Es sind schon Abreisspackungen mit Blättern oder Tüchern vorgeschlagen worden, die aus einem einseitig mit einem Tragteil verklebten Block aus diesen Blättern oder Tüchern bestehen und an dem Tragteil als Aufhänger verwendbare biegsame Lappen aufweisen, mit welchen sie an einem Stab, beispielsweise einem Handtuchhalter, aufgehängt werden können.
Obwohl die Aufhängung derartiger Packungen in der beschriebenen Weise allgemein gebräuchlich ist, gibt es viele Fälle, in denen die Handtuchhalter für Stoffhandtücher frei bleiben sollen, so dass eine einfache, gut aussehende, zusätzliche Haltevorrichtung, die speziell für Packungen mit Papierhandtüchern o. dgl. Papiertüchern für ähnliche Zwecke geeignet ist, wünschenswert ist. Zu den derzeit erhältlichen Entnahmevorrichtungen gehören z. B. solche, bei welchen flach gefaltete und ineinandergelegte Papierhandtücher am Boden eines Metallbehälters oder beliebige andere Blätter bzw. Tücher für ähnliche Zwecke aus Kartons, die an der Oberseite und/oder seitlich eine Entnahmeöffnung aufweisen, entnommen werden können.
Vorrichtungen dieser Art haben sich jedoch im Haushalt nicht durchsetzen können, weil die Metallbehälter beispielsweise leicht den Eindruck vor öffentlichen Toiletten vermitteln und Pappkartons wiederum zuviel freien Raum auf Abstellborden erfordern und auch zu leicht nass werden, wenn sie in ausreichender Nähe eines Waschbeckens aufgestellt werden.
Es ist das Ziel der vorliegenden Erfindung, diesen Nachteil zu beheben.
Die erfindungsgemässe Halte- und Entnahmevorrichtung für Blätter oder Tücher, mit einer Abreisspackung, die einen Block Blätter oder Tücher und einen Tragteil aufweist, wobei eine Endfläche des Blocks so an dem Tragteil befestigt ist, dass jedes Blatt des Blocks einzeln entnehmbar ist, und der Tragteil eine rechteckige Tragfläche hat, von deren vier Seiten Randteile abstehen, die zur Bildung eines das eine Ende des Blocks umgebenden Randes miteinander verbunden sind, und zwei einander gegenüberliegende seitliche Randteile von dem Block beabstandet verlaufen, so dass sich zwischen den Seiten des Blocks und diesen seitlichen Randteilen Spalte befinden, und wobei ein Halter, bei welchem an den gegenüberliegenden Enden einer zur Befestigung an senkrechten Flächen vorgesehenen Halterplatte ein Paar parallel zueinander verlaufende, nach vorn gerichtete Träger angebracht sind.
die an ihren einander zugekehrten Seiten mit von den unteren Randzonen her frei aufragenden, parallel zu den Seiten und etwa rechtwinklig zur Halterplatte verlaufenden Zungen versehen sind, wobei die Zungen in die Spalte der Abreisspackung eingreifen und mit den Seiten der Träger Nuten bilden, deren Breite mindestens so gross ist wie die Dicke der entsprechenden seitlichen Randteile des Tragteils, und die Länge und die Breite jeder Zunge nicht grösser als die entsprechende Abmessung des Spaltes an der Abreisspackung ist.
Die neue Halte- und Entnahmevorrichtung ist insbeson dere zur Verwendung im Haushalt geeignet und kann für
Papierhandtücher und dergleichen Produkte für ähnliche Zwecke verwendet werden.
Im folgenden wird die Erfindung an einem Ausführungs beispiel und der Figuren erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Ausführungs form der neuen Halte- und Entnahmevorrichtung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Oberseite der Haltevor richtung von Fig. 1.
Fig. 3 eine Vorderansicht der Haltevorrichtung gemäss Fig. 1 und 2,
Fig. 4 eine Rückansicht der Haltevorrichtung gemäss Fig. 1-3,
Fig. 5 einen vergrösserten Querschnitt durch die Haltevorrichtung gemäss Fig. 14 in der Ebene 5-5 von Fig. 2,
Fig. 6 eine Draufsicht auf die Rohform, aus welcher der Tragteil der Abreisspackung geformt wird,
Fig. 7 eine perspektivische Darstellung der Abreisspackung, aus der die Befestigung des Papierblocks an einer haftenden Zwischenschicht zu ersehen ist,
Fig. 8 einen vergrösserten Teilschnitt durch die Halteund Entnahmevorrichtung in der Ebene 8-8 von Fig. 1.
Die in der Fig. 1 gezeigte Halte- und Entnahmevorrichtung weist eine Abreisspackung 20 auf, die in einem Halter 50 gehalten wird. Die Packung 20 besteht aus einem Tragteil 22 und einem Block flacher Papierblätter, der an dem Tragteil befestigt ist. Die Halte- und Entnahmevorrichtung kann an jeder beliebigen geeigneten Stelle aufgehängt werden.
Der Halter 50 besteht - wie sich insbesondere aus den Fig. 2-5 ergibt - aus einer hinteren Halterplatte 52, an deren Enden einander im wesentlich parallel gegenüberliegende Träger 54, 54a angeordnet sind. Die Aussenseiten 56, 56a der Träger 54, 54a sind zur Verzierung als Pyramiden ausgebildet, die massiv oder - zur Materialeinsparung - hohl mit nach unten weisenden Öffnungen sein können. Strukturell dienen die so ausgebildeten Aussenseiten 56, 56a als Verstärkung und tragen zur Ausbalancierung der Träger 54, 54a bei.
An den einander zugekehrten inneren Seiten der Träger 54, 54a sind vertikal stehende Zungen 58, 58a angeordnet, die bezüglich der Halterplatte 52 senkrecht verlaufen. Die beiden Zungen 58, 58a sind an ihrem unteren Ende an den Trägern 54, 54a befestigt. Die Zungen 58, 58a sind auch von der Halterplatte 52 beabstandet. Dadurch werden Nuten 60,
60a zwischen den Zungen und der gegenüberliegenden Wand der zugehörigen Träger, die in einer senkrecht zur Halterplatte 52 ausgerichteten Ebene verlaufen, und Nuten 62, 62a zwischen den Zungen 58, 58a und der Halterplatte 52 gebildet. Die Nuten 60-62 und 60a-62a sollen den nach unten umgelegten Rand des Tragteils 22 aufnehmen, und zwar in der in Fig. 8 erläuterten Weise, was im folgenden noch näher beschrieben wird.
Der Halter 50 kann aus jedem beliebigen festen Material hergestellt werden, das sich in einer dem Fachmann bekann ten Weise zusammensetzen lässt. Aus Gründen der Wirt schaftlichkeit und eines gefälligen Aussehens stellt man den
Halter vorzugsweise aus einem verformbaren thermoplasti schen Material her. Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, den Halter 50 aus hoch-schlagfestem Polystyrol durch Spritzguss herzustellen, weil dieses Material eine grosse Festigkeit besitzt und sehr billig ist. Bei dieser Art der Herstellung kann der Halter 50 ausserdem als eine Ein heit ausgebildet werden, was Probleme hinsichtlich des Zu sammenbaues ausschliesst, die auftreten würden, wenn der
Halter 50 aus mehreren Teilen bestehen würde.
Zur Erleichterung der Herstellung des Halters und des späteren Einsetzens der Packung 20 in den Halter 50 sind die Zungen 58, 58a zu ihren oberen Enden hin nach innen abgeschrägt, so dass ihre Oberseiten schmaler sind als ihre unteren Enden. Die Abschrägung kann auf jeder Seite etwa 1,5 betragen, wobei dieser Wert jedoch nicht kritisch ist.
Die Halterplatte 52 ist mit einer Einrichtung versehen, durch welche der Halter 50 an einer senkrechten Fläche, beispielsweise einer Wand in der Nähe eines Waschbeckens im Haushalt befestigt werden kann. Aus den Fig. 2 bis 5 ergibt sich, dass diese Einrichtung beispielsweise aus einem
Paar doppelseitiger Haftkleberstreifen 64, 64a bestehen kann, die an den sich gegenüberliegenden Enden des oberen
Teiles der rückwärtigen Fläche der Halterplatte 52 ange bracht sind. Die Haftkleberstreifen 64, 64a sind mit Abdeck papierstreifen 66, 66a in an sich bekannter Weise abgedeckt, damit die Haftkleberstreifen 64, 64a vor einem unerwünch ten und vorzeitigen Anheften geschützt sind. Die Art und die
Abmessungen der Haftkleberstreifen 64, 64a können von Fall zu Fall verändert werden, wobei das Gewicht der Pak kung 20 und des anzubringenden Halters 50 zu berücksich tigen sind.
In den meisten Fällen ist jedoch ein Material brauchbar, welches von der Firma Minnesota Mining & Manu facturing Co., St. Paul, Minnesota, V. St. A. unter der Be zeichnung Y-9002 vertrieben wird. Bei diesem Material handelt es sich um einen 508 Mikron starken doppelseitig beschichteten Plastikfilm.
Um den Halter 50 mit den Haftkleberstreifen 64, 64a an der gewünschten Fläche, z. B. eine Kachelwand, anzubringen, muss letztere zuvor gesäubert und sorgfältig getrocknet werden. Dann werden die Schutzpapierstreifen 66, 66a entfernt und weggeworfen und der Halter wird fest in der gewünschten Stellung gegen die Oberfläche der Wand gedrückt. Selbstverständlich ist es auch möglich, andere Befestigungsarten zu verwenden, wenn dies wünschenswert erscheint. Bei diesen Befestigungsmitteln kann es sich um Klebstoffe, Schrauben und ähnliches handeln.
Die Packung 20 umfasst einen Block 21 aus flachen Blättern bzw. Tüchern wie Papierhandtücher, Servietten, Gesichtstücher u. ä., wobei eine Endfläche des Blocks 21 mit dem Tragteil 22 verklebt ist. Das Material, aus dem die einzelnen Blätter bzw. Tücher des Blocks 21 bestehen, ist vorzugsweise ein faseriges Material mit einer Reiss- bzw. Zugfestigkeit zwischen etwa 80 und etwa 700 g pro cm. Bei Papierhandtüchern soll die Zugfestigkeit vorzugsweise zwischen etwa 300 und etwa 630 g pro cm liegen und bei Gesichtstüchern etwa 80 bis etwa 275 g pro cm betragen. Diese Zugfestigkeiten wurden in der Richtung gemessen, die senkrecht zur Ebene des Tragteils verläuft. Die Zugfestigkeit der Blätter bzw.
Tücher, die in der Richtung parallel zur Ebene des Tragteils gemessen wird, soll zwischen etwa 155 und etwa 300 g pro cm bei Papierhandtüchern und zwischen etwa 40 und etwa 140 g pro cm bei Gesichtstüchern liegen.
Innerhalb dieser Werte lassen sich die einzelnen Blätter leicht abziehen, ohne dass sie in senkrechter Richtung einreissen bzw. zerreissen, so dass ein Teil des Blattes an dem Tragteil hängenbleibt; dennoch ist ihre Festigkeit ausreichend, damit keine vorzeitige unbeabsichtigte Entfernung eintritt.
Der Block 21 kann - wie bereits gesagt - aus flachen Blättern, beispielsweise Papierhandtüchern, Gesichtstüchern, Servietten oder Produkten ähnlicher Art bestehen; in den Fig. 1 bis 7 ist ein Block aus Papierhandtüchern dar & - stellt, die in die sogenannte C-Form gefaltet sind. Es ist im übrigen gleichgültig, ob die Materialien in dem Block gefaltet sind oder nicht, oder in welcher Weise sie gefaltet sind, falls sie gefaltet sind. Papierhandtücher, die im vorliegenden Zusammenhang mit besonderem Vorteil verwendbar sind, sind beispielsweise die doppelt gefalteten Handtücher, die nach dem Verfahren der USA-Patentschriften 3301 746 und 3 414459 hergestellt werden.
Die benötigten Handtücher können in kontinuierlicher Länge, gegebenenfalls gefaltet, zugeführt, senkrecht übereinandergelegt und zu einzelnen Stapeln zerschnitten werden; diese Arbeitsweise kann mit allen üblichen bekannten Verfahren und Vorrichtungen ausgeführt werden. Beispielsweise können so viele Vorratsrollen mit Papierhandtuchmaterial vorgesehen werden, wie nachher Handtücher in dem Block 21 vorhanden sein sollen; die Papierstreifen werden gleichzeitig übereineinderliegend in der für den Block 21 erforderlichen Anzahl abgezogen. Sollen die Tücher gefaltet sein, so wird jedes Band vor dem Übereinanderführen durch eine separate Faltvorrichtung, die die gewünschte Faltung (z. B. die in den Fig. 1 und 7 gezeigte) ausführen kann, geführt.
Die ver einigten Papierhandtuch-Bänder werden dann durch eine eine senkrecht wirkende Kraft ausübende Klammer zusammenge halten, die nahe dem führenden Ende der Bänder angebracht wird; die Bänder werden dann sofort neben der führenden
Kante der Klammer durchgesägt oder abgetrennt. Eine zweite, eine senkrechte Kraft ausübende Klammer wird dann in einem Abstand, der der gewünschten Handtuchlänge ent spricht, hinter der ersten Klammer in Längsrichtung der
Handtuchbänder angebracht, worauf der Stapel in entspre chender Weise abgesägt bzw. abgetrennt wird.
Die so abge trennten Teile der Bänder stellen die Stapel dar, die mit Hilfe der ersten Klammer so lange ganz fest gehalten werden (ohne dass es zu einer Verschiebung der Handtücher unter einander kommt), bis der Stapel fest an einem geeigneten Teil, beispielsweise der Fläche 23 des Tragteils oder einer Zwischenschicht 25 in der im folgenden noch näher erläu terten Weise angebracht worden ist. Das Klammer- und Ab trennverfahren kann beliebig wiederholt werden, so dass jede beliebige Anzahl von durch Klammern zusammengehaltener Stapel erzeugt werden kann, die in die Abreisspackungen eingesetzt werden können.
Zum Ankleben der Stapel an dem Tragteil zur Erzeugung der Packung 20 können beliebige Klebstoffe verwendet werden, z. B. folgende: wasserlösliche Leime, Wasser-Harz Emulsionen, Klebstoffe auf Lösungsmittel-Basis, Schmelzkleber sowie thermoplastische Filme wie Polyäthylen, Polypropylen, Polyvinylchlorid usw., die durch Anwendung von Hitze erweicht oder zum Schmelzen gebracht und durch anschliessendes Kühlen wieder verfestigt werden können.
Der Tragteil 22 wird in seiner bevorzugten Ausführungsform unter Anwendung üblicher Techniken aus Pappe ausgeschnitten und.eingekerbt bzw. eingeritzt. Die Rohform wird zu dem rechteckigen Tragteil, der in Fig. 1 dargestellt ist, gefaltet, wobei die Ohren 31 an die seitlichen Randteile 29 angeklebt werden; auch hierzu verwendet man übliche Klebe-, Falt- und Anpressvorrichtungen bzw. -methoden. Die vorderen und hinteren Randteile 27 und 28 (der Randteil 28 ist verlängert und mit mehreren Kerblinien versehen, worauf im folgenden noch näher eingegangen werden wird) bilden mit den benachbarten Ohren 31 ein Stück und sind nur durch die Kerblinien getrennt.
Dies entspricht der Form des Tragteils für die Packung, die bereits früher vorgeschlagen wurde, und die zur Befestigung an vorhandenen Standard-Haushalts Aufhängevorrichtungen geeignet ist.
Im Hinblick auf die Art des Zusammenfügens können die Ohren 31 wahlweise mit einer Spezialkontur versehen und in Schlitze in den Randteilen 29 eingesteckt werden, so dass der rechteckige Tragteil ohne Leimen in Form gehalten wird.
Ein geeignetes Karton- bzw. Pappmaterial für den Tragteil 22 ist feste gebleichte Sulfat-Pappe, die den verschiedenen Strukturelementen die erforderliche hohe Festigkeit geben kann. Zylinder-Pappe mit oberseitigen und unterseitigen Überzügen aus gebleichtem Material oder mit einem oberseitigen Überzug aus undurchsichtigem Polyäthylen sind weitere Beispiele für Pappematerialien, die zur Herstellung des Tragteils 22 geeignet sind. Die Stärke der Pappe, die für den Tragteil 22 verwendet werden soll, kann zwischen etwa 0,38 mm und etwa 1,02 mm, vorzugsweise etwa 0,46 mm und und etwa 0,64 mm liegen, wobei die dünnere Pappe für kleinere Packungen mit weniger Blättern verwendet wird, während die grössere Festigkeit der dickeren Pappe erforderlich ist, wenn grössere Blätter in grösserer Anzahl in der Packung vorhanden sind.
Die Randteile 27, 28 und 29 dienen nach dem Falten bzw.
Formen in der in Fig. 1 erkennbaren Weise zur Versteifung der Fläche 23 des Tragteils, so dass diese im wesentlichen eben bleibt. Da Pappe immer etwas nachgibt, können gewisse Ab weichungen von einem genauen Ebenmass auftreten; es ist aber wichtig und notwendig sicherzustellen, dass diese Abweichung nicht zu gross wird. Die maximale Abweichung vom wahren Ebenmass sollte etwa 6,35 mm, vorzugsweise etwa 1,6 mm, nicht übersteigen. Eine Abweichung von mehr als 6,35 mm ruft Schwierigkeiten beim Anbringen des Papierhandtuchblocks 21 an der Fläche 23 des Tragteils hervor, was aus der folgenden Beschreibung noch klarer hervorgehen wird. Ausserdem kommt es dadurch zur Ausbildung von Kräften, die eine Lösung der Klebeverbindung zwischen den Handtuchenden und dem Tragteil bewirken. Durch diese Kräfte kann es dann wiederum dazu kommen, dass die Handtücher vorzeitig von dem Tragteil abfallen.
Der Handtuchblock 21 ist, wie in Fig. 1 dargestellt ist, an der Fläche 23 des Tragteils angebracht; in einer bevorzugten Ausführungsform verwendet man hierzu zur Erleichterung der Verbindung eine Zwischenschicht 25, was am deutlichsten aus den Fig. 7 und 8 hervorgeht. Die Zwischenschicht 25 ist ein Laminat aus Papier und einem thermoplastischen Material und besitzt im allgemeinen dieselbe Grösse wie das betreffende Ende des Papierhandtuchblocks 21.
Der thermoplastische Überzug 24 befindet sich auf der Seite der Zwischenschicht 25, die dem Papierhandtuchblock 21 zugekehrt ist. Für den thermoplastischen Überzug eignen sich beliebige thermoplastische Materialien; als besonders günstig hat sich jedoch Polyäthylen mit einer Stärke von etwa 0.038 mm bis etwa 0,076 mm, erwiesen (d. h. mit einem Gewicht von etwa 24.4 bis 48,8 g/m2). Ist der Polyäthylen Überzug zu dünn. so dringt er nach der Aktivierung durch Wärmeeinwirkung ungenügend weit in den Block aus Papiertüchern ein, was dazu führt. dass sich die Handtücher gegebenenfalls vorzeitig lösen.
Ist die Polyäthylenschicht anderseits zu dick, so dringt sie unter der Einwirkung von Wärme zu weit in den Block ein, was nun wieder dazu führt, dass die zu fest an dem Tragteil anhaftenden Handtücher senkrecht einreissen, wenn sie abgezogen werden.
Die Papierschicht der Zwischenlage 25 kann ein Trockengewicht zwischen etwa 9 und 20 kg pro Ries. das sind 279 m2, aufweisen. Die Papierschicht der Zwischenlage 25 muss eine ausreichende Zugfestigkeit aufweisen ( die im allgemeinen der Stärke der Schicht proportional ist), damit der Handtuchblock 21 als Untereinheit erhalten bleibt, während er an der Fläche 23 des Tragteils befestigt wird. Ein beheizbarer. thermostatisch regelbarer Heizstab mit engen vorstehenden Rippen, die senkrecht zur Ebene der Handtücher verlaufen, wird gegen die Papierseite der Zwischenlage 25 gepresst. so dass das Polyäthylen 24 schmilzt und die Handtuchenden entlang der Linien 26, die im wesentlichen senkrecht zur Ebene der Papierhandtücher 21 verlaufen, an der Zwischenlage 25 festhaften. Der Heizstab als solcher ist nicht Teil der vorliegenden Erfindung.
Die Heizrippen können beispielsweise auf einer Temperatur von etwa 343 C gehalten werden; bei dieser Temperatur soll die Berührungsdauer mit der Zwischenlage 25 etwa 0.3 Sekunden betragen, und zwar bei einem Rippen-Anpressdruck von etwa 0,7 kg/cm2. Die Breite der Haftlinien kann zwischen etwa 0,04 cm und etwa 0,64 cm, vorzugsweise zwischen etwa 0,08 cm und etwa 0,32 cm, liegen. Die Haftlinien können in einem Abstand von etwa 0,64 cm bis etwa 2,54 cm. vorzugsweise etwa 0,96 cm bis etwa 1,6 cm, angebracht sein.
Die Untereinheit aus dem Papierhandtuchblock 21 und der Zwischenlage 25 wird dann in der aus Fig. 8 erkennbaren Weise an der Innenfläche 23 des Tragteils befestigt, und zwar in beliebiger Weise, z. B. mit Hilfe einer dünnen Klebstoffschicht zwischen der Zwischenlage 25 und der Tragfläche 23 des Tragteils. Für diesen Zweck können beliebige handelsübliche Klebstoffe wie Dextrin-Leim, Polyvinylacetat, Polyvinylalkohole, Äthylenvinylacetat usw. sowie Mischungen dieser Produkte verwendet werden. Die Kleber können kalt oder heiss in beliebiger bekannter Weise aufgebracht werden.
Gegebenenfalls ist es auch möglich, die Befestigung mit Hilfe von Klammern, Klips u. ä. vorzunehmen.
Der Papierhandtuchstapel kann anderseits auch direkt, d. h. unter Weglassung der Zwischenschicht 25, an der Fläche 23 des Tragteils befestigt werden, wobei man ebenfalls einen der bereits erwähnten handelsüblichen Klebstoffe verwendet, der auf wenigstens 15 % der Innenfläche des Tragteils aufgetragen wird. Soll der Klebstoff nicht die gesamte Innenfläche des Tragteils bedecken, so kann er in Form von Streifen, Punkten oder in einem beliebigen anderen regelmässigen Muster aufgebracht werden, wobei sichergestellt sein muss, dass jedes Handtuch an mehreren, im Abstand voneinander befindlichen Stellen mit dem Klebstoff in Berührung steht. Als günstig hat es sich beispielsweise erwiesen, einen aus einer Polyvinylacetat-Emulsion bestehenden Klebstoff über die gesamte Fläche 23 des Tragteils in einer Stärke von etwa 0,013 cm bis etwa 0,038 cm aufzubringen.
Unterhalb der genannten unteren Grenze für die Stärke der Klebstoffschicht kann es zu einem vorzeitigen Herabfallen einzelner Handtücher kommen; oberhalb der genannten oberen Grenze für die Stärke des Klebstoffes kann es zu einem Einreissen einzelner Handtücher in senkrechter Richtung kommen, so dass das Handtuch nicht als Ganzes entfernt werden kann.
Die Enden der Papierhandtuchstapel können gegen das mit Klebstoff beschichtete Kopfstück etwa 30 Sekunden bis etwa 2 Minuten gepresst werden, damit ein Antrocknen und Verfestigen des Klebstoffes stattfinden kann. Innerhalb der genannten Zeitspanne hängt das Trocknen von der Art des Klebstoffes, dessen Feuchtigkeitsgehalt, der Auftragsstärke sowie dem Anpressdruck, mit dem der Tragteil gegen die Handtuchenden gepresst wird, ab. Durch Anwendung von Wärme, die man auf die Aussenseiten des Tragteils einwirken lässt, kann die Verfestigung des Klebstoffes beschleunigt werden.
Infolge der Tatsache. dass die Handtücher in dem Block nur mit ihren Enden an der Zwischenlage 25 und/oder der Fläche 23 des Tragteils befestigt sind, kann jedes Handtuch einzeln und unversehrt aus dem Block entnommen werden, wenn man daran zieht. Der einzige Rest, der von dem Handtuch nach dem Entfernen in der Packung zurückbleibt, ist eine sehr geringe Fasermenge, die an der Zwischenlage 25 und/oder der Fläche 23 des Tragteils haften bleibt. Diese Fasern werden beim Abreissen aus der Handtuchkante herausgerissen, haben ein fussliges Aussehen und machen nur einen sehr kleinen Teil des ganzen Handtuchs aus.
Um ein Handtuch aus der in Fig. 1 gezeigten Packung zu entfernen, ist es nur notwendig, es zu ergreifen und nach unten abzuziehen. Dieser Zug muss an ein bis etwa vier Verklebungsstellen 26 (vergleiche Fig. 7) des Handtuchs mit der Zwischenlage 25 zu einem gegebenen Zeitpunkt angreifen.
Die volle Freigabe des Handtuchs erfolgt dann, wenn eine Reihe von Punkten bzw. eine Gruppe von Punkten nachlässt. Die zur Freigabe eines Handtuchs von etwa vier Haftpunkten erforderliche Kraft liegt zwischen etwa 50 und etwa 1000 g, vorzugsweise etwa 200-500 g. Die entsprechenden Zugkräfte für Gesichtstücher können etwa 50% der Kräfte für Papierhandtücher betragen. Der Bereich der zum Abziehen notwendigen Kraft liegt unterhalb der untersten Grenze des Bereiches für die Zugfestigkeit des Handtuch- bzw. Tuchmaterials, wie weiter vorn beschrieben und erläutert worden ist. Dies ist notwendig, damit die Abtrennung der einzelnen Handtücher an einem Punkt erfolgt, der unmittelbar an dem Tragteil liegt.
Ist die zum Abziehen erforderliche Kraft bei einer Packung grösser als die Zugfestigkeit des Tuchmate rials, so reisst das Handtuch an einem Punkt ab, der weit von dem Tragteil entfernt ist; d. h. also, dass das Handtuch zerreist. Ist die zum Abziehen erforderliche Kraft geringer als dem vorstehend angegebenen Minimum entspricht, so kann es zu einer vorzeitigen Ablösung der Tücher von dem
Tragteil kommen.
Der rückwärtige Randteil 28, Fig. 6, kann länger als die anderen drei Randteile 27 bzw. 29 sein. Der Teil des rückwärtigen Randteils 28, der über die Kerblinie 32 hinausragt, ist in der Breite verringert, so dass er die annähernde Breite des Blocks 21 nicht übersteigt. Dies erreicht man, indem man die Seitenkanten der Verlängerung des rückwärtigen Randteils 28 nach innen versetzt. Wird eine so ausgestaltete Pakkung 20 in den Halter 50 eingesetzt, so ist dies einfacher, als wenn der rückwärtige Randteil 28 und seine Verlängerung durchwegs die gleiche Breite hätten, wie dies bei älteren Packungen der Fall ist.
Wenn die Packung 20 nicht gleichzeitig zum selbstän ,digen Aufhängen vorgesehen ist, so können die Zungen 39 und die Schlitze 41 weggelassen werden und der Randteil 28 kann an der Kerblinie 32 enden. Der Tragteil 22 kann dann in der weiter vorn beschriebenen Weise gefaltet und verleimt werden, so dass man ein Tragteil erhält, in welchem die Randteile 27, 28 und 29 alle die gleiche Höhe aufweisen.
Die Abmessungen der verschiedenen Teile der Entnahmevorrichtung werden mit Bezug auf die Grösse des Blocks 21, der aufgehängt werden soll, festgelegt. Im allgemeinen soll die Schmalseite der Fläche 23 des Tragteils etwa der Stärke des Blocks 21 entsprechen, während die Längsseite (und die Randteile 27 und 28) die Breite des Blocks 21 um etwa 0,32 cm bis etwa 1,27 cm übertreffen soll. Auf diese Weise befinden sich die Randteile 29 (die an der Schmalseite der Fläche 23 des Tragteils etwa rechtwinklig zur Ebene des Blocks 21 verlaufen) in einem gewissen Abstand von dem
Block 21, so dass etwa 0,16 bis 0,64 cm breite Spalte 68, Fig. 8, entstehen. Diese Spalte befinden sich an beiden Seiten des Blocks 21 zwischen diesem und den benachbarten Seiten der Randteile 29.
Bei den angegebenen Breiten der Spalte lässt sich die Packung 20 leicht in den Halter einsetzen, ist wirtschaftlich und sieht gut aus. Die Höhe der Randteile 29, 27 und 28 (bis zur Kerblinie 32, vergleiche Fig. 6) beträgt vorzugsweise etwa 1,27 cm bis etwa 3,8 cm, jedoch ist dieser Wert riicht kritisch.
Die sich gegenüberliegenden Oberflächen der Zungen 58, 58a der Träger 54, 54a befinden sich in einem Abstand von einander, der so gross ist wie oder etwas grösser ist als die Breite des Blocks 21, während die Stärke bzw. Dicke der Zungen 58, 58a sowie die anderen Abmessungen der Träger
54, 54a so eingestellt sind, dass die seitlichen Randteile 29 mit den daran befindlichen Ohren 31 in die Nuten 60, 60a eingesetzt werden können, so dass die Zungen 58, 58a in die
Spalte 68 auf beiden Seiten der Packung 20 (vgl. Fig. 8) eintreten. So sollten die Zungen 58, 58a dünner sein als die
Spalte 68 breit sind und die Breite der Nuten 60, 60a und
62, 62a sollte grösser sein als die entsprechenden Randteile, die in diese Nuten eingesetzt werden, breit sind, so dass die Packung 20 ohne Schwierigkeiten in den Halter 50 eingesetzt werden kann.
Die Höhe der Zungen 58, 58a sollte vorzugsweise wenig stens so gross sein, wie die Höhe der seitlichen Randteile 29, so dass die oberen Flächen der Zungen 58, 58a an der In nenfläche 23 des Tragteils anliegen, wenn die Packung in den
Halter eingesetzt ist. Auf diese Weise werden die bei der
Benutzung auftretenden Beanspruchungen auf die Teile der
Packung 20 abgeleitet, die sie am besten aufnehmen kön nen und sicherstellen, dass die Packung 20 richtig hängt. Die
Zungen 58, 58a sollten in Form und Grösse auch so ausge führt sein, dass ihre Oberflächen praktisch flach bzw. eben sind und eine solche Breite aufweisen, dass sie die Packung 20 in ausreichender Weise unterstützen können, ohne dass jedoch die Leichtigkeit des Einsetzens der Packung verringert wird.
Vorzugsweise sollte diese Breite etwa 40 bis etwa 95% der Breite der Fläche 23 (Länge der seitlichen Ansätze 29) ausmachen, damit die vorgenannten Vorteile erreicht werden können.
Zur Benutzung wird die Packung 20, nachdem der Halter
50 in der weiter vorn beschriebenen Weise montiert worden ist, senkrecht gehalten und zwar so, dass der Tragteil 22 nach oben weist und sich die äussersten Enden der Randteile 29 etwas oberhalb der oberen Kanten der Zungen 58, 58a be finden. Die so ausgerichtete Packung 20 wird dann horizontal bewegt, so dass der Block 21 zwischen die Zungen 58,
58a gleitet, bis der Randteil 28 die Oberfläche der Halterplatte 52 berührt und an dieser anliegt. Danach wird die Packung 20 gesenkt, so dass ihre seitlichen Randteile 29 in die Nuten 60, 60a des Halters 50 eintreten und die Zungen
58, 58a in die Spalte 68 der Packung 20 einrasten, bis ihre oberen Kanten die Innenfläche 23 des Tragteils berühren.
Es versteht sich, dass anstelle der beschriebenen Papier handtücher und -gesichtstücher auch Tücher aus gewebtem oder nichtgewebtem Material verwendet werden können, wobei letztere entweder als solche vorliegen oder auch mit
Chemikalien imprägniert sein können. Im letzteren Fall können die Tücher Appreturen enthalten, die eine Reini gung von Silberwaren, ein Polieren von Autos und Möbeln u. a. erlauben.