Bremsvorrichtung an einer Lenkrolle Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bremsvor richtung an einer Lenkrolle.
Vorrichtungen dieser Art sind dem Fachmann seit einiger Zeit bestens bekannt. So zeigt bespielsweise die schweizerische Patentschrift 350 774 eine Bremsvorrich tung an einer Lenkrolle, welche Rolle in einer um eine Vertikalachse schwenkbaren Lenkgabel drehbar gela gert ist, und bei der ein im Schwenklager der Gabel axial verschiebbares, jedoch gegen Drehen gesichertes Bremsorgan vorgesehen ist, dessen der Lauffläche der Rolle zugekehrtes Ende durch Vertikalverschieben des Bremsorgans in oder ausser Eingriff mit der Lauffläche der Rolle gebracht werden kann.
Diese an sich ausgezeichnete Bremsvorrichtung, die für Rollen mit Gummibelag gedacht ist, erfüllt jedoch bei einigen Anwendungen ihre Aufgabe nicht zur völli gen Zufriedenheit. Bei Spitalbettenrollen wirkt sich z.B. die Elastizität des Gummibelages in dem Sinne ungün stig aus, als der Federungsweg, welcher durch die not wendige Ausladung der Lenkgabel entsteht, bei gebrem ster Gabel und Rolle, Eingriffe am Patientenbett durch den Arzt erschwert oder sogar unmöglich macht. Fer ner sind Manipulationen des Pfegepersonals am Patien ten dadurch erschwert, dass beim Abstützen mit bei spielsweise den Knien am Bettrand, das Bett um die vorerwähnte Elastizitätsstrecke zurückweicht und da durch Unsicherheit hervorruft.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, eine Bremsvorrichtung an einer Lenkrolle zu schaffen, bei der derartige Mängel nicht mehr auftreten können.
Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die mit dem Gabelkopf drehfest verbundene, den Drehzap fen der Rolle bildende Hülse mit einer Innenverzahnung versehen ist und dass das gegen Verdrehung gesicherte, vertikal verschiebbare Bremsorgan eine entsprechende Aussenverzahnung aufweist, wobei beim Vertikalver- schieben des Bremsorgans in oder ausser Eingriff mit der Lauffläche der Rolle auch die beiden Verzahnun gen miteinander in oder ausser Eingriff kommen.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt, und wird nachstehend noch etwas näher erläutert. Es zeigt: Fig. 1 eine Seitenansicht, teilweise aufgeschnitten, einer mit der erfindungsgemässen Vorrichtung ausge rüsteten Lenkrolle; Fig. 2 eine Draufsicht auf die Lenkrolle nach Fi gur 1; Fig. 3 eine ähnliche Ansicht wie Fig. 1, mit einem vollständigen Schnitt durch die Bremsvorrichtung, und Fig. 4 eine Variante des Bremsbolzens, mit aus wechselbarer Bremskappe.
Aus den Fig. 1-3 geht eine mit einer Bremsvorrich tung versehene Lenkrolle hervor, deren grundsätzlicher Aufbau und Wirkungsweise dem Fachmann bekannt sind, so z.B. aus dem bereits genannten schweizerischen Patent<B>350774.</B> Aus diesem Grund sei an dieser Stelle auf eine ausführliche Beschreibung all dieser Teile ver zichtet, und lediglich die wichtigsten davon aufgeführt: Die Rolle 1 ist auf der Achse 2 drehbar in einer Lenkgabel 3 gelagert, welche an ihrem Steg zwischen den Gabelarmen von einer Gewindehülse 4 durchsetzt ist. Beidseits des Steges der Gabel 3 befinden sich Zwi schenlagen 7 und 8 sowie Muttern 5 und 6, welche die Hülse 4 drehfest mit dem Gabelkopf verbinden.
Die Gabel 3 ist über die Hülse 4 schwenkbar um die vertikale Achse eines Lagertopfes 9 in diesem gelagert. Ein Zentrierbolzen 10 ist am oberen Ende des Lager topfes 9 drehfest mit letzterem verbunden. Eine gegen Längsverschiebung gesicherte Hülse 11 umgibt den Bol zen 10. Die Hülse 11 ist mittels eines Bremshebels 12 gegenüber dem Zentrierbolzen 10 verdrehbar, und weist zwei sich diametral gegenüberliegende, schraubenlinien- förmig ansteigende Schlitze 13 auf, welche an ihren En den gegen unten abgesickt sind.
In den Schlitzen 13 sind die Enden eines Mitnehmer- stiftes 14 geführt, welcher sich durch den Zentrierbolzen erstreckt, und einen im Bolzen 10 koaxial liegenden und längsverschiebbar geführten Bremsbolzen 15 durchsetzt. Der Bremsbolzen 15 ist damit im Zentrierbolzen 10 wohl verschiebbar, jedoch gegen jegliche Verdrehung gesichert. Durch Verschwenken des Bremshebels 12 kann der Bolzen 15 in vertikaler Richtung verschoben werden, und dessen der Lauffläche der Rolle 1 zuge kehrtes unteres Ende 16 in oder ausser Eingriff mit der Lauffläche der Rolle 1 gebracht werden. Die Hülse 4 weist an ihrem unteren Ende eine Innen verzahnung 17 auf.
Der Bremsbolzen 15 besitzt an ei ner passenden Stelle eine Aussenverzahnung 18, wobei beim Vertikalverschieben des Bolzens 15 in oder ausser Eingriff mit der Lauffläche der Rolle 1 auch die beiden Verzahnungen 17, 18 miteinander in oder ausser Ein griff kommen, und dabei in der Eingriffstellung jegliches Verschwenken der Rolle 1, bzw. Gabel 3 verhindern.
Im ungebremsten Zustand ist die Aussenverzahnung 18 des Bremsbolzens 15 durch das Bremssystem ange hoben und steht nicht im Eingriff mit der Innenverzah nung. Setzt der Bremsvorgang ein, so bewegt sich der Bolzen 15 mit der Verzahnung 18 nach unten gegen die Rolle 1, die Verzahnung 18 greift dabei in die In nenverzahnung 17 des feststehenden Gabelkopfes bzw. der Hülse 4 ein, und fixiert den lenkbaren Teil der Ga bel 3 mit dem feststehenden Kopf.
Bei Weiterbewegung des Bolzens 15 nach unten wird dann das Bolzenende 16 gegen die Rolle 2 gepresst, und der absolute Stillstand des gesamten Lenkrollensystems ist erreicht.
Bwi geeigneter Anordnung der Aussenverzahnung 18 relativ zur Innenverzahnung 17 der Hülse 4 kann auch eine Teilblockierung bewerkstellig werden, d.h. die bei den Verzahnungen 17, 18 können miteinander in Ein griff gebracht werden, bevor das Ende 16 des Brems bolzens 15 mit der Lauffläche der Rolle 1 in Eingriff kommt. So kann je nach gewähltem Weg der Verschie bung des Bolzens 15 zuerst die Drehbewegung der Lenk gabel 3 blockiert werden, d.h. die Lenkrolle wird dann zur Bockrolle, und bei Weiterführen des Bremsvorgan ges kann dann, wenn dies gewünscht wird, auch die Rolle 1 selbst gebremst werden.
Dieses Merkmal kann z.B. für die Verstauung von Behälterwagen in engen Bahnwagen, oder überall dort wo auf engem Raum verschoben werden muss, von Be deutung sein.
Fig. 4 zeigt eine besondere Ausführungsform des Bremsbolzens 15 mit der Aussenverzahnung 18. Nach der Verzahnung 18 besitzt die Verlängerung 19 des Bol zens 15 ein Gewinde, auf das eine leicht auswechsel bare Bremskappe 20 aufgeschraubt werden kann. So kann beispielsweise bei stark abgenutzter Gummirolle 1, eine etwas längere Bremskappe 20 aufgesetzt werden, so dass die angestrebte Bremswirkung sicher erzielt wird.
Bei rollen mit Gummibereifung wird das untere Ende 16 des Bremsbolzens 15 zweckmässig aus Metall aus geführt, während bei Rollen mit einer Lauffläche aus Metall das Ende 16 des Bolzens 15 aus einem elasti schen Material besteht. Auch für diese Fälle sind die auswechselbaren Bremskappen 20 besonders geeignet.