CH571908A5 - Opening tundish nozzles in continuous casting of steel - where oxygen lance is inserted via side opening in casting pipe - Google Patents
Opening tundish nozzles in continuous casting of steel - where oxygen lance is inserted via side opening in casting pipeInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B22D41/00—Casting melt-holding vessels, e.g. ladles, tundishes, cups or the like
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Öffnen einer durch einen Schliessteil verschlossenen Ausgussdüse beim Stranggiessen von Stahl, die in einem Giessgefäss angeordnet ist und der ein in den Giesskopf einer Kokille eintauchendes Giessrohr nachgeordnet ist.
Es wurde bereits vorgeschlagen, zum Öffnen eines unbetätigbaren Verschlusskörpers im Bodenausguss eines Giessgefässes den Verschlusskörper durch Sauerstoff aufzubrennen, wobei die Sauerstoffzuführung durch eine in den Bereich des Verschlusskörpers führende Lanze erfolgt. Die Lanze wird dabei entweder von unten durch die vorgesehene Austrittsöffnung in das Giessrohr eingeführt oder durch eine Öffnung in einem oberhalb des Giessrohres angeordneten Zwischenring eingeschoben. Diese Lösung ist dann anwendbar, wenn die durch den Verschlusskörper geschlossene Öffnung nur Imal freigelegt werden muss.
Es besteht jedoch keine Möglichkeit, mit dieser vorgeschlagenen Lösung ein mehrmaliges Öffnen der Durchflussöffnung herbeizuführen, da ein Einführen einer Sauerstofflanze von unten in das Giessrohr mit in den Giesskopf der Kokille eintauchenden Austrittsöffnungen nicht möglich ist. Ferner ergeben sich dann Schwierigkeiten, wenn sich die Düse nicht schon beim ersten Sauerstoffstoss öffnet und die Sauerstofflanze verstopft.
Es ist Aufgabe der Erfindung, die oben beschriebenen Nachteile zu vermeiden und ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, die es in zuverlässiger, betriebssicherer Weise jederzeit und mehrmals erlauben, eine geschlossene oder nur teilweise geschlossene Düsenöffnung zu öffnen. Insbesondere sollte es ermöglicht werden, auch während eines laufenden Giessprozesses unenvünschte Verstopfungen zu beheben.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass am Giessrohr oberhalb des Kokillenbadspiegels eine seitliche Öffnung freigelegt wird, Sauerstoff durch diese Öffnung bis zum Schliessteil herangeführt, dieser aufgebrannt und die seitliche Öffnung wieder geschlossen wird.
Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass das Giessrohr im nichteingetauchten Bereich eine verschliessbare, das Einbringen einer Sauer stofflanze gestattende seitliche Öffnung aufweist, mit der ein Verschlussorgan zusammenwirkt.
Mit dieser Lösung ist es möglich, einerseits unbetätigbare Verschlusskörper, wie beispielsweise ein auf die Ausgussdüse aufgelegtes metallisches Plättchen als Schliessteil zu Giessbeginn aufzubrennen und anderseits auch Veränderungen bzw.
Verstopfungen der Durchflussöffnung während des Giessbetriebes, wenn notwendig auch mehrmals, zu beseitigen. Dabei wird zuerst die seitliche Öffnung im Giessrohr freigelegt und eine übliche Sauerstofflanze durch diese Öffnung in das Giessrohr eingeführt. Sobald die Öffnung freigelegt ist und der Giessstrahl in befriedigender Stärke austritt, kann die Lanze zurückgezogen werden, und die Öffnung am Giessrohr wird wieder geschlossen. Letzteres ist notwendig, da ein Zutritt von Luftsauerstoff vermieden werden muss.
Die seitliche Öffnung am Giessrohr kann durch Entfernen bzw. Einsetzen eines passenden Einsatzstückes freilegbar bzw.
verschliessbar sein, wobei dieses Verschlussorgan vorzugsweise mittels eines Handgriffes manuell bewegt wird. Nach dem Einsetzen kann eine Abdichtung mittels einer feuerfesten Dichtungsmasse erfolgen, die das Einsatzstück in seiner Lage hält.
Die Öffnung kann auch durch eine Lageveränderung eines feuerfesten, um das Giessrohr herum angelegten Ringes freilegbar bzw. verschliessbar sein, wobei die Lageveränderung des Ringes entweder radial, also durch Drehen oder axial durch Heben oder Senken ausgeführt wird. Im ersten Fall wird zum Öffnen lediglich eine entsprechende Ausnehmung am Ring mit der seitlichen Öffnung am Giessrohr zur Dek kunggebracht, so dass die Sauerstofflanze eingeführt und Sauerstoff bis zum Schliessteil herangeführt werden kann. Der Ring hat gegenüber dem Giessrohr nur kleines Spiel, wobei der Spalt durch bekannte Mittel abgedichtet werden kann.
Es ist vorteilhaft, das Giessrohr aus SiO2 herzustellen, da die Anbringung einer Öffnung in diesem Material relativ einfach ist und auch dessen Temperatunvechselbeständigkeit und sein Widerstand gegen Rissanfälligkeit ausgezeichnet ist, > Die Abmessungen der seitlichen Öffnung müssen so gewählt werden, dass die Einführung der Sauerstofflanze in die Bohrung des Giessrohres möglich ist, wobei darauf zu achten ist, dass die Mündung der Lanze in den Bereich des wegzubrennenden Schliessteils gelangen kann. Die Höhe der Öffnung soll zwischen 150 und 200 mm, die Weite zwischen 10 und 20 mm betragen.
Anhand der nachfolgenden Figuren werden Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch ein Giessgefäss, die Ausgussdüse mit nachgeordnetem, in den Giesskopf einer Kokille eintauchendem Giessrohr,
Fig. 2 ein Giessrohr mit Verschlussorgan, teilweise geschnitten, und
Fig. 3 ein Giessrohr mit hochgeschobenem Verschlussorgan, teilWeise im Schnitt.
Wie die Fig. 1 zeigt, ist beim Strangpressen von Stahl in einem Zwischengefäss 1 ein Ausgussstein 2 eingesetzt. Nachfolgend diesem Ausgussstein befindet sich ein Giessrohr 3. Dieses Giessrohr besitzt Ausgussöffnungen 4, die in Giessstellung unterhalb des Kokillenbadspiegels 5 einer Kokille 6 liegen, d. h. im Giesskopf der Kokille münden. Das Giessrohr ist durch übliche Haltemittel am Boden des Zwischengefässes befestigt. Oberhalb des Kokillenbadspiegels 5 befindet sich im nichteingetauchten Bereich des Giessrohres eine seitliche Öffnung 7 (Fig. 2), deren Grösse so bemessen ist, dass eine sauerstofführende Lanze 8, strichpunktiert gezeichnet, in die Bohrung des Giessrohres eingeführt werden kann.
Zu Giessbeginn wird üblichenveise die Durchflussöffnung des Ausgusssteines 2 durch ein Schliessteil 11, strichpunktiert dargestellt, abgeschlossen, damit sich im Zwischenbehälter 1 eine genügend hohe Metallsäule bilden kann. Durch den mittels der Lanze in die Öffnung 7 eingeführten und bis in die Nähe des als Plättchen ausgebildeten Schliessteils 11 gebrachten Sauerstoff wird dieses aufgebrannt und die Durchflussöffnung für den Giessstrahl freigegeben. Hierauf wird die Öffnung 7 durch ein Verschlussorgan verschlossen bzw. abgedeckt. Nach Fig. 1 besteht dieses Verschlussorgan aus einem Einsatzstück 12, das gegebenenfalls mit feuerfestem Zement im Rohr fixiert wird.
In Fig. 2 wird als Verschlussorgan ein feuerfester Ring 13 gezeigt. Dieser Ring besitzt eine der Öffnung 7 entsprechende Ausnehmung 14, die zur Freilegung der Öffnung 7 mit dieser durch eine Drehung um das Giessrohr zur Deckung gebracht wird. Durch eine weitere Lageveränderung, durch Drehung, nach erfolgtem Aufbrennen wird die Öffnung 7 wieder abgedeckt. Der Ring wird durch Abstützelemente 16 in seiner Lage gehalten. Die Spalte zwischen dem Rohr 3 und dem Ring 13 werden durch bekannte Mittel abgedichtet. Es kann aber auch der Fall sein, dass während des Giessens die Ausgussdüse durch Anlagerungen, beispielsweise nichtmetallische Oxyde, verstopft bzw. verengt wird und dadurch ein erneutes Aufbrennen notwendig wird. Dazu wird die Öffnung 7 neuerlich freigelegt, die Sauerstofflanze eingeführt und die Verengung durch Aufbrennen beseitigt.
Die Fig. 3 zeigt eine weitere Ausbildungsform, bei der ein am Giessrohr 3 höhenverstellbarer Ring 13' vorgesehen ist.
Dieser Ring kann in der Höhe manuell verstellt werden, wie durch den Doppelpfeil 15 angedeutet ist, und somit die Öffnung 7 freigeben oder verschliessen. Die Öffnung 7 besitzt eine Höhe 9 und eine Dicke 10, die so bemessen werden, dass eine Sauerstofflanze eingeführt und Sauerstoff bis zum Schliessteil herangeführt werden kann. Die Höhe 9 soll vorteilhaft zwischen 150-200 mm, die Dicke zwischen 15 und 20 mm betragen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHEI. Verfahren zum Öffnen einer durch einen Schliessteil (11) verschlossenen Ausgussdüse beim Stranggiessen von Stahl, die in einem Giessgefäss angeordnet ist und der ein in den Giesskopf (6) einer Kokille eintauchendes Giessrohr (3) nachgeordnet ist, dadurch gekennzeichnet. dass am Giessrohr (3) oberhalb des Kokillenbadspiegels (5) eine seitliche Öffnung (7) freigelegt wird, Sauerstoff durch diese Öffnung bis zum Schliessteil (11) herangeführt, dieser aufgebrannt und die seitliche Öffnung (7) wieder geschlossen wird.II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Giessrohr (3) im nichteingetauchten Bereich eine verschliessbare, das Einbringen einer Sauerstofflanze (8) gestattende seitliche Öffnung (7) aufweist, mit der ein Verschlussorgan (12, 13, 13') zusammenwirkt.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die seitliche Öffnung (7) durch Entfernen bzw. Einsetzen eines Einsatzstückes (12) freigelegt bzw. geschlossen wird.2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die seitliche Öffnung (7) durch Lageveränderung eines Ringes (13) relativ zum Giessrohr (3) freigelegt bzw. geschlossen wird.3. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlussorgan ein Einsatzstück ist und die Öffnung (7) durch Entfernen des Einsatzstückes (12) freilegbar und durch Einsetzen des Einsatzstückes (12) verschliessbar ist.4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (7) durch einen um das Giessrohr (3) drehbaren feuerfesten Ring (13) mit einer der Öffnung (7) entsprechenden Ausnehmung (14) freilegbar bzw. verschliessbar ist.5. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (7) durch einen in axialer Richtung des Giessrohres (3) heb- und senkbaren Ring (13') freilegbar bzw. verschliessbar ist.6. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Giessrohr (3) aus SiO2 besteht.7. Vorrichtung nach Patentanspruch II oder einem der Unteransprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die seitliche Öffnung (7) eine Höhe (9) von 150-200 mm und eine Weite (10) von 15 bis 20 mm aufweist.
Priority Applications (1)
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Publications (1)
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1974
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