CH452425A - Verfahren zur Erwärmung von feuchten, in plastischem Zustand verpressten keramischen Materialien und Strangpresse zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Erwärmung von feuchten, in plastischem Zustand verpressten keramischen Materialien und Strangpresse zur Durchführung des Verfahrens

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CH452425A
CH452425A CH4064A CH4064A CH452425A CH 452425 A CH452425 A CH 452425A CH 4064 A CH4064 A CH 4064A CH 4064 A CH4064 A CH 4064A CH 452425 A CH452425 A CH 452425A
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mass
heating
extrusion
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Benda Ladislav
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Sternkuker Juda
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Tesla Np
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Description


      Verfahren        zur        Erwärmung    von feuchten, in     plastischem    Zustand     verpressten    keramischen       Materialien    und     Strangpresse        zur        Durchführung    des     Verfahrens       Die vorliegende     Erfindung        betrifft    ein Verfahren zur  Erwärmung von feuchten,

   in plastischem Zustand mittels  einer     Strangpresse        verpressten        keramischen    Materialien  durch eine elektrische Widerstands- und/oder     kapazitive     und/oder induktive Heizung.  



  Im Sinne der Erfindung bedeutet  Keramik      Grob-          und    Feinkeramik, also auch     Porzellan.     



  Die Masse für durch Verformung hergestellte kera  mische Produkte muss sich im plastischen Zustand  befinden,     gleichgültig,    ob die Produkte     unmittelbar     durch Ziehen erzeugt werden, oder ob das gezogene  Profil (der     Massestrang    oder Formling, sogenannter  Hubel) bloss als Halbprodukt für     weitere    Bearbeitung  verwendet wird.  



  Das Ziehen erfolgt bisher in Zieh- oder Vakuum  pressen bei     Normaltemperatur    ohne Erwärmung der  Masse. Im plastischen Zustand ist aber die Masse recht  weich und sie wird leicht deformiert. Ihre Feuchtigkeit       ist        z.        B.        bei        Elektroporzellan        22        %        bis        23        0/0.        Für        die     weiteren Operationen muss aus dieser Masse ein gewisser       Prozentsatz        des        

  Wassers,        gewöhnlich        ca.    2     %        bis    3     %,     beseitigt werden und die Masse muss durch den     Verfesti-          gugnsprozess    in den sogenannten lederharten     Zustand     gebracht werden, damit die Produkte oder Halbprodukte  ohne     Deformation        zerschnitten,    gelagert und transpor  tiert, oder auch     zerspannend    bearbeitet oder eingedreht  werden können.

   Bisher erfolgt die     Trockung    und Verfe  stigung der gezogenen Masse entweder frei in der Luft in  besonderen Trockenräumen oder in Trocknern. Ein  solcher     Verfestigungsprozess    ist jedoch langwierig und       dauert    je nach dem Querschnitt des Profils auch mehrere       Stunden    oder Tage. Es ist viel Lagerraum und wieder  holtes Manipulieren notwendig, da die     Massestränge     mindestens zweimal     umgelagert    werden müssen.  



  Andere keramische Güter, z. B. Isolatoren mit kom  plizierteren Formen werden in Gipsformen eingedreht.  Die plastische Masse wird in die Form eingepresst und    dann eingedreht. Nachdem sie die notwendige Form  gewonnen hat, wird sie aus der Form herausgenommen.  Auch zu diesem Zwecke werden     Massestränge    verwen  det, die gewöhnlich in     Vakuum-Schneckenpressen    gezo  gen werden.     Gipsformen    werden hier deshalb verwendet,  weil die Masse, die ohne Schwierigkeit in gewöhnlichen  Pressen zubereitet werden kann, zu weich ist, so dass sie  nicht ohne     Deformationsgefahr    sofort nach Eindrehung  herausgenommen werden kann.

   Die Gipsform saugt aus  der Masse einen Teil des     Wassers    weg, die Masse wird in  der Form gefestigt und selbsttragend und das Produkt       kann    erst dann ohne grössere     Deformationsgefahr    her  ausgenommen werden. Eine solche     Verfestigung    dauert  je nach der Grösse des Produktes mehrere Stunden oder  sogar Tage.

   Es ist zwar bekannt, eine solche Masse auch  in metallenen oder     gummierten    Formen einzudrehen,  dazu ist jedoch eine Masse mit niedrigerem Feuchtig  keitsgehalt notwendig, als mit der bisherigen Technolo  gie gewonnen werden kann (bei Elektroporzellan müsste       z.        B.        die        Feuchtigkeit        um    1     %        bis    2     %        niedriger        sein,        um     die Anwendung von Metallformen zu ermöglichen).

   Bei  dem bisher erreichbaren Feuchtigkeitsgehalt der Masse  stränge ist also dieses Verfahren für die übliche Fabrik  fertigung ungeeignet. Die Zubereitung der     keramischen     Masse in üblichen Vakuumpressen mit dem gewünschten  Feuchtigkeitsgehalt stösst bisher auf derartige Schwierig  keiten, dass Eindrehung in Gipsformen sogar trotz der  Nachteile und Verteuerung, die damit verbunden sind,  vorteilhafter ist.  



  Es wurde bereits verschiedene Verfahren vorgeschla  gen, um die keramische Masse     entweder    beim Ziehen,  beim     Vakuuumprozess    oder bei der     Formung    in ein  Produkt zu     erwärmen.    Durch das zu trocknende Produkt  wird z. B. elektrischer Strom geleitet. Zu diesem Zwecke  werden auf den zu trocknenden Körper Elektroden  angelegt. Die Trocknung erfolgt also durch     Widerstands-          oder        dielektrische    Erhitzung.

   Es ist auch bekannt, die      gezogene keramische Masse bereits in der Presse durch  Heizkörper oder besondere geheizte Ummantelungen,  durch die ein Heizmedium strömt, zu erhitzen.     Im     ersteren Falle wird die keramische Masse nicht vor  Verlassen der Presse erhitzt, im zweiten Falle wird die  notwendige Wärme nicht unmittelbar in der gezogenen  Masse gebildet, so dass die Masse nicht gleichzeitig und       gleichmässig    im ganzen Querschnitt des gezogenen Pro  duktes erhitzt wird.  



  Zweck der Erfindung ist Beseitigung der erwähnten  Nachteile des bekannten Standes der Technik, was beim  erfindungsgemässen Verfahren nunmehr dadurch er  reicht wird, dass die keramische Masse vor ihrer Abtren  nung von der Presse noch in der Presse durch einen  Raum geführt wird, in dem durch in bezug auf den  Mantel der Presse unbeweglich angeordnete Übertra  gungselemente ein elektrisches     Wechselstromfeld    hervor  gerufen wird. dessen Energie im ganzen Querschnitt des  keramischen Stranges unmittelbar in Wärme umgewan  delt wird. Die zur Verdampfung des Wassers notwendige  Wärme kann durch diese Massnahmen nunmehr in  genügender und leicht regulierbarer Menge bereits wäh  rend des     Strangpressens    gänzlich gleichmässig im ganzen  gepressten Profil erzeugt werden.

   Die Masse verlässt also  die Presse bereits erhitzt, so dass schon unmittelbar nach  Verlassen der Pressmündung intensive Wasserverdam  pfung in der Luft eintritt. Es ist klar, dass dadurch der  Feuchtigkeitsgehalt des Masstranges schnell abfallen  kann. Der     Verfestigungsgrad    kann durch die Tempera  turhöhe des erhitzten Masstranges reguliert werden. Je  nach dem Querschnitt des Masstranges kann genügende  Verfestigung bereits nach einigen zehn Sekunden oder  einigen Minuten eintreten. Durch diese Massnahmen  kann also erreicht werden, dass der     Massestrang    nicht  mehr deformiert werden kann, was erlaubt, weitere  Operationen sofort zu beginnen.

   Dieser Umstand bietet  aber noch weitere Vorteile, indem nunmehr eine Bandfa  brikation ohne Zeitverzögerung durch die     Verfestigung     des Halbproduktes möglich ist. Durch die Vergleichswei  se mehrfache Beschleunigung der Verfestigung und  Kürzung des Herstellungsprozesses entfällt viel Lager  raum, insbesondere Trockenraum und weitere Hilfsein  richtungen für die Verfestigung. Auch entfällt die bei  den bisherigen     Verfestigungsverfahren    notwendige wie  derholte Umlagerung der Güter.

   Durch das erfindungs  gemässe Verfahren kann     ferner    die Hygiene des Arbeits  raumes     verbessert    werden und die Ausschussziffer her  abgesetzt werden, da schnelle und gleichmässige Verfe  stigung der Masstränge deren Verbiegung bei einseitiger  Trocknung und     Deformierung    während     Manipulierung     und Umlagerung verhindert.  



  Vom wärmetechnischen Standpunkt aus betrachtet,  ergibt die Umwandlung elektrischer Energie in Wärme  unmittelbar in der gezogenen Masse den besten thermi  schen Wirkungsgrad, da Verluste infolge Konvektion,  Leitung und Ausstrahlung minimal sind. Ausserdem  kann man durch die erfindungsgemässen Massnahmen  der Masse pro Zeiteinheit eine vielfach grössere Wärme  menge als durch alle anderen technisch möglichen  Verfahren     zuführen.        Ferner    kann die     Erwärmung    nun  mehr gleichmässig, leicht und elastisch regulierbar, prak  tisch ohne Wärmeträgheit. durchgeführt werden.     Dies     gestattet die genaue     Dosierung    der notwendigen Wärme  menge und Kontrolle der Verfestigung der Masse.  



       Ferner    betrifft die vorliegende Erfindung eine       Strangpresse    zur     DDurchführung    des Verfahrens, die sich  auszeichnet durch die Anordnung von feststehenden    Elektroden und/oder feststehenden Spulen im Inneren       dees        Pressenzylinders    vor dem     Pressenmundstück     und/oder am äusseren     Pressenumfang    vor dem Pressen  mundstück.  



  Beispielsweise     Ausführungsformen    des Erfindungs  gegenstandes sollen anhand der Zeichnung nachfolgend  näher erläutert werden. Es zeigen:       Fig.    1 eine Anordnung zur Durchführung des Ver  fahrens mit einer elektrischen Widerstandsheizung,       Fig.    2 eine Anordnung mit induktiver Heizung,       Fig.    3 eine Anordnung mit     dielektrischer    Heizung,       Fig.    4 ein Blockdiagramm des Regulierkreises zur       Regulierung    der Heizleistung,       Fig.    5 eine Ausführungsvariante eines Ausschnittes  des Blockdiagramms gemäss     Fig.    4,

         Fig.    6 einen weiteren Ausschnitt der Variante     ge-          mäss        Fig.    5 und       Fig.    7 eine     Wärmekennlinie    des Reguliermechanis  mus.  



  Im nachfolgenden sollen die Elektroden für die  Widerstands- oder     dielektrische    Heizung und die     Induk-          tivität    für die induktive Heizung auch als  Übertragungs  elemente  für die Umwandlung elektrischer Energie in  Wärmeenergie bezeichnet werden.  



       Fig.    1 zeigt eine Ausführungsform zur     Verfqstigung     von Massensträngen, wo die notwendige Wärme der  gezogenen Masse bereits in der Presse noch vor ihrer  Mündung durch direkte elektrische Widerstandsheizung  zugeführt wird. Knapp vor der Mündung 2 ist im  Arbeitszylinder 1 in einer Isoliereinlage 3 eine ringförmi  ge Elektrode 4 eingebaut. Der Zylinder der Presse 1 und  der Dorn 5 sind mit dem zweiten, geerdeten Pol der  Quelle verbunden. Der Strom fliesst zwischen der Elek  trode 4 und dem Dorn 5, bzw. zwischen dem Mantel des  Arbeitszylinders der Presse 1 durch die gezogene Masse,  die durch unmittelbaren Stromdurchgang geheizt wird.  



  Bei der Ziehung voller Profile dient der     Dorn    5 nur  als Elektrode. In diesem Falle reicht er bloss bis zu einer  genügenden     Entfernung    von der Mündung der Presse  derart, dass in der Masse kein Hohlraum gebildet  werden kann. Dieser Fall ist in der Figur durch volle  Striche dargestellt. Werden jedoch hohle Profile gezogen,  z. B. Röhre, erstreckt sich der Dorn 5 bis in die  Mündung und er dient auch zur Hohlraumgestaltung.  Dieser Fall ist in der Zeichnung gestrichelt dargestellt. Je  nach der     Konstruktion    der Presse ist es manchmal  vorteilhaft, zwei Dorne hintereinander zu verwenden.

    Einer von ihnen dient als Elektrode, der zweite als  Werkzeug zur     Hohlraumbildung.    Bei Vakuumpressen  kann die Schnecke anstatt des Dornes 5 als Elektrode  dienen. Es ist allerdings auch eine andere     Elektrodenan-          ordnung    möglich.  



  Das Verfahren kann auch, wie bereits erwähnt,  durch andere Mittel zur Umwandlung elektrischer Ener  gie in Wärme unmittelbar in der gezogenen Masse,  durchgeführt werden.  



       Fig.    2 illustriert die prinzipielle Anordnung zur       Durchführung    des     vorbeschriebenen    Verfahrens durch       induktive        Heizune    der Masse dicht vor - in     Pressrich-          tung    gesehen - der Mündung einer Kolbenpresse. Vor  der Mündung des Arbeitszylinders 1 ist eine Spule 7 an  geordnet, die aus einem HF-Generator 8 gespeist wird.  Den Kern dieser Spule bildet das     stranggepresste    Profil  9, da sich die     stranggepresste    Masse im plastischen  Zustand wie ein Halbleiter verhält.  



       Fig.    3 zeigt die prinzipielle Anordnung zur Durch  führung des Verfahrens durch     dielektrische    Heizung. Die      gezogene Masse 9 wird zwischen den Elektroden 10 und  11 des HF-Generators 12 geführt, die hinter der Mün  dung 2 der Presse 1 angeordnet sind. Die Elektroden  können je nach Bedarf in geeigneter Weise geformt  werden.  



  Die Spule nach     Fig.    2 und die Elektroden nach     Fig.     3 können auch im inneren Raum der Presse angeordnet  werden, falls der Zylinder aus einem Metall besteht,  dessen Eigenschaften die Funktion der Heizquelle, z. B.  nach     Fig.    2 nicht     behindern,    also z. B. aus Aluminium  u. dgl.  



  Die Verwendung eines der möglichen oben erwähn  ten Heizverfahren und die maximale zulässige Tempera  tur der Masse hängt von den physikalischen, chemischen  und elektrischen Eigenschaften der gezogenen Masse,  der Form des gezogenen Profils, der Konstruktion der  Presse und ihrer Leistung ab. Es     istf        ür    den Fachmann  klar, dass eventuell auch beliebige Kombinationen der       erwähnten        Heizverfahren        verwendet    werden können.  



  Es wurde bereits erwähnt, dass die Wärmezufuhr in  die gezogene keramische Masse vorteilhaft in gewissen  Grenzen selbsttätig reguliert werden soll.  



  Ein Ausführungsbeispiel eines solchen Regulierkrei  ses soll nun näher erklärt werden.  



  Auf der Bahn der gezogenen keramischen Masse  wird ein Kontrollpunkt gewählt und die Wärmeregulie  rung wird in Abhängigkeit von der Wärme dieses  Punktes ausgeführt. Ein auf Temperatur empfindliches       Fühlelement    oder Temperaturfühler, z. B. ein wärmeab  hängiger Wiederstand     (Thermistor)    oder ein Wider  standsthermometer wird zu diesem Punkt angeordnet.  Dieser     Temperaturfühler    ist mit einem Regulierkreis  verbunden, in dessen     Ausgangskreis    ein Kontrollelement  angeordnet ist, welches die Zufuhr der Wärmeenergie in  die eben definierten     übertrabaungselemente    kontrol  liert.  



       Fig.    4 zeigt das Blockdiagramm eines     Ausführungs-          beispieles    des Regelkreises. A bezeichnet den Tempera  turfühler, B den automatischen Regelkreis, C das     Kon-          trollelement    im Ausgangskreis des Regelkreises, D eine  Quelle elektrischer Energie oder einen Generator des  elektrischen Heizfeldes und E die oben definierten  Übertragungselemente, z. B. Elektroden.  



       Fig.    7 zeigt die     Temperaturkennlinie    des Kontroll  punktes als Funktion der Zeit während die keramische  Masse gezogen wird. Nach Einschaltung der Quelle der  elektrischen Energie steigt die Temperatur im Kontroll  punkt zu einem Wert     t2    an. In diesem Augenblick  beginnt die Kontrolleinrichtung die     zugeführte    Leistung  herabzusetzen, oder schaltet sie gänzlich ab.

   Nachdem  die Temperatur auf einen Wert     t1    gesunken ist, welche  die zulässige untere Temperaturgrenze des     Vortrock-          nungsprozesses    bezeichnet, wird die Quelle wieder einge  schaltet falls sie vorher abgeschaltet wurde - oder  wird die Leistungszufuhr wieder gesteigert, bis die  Temperatur wieder auf den Wert     t-2    anwächst. Die  Kontrolleinrichtung ist derart eingestellt dass die Tem  peratur im Kontrollpunkt niemals unter den Wert     tt     sinkt. Dies     sichert    die richtige Stufe der     Vortrocknungs-          temperatur    zum Zwecke der Erfindung, ausser am  Anfang, wenn die Einrichtung in Tätigkeit gesetzt  wird.  



  Falls der     Massestrang    wieder nach dem vorerwähn  ten     Vortrocknungsprozess    noch weiter     geformt    werden  soll, kann der Wärmebereich zwischen     t1    und     t2     verringert werden, da sich die einzelnen Schichten  vermischen.    Das Verfahren findet z. B. Anwendung bei der Her  stellung keramischer Bestandteile für die Elektrotechnik  (Widerstände, Kondensatoren usw.), in der Konstruk  tionskeramik     (pyrometrische    Rohre, Träger u. a.), bei der  Herstellung von Elektroporzellan, z. B. für die Herstel  lung von HF und NF Isolatoren durch Eindrehung, oder  beim Übergang auf die neue Technologie der Eindrehung  bei der Erzeugung von Steingut, wie z. B. Rohre u. dgl.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Erwärmung von feuchten, in plasti schem Zustand mittels einer Strangpresse verpressten keramischen Materialien durch eine elektrische Wider stands- und/oder kapazitive und/oder induktive Hei zung, dadurch gekennzeichnet, dass die keramische Masse vor ihrer Abtrennung von der Presse noch in der Presse durch einen Raum geführt wird in dem durch in bezug auf den Mantel der Presse unbeweglich angeord nete Übertragungselemente ein elektrisches Wechsel stromfeld hervorgerufen wird, dessen Energie im ganzen Querschnitt des keramischen Stranges unmittelbar in Wärme umgewandelt wird.
    Il. Strangpresse zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet :durch die An ordnung von feststehenden Elektroden und/oder festste henden Spulen im Inneren des Pressenzylinders vor dem Pressenmundstück und/oder am äusseren Pressenum- fang vor dem Pressenmundstück. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Strangpresse nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Pressenzylinder (1) als eine Elektrode ausgebildet ist, während die Gegenelektrode (4) am Ende des Pressenzylinders (1) kurz vor dem Mundstück (2) in einem in dem Pressenzylinder einge- passten Isolierzylinder (3), mit dem keramischen Mate rial in Berührung stehend, untergebracht ist.
    2. Strangpresse nach Patentanspruch 1I und Unter anspruch 1, gekennzeichnet durch eine oder mehrere Induktionsheizspulen (7), die das untere Ende des Pressenzylinders (1) vor dem Mundstück umgeben. 3. Strangpresse nach Patentanspruch 1I oder Unter anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch den Pressenzy- linder (1) am äusseren Umfang am unteren Ende umgebende Elektroden (10, 11).
    4. Strangpresse nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Kontrollpunkt auf der Bahn des Massestranges ein Temperaturfühler (A) ange ordnet ist, welcher Fühler mit einem Kontrollkreis (B) verbunden ist, dessen Ausgang ein Kontrollelement (C) enthält, welches die Leistung der Quelle der elektrischen Energie (D) steuert, die mit den Übertragungselementen (E) verbunden ist (Fig. 4).
    5. Strangpresse nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Fühler durch einen Thermistor (20) gebildet ist der in eine Wheatstonesche Brücke (20-23) geschaltet ist und in Abhängigkeit von der Temperatur des Kontrollpunktes ein Steuersignal in einem Verstärker (25) gibt, dessen Ausgang mit dem Kontrollkreis der Quelle der elektrischen Heizenergie verbunden ist. 6. Strangpresse nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontrollkreis, mit dem der Ausgang des Verstärkers (25) verbunden ist, durch die Wicklung eines Relais (26) gebildet ist, dessen Kontakt (27) den Eingang der Quelle des elektrischen Heizfeldes kontrolliert.
    7. Strangpresse nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontrollkreis, mit dem der Ausgang des Verstärkers (25) verbunden ist, durch eine Servoschleife gebildet ist, deren Servomotor mit einem Kontrollelement für kontinuierliche Steuerung des elek trischen Heizfeldes verbunden ist.
    B. Strangpresse nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontrollkreis, mit dem der Ausgang des Verstärkers (25) verbunden ist, durch die Wicklung eines Relais gebildet ist, dessen Kontakt (27) in Reihe mit einer Hilfsstromquelle (28) und einer Erregerspule (29) geschaltet ist, wobei die von der Erregerspule betätigten Kontakte (30, 31) den Eingang der Quelle (32) des elektrischen Heizfeldes steuern und diese Kontakte (30, 31) mit den -Übertragungselementen (33) verbunden sind.
CH4064A 1963-01-31 1964-01-06 Verfahren zur Erwärmung von feuchten, in plastischem Zustand verpressten keramischen Materialien und Strangpresse zur Durchführung des Verfahrens CH452425A (de)

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