CH475335A - Verfahren zum Zusammenkleben zweier Gebilde mit Hilfe einer selbstklebenden Schicht und Mittel zur Ausführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Zusammenkleben zweier Gebilde mit Hilfe einer selbstklebenden Schicht und Mittel zur Ausführung des Verfahrens

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CH475335A
CH475335A CH1186464A CH1186464A CH475335A CH 475335 A CH475335 A CH 475335A CH 1186464 A CH1186464 A CH 1186464A CH 1186464 A CH1186464 A CH 1186464A CH 475335 A CH475335 A CH 475335A
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CH1186464A
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H Henrickson Charles
J Danielson Alton
V Erwin James
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Minnesota Mining & Mfg
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Description


  (Zusatzpatent zum Hauptpatent 440 515)         Verfahren    zum Zusammenkleben zweier Gebilde mit Hilfe einer selbstklebenden Schicht  und Mittel zur Ausführung des Verfahrens    Gegenstand des Patentanspruches I des Hauptpaten  tes ist ein Verfahren zum Zusammenkleben zweier  Gebilde mit Hilfe einer am einen Gebilde angebrachten  selbstklebenden Schicht, wobei das andere Gebilde eine       klebstoffannehmende    Oberfläche aufweist, nach Ermögli  chung einer nichtklebenden Berührung zwischen diesen  Gebilden, das dadurch gekennzeichnet ist, dass in die  genannte selbstklebende Schicht eine Vielzahl kleiner       zerdrückbarer    Körper mit nichtklebender     Oberfläche    in  gleichmässiger spärlicher Verteilung derart teilweise ein  gebettet werden,

   dass sie die Oberfläche der selbstkleben  den Schicht überragende Vorsprünge bilden.  



  Der Patentanspruch     1I    des Hauptpatentes betrifft ein  Mittel zur Ausführung des Verfahrens nach Patentan  spruch I. Dieses Mittel ist dadurch gekennzeichnet, dass  es eine Schicht selbstklebenden Klebstoffes aufweist, die  eine Vielzahl gleichmässig und spärlich über die Oberflä  che mindestens einer Seite der Schicht verteilte, je  teilweise in diese eingebettete     dünnwändige    zerbrechliche  Mikrohohlkugeln enthält.  



  Das vorliegende Zusatzpatent betrifft eine weitere  Ausbildung der     in    den Patentansprüchen I und     II    des  Hauptpatentes definierten Erfindung. Die erfindungsge  mässe weitere Ausbildung des Verfahrens besteht darin,  dass die Schicht selbstklebenden Klebstoffes in     gleich-          mässiger,    spärlicher Verteilung statt mit einer Vielzahl je  teilweise in sie eingebetteter (somit an ihrer Oberfläche  Erhöhungen bzw.

   Vorsprünge bildender), dünnwandiger  zerbrechlicher Mikrohohlkugeln mit einer Vielzahl kleiner  Erhöhungen, deren jede mindestens im Bereich ihres  Scheitels von einem auf der Schicht aufsitzenden     zer-          drückbaren    Körperchen mit nichtklebender Oberfläche  bedeckt ist, versehen wird, derart, dass diese Körperchen  die Oberfläche der selbstklebenden Schicht überragende  Vorsprünge bilden.  



  Die erfindungsgemässe weitere Ausbildung des Mit  tels zur Durchführung des Verfahrens ist dadurch ge  kennzeichnet, dass die Schicht selbstklebenden Klebstof  fes eine Vielzahl kleiner Erhöhungen aufweist, deren jede  mindestens im Bereich ihres Scheitels von einem auf der    Schicht aufsitzenden     zerdrückbaren    Körperchen mit  nichtklebender Oberfläche bedeckt ist.  



  In der Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführungs  form des erfindungsgemässen Mittels dargestellt, das in  diesem Falle ein Blattmaterial ist.  



       Fig.    1 ist eine schematische Darstellung eines zur Zeit  bevorzugten     Verfahrens    zur Herstellung des Blattmate  rials;       Fig.    2 dient zur Erläuterung des Verfahrens und zeigt  anhand typischer Querschnitte verschiedene Stufen der  Herstellung des Blattmaterials;       Fig.    3 ist ein Querschnitt und     Fig.    4 ist eine Drauf  sicht auf einen Teil des zum Aufbringen fertigen mit  Klebstoff überzogenen Blattmaterials, und       Fig.5    ein Querschnitt durch eine Ausführungsform  des Blattmaterials, der Einzelheiten in     vergrössertei     Form zeigt.  



  Wie in     Fig.    1 gezeigt wird, wird ein Trägermaterial  10, das von einer     Zuführungsrolle    11 abgewickelt wird,  zunächst an der     Beschichtungsstation    12 mit einer Lö  sung 13 eines nichtklebenden     Beschichtungsmaterials     dünn überzogen, wonach an der     Oberfläche    mit     Hilfe     eines Filzwischers 14     saubergewischt    und über einer  Wärmequelle 15 getrocknet wird. Sodann wird an der       Beschichtungsstation    17 eine Schicht einer     Klebstofflö-          sung    16 aufgebracht und das Produkt erneut über einer  Wärmequelle 18 getrocknet.

   Sodann wird ein von einer  Zuführungsrolle 20 abgewickeltes dünnes     Unterlagemate-          rial    19 zwischen Druckwalzen 21 und 22 in Druckberüh  rung mit dem mit Klebstoff überzogenen Trägermaterial  gebracht und das aus mehreren Schichten zusammenge  setzte Produkt 23 auf eine Lagerrolle 24 aufgewickelt,  von der es je nach Wunsch entfernt werden kann.  



  Wie in     Fig.    2 gezeigt wird, besteht hier das Trägerma  terial 10 aus einer papierähnlichen Unterlage 25, die auf  einer Seite einen Kunststoffüberzug 26 aufweist, der  durch Prägen oder auf andere Weise mit einem Muster  von kleinen Einbuchtungen bzw.     Vertiefungen    27 verse  hen worden ist, die hier der Bequemlichkeit halber als  etwa halbkugelförmig gezeichnet worden sind.

   Diese      Vertiefungen werden mit der     Beschichtungslösung    13  gefüllt, die beim Trocknen eine dünne Ablagerung 28     in     jeder der einzelnen Vertiefungen 27     zurücklässt.    Die  getrocknete     Klebstoffablagerung    29 füllt den übrigen  Raum der Vertiefungen aus und bildet über der Träger  oberfläche einen zusammenhängenden Überzug. Das     Un-          terlagmaterial    19 bedeckt diesen Überzug und wird durch  die     Klebstoffschicht    29 klebemässig gehalten.  



  Das Trägermaterial 10 lässt sich von dem aus der  Unterlage 19 und der     Klebstoffschicht    29 bestehenden  Filmprodukt 31 leicht durch Abziehen von Hand abtren  nen. Die auf diese Weise freiliegende Oberfläche der       Klebstoffschicht    29 weist ein Muster von Erhöhungen 32  auf, deren     jede    für sich mit     einer    nichtklebenden Ablage  rung 28 bedeckt ist, während sich zwischen den Erhöhun  gen flache bzw. ebene     Klebstoffoberflächen    33     befinden,     wie im einzelnen aus den     Fig.    3 und 4 hervorgeht.  



  Der Aufbau des     Klebeblattmaterials    wird in seinen  Einzelheiten aus der     Fig.5    deutlich. Die dünnwandige  nichtklebende Ablagerung 28, die hier     in    teilweisem  Querschnitt gezeigt wird, weist eine     kappenförmige    Ge  stalt auf und     bedeckt    den Scheitel der     Klebstofferhöhun-          gen    32, mit der zusammen sie die an der Oberfläche des  fertigen Blattmaterials einen Höcker bildet. Sie erstreckt  sich von diesem Scheitel aus weiter über die Oberfläche  der Erhöhung, und zwar in diesem Falle über etwa die  Hälfte der Höhe des Höckers.

   Wie gezeigt wird, ist der  Kunststoffüberzug 26 in den Papierträger 25 eingedrückt  und bildet entlang des Randes der Vertiefung 27 einen  schwach erhöhten Wulst. Bei     einer    gegenwärtig bevor  zugten Ausführungsform der Erfindung stehen die Ab  messungen etwa in dem gezeigten Verhältnis zueinander,  wobei die Vertiefung 27 eine Tiefe von etwa 0,01 cm  und am     Wulstrand    einen Durchmesser von etwa 0,013 cm  aufweist.  



  Mit Polyäthylen überzogenes Papier ist ein besonders  wirksames Trägermaterial. Das Papier liefert eine ange  messene Festigkeit, Biegsamkeit, Wärmebeständigkeit  und Abmessungsbeständigkeit. Der     Polyäthylenüberzug     ist     angemessen    wärmebeständig und lässt sich dabei  dennoch in geeigneter Weise dauerhaft prägen, ist     lö-          sungsmittelbeständig    und     liefert    eine gute     Ablöseoberflä-          che,    von der sich der Klebstoff 29 und die dünnen       kappenförmigen    Ablagerungen 28 leicht ablösen.

   Gege  benenfalls kann die Ablösung dieser Materialien von der       Oberfläche    des Polyäthylens durch einen dünnen     über-          zu-    eines Trennmittels wie     z.B.        Polymethylsilicon,    der  auf das Polyäthylen aufgebracht wird, weiter erleichtert  werden.

   Ein spezielles, beispielhaftes Trägermaterial, mit  dem gute Ergebnisse erzielt wurden, besteht aus     einer     geglätteten Papierunterlage mit einem Gewicht von  106     g/cm2,    die mit etwa 29,4     g/m2    Polyäthylen über  zogen worden ist, und wobei die     Polyäthylenschicht     weiterhin einen dünnen, zusammenhängenden Überzug  eines     Silicon-Trennmittels    aufweist.  



  Der     Polyäthylenüberzug    lässt sich in bequemer Weise  zwischen einer     Hartkautschuk-Gegenwalze    und einer       Metall-Prägewalze    prägen. In typischer Weise weist die       Kautschukwalze        eine        Oberflächen-Durometerablesung     von 75 - 90 auf. Die Prägewalze besitzt eine     Zinkoberflä-          ehe,    die durch eine schützende, säurebeständige Schablo  ne hindurch über etwa 4/5 der Gesamtfläche bis zu einer  Tiefe von etwa 0,013 - 0,015 cm geätzt worden ist, wobei  in gleichmässiger Verteilung etwa 930 - 1240 Vorsprünge  je cm=     Oberfläche    zurückbleiben.

   Diese Vorsprünge  können die Form von Kegelstümpfen oder etwas unregel-    mässigen     Halbkugeln    aufweisen, wie in     allgemeiner    Wei  se durch die Form der Vertiefung 27 von     Fig.    5 angedeu  tet wird, oder sie können     irgendeine    andere geeignete  Gestalt aufweisen, wie weiter unten dargelegt wird. Das  Prägen wird mit     einer    Temperatur der Metallwalze von  etwa 129 - 135 C und     einer    Temperatur der Kautschuk  walze von etwa 82 C unter einem Druck von etwa  8,75     kg/cm2    und     einer        Lineargeschwindigkeit    von etwa  2,5 cm/Sekunde durchgeführt.  



  Die oben gegebenen Abmessungen stellten bevorzugte  Werte dar, die jedoch in breitem Masse variiert werden  können. Im allgemeinen wird die Zahl der Höcker je  Flächeneinheit im Falle von sehr     kleinen    Höckern     grös-          ser        sein.    Der Abstand zwischen den Erhöhungen,     d.h.    der  Bereich der ebenen     Klebstoffoberfläche,    kann mit zuneh  mender Höhe und zunehmendem Durchmesser der Erhö  hungen vergrössert werden. Die Höhe der Erhöhungen  sollte nicht weniger als     15:i,    betragen. Der Abstand  zwischen den Erhöhungen soll nicht weniger als etwa     1/     des maximalen Durchmessers der Erhöhung betragen.

    Innerhalb dieser allgemeinen Begrenzungen werden die  speziellen Mengen und Abmessungen so gewählt, dass in  jedem Falle eine     Klebeblattmaterial    erhalten wird, das  sich auf einer     klebestoffannehmenden    Arbeitsfläche  leicht in die gewünschte Stellung     bringen    lässt, ohne an  dieser zu haften und das     dann    durch     einfache    Anwen  dung von Druck klebemässig mit dieser Oberfläche  verbunden werden kann.  



       Polymethylmethacrylat    ist ein gegenwärtige     bevorzug          tes    Material für die nichtklebenden Kappen 28. Eine       24%ige    Lösung dieses     Polymerisats    in     Cellosolve-Acetat          ( Cellosolve     ist     eine        eingetragene    Marke der Union       Carbide        Corp.)    dringt     in    die kleinen Vertiefungen des  geprägten Trägermaterials     ein,    und der Überschuss lässt  sich leicht abwischen.

   Das Lösungsmittel greift das  Polyäthylen sowie das     Silicon    nicht an und lässt sich bei  mässig erhöhter Temperatur leicht abdampfen, ohne     eine     Blasenbildung hervorzurufen. Der getrocknete Rück  stand bleibt auf der inneren Oberfläche der Vertiefung  zurück und     bedeckt    deren geschlossenes Ende völlig, wie  aus     Fig.    5 ersichtlich ist.  



  Diese zurückbleibenden Kappen lassen sich von dem  Trägermaterial leicht ablösen und sind nach dem Ablö  sen dünn und zerbrechlich. Andere filmbildende     Polyme-          risate,    Harze bzw. andere Stoffe mit gleichwertigen  Eigenschaften sind ebenfalls brauchbar.

   So können     Vi-          nylpolymerisate,        Epoxyharze,        Alkydharze,        Polyäthylme-          thacrylat,    und     Mischpolymerisate    von     Methacrylaten    und       Styrol    brauchbar sein, obgleich weniger wünschenswert  als das     Polymethylmethacrylat.        Natriumsilikat    und ande  re     anorganische    filmbildende Substanzen sind     in    ähnli  cher Weise brauchbar, wenn die     Fliesseigenschaften,

      die  Trockeneigenschaften und andere Eigenschaften geeignet       sind    bzw. geeignet gemacht werden können. Substanzen,  die durch einfaches Abdampfen eines flüchtigen Lö  sungsmittels rasch hart werden, wie     z.B.    das     Polymethyl-          methacrylat,    werden bevorzugt, während solche, die eine  chemische Umsetzung bzw. Härtung erfordern, vom  praktischen, wirtschaftlichen Standpunkt der Herstellung  aus gesehen weniger wünschenswert sind .  



  Die Schutzkappe 28 bedeckt den Scheitel der Kleb  stofferhöhung und erstreckt sich vom Scheitel aus über  die Seiten der Erhöhung über eine     Entfernung,    die  vorzugsweise mindestens etwa     1/    der Höhe des Höckers  entspricht.     Kleinere    Kappen     schützen    die     Klebstoffober-          fläche    normalerweise nicht angemessen, wenn das Blatt-      material über der     Arbeitsfläche    in die gewünschte Stel  lung gebracht wird.

   Die gewünschte Abdeckung lässt sich  am leichtesten erzielen, wenn man die zur Herstellung  der Kappen dienende Substanz aus einer Lösung in  einem flüchtigen Lösungsmittel in einer geeigneten Kon  zentration - im allgemeinen innerhalb des Bereichs von  etwa 20 -     35%    - aufbringt. Die verwendete Substanz  sollte daher bei den angegebenen Konzentrationen Lö  sungen mit ausreichender     Fliessfähigkeit    bilden, um ein  Überziehen des Trägermaterials und ein Eindringen in  die Vertiefungen zu ermöglichen. Die Substanz sollte  weiterhin die Eigenschaft besitzen, sich in erhärteter  Form beim Abziehen des     Klebstoffüberzuges    aus den  Vertiefungen des     Kunststoffträgermaterials    entfernen zu  lassen.  



  Eine brauchbare druckempfindliche     Klebstoffmasse     besteht aus einem     Mischpolymerisat    aus 95 Gewichtstei  len     Fuselölacrylat    und 5 Teilen     Acrylsäure,    das in einer  Konzentration von etwa 20 -     25 /o    in einem Gemisch aus  handelsüblichem     Heptan    und     Äthylacetat    aufgebracht  wird. Solche Klebstoffe sind in der Schweizer Patent  schrift 364 314 beschrieben worden.

   Ein weiterer brauch  barer Klebstoff enthält 566 Teile eines     Mischpolymeri-          sats    aus 3 Teilen     2-Äthylbutylacrylat    und 1 Teil     Äthyl-          acrylat,    141 Teile eines verträglichen, wärmehärtenden       (heat-advancing)        Phenol-Aldehyd-Harzes,    28 Teile     Sali-          cylsäure    und 85 Teile      < cZirex         (Zinkresinat)    in 6690  Teilen     Heptan    und 226 Teilen Alkohol.  



  Das     Klebstoffgemisch    wird     z.B.    mit Hilfe eines Ra  kel- oder     Stabbeschichters    in Form einer glatten,     gleich-          mässigen    Schicht aufgebracht. Ein     Rakelabstand    von  etwa 0,04 cm, der ausreicht, um eine trockene Klebstoff  ablagerung mit einem Gewicht von etwa 5,9     mg/cm2    zu  bilden, hat sich in der beschriebenen speziellen Struktur  als wirksam erwiesen. Der Überzug wird durch etwa     10-          minütiges    Erhitzen in     einem    Ofen auf 65 C getrocknet.  Die Menge an Klebstoff kann variiert werden.

   Sie sollte  ausreichen, dass ein angemessener Vorrat von Klebstoff  unter den Erhöhungen vorliegt, damit die zerbrochenen  oder gefalteten nichtklebenden Kappen unter Druck  umflossen werden können. Der Klebstoff braucht jedoch  nicht in unwirtschaftlichem Überschuss vorliegen.  



  Die Fähigkeit dieser druckempfindlichen     Klebstoffe,     unter Beanspruchung ins plastische Fliessen zu kommen,  wird durch eine andere Ausführungsform des     Beschich-          tungsverfahrens    veranschaulicht, bei der die     Klebstofflö-          sung    anfangs auf die glatte, filmähnliche Unterlage  aufgebracht und dort getrocknet wird.

   Das Blattmaterial  wird mit der     Klebstoffoberfläche    in Berührung mit der  vorher hergestellten geprägten Oberfläche des Träger  blattmaterials in Berührung gebracht, und die beiden  Bahnen werden dann     z.B.    bei etwa 82 - 94 C und unter  einem starken     Quetschwalzendruck        zusammengepresst.     Der     lösungsmittelfreie,    jedoch noch fliessfähige Klebstoff  wird dabei in die Vertiefungen der geprägten Oberfläche  gepresst und gelangt in dauerhafte, klebende Berührung  mit den     kappenförmigen,    nichtklebenden Ablagerungen  28, die in ihnen enthalten sind.  



  Ein     biaxial    orientierter     Polystyrolfilm    mit einer nomi  nellen Dicke von etwa 0,008 cm stellt ein bevorzugtes       Unterlagematerial    dar. Dieser Film wird bei der zuerst  beschriebenen Ausführungsform gegen die freiliegende       Klebstoffoberfläche    gepresst und hierdurch fest mit die  ser verbunden. Andere     Kunststoffilme,    -Folien, -Platten  oder Blattmaterialien, wie     z.B.        Vinylharzfilme,    Alumi  niumfolien, dünne Kupferplatten oder die verschieden-         sten    überzogenen oder bedruckten Gewebe- oder papier  ähnlichen     Bahnenmaterialien    können ebenfalls verwendet  werden.

   Die mit dem Klebstoff in Berührung kommende  Oberfläche kann gegebenenfalls mit einer     Klebstoffgrun-          diermasse    vorbehandelt bzw. grundiert werden, um die  Festigkeit der     Klebstoffbindung    an ihr zu erhöhen. Sehr  dünne Überzüge der gleichen     Klebstofflösung    können  als brauchbare     Grundiermittel    verwendet werden.  



  Das in Form von Rollen 24 oder in Form von Stapeln  geschnittener Blätter vorliegende fertige Produkt lässt  sich trotz der Neigung des Klebstoffs, unter Beanspru  chung zu fliessen, längere Zeit ohne Verschlechterung  lagern. Das ablösbare Trägermaterial 10 schützt die       Klebstoffoberfläche,    insbesondere die Erhöhung 32, in  dem es sich deren Oberflächenkonturen genau anpasst.  Das Produkt vermag überraschend hohen Drücken stand  zuhalten, ohne dass dadurch in irgendeiner Weise die  Fähigkeit beeinträchtigt würde, später vom Trägermate  rial abgelöst und mit der mit Klebstoff überzogenen Seite  auf eine     klebstoffannehmende    Oberfläche aufgebracht zu  werden.  



  Es versteht sich, dass das     Unterlagematerial    19 be  druckt, geprägt, gefärbt, reflexionsfähig gemacht oder auf  andere Weise verziert oder mit funktionellen Oberflä  chenelementen versehen werden kann, und zwar entwe  der vor oder nach seinem Einbau in die Blattstruktur.  Die Druckbeständigkeit des zusammengesetzten Schicht  gebildes ist insofern besonders bedeutungsvoll, als sie die  Oberflächenbehandlung des     Unterlagematerials    gestattet,  nachdem dieses mit dem Klebstoff in der in     Fig.l     gezeigten Weise verbunden worden ist. Auf diese Weise  wird auch das Schneiden oder Ausstanzen des Blattmate  rials auf die gewünschte Grösse und Gestalt erleichtert.  



  Bei der Anwendung werden das mit Klebstoff überzo  gene     Unterlagematerial    und das Trägermaterial durch  Abziehen voneinander getrennt, und das     Unterlagemate-          rial    wird mit der     Klebstoffoberfläche    gegen die     klebstoff-          annehmende    Arbeitsfläche gebracht, die überzogen wer  den soll.

   Die Schutzkappen 28, die die     Klebstofferhöhun-          gen    32 bedecken und nichtklebend sind, haften nicht an  der Arbeitsfläche, sondern gestatten, das Blattmaterial  auf der Arbeitsfläche hin- und herzubewegen und leicht in  die gewünschte Stellung zu bringen,     z.B.    Kante an Kante  und in Übereinstimmung mit anderen Abschnitten, die  vorher aufgebracht worden sind. Wenn sich der Ab  schnitt in der gewünschten Stellung befindet, lässt sich  eine klebende Berührung durch einfache Druckanwen  dung auf die obere Oberfläche erreichen, wie     z.B.    mit  Hilfe der Fingerspitzen oder mit einem stumpfkantigen  Schaber oder einer kleinen, harten Walze.

   Die Kappen 28  werden hierdurch zerbrochen, zertrümmert oder gefaltet,  die Bruchstücke in die     Klebstoffschicht    gedrückt, die       Klebstofferhöhungen    geglättet und zum Umfliessen der  Bruchstücke gezwungen und die ebenen     Klebstoff-Flä-          chen,    die sich zwischen den Erhöhungen befinden und  diese umgeben, in klebende Berührung mit der Arbeits  fläche gebracht. Auf diese Weise wird der Abschnitt an  der gewünschten Stelle angeklebt und kann nicht mehr  über die Oberfläche der Arbeitsstelle     bewegt    werden.  



  Es versteht sich, dass die Zahl der Erhöhungen je  Flächeneinheit, der Durchmesser und die Höhe der  Erhöhungen, die Dicke und Tiefe der nichtklebenden  Kappen und vielleicht andere spezielle Mengen und  Abmessungen innerhalb der obengenannten ungefähren  Grenzen beträchtlich variiert werden können, und zwar  in Abhängigkeit     z.B.    von der Weichheit bzw. Festigkeit      des Klebstoffes, der Dicke der     Klebstoffschicht,    der  Biegsamkeit bzw.

   Steifheit des     Unterlagematerials,    den in  bezug auf die     in    Frage stehende Strukturen zur Verfü  gung stehenden bzw. statthaften     Druck    sowie der Ober  flächenkontur und der Natur der     klebstoffannehmenden          Oberfläche    der Arbeitsstelle, auf die das mit Klebstoff  überzogene Blattmaterial aufgebracht werden soll. In den  meisten Fällen jedoch, und insbesondere bei solchen  Produkten wie dünnen Zier-     bzw,        Schutzfilmen    bzw.

         folien,    die auf glatte Glas-, Stahl-, Aluminium- oder       Email-Arbeitsflächen    aufgebracht werden sollen, sind  sowohl der Durchmesser als auch die Höhe der Erhöhun  gen nicht geringer als etwa 0,025 mm und nicht grösser  als etwa 0,25 mm und haben vorzugsweise     einen    Wert  von etwa 0,025 - 0,15 mm; und die Erhöhungen machen  etwa<B>1/10</B> bis etwa 1 / 3,     vorzugsweise        etwa   <B>115</B> bis     etwa     1/4, der gesamten Klebstoff-Fläche aus.     In    ähnlicher  Weise erstrecken sich die nichtklebenden Kappen, die  die Scheitel der     Klebstofferhöhungen    bedecken, über  mindestens etwa 1/4 der Höhe der Höcker.

   Obgleich  oben speziell halbkugelförmige und     kegelstumpfförmige     Walzenvorsprünge genannt worden sind, liegt es auf der  Hand, dass auch andere Formen, wie längliche Leisten  bzw. Wulste, Würfel, Dreiecke, Zylinder, Kegel und dgl.,  verwendet werden können.  



  Erfindungsgemäss ist also in bequemer Weise eine  direktes Aufkleben der verschiedensten Zier-,     Schutz-          oder    anderweitig brauchbaren Filme, Blätter, Folien und  anderer Gegenstände in der gewünschten Lage und  Anordnung auf     klebstoffannehmenden    Träger- bzw.     Un-          terlagematerialien    möglich.

   Es liegt auf der Hand, dass  die     Klebstoffschicht    selbst gesondert     in    der gewünschten  Lage und Anordnung angebracht werden kann, indem  man das bleibende     Unterlagematerial    durch     ein    entfern  bares Trägermaterial     ersetzt,    so dass anschliessend Ge  genstände, die selbst keinen     Klebstoffüberzug    tragen, mit  dieser     Klebstoffschicht    verklebt werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCHI Verfahren zum Zusammenkleben zweier Gebilde mit Hilfe einer am einen Gebilde angebrachten selbstkleben den Schicht, wobei das andere Gebilde eine klebstoffan- nehmende Oberfläche aufweist, nach Ermöglichung einer nichtklebenden Berührung zwischen diesen Gebilden, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte selbstkleben de Schicht in gleichmässiger spärlicher Verteilung mit einer Vielzahl kleiner Erhöhungen, deren jede mindestens im Bereich ihres Scheitels von einem auf der Schicht aufsitzenden zerdrückbaren Körperchen mit nichtkleben der Oberfläche bedeckt ist, versehen wird, derart,
    dass diese Körperchen die Oberfläche der selbstklebenden Schicht überragende Vorsprünge bilden. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die beiden Gebilde nach dem Anbrin gen der mit den Erhöhungen und den zerdrückbaren Körperchen versehenen Schicht an einen Gebilde durch Anlegen dieser Körperchen an die klebstoffannehmende Oberfläche des andern Gebildes in gegenseitig nichtkle bende Berührung gebracht werden, so dass sie gegenseitig in eine gewünschte Lage verschiebbar sind, und dass die Gebilde nach Erreichen dieser Lage mit genügendem Druck gegeneinander gepresst werden,
    um die Körper- chen zu zerdrücken und unter Aufhebung der gegenseiti gen Gleitfähigkeit das Zusammenkleben der klebfähigen Schicht mit dem genannten andern Gebilde zu bewir ken. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass auf die Oberfläche des einen Gebildes eine selbstklebende Schicht, die auf ihrer einen Seite bereits mit den Erhöhungen und den zusammendrückbaren Körperchen versehen ist, derart aufgebracht wird, dass diese Seite nach aussen zu liegen kommt. 3.
    Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die zerdrückbaren Körperchen in gleich- mässiger spärlicher Verteilung auf die Oberfläche einer Trägerschicht gebracht werden, dass hierauf die selbst klebende Schicht auf die Trägerschicht derart aufge bracht wird, dass sie an den die Körperchen umgebenden Flächenteilen der Trägerschicht lösbar haftet, worauf die selbstklebende Schicht am genannten einen Gebilde angebracht wird. 4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die zerdrückbaren Körperchen in Vertie fungen der Trägerschicht gebildet werden. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass eine selbstklebende Schicht aus erst unter Druckeinwirkung selbstklebendem Klebstoff ver wendet wird. PATENTANSPRUCH II Mittel zur Ausführung des Verfahrens nach Patentan spruch I, welches eine Schicht selbstklebenden Klebstof fes aufweist, die mit einer Vielzahl gleichmässig und spärlich über die Oberfläche mindestens einer Seite der Schicht verteilter, zerbrechlicher Mikroelemente versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht eine Viel zahl kleiner Erhöhungen aufweist, deren jede mindestens im Bereich ihres Scheitels von einem auf der Schicht aufsitzenden zerdrückbaren Körperchen mit nichtkleben der Oberfläche bedeckt ist. UNTERANSPRÜCHE 6.
    Mittel nach Patentanspruch 1I, dadurch gekenn zeichnet, dass die Erhöhungen durch umüberdeckte ebene Teile der Oberfläche der Klebstoffschicht voneinander getrennt sind. 7. Mittel nach Patentanspruch II, dadurch gekenn zeichnet, dass sich die zerdrückbaren Körperchen über mindestens ein Viertel der Höhe der von ihnen und den Erhöhungen der Klebstoffschicht gebildeten Höcker er strecken. B.
    Mittel nach Patentanspruch II, dadurch gekenn zeichnet, dass die von den Erhöhungen der Klebstoff schicht und den zerdrückbaren Körperchen gebildeten Höcker eine Höhe von 0,025 bis 0,25 mm über den zwischen ihnen liegenden Teilen der Oberfläche der Klebstoffschicht aufweisen und dass sie zwischen einem Zehntel und einem Drittel der Gesamtoberfläche der Klebstoffschicht einnehmen. 9. Mittel nach Patentanspruch II, dadurch gekenn zeichnet, dass die Klebstoffschicht aus erst unter Druck einwirkung selbstklebendem Klebstoff besteht. 10.
    Mittel nach Patentanspruch I1, dadurch gekenn zeichnet, dass die zerdrückbaren Körperchen aus nicht klebendem polymeren Material bestehen. 11. Mittel nach Unteranspruch 10, dadurch gekenn- zeichnet, dass die zerdrückbaren Körperchen aus Poly- methylmethacrylatharz bestehen. 12.
    Mittel nach Patentanspruch II, dadurch gekenn zeichnet, dass es eine die Klebstoffschicht schützende, von ihr ablösbare Decklage aufweist, welche die von den Erhöhungen der Klebstoffschicht und den zerdrückbaren Körperchen gebildeten Höcker und die zwischen ihnen liegenden Teile der Oberfläche der Klebstoffschicht eng anliegend überzieht. 13. Mittel nach Patentanspruch 1I, dadurch gekenn zeichnet, dass die Erhöhungen gemäes einem regelmässi- gen Muster angeordnet sind.
CH1186464A 1963-02-14 1964-09-11 Verfahren zum Zusammenkleben zweier Gebilde mit Hilfe einer selbstklebenden Schicht und Mittel zur Ausführung des Verfahrens CH475335A (de)

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