Druckminderer
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Druckminderer, insbesondere einen Druckminderer zur Verminderung des Druckes von in einem Hochldruckbehälter gespeichertem komprimierten Gas, zum Beis.piel komprimierter Sauerstoff, Stickstoff, Kohlendioxyd, Azetylen oder verflüssigtes Erdgas, das bei der Abgabe des Gases an eine Vorrichtung, beispielsweise einen Schneidbrenner, einen Gasofen, eine Schweisseinrichtung oder verschiedene durch Gas betätigte klinische Instrumente.
Ein Druckminderer, welcher den Gasdruck von einem hohen Wert (Primärdruck) zum Speichern des Gases auf einen niederen Wert (Sekundär- oder Aus, lassdruck) für praktische Anwendungen vermindert, muss spezielle Eigenschaften besitzen; insbesondere muss die Änderung des Sekundärdruckes des Gases für jede vorhersehbare Änderung des Primärdruckes des Gases so klein als möglich sein und ferner sollte e der Sekundärdruck des Gases bei jeder vorhersehbaren, durch eine Belastungs änderung bewirkte Änderung der Durchflussgeschwindigkeit des Gase.s im äusseren Gaskreis stabil bleiben.
Zur Erzielung der letztgenannten Eigenschaft muss der Druckminderer ein einen niederen Schliessdruck aufweisendes Ventil zur Verbinde- rung des Zurückströmens von Gas aufweisen, wenn ein abnormaler Gegendruck im äusseren Gaskreis auftritt.
Ein solche,r Druckminderer sollte auch ein Sicherheitsventil zur Vermeidung von zu hohen Drücken besitzen.
Bekannte Druckminderer erfüllen die vorstehend genannten Bedingungen im allgemeinen nur so weit, dass sie für praktis.che Zwecke mehr oder weniger be friedigend verwendet werden können. Es besteht jedoch ein Bedarf für einen Druckminderer, der über eine lange Zeit zuverlässig arbeitet und im Betrieb keine unerwünschten Schwingungen erzeugt.
Wenn der Druck eines komprimierten Gases mit einem Druckminderer vermindert wird, expandiert das Gas adiabatisch, wobei der grösste Teil der potentiellen Energie des komprimierten Gases in kinetische Energie umgewandelt wird, so dass das expandierte Gas mit hoher Geschwindigkeit in den äusseren Gaskreis strömt. Die kinetische Energie des Gases kann ein elastisches System des Druckminderers zu Schwingungen anregen. Das elastische System eines Druckminderers umfasst gewöhnlich ein Diaphragma, eine auf die Rückseite des Diapfragmas wirkende Hauptfeder und eine Zusatzfeder, die ein Ventilorgan auf einen mit die- sem zusammenwirkenden Ventilsitz drückt. Wenn die Bewegung des Ventilorgans in Resonanz mit der Schwingung des elastischen System ist, wird die Schwingung des elastischen Systems verstärkt, wodurch ein unangenehmer starker Lärm erzeugt wird.
Wenn diese Schwingungen zudem längere Zeit anhalten, können verschiedene Teile des Druckminderers, zum Beispiel das Diaphragma und die Federn durch Ermüdung des Materials zerstört werden.
Die Genauigkeit eines Druckminderers hängt ge wöhnlich von der Elastizität eines im Druckminderer vorgesehenen Diaphragmas ab. Dementsprechend muss zur Verbesserung der Genauigkeit der Druckregelung das Diaphragma eine kleine elastische Hysteresis auf we.isen, was jedoch mit der Unterdrückung der Schwingneigung nicht vereinbar ist. Mit anderen Worten, ein Diaphragma mit einer kleinen elastischen Hysteresis kann durch Aufnahme von kinetischer Energie leicht in Schwingungen versetzt werden. Zur Vermeidung solcher Schwingungen wird gewöhnlich ein Diaphragma mit eine.r relativ grossen elastischen Hysteresis verwendet, welches die vom Gas empfangene kinetische Energie in Wärmeenergie umwandelt.
Diese bekannte Massnahme hat jedoch den Nachteil, dass die grosse elastische Hysteresis des Diaphragmas die Genauigkeit der Druckregelung des Druckminderers verschlechtert.
Im Falle eines aus Gummi bestehenden Diaphragmas nimmt dessen elastische Hysteresis. mit der Dicke zu. Jedoch wird durch die Verwendung eines dicken, aus Gummi bestehenden Diaphragmas wiederum die Genauigkeit der Druckregelung des Druckminderers verschlechtert.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht einen über lange Zeit verwendbaren Druckminderer mit einer ausserordentlichen Genauigkeit der Druckregelung durch Verwendung eines dünnen Diaphragmas, wobei jedoch keine Schwingungen des Diaphragmas auftreten können. Der Druckminderer nach der vorliegenden Erfindung umfasst ein Ventil, welches eine Hochdruck- kammer selektiv mit einer Nederdruckkanuner verbindet, ein Diaphragma, dessen eine Seite der Niederdruckkammer zugewandt und dess.en andere Seite der Aussenatmosphäre ausgesetzt ist, ein.e Hauptfeder,
die in einer feststehenden glockenförmigen Kappe gehalten ist und auf die der Aussenatmosphäre ausgesetzten Seite des Diaphragmas wirkt und eine Ventilstange, deren eines Ende mit dem beweglichen Ventilorgan des genannten Ventils zusammenwirkt und deren anderes Ende mit einem Kolben fest verbunden ist, der auf die der Niederdruckkammer zugewandten Seite des Diaphragmas wirkt und ist dadurch gekennzeichnet, dass die Niederdruckkammer in eine direkt mit dem Ventil verbundene Sekundärdruckkammer und eine von der einen Seite des Diaphragmas begrenzte Zwischenkammer unterteilt ist, dass die Sekundärdruckkammer mit der Zwischenkammer über einen zylindrischen Durchlass in Verbindung steht, in weichem der mit der Ventilstange fest verbundene,
das Lecken von Gas von der Sekundärdruckkammer in die Zwischenkammer erlaubende Kolben hin- und herbewegbar ist, welcher Kolben eine oder mehrere ringförmige Nuten auf seinem Umfang besitzt, wodurch in der Sekundärdruckkammer auftre.tende Druckschwangungen zeitlich verzögert auf das Diaphragma übertragen werden.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel des Druckminderers nach der vorliegenden Erfindung an Hand der beiliegenden Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines bekannten Druckminderers,
Fig. 2 einen vertikalen Schnitt durch ein Ausführungsbeispiel des Druckminderers nach der vorliegenden Erfindung,
Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie III-III in der Fig. 2,
Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV in der Fig. 2,
Fig. 5 Die Ansicht eines Kolbens, der im Druckmin derer nach der Fig. 2 verwendet wird,
Fig. 6 eine zur Hälfte geschnitten dargestellte Seitenansicht eines Ventilorgans, das ebenfalls im Druckminderer nach der Fig. 2 verwendet wird und
Fig. 7 eine Draufsicht auf das Ventilorgan nach der Fig. 6.
Die Fig. 1 zeigt schematisch den Aufbau eines bekannten Druckminderers. Die Hinweiszahl 1 bezeichnet die Kappe des Druckminderers, in welcher Kappe eine Hauptfeder 4 untergebracht ist, die auf eine Scheibe 3 einwirkt, welche von einem Diaphragma 2 getragen wird. Die Kappe 1 besitzt eine Einstellschraube 5 mit der die Druckkraft der Hauptfeder 4 eingestellt werden kann. Der mit der Hinweiszahl 6 bezeichnete Körper des Druckminderers enthält eine Nie derdruckkammer 12 mit einer sekundären Auslassöffnung 13 und eine Hochdruckkammer mit einer primären Einlassöffnung 11 für das primäre, unter hohem Druck stehende Gas.
Zwischen der Niederdruckkammer und der Hochdruckkammer befindet sich eine Trennwand mit einem Ventilsitz 7, der mit einem eine Ventilstange tragenden Ventilteller 8 zusammenarbeitet, so dass die durch den Ventilsitz 7 gebildete Ventil öffnung in der Trennwand durch den Ventilteller geöffnet und geschlossen werden kann, um die Verbindung zwischen der Hochdruckkammer und der Niederdruckkammer herzustellen oder zu unterbrechen. Das obere Ende der Ventilstange 10 wirkt mit dem Diaphragma 2 zusammen. Zwischen dem Ventilteller 8 und dem Boden des Körpers 6 ist eine Zusatzfeder 9 vorgesehen.
Das unter hohem Druck stehende Gas strömt durch den Einlass 11 in die Hochdruckkammer und falls ein Spalt zwischen dem Ventilsitz 7 und dem Ventilteller 8 vorhanden ist, durch diesen Spalt in die Nieiderdruck- kammer. Beim Durchströmen des Spaltes expandiert das Gas, so dass sein Druck beim Eintrömen in die Niederdruckkammer vermindert ist. Der in der Niederdruckkammer 12 herrschende Druck ist jedoch höher als der Atmosphärendruck, da der Auslass 13 mit einer Vorrichtung mit drosseln Durchflusswiderstand, beispielsweise einem Blasrohr oder Brenner verbunden ist.
Der Druck in dem durch die Kappe 1 und das Diaphragma 2 begrenzten Raum ist üblicherweise gleich dem Atmosphärendruck. Die Druckkräfte der Hauptfeder 4 und der Zusatzfeder 9 sind so gewählt, dass, wenn der Druck in der Niederdruckkammer 12 den Atmosphärendruck um einen bestimmten Wert übersteigt, das Diaphragma 2 nach aufwärts gegen die Hauptfeder 4 gedrückt wird, wodurch sich der Ventilteller 8 zusammen mit der Ventilstange 10 ebenfalls nach aufwärts bewegt und der Spalt zwischen dem Ventilsitz 7 und dem Ventilteller 8 verringert wird, so dass die Menge von unter hohem Druck stehenden Gas, die in die Niederdruckkammer strömt, abnimmt Dies hat zur Folge, dass auch der Druck in der Niederdruckkammer 12 geringer wird.
Wenn der Druck in der Niederdruckkammer geringer wird als ein vorbestimmter unterer Wert, wird die Federkraft der Hauptfeder 4 grösser als die gegen die Hauptfeder wirkende zusammengesetzte Kraft, so dass die Feder 4 das Diaphragma 2 nach unten drückt.
Dadurch wird auch die Ventilstange 10 und der an dieser befestigte Ventilteller 8 nach unten gedrückt, so dass der Spalt zwischen dem Ventilsitz 7 und dem Ventilteller 8 grösser wird und eine grössere Menge von unter höherem Druck stehendes Gas in die Niederdruckkammer 17 strömt und den Druck in dieser Kammer erhöht.
Zur Erzielung eines gewünschten Ausgangs druckes des aus der Niederdruckkammer 12 strömenden Gases, muss zwischen dem gewünschten Druck und dem hohen Druck an Einlass 1 durch Regulieren des Gasflusses durch den Spalt zwischen dem Ventilsitz 7 und dem Ventilteller 8, das heisst, durch Regulieren des Druckabfalls über diesem Spalt, ein Gleichgewicht hergestellt werden. Zu diesem Zweck kann die Vorspannung der Hauptfeder 4, deren Federkraft die Grösse des Spaltes zwischen dem Ventilsitz 7 und dem Ventilteller 8 beeinflus.st, durch Drehen der Einstellschraube 5 entsprechend eingestellt werden.
Wenn bei dem bekannten Druckminderer mit dem vorstehend beschriebenen Aufbau die Eigenresonanz des aus der Hauptfeder 4, dem Diaphragma 2 und der Zusatzfeder 9 bestehenden elastischen Systems in Resonanz mit den Druckschwankungen in der Niederdruckkammer 12 steht, ändert sich die Grösse des Spaltes. zwischen dem Ventilsitz 7 und dem Ventilteller 8 im Takte der Eigenresonanzfrequenz des elastischen Systems sehr stark. Dies hat zur Folge, dass sich auch der Gasdruck im Auslass 13 ebenfalls im Takte der Eigenresonanzfrequenz dies elastischen Systems stark ändert.
Wenn die vorstehend beschriebene Resonanz auftritt, wird zudem der Hub des Ventiltellersl 8 so gross, dass der Ventilteller 8 mit grosser Kraft auf den Ventilsitz 7 schlägt, so dass die Ränder des Ventilsitzes 7 und des Ventiltellers 8 beschädigt werden können.
Bei der nachfolgend beschriebenen bevorzugten Ausführungsform des Druckminderes nach der Erfindung können diese unerwünschten Resonanzeffekte entnveder überhaupt nicht oder nur sehr abgeschwächt auftreten, so dass keine Beschädigung von Teilen des erfindungsgemässen Druckminderes stattfinden kann.
Bei der in den Fig. 2 bis 7 dargestellten Ausfüh- rungsform des erfindungsgemässen Druckminderers kann ein primäres Einlassrohr 14, das mit einem Aus sengewinde versehen ist, in die Auslassöffnung einer Gasflasche (nicht dargestellt) eingeschraubt sein. Im Einlassrohr 14 ist an dessen unterem Ende ein Sieb 15 und ein Siebhalter 16 vorgesehen. Auf das Einlassrohr 14 ist eine mit einem Aussengewinde 17 versehene Mutter 17 aufgeschraubt, die einen fest mit ihr verbundenen Handgriff 18 besitzt.
Das Einlassrohr 14 ist in ein Ventilgehäuse 19 eingeschraubt, das einen Ventilsitz 20 besitzt. Der Ventilsitz 20 weist einen ringförmigen Rand mit einer scharfen Kante auf, die mit einem Ventilorgan 21 zusammenarbeitet, das gleitbar im Einlassrohr 14 angeordnet ist.
Das Ventilorgan 21 ist, wie aus den Fig. 6 und 7 ersichtlich ist, von prismatischer Form mit im wesentlichen quadratischem Querschnitt. Auf den einander gegenüberliegenden Stirnflächen des prismatischen Ventilorgans befindet sich je eine Ausnehmung 21a, in welche Ausnehmungen symmetrisch einander angeordnet sind. In jeder Ausnehmung 21a befindet sich ein Ventilelement 22, das aus einem geeigneten elastischen Material, zum Beispiel Teflon (eingetragene Handelsmarke der Fa. Du Pont Comp.) besteht, zur Gewährleistung eines gasdichten Kontaktes zwischen dem Ventilorgan 21 und dem Ventilsitz 20. Zwischen dem Ventilorgan 21 und dem Sieb 15 befindet sich eine Zusatzfeder 23.
Oberhalb des Ventilsitzes 20 ist eine Niederdruckkammer 24 ausgebildet, welche mit dem Einlassrohr 14 über eine Ventilöffnung im Ventilsitz 20 in Verbindung steht. Der obere Teil der Niederdruckkammer 24 wird durch einen Hohlzylinder 24a gebildet, in dem ein Kolben 25 gleitbar angeordnet ist. Wie in der Fig. 5 dargestellt, hat der Kolben 25 eine sich nach abwärts erstreckende Kolbenstange 26, die mit dem Kolben 25 fest verbunden ist. Das untere Ende der Kolbenstange 26 arbeitet mit dem Ventilelement 22 zusammen, das auf dem Ventilorgan 21 befestigt ist. Am Umfang des Kolbens 25 ist eine ringförmige Nut 25a ausgebildet, um die Wirkung einer Labyrintlidichtung zu erzielen.
Das Ventilgehäuse 19 besitzt ferner ein angeformtes, sekundäres Auslassrohr 27, das mit der Niederdruckkammer 24 in Verbindung steht und ein Sicherheitsventil 28, das in dias Gehäuse 19 eingeschraubt ist und über einen Kanal 29 mit der Niederdruckkammer 24 in Verbindung steht. Auf dem Oberteil des Ventilgehäuses 19 ist ein im wesentlichen topfförmiger Grundkörper 30 aufgeschraubt, welcher Grundkörper seinerseits mit einer glockenförmigen Kappe 31 verschraubt ist, wie dies aus dler Fig. 2 ersichtlich ist. Die innere Wand der Kappe 31 ist mit einer Mehrzahl von vertikalen Verstärkungsrippen 32 versehen, die sich in Richtung zur Achse der Kappe 31 erstrecken. Das untere Ende jeder Verstärkungsrippe 32 hat einen abgestuften Teil 32a.
Auf dem oberen Ende des Grundkörpers 30 ist ein Diaphragma 34 angeordnet und zwar derart, dass der Rand des Diaphragmas 34 vom oberen Rand der Seitenwand des Grundkörpers 30 getragen wird. Auf dem Diaphragma 34 liegt ein zu diesem konzentrischer Ring 33, der durch die unteren Enden der Verstärkungsrippen 32 der mit dem Grundkörper 30 verschraubten Kappe 31 auf das Diaphragma gedrückt wird.
Auf dem zentralen Teil des Diaphragmas 34 ist eine tellerförmige Scheibe 35 angeordnet, auf der das untere Ende einer Hauptfeder 37 aufliegt.aufliegt. Das obere Ende der Hauptfeder 37 drückt gegen eine Haltescheibe 36, welche innerhalb der glockenförmigen Kappe 31 vorgesehen ist. Das Diaphragma 34 ist in Bezug auf das Ventilgehäuse 19 derart angeordnet, dass das aus dem Ventilgehäuse 19 ragende obere Ende des Kolbens 25 auf der Unterseite des Diaphragmas 34 aufliegt. Wenn die Hauptfeder 37 um einen bestimmten Betrag zusammengedrückt wird, kommt der Umfangrand der auf dem Diaphragma 34 liegenden Scheibe 35 auf den abgestuften Teilen 32a der Verstärkungsrippen 32 zur Auflage, so dass die Aufwärtsbewegungen der Scheibe 35 und demgemäss auch die Auslenkung des Diaphragmas 34 nach oben begrenzt ist.
In den oberen, zentralen Teil der glockenförmigen Kappe 31 ist eine Einstellschraube 38 eingeschraubt, die an ihrem oberen aus der Kappe 31 ragenden Ende mit einem Handgriff 39 versehen ist. Zwischen dem unteren Ende der Einstellschraube 38 und der Halte scheibe 36 ist eine Stahlkugel 40 vorgesehen, so dass die Einstellschraube 38 relativ zur Scheibe 36 gedreht werden kann.
Bei der Verwendung des beschriebenen Druckminderers, wird das unter hohem Druck stehende Gas, welches in das primäre Einlassrohr 14 strömt, durch das im Einlassrohr 14 befindliche Sieb 15 von Staubteilchen gereinigt. Das gereinigte, unter hohem Druck stehende Gas strömt dann weiter durch den Kanal 41 im Einlassrohr 14 und durch die Spalte zwischen der Innenwand des Einlassrohres 14 und dem prismatischen Ventilorgan 21 nach oben, bis das unter hohem Druck stehende Gas die Kontaktstelle zwischen dem Ventilelement 22 und dem Ventilsitz 20 erreicht. Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel hat das Ventilorgan, wie bereits früher erwähnt, einen quadratischen Querschnitt.
Dementsprechend sind die Spalte zwischen dem Ventilorgan 21 und dem Kanal 41 durch die gekrümmte Oberfläche des Kanals 41 und die ebenen Seitenflächen des Ventilkörpers 21 bestimmt wel che, wie in der Fig. 4 gezeigt, Sehnen des kreisförmigen Querschnittes des Kanals 41 darstellen.
Wenn der Handgriff 39 der Einstellschraube 38 in einer rsichung, beispielsweise im Uhrzeigersinn gedreht wird, dann wird das Ventilelement 22 durch die Einstellschraube 38, die Stahlkugel 40, die Haltescheibe 37. die Scheibe 35, das Diaphragma 34, den Kolben 25 und die Kolbenstange 26 nach unten dem Ventilsitz 20 weggedrückt. Dann expandiert das unter holmen Druck stehende Gas beim Durchströmen durch den Spalt zu wischen dem Ventilsitz 20 und dem Ventilelement 22, so dass unter niederem Druck stehendes Gas in die Niederdruckkammer 24, und weiter zur Auslassöffnung des Auslassrohres 27 strömt.
Zwischen dem Kolben 25 und dem Zylinder 24a der Niederdruckkammer 24 sind enge Spalte vorgesehen. so dass das Gas in der Niederdruckkammer über diese Spalte mit einer Zwischenkammer 43 in Verbindung hellt, die durch die Grundplatte 30 und das Dia phragmas 34 begrenzt ist. Wenn der Druck in der Nie derdrucl;lçamsner relativ hoch ist, wird Gas von der Niederdrucskkammer in die Zwischenkammer 43 ge drücl;t und dadurch die Ablenkung des Diaphragnaas 34 nach oben unterstützt.
Wenn andererseits der Druck in der Niederdruckkammer 24 relativ nieder ist wird Gas aus der Zwischenkammer 43 in die Niederdruckkammer 24 gesaugt, wodurch die Ablenkung des Diaphragnaas 34 nach unten unterstützt wird.
Werden sehr enge Spalte zwischen dem Kolben 25 und dem Hohizylinder 24a vorgesehen, so kann eine Zeit verzögerung zwischen den Druckschwankungen in der e derdruckkammer 24 und den Druckschwankungen in der Zwischenkammer 43 und damit eine bestimmte Z;eisdifferenz zwischen der vertikalen Bewegung des Ven'ilelemenes 22 relativ zum Ventilsitz 20 und den Drucksd1wrnkungen in der Zwischenkammer 43 erzelt werden.
Dadurch kommt die Bewegung des Ven- tilelementes 22, welche Bewegung die Schwingung des elastischen Systems des Druckminderers darstellt, welches System das Ventilelement 22 umfasst, ausser Synchronismus mit den Druckschwankungen in der Zwi cl-enhnmm er 43.
Dieser Verlust des Synchronismus zyschen der Bewegung des Ventilelementes 22 und den Drud:scbwankungen in der Zwischenkammer 43 be=.virki das Verschwinden des Res onanzeffektes zwischen der Eigenresonanz des elastischen Systems und den Druckschwankungen, welcher Effekt bei den be kannten Druckminderern, wie bereits eingangs erwähni. störend und nachteilig in Erscheinung tritt.
Durch die Eliminierung des Resonanzeffektes bei dein Druckminderer kann das Diaphragma 34 aus einer dünnen, elastischen Gummi- oder Metallmembran mit einer kleinen, elastischen Hysteresis bestehen, wodurch bei den Druchminderer eine hohe Genauigkeit der Dï ucl.regelung erzielt wird.
Wenn der Spalt zwischen dem Kolben 25 und dem Hohlzyiinder 24a kleiner gemacht wird, kann die vorstehend genannte zeitliche Verzögerung zwischen den Druckschwankungen in der Niederdruckkammer und er Zwischenkammer auch für Druckschwankungen mit längeren Perioden oder für langsame Druckschwankungen gewährleistet werden. Die Verwendung eines sehr engen Spaltes hat jedoch den Nachteil, dass der Kolben 25 und der Holllzylinder 24a mit grosser Genauigkeit hergestellt werden müssen, und dass durch einen solchen sehr engen Spalt die Reibung zunimmt, so dtss die Bewegung des Kolbens 25 relativ zum Hohlzylinder 24a verlangsamt wird.
Diese Schwierigkeiten können jedoch durch eine ringförmige Nut in der Umfangfläche des Kolbens 25, welche Nut den Reibungswiderstand zwischen dem Kolben 25 und dem Hohlzylinder 24a und dem Strömungswiderstand für das zwischen dem Kolben 25 und dem Hohlzylinder 24a strömende Gas wesentlich verringert, praktisch eliminiert werden, wobei ein Spalt von vernünftiger Grösser vorgesehen erden kann, ohne dass der Kolben 25 und der Hohlzylinder 24a mit grosser Genauigkeit hergestellt werden müssen.
Es ist wichtig, dass das Ventitelement 22 ein:en völlig ebenen Kontakt mit dem Ventilsitz 20 macht. Wenn ein unebener Kontakt zwischen dem Ventilelement 22 und dem Ventilsitz 20 vorhanden ist, besteht die Gefahr, dass ein Lecken von Gas gerade dann auftritt, wenn der Gasstrom vollständig unterbrochen werden soll. Zur Vermeidung eines unebenen Kontaktes weist der Druckminderer einen metallischen Ventilsitz 20 mit einem relativ scharfen Rand und ein mit diesem zusammenwirkendes Ventilelement 22 aus elastischem Material, zum Beispiel Teflon auf, das weicher ist als der Ventilsitz 20. Dadurch wird ein ebener und vollkommener Kontakt des Ventilelementes 22 mit dem Ventilsitz 20 gewährleistet.
Wenn während längerer Zeit unter hohem Druck stehendes Gas mit einer der Schallgeschwindigkeit vergleichbaren Geschwindigkeit durch den Spalt zwischen dem Ventilelement 22 und dem Ventilsitz 20 strömt, kann eine ungleichmässige Errosion des Ventilelements 22 und des Ventilsitzes 20 auftreten, wodurch die Kontaktflächen des Ventilelementes und des Ventilsitzes aufgerauht werden. Wenn umgekehrt, der Druckminderer während längerer Zeit nicht benützt wird, be wirkt die Federkraft d.er Zusatzfeder 23, welche das Ventil element 22 gegen den Ventilsitz 20 drückt, eine dauernde mechanische Belastung des Ventilelementes 22. Die genannte ungleichmässige Erosion und die ge- nannte dauernde Belastung können die Lebensdauer des Druckminderers ungünstig beeinflussen.
Bei dem Druckminderer ist deshalb das Ventilorgan 21 bezüglich seines longitudialen Zentrums symmetrisch ausgebildet und es sich an den in axialer Richtung einander gegenüberliegenden Stirnflächen des Ventilorgans 21 gleiche Ventilelemente 22 befestigt, so dass, wenn eines der beiden Ventilelemente 22 abgenutzt ist, das andere Ventilelement durch Umdrehen des Ventilorgans in Gebrauch genommen werden kann. Dadurch lässt sich die Lebensdauer des erfindungsgemässen Druckminderers praktisch verdoppeln.
Die auf der inneren Oberfläche der ,,lockenförmi- gen Kappe 31 vorgesehenen, abgestuften Verstärkungsrippen 32 bilden nicht nur eine mechanische Verstärkung der Kappe 31, sondern begrenzen auch die Ablenkung des Diaphragmas 34, da, wenn sich das Diaphragma 34 durch das Zusammendrücken der Hauptfeder 37 in einem bestimmten Ausmass nach oben durchbiegt, die vom Diaphragma getragene Scheibe 35 gegen die abgestuften Teile 32a der Rippen 32 stösst und dadurch die weitere Durchbiegung des Diaphragmas gestoppt wird. Die vertikalen Teile der Rippen 32 bilden zudem Führungen für die Hauptfeder 37, welche im mittleren Teil der glockenförmigen Kappe 31 angeordnet ist.