CH445253A - Verfahren zum Herstellen eines Steuernockens zum Kopierdrehen von Kolbenringen und nach dem Verfahren hergestellter Steuernocken - Google Patents
Verfahren zum Herstellen eines Steuernockens zum Kopierdrehen von Kolbenringen und nach dem Verfahren hergestellter SteuernockenInfo
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Description
Verfahren zum Herstellen eines Steuernockens zum Kopierdrehen von Kolbenringen und nach dem Verfahren hergestellter Steuernocken 1 Kolbenringe zum Abdichten von Kolben werden heute grösstenteils im Kopierverfahren auf Drehbänken hergestellt. Die dabei verwendeten Steuernocken sind ein Abbild der Form, die der Kolbenring im ungespannten Zustand hat. Diese wird teils durch Empirie, teils durch rechnerische Verfahren ermittelt. Beides ist zeitraubend und umständlich.
Die vorliegende Erfindung bezweckt ein Verfahren zum Herstellen eines Steuernockens zum Kopierdrehen von Kolbenringen zu schaffen, das auf einfache Weise eine den theoretischen Erfordernissen für gleichmässigen Auflagedruck im Zylinder nahezu entsprechende Nok- kenform herzustellen erlaubt.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge kennzeichnet, dass man einen kreisrunden, an einer Stel le aufgeschnittenen Ring von viereckigem Querschnitt und konstanter Dicke derart aufweitet, dass seine Form angenähert einem Kolbenring im ungespannten Zustand entspricht, dass man in den Ringspalt ein der Spreizung entsprechendes Verschlussstück einsetzt, dass man hier auf den Ring mit dem Verschlussstück zwischen zwei kreisrunde Platten mit planparallelen Innenflächen legt und in den durch den Ring und die Platten begrenzten Raum eine Druckflüssigkeit einführt,
bis unter der Wir kung des Innendurcks sich die Ringenden vom Ver- schlussstück abzuheben beginnen und das Verschluss- stück zu entweichen beginnt, dass man den Ring in dieser Stellung durch Zusammenklemmen der beiden Platten fixiert und die Ringaussenfläche als Steuerfläche zum Kopierdrehen vonKolbenringen verwendet.
Die Erfindung betrifft auch einen nach dem Ver fahren hergestellten Steuernocken. Dieser ist dadurch gekennzeichnet, dass er als zwischen zwei Klemmplat ten eingespannter offener Ring ausgebildet ist, in dessen Stossfuge ein Zwischenstück eingesetzt ist, dessen Aus senfläche der Mantelfläche des Ringes entspricht.
Im folgenden wird anhand der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Steuer- nockens zeigt, das erfindungsgemässe Verfahren näher erläutert. Es zeigen: 2 Fig. 1 einen Querschnitt durch einen Steuernocken, Fig. 2 einen Schnitt nach Linie II-II in Fig. 1, und Fig. 3 ein Detail des Steuernockens mit dem endgül tig eingesetzten Verschlussstück.
Ein kreisrunder Ring 1 aus elastischem Werkstoff, z. B. Stahl oder Gusseisen, der an einer Stelle des Um fanges radial aufgeschnitten ist, wird gespreizt und durch Einführen eines Verschlussstückes in einer gespreizten Stellung gehalten, in welcher die Ringenden die im ange strebten Endzustand vorhandene Stellung einnehmen. Die an den Ringenden anliegenden Flanken des Ver- schlussstückes weisen die aus den Fig. 2 und 3 ersicht liche Form auf, d. h. die äusseren Enden 2a der Flan ken sind schräg ausgebildet, so dass sie an den Ringen den zum Anliegen kommen, wenn das Verschlussstück ganz zwischen die Ringenden hineingeschoben wird. Die Aussenfläche 2b bildet dann eine Fortsetzung der Man telfläche des Ringes 1.
Der mit dem Verschlussstück 2 versehene Ring 1 wird nun zwischen zwei runde Platten 3, 4 geklemmt, die völlig ebene Innenflächen aufweisen. Die Platte 3 trägt einen Gewindebolzen 5, auf dem eine Mutter 6 sitzt, die gestattet, die beiden Platten beliebig fest gegen einander zu spannen. An der Platte 3 ist ferner ein An- schlussgewinde 7 für eine Zufuhrleitung eines flüssigen Druckmittels, z. B. Öl oder Wasser, angebracht. Dieses Druckmittel kann durch Bohrungen 8 in den Innenraum geleitet werden, der durch den Ring 1 und die Platten innenseiten begrenzt ist. Der Ring wird nun vorerst nur leicht zwischen die Platten geklemmt, so dass er noch beweglich ist. Es wird nun ein Druckmittel in den Innen raum geleitet.
Mit zunehmendem Druck im Inneren wird der Ring 1 geweitet, bis sich schliesslich seine Enden von dem dazwischen liegenden Verschlussstück 2 abzu heben beginnen. Im Augenblick, wo dies geschieht, kann dort das Druckmittel entweichen, so dass eine weitere Druckzunahme im Innenraum die Zufuhr einer sehr viel grösseren Druckmittelmenge erfordert. Der Ring steht jetzt nur unter dem Einfluss hydraulischer Kräfte, mit Ausnahme einer Stützreaktion<B>S</B>, die verhindert, dass der Ring sich über das Verschlussstück 2 hinweg nach rückwärts verschiebt. Demzufolge werden auf den Ring keine die Bewegung hindernden Reibungskräfte ausgeübt, so dass er sich nach Massgabe der hydraulischen Kräfte frei einstellen kann.
In diesem Zustand entspricht seine Peripherie nahezu der Form eines ungespannten Kolben ringes, so dass er als Schablone zum Formdrehen von Kolbenringen benutzt werden kann. Um ihn in dieser Lage zu fixieren, wird nun die Mutter 6 vollends ange zogen. Gleichzeitig wird das Verschlussstück an den Enden des Ringes so tief in die Fuge eingeführt, dass die zu diesem Zweck vorbereiteten schrägen Flanken 2a an den Ringenden zum Aufliegen kommen (vgl. Fig. 3). Nachdem dies geschehen ist, kann das Druckmittel abgelassen werden. Der zwischen den beiden Platten 3, 4 festgeklemmte Ring 1 bildet nun einen Steuernocken, der die Form eines spannungslosen Kolbenringes auf weist.
Er kann auf übliche weise an einer Kopierdreh bank festgespannt und von dessen Fühleraggregat abge tastet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Herstellen eines Steuernockens zum Kopierdrehen von Kolbenringen, dadurch gekennzeich- net, dass man einen kreisrunden, an einer Stelle aufge- schnittenen Ring von viereckigem Querschnitt und kon stanter Dicke derart aufweitet, dass seine Form ange nähert einem Kolbenring im ungespannten Zustand ent spricht, dass man in den Ringspalt ein der Spreizung entsprechendes Verschlussstück einsetzt,dass man hier auf den Ring mit dem Verschlussstück zwischen zwei kreisrunde Platten mit planparallelen Innenflächen legt und in den durch den Ring und die Platten begrenzten Raum eine Druckflüssigkeit einführt, bis unter der Wir kung des Innendrucks sich die Ringenden vom Ver- schlussstück abzuheben beginnen und das Verschluss- stück zu entweichen beginnt, dass man den Ring in dieser Stellung durch Zusammenklemmen der beiden Platten fixiert und die Ringaussenfläche als Steuerfläche zum Kopierdrehen von Kolbenringen verwendet. Il.Nach dem Verfahren hergestellter Steuernocken, dadurch gekennzeichnet, dass er als zwischen zwei Klemmplatten eingespannter offener Ring ausgebildet ist, in dessen Stossfuge ein Zwischenstück eingesetzt ist, dessen Aussenfläche der Mantelfläche des Ringes ent spricht.
Priority Applications (1)
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| CH75367A CH445253A (de) | 1967-01-19 | 1967-01-19 | Verfahren zum Herstellen eines Steuernockens zum Kopierdrehen von Kolbenringen und nach dem Verfahren hergestellter Steuernocken |
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Publications (1)
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| CH445253A true CH445253A (de) | 1967-10-15 |
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ID=4194383
Family Applications (1)
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Country Status (1)
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| CH (1) | CH445253A (de) |
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1967
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