Kabelverteilkasten Die Erfindung betrifft einen Kabelverteilkasten mit übereinander angeordneten schwenkbaren Montageplat ten und Verbindungselementen zum Anschliessen an kommender und abgehender Adern von Fernmeldeka beln.
Es sind Kabelverteilkästen bekannt, bei denen die Anschlussleisten parallel nebeneinander in vertikaler Richtung auf Bügeln an der Rückwand des Kabelvertei- lergehäuses angeschraubt sind. Die Anzahl der An- schlussleisten in einem Kabelverteilkästen ist abhängig von der Anzahl der Doppeladern der Kabel und/oder Leitungen, die im Kabelverteilkasten angeschlossen wer den sollen. In der Regel enthält jede Anschlussleiste 2 parallele Reihen Anschlussstifte für je 10 Doppeladern.
Diese Anschlussstifte sind an einem Ende mit Lötösen und am entgegengesetzten Ende mit Schraubklemmen versehen, so dass die Adern des zugeführten Kabels angelötet und die Adern der vom Kabelverteilkasten abgehenden Leitungen angeklemmt werden können. Zur Erleichterung der Montage sind die Anschlussstifte der oberen Reihe gegenüber den Anschlussstiften der unte ren Reihe auf Lücke versetzt angeordnet. Ausserdem sind die Anschlussstifte der unteren Reihe länger als die der oberen Reihe.
Die Anschlussleisten bestehen aus mehreren Einzelteilen, nämlich aus einer Isolierstoff ;rundplatte mehreren Isolierstoffleisten, einem aus Iso lierstoff gepressten Kopfteil, den Anschlussstiften ver schiedener Länge sowie den Schrauben zum Zusammen schrauben der Isolierstoffteile. Der Aufbau der An- schlussleisten ist derart, dass zwischen der Isolierstoff grundplatte und dem Kopfteil in vertikaler Richtung parallel zueinander die Isolierstoffleisten angebracht sind. Zur Aufnahme der Anschlussstifte sind die Isolier stoffleisten mit Durchbrüchen versehen.
Entsprechend dem Abstand zwischen den Isolier stoffleisten sind die Anschlussstifte in der Mitte durchge- prägt. Die zwischen den Isolierstoffleisten eingelegten Anschlusstifte werden dadurch gegen seitliches Verschie ben gesichert. Unter den Anschlussleisten sind sogenann te Aufteilungsplatten befestigt. Bei der Montage werden die Adern durch die Löcher oder Schlitze der Auftei lungsplatten den Lötösen oder Schraubklemmen der Anschlussleisten zugeführt, angeschlossen, unterhalb der Aufteilungsplatten straff gezogen und schlaufenartig umgebogen. Das zopfartige Ausformen des Kabels wird dadurch vermieden.
Es ist weiterhin ein Kabelverteilkasten für die Mon tage im Freien mit geringem Platzbedarf bekannt. Bei dieser Konstruktion werden mehrere Kabelendverschlüs- se parallel in einer Wanne aus einer korrosionsfesten Aluminiumlegierung montiert. Das Gehäuse wird durch eine mit einer Dichtung versehenen Haube abgeschlos sen. In dem montierten Kabelendverschlüssen sind in vertikaler Richtung die Verbindungselemente in Platten form zu je 5 Doppelladern so in den Isolierstoffkörper eingesetzt. dass die gekröpften Buchsen mit der Öffnung zum Kopfende des Endverschlusses gerichtet sind.
Paral lel zu den Verbindungselementen sind im Isolierstoffkör- per unter einem Winkel zur vertikalen Bezugsebene Durchbrüche angeordnet, die am Kopfende beginnen und an der Vorderseite des Endverschlusses enden. In diese Durchbrüche werden jweils zwei Schaltdrähte eingeführt und die abisolierten Bronzedrähte vertikal in die Buchsen gesteckt.
Des weiteren sind Löt- und Wickelverteilerleisten mit Anschlussfahnen bekannt, die senkrecht zur Befesti gungsebene im Isolierstoffkörper eingepresst sind. Die Anschlussfahnen sind entweder auf Lücke versetzt oder in parallelen Reihen angeordnet, wobei diese durch einen leitenden Steg verbunden sein können. Ferner sind Steuerschränke mit Schwenkrahmen bekannt. Die Schwenkrahmen sind an der Rückseite unterteilt, wobei die Isolierstoffplatten mit Schaltelementen bestückt sind. Es wurde bereits ein Kabelverteilkasten vorgeschlagen, bei dem die Anschlussleisten im Gehäuse kaskadenartig übereinander im spitzen Winkel zur Rückwand ange bracht sind.
Die mit Schlitzen versehene Anschlussleiste ist bei dieser Konstruktion mit der Bezeichnungsleiste asymmetrisch auf eine Aufteilungsplatte befestigt. Derar tige Baugruppen sind im Kabelverteilergehäuse auf seitlichen Schienen, die einen rückwärtigen Anschlag und am vorderen Ende eine Sicherung besitzen, so verschiebbar angeordnet, dass die dahinterliegenden Aderschlaufen verdeckt sind. Die Anschlusselemente sind in Richtung zur Aufteilungsplatte geneigt und frei zugänglich.
Die bekannten Kabelverteilkästen haben den Nach teil, dass die Gehäuse relativ gross ausgeführt werden müssen. Das gilt ganz besonders für solche Kabelverteil- kästen, die zum Verbinden hochpaariger Kabel vorgese hen sind. Durch die geringe Anzahl der Anschlussstifte in den Anschlussleisten und die Anordnung der An- schlussleisten selbst ist die optimale Ausnutzung des Kabelverteilerraumes nicht zu erreichen.
Schwierigkeiten ergeben sich auch beim Beschalten der Kabelverteilkä- sten, weil die Anschlussstifte tief im Kabelverteilerge- häuse liegen und demzufolge nicht gut zugänglich sind. Es muss deshalb bei der Montage der Gehäuserahmen abgeschraubt werden. Ein weiterer Nachteil ist darin zu sehen, dass die Anschlussleisten aus vielen Einzelteilen bestehen. Zur Herstellung und Montage der Einzelteile wird deshalb eine Vielzahl von Werkzeugen und Vor richtungen benötigt.
Bei den bekannten Kabelverteilkästen, bestehend aus Kabelendverschluss und Kabelverteilergehäuse, wird zwar eine gute Raumausnutzung erreicht, ein wirtschaft licher Einsatz dieser Geräte in Innenräumen ist jedoch nicht gegeben. Als Stecker müssen Bronzeleiter Verwen dung finden. Es ist also Voraussetzung, dass mit dem Endverschluss ein Kabelstück von etwa 6 m Länge mit Bronzeleitern mitgeliefert wird. Dieses Kabel muss nach Möglichkeit mit der Anschlusskapazität des End- verschlusses abgestimmt sein, weil nur so eine rentable Fertigung der Spezialkabel gewährleistet ist.
Der Kabe- lendverschluss ist jedoch für 50 Doppeladern ausgelegt, und es werden gerade in Innenräumen vielfach Kabel- verteilkästen eingesetzt, in denen erheblich weniger Adern anvgeschlossen werden. Das gilt ganz besonders dann, wenn in vorhandenen Anlagen alte Kabelverteilkä- sten gegen neue ausgetauscht werden müssen. Die Kabel müssten also auch gegen neue ausgetauscht werden, wobei in den meisten Fällen eine schlechte Ausnutzung der Kabel unvermeidbar ist. Darüber hinaus treten in Innenräumen, insbesondere in Industriebauten, erhebli che Erschütterungen auf.
Es besteht deshalb die Mög lichkeit, dass sich bei der Streckverbindung der Bronze leiter in den gekröpften Buchsen die Obergangswider- stände nach einer ge -is@;en Zeit auf ein unzulässiges Mass erhöhen.
Die senkrechte Anordnung der Anschlussfahnen in paralleln Reihen bei den bekannten Löt- und Wickelver- teilerleisten wirkt zwar in der Gehäusetiefe raumspa rend, während die Breite und Höhe des Kabelverteilerge- häuses unverändert beibehalten werden muss, weil der Monteur zur seitlichen Führune der Kabeladern inner halb des KabelverlellergehäUSeS-Platz benötigt.
Es hat sich gezeigt, dass bei den vorgeschlagenen Ka- belverteilkästen, insbesondere wenn sie aus Plasten her gestellt werden sollen, die äussere For:n des Gehäuses presstechnische SchNvierigkeiten mit sich bringt. Zur Herstellung des Gehäuses sind komplizierte Presswerk- zeuge erforderlich, die teuer und störanfällig sind. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass bei Montage der Kabel die gesamten Baugruppen aus den seitlichen Schienen herausgenommen werden müssen, damit die er forderlichen Aderschlaufen gelegt werden können.
Es ist Zweck der Erfindung, einen Kabelverteilka- sten zu entwickeln, bei dem durch eine verbesserte Raumausnutzung im Kabelverteilergehäuse eine grössere Anzahl von Anschlusselementen untergebracht werden kann, ohne dass die Kabelmontage durch den verringer ten Raumbedarf negativ beeinträchtigt wird. Weiterhin soll durch den unkomplizierten Aufbau des Kabelver- teilkastens ein Minimum an Einzelteilen und damit eine rentablere Herstellung erzielt werden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, durch zweckentsprechende Ausgestaltung und Anord nung der Anschlusselemente im Kabelverteilergehäuse die Montage von Fernmeldekabeln, insbesondere Fern sprech- und Steuerkabel, mit verschiedenen Leiter durchmessern zu ermöglichen und die Montageebene der zu montierenden Fernsprechkabel ausserhalb des Kabel verteilergehäuses zu verlegen. Zugleich sollen die An schlusselemente für die Montage der Fernsprechkabel ohne Lösen von Schrauben auswechselbar und das Kabelverteilergehäuse sowohl für die Unterputz- als auch für die Aufputzmontage verwendbar sein.
Der erfindungsgemässe Kabelverteilkasten ist da durch gekennzeichnet, dass im Gehäuse an einer Seiten wand Scharmerösen, an der gegenüberliegenden Seiten wand Auflageflächen und Vorsprünge sowie an der Rückwand Befestigungsstücke und parallel übereinander T-förmige Drahtführungsbügel angeformt und an der Rückwand des Gehäuses parallel zu einer Längswand nebeneinander Flachklemmleisten und darüber an den Scharnierösen die Montageplatten befestigt sind, wobei in jeder Montageplatte am Stirn- und Fussende Lang lochschlitze enthalten sind,
die sich in Richtung zum Deckel konisch verjüngen und in der Mitte der Monta geplatte ein rechteckiger Durchbruch vorgesehen ist, der an den Längsseiten in Richtung zurr Rückwand konisch ausgebildet ist, an der Rückseite durch ange- formte Querstege unterbrochen und an der Vorderseite durch angeformte Rippen derart seitlich begrenzt wird, dass eine in den rechteckigen Durchbruch eingesteckte Anschlussleiste zwischen den Rippen geführt ist und durch ein korrespondierendes Sicherungsorgan auf der Montageplatte arretiert ist.
Der Kabelverteilkasten gemäss der Erfindung besitzt den Vorteil, dass durch die Verlagerung der N7ontage- ebene ausserhalb des Gehäuses dasselbe verkleinert wer den kann. Die Kabelmontage wird durch die Verkleine rung des Gehäuses nicht beeinträchtigt, da die Monta geplatten vollkommen aus dem Gehäuse ausgeschwenkt werden können. Dadurch sind die an der Rückwand des Gehäuses montierten Machklemmleisten gut zueänglich. Der Kabelverteilkasten kann also gleichzeitig zur@Ver- bindung von Fernsprechkabeladern und Steuerkabel adern verwendet werden.
Die einfache Austauschbarkeit der Anschlussleisten gestattet den Einsatz des Kabelver- teilkasten für alle auftretenden Verbindungsmöglichkei ten. Die bisherige Typenvielfalt wird dadurch weitestge hend eingeschränkt. Darüber hinaus wurde das Gehäuse so gestaltet, dass es presstechnisch möglich ist, eine Vielzahl von Einzelteilen durch formschlüssige Verbin dung mit dem Gehäuse zu vereinen. Da ausserdem die Montageplatten, Anschlussleisten sowie der Deckel als Pressteile hergestellt werden können, erhöht sich die Wirtschaftlichkeit in der Fertigung wesentlich.
Weiterhin kann die Arbeitsproduktivität bei der Herstellung des er- findungsgemässen Kabelverteilkastens beträchtlich ge steigert werden.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausfüh rungsbeispiel näher erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen: Fig. 1: die Vorderansicht eines Kabelverteilkastens mit abgenommenem Deckel, teilweise aufgebrochen, Fig. 2: die Seitenansicht eines Kabelverteilkastens für die Unterputzmontage im Schnitt, Fig. 3: eine Draufsicht eines Kabelverteilkastens ohne Anschlussleisten im Schnitt, Fig. 4:
die vergrösserte Darstellung einer Einzelheit einer Montageplatte mit einer ausgesteckten Anschluss- leiste im Schnitt, Fig. 5: die Draufsicht einer Anschlussleiste, die auf eine Montageplatte aufgesteckt ist, Fig. 6: eine abgebrochene Draufsicht im Schnitt, die eine Prinzipdarstellugn einer Aderverbindung mittels Aderverbindungshülsen enthält.
Das Kabelverleilergehäuse 1 wird zweckmässiger- weise aus einem geeigneten thermoplastischen Kunststoff hergestellt. Es ist jedoch auch möglich, das Kabelvertei- lergehäuse 1 aus einem Duroplastwerkstoff zu fertigen. Im Kabelverleilergehäuse 1 sind gemäss Fig. 1 und 2 vier Montageplatten 2 mit langlichähnlichen Schlitzen 3 angebracht.
Der Kabelverteilkasten ist damit für 40 Doppeladern ausgelegt. Selbstverständlich kann der Ka- belverteilkasten auch für eine höhere oder niedrigere Anzahl von Verbindungselementen produziert werden. Die geometrischen Abmessungen des Kabelverteilerge- häuses 1 verändern sich dann entsprechend. Die lang lochähnlichen Schlitze 3 dienen entweder zur Zuführung der ankommenden und abgehenden Adern an die Ver bindungselemente oder zur Aufnahme von Aderverbin- dun2shülsen 4.
Zur besseren Einführung der Aderver- bindungshülsen 4 in die lan--lochähnlichen Schlitze 3 sind diese in Richtung zur Rückwand konich erweitert ausgebildet. Die langlochähnlichen Schlitze 3 sind dabei so bemessen, dass infolge der Elastizität des Materials, das zur Herstellung der Montageplatten 2 verwendet wird, mehrere Grössen von Aderverbindungshülsen 4 festgeklemmt werden können. Die Aderverbindun±!shül- sen 4 erhalten dadurch in der Montageplatte 2 einen ausgezeichneten Sitz.
Die Montageplatten 2 besitzen angeformte Scharnierösen, die in den zeichnerischen Darstellungen nicht beziffert sind. Die Scharnierösen der Montageplatten ? werden in entsprechende Aussparun- gen in den Scharnierösen 5 des Kabelverteilereehäuses 1 eingesetzt und durch einen Scharnierbolzen 6 schwenk bar befestigt.
Ini geschlossenen Zustand liegen die Montageplatten 2 im Kabelverteilergehäuse 1 auf Aufla- Creflächen 7 auf und werden durch Vorsprünge 8 gegen selbsttätiges Ausschwenken gesichert. An den Monta geplatten 2 sind Schlaufen 9 ungeformt, damit die Montageplatten ? leichter geöffnet werden können. Der Monteur hat dadurch die Nföelichkeit, mittels eines Hebel:, z. B. eines Schraubenziehers, den Widerstand am Vorsprung 8 leicht zu überwinden. In jeder Monta geplatte 2 ist ferner ein rechteckiger Durchbruch 10 vorgesehen.
Beiderseits des rechteckigen Durchbruches 10 sind an der Vorderseite der Montageplatte 2 Rippen 11 angeordnet. Die Rippe 11 ist auch an der Rückseite der \-Iontageplatte 2 fort\eesetzt. Bei der Verwendung von Aderverbindunesliülsen 4 wird an der hinteren Seite des Durchbruches l0 der Montageplatte 2 ein Bezeich- nungsstreifen 12 eingeschoben, der nach hinten gegen Herausfallen durch an der 1Vlontageplatte 2 angeformte Querstege<B>13</B> gesichert wird. Der Bezeichnungsstreifen 12 wird durch einen Anschlag am seitlichen Verrutschen gehindert.
Der Kabelverteilkasten ist so aufgebaut, dass ausser der Verbindung von Adern mittels Aderverbin- dungshülsen 4 auch andere bekannte Verbindungsmög lichkeiten, wie z. B. Klemmen, Löten oder Wickeln, angewandt werden können. In diesem Falle wird in den rechteckigen Durchbruch 10 der Montageplatte 2 eine Anschlussleiste 14 eingesteckt und arretiert. Vielfach werden die Adern von Fernmeldekabeln bevorzugt ange- klemmt. Die Anschlussleisten 14 können deshalb mit Klemmstiften 15 bestückt sein. Zur einwandfreien Kon taktgabe befindet sich unter jeder Klemmschraube 16 eineVFederscheibe 17.
Der rechteckige Durchbruch 10 in der Montageplatte 2 ist in Richtung zur Rückwand des Kabelverteilergehäuses 1 an den Längsseiten so konisch ausgebildet, dass die Kanten als "e"eneinandereerichtete Zähne 18 wirksam werden. In die Zähne 18 rasten beim Aufstecken einer Anschlussleiste 14 federartige Haken 19 ein, die am Fussende der Anschlussleiste y14 ange- formt sind. Es ist ausreichend. wenn an jeder Anschluss- leiste 14 sechs federartige Haken 19 in parallelen Zweiergruppen angebracht sind.
Eine seitliche Sicherung gegen Verschieben erfolgt durch die an der Rückseite der Montageplatte 2 aneeformten Querstege 13, an denen gegenüberliegend jeweils zwei federartige Haken 19 anliegen. Die Anschlussleiste 14 erhält eine zusätzli che Führung und Halterun, durch die seitliche Begren zung der Rippen 11. Die Rippe 11 hat an der Rückseite der Montageplatte 2 nur die Funktion der Versteifung der Montageplatte 2 zu erfüllen. Am Kopfende sind die Anschlussleisten 14 mit einer Nut 20 versehen, in die der Bezeichnungsstreifen 12 eingeschoben wird, wenn auf der Montageplatte 2 eine Anschlussleiste 14 befestigt ist. Die Anschlussleisten 14 bestehen aus zwei spiegelbildli chen Halbschalen. Dadurch wird zur Herstellung nur eine Pressforen benötigt.
Die .Anschlussleisten 14 sind konstruktiv so ausgebildet, dass beiderseitig purallel nebeneinander in Durchbrüchen entweder Klemmstifte 15, Lötstifte 21 oder Wickelstifie 22 eingesetzt werden können. Für die angegebenen Stiftformen wird zur Herstellung der Anschlussleiste 14 das gleiche Pressteil verwendet. Die Klemmstifte 15, Lötstifte 21 oder Wik- kelstifte 22 werden in getrennten Arbeits,-ängen in die Anschlussleiste 14 eingesteckt. Der Vorteil dieser Her stellungsmethode besteht darin, dass keine Metallteile in den Isolierstoffkörper eingepresst werden.
Bekanntlich treten bei Einpressteilen aus @Iet@al infolge der unter schiedlichen Wärnieausdelinuneskoeffizieiiten der ver schiedenen Materialien Spannungsrisse im Isolierstoff- körper auf. Das führt zu erhöhtem ;",trssciiuss. Darüber hinaus kann die Pressform in konstruktiver Hinsicht wesentlich vereinfacht werden, wenn der Isolierstoffkör- per ohne Metallteile<U>g</U>epresst oder ;gespritzt wird.
Die Durchbrüche in den A@tischlussleisten 14 sind so gewählt, dass beim Zusamriensetzen der spie@_=elbildlichen Halb schalen die eingesetzten .Anschlussstifte auf Lücke ver setzt angeordnet sind. Dadurch befindet sich jeweils ein Klemmstift 15, Lötstift 21 oder Wickelstift 22 oberhalb eines Langlochschlitzes 3 der NIonta(,eplatte ''. Diese Anordnung setzt voraus, dass die Langlochschlitze 3 in der Montageplatte 2 auf der gegenüberliegenden Seite ebenfalls versetzt sind. Die Verbindungselemente sind so ausgeführt, dass jeweils die ankommende und abgehende Ader angeschlossen werden kann.
Die Lötstifte 21 besitzen deshalb zwei Kerben, damit die Leiter besser angelötet werden können. In bekannter Weise besitzen die Wickelstifte 22 einen rechteckigen Querschnitt. Die Klemmstifte 15, Lötstifte 21 und Wickelstifte 22 sind innerhalb des Isolierstoffkörpers der Anschlussleiste 14 zu einem rechten Winkel so umgebogen, dass das Ende der Anschlussstifte in das Innere des Kabelverteilerge- häuses 1 zeigt. Es wäre jedoch auch möglich, dem Winkel entgegengesetzt auszuführen. Zwischen den sich gegenüberliegenden Klemmstiften 15, Lötstiften 21 und Wickelstiften 22 wird ein Isolierstreifen 23 in die Anschlussleiste 14 eineelegt. Dadurch wird ein axiales Verschieben der angeführten Anschlussstifte verhindert.
Ausserdem dient der Isolierstreifen 23 bei der Verwen dung von Wickelstiften 22 als Druckausgleich, d. h. dass der Isolierstreifen 23 dem durch eine Wickelpistole ausgeübten Druck entgegenwirkt. Zur leichteren Zu gänglichkeit der Lötstifter 21 und Wickelstifte 22 sind diese ausserhalb der Anschlussleiste<B>14</B> angewinkelt. Bei der Verwendung von Klemmstiften 15 kann der Isolier streifen 23 entfallen, wie in Fig. 2 dargestellt. Durch die Klemmschrauben 16 wird ein Verschieben der Klemm stifte 15 in axialer Richtung ohnehin verhindert. Die spiegelbildlichen Halbschalen der Anschlussleiste 14 werden nach dem Einlegen der Anschlussstifte an der Rückseite durch Schrauben 24 verbunden.
Für die Aufnahme der Schrauben 24 sind am Isolierstoffkörper der Anschlussleiste 14 entsprechende Laschen vorgese hen. In der Nähe der Scharnierösen 5 sind unter dem Motageplatten 2 T-förmige Drahtführungsbügel 25 mit dem Kabelverteilergehäuse 1 formschlüssig verbunden. An allen Seiten des Kabelverteilergehäuses 1 sind aus brechbare Kabeleinführungen 26 angeformt. Die Kabel können daher von allen Seiten in das Kabelverteilerge- häuse 1 ein- oder ausgeführt werden.
Das ist vor allem dann vorteilhaft, wenn mehrere Kabelverteilkasten ne ben- oder übereinander montiert werden sollen. Am Kopf- und Fussende der Rückwand des Kabelverteiler gehäuses 1 sind parallel nebeneinander mehrere Laschen 27 angebracht, die ebenfalls mit dem Kabelverteilerae- häuse 1 eine Einheit bilden. An diesem Laschen 27 werden mittels Band, z. B., Lochband, die ankommen den und/oder abgehenden Kabel gehaltert. An den seitlichen Kabeleinführungen 26 sind Laschen 27 nicht erforderlich, da an diesen Stellen in der Regel nur Kabel geringerer Aderzahl ein- oder ausgeführt werden, für die sich eine zusätzliche Befestigung erübrigt.
Die ausserhalb des Kabelverteilergehäuses 1 angebrachte Schelle ist für die Befestigung dieser Kabel ausreichend. An der den Scharnierösen 5 gegenüberliegenden Seite ist im Kabel verteilergehäuse 1 an der Rückwand eine Erdungsplatte 28 mit zwei Messbuchsen 29 und mehreren parallel nebeneinander angeordneten Schraubklemmen 30 mit tels einer Schraube 31 angebracht. Zweckmässigerweise ist hierfür im Kabelverteilergehäuse 1 ein Sockel sowohl in der oberen als auch in der unteren Ecke eingepresst,
auf dem die Erdunasplatte 28 erhöht im Kabelverteiler- gehäuse 1 aufliegt. Die Erdungsplatte 28 kann wahlweise entweder oben oder unten im Kabelverteilergehäuse 1 befestigt werden, wobei die Möglichkeit besteht, bei geschlossenen Montageplatten 2 mittels eines Messstek- kers Prüfungen vorzunelitnen. Die Adern, die an den Schraubklemmen 30 angeschlossen werden,
können von der jeweils gewählten Kabeleinführung 26 auf dem kürzesten Wege zur Erdungsplatte 28 geführt werden. In der Praxis kommt es hiiufig vor, dass an eine Schraub klemme 30 mehrere Leiter angeklemmt werden müssen. Aus diesem Grunde sind die Schraubklemmen 30 so ausgeführt, dass gleichzeitig maximal vier Leiter ange schlossen werden können. An der Rückwand des Kabel verteilergehäuses 1 sind Befestigungsbügel 32 in dafür vorgesehenen Löchern 33 durch Schrauben befestigt.
Auf den Befestigungsbügeln 32 werden Flachklemmlei- sten 34 so befestigt, dass zwischen den Flachklemmlei- sten 34 und der Rückwand des Kabelverteilergehäuses 1 ein Abstand für die Führung der Kabeladern vorhanden ist. Die Befestigung der Flachklemmleisten 34 erfolgt erti <B><I>b</I></B> v *kal zu den Montageplatten 2. Die Klemmen der Fachklemmleisten 34 gestatten das Anschliessen von Leitern mit Grösseren Querschnitten, z. B., bis 6 mm=.
Es ist vorteilhaft, wenn ein Kabelverteilkasten neben der Verbindung von Fernsprechkabeladern gleichzeitig die Montage vom Steuerkabeladern, z. B. für Uhrenanlagen, ermöglicht. Durch die ständige Erweiterung der Anwen dung der lcvless-, Steuer- und Regeltechnik in allen Berei chen der Wirtschaft, müssen auch in Kabelverteilkästen in erhöhtem Masse geeignete Verbindungsmö@=lichkei- ten geschaffen werden.
Der vorliegende Kabelverteilka- sten berücksichtigt die Forderung der Anlagenbaubetrie be, in verstärktem Masse Steuerkabel neben Fernsprech kabeln montieren zu können insofern, als im Kabelver- teilergehöuse 1, z. B., für 40 Doppeladern, maximal drei Flachklemmleisten 34 untergebracht werden können, ohne dass dadurch eine gegenseitige Behinderung der an den Montageplatten 2 montierten Fernsprechkabeladern erfolgt.
Beiderseits der oberen und unteren Kabeleinfüh rung 26 sind Befestigungsstücke 35 angebracht, an denen mittels Distanzschrauben 36 ein Blendrahmen 37 bei der Unterputzausführung des Kabelverteilkastens befestigt ist. Die Distanzschrauben 36 haben die Funk tion, die unumgänglichen Toleranzen im Putz zu über brücken. Das Kabelverteilergehäuse 1 wird durch einen Deckel 38 abgeschlossen. Der Deckel 38 kann wahlweise auf das Kabelverteilergehäuse 1 oder auf den Blendrah men 37 aufgesetzt werden. Zu diesem Zweck besitzt der Deckel 38 an den vier Ecken angeformte Rasten 39, die in einen Falz 40 des Kabelverteileroehäuses 1 oder am Blendrahmen 37 einrasten.
In der Mitte des Deckels 38 befindet sich ein Durchbruch 41 als Sichtfeld für ein Bezeichnungsschild. Die Halterung des Bezeichnungs schildes erfolgt durch Bügel 43 an der Innenseite des Deckels 38. Da der Deckel 38 ebenfalls aus einem geeigneten Kunststoff hergestellt werden kann, ist der Bügel 43 angeformt.
Die Montage des Kabelverteilkastens erfolgt derart, dass ein oder mehrere Kabel an den Kabeleinführungen 26 in das Kabelverteilergehäuse 1 eingeführt werden. In den meisten Fällen erfolgt die Ein- oder Ausführung der Kabel am Kopf- oder Fussende des Kabelverteilergehäu- ses 1. Entsprechend der Anzahl der ein- und auszufüh renden Kabel und deren Durchmesser werden die vorge formten Durchbrüche der Kabeleinführung 20 ausgebro chen oder ausgeschnitten. Gleichzeitig werden die Kabel an den Laschen 27 mittels Lochbändern an der Rück wand des Kabelverteilergehäuses 1 fixiert.
Die freigeleg ten Adern von Fernsprechkabeln werden durch die Drahtführungsbügel 25 unter Legung einer Schlaufe, die als Reserve dient, zu den Montageplatten 2 geführt. Im Falle der Verwendung von Aderverbindunashülsen 4 werden die ankommenden und abgehenden Adern in den Aderverbindungshülsen 4 in bekannter Weise VerbLin- den. Die Halterunu, der Aderverbindungshülsen 4 erfolgt in den dafür vorgesehenen Langlochschlitzen 3 der Montageplatte 2.
Zur Erleichterung der Montagearbeit und zur besseren Führung der Kabeladern werden die Montageplatten 2 aus dem Kabelverteilergehäuse 1 herausgeschwenkt. Dadurch sind die Montageplat ten 2 beiderseitig frei zugänglich. Sollen andere Verbin dungsverfahren wie z. B. Klemmen, Löten oder Wik- keln Anwendung finden, dann wird anstelle des hinter der Montageplatte 2 eingeschobenen Bezeich nungsstreifens 12 in den rechteckigen Durchbruch 10 eine Anschlussleiste 14 mit den entsprechenden An- schlusselementen eingesetzt.
Ein späteres Lösen der An- schlussleisten 14 aus der Montageplatte 2 erfolgt durch seitliches Drücken gegen die Anschlussleiste 14, wo durch infolge der Elastizität des Kunststoffes die federar tigen Haken 19 zur Seite gedrückt werden, so dass diese aus den Zähnen 18 ausklinken. Die Langlochschlitze 3 in der Montageplatte 2 dienen in diesem Falle zur Aufteilung der an der Anschlussleiste 14 anzuschliessen- den Adern. Wie bereits beschrieben, werden an jedes Verbindungselement, z. B. Klemmstift 15, Lötstift 21 oder Wickelstift 22, jeweils die ankommende und abge hende Ader angelegt.
Es wurde ebenfalls bereits darge legt, dass unterhalb der Montageplatten 2 an den Flachklemmleisten 34 unabhängig von den Fernsprech- kabeladern Adern für Steuerzwecke in bekannter Weise angeschlossen werden können. Nach Abschluss der Mon tagearbeiten kann zur besseren Halterung der Kabel adern an der Montageplatte 2 in parallel sich gegen überliegenden Einschnitten 42 ein Befestigungsband, z. B. ein Gummiring, angebracht werden. Als zusätzli cher Schutz gegen Feuchtigkeit kann ferner an der Innenseite des Kabelverteilergehäuses 1 eine Isolierstoff platte zwischen dafür vorgesehenen Stegen 44 eingescho ben werden. Der montierte Kabelverteilkasten wird durch den Deckel 38 verschlossen.
Zum leichten Öffnen des Deckels 38 sind an diesem oberhalb der Rasten 39 Aussparungen vorgesehen, so dass mit Hilfe eines Hebels, z. B. eines Schraubenziehers, die Rasten 39 aus den Falzen 40 gedrückt und der Deckel 38 dadurch leicht abgenommen werden kann.