CH443003A - Anordnung zur Flüssigkeitszuführung in Räume einer rotierenden Welle zur Funktionsprüfung mechanischer Drehzahlwächter von Kraftmaschinen bei normaler Betriebsdrehzahl - Google Patents

Anordnung zur Flüssigkeitszuführung in Räume einer rotierenden Welle zur Funktionsprüfung mechanischer Drehzahlwächter von Kraftmaschinen bei normaler Betriebsdrehzahl

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CH443003A
CH443003A CH1190266A CH1190266A CH443003A CH 443003 A CH443003 A CH 443003A CH 1190266 A CH1190266 A CH 1190266A CH 1190266 A CH1190266 A CH 1190266A CH 443003 A CH443003 A CH 443003A
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CH1190266A
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Peter Wilhelm
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Bbc Brown Boveri & Cie
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    • GPHYSICS
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Description


      Anordnung    zur Flüssigkeitszuführung in Räume einer rotierenden Welle zur Funktionsprüfung  mechanischer Drehzahlwächter von     Kraftmaschinen    bei normaler Betriebsdrehzahl    Drehzahlwächter dienen als     überdrehzahlschutz     von Kraftmaschinen. Bei unzulässigem überschreiten  der Normaldrehzahl, also beim Erreichen einer vorge  gebenen     Auslösedrehzahl,        wind    durch den Drehzahl  wächter die Unterbrechung der Zufuhr des die Kraft  maschine durchströmenden Mediums ausgelöst und  somit die Kraftmaschine stillgesetzt.  



  Die     Fig.1    stellt die übliche Ausführung eines  Drehzahlwächters dar: Der Drehzahlwächter 24 ist in  der Hauptwelle 1 oder in einer von dieser betriebenen  Nebenwelle der     Kraftmaschine    angeordnet. Er besteht  im wesentlichen aus einem Schwunggewicht 2, einer  Führungshülse 3, einer Führungsmutter 4, einer Feder  5 und einem Federteller 6.  



  Der gemeinsame     Massenschwerpunkt    7 der radial  zur Wellenachse beweglichen Teile des     Schwungge-          wichtes    2 und des mit ihm verbundenen Federtellers 6  liegt ausserhalb der Wellenachse in Bewegungsrichtung  des     Schwunggewichtes    2. Die im Schwerpunkt 7 an  greifende Fliehkraft entspricht in ihrer Grösse der  jeweiligen Wellendrehzahl. Dieser Fliehkraft entgegen  wirkt die Federkraft der Feder 5. Gleichgewicht zwi  schen der Fliehkraft der beweglichen Teile 2 und 6  und der Federkraft besteht bei der vorgegebenen Aus  lösedrehzahl.

   Wird diese überschritten, so überwiegt  die Fliehkraft von Teil 2 und 6 die Federkraft und das       Schwunggewicht    bewegt sich, geführt in Teil 3 und 4,  um den Hub 8 radial zur     Wellenachse    nach aussen.  Der Kopf des Schwunggewichtes 2 trifft dabei auf eine  in der Zeichnung nicht dargestellte Klinke, deren  dadurch ausgelöste Bewegung ein hydraulisches oder  mechanisches Relais betätigt, das wiederum direkt oder  indirekt die Zufuhr des die Kraftmaschine durchströ  menden Arbeitsmediums absperrt und damit die Kraft  maschine     stillsetzt.     



  Die Sicherung der Kraftmaschine gegen überdreh  zahl hängt wesentlich vom einwandfreien Funktionie  ren des Drehzahlwächters ab. Oftmals werden deshalb  zwei Drehzahlwächter angeordnet, deren     Auslösedreh-          zahlen    voneinander verschieden sind. Die Funktions-    probe des Drehzahlwächters durch Erhöhung der Nor  maldrehzahl auf die     Auslösedrehzahl    führt zu unnötig  hoher     Fliehkraftbeanspruchung    der rotierenden Läufer  teile der Kraftmaschine. Dient die Kraftmaschine zum  Antrieb von     Kreiselradmaschinen,    z. B. von Pumpen  oder Kompressoren, so ist das Erreichen der Auslöse  drehzahl wegen des dazu erforderlichen Leistungsbe  darfs bei normaler Bemessung der Kraftmaschine nicht  möglich.

   Der Drehzahlwächter kommt bei solchen     An-          trieben    nur     bei        einer    Unterbrechung     der        Drühmoment          übertragung        zwischen        Kraft    und     Arbeitsmaschine     sowie bei     evtl.    Nullförderung bei geschlossenem     Saug-          oder    Druckschieber und entsprechend hoher     überdreh-          zahl    zum Ansprechen.  



  Es ist auch bekannt, die Funktionsprüfung des  Drehzahlwächters 24 bei Betriebsdrehzahl in folgender  Weise vorzunehmen: über eine axiale Bohrung 9 wird  vom benachbarten Wellenende der rotierenden Welle  eine Flüssigkeit zugeführt, die aus einer feststehenden  Düse 20 in die Bohrung 9 eingespritzt wird.  



  Durch den     Zulaufdruck        und.        durch    die     Fliehkraft     gelangt die Flüssigkeit über die radiale Bohrung 10  und über die Bohrung 11 in den Raum 12 des  Schwunggewichtes 2. Der Raum 12 ist so bemessen,  dass die jetzt zusätzlich an Teil 2 und 6 wirkende       Fliehkraft        :der        Flüssigkeitsfüllung    des     Raumes    12 aus  reicht, um das Schwunggewicht 2 bei Normaldrehzahl  gegen die Federkraft radial zur Wellenachse um den  Hub 8 nach aussen zu bewegen und somit die Auslöse  klinke zu betätigen.

   Nach Unterbrechung der Flüssig  keitszufuhr     fliesst    die Flüssigkeitsfüllung über die  Blende 13 ab.  



  Die beschriebene Art der axialen Flüssigkeitszufuhr  bedingt die Anordnung des Drehzahlwächters nahe  einem axial zugänglichen Wellenende. Die Unterbrin  gung des Drehzahlwächters in einer zugänglichen  Nebenwelle ist mit grösserem     konstruktiven    Aufwand  verbunden und enthält die Gefahr einer Unterbrechung  der Drehzahlübertragung von der     Kraftmaschinenwelle     durch Schäden (oder gar Montagefehler).      Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu  grunde, eine Anordnung zu schaffen, bei der die vor  genannten Nachteile vermieden sind.

   Diesem Zwecke  dient eine Anordnung zur Flüssigkeitszuführung in  Räume einer rotierenden Welle über in dieser angeord  nete Bohrungen, in die die Flüssigkeit aus mindestens  einer feststehenden Düse gespritzt wird, zur Funktions  prüfung mechanischer Drehzahlwächter von Kraftma  schinen bei normaler Betriebsdrehzahl.

   Die     erfindungs-          gemässe    Lösung der Aufgabe ist ausgezeichnet durch  eine in einem Wellenabsatz angeordnete, nur radial  innen offene Ringkammer, der die Flüssigkeit über  eine Düse     zugeführt    wird, sowie durch Bohrungen in  der Welle zur Leitung der Flüssigkeit von der Ring  kammer zu einem den Drehzahlwächter umgebenden  Ringraum, der seinerseits mit einem Raum des  Schwunggewichtes in Verbindung steht, welcher so  angeordnet ist, dass die Fliehkraft der in diesen Raum  eingebrachten     Flüssigkeit        das        Schwunggewicht        radial     zur Wellenachse nach aussen verschiebt.  



  Im folgenden ist ein Ausführungsbeispiel der Erfin  dung anhand der     Fig.    2 und 3 der Zeichnung beschrie  ben. Dabei zeigt     Fig.    2 einen Längsschnitt entlang der  Wellen- und     Drehzahlwächterachsen,    während     Fig.3     einen     Querschnitt        der    Welle entlang einer Drehzahl       wächterachse    darstellt.  



  Mit 22 ist die in einem Absatz der Welle 1 an  geordnete, nur radial innen offene Ringkammer be  zeichnet. Die Flüssigkeit wird dieser Ringkammer 22  an einer beliebigen Stelle des Wellenumfanges zuge  führt und zwar über eine Leitung 26 und Düse 21. Die       Flüssigkeitszuführung    kann dabei durch das natürliche  Druckgefälle oder mit beliebig hohem     Zulaufdruck    er  folgen. Mit 17 ist ein, den Drehzahlwächter 24 umge  bender Ringraum bezeichnet, der einerseits über Boh  rungen 23 mit der Ringkammer 22 in Verbindung  steht und andererseits über Öffnungen 18 am Umfang  der Führungshülse 3 mit einem Raum 12 des       Schwunggewichtes    2 verbunden ist.

   Der Innenradius  der Ringkammer 22 ist, wie die Zeichnung erkennen  lässt, kleiner als der Abstand von der Wellenachse bis  zur Innenkante des Raumes 12.  



  Infolge der sich durch den rotierenden Ölring von  der radialen Dicke 27 einstellenden     Druckdifferenz,     strömt die Flüssigkeit von der Ringkammer 22 zum  Ringraum 17.  



  Von dem auf dem Radius     r1    liegenden Austritt der       Bohrungen    23 in den Ringraum 17 fliesst die Flüssig  keit den beiden Bereichen des Ringraumes 17 zu, die  auf dem grösseren Abstand     r.,    von der Wellenachse  liegen.     (Fig.    3)  Hierdurch wird die     Pumpwirkung    noch weiter er  höht.

   Durch Öffnungen 18 am Umfang der Führungs  hülse 3 tritt die Flüssigkeit schliesslich in den Raum  12 des     Schwunggewichtes    2 über und das     Schwungge-          wicht    bewegt sich wie bereits beschrieben unter der  Wirkung der von der Flüssigkeit im Raum 12 ausgeüb-         ten    Fliehkraft radial zur Wellenachse nach aussen. Die  nach dem Abstellen der Flüssigkeitszufuhr in der Ring  kammer 22 verbleibende Flüssigkeit     fliesst    über die       Blendenbohrung    25 ab.  



  Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung  kann, wie aus der     Fig.    2 ersichtlich ist, in Richtung der  Wellenachse neben dem Drehzahlwächter 24 ein weite  rer     Drehzahlwächter    24'     vorgesehen        sein.        Die    Flüssig  keitszufuhr zum Drehzahlwächter 24' kann dabei von  einem durch die Düse 21 über die Ringkammer 22  gespeisten Ringraum 1<B>7</B> am Drehzahlwächter 24 über  Bohrungen 23' in der Welle 1 erfolgen, welche den       Ringraum    17' mit     einem        Ringraum    117 am     Drehzahl-          wächter    24' verbinden.

   Die Auslösung des zweiten  Drehzahlwächters 24', dessen     Auslösedrehzahl    von der  des     Drehzahlwächters    24 verschieden sein kann, er  folgt sinngemäss in der     vorbeschriebenen    Weise.  



  Selbstverständlich kann ein Ringraum auch über  mehrere Düsen versorgt werden oder können, wenn  zwei getrennte Ringräume anzuordnen sind, diese  einander zugekehrt sein und z. B. nur über eine Zufüh  rung mit zwei Düsenbohrungen versorgt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Anordnung zur Flüssigkeitszuführung in Räume einer rotierenden Welle über in dieser angeordnete Bohrungen, in die die Flüssigkeit aus mindestens einer feststehenden Düse gespritzt wird, zur Funktionsprü fung mechanischer Drehzahlwächter von Kraftmaschi nen bei normaler Betriebsdrehzahl, gekennzeichnet durch eine in einem Wellenabsatz angeordnete, nur radial innen offene Ringkammer (22), der die Flüssig keit über eine Düse (21) zugeführt wird, sowie durch Bohrungen (23) in der Welle (1) zur Leitung der Flüs sigkeit von der Ringkammer (22) zu einem den Dreh zahlwächter umgebenden Ringraum (17), der seiner seits mit einem Raum (12) des Schwunggewichtes (2) in Verbindung steht, welcher so angeordnet ist, dass die Fliehkraft der in diesen Raum (12)
    eingebrachten Flüssigkeit das Schwunggewicht (2) radial zur Wellen achse nach aussen verschiebt. UNTERANSPRüCHE 1. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Innenradius der Ringkammer (22) kleiner ist als der Abstand von der Wellenachse bis zur Innenkante des Raumes (12). 2.
    Anordnung nach Patentanspruch oder Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in Richtung der Wellenachse neben dem Drehzahlwächter (24) mindestens ein weiterer Drehzahlwächter (24') vorge sehen ist und die Flüssigkeitszufuhr von einem durch die Düse (21) gespeisten Ringraum (17') am Drehzahl wächter (24) zum Drehzahlwächter (24') über Bohrun gen (23') erfolgt, welche den Ringraum (17') des Drehzahlwächters (24) mit einem Ringraum (117) am Drehzahlwächter (24') verbinden.
CH1190266A 1965-08-20 1966-08-17 Anordnung zur Flüssigkeitszuführung in Räume einer rotierenden Welle zur Funktionsprüfung mechanischer Drehzahlwächter von Kraftmaschinen bei normaler Betriebsdrehzahl CH443003A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102004018226B4 (de) * 2004-04-15 2011-07-28 ZF Friedrichshafen AG, 88046 Einrichtung zur Ölversorgung von Wellen, welche eine axial verlaufende Bohrung bzw. Öldurchführung ausweisen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102004018226B4 (de) * 2004-04-15 2011-07-28 ZF Friedrichshafen AG, 88046 Einrichtung zur Ölversorgung von Wellen, welche eine axial verlaufende Bohrung bzw. Öldurchführung ausweisen

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