CH460447A - Zweitakt-Brennkraftmaschine - Google Patents
Zweitakt-BrennkraftmaschineInfo
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Description
Zweitakt-Brennkraftmaschine 1 Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Zweitakt-Brennkraftmaschine.
In den herkömmlichen Zweitaktmaschinen spart man gewöhnlich Schlitze in der Laufbüchse aus, um die erforderlichen Spül- und Auslassöffnungen vorzusehen. Durch dieses Ausnehmen von Schlitzen erhält man zwi schen den Schlitzen Partien, die als Stege bezeichnet wer den.
In denjenigen Fällen, in denen die Auslassöffnungen rund um die Laufbüchse herum angeordnet sind, ist der Wärmefluss zu den Stegen nicht gleichmässig, weil die Geschwindigkeit oder der Massenfluss der Auspuffgase durch die Stege in der Gegend des Auspuffrohres, durch welches die Gase schlussendlich abgeleitet werden, am grössten ist. Selbst wenn die Stege wassergekühlt sind, ist es nicht möglich, die Temperaturen der Stege um den ganzen Umfang der Zylinderbüchse herum auszuglei chen.
Dies kann dann leicht zum Reissen der Stege we gen des Auftretens von Wärmespannungen führen.
Ferner werden in herkömmlichen Zweitaktmaschi- nen im allgemeinen die Lufteinlass- und auslassöffnungen gefräst, was eine teuere Bearbeitungsoperation darstellt.
Zusätzlich zum Fräser der Lufteinlass und -auslassöffnun- gen muss die Laufbüchse in der Bohrung beidseitig an den Enden der öffnungen zurückgedreht werden, um das Abscheren der Kolbenringe zu vermeiden, die beim Durchgang des Kolbens auswärts in die Öffnungen fe dern.
Die die Schlitze bildenden Stege werden gewöhnlich schräg zur Achse des Zylinders angeordnet, um die Kol- benringabnützung auszugleichen, da mit einer solchen Anordnung jeder Teil des Umfanges des Kolbenringes über einen Steg läuft. Allgemein werden die Stege der Auslassöffnungen hohl gebohrt, damit eine Wasserküh lung vorgesehen werden kann. Aber die Ablenkung des Wassers bei hoher Geschwindigkeit beidseits der Aus lassöffnungen verhindert wegen der Wirbelbildung den Zu- und Abfluss des Wassers von und zu diesen Boh rungen.
Aufgabe; der vorliegenden Erfindung ist es, die er wähnten Schwierigkeiten und Nachteile zu beheben, und 2 die Erfindung kennzeichnet sich dadurch, dass ihre Gas eintritt- und Auspuffschlitze die Form ununterbrochen um die Laufbüchse der Maschine verlaufender Um fangsöffnungen aufweisen.
Die Erfindung wird beispielsweise in den beiliegen den Zeichnungen dargestellt. Es zeigt: Fig. 1 einen Teil des Zylinders und des Kolbens einer Zweitaktmaschine im Schnitt und im besonderen eine Eimass- oder Auslassöffnung mit der erfindungsgemässen Begrenzung der Radialausd:
hnung der Kolbenringe, Fig. 2 ein Detail von Fig. 1, jedoch aus einer andern Blickrichtung, Fig. 3 eine abgeänderte Anordnung für die Durchlei tung des Kühlmediums.
Gemäss den Zaichnungen, insbesondere gemäss Fig. 1 und 2, ,sind mit 10 Teile einer Zylinderlaufb-üchse be zeichnet, während 11 eine ununterbrochen verlaufende Umfangslufteinlass- oder -auslassöffnung bezeichnet.
Es ist klar, dass in der praktischen Ausführung mindestens zwei solcher ununterbrochen verlaufender Umfangsöff nungen in der Zylinderbüchse 10 vorgesehen sind, wobei die eine die Lufteinlass- oder Spülöffnung und die andere die Auslassöffnung bild.-t. Aber da die wesentlichen Merkmale in beiden Fällen die gleichen sind, g-.nügt es, eine einzelne Öffnung darzustellen. Mit 12 ist der Kolben bezeichnet, welcher eine Anzahl von Kolbenringen 13 trägt, von denen jeder einen Bund 14 aufweist, der mit einem im Kolben eingedrehtwn Bund 15 zusammenwirkt.
Liegt der Ring im parallelwandigen Teil der Zylinder bohrung, welche Stelle mit 16 bezeichnet ist, entsteht zwischen den Bunden 14 und 15 ein Spalt, welcher dem Ring, wenn er eine Partie im Gebiet der am Umfang ver laufenden Einlass- oder Auslassöffnung durchfährt, er möglicht, sich radial auswärts so weit auszudehnen, bis Bund 14 an Bund 15 anstösst und er somit in seiner Ausdehnung begrenzt ist.
Beidseitig jeder ununterbrochen verlaufenden Um fangsöffnung ist die Laufbüchse angeschrägt, wie dies mit 17 bezeichnet ist. Die Form der Anschrägung wird ma- thematisch so festgelegt, dass jeder Kolbenring eine im wesentlichen konstante Radialbeschleunigung erhält, wenn er durch die Partie mit der öffnung durchfährt. Auf diese Weise wird die kleinste Radialkraft auf den Ring ausgeübt,
wenn er wieder zentrisch in eine mit der parallelwandigen Bohrung der Laufbüchse konzentrische Lage geht. Während ein Kolbenring die Partie einer un- unterbrochen verlaufenden Umfangsöffnung durchfährt, stösst der Bund 14 an Bund 15 an, so dass noch ein schmaler, mit 18 bezeichneter Spalt zwischen dem Kol benring und dem angeschrägten Teil der Bohrung der Zylinderlaufbüchse übrigbleibt. Der Spalt 16 ist nur so gross, dass die Forderung für das Spiel 18 erfüllt wird, und doch genügend gross,
um den Abrieb zwischen Kol benring und der Zylinderbüchse über eine genügend lange Lebensdauer auszugleichen, bevor eine Überholung notwendig wird.
Fig. 1 und 2 zeigen, wie eine Umfangsströmung des Kühlmediums mit hoher Geschwindigkeit auf der Kühl seite der ununterbrochen verlaufenden Umfangsöffnun gen erreicht werden kann, indem man das Kühlmedium durch tangential gerichtete Rohre 19 einführt.
Fig. 3 erläutert eine andere Anordnung für die Durchleitung des Kühlmediums auf der Kühlseite der ununterbrochen verlaufenden Umfangsöffnungen zwi schen den Zylinderlaufbüchsenelementen. Diese Ausfüh- rung kann angewandt werden, wenn die Zylinderlauf büchsenelemente 10 von zylindrischen Hülsen 20 umge ben und unterstützt sind.
Diese Hülsen werden durch eine grössere Anzahl von Vorsprüngen 21, die einen Teil der Zylinderlaufbüchsenelemente bilden, von den Zylin- derlaufbüchsenelementen in einem Abstand gehalten.
Wie durch die Pfeile in Fig. 3 angegeben, strömt das Kühlmedium zwischen dem unteren Zylinderlaufbüch- senelement 10 und der sie umgebenden zylindrischen Hülse 20 in einen ringförmigen Kanal 22, welcher die Schlitzöffnung umgibt. Von diesem ringförmigen Kanal kommt das Kühlmedium in den Raum zwischen oberem Zylinderlaufbüchsenelement 10 und ihrer entsprechen den zylindrischen Hülse 20.
Der Teil mit der Schlitzöff nung 23 ist mit dem Hauptteil 24 des Motorengehäuses durch eine Anzahl nicht dargestellter Rippen verbunden, und das Kühlmedium kommt mit dem grösseren Teil der kühlseitigen Oberfläche der Schlitzöffnung in Kontakt.
Diese Rippen können so ausgebildet sein, dass sie den Fluss des Kühlmediums führen und der Flüssigkeit eine Umfangsbewegung erteilen, so dass sie in einen engen Kontakt mit der Kühlseite der Flanschen an den Enden der Zylinderlaufbüchsenelemente gebracht wird.
Mit der vorgehend beschriebenen erfindungsgemä ssen Anordnung von ununterbrochen verlaufenden Um fangseinlass- und -auslassöffnungen kann man wegen der grösseren Fläche von Lufteinlass- und -auslassöffnung bessere Spülbedingungen erreichen,
was die Folge des Wegfalles der in herkömmlichen Zweitakt-Brennkraft- maschinen verwendeten Auslass- und Einlassstege ist. Weiter erhält man wegen des Wegfalles der Auslassstege die bekannterweise in herkömmlichen Konstruktionen hohen Wärmespannungen wegen des ungleichmässigen Wärmeflusses unterworfen sind, zuverlässigere Lauf büchsen.
Weiter ist es möglich, mit Konstruktionen gemäss der Erfindung die Umfangszirkulation des Kühlmediums mit einer passenden Geschwindigkeit auf der Kühlseite des Materials vorzusehen, das die Wand der ununter brochen um die Laufbüchse verlaufenden Umfangsöff nungen der Auslass- und Lufteinlassöffnungen bildet.
Endlich erreicht man mit der Erfindung eine Reduk tion der Kosten für die Zylinderbüchsen durch die Aus merzung der Fräsoperationen für die Bildung der her kömmlichen Auslass- und Luftein'lassöffnungen, während die erfindungsgemässen öffnungen durch gewöhnliche Dreh- oder Schleifoperationen an der Zylinderbüchse hergestellt werden können.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Zwe@takt-Brennkraftmaschine, dadurch gekennzeich net, dass ihre Gaseintritt- und Auspuffschlitze die Form ununterbrochen um die Laufbüchse der Maschine ver laufender Umfangsöffnungen aufweisen. UNTERANSPRÜCHE 1.Zweitakt-Brennkraftmaschine gemäss Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufbüchse auf jeder Seite der Umfangsöffnung angeschrägt ist, während der Kolben mit Kolbenringen ausgerüstet ist, die nur eine begrenzte Ausdehnung ausführen, wenn sie eine Partie mit einer Umfangsöffnung durchfahren,wobei die Kolbenringe eine angenähert konstante Beschleunigung zur Begrenzung solcher Beschleunigungskräfte auf einen passenden Wert und zur Vermeidung einer Beschädigung der Kolbenringe ausführen, wenn sie von der festgeleg ten Ausdehnungsgrenze radial einwärts in ihre Arbeits stellung in der Zylinderbohrung bewegt werden.2. Zweitakt-Brennkraftmaschine gemäss Patentan spruch oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zirkulation des Kühlmediums in der Zone der Umfangsöffnungen vorgesehen ist.3. Zweitakt-Brennkraftmaschine gemäss Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufbüchse auf der Aussenseite und beidseits jeder Umfangsöffnung mit einer Ringkammer versehen ist, in welche minde stens ein tangential gerichteter Einlass für das Kühlme dium angeordnet ist. 4.Zweitakt-Brennkraftmaschine gemäss Unteran- spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jede Umfangs- öffnung durch die gegenüberliegenden Enden von zwei axial im Abstand angeordneten Laufbüchsenelementen gebildet ist, von denen jede durch eine besondere zylin drische Hülse umgeben und im Abstand zu dieser Hülse angeordnet ist, um den Durchfluss des Kühlmediums hierdurch zu ermöglichen,wobei der Raum zwischen einem Zylinderhülsenelement und ihrer zugehörigen Hülse und dem Raum zwischen dem zweiten Zylinder- büchsenelement und ihrer zugehörigen Hülse durch einen ringförmigen Kanal im Zylinderblock verbunden ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB3591766 | 1966-08-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH460447A true CH460447A (de) | 1968-07-31 |
Family
ID=10382989
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1115267A CH460447A (de) | 1966-08-10 | 1967-08-08 | Zweitakt-Brennkraftmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH460447A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2839404A1 (de) * | 1977-09-12 | 1979-03-15 | Honda Motor Co Ltd | Verfahren zum abschraegen der umfangskanten von oeffnungen in der zylinderwand insbesondere einer zweitakt-brennkraftmaschine |
-
1967
- 1967-08-08 CH CH1115267A patent/CH460447A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2839404A1 (de) * | 1977-09-12 | 1979-03-15 | Honda Motor Co Ltd | Verfahren zum abschraegen der umfangskanten von oeffnungen in der zylinderwand insbesondere einer zweitakt-brennkraftmaschine |
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