Bügel zum geordneten Stapeln und zum Transport von Schalholz, Rohren, Bewehrungseinlagen und dergleichen
Das Hauptpatent betrifft einen Bügel zum geordneten Stapeln und zum Transport von Schalholz, Rohren, Bewehrungseinlagen und dergleichen, welcher nach dem Patentanspruch dadurch gekennzeichnet ist, dass er einen Bodenteil und zwei Seitenteile, deren untere Enden an den Enden des Bodenteiles angeschweisst sind, besitzt, welche Teile aus U-Eisen gleichen Profils mit nach unten bzw.
nach aussen gerichteten Flanschen bestehen, und dass an den obersten Teilen der beiden Seitenteile zwischen deren Flanschen je ein Seilhalter angeordnet ist, welcher durch ein Rundeisen, dessen eines Ende mitten am Steg des Seitenteiles angeschweisst ist und ein am anderen Ende dieses Rundeisens angeschweissten Flacheisen, welches allseitig über das Rundeisen vorsteht, gebildet ist.
Die Schalhölzer, Rohre, Bewehrungseinlagen und dergleichen, welche auf einer Baustelle, einem Werkplatz oder in einer Lagerhalle aufgestapelt werden sollen, werden nach ihrer Länge und gegebenenfalls auch nach ihrem Durchmesser sortiert in je zwei der erwähnten Bügel, die in angemessenem Abstand voneinander aufgestellt werden, aufgeschichtet. Der vorhandene Vorrat an Schalholz, Rohren, Bewehrungseinlagen od. dgl. kann auf diese Weise übersichtlich und geordnet gelagert werden und Schalhölzer, Rohre und Bewehrungseinlagen einer bestimmten verlangten Dimension sind jederzeit greifbar, ohne dass sie zuerst aus einem ungeordneten Haufen herausgesucht werden müssen.
Mittels eines Kranes und eines an dessen Kranhaken hängenden Seilkreuzes, dessen vier Arme mit Schlaufen versehen sind, welche an den Haltern der beiden Seitenteile beider Bügel eingehängt werden können, kann auch ein solcher Stapel angehoben und z. B. vom Lagerplatz auf ein Fahrzeug gehoben oder von einem Fahrzeug auf eine Baustelle abgeladen werden. Dadurch können beträchtliche Einsparungen an Zeitaufwand erzielt werden. Nun ist der auf Lagerplätzen und insbesondere auf der Brücke eines Fahrzeuges zur Verfügung stehende Raum oft sehr beschränkt, weshalb die Stapel möglichst nahe zusammengerückt werden müssen.
Eine gewisse Raumeinsparung lässt sich erzielen, wenn die verschiedenen Stapel abwechselnd in ihrer Längsrichtung um die Breite der Seitenteile der Bügel versetzt zueinander abgesetzt werden, derart, dass die Seitenteile ihrer Bügel nicht aufeinanderstossen, sondern nebeneinander zu liegen kommen.
Dies hat aber den Nachteil, dass die an den Haltern der Seitenteile der Bügel zweier dicht nebeneinander liegender Stapel eingehängten Schlaufen des Seilkreuzes nicht mehr ausgehängt werden können. Man kann nun an den Enden der vier Arme des zum Anheben eines Stapels verwendeten Seilkreuzes anstelle von Schlaufen Haken vorsehen, welche von oben her einund ausgehängt werden können. Hierbei ergibt sich aber eine grosse Unfallgefahr, weil es dabei vorkommen kann, dass ein solcher Haken ungewollt und unbemerkt aushängt und der Stapel beim Anheben umkippt oder abstürzt. Durch die Erfindung werden diese Nachteile behoben.
Die Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung des Bügels zum geordneten Stapeln und zum Transport von Schalholz, Rohren, Bewehrungseinlagen und dergleichen nach dem Patentanspruch des Hauptpatentes, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass zwischen jedes Flacheisen der an den obersten Teilen der beiden Seitenteile des Bügels vorgesehenen Halter und den Steg des Seitenteiles ein Zwischensteg eingeschweisst ist, und dass die obersten Teile der Flanschen des Seitenteiles bis mindestens angenähert auf die Höhe des Zwischensteges weggeschnitten sind.
Mit solchermassen ausgebildeten Bügeln kann ein Stapel ohne Gefahr mit einem Seilkreuz, an dessen Armen anstelle von Schlaufen Haken vortesehen sind, anrehoben und bewegt werden, da diese Haken nicht von selbst aushängen können, sondern von den genannten Zwischenstegen gehalten werden und jeweils von Hand von den Haltern gelöst werden müssen.
In der Zeichnung sind eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes und eine Aus führungsvariante eines Teiles desselben dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht der zwei voneinander getrennten Teile eines Bügels zum geordneten Stapeln und zum Transport von Schalholz, Rohren, Bewehrungseinlagen und dergleichen seitlich von unten gesehen,
Fig. 2 eine entsprechende Ansicht dieses Bügels in gebrauchsfertigem Zustand,
Fig. 3 eine Ansicht des oberen Teiles eines Seitenteiles dieses Bügels mit dem Halter von aussen gesehen,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV in der Fig. 3,
Fig. 5 eine Ansicht des oberen Teiles eines Seitenteiles dieses Bügels mit einer Ausführungsvariante des Halters von aussen gesehen, und
Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI in der Fig. 5.
Der dargestellte Bügel zum geordneten Stapeln und zum Transport von Schalholz, Rohren, Bewehrungseinlagen und dergleichen, besteht aus zwei aus U-Eisen oder entsprechend abgekanteten Blechplatten bestehenden Teilen, welche je aus einem Bodenteil la bzw. ib und einem senkrecht zu diesem stehenden, mit diesem verschweissten Seitenteil la' bzw. 1b' bestehen. Die Flansche der U-Profil aufweisenden Bodenteile la und lb und der Seitenteile la' und 1b' bzw. die abgekanteten Randteile der diese Teile bildenden Blechplatten sind nach unten bzw. nach aussen gerichtet. Der Bodenteil lb weist etwas kleineren Querschnitt auf als der Bodenteil la, so dass er in diesen letzteren eingeschoben werden kann.
Unten an den Schenkeln des Bodenteiles la sind an seinem freien Ende und einwärts seines am Seitenteil la' angeschweissten Endes zwei Flacheisenstege 2a und 2b angeschweisst, auf welchen die Schenkel des in diesen Bodenteil 1a hineingeschobenen Bodenteiles 1b aufliegen. Am freien Ende des Bodenteiles lb ist an dessen Schenkeln ein Flacheisensteg 2c angeschweisst. Dies ermöglicht es, die beiden Teile des Bügels gegeneinander oder auseinander zu schieben, bis entweder der Seitenteil ob'am Ende des Bodenteiles la oder der Flacheisensteg 2c an dem als Anschlag für ihn wirkenden Flacheisensteg 2a des Bodenteiles 1a anliegt.
Der Flacheisensteg 2c wird selbstverständlich erst nach dem Einschieben des Bodenteiles lb in den Bodenteil la an den Enden der Schenkel des Bodenteiles lb angeschweisst. Die Verschiebbarkeit der beiden Teile des Bügels in bezug aufeinander ermöglicht es, die lichte Weite des Bügels innerhalb gewisser Grenzen zu verändern und diesen der Breite eines zu errichtenden Stapels anzupassen.
Gegebenenfalls kann auch eine lösbare Feststellvorrichtung vorgesehen sein, welche es ermöglicht, den Bodenteil lb in einer gewählten Lage in bezug auf den Bodenteil la festzustellen oder festzuklemmen, so dass die gewählte lichte Weite des Bügels ungewollt nicht verändert werden kann.
Am obersten Teil jedes Seitenteils la' und ob'ist in der Mitte zwischen dessen Schenkeln das eine Ende eines Rundeisens 3 angeschweisst, dessen anderes Ende an einer Blechplatte 4, deren Längsränder mit den Schenkeln des obersten Teiles des Seitenteiles la' bzw. 1b' verschweisst sind, angeschweisst ist. Die oberen Ecken dieser Blechplatte 4 sind bis unterhalb des Rundeisens 3 schräg abgeschnitten und die obersten Teile der Schenkel des Seitenteiles la' bzw. 1b' sind bis auf etwa gleiche Höhe weggeschnitten, so dass das Rundeisen 3 von oben und von der Seite leicht zugänglich ist. Im Abstand unter dem Rundeisen 3 ist ein Zwischensteg 5 zwischen den Steg des Seitenteiles la' bzw. 1b' und die Blechplatte 4 eingeschweisst.
Die Rundeisen 3 und Blechplatten 4 zweier in angemessenem Abstand voneinander angeordneter, einen Stapel von Schalholz, Rohren, Bewehrungseinlagen oder dergleichen umfassender Bügel bilden die Halter für die Haken 6 (Fig. 3) eines in der Zeichnung nicht dargestellten Seilkreuzes, mittels welchem ein Stapel zwecks Anhebens und Bewegens desselben am Lasthaken eines Kranes od. dgl. aufgehängt werden kann. Die Haken 6 des Seilkreuzes werden an den Rundeisen 3 der beiden Bügel eingehängt. Hört der Zug des Lasthakens des Kranes od. dgl. nach Absetzen des Stapels an einem Lagerplatz oder auf der Brücke eines Fahrzeuges auf, so fallen die Haken 6 des Seilkreuzes auf die Zwischenstege 5 der Halter und werden von diesen aufgehalten, ohne sich von den Rundeisen 3 der Seitenteile la' und ib' des Bügels lösen zu können.
Beim Wiederanziehen des Lasthakens des Kranes od. dgl. greifen die Haken des Seilkreuzes ohne weiteres Zutun wieder an den Rundeisen 3 der Seitenteile la' und lb' an, womit ein ungewolltes Lösen der Haken 6 des Seilkreuzes von den Rundeisen 3 der Bügel mit Sicherheit vermieden ist. Soll ein Stapel, welcher auf einem Lagerplatz oder auf der Brücke eines Fahrzeuges abgesetzt wurde, vom Seilkreuz gelöst werden, müssen die Haken 6 des Seilkreuzes von Hand von den Rundeisen 3 losgedreht werden. Da dieses Losdrehen der Haken 6 des Seilkreuzes von oben her erfolgt, ist es auch dann möglich, wenn Stapel zwischenraumlos nebeneinander gestellt sind.
Die in den Fig. 5 und 6 dargestellte Ausführungsvariante des Halters für die Haken 6 des Seilkreuzes unterscheidet sich von der Ausführung des Halters nach den Fig. 3 und 4 lediglich dadurch, dass anstelle der Blechplatte 4 ein schmäleres Flacheisen 4' am Ende des Rundeisens 3' und am Zwischensteg 5' fest- geschweisst ist, dessen unterer Endteil unterhalb des Zwischensteges 5' gegen den Steg des Seitenteiles 1a' bzw. ob'gebogen und an diesem festgeschweisst ist.
Die Wirkungsweise dieses Halters entspricht genau derjenigen des Halters nach den Fig. 3 und 4.