r fallen, von dem es zur Abla.mestelle H be fördert wird. Hier lässt man es abkühlen uml erhält damit ein Produkt., das von Wasser nicht mehr benetzbar ist und aus lauter losen, bei gewöhnlicher Temperatur nicht zusammenhängenden Teilchen besteht.
Es kann bequem gehandhabt, verladen öder aufgestapelt werden, ohne zusammenzubak- ken; mit andern Worten, der Überzug ist so dünn, dass unter normalen Verhältnissen keine Adhäsion zwischen den Materialteil chen stattfindet.
An der Baustelle wird dieses Material in einem Mischbehälter mit einem bestimmten Prozentsatz Asphalt, von höherer Penetra tion, der auf 150--1751 C erhitzt und durch Einleiten von Dampf zum Schäumen ge bracht ist, übergossen und gut gemischt. Darnach setzt. man noch 10-20 % Steinstaub zu, der mit leichten Destillationsprodukten des Rohpetroleums angefeuchtet ist. Dann breitet man das ganze, auf der mit der Decke zu versehenden Fläche aus und walzt oder stampft es fest.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung der Decken von Strassen, .Wegen, Plätzen und sonstigen zum Verkehr dienenden Orten, dadurch ge kennzeichnet, dass man zerkleinertes mine ralisches Material mit einer dünnen Schicht eines bituminösen Bindemittels von solchem Erweichungspunkt und solcher Penetration überzieht, dass nach dem Erkalten kein merkliches Zusammenbacken der Überzoge nen Materialteilchen stattfindet, worauf man derart vorbehandeltes Material auf der Bau stelle vor oder nach dem Ausbreiten auf der mit. der Decke zu versehenden Stelle mit, einem geschmolzenen. bituminösen Binde mittel von relativ hoher Penetration über giesst.tT\T1:It:1\sI'Itt.\C\III's 1. Verfahren nach Patentanspruch, cladurel; gekennzeidinet., dass man die g-eschmol- zerien bituminösen Bindemittel in Schaumform zur Verwendung bringt. 2.Verfahren nach Patentanspruch, und Un- teranspruch 1, . dadurch gekennzeichnet, dass die L-beifiilirung der geschmolzenen Bindemittel in die Schaumform durch Zusatz einer relativ geringen Menge Was ser erfolgt. 3.Verfahren mich Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Cberfiihrung der geschmolzenen Bindemittel in die Seliaumforni durch hinleiten von Dampf erfolgt. l i.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, class das mineralische Material vor dem Aufbringen des Über zuges erhitzt wird. 5. Verfaln en nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man (-las mit dem Überzug versehene Material abkühlen- liisst, bevor es an der Baustelle mit dem bituminösen Bindemittel von relativ ho- lier Penetration über-ossen -wird.Verfahren nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet. class man denn überzoge- nen Material nach dem. 1_\ber.iessen mit (lein Bindemittel von relativ hoher Pene- treition noch fein zerkleinertes minera lisches Material zusetzt.
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