Verfahren zur Überwachung der Gasmenge eines hydropneumatischen Speichers Hydropneumatische Speicher bestehen bekanntlich aus einem druckfesten Behälter aus Stahl, dessen Inneres durch eine Trennwand in zwei Räume geteilt ist. Die Trennwand ist beweglich. Sie ist entweder als Kolben ausgebildet (Kolbenspeicher) oder als Kunststoffmem bran (Membran- oder Blasenspeicher).
Der eine Raum des Speichers wird entsprechend dem für den Speicher vorgesehenen Arbeitsdruck mit einem Gas, z.B. Stickstoff, gefüllt. Anschliessend fördert eine Pumpe in den anderen Raum des Speichers bis zu einem gewünschten Betriebsdruck die Hydraulikflüssigkeit, üb licherweise Mineralöl. Hierbei wird das Gas zusammen gedrückt und der Druck des Speichers erhöht. Die in dem unter Druck stehenden Gas gespeicherte Energie kann dann über die Hydraulikflüssigkeit abgegeben werden. Sie hängt bei gegebenem Druck von der Grösse der Gasmenge ab.
Die Energie, die auch als Arbeitsvermögen bezeichnet wird, kann sich somit ändern, wenn das Gas aus dem dafür vorgesehenen Raum des Speichers ent weicht.
Zur Kontrolle der Gasmenge soll man nach der Seite 13 der von der Firma Bosch herausgegebenen Druck schrift Bosch Hydrospeicher vom Mai 1966, den sogenannten Gasvorspanndruck messen. Mit Gasvor- spanndruck ist der Druck gemeint, den das Gas aufweist, wenn es das gesamte Speichervolumen ausfüllt. Dieser Druck sinkt mit abnehmender Gasmenge.
Zum Messen des Vorspanndruckes geht man so vor, dass man den Speicher durch öffnen des für die Hydrau- likflüssigkeit vorgesehenen Ventils langsam entleert und hierbei den Druck der Hydraulikflüssigkeit mit einem an der Flüssigkeitsleitung angebrachten Manometer über wacht. Ist die gesamte Hydraulikflüssigkeit aus dem Speicher herausgedrückt, so wird ein am Speicher sitzen des Ventil selbsttätig geschlossen, und der Druck in der Hydraulikleitung fällt dann plötzlich auf Null.
Der vor dem Druckabfall am Manometer festgestellte Druck ist der sogenannte Vorspanndruck und, wie gesagt, ein Mass für die im Speicher vorhandene Gasmenge.
Das vorgenannte Verfahren besitzt den Vorteil, dass man ohne zusätzliche Teile die Gasmenge bestimmen kann, denn ein Manometer zur Überwachung des Druk- kes der Hydraulikflüssigkeit ist üblicherweise am Spei cher vorgesehen. Ebenso gehört ein Ablassventil zur notwendigen Ausrüstung eines solchen Speichers. ES ist jedoch mühselig, den Speicher langsam zu entleeren und hierbei das Manometer zu beobachten. Vor allem aber ist diese Überwachung notwendigerweise mit einer Betriebs unterbrechung verbunden. Aus diesem Grunde kommt sie nicht für die hydraulischen Antriebe elektrischer Schaltgeräte in Betracht, die, sofern sie in Betrieb sind, ständig schaltbereit sein müssen.
Als Abhilfe hat man versucht, bei Kolbenspeichern die Kolbenstellung zu erfassen (DAS<B>1223</B> 185). Hierfür ist jedoch ein bestimmter mechanischer Aufwand erfor derlich, der den Speicher unerwünscht verteuert. Darüber hinaus ist eine solche Überwachung nur dann zuverlässig, wenn sichergestellt ist, dass kein öl in den Gasraum eindringt. Hierdurch würde nämlich ein grösseres Gasvo lumen vorgetäuscht, als tatsächlich vorhanden ist, ohne dass die Überwachung dies feststellen könnte.
Die Erfindung hat ein Verfahren zur Überwachung der Gasmenge eines hydropneumatischen Speichers mit einer Pumpe zum Füllen des Speichers mit Hydraulik flüssigkeit und mit einem Manometer zum Messen des Speicherdruckes zum Ziel, das Fehlmessungen aus- schliesst und dennoch ohne Betriebsunterbrechung und mit geringem Aufwand ausgeführt werden kann.
Das erfindungsgemässe Verfahren besteht darin, dass der Zusammenhang zwischen dem beim betriebsmässigen Füllen des Speichers auftretende Druckanstieg und der in den Speicher gelangenden Füllmenge erfasst wird. Dabei wird also die Tatsache ausgenutzt, dass der Speicher ohnehin von Zeit zu Zeit mit der Pumpe nachgefüllt werden muss, wenn er im Betrieb benutzt wird. Die hierbei in den Speicher gelangende Füllmenge wird beim Verfahren nach der Erfindung gemessen. Gleichzeitig wird der durch die Füllmenge verursachte Druckanstieg fest gestellt. Aus dem Zusammenhang dieser beiden Grössen gewinnt man ein genaues Mass für die im Speicher vorhandene Druckmenge. Mithin braucht der Speicher nicht entleert zu werden.
Er kann ständig in Betrieb bleiben. Ausserdem kann die Überwachung ohne grossen Aufwand automatisiert werden.
Bei einer Ausführungsform des Verfahrens nach der Erfindung kann man den Grenzwert der Gasmenge durch die einer bestimmten Füllmenge zugeordnete grösste zulässige Druckdifferenz erfassen. Je kleiner die Gasmen ge, desto grösser ist nämlich die Drucksteigerung pro Füllmenge. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass man den Grenzwert durch die einer bestimmten Druck differenz zugeordnete kleinste zulässige Füllmenge er- fasst. In beiden Fällen kann man eine in die Fülleitung des Speichers eingebaute Messeinrichtung für die Füll menge verwenden. Man kann die Füllmenge aber auch durch die Überwachung der Förderdauer der Pumpe erfassen.
Hierbei kann man eine bestimmte Anzahl von Umdrehungen der Pumpenwelle über ein Getriebe fest stellen, das eine Übersetzung ins Langsame ergibt und beispielsweise während mehrerer Umdrehungen der Pumpenwelle einmal einen Schalter betätigt. Ferner ist es möglich, eine bestimmte Füllmenge durch den einmaligen Hub einer Kolbenpumpe hervorzubringen.
Die vorstehend erwähnte Messeinrichtung für die Füllmenge wird zweckmässig am Speicher angeordnet. Sie kann mit dem Speicher baulich vereinigt werden. Als Messeinrichtung ist insbesondere ein Raum mit einer beweglichen Trennwand geeignet, die bei der Bewegung zwischen einer Ruhelage und einem Anschlag ein be stimmtes Volumen verdrängt. Das Ende der Verdrän gungsbewegung kann man z.B. dadurch kenntlich ma chen, dass die Trennwand beim Anlaufen an den An schlag die Fülleitung für den Speicher sperrt.
Daraufhin stellt sich, wenn die Pumpe weiterfördert, in dem Raum vor der Trennwand ein steigender Druck ein, während der Druck im Raum hinter der Trennwand gleich bleibt. Die Differenz zwischen dem Anfangsdruck beim Pumpen und dem gleich bleibenden Enddruck nach dem Schlies- sen der Fülleitung ist dann ein Mass für die im Speicher vorhandene Gasmenge, und zwar ist die Gasmenge um so grösser, je kleiner die Druckdifferenz ist.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass die Trennwand beim Anlaufen an den Anschlag einen Si gnalschalter betätigt. In diesem Moment kann wieder, gegebenenfalls automatisch, der Druck gemessen werden, so dass die für die Gasmenge kennzeichnende Druckdif ferenz feststellbar ist. Man kann aber auch den Signal schalter so mit einem Manometer kombinieren, dass nur dann ein Signal gegeben wird, wenn beim Betätigen des Signalschalters ein bestimmter Druck überschritten ist. Dieses Signal kann unmittelbar als Anzeige dafür ver wendet werden, dass die im Speicher enthaltene Gasmen ge zu gering ist.
Für den Fall, dass der kritische Druck beim Fördern der bestimmten Füllmenge nicht erreicht ist, kann man, um eine maximale Füllung des Speichers zu sichern, in der Trennwand der Messeinrichtung ein Ventil vorsehen, das beim Anlaufen an den Anschlag öffnet. Die Pumpe kann dann durch das geöffnete Ventil den Speicher weiter bis auf einen gewünschten Enddruck füllen. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass man ein bestimmtes Volumen zusätzlich einspritzt, indem man beispielsweise mit einem Kolben, der seinerseits hydrau lisch betätigt werden kann, unabhängig von der sonst üblichen Pumpe Hydraulikflüssigkeit in den Speicher drückt. Hierbei kann man auch mit einem Differential kolben arbeiten.
Das Hineindrücken kann willkürlich geschehen, wobei die Drucksteigerung durch einfache Kontaktmanometer erfasst werden kann. Die Schaltung der Kontaktmanometer kann zur Auslösung einer auto matischen Überwachung mechanisiert werden, indem der Stellung des Kolbens ebenfalls Kontakte zugeordnet werden. Man braucht dann nur noch ein Kommando für den Beginn der Kolbenbewegung zu geben und erhält eine automatische Überprüfung mit Hilfe einer Zusatz einrichtung, die unter Umständen zur Prüfung von Speichern wiederholt und an verschiedenen Stellen ver wendet werden kann.
Wie bereits erwähnt, kann man eine bestimmte Flüs sigkeitsmenge auch dadurch nachfüllen, dass man eine mit einer Pumpenwelle ausgerüstete Pumpe, z.B. eine periodisch arbeitende Kolbenpumpe mit geringem Hub volumen eine bestimmte Zeit lang laufen lässt. Die Fördermenge der Pumpe kann man bei dieser Ausfüh rungsform des Erfindungsgegenstandes aber auch als eine bestimmte Anzahl von Umdrehungen der Pumpenwelle über ein Getriebe erfassen, das eine Übersetzung ins Langsame ergibt.
Bei einer einfachen Ausgestaltung wird von dem Getriebe während einer bestimmten Anzahl von Umdrehungen der Pumpenwelle einmal ein Schalter betätigt. Die Schalterbetätigung kann sich periodisch wiederholen, wenn die langsame Welle des Getriebes wiederum eine Umdrehung gemacht hat, die jeweils einer bestimmten Füllmenge entspricht. Hierbei kann man eine räumliche Trennung und damit einen freizügigen Aufbau durch eine elektrische Welle erhalten, über die das Getriebe mit dem Pumpenmotor gekoppelt wird.
Das Verfahren nach der Erfindung wird anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert, die in schema tischer Darstellung Mittel zur Ausführung des Verfah rens zeigen.
Wie in Fig. 1 gezeichnet, soll der hydropneumatische Speicher 1 als Druckmittelquelle für den nicht dargestell ten hydraulischen Antrieb eines elektrischen Leistungs schalters dienen, der über die Leitung 10 mit dem Speicher 1 verbunden ist. Der Speicher 1 kann ein Blasen- oder ein Kolbenspeicher sein. Sein Druck wird durch ein Kontaktmanometer 2 überwacht. Zum Nach füllen der Hydraulikflüssigkeit aus einem Sumpf 3 dient eine Pumpe 4, die mit dem Speicher 1 über die Fülleitung 5 verbunden ist. Die Pumpe ist beispielsweise eine Kolbenpumpe, wie sie als Einspritzpumpe für Kraftfahr zeuge verwendet wird.
Die Pumpe 4 ist mit einem Antriebsmotor 6 gekup pelt, der von einer nicht dargestellten Spannungsquelle über die Leitung 7 gespeist wird. Im Zuge der Leitung 7 liegt der Schaltkontakt 8 des Kontaktmanometers 2. Der Kontakt 8 schliesst beim Absinken des Druckes bei einem Wert von z.B. 280 at und öffnet mit steigendem Druck bei 300 at.
Mit dem Kontakt 8 des Manometers 2 sind beim Ausführungsbeispiel zwei weitere Kontakte 11 und 12 gekoppelt, die ebenfalls an die Leitung 7 angeschlossen sind. Der Kontakt 11 ist ein Wischkontakt, der bei einem Druck von 280 at kurzzeitig geschlossen, sonst aber geöffnet ist. Es führt zu einem Zeitrelais 13. Das Relais schliesst, wenn es Spannung bekommt, nach einer vorge- gebenen Zeit von beispielsweise 30 Sekunden einen Kontakt 14, der mit dem Kontakt 12 in Reihe liegt. An den Kontakt 14 ist eine Hupe 15 angeschlossen.
Der Kontakt 12 ist bei kleineren Drücken als 300 at geöffnet, bei höheren dagegen geschlossen.
Wenn der auf den Betriebsdruck gefüllte Speicher 1 sich durch Leckverluste an seinem Ventil oder derglei chen langsam entleert, so wird der Kontakt 8 geschlossen, sobald der Druck unter 280 at absinkt. Dadurch be kommt der Motor 6 Spannung. Er setzt die Pumpe 4 in Bewegung, bis der Druck 300 at erreicht. Überschreitet der Druck diesen Wert, wird der Motor 6 vom Kontakt 8 ausgeschaltet.
Beim Absinken des Druckes auf 280 at schaltet ausserdem der Kontakt 11 das Zeitrelais 13 ein. Das Zeitrelais schliesst seinen Kontakt 14, der zur Hupe 15 führt, und öffnet ihn nach einer vorgegebenen Zeit. Diese Zeit ist so bemessen, dass bei ausreichender Gasmenge im Speicher 1 der Motor 6 noch läuft, weil der Druck noch nicht 300 at erreicht hat. Für diesen Fall ist der Kontakt 12 noch geöffnet, solange der Kontakt 14 geschlossen ist.
Ist die Gasmenge im Speicher 1 infolge von Leck verlusten des Gases aber zu klein geworden, so erreicht der Druck 300 at, bevor das Zeitrelais seinen Kontakt 14 geöffnet hat. Die auf die Druckdifferenz von 20 atü bezogene Fördermenge der Pumpe 4 ist dann kleiner als der zulässige Grenzwert, der mit dem Zeitrelais 13 vorgegeben wird. In diesem Fall gelangt Spannung über den Kontakt 12 und den Kontakt 14 des Zeitrelais 13 zur Hupe 15. Mithin wird bei unzureichender Gasfüllung ein Signal gegeben. Hierfür werden zusätzlich zu der norma len Einrichtung eines Hydraulikspeichers lediglich zwei weitere Kontakte des Manometers 2 und ein Zeitrelais 13 benötigt.
Die Prüfung der Gasmenge erfolgt selbsttätig bei jedem Nachfüllen des Speichers. Statt einer Hupe kann auch eine andere Meldung, z.B. über ein Fallklap- penrelais, vorgesehen sein. Bei der Überwachung des Gasvolumens kommt es nicht auf die Stellung einer Membran oder eines Kolbens an, die den Gasraum des Speichers 1 von dem mit Flüssigkeit gefüllten Teil trennt.
In der Fig.2 ist angedeutet, dass zusätzlich zu der Pumpe 4 bei der Anordnung nach Fig. 1 noch eine Pumpe 20 mit einem eigenen Antriebsmotor 21 verwen det werden kann, wobei das elektrische überwachungssy- stem im Prinzip das gleiche ist. Der Grund dieser Anordnung liegt darin, dass für die Messung von Zeitdif ferenzen, die den Gasinhalt kennzeichnen, bestimmte Fördermengen in bezug auf das Speichervolumen nicht überschritten werden können.
Ist nämlich das Fördervo- lumen in bezug auf den Speicher sehr gross, so ist die zum Nachfüllen benötigte Zeit entsprechend klein und eine Zeitdifferenz, die den Gasverlust berücksichtigt, noch kleiner und somit nur schlecht zu erfassen.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig.2 besitzt deshalb ausser der Pumpe 4, die nur für Leckverluste vorgesehen ist, für das Nachfüllen bei betriebsmässigem Druckmittelver- brauch, alsobeimBetätigen des elektrischen Schalters, die zusätzliche Pumpe 20 mit einer grösseren Förderlei- stung.
Um zu vermeiden, dass die Pumpen 20 und 4 zugleich ansprechen, kann man der Pumpe 4 einen höheren Ansprechdruck geben als dem Schaltpunkt des Kontaktes 19 für die Pumpe 20. Ausserdem kann man eine in der Fig.2 nicht gezeichnete Verriegelung vorsehen, die die Pumpe 4 ausschaltet, wenn der Motor 21 läuft. Die in der Fig.3 ohne die elektrische Steuerung gezeichnete Anordnung entspricht im Prinzip der Anord nung nach Fig. 2. Aus Ersparnisgründen wird jedoch nur ein einziger Antriebsmotor 6 verwendet, der mit der Pumpe 4 und der Pumpe 20 über eine elektromagnetische Kupplung 22 bzw. 23 verbunden werden kann.
Ein Rückschlagventil 24 bzw. 25 verhindert das Eindringen der Hydraulikflüssigkeit in die nicht arbeitende Pum pe.
Die elektrische Steuerung der Anordnung nach Fig. 3 stimmt sinngemäss mit der Anordnung nach Fig. 2 überein. Zusätzlich zu der Erregung des Antriebsmotors 6 wird jedoch die Kupplung 22 eingelegt, wenn die Pumpe 4 zur Deckung von Leckverlusten in Betrieb gesetzt werden soll.
Die Anordnung nach den Fig.4 und 5 erfasst die Füllmenge nicht über die Fördermenge der Pumpe. In die Fülleitung 5 der nicht gezeichneten Pumpe ist am Speicher 1 ein Behälter 30 eingebaut, dessen Inneres durch eine Membran 31 in zwei Räume 32 und 33 getrennt ist. Vor dem Behälter 30 ist ein Manometer 35 und dahinter ein Manometer 36 an der Fülleitung angebracht.
Die Membran 31 verschiebt sich beim Nachfüllen des Speichers. Sie erreicht die dem Speicher 1 zugekehrte Öffnung 37 des Behälters 30, wie in Fig. 5 gezeigt ist, wenn ein bestimmtes Flüssigkeitsvolumen in den Spei cher 1 hineingedrückt wurde. In diesem Augenblick steigt der am Manometer 35 ablesbare Druck stark an, wenn die Pumpe weiter fördert. Das Manometer 36 zeigt dagegen keine Druckerhöhung mehr. Der Enddruck des Manometers 36 ist ein Mass für die im Speicher 1 vorhandene Gasmenge.
Die in den Fig. 6 und 7 gezeigte Anordnung unter scheidet sich von der Anordnung nach den Fig. 4 und 5 durch den Ersatz der Membran 31 durch einen Kolben 40.
Die in den Fig. 8 und 9 dargestellte Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes entspricht im Prinzip der Anordnung nach den Fig.4 bis 7. Ein Unterschied besteht darin, dass das Manometer 36 auf der Gasseite des Speichers 1 angeordnet ist. Vor allem aber wird die Membran 31 zugleich als Trennwand zwischen dem Gas- und dem Flüssigkeitsraum des Speichers benutzt. Dies ergibt eine beträchtliche Vereinfachung.
Die in den Fig.4 bis 9 gezeichneten Anordnungen setzen voraus, dass die Anfangslage der Membran 31 bzw. des Kolbens 40 vor dem Fördern der Pumpe genau definiert ist. Um dies zu erreichen, kann man z.B. den Motor der Pumpe durch einen Kontakt steuern, der von der Membran oder dem Kolben betätigt wird.
In den Fig. 10 und 11 ist eine andere Möglichkeit dargestellt, bei der die Messung der Druckdifferenz in bezug auf eine konstante Füllmenge für den Speicher als Mass für die Gasmenge im Speicher verwendet wird. Die Fig. 11 zeigt hierbei die elektrische Steuerung.
An den Speicher 1 ist über die Leitung 10 der nicht dargestellte Schalterantrieb angeschlossen. Das Kontakt manometer 2 überwacht den Speicherdruck und steuert den Motor 6 für die Pumpe 4, die die unter Niederdruck im Sumpf 3 vorhandene Hydraulikflüssigkeit ansaugt, wenn der Antriebsmotor 6 eingeschaltet wird. In der Fülleitung 5 zwischen Pumpe und Speicher ist als Messeinrichtung 46 für eine bestimmte Füllmenge ein Zylinder 47 eingebaut, in dem ein Kolben 48 als bewegli-. che Trennwand verschiebbar ist. Der Kolben 48 ist mit einer Rundschnurdichtung 49 ausgerüstet.
Er enthält eine Bohrung 50, in der ein Kugelrückschlagventil 51 ange ordnet ist. Ein Stössel 52 kann das Rückschlagventil öffnen, wenn der Kolben das dem Speicher 1 zugekehrte Ende des Zylinders 47 erreicht. Die Feder 53 drückt den Kolben 48 jedoch normalerweise in die dargestellte entgegengesetzte Endlage. Der Sumpf 3 ist mit dem Speicher 1 über ein Rückschlagventil 55 verbunden, das parallel zur Messeinrichtung 46 liegt und über ein zweites Rückschlagventil 56 an die Leitung 10 führt. An der Messeinrichtung 46 ist ein Schalter 60 vorgesehen, der über den Stössel 61 betätigt wird, wenn der Kolben 48 seine dem Speicher zugekehrte Endlage erreicht.
Der in der Fig.ll dargestellte Stromlaufplan der elektrischen Steuerung, die zur Anordnung nach Fig. 10 gehört, zeigt den Antriebsmotor 6 mit dem zugehörigen Motorschütz 62. In der Leitung des Motorschützes liegt der Kontakt 63 eines Relais 64 und der Ruhestromkon- takt 65 des Relais 66. Ein weiteres Relais 67 steuert die Hupe 15 über einen Kontakt 68.
Der Kontakt B. des Kontaktmanometers 2 ist bei Drücken von mehr als 280 at geöffnet, sonst geschlossen. Deshalb wird das Relais 64 erregt, wenn der Druck kleiner als 280 at ist. Das Relais 64 hat ausser dem Kontakt 63 noch die Arbeitsstromkontakte 69, 70 und 71. Zu dem Relais 66 gehört der Ruhestromkontakt 72 und die Arbeitsstromkontakte 73 und 74. Ferner enthält der Stromlaufplan den Kontakt 60 als Darstellung des Schal ters 60 in Fig. 10. Der Kontakt 60 ist normalerweise geschlossen.
Er wird geöffnet, wenn der Kolben 48 die dem Speicher zugekehrte Endlage erreicht. Der Kontakt 12 ist bei Werten über 300 at geschlossen, bei kleineren Werten geöffnet. Ein Druckknopfschalter 75 dient zum Abschalten der Anordnung, wie im folgenden noch beschrieben wird.
Wenn der Kontakt 8 des Manometers 2 bei kleineren Druckwerten als 280 at schliesst, erhält das Relais 64 über den Kontakt 72 Spannung. Es zieht an und geht über den Kontakt 70 in Selbsthaltung. Hierdurch wird über den Kontakt 63 das Motorschütz 62 erregt. Der Motor 6 treibt die Pumpe 4, so dass der Speicher 1 gefüllt wird. Wenn der Druck 300 at erreicht, schliesst der Kontakt 12. Dadurch zieht das Relais 66 an, da der Kontakt 69 des Relais 64 geschlossen ist. Das Motor schütz 62 wird über den Kontakt 65 entregt, so dass der Motor ausgeschaltet wird.
Wenn der Kolben 48 der Messeinrichtung 46 bis dahin den Kontakt 60 geöffnet hat, also eine bestimmte Füllmenge in den Speicher gelangt ist, ist das Nachfüllen des Speichers beendet. Durch das Ansprechen des Relais 66 wird nämlich der Ruhestromkontakt 72 geöffnet, so dass der Strompfad für das Relais 64 unterbrochen ist.
Für den Fall, dass die Gasmenge im Speicher 1 durch Leckverluste zu klein geworden ist, wird ein Druck von 300 at jedoch erreicht, bevor der Kolben 48 bei seinem Hub den Schalter 60 geöffnet hat. In diesem Falle wird beim Schliessen des Kontaktes 12 zwar auch der Motor 6 über den Kontakt 65 des Relais 66 abgeschaltet, zugleich kommt aber für das Relais 64 ein Strompfad über den Kontakt 73 und den Kontakt 60 zustande, so dass das Relais 64 angezogen bleibt. Deshalb wird über den Kontakt 74 das Relais 67 erregt, das nunmehr den Kontakt 68 für die Hupe 15 schliesst. Es ertönt also ein Signal, das solange bestehen bleibt, bis der Strompfad für das Relais 64 mit dem Druckknopfschalter 75 unterbro chen wird.
Die Überwachung der Gasmenge im Speicher erfolgt wiederum automatisch bei jedem Nachfüllen des Speichers. Das Rückschlagventil 55 der in der Fig. 10 dargestell ten Anordnung hat nur den Zweck, im Ruhezustand der Pumpe 4 die Bewegung des Kolbens 48 vom Speicher zur Pumpe zu ermöglichen, ohne dass ein Unterdruck ent steht. Die Pumpe 4 muss dabei das vom Kolben ver drängte Öl durchlassen können. Andernfalls muss eine geeignete Überbrückung der Pumpe vorgesehen wer den.
In der Fig. 12 ist das hydraulische Schema, in Fig. 13 der zugehörige elektrische Schaltplan einer anderen Aus führung der Überwachungseinrichtung dargestellt, die ebenfalls mit einer einzigen Pumpe auskommt.
Der Speicher 1, der die zum Schalter führende Leitung 10 speist, wird von einer Pumpe 4 über das Rückschlagventil 56 und ein Absperrventil 78 gefüllt. In der Saugleitung, die zum Sumpf 3 führt, sitzt ein Filter 79. Zwischen dem Rückschlagventil 56 und dem Ab sperrventil 78 ist ein Überdruckventil 80 vorgesehen, dessen Auslassleitung in den Sumpf 3 führt.
Mit dem Antriebsmotor 6 der Pumpe 4 ist ein Getriebe 83 gekoppelt, das die Motordrehzahl ins Lang same übersetzt. Das Übersetzungsverhältnis von z.B. 200 : 1 ist so gewählt, dass bei einer für das normale Nachfüllen von 280 auf 300 at erforderlichen Pumpen drehzahl eine mit der langsamen Welle des Getriebes 83 gekoppelte Scheibe 84 eine einzige Umdrehung ausführt. Nach der einen Umdrehung der Scheibe 84 wird ein Schalter 85 betätigt.
Der Motor 6 ist, wie Fig. 13 zeigt, wiederum ein Drehstrommotor, der über das Schütz 62 betätigt wird. Zum Schütz 62 gehört ein Ruhestromkontakt 87 und ein Arbeitsstromkontakt 88. Die Kontakte 8 und 11 des Kontaktmanometers 2 werden bei 280 at bzw. bei 300 at geschlossen. Die Scheibe 84 öffnet den Kontakt 85, sobald sie aus der gezeichneten Lage gedreht wird, und schliesst ihn wieder, wenn sie die gezeichnete Lage nach einer Umdrehung erneut erreicht. Mit dem Kontakt 8 ist ein Relais 90 in Reihe geschaltet, das zwei Ruhestrom kontakte 91 und 92 aufweist. Der Kontakt 11 ist der Hupe 15 zugeordnet.
Die Anordnung ist druck- und spannungslos gezeich net. Wird durch Einlegen eines nicht gezeichneten Haupt schalters die Steuerspannung angelegt, so erhält das Schütz 62 über die Kontakte 85, 92 und 87 Spannung und schaltet den Motor 6 ein. Gleichzeitig geht das Schütz 62 über den Kontakt 88 in Selbsthaltung. Der Motor 6 öffnet bei seiner Drehung über das Getriebe 83 den Kontakt 85 und schliesst ihn nach 200 Umdrehungen der Pumpenwelle, wenn die Scheibe 84 wieder die gezeichne te Stellung einnimmt. Dies ist solange bedeutungslos, bis der Druck 280 at übersteigt.
Dann schliesst nämlich der Kontakt 8 des Kontaktmanometers 2. In diesem Falle wird beim Schliessen des Kontaktes 85 das Relais 90 erregt, so dass über dem Kontakt 91 das Schütz 62 abgeschaltet wird. Diese Schaltung ist als Ruhestrom schaltung ausgeführt, d.h. das Relais 90 bleibt erregt, solange der Druck 280 at oder mehr beträgt. Sinkt der Druck dann durch Leckverluste, so öffnet der Kontakt B. Der Motor 6 kommt wieder, wie vorher beschrieben, in Gang.
Er läuft aber nur solange, bis der Kontakt 85 wieder schliesst, weil der Kontakt 8 dann wieder ge schlossen ist, so dass das Relais 90 erneut Spannung erhält. Im Normalbetrieb wird somit die Motorbewegung durch den Manometerkontakt 8 eingeleitet und durch den Kontakt 85 unterbrochen, wenn eine bestimmte Fördermenge in den Speicher gefördert wurde. Wenn der Gasinhalt des Speichers abnimmt, steigt der mit der Fördermenge der Pumpe hervorgerufene End- druck. Im Grenzfall wird bei einer Umdrehung der Scheibe 84, also noch vor dem Schliessen des Kontaktes 85, ein Druck von 300 at erreicht. In diesem Falle betätigt der Kontakt 11 des Manometers die Hupe 15.
Dadurch ergibt sich wiederum eine selbsttätige Überwachung der im Speicher vorhandenen Gasmenge, die bei jedem Nachfüllen des Speichers 1 wirksam ist.